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beit wieder, während unsere Leute stolz darauf sind, etwas Geld
frischen E .— 4 in fesselndes Bild des schweren Ringens und beglückende
g. der Verfasser, wie er hervorhebt, an seiner Stelle tis ablegen möchte. Es wird gewiß
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nienregimente, dessen militärische Laufbahn zunächst in deutscher
die Deutschen am 17. März bei Abergcron am Tanganyka⸗ see an und warf sie nach lebhaftem Gefecht zurück. Die Deut⸗
verloren einen Offizier und drei Mann, sowie mehrere Verwundete. Die Alliierten hatten einen Freiwilligen und zwei Askaris tot und zwei Mann verwundet.
Der Seekrieg.
Kristtania, 5. April. WTB. Nichtamtlich! Der hiesige britische Gesandte richtete an das norwegische Auswärtige Amt eine Mitteilung, wonach die britische Regierung in Kenntnis gesetzt worden sei, daß deutsche Küstenfahr zeuge unter neutraler Flagge die Bewegungen der britischen Flotte er⸗ spühen und ihre Beobachtungen an deutsche Kriegsschiffe signali⸗ sieren. Es sei beobachtet worden, daß die Fischfahrzeuge nicht nur drahtlos telegraphieren, sondern als Signale auche dichte Rauch⸗ wolken aussenden. Die britische Regierung ersucht daher die nor⸗ wegische Regierung, alle norwegischen Fischfahrzeuge zu warnen, daß sie sich dem stärksten Verdacht aussetzen, wenn sie in Sicht britischer Kriegsschiffe Rauchwolken aussenden oder drahtlose Sig nale senden. Dieses würde auch dazu führen können, daß die Fahr zeuge ohne weitere Untersuchung versenkt werden. Fahrzeuge, die zmiter gleichen Umständen britische Kriegsschiffe passieren, fetzen sich gleichfalls der Gefahr aus, versenkt zu werden, wenn von diesen Fahrzeugen etwas ins Wasser hinausgelassen wird. Schließlich werden die norwegischen Fischfahrzeuge aufgefordert, in weitmöglichster Entfernung von den britischen Kriegsschiffen zu halten.
London, 5. April. WTB. Nichtamtlich.) Der kleine englische Dampfer„Olvins“ wurde zwischen der Insel Guernsey und Calais torpediert. Die Bemannung ist gerettet.— Der russische Segler„Hermes“ wurde auf der Fahrt nach Mexiko auf der Höhe der Insel Wight torpediert. Die Bemannung ist gerettet.
Berlin, 6. April. Wie die„Tägliche Rundschau“ berichtet, beabsichtige die englische Regierung, wie der Lon— doner„Standard“ wissen will, anzuordnen, daß wegen der verschärften Tätigkeit der deutschen Unterseeboote alle britischen Handelsschiffe die englischen Häfen nur des Nachts verlassen dürfen. Holländischen Nachrich— ten zufolge hatten bereits seit geraumer geit alle Schiffe die englischen Häfen nur des Nachts verlassen.
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Von unserm Kriegsberichterstatter Rolf Brandt ist soeben unter dem Titel„Fünf Monate an der Ost⸗ front“ im Verlage von Egon Fleischel& Co. in Berlin ein ansprechendes kleines Buch erschienen, das die in unserm Blatte veröffentlichten Kriegsbriefe bis zum Jahresende zusammenfaßt. Die Schlachten von Tannenberg und an den Masurischen Seen, die russische Gegenoffensive und die Stellungskämpfe in der„Wasserfestung“ Ostpreußen, die Rolf Brandt in seiner Eigenschaft als vom Generalstab
assener Kri ichterstatter bei unserem Ostheere mit— erlebte, sind in diesen Briefen aus einem warm mitfühlen— den Herzen heraus anschaulich geschildert; die unter dem
indruck der Ereignisse niedergeschriebenen Be— ein i
unserer Armee, für deren stille und
Leser freuen, die in diesen Blättern ver— chem Gewand gesammelt wiederzu⸗
Uriegsbriefe aus dem Westen.
Von unserm zum Westheer entsandten Kriegsberichterstatter. unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Urkunden aus der Winterschlacht in der Champagne.
Großes Hauptquartier, am 31. März. Aus der Winterschlacht in der Champagne wurden mir einige Urkunden zur Verfügung gestellt, welche geeignet sind, dem Leser in der Hei ein Bild vom Verlaufe der Kämpfe und von dem
Geiste der Truppen zu geben s Da ist zunächst die prächtig⸗-anschauliche Schilderung, die ein deutscher Regiment ant von dem Eindrucke des„een seuers“ und dem Zusammenbruche eines französischen Angriffes 1
In dem nachdenklichen Tagebuche eines Franzosen vom 20. Li-
1 ein Ende gefunden hat, dürften besonders die Stellen emerkenswert sein, wo er über seine Vorgesetzten spricht. Von der Tapferkeit seines Regimentskommandeurs hat er offenbar eine sehr geringe Meinung, während man bei deutschen Soldaten immer wieder nur der einen Sorge begegnet, daß sich ihre Offi⸗ ziere nicht zu sehr der Gefahr aussetzen möchten.
Aus den Brieftaschen französischer Gefangener stammen drei Briese, die ich besitze und aus denen ich nur das weggelassen habe, was kein allgemeines Interesse hat. Immer wieder— in jedem der drei Briese— lassen sich die Soldaten Geld schicken; das kehrt in allen franzosischen Soldatenbriesen als ständige Hauptangelegen⸗
u sparen und nach Haufe schicken zu können. Das Schuhzeug ist schlecht— die alte Klage— das Essen ist schlecht, schreiben die Soldaten nach Hause. Der Krieg dauert so lange, stöhnen die Leufe in der Heimat lind bas würden sie erst schreiben, wenn sie über den wahren Stand der Dinge nicht ständig in Unwissen⸗ heit und Irrtum erhalten würden?
5 W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. 3 r eines deutschen Regiments⸗Adjutanten.
ier Am Nachmittag steigerte sich das Artilleriefeuer des Gegners zu einem rasenden Schnellfeuer, das sich vor un⸗ serem Abschnitt auf einem Raum von einigen hundert Metern des Schützengrabens vereinigt.
Ununterbrochen dröhnen die Detonationen, wie ein unge⸗ beurer Paukenwirbel, der auf unseren Linien trommelt. Man glaubt den Berg unter sich beben zu fühlen. Die Luft zittert in unzähligen Wellen, die die Nerven in einen aufregenden Zu⸗ stand höchster Anspannung versetzen. Ueber dem Schützengra⸗ ben steigt eine hohe Wand empor von hochgeschleuderten Staub⸗ wolken und schwarzem Rauch wie ein wallender Vorhang, aus dem grelle Flammen zucken.
lle Batterien, die wir auf dem Abschnitt vereinigen kön⸗ nen, legen mit ihrem Schnellfeuer einen Feuerriegel vor un⸗ sere Gräben, 5 „Ich suche mit dem Schereusernrohr das Gelände ab, um vielleicht aus irgend einem Anzeichen in den benachbarten Ab⸗ schnitten einen Schluß auf den Verlauf des unsichtbaren Kamp⸗ jes ziehen zu können.
„Auf einmal sehe ich durch das Glas Kolonnen in einer breiten Front, Schulter an Schulter gedrängt und mehrere Glie⸗ der tief. Deutlich erkenne ich Käppis— hier springt über den Linien ein Schein auf von dem Stahl der Bajonette. Hinter
der langen geschwungenen Linie der kahlen Hochfläche stehen sie] auf
wie eine dunkle Mauer gegen den hellen Himmel! Durch das
Die schwarze Masse war jetzt auf der Höhe und schwankie wie eine gewaltige Woge vorwärts in einem schweren, wuch⸗ tigen Rhuthmus.
Es war ein glühendes Fieber von Wut: Wann kommt der erste Schuß! Auch die Batteriefübrer, die es mit anges batten, erzählen, wie sie mit geballten Fausten in ihren. obachtungsstellen standen. g
Aus der Mitte löst sich eine Kompagnie und stürmt mit glänzendem Schneid. Weit vor allen ein Offizier mit einer hin⸗ reißenden, begeisternden Bewegung. Aus der zögernden Menge schließen sich einzelne beherzte Leute und kleine Gruppen an. In unserm Schützengraben ein wilder Nahkampf. Ueber dem rechten Ende der französischen Linie blitzt es zweimal kurz hin⸗ tereinander auf. Klar und scharf sehe ich die runde, gelbe Rauch wolte, aus der ein Sprengkegel von Eisenstücken in die dichte Linie herunterschlägt. Dann tanzen auch weiße Schrapnellwol ken immer schneller. Blutig und elend bricht die stolze Front zu Boden. Auf den Hängen liegen sie zu Hunderten in dunklen unförmigen Flecken. Trümmer Nuten zurück von Entsetzen und Grauen gejagt. Zersprengt fliehen sie über die Hochfläche oder laufen bestimmungslos hin und her in ihren phantastisch flat⸗ ternden langen Mänteln. Das Feuer fegt noch über die Höhe. Einzelne bleiben plötzlich stehen in einer gekrümmten, aufwärts gebogenen Haltung— man glaubt zu sehen, wie ihre Hände krampfhaft die Leere zu sassen suchen und fallen.—
In dem französischen Bericht war zu lesen von merklichen Ge⸗ winnen westlich und östlich der Höhe 196 nordöstlich oon le Mesnil.
Wir lennen diese Phrase
ebenso wie von dem leichten Vor⸗ rücken in der Gegend von X. So nennen sie ihre Sturmangriffe, die vor unseren Stellungen zusammenbrechen. Sie vergessen zu sagen, daß sie, nachdem sie 50 Meter vorstürmten, wieder zurück⸗ liefen. Auch bei dem großen Angriff am 18. 3., von dem sie eine Entscheidung erhofften, schien es ihnen nicht erwähnenswert zu sein, daß nur ihre Toten an den Stellen lagen, die sie ge⸗ wonnen hatten.
Aus dem Tagebuch eines Franzosen vom 20. Linien-Jufan⸗
terie-Regiment.
30. Januar. Ablösung. Man wartet.— Alsbald gehen wir zurück. Der Boden ist gefroren. Der Marsch, in dem von Menschen und Pferden zertretenen Schmutz, dessen Oberfläche durch den Frost ganz unregelmäßig geworden ist, macht große Schwierigkeiten. Es ist kaum Tag, als das Dorf.. aerscheint⸗ Man bringt uns in einem nach allen Windrichtungen offenen Schuppen unter. Aber das erscheint uns gut, denn es gibt Stroh. Als man in lag, träumte man von einem Paar weißer Bettücher; wenn im Schützengraben einer von Stroh sprach, kam einem das Wasser bis zum Mund!.. Ein auf dem Hofe auf⸗ gestellter Brunnen erlaubte es uns, uns zu reinigen. Seit acht Tagen hat man das nicht getan. Wir erfahren, daß ein Krämer⸗ laden offen ist. Alles läuft hin, um Einkäufe zu machen. Man ißt Käse, Würstchen, Süßigkeiten— ist das gut. Es ist lange her, daß man solche Sachen hatte. Im Schützengraben ist die Küche nicht gerade gut: früh um 6 Uhr. Liter eiskalter Kaffee, ein kleines Stückchen gefrorenes Fleisch und ½ Liter ganz lalten Wein— um 6 Uhr abends: gefrorene Beuillon, ein kleines Stückchen gefrorenes Fleisch, je/ Liter kalten Kaffee und Wein, zu dem allen steinhartes Brot. An Stelle des„servez chaud“ tritt das„servez glacé“.) Aber man bezahlt auch zenug dafür.— Dann schläft man; es tut gut, seine Beine in ihrer ganzen Länge in trocenem Stroh ausstrecken zu können.
31. Januar. Nichts von Bedeutung.
1. Februar. Man kündigt uns an, daß wir nach.. gehen
müssen, um dort bei Nacht Schützengräben auszuheben. Drei Tage lang.— Es ist Mittag.— Tornister auf dem Rücken. Abmarsch.— Meine Füße sind zwei große Frostbeulen. Marsch bis zur Bewußtlosigkeit. Der Arzt kümmert sich nicht um unsere Füße.— Um 2 Uhr kommen wir in. an einem Wasserloch an. Lauter Erdhütten bedeckt mit Zweigen und Erde. Uns ist es gleichgültig, da man nur am Tage dort ist. Für die Nacht sind wir im Schützengraben. Um 6 Uhr: Gewehr in die Hand und Lederzeug umgeschnallt mit 20 Patronen. Wir gehen ganz nah an den Feind in Richtung auf... 8 Uhr: Einige Feuer tauchen auf, man ist da. Kurze Ruhe. Schaufeln, Hacken.— Vorwärts. — Einige Kugeln peifen hier und da mit leisem Zischen, welches einen ungefährlichen Eindruck macht. Ein Kamerad ist am Ober⸗ schenkel getroffen, er bleibt erst nach 5—6 Schritt stehen, ohne es vorher gemerkt zu haben. Wir gehen immer weiter vorwärts und gelangen in den Laufgraben, der zu dem angefangenen Schützen⸗ graben führt. Man beginnt die Arbeit, es ist lalt. Da wir un⸗ gedeckt arbeiten und die Kugeln fliegen, müssen wir schon emsig arbeiten, um in Deckung zu kommen. Um 4 Uhr früh erscheint der Leutnant der Pioniere, der die Arbeiten leitet, um zu sehen, was wir gemacht haben. Er ist entzückt und gratuliert uns. Es ist nicht aus Liebe zu ihm, daß wir so gearbeitet haben, denn er ist ein Ochse; ich habe es schon gesagt, wir arbeiteten, um in Deckung zu kommen. Haben wir ihn also doch'mal zufrieden gestellt— das kam nicht oft vor. Nun geht man zurück. 2. Februar. Man schläft etwas bei Tage, aber nicht viel. Unser, an sich schon leichter Schlaf ist alle Augenblicke gestört, bald um den Kaffee zu fassen, bald das Brot, dann den Wein. Um 1 Uhr Appell. Unser Oberleutnant L. liest ihn. Nach einigen banalen Worten der Ermutigung von seiten des Regiments⸗ Kdos. und nach Verlesung einiger im Tagesbefehl namentlich er⸗ wähnter Mannschaften, sagt er uns:„Mich ärgert es oft, daß ich bezwungen bin, Leuten Verweise zu geben, die viel älter sind, als ich.“ Und tatsächlich, er ist noch ganz jung, und das Alter der Soldaten schwankt zwischen 20 und 38 Jahren. Ich mochte Sie daher doch um mehr guten Willen bitten. Wir wissen ja alle, wes⸗ halb wir hier sind. Freilich kann es Euch gleichgültig sein, mir auch. Aber wir haben diese Leute da in unserem Lande und müssen sie rauswerfen. Dann ist der Augenblick gekommen, wo das Regi⸗ ment seine Ruhe haben wird, aber bis dahin tut jeder seine Pflicht. Wenn es zum Angriff geht, verlange ich von Euch nur eins, mir zu folgen. Ich gebe Euch die Berechtigung, mich zu töten, wenn wir, wenn ich zurückgehe. Ich will nicht versuchen, Euch mit baualen patriotischen Redensarten zu begeistern, das wäre idiotisch. Sie sind Alle alt genug, um zu verstehen, daß jeder seine Pflicht tun muß.“— Die Worte gefallen mir. Bei ihm fand man seine Energie, seine Freimütigkeit und Güte wieder. Das muß man sagen.— Um 5 Uhr abends gehts wieder sort. Es regnet. Wir beginnen einen Laufgraben zu graben, der Schmutz reicht bis an die Knie. Der Regen durchweicht uns und macht uns frieren.
3. Februar. Der Tag vergeht, wie der Tag zuvor. Am Abend gehts wieder fort und zwar nach... in das Wäldchen „Der Deutschen“, wo wir Schützengräben ausheben werden. Die alten Leute, welche under uns sind, erzählen unglaubliche Geschichten von diesem Walde. Dort, sagten sie, in dieser Richtung nach links, an dem und dem Tage, mußten wir eine Mauer deutscher Leichen finden und an anderer Stelle sind mehrere französische Kom⸗ pagnien aufgerieben worden durch die Maschinengewehre. Ge⸗ fangene sind gemacht worden an diesem Waldrande dort, der Kampf Mann gegen Man war riesen⸗ haft und furchtbar. Die Artillerie mußte dort auch unheimlich geschossen haben, denn alles war dort in Krümchen zerhauen. Sie tötete dort noch den Rest, denn die Granaten regneten drauf. Die Nacht war schön. Der Mond leuchtete ganz dort oben. Man arbeitete etwas nachlässig, die Müdigkeit übermannte uns. Es war ja auch die dritte Nacht, die wir mit dem Spaten in der Hand verlebten, ohne sozusagen am Tage lafen zu haben. Und dann hatten auch die Wenge der alten Leute unsere Gedanken etwas beeinflußt. Man hatte das Gefühl, als röche es nach einem schaurigen Drama. Es ist 3 Uhr früh. Der Leutnant der Pio⸗ niere holt uns weg, nörgelt über unsere Arbeit, sagt aber, daß er 1 33—4 erinnern 1 1 e ziem⸗ li 5 Hau war, er uns losli ir
beim Wasser loch
— geht der Befehl:
Alle verfügbaren Geschsstze gegen
8 N
a g 9 —— 4 8 wirft ii bref, Es wecchelt mler unferzz müben Gliedern und scheint uns seine Freude darüber ausdrüden daß es der wichtigste ustand füt unsere Ru K sich's bequem. Die Füße, die einem am m*— rasch in Decken eingehüllt, und man sieht da 4 ähnliche„in allen Formen und allen Es ist prachtvolles er; die Strahlen der goldgelben Sonne dringen“ durch die schlechtgefügten Bretter in unsere sog. bequeme Wob⸗ nung und beleuchten in einzigartiger Weise niche Bild wohlver⸗ dienter Schwelgerei. Man ißt, man singt, die Leiden werden vergessen. Fröblichlen berrscht in vollstem Maße.
(Fortsetzung folgt.)
Aus dem Reiche..
Kriegsanleihe Wie die„Köln. Ztg.“ aus meldet, hat das Reichsmarineamt die Zei au
1 die zweite Kriegsanleihe auch auf die Besatzungen der Schisse mit Ausnahme der Hafenschiffse bis zum 10. April ver⸗ längert.— Die Einzahlungen auf die Anleihe gehen in erfreulicher Weise ein. Zustanpigerweise wird noch aus Berlin mitgeteilt, daß bis zum 3. April, also an den er drei Einzahlungstagen, auf die Kriegsanleihe rund s 3600 Millionen Mark bar eingezahlt worden sind.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 6. April 1915.
* Auszeichnung. Dem Gefreiten Frdr. Römer aus Gießen im Ins.-Reg. Nr. 222 wurde die hess. Tapferkeits⸗ medaille verliehen.
Hohes Lob für die 116er Landwehrleute. Das Landwehr-Infanterie-Regiment 116, das seit der Marneschlacht stets in engster U mit dem Feinde gewesen ist, ist für eine wohlver fe Orts- untertunft gegangen. Aus diesem Anlaß sind ihm Divi⸗ sions und Korpsbefehle übermittelt worden, die auch den Angehörigen unserer heldenmütigen Landwehr Freude machen müssen.
Se. Exzellenz v. Bahrfeldt, General der Insan⸗ terie, Kommandeur der 19. Reserve-Division, hat an das Regiment folgendes Schreiben gerichtet: l
Div. ⸗Stabsquartier M..., den 29. 3. 1915.
Mit dem heutigen Tage scheidet das Großh. Hess. L- J. R. 116 aus dem Verbande der 19. Reserve-⸗Division aus. Volle 6 Monate bat es in seiner Stellung vor dem Feinde ausgeharrt, ohne jemals abgelöst zu werden. Das tägliche schwere Artilleriefeuer, die harten Anforderungen des Minen- und Sappenkrieges, die Unbilden der Wintermonate hat das Regiment mit heldenhafter Ausdauer er⸗ ragen Nicht ein sußbreit Schützengraben ist verloren worden. Das Regiment kaun stolz zurückblicken auf die hier verlebten schweren Zeiten. Seine Leistungen können jedem aktiven Regi⸗ mente als Beispiel dienen. Heute an dem Tage, an dem das Regiment aus meinem Besehlsverbande ausscheidet, spreche ich dem Regimente meinen Dank und meine volle Anerkennung aus.
Der Inhalt des Schreibens ist allen Offizieren, Unteroffizieren, Mannschaften und Kommandierten bekannt zu geben.
Der Korps⸗Tagesbefehl vom 30. 3. 1915 lautet: Die 1. Königl. bayrische L.-J.⸗Brigade und das Großh. Hess. L. J.-R. Nr. 116 scheiden aus dem Verbande des 8. A.⸗K. aus.
Den ihm lieb gewordenen Kameraden, die uns in 9 und ernsten Kämpfen treu zur Seite gestanden und nicht dazu beigetragen haben, die unausgesetzten Angrisse eines über⸗
legenen Feindes blutig abzuweisen, dankt das 8. A.⸗K. für die neue Wafsenhilfe und Kameradschaft. Unsere Gedanken und L.⸗J.-⸗R.
1
Wünsche werden die 1. Bayr. L.-J.⸗Brigade und das Hess. 116 begleiten.
** Mehr Vertrauen iz der Ernährungs- srage. Wir erhalten folgende Zuschrift:„Die„Mies⸗ macher“, diese stillen Verbündeten der Franzosen, sen, Engländer und wie sie alle heißen, haben eine neue tät erkoren:„Die e Die den Worte, welche Herr Dr. Ebel neulich unausstehliche Sorte Menschen schrieb, sind 1 am e gegen die, welche meinen, gleich verhungern zu sen, wenn auf dem Lebensmittelmarkte nicht alles nach Wuns von Zunge und Magen geht. Wir haben nun 14 Brotmarkenzeit hinter uns und der 9 vor den„ Gramm“ ist, glaube ich, wenigstens allen, die nicht gar zu kleine ain haben, überwunden. Meine Fa⸗ milie erhält für 14 Tage Marken für 10 Brote; zu meiner Freude kann ich feststellen, daß ich 30 Prozent meiner Marten zurückgeben konnte. Das erweckt in mir die Gewißheit, daß für schwer arbeitende Mitmenschen etwas mehr als bisher locker zu machen ist. Alle Bessergestellten müssen es als Ehrensache betrachten, um Brot zu spa⸗ ren und sich mehr den Nahrungsmitteln zuzuwenden, die dem Geldbeutel der Aermeren 3 Den Angstmeiern sei auch gesagt, daß außer manches vorhanden ist, was für die Volksernährung von Bedeu⸗ tung ist. Ich nenne nur Sago, Tapioka, Hafergrütze, Graupen, Maisgrieß usw., auch möchte ich darauf 1 daß„ Dörrobst recht reich- ich vorhanden ist. Es erreicht uns noch manches Lebens⸗ mittel, worüber ich hier nicht reden will; dutzende anderer Nahrungsmittel werden in höherem Maße nutzbar ange⸗ wandt— kurz alles in allem— wir haben— aber keinen Mangel,— wenn alles vernünftig le und namentlich die Egoisten nicht über ihren N hinaus, aus lauter Angst Vorräte aufspeichern, die der Allgemeinheit fehlen. Der Zweck dieser Zeilen ist nicht, Lauheit oder Gleichgültigkeit gegenüber der„Bro e“ zu stärken. Aber den armseligen Menschen, welchen das Fehlen frischer Brötchen als Anfang vom Ende erscheint, kann
man nicht genug ins Gewissen reden, von ihrer verderb⸗ lichen Miesmacherei abzulassen und eine gro nicht durch ihr klägliches Getue zu entweihen. 0
sichtlich, wie wir dem Kommenden auf den schau⸗
plätzen entgegensehen— ein ebenso festes Vertrauen
wir bezüglich der Ernährungsfrage zu dem einmütigen Willen des gesamten Volkes, alle Opfer auf sich zu nehmen — durchzuhalten— allen Feinden und Angstmeiern zum Trotze.“ 2
tag vor Ostern das erstemal vor sich ging, hat sich an einem
Tage bewirken lassen. Allerdings war dies nur ich mit pannung aller Kräfte in einzelnen 5 amt tät— 7 1 dem
bezirken, und weil die im Ehren den Verteilungsstellen bereits eine gewisse
Geschäft erlangt haben. Wie man uns mitteilte, Familien u
reiche Familien noch über er
und weil fur die a Osterfest kam, wo teilweise
ten Brote die Brotkarten unbenutzt ließ.
** Nach dem Fest. Man wird ö
nicht sagen können, daß Ostern 1915
U
* Der Brotkartenumtausch, der am Sams-


