Ausgabe 
(14.4.1915) 87. Erstes Blatt
Seite
69
 
Einzelbild herunterladen

N. e

5 Ein italienischer Ofsiztier über die Kriegslage. Zauürich, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) DieNeue Zür⸗ cher Zeitung gibt einen Auszug wieder aus einer bemerkenswerten Unterredung des Kriegsberichterstatters der ententefreundlichen Gazetta del Popolo, namens Civolla, mit einem hohen ita⸗ lienischen Offizier, dessen Name verschwiegen werden müsse, über dit Lage auf den Kriegsschauplätzen, die dem Berichterstatter 2 selbst überraschend vorkommt. Der Einbruch in Ungarn scheint dem Gefragten keineswegs bevorstehend. Die Gerüchte über einen Sonderfrieden zwischen Oesterreich⸗Ungarn und Rußland sind sehr absurd Die militärische Lage der Russen sei ernstlich vom öster⸗ nreichischen rechten Flügel bei Uzsok bedroht. Es sei nicht ausge⸗ 5 schlossen, daß Hindenburg seine Stellung an der ostpreußischen Grenze so stark habe befestigen können, daß er mit bedeutenden Streitkräften den Oesterreichern zu Hilfe eilen könnte. Der Kern⸗ a punkt der militärischen Lage liege in dem von den Deutschen groß⸗ artig befestigten Belgien. Der Ausgang des Krieges sei abhängig von der materiellen und moralischen Lage im Innern der am Kriege beteiligten Länder. 2 Die Bedrohung der Dardanellen. W Berlin, 14. April. DemDaily Telegraph wird, wie ver⸗ schiedene Morgenblätker berichten, aus Malta telegraphiert, daß die Vorbereitungen zur Forcierung der Dardanel⸗ len mit großer Kraft fortgesetzt würden. 0 Konstantinopel, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier gibt belannt: Einige feindliche * Beobachtungsschiffe beschossen gestern ½ Stunde lang ohne Erfolg am Ausgang der Dardanellen unsere in der Um⸗ gebung des Eingangs der Meerengen gelegenen Batterien. Durch unser Feuer wurden ein Kreuzer und ein Torpedoboot von Gra- naten getroffen. Auf den übrigen Kriegsschauplätzen hat sich nichts geändert.

Vom äguyptischenSultan. Berlin 14. April. Der ägyptische Sultan Hussein Kia⸗ a l hat seine Residenz von Kairo nach Alexandrien ver⸗ legt. Die Rundschau bemerkt dazu: Die Abreise des Pseudo⸗ fultans aus Kairo einige Tage nach dem Attentat ist bezeich⸗ nend für die Gefahren, von denen sich der Sultan umgeben glaubt. Das Eiserne Kreuz erster Klasse für den Sultan

8 Frhr. v. der Goltz Pascha wurde am Montag, wie aus Konstantinopel gedrahtet wird, vom Sultan in Audienz empfangen. Er überreichte dem Sultan das ihm von Kaiser Wilhelm verliehene Eiserne Kreuz erster Klasse. N Die n der U Boot⸗Mannschaften in England.

. Berlin, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) DieNordd. Allgem. Ztg. veröffentlicht in dem politischen Tagesbericht den Notenwechsel zwischen Deutschland und den Ver⸗ einigten Staaten über die Behandlung der in 1 ge⸗ 45 en gehaltenen Besatzungen 33 Unterseeboote:

. In der Verbalnote des deutschen Auswärtigen Amts an die Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin vom 16. März wird auf die Meldungen der englischen Presse hingewiesen, daß die britische Admiralität die Absicht kundgegeben habe, den in Ge⸗ flangenschaft geratenen Offizieren und Mannschaften der deutschen Anterseeboote nicht die ihnen als Kriegsgefangene gebührende Be⸗ handlung zuteil werden zu lassen, insbesondere den Offizieren nicht die Vorzüge ihres Dienstgrades zuzubilligen. Das Auswär⸗ tige Amt bittet die Botschaft der Vereinigten Staaten, auf kele⸗ graphischem Wege durch Vermittlung der amerikanischen Botschaft in London bei der großbritannischen Regierung anfragen zu las⸗ ob und in welcher Weise sie die gefangen genommenen Offi⸗ e e der deutschen Unterfeeboote irgendwie

ber zu behandeln gedenkt. Sollte der Fall sein, so wird die weitere Bt deutschen

nt i

1

7

c weitere Bitte ausgesprochen, im ein derartiges Verfahren

t geratene Mitglied der deutschen Unterseebootsbe⸗ iegsgefangenschaft befindlicher englischer Armee⸗ nd schlechte Behandlung erfahren wird. der amerikanischen Botschaft

14 6. April wird Antwort ischen Regierung auf die Anfrage der amerikanischen mitgeteilt, wonach die geretteten Offi⸗ ziere und Mannschaften der deutschen Unterseeboote u 8 und 1 12 mit Rücksicht auf die Notwendigkeit ihrer Absonderung von anderen Kriegsgefangenen in Marinearrestanstalten(Naval Deetention Barracks) verbracht sind.

Hierauf erging am 11. April eine Note des Staats⸗ 1 des deutschen Auswärtigen Amtes an den Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin, in welcher es heißt: Die deutsche Regierung nahm mit Befremden und Ent⸗ rrüstung davon Kenntnis, daß die britische Regierung die kriegs⸗ gefangenen Offiziere und Mannschaften der deutschen Untersee⸗ boote nicht als ehr fte Gegner ansieht, und sie demgemäß nicht wie andere Kriegsg gene, sondern wie Arrestanten behandelt. Diese Offiziere und Mannschaften handelten als tapfere Männer iin Erfüllung ihrer militärischen Pflichten. Sie haben daher vollen Anspruch darauf, in derselben Weise wie andere Kriegsgefangene, gemäß den völkerrechtlichen Abmachungen, gehalten zu werden. Tia.e deutsche Regierung legt daher gegen das völkerrechtswidrige Vorgehen Englands aufs schärfste Verwahrung ein. Sie sieht sich gleichzeitig zu ihrem Bedauern gezwungen, nunmehr unverzüglich die von ihr angekündigte Vergeltungsmaß⸗ nahme auszuführen und eine entsprechende Anzahl kriegsgefange⸗ ner englischer Armeeoffiziere einer gleich harten Behandlung zu unterwerfen. Wenn übrigens die britische Regierung am Schlusse irer Ausführungen bemerken zu sollen glaubt, daß die deutsche Marine im Gegensatz zur britischen die Rettung von Schiffbrücht⸗ gen unterlassen habe, so kann die darin liegende Unterstellung, als ob eine solche Rettung den deutschen Kriegsschiffen möglich ge⸗ wesen, aber von ihnen geflissentlich unterlassen worden sei, nur mit Abscheu zurückgewiesen werden. Der Unterzeichnete bittet den HPeerrn Botschafter, der britischen Regierung eine entsprechende Mit⸗ 3 zugehen zu lassen, auch Sorge dafür zu tragen, daß sich ein Mitglied der amerikanischen Botschaft in London alsbald per⸗ sönlich von der Behandlung der deutschen Unterseeboots-Gefange⸗ nen überzeugt und über Einzelheiten ihrer Unterbringung, Ver⸗ pflegung und Beschäftigung Bericht erstattet. Das weitere Ver⸗ fahren gegenüber den arrestierten britischen Offizieren, die vor⸗ läufig in Offiziershaft genommen werden, würde alsdann der Be⸗ handlung der deutschen Gefangenen angepaßt werden.

Aus dem Reiche.

Der Wiederaufbau von Ostpreußen.

1 Berlin, 14. April. Eine vom Vorstand der Berliner Handwerkskammer einberufene und von mehr als 200 Or⸗ ganisationen aus Berlin und der Propinz Brandenburg besuchte ammlung befaßte sich mit dem Wiederaufbau von Ostpreußen. ostpreußische Han skammertag hat in Königsberg einen Arbeitsausschuß eingesetzt, der am 27. d. Mts. in Berlin eine Sitzung abhalten wird. In Ostpreußen find rund 19000 Wohnhäuser zerstört und etwa 80000 Wohnungs⸗ einrichtungen neu zu beschaffen. Es ist geplant, in Berlin ein Nusterlager einzurichten, das neben Handwerkszeug und Muster⸗ arbeiten auch ganze Mustereinrichtungen enthalten foll, um den ostpreußischen Familien Gelegenheit zu bieten, sich mit dem nötigen

Handwerkszeug und passenden Wohnungsgeräten zu versehen.

Die Invalidenfürforge.

Berlin, 13. April.(WTB. Nichtamtlich Der*

ausschuß des Reichs tages beriet heute über die Anträge aus

den und ihren Hinterbliebenen. Ter Staatssekretär des Reichsschatzamtes führte aus, die Regierung und der Reichstag seien einig darin, daß es eine Ehrenpflicht sei, nach Kräften für die Opfer des Krieges zu sorgen. Die Lösung dieser großen Auf⸗ gabe werde freilich einstweilen einen mehr theoretischen Charakter haben, da über die Zahl der zu Versorgungen und die finanzielle Möglichkeit der Fürsorge noch nichts sesstehe. 1 g

Bei der Besprechung über die Vorlegung statistischen Materials über die Zahl der in Betracht kommenden Offiziere, Mannschaften und der Hinterbliebenen, über vorhandene Anstalten für vor⸗ beugende Heilfürsorge, die mögliche Unterbringung von Halb⸗ invaliden im Dienste des Reiches, der Bundesstaaten, Gemeinden, Privaten, und darüber, ob anstatt von Renten den hinterbliebenen Frauen eine Existenz geschaffen werden könne, erklärte sich der Reichsschatzsekretär einverstanden mit dem Grundgedanken des Antrages Erzberger, betreffend Auskunft über die Jahl der Gefallenen, Vermißten, Verwundeten, der zur Front zurückge⸗ kehrten Verwundeten, der Verstümmelten, betreffend Plätze in Offi⸗ ziersgenesungsheimen, Mannschaftserholungsheimen, die ausge⸗ gebenen Anstellungsscheine der zu versorgenden Hinterbliebenen und die Kostenberechnung gemäß den geltenden Gesetzen. Er wies auf die dankenswerten Arbeiten der Krüppelfürsorgevereinigung hin, welche das Maximum der Heilungsmöglichkeit anstrebten, um den Opfern des Krieges wieder die Möglichkeit eines Erwerbs zu geben. Die Arbeiten seien möglichst zu zentralisieren, die Hilfe der Ein⸗ zelstaaten und kommunalen Organisation aber unentbehrlich.

In der weiteren Aussprache, die Einzelheiten der Organisation berührte, die sozialen über die finanziellen Gesichtspunkte stellte und das Verbleiben der aufgewandten Gelder im Lande betonte, wurden besonders die Frage der Berufsbildung und die Bedeutung einer rechtzeitigen Heilbehandlung besprochen. Ministerialdirektor Caspar erklärte, man werde die Gewerkschaften aller Art sich in gewünschter Weise an den Beratungen beteiligen lassen. Der Reichsschatzsekretär gab die Erklärung ab, daß die Regierung gerne bereit zu einer weiteren Aussprache über die sozialen Gesichtspunkte für eine Gesetzesänderung und zur Beseitigung der Härten sei, daß aber der Beschluß des Reichstages, einen fertigen Gesetzent⸗ wurf bis zur nächsten Tagung, das heißt bis zum 18. Mai, vor⸗ zulegen, nicht ausführbar sei. Darin liege aber durchaus keine Ab⸗ lehnung des Grundgedankens des Reichstages. Der Ausschuß möge zunächst das erbetene Material abwarten.

Der Ausschuß vertagte sodann seine Arbeiten bis zum 11. Mai.

*

Berlin, 14. April. Zu Ehren Weddigens hat die Fürstin Herbert Bismarck, wie derVossischen Zeitung gemeldet wird, an dem mit Kränzen geschmückten Sarkophag des Altreichskanzlers in Friedrichsruh einen prachtvollen Kranz mit der legen lassen.

WTB. Metz, 13. April. Wie dieLothringer Zeitung mel⸗ det, ist der bis vor Kriegsausbruch in Metz amtierende Lan d⸗ richter Alfred Weil, ein geborener Elsässer, der in den lezten Jahren im politischen Leben von Metz mit Unterstützung der Einheimischen eine Rolle spielte, für fahnenflüchtig erklärt und sein Vermögen mit Beschlag belegt worden.

Aus Stadt und Cans. Gießen, 14. April 1915.

Hilfe für kriegsgefangene Dentsche.

In Hamburg arbeitet seit November vorigen Jahres ein Ausschuß für deutsche Kriegsgefangene vom Ham⸗ burgischen Landesverein vom Roten Kreuz, welcher sich mit der Nachforschung nach Vermißten und der Auskunftserteilung an die Bevölkerung in Bezug auf alle die deutschen Gefangenen betreffenden Fragen beschüftigt, und der bereits mit gutem Erfolg um die Besserung des Loses der Gefangenen bemüht gewesen ist. Er hat eine ausführliche Kartothek der Gefangenen und Ver⸗ mißten eingerichtet, mlungen von Angehörigen der Ge⸗ sangenen der einzelnen Lager veranstaltet und Berichte über die Zustände in den einzelnen Lagern veröffentlicht. Die Nachfor⸗ schungstätigkeit nach Vermißten ist durch systematischen Ausbau in vielen Fällen erfolgreich gewesen und hat brauchbare Wege zu diesem Zwecke ergeben, so daß diese Einrichtung die Anerkennung des auswärtigen Amtes und des Kriegsministerjums gefunden hat.

5. In anderen Städten Deutschlands it eine ahnliche Latigpeit St

faltet worden. Es ist aber zu befürchten, daß diese verschieden⸗ artigen, ohne Zusammenhang mit den anderen arbeitenden Organi⸗ sationen auf der einen Seite die gleiche Arbeit wiederholt vorneh⸗ men, auf der anderen Seite eine unnötige Inanspruchnahme der überlasteten deutschen und ausländischen Behörden verursachen und daß infolgedessen, soweit feindliche Instanzen in Frage kommen, die Beantwortung der Anfragen wegen Ueberbürdung künftig ab⸗ gelehnt wird. Das Kriegsministerium hat deshalb nahe Pert, diese Tätigkeit in größerem Maße or, anisiert für ganz eutschland zusammenzufassen. Zu diesem Zwecke ist neben dem genannten Hamburger Ausschuß ein gleichnamiger Aus⸗ schuß in Frankfurt ins Leben getreten. Diesen zwei Stellen soll fortan für die ihnen angegliederten Ortsausschüsse der aus⸗ schließliche Verkehr mit allen Behörden im In⸗ und Auslande vb⸗ liegen und zwar soll Frankfurt nach der getroffenen Vereinbarung

und Hessen⸗Nassau, Hamburg als Zentrale für das übrige Deutsch⸗ land tätig sein. 5 5

Im Arbeitsgebiete der Franlfurter Zentrale sollen in allen größeren Städten ehrenamtlich arbeitende Ortsausschüsse unter dem einheitlichen NamenHilfe für kriegsgefangene Deutsche gebildet werden. Diese Lokalausschüsse sind bezüglich ihrer eigenen Organisation sowie bei der Einrichtung der Unterausschüsse in ihrem Bezirk vollkommen frei. Sie können auch sämtliche Vereine, welche ähnliche Ziele verfolgen, angliedern. Ihre Aufgaben sind die folgenden: 1. Die Nachsorschung nach Vermißten. 2. Auskunft über den Verkehr mit Gefangenen. 3. Die Information über die Gefangenenlager. 4. Die Beantragung von Unterstützung an ein⸗ zelne Gefangene und ganze Gefangenenlager. 5. Die Sammlung von Geldmitteln. Alle bei den Ortsausschüssen einlangenden An⸗ träge auf Vermißtenermittelung werden durch die Zentrale weiter⸗

Suchen nach dem Aufenthalt der Vermißten erleichternden Nach⸗ richten. Das gesamte, bei der Zentrale sich sammelnde Material

durch die große Uebersichtlichkeit dieser Einrichtung.

fangenen erstrebt wird, hat es sich als zweckmäßig 8 bei Bildung der Ortsausschüsse einen Vertreter der örtlichen Organi⸗ sation vom Roten Kreuz in den Ortsausschuß aufzunehmen.

schen Städte,

an die bexeits bestehenden Einrichtungen zugesichert.

gewerbsmäßigen Vermißtenermitt in der Lage, mit der Vertretun

f a des Roten Kreuzes Gebiet, noch mit den dortigen

veröffentlicht werden. 55

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Gardesüsluter Herm. Köhler aus Darmstadt. Kri sreiw. Gefreiter Karl Sponheimer, aus Worms. Musk. stud. phil. Franz August Juuge, Rat. 118, aus Weilburg. Ersatz⸗Res.

anz Kae 8 aus Dillenbur Peter, Landw.-Ins⸗ gt. 4, aus Rodenbach. Ol

Hause betreffend die Versorgung von Kriegsinvali⸗

4

Heinr. Seibert,

InschriftDem Helden Weddigen nieder⸗

als Zentrale für Süddeutschland einschließlich der Rheinprovinz

geleitet, ebenso wird dorthin Mitteilung gemacht über alle das

wird in Kartothekform geordnet und erleichtert die Nachforschung 1 0 0 Da nicht nur die Vermißtenermittelung, sondern auch die Unte tützung von Ge⸗

In einer am 10. d. M. in Frankfurt stattgehabten Sitzung haben die Vertreter der Roten⸗Kreuz⸗Organisationen der größeren hessi⸗ darunter auch Gießen, ihre Mitarbeit im Anschluß

Die Tätigkeit der Zentrale sowie der Ortsausschüsse ist für die Angehörigen der Vermißten mich tmit Kosten verbunden. In letzter Zeit haben sich in 1 75 Städten Personen mit der

ung befaßt; diese sind jedoch nicht 0 2 im feindlichen hörden oder Kommandanten von Gefangenenlagern in Verbindung zu treten, wie es bei der Zentrale der Fall ist. Es kann deshalb nur gewarnt werden, sich an der⸗ artige gewerbsmäßige Vermißtenermittlungsburcaus zu wenden. Das Publikum aufklärende Mitteilungen sollen von Zeit zu Zeit

Brigade⸗Ersatz⸗Bat. 50, In. Friedrich Schnabel, 3 87, aus Drommershausen. Et. d. Res. Oberlehrer 2 Vizefeldwebel 5 Stellv.

V 9 Unteroff. Heinr. Trupp, Lan nf. Lt. d. Landw. Regierungsbaumeister Georg Di betriebskompagnie 21, ans Darmstadt. g

*

Ritter des Eisernen Kre bootsmaat H. Krieger aus Marburg. Leukn. häuser aus Kirchhain. Rittmeister Lutz Riedesel, Fr i herr zu Eisenbach, Adjutant der 25. Inf.⸗Div.(1. 125 Reserbist Hornist Schlegel aus Büdingen, Inf-⸗Regt. 116. Unteroffiziere Georg Armbrüster und Georg Hebbel sowie Fefreiker Ne sch aus Ortenberg.

Amtliche Personal nachricht. Ter Großherzog hat den Bergamtmann Ernst Scheerer zu Darmstadt auf sei:: Nachsuchen, mit Wirkung vom 17. März d. Js, aus dem Staats- 5 dienste entlassen.. 1

*Hessische Landwirtschaftska A Zusammentritt der Hessischen Landwirtscha kammer zu ihren Plenarsitzungen wird voraussichtlich im Mai in Darmstadt erfolgen, wie in der gestrigen Vorstandssitzung, b in der verschiedene geschäftliche Angelegenheiten zur E Ai gung kamen, beschlossen wurde. Die perschiedenen Landwirt⸗ schaftskammer⸗Ausschüsse werden die nötigen Vorarbeiten hierzu noch im Laufe des Monats April erledigen

.. Saatkartoffeln. Die Landwirtschaftskammer bittet uns, die Landwirte darauf aufmerksam zu machen, daß von ihr aus den Saatbaustellen noch anerkannte Saat- kartoffeln geliefert werden können. Interessenten wollen sich dieserhalb sofort an die Landwirtschaftskammer in Darmstadt, Allee 6, wenden. 1 0 ** Mit der Aussaat des Hafers ist in der Wet⸗ terau in der Lahnggegend, dem Goldenen Grund und im Ländchen begonnen worden, und binnen kurzem werden be⸗ a reits die Kartoffeln gelegt. Einen ganz vorzüglichen Stand zeigen die Wintersaaten, auch der Klee steht prächtig, so daß der Landwirt ruhig der Zukunft entgegensehen Har, 5

* Beschaffung von Saatgut für Minder⸗ bemittelte. Zufolge Beschlusses der Landstände hat Großh. Ministerium des Innern verfügt, daß Saatkar⸗ tosfeln, Saathafer und Saatgerste für Minder⸗ bemittelte mit weniger als vier Morgen Land beschafft wer⸗ den. Die Saatkartoffeln werden durch die neuerrichtete Ver⸗ teilungsstelle für Futtermittel in Darmstadt eingelauft und den einzelnen Gemeinden des Großherzogtums zugeführt werden. Das gleiche geschieht hinsichtlich des Saathafers und der Saatgerste durch die Großh. Kreisämter. Zuvor wird der Bedarf dieses Saatgutes durch die von genannter Ver⸗ teilungsstelle in den einzelnen Gemeinden bestimmten ört⸗ lichen Ausführungsstellen(Bürgermeistereien oder Genossen⸗ schaften) bis zum 15. April ermittelt werden. Was die Saatlartoffeln anlangt, so handelt es sich um Mittels üh⸗ kartoffeln und Spätkartoffeln. Da diese erst nach Festst ing des Bedarfs eingekauft werden können, so läßt si hinsicht⸗ lich des Preises nur sagen, daß er für einen Zentner vorqus⸗ sichtlich zwischen 7,20 und 7,0 Mk. frei Bahnstation und ohne Sack betragen wird. Selbstverständlich werden die be⸗ auftragten Stellen sich bemühen, gute Ware zu möglichst billigem Preis zu erlangen. 5

Pferdeverkauf durch die Landwirtschafts⸗ kammer. Samstag, den 17. April, vormittags 10 Uhr, findet in dem Kasernenhose des Dragoner⸗Regiments Nr. 24 eine Ver⸗ steigerung von ausrangierten Militärpferden zu den früheren Be⸗ dingungen statt. Ferner kommen am gleichen Tage, nachmit⸗ tags 1 Uhr, auf dem städtischen Schlachthofe dahier 23 Stück aus Belgien bezogene 1Zjährige Fohlen zur Versleigerung. An dieser Versteigerung können nur hessische Landwirte teilnehmen, welche eine Bescheinigung ihrer Bürgermeisterei beibringen, daß ihnen bei der Mobilmachung Pferde genommen worden find. Die Versteigerung dieser Tiere ersolgt nur gegen Barzahlung ohne sede Rückvergütung. 5 f 5

* Brotmarkenausgabe. Die A e der Brot⸗ markenhefte für die Zeit vom 19. April bis 2. Mai findet statt am Samstag, den 17. April, von 8S 12 und 26 Uhr. In der betreffenden Bekanntmachung, die unsere a5 in vorliegender Nummer finden, wird ersucht, die Abholung möglichst nicht auf die letzten Stunden zu verschieben. a 1 916 a

*Die schneidige Tat zweier junger i⸗ Tiere vom Leibgarde⸗Regiment hat durch nachstehende Tagesbefehle Anerkennung gefunden: Divisions⸗ Tagesbefehl. Ich spreche den Leutnants Hölzinger und Frhrn. v Wedekind vom Leibgarde⸗Regiment, welche heute nacht bis an den feinlichen Schützengraben vorge⸗ gangen sind und eine auf der feindlichen Brustwehr auf⸗ gesteckte Fahne zurückbrachten, für den hierbei bewiesenen Unternehmungsgeist und Schneid meine wärmste Anerken⸗ nung aus. Dem Leutnant Frhrn. v. Wedekind, welcher noch keine Gelegenheit hatte, sich eine Kriegsauszeichnung 1 erwerben, verleihe ich im Namen S. ale Hoheit des Gro herzogs die Hessische Tapferkeitsmedaille. gez. v. Kühne. Regimentsbefehl. Indem ich vorstehenden T 10 befehl dem Regiment bekanntgebe, füge ich noch Fun, Fuß mich Se. Exzellenz der Herr Divisions⸗Kommandeur Au dem Geiste, der in meinem Offizierkorps herrscht, beglück⸗ wünscht hat. Ich freue mich, dies meinen Kameraden mit⸗ teilen zu können, und weiß, daß mein e f Gelegenheit benutzen wird, sich durch Tapferkeit und ö hervorzutun. gez. Frhr. v. Preuschen. 1 f

Lieb Vaterland... In einem Truppenlager zählten 17 Landsturmmänner ihre Kinder zusammen; sie 8 107 beraus Diese Jäblung lieh 10 andere Landsturmmänner, die davon hörten, nicht ruhen. Sie veranstalteten 1 5 Jae 5* Sprößlinge und schlugen den Rekord mit der Ziffer 4 12 0 7

* Turnen. Wie aus dem, Anzeigeteil hervorgeht, beginnen die Turnstunden des Turnvereins v. 1846 am Donnerstag abend und zwar für die nächste Zeit in des Turnhalle der Bezirksschule, Westanlage, da die bis⸗ her benützte Halle in der Nordanlage zu militäri

Zwecken gebraucht wird. Neu ier den Uebungsplan ist daͤs

14

urnen und Exerzieren der Landsturmriege e 40 worden, an dem auch Nichtmitglieder teilnehmen können. 1 Schutz den Hecken. Wie im Frühjahr der 1

Jahre, so macht sich auch jetzt wieder der Unfug bem 8 50 an 8 ee Hecken, G 4 9 0 Se ih e alte ras und Gestrüpp angezündet wird. Die nicht allzu häufig vorhandenen deer in den Feldern sollten weit mehr 18 1250 bisher den utz des Publikums 3 da sie meist die Wohn- und Nistplätze der dem L ann nützlichen 7 bilden, mit der 2 chreitenden A aber in ihrem Bestande ohnedies immer mehr bedroht sind. Mit der A5 der Hecken vertreibt man die durch die Ver⸗ Ge on Schädlingen der Landwirtschaft unentbehrkichen

9

Gehilfen aus der Vogelwelt * Postscheckverkehr. Eine Milliarde Mark zum erstenmal in einer Woche(vom 29. März bis

at 3. ril) der Um im Postscheckverke 5 betragen. e gleichen orjahres bedeutet dies eine Steigerung um Mark oder 19 v. H. Die ö

Res.⸗Feld-Art.-Rgt. 56, qus Darmfladt.

Bofscecderlehe immer mehr Cings deim