Ausgabe 
(9.4.1915) 83. Erstes Blatt
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l e it. ankbar. Auch eili

Kirche und Schule.

. Ameritkanische Religionsstatistik. Das Jahr 1914 ist für die christlichen Kirchen in den Vereinigten Staaten sehr segensreich gewesen. Die Zahl der neuen Mitglieder hat sich um fast dreiviertel Millionen erhöht. Im ganzen zählen die verschiedenen Kirchen 38 708 149 An⸗ gehörige. Unter den protestantischen Kirchen sind es die Methodisten, die die größten Fortschritte gemacht haben, indem sie 231460 Seelen warben; dann kommen die Bap⸗ tisten mit 122 125, die Lutheraner mit 56 247, die Presby⸗ terianer mit 56 019, die Orthodoxen mit 36 500, die Deutsch⸗ Evangelischen mit 29315, die Episkopalkirche mit 28 641 neuen Mitgliedern. Die Katholiken haben 136 850 neue Mitglieder geworben. Es gibt neun Kirchen in den Ver⸗ einigten Staaten die über eine Million Gläubige zählen: die katholische mit 13 794637, die Methodisten-Episkopal⸗ kirche mit 3603 265, die Baptisten des Südens mit 2592 217, die Nationalbaptisten(Neger) mit 2018 868, die Metho- disten⸗Episkopalkirche des Südens mit 2005 707, die Pres- byterianer des Nordens mit 1442 498, die Schüler Christi mit 1363 163, die Baptisten des Nordens mit 1238 323, die Protestanten⸗Episkopalkirche mit 1015 228. Diese neun Kirchengemeinschaften umfassen insgesamt 29 Millionen Mitglieder, also über drei Viertel von allen Angehörigen der 170 Kirchen in den Vereinigten Staaten. Für reli⸗ giöse Werke sind im vorigen Jahre 1640 Millionen Mk. a geben worden, eine Summe, die bisher noch niemals in Vereinigten Staaten erreicht worden ist und die kein anderes christliches Land aufzuweisen hat. Die Zahlen beweisen jedenfalls, daß das religiöse Leben in den Ver einigten Staaten im neuen Aufblühen ist. 5

Aus Stadt und Can. Gießen, 9. April 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

2(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Leutnant dans Bene, Inf.⸗Rgt. 15, aus Wetzlar. Vize⸗ seldwebel d. Res. Albrecht Bopp,. Inf.⸗Rgt. 116 aus Bellers- heim. Geir. Karl Ernst Baumann aus Herborn. Berthold Haas, Inf.⸗Rgt. 118, aus Eich. Gefr. Christian Fuchs, Landw.-Ins. Rgt. 118, aus Heppenheim a. d. W. Musk. Peter Lipps, Inf.⸗Rgt. 254, aus Offenbach-⸗Bürgel. Gardist Justus Reitz, Lehr⸗Inf.⸗Rgt., aus Bischofsheim. Kriegsfreiw.⸗Geir. cand. astron,. Ludwig Walther, 2. Schneeschuh-Bataillon, aus Hanau. Vizeseldwebel Paul Coreilius, Inf.⸗Agt. 251, aus Marburg. Ers.-Res. Ludwig Rühl aus Darmstadt. Res. Jakob Breyvogel, Ins.⸗Rgt. 138, aus Heppenheim a. d. W.

*

* Ritter des Eisernen Kreuzes: Gefr. Wehr⸗ mann Heinr. Haas aus Steinbach bei Gießen, Landw.⸗Juf. Regt 116(unter gleichz. Beförderung z. Uffz.). Oberpost⸗ schaffner Jakob Norwig aus Alsfeld, Uffz. im Res.-Inf. Regt. 118. Gefr. im Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116 Otto Resch aus Alsfeld. Landwehrmann Hans Ruppel aus Butzbach. Otto Schäfer, früher Pfarrer in Hartershausen, jetzt Pfarrer in Königstätten, Off.⸗Stellv. im Landst.⸗Bat. II, Darmstadt. 1 Feldwebelleutn. Otto Lippert und Off. Stellv. Adolf Sauerbier aus Butzbach. Leutn. d. R. im Bayr. Res.⸗Inf.⸗Regt. 10 A. Schmier, Lehrer in Rainrod bei Schotten.

** Auszeichnung. Der Kompagnie⸗Feldwebel Jakob Hauck aus Erbes-Büdesheim von der 9. Kompagnie wurde wegen herporragender Tüchtigkeit vor dem Feinde zum Leutnant im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm(Nr. 116) ernannt.

* Beförderung vor dem Feinde. Schutzmann Karl Happel, der vor kurzer Zeit zum Offiziers⸗Stellvertreter er- nannt wurde, ist inzwischen zum Feldwebelleutnant be⸗ fördert worden.

** Amtliche Personal nachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 31. März d. J. den von dem Stadtvorstand zu Alsfeld auf die zweite evangelische Pfarrstelle zu Alsfeld prä⸗ sentierten Pfarrer Christof Möbus zu UÜdenhausen für diese Stelle bestätigt, am 7. April d. J. den Oberlehrer an der Real⸗ schule und dem Progymnasium zu Alzey Jakob Partenhei⸗ mer zum Oberlehrer an der höheren Mädchenschule zu Gießen mit Wirkung vom 12. April 1915 und am 7. April d. J. den Lehramtsassessor Johann Rüdinger aus Erbes-Büdesheim vom 1. April 1915 an zum Seminarlehrer an dem Lehrerseminar zu Alzey ernannt.

** Mehr Sorgfalt bei Feldsendungen. Die Zahl der mangelhaft adressierten und der un⸗ zulänglich verpackten Feldpostbriefe ist trotz aller Bemühungen der Postverwaltung, das Publikum von der Wichtigkeit einer richtigen Adressierung und sachgemäßen Verpackung der Feldpostsendungen zu überzeugen, noch immer sehr groß. Bei den heimischen Postsammelstellen gehen täglich über 150000 mangelhaft adres⸗ 177155 sowie 9000 ungenügend verpackte Feld⸗ postbriefe und Päckchen ein. Die schlecht verpackten Sendun gen werden ausnahmlslos an die Absender sogleich zurück gesandt, weil der Verpackungsstoff, auch wenn man ihn in der Feldpostsammelstelle flickt, während der Beförderung ins Feld doch wieder entzwei geht und der Inhalt dann beschädigt wird oder herausfällt. Bei den mangelhaft

agadressierten Feldpostbriefen sind die Postsammelstellen zwar nach Möglichkeit bemüht, die Fehler zu ermitteln und aus⸗ Zziuumerzen. Gleichwohl bleiben täglich bei den Postsammel⸗ stellen gegen 30000 Sendung en übrig, bei denen alle aufgewandte Zeit und Mühe umsonst ist und die dann an den Aufgabeort zurückgeschickt werden müssen. Das 1 wird deshalb erneut und dringend ersucht, der ressierung und Verpackung der Feldpostbriefe die größte Sorgfalt zuzuwenden. Auch ist es unbedingt erforderlich, daß auf den Feldpostbriesen der Absender angegeben wird. Tausende von Feldpostsendungen kommen täglich auf, bei denen auch dieser Forderung nicht genügt ist. 5 u Kartoffel⸗ und Schweinebestand. Am 15. April d. J. sollen im Deutschen Reich die Schweine abermals gezählt werden, nachdem bereits am 15. März eine solche Zählung stattgefunden hat. Mit der Durchführung der Zählung im Großherzogtum ist die Großh. Zentralstelle für die Landesstatistik in Darmstadt be⸗ auftragt. Die Zählung selbst erfolgt unter Leitung der Großh. Bürgermeistereien(Oberbürgermeister, Bürgermeister). Ge⸗ zählt wird von Haus zu Haus und innerhalb eines jeden dauses von Haushaltung zu Haushaltung mittels Zähllisten. 5 trägt das Ergebnis unmittelbar in diese ein.

er abermaligen Zählung ist zu beachten, daß die

Kartoffelbestandsaufnahme hinter dem erwar⸗ teten bnis zurückgeblieben ist. Man glaubt, daß die Vorräte durchschnittlich um/ zu niedrig eingeschätzt und angegeben worden sind. Eine genauere Zählung ist beabsich⸗ tigt und wird bei der Oeffnung der Kartoffelmieten möglich werden. Ueber den neuen Termin zur Ermittlung des Kar⸗ toffelbestandes ist noch nichts bestimmt. Es wird aber, wie

von zuverlässiger Stelle mitgeteilt wird, in Anbetracht des vorläufigen Zählungsergebnisses nach der Auffassung an zu⸗ ständiger Regierungsstelle notwendig sein, noch etwa Millionen Schweine abzuschlachten, um die für die menschliche Ernährung erforderlichen Kartoffelvorräte zu sichern. Falls ein freihändiger Verkauf von Schweinen in genügendem Maße nicht stattfindet, wird zu Enteignun- gen geschritten werden.

'Stenographie. Die Stenographie-Gesellschafst Gabels- berger bietet laut Anzeige in heutiger Nummer jungen Leuten

9 FCC VVVVVVVVCCCCCC e * 15 2 5 7 der Nachtrag zum Sparkassenstatut wegen Vermietung von Schranl. fächern endgültig festgesetzt. Die Ver tung für den städtischen 1 Kuhhirten wurde von 750 auf 800 Mark pro Jahr erhöht. 5 F. O. Vom Taunus, 8. April. DerVerein Hirsch⸗ 5 gerechter Taunusjäger hat seit emigen Jahren Musse l. 85 wild in die Taunuswälder einsetzen lassen. Nach den bisherigen Erfahrungen erscheint die Einbürgerung des Wildes berle⸗ digende Ergebnisse zu bringen. In der Oberförsterei Bad Homburg befindet sich ein Rudel von 17 Stück, in der Obersörsteren Königstein und Cronberg ein solches von 10 Stück. Die Erfolge 5 der im Jahre 1904 begonnenen und bis jetzt fortgesetzten Versuche, 1 das Birtwild im Tannus wieder auzusiedeln, sind dagegen noch wenig zufriedenstellend. In freier Wildbahn des Forstreviers Usingen dürfte sich ein Birkwildbestand von ziria 70 Stück befinden. 3 7 r e C 5 Aniversitäts⸗ Nachrichten.. [Marburg, 8. April. Das Sommersemester an der hiesigen Universität beginnt am 15. April. Die Immatriku- lationen müssen bis zum 5. Mai und das Belegen der Vorlesungen 5

Gelegenheit zur Erlernung der Kurzschrist. Mit Rücksicht darauf, daß heute Stenographie zum Vorwärtskommen in fast allen kauf- männischen und Gelegenheit hiermit hingewiesen. Kreis Büdingen * Nidda, 7. April. Die Feier von Bismarcks Geburtstag wurde hier durch eine Feier der Jugendwehr am Bismarck-Gedenk⸗ stein abends 8 Uhr begangen. Der Gedenkstein war mit einer großen Zahl von Lämpchen beleuchtet. Pfarrer Werner hielt eine Ansprache, es folgten patriotische Gesänge und ein Feuerwerk. Gestern abend fand eine gemeinsame Feier im Gasthaus zur Krone statt, wobei einige Musikvorträge des Kaiser⸗ orchesters und patriotische sänge stattfanden und Amtsrichter Römheld die Festrede hielt. Die Lazarette in Nidda und im Ernst⸗Ludwigheim zu Bad Salzhausen sind noch immer mit einer Anzahl Verwundeter belegt. Allsonntäglich findet durch die Geistlichen von Nidda und Mittwochs durch den katho⸗ lischen Geistlichen von Büdingen Gottesdienst in Bad Salzhausen statt. Wie an Kaisers Geburtstag Festbüchlein über Kaiser Wil⸗ helm, so wurden an Bismarcks Geburtstag Festbüchlein über Bis⸗ marck vom Pfarramt Nidda an alle im Felde stehenden Krieger der Pfarrei(über 200) versandt, außerdem in Zwischenräumen Flugschriften religiösen und patriotischen Inhalts, welche mit großem Interesse gelesen werden, wie die vielen Dankschreiben der Krieger beweisen. Es macht einen erhebenden Eindruck, wie in diesen Dankschreiben allerwärts die feste Hoffnung auf end⸗ lichen Sieg und festes Gottvertrauen sich aussprechen. Kreis Wetzlar.

O Hörnsheim, 9. April. Mittwoch abend fand in der Pfarrkirche eine Gedächtnis seier für den in Rußland ge sallenen Unteroffizier L. Schmidt statt, der als Erster aus unserer Gemeinde die Treue zum Vaterlande mit dem Tode be- siegelt hat. Der Andrang zu der Feier auch aus den Nachbargemeinden war so groß, daß die Kirche die Besucherzahl kaum fassen konnte. Pfarrer Koch hielt eine ergreifende Gedächtnisrede.

Oessen⸗Nassau. Der kanalisierte Main als Elettrizitäts⸗Kraftquelle.

X. Hanau, 8. April. Die Kreistage der Kreise Geln⸗ hausen, Fulda, Schlüchtern, Hanau und Hün⸗ feld haben den von der preußischen Staatsregierung (Wasserbauverwaltung) vorgelegten Vertrag über den An⸗ schluß der genannten Kreise an das mehrfach erwähnte Unternehmen der Errichtung einer großzügigen elektrischen Ueberlandzentrale mit einigen Vorbehalten ge nehmigt. Es besteht, wie schon seither berichtet werden konnte, die Absicht, bei der Durchführung der Mainkana⸗ lisation von Offenbach nach Aschaffenburg an den drei Staustufen des Mains bei Mainkur, Kesselstadt-Hanau und Großkrotzenburg eigne Wasserkraftwerke zu errichten, welche zur Versorgung der im südlichen Kurhessen belegenen Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda und Hünfeld mit elektrischer Arbeit dienen sollen. Ueber das Projekt ist im einzelnen noch ergänzend mitzuteilen: Die Wasserbauver⸗ waltung(der Frenfische Staat) verlegt eine Hochspannungs⸗ leitung etwa 60 000 Volt Spannung durch das Gesamt⸗ gebiet der fünf Kreise und errichtet an geeigneten Punkten der Leitung auf eigene Kosten unter Zuschuß jedes ange⸗ schlossenen Kreises von je 15000 Mk. in größerem Abstande Transformatorenstationen, von denen aus die elektrische Arbeit in das Kreisgebiet mit einer Spannung von 15 000 bis 20000 Volt abgegeben wird. Die Kreise sind berechtigt, innerhalb ihres Gebietes den elektrischen Strom auf, be⸗ liebige Entfernungen weiter zu leiten und für beliebige Zwecke zu verwenden. Ueber die Abgabe an andere Kreise außerhalb des staatlichen Versorgungsgebietes bleiben be sondere Vereinbarungen vorbehalten. Die Wasserbauver⸗ waltung behält sich die Stromlieferung an ihre eigenen Betriebe, ferner an andere staatliche Betriebe vor, Jahresverbrauch an einer geschlossenen Betriebsstätte 100 000 Kilowattstunden übersteigt. Einmal von dem Kreise angeschlossene staatliche Betriebsstätten dürfen von der Wasserbauverwaltung ohne Zustimmung des Kreises nur in dem Umfange unmittelbar versorgt werden, um welchen der Jahresverbrauch 100 000 Kilowattstunden übersteigt. Sache der Kreise ist es, die Anlagen zur Stromverteilung von den Unterspannungsschienen der Transformatoren⸗ stationen ab bis an oder in die Ortschaften des Kreises herzustellen. Die Form der von den Kreisen mit den Strom⸗ abnehmern abzuschließenden Einzelverträge, wie überhaupt die Bedingungen, zu denen den Konsumenten der Strom geliefert wird, bedürfen nicht der Genehmigung der Wasser⸗ bauverwaltung bezw. des Staates. Die Kreise bezahlen für die auf der Unterspannungsseite der Haupttransforma⸗ torenstation a ebene Kilowattstunde, ohne Rücksicht auf den Zweck, zu welchem sie verwendet wird, folgende Strom- preise: Für die ersten 200 000 Kilowattstunden je 5,5 Pfg., zweiten 200000 Kilowattstunden je 5 Pfg., dritten 2006 Kilowattstunden je 4,5 Pfg., darüber hinaus 4 Pfg. Beim Zusammenschluß der Kreise zu einer Betriebsgemeinschaft sollen nachstehende Strompreise gelten: Für die ersten 500 000 Kilowattstunden 5,5 Pfg., zweiten 500 000 Kilowatt⸗ stunden 5 Pfg., dritten 500000 Kilowattstunden 4,5 Pfg., darüber hinaus 4 Pfg. Für die Stromversorgung größe- rer Einzelabnehmer gilt ein besonderer Tarif. Die vom Staat mit den Kreisen abgeschlossenen Verträge haben eine Zeitdauer von 40 Jahren. Ueber die Berechnung des Rein- überschusses und über die Verteilung desselben an die aus den Wasserkraftwerken Strom entnehmenden Kommunal- verbände sind ebenfalls Bestimmungen erlassen worden. Da die Mainkraftwerke mit Kraftwerken im Weserquell⸗ gebiete, vor allem mit der Edertalsperre, in Verbindung gebracht werden sollen, ist Vorsorge getroffen, daß keine 8 der Stromleitung erfolgt. Am 1. April 1917 soll die des Betriebes erfolgen. 85 2 f

m. Kirchhain, 8. April. In der gestern stattgefundenen Sitzung der Stadtverordneten wurde zunächst zu dem Verkaufe des ehemals Fladungschen Hauses in der Bahnhofstraße zum Preise von 5030 Mark der Zuschlag erteilt. Der Erwerber ist verpflichtet, das alte Gebäude abzubrechen und binnen Jahres- frist mit dem Neubau eines Wohnhauses zu beginnen. Die hiesigen Schafmeister hatten beantragt, die Vorhute in den Wiesen der Gemarkung Kirchhain bis zum 15. April d. J. zu verlängern, der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Für Vertretung emer erkrankten Lehrerin wurden die kosten bewilligt und

ureau-Berusen unerläßlich ist, sei auf die günstige]

bis zum 12. Mad ersolgen.

Dampferzusammenstoß. Rotterdam, 8. April (WTB. Nichtanttich.) Der neue Dampfer e von dei holländischen Paketgesellschast stieß mit einem Schleppdampfer zu- sammen. 5 Personen sind ertrunken.

N Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage), Samstag, den 10. April 1915: Loraben) 7.00 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr.

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Nachmittags: 4.00 Uhr. Schrifterklärung. Jugendgottesdienst. 5 Sabbataus gang 8.00 Uhr.

1 meteorologische Beobachtungen der Station Giesen. 22 83 2 2 5 5 S S 3 s ss ee 1 35 SSS[I 5 85 E 1 1 9422 11,3 5, 54 swW-W 2 5 Sonnenschein 8. Le 6,5 6,4 88 WSW 7 Bew. Himmel 9 75 5,5 8, 88 77 1 1 ö 1 1 Höchste Temperatur am 7. bis 8. April 1915= 11.7 0.

Niedrigste Niederschlag: 2,9 mm.

Amtlicher Wetterbericht. 0

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. 1 Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 10. April 19155 Abnehmende Bewölkung, trocken, westliche Winde. 5

1915 5,1

Letzte Nachrichten.

Ein Zeppelin über Dünkirchen. Amsterdam, 9. April.Daily Telegraph über das Erscheinen eines Zeppelins über Dün wie folgt: In der Nacht zum Dienstag hörte die Küstenn wache um Mitternacht das Surren eines Zeppelins. So- gleich wurde alarmiert und die Schein entdeckten bald das deutsche Luftschiff, das vergeblich versuchte, aus

dem Bereiche der Scheinwerfer zu entkommen. Der Zeppelin wandte sich seewärts, aber französische Schlachtschiffe be⸗ leuchteten mit ihren inwerfern den Himmel und das Luftschiff fuhr schnell wieder nach Ostende zurück. a Ein belgischer Kabinettsrat an der Front. 3

Genf, 9. April. DasPetit Journal meldet aus Havre: Die Mitglieder der belgischen 3 verließen Saint Adresse und begaben sich an die Front. Dort findet unter dem Vorsitz des Königs Albert unverzüglich ein Ministerrat statt.

Eine Petersburger Meldung über die Karpathenschlacht. 1

Kopenhagen, 9. April. Aus Petersburg wird. meldet, daß in der Karpathenschlacht zwischen dem Topk 5 fluß und Üzsok deutsche und österreichisch⸗un ga- rische Truppen einen heftigen Vorstoß gegen die russischen Stellungen gemacht hätten. Die Verbündeten hüt⸗ ten hier große Verstärkungen erhalten. Die Kämpfe dauer⸗ ten noch fort. l

Englische Kreuzer auf der Jagd nach Spionen.

Kopenhagen, 9. April. Die englischen Kreuzer betätigen sich eifrig in der Spionenjagd. Bei den Farör⸗Inseln wurde eine Flottille dänischer Fischkutter von einem eng⸗ g lischen Kreuzer aufgebracht und einer genauen Durchsuchung unte zogen. Ein Fischer wurde von der Besatzung wegen Spionagever⸗ dachts verhaftet. 8

Eine abenteuerliche Fahrt. 5

Rom, 9. April. Der hier eingetroffene Forscher Leo. benius, der bekanntlich die Misston hatte, die unterbrochene 8 bindung mit dem deutschen Gesandten von Syburg in Adis Abbeba wieder herzustellen, erzählte über seine abem⸗ teuerliche Reise. Der Zweck seiner Mission sei durch das Entgegen⸗ kommen der italienischen Behörden, die die Beförderung der Post nach Adis Abbeba und von dort nach Massaua übernahmen, voll⸗ kommen erreicht. Die Reise dauerte Monate, die Ueberfahrt über das Rote Meer 23 Tage. Eine Anzahl von marokkanischen Kriegsgefangenen, die freigelassen worden waren, befanden sich am Bord. Von Akaba bis Konfud verlief die Fahrt an der arabischen Küste ohne Zwischenfall. Bei der Ueberquerung des Roten Meeres, zwischen Konfud und Massaua erschien der französische⸗ KreuzerDesaix und gebot Halt. Offiziere kamen an Bord und untersuchten das Schiff. Frobenius mit seinen Begleitern lag unten im Schiffsraum unter Decken und Säcken verborgen. Nach gründlicher Untersuchung dampfte derDesaix wieder ab. Die Aufnahme, die den Reisenden in Massaua bereitet wurde, war so freundlich wie möglich. Auf der Rückfahrt, die an Bord eines italienischen Dampfers vor sich ging, respektierten die englischen Wachtschiffe den italienischen Geleits⸗ brief und verlangten nur von Frobenius sein Wort, daß er ber der Durchfahrt durch den Suez⸗Kanal keine Beobachtungen mache.

Ein neuer russischer Gesandter in Serbien.

Sofia, 9. 7 Aus Jassy wird gemeldet: Die Ge- mahlin des russischen Konsuls in Monastir, Frau Alexan⸗ drine Miachailowski Petrajalvo, ist gestern aus Petersburg hier angekommen. Sie brachte die Meldung mit, daß Fürst Trubetzkoi seines Postens als russischer Ge⸗ sandter in Serbien enthoben und an seine Stelle ihr Gatte zum russischen Gesandten in Nisch ernannt worden sei.

Smyrna neuerlich bombardiert.

Stockholm, 9. April. Ueber Göteborg erfährtStockholms Dagblad aus London, daß Smyrna wieder bombardiert wird. Ein englisches Wasserflugzeug flog über die Forts und warf Bomben ab, Gleichzeitig wurde ein Forts von einem 3 * Schlachtschiff, das von Torpedojägern begleitet war, be en.*

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