den, weil alle Truppentransborte, die don der Front kommen,
Grey angetretene Urlaub als eine Vorsichtsmaßnahme genen
diesen Ort passieren, der zwar schon in Russisch⸗Polen liegt, aber nur etwa 10 Kilometer von Thorn entfernt ist. Der Bau, dessen Kosten etwa auf eine Million Mark veranschlagt sind, wird von drei Thorner Baufirmen ausgeführt. Als Material wird haupt⸗ sächlich Holz verwendet. 5 28 8 1 n st butter aus Tran. Auf der Suche nach billigen Ersatzstoffen für die Butter und ähnlich teuere Sveisefette sind die Chemiker neuerdings auf emen verhältnismäßig billigen Stoff, nämlich den Tran, verfallen, und sie sind anscheinend auf dem besten Wege, eine Kunstbutter herzustellen, die zum großen Teile aus Tran hergestellt ist. Die unangenehmen Eigenschasten dieses Stoffes verschwinden dabei, wie aus einem Aussatze der„Natur- wissenschastlichen Wochenschrist“ hervorgeht, vollständig; bei der Behandlung wird der Tran völlig geruchlos und dabei sest und schön wie Zeresin. Ganz gelöst ist das Problem der Kunstbutter aus Tran freilich noch nicht, denn es sind noch ein paar Schwie⸗ rigkeiten zu überwinden. Man ist vorläufig so weit, daß man den billigen Tran so umwandeln kann, daß er in Gemengen schwer von Hammel und Rindertalg zu unterscheiden ist. Das Verfahren, um das es sich dabei handelt, wird als»katalytische Hydrogeni⸗ sierung“ bezeichnet und stammt von Normann; übrigens ist es nicht nur auf Tran, sondern auf verschiedene tierische und pflanz⸗ liche Oele anwendbar. Der Tran wird dadurch gehärtet, daß man unter Anwesenheit von Nickel oder Nickeloryd Wasserstoff hindurch leitet. Geringe Reste Nickel bleiben dabei im gehärteten Tran zu⸗ rück und zwar bis zu 0,6 Milligramm auf 100 Gramm, also eine Menge, die selbst beim täglichen Genusse völlig unschädlich sein dürste. Leider jedoch hat der gehärtete Tran einen höheren Schmelzpunkt als alle bisher gebräuchlichen und für Nahrungs- zwecke zulässigen sesten Jette, und obwohl man ihn bei der Ver⸗ arbeitung mit weicheren Fetten und Oelen mischen kann und da- durch den Schmelzpunkt des Gemisches herabsetzen würde ist es goch fraglich, ob sich der menschliche Körper mit diesem Fette ab- finden könnte oder ob Verdauungsschwierigkeiten entstehen würden. » Englischer Kriegsaberglaube. Die kleinen Antiquitätengeschäste in London blühen und haben viele Kunden, die seltsame Kleinigkeiten aller Art erstehen. Der Beweggrund für diese Ankäufe ist kein künstlerisches oder Sammlerinteresse, sondern Aberglauben. Wie ein solcher Antiquitätenhändler erzählt, werden hauptsächlich Dinge verlangt, die eine tragische Geschichte haben. Schmuck von belgischen Flüchtlingen, den diese Unglücklichen reich- lich anbieten, kaufen andere Leute aus Interesse an den Kriegs- ereignissen, die damit in Verbindung stehen. Die besten Kunden aber sind Offiziere und Soldaten, die Amulette aller Art erstehen. „Ich hätte nicht gedacht, daß Soldaten so abergläubisch sind. Viel- leicht kommt es von den vielen Automobilisten her, die ja schon immer Amulette bevorzugten. Kleine Bildchen, alte Kreuze und Anhänger, die eine Geschichte oder einen exotischen Ursprung haben müssen, werden bevorzugt. Ueberhaupt stehen Kriegserinnerungen
Letzte Nachrichten.
Zum Urlaub Greys.
Genf, 3. April. Die schroffe Haltung der Pariser und der Londoner Regierung gegenüber den Beschwerden der Seehandel treibenden neutralen Staaten dürfte, wie man in der Pariser ameri- kanischen Kolonie versichert, einer milderen Praxis weichen. Die bevorstehende Eröffnung des Panama⸗ Kanals für den allgemeinen Verkehr würde hierfür einen schicklichen Anlaß bieten. Die in London eingeleiteten Verhandlungen könnten, da Grey, der Hauptgegner jeden Zugeständnisses, einen dreiwöchentlichen Urlaub angetreten hat, den Wünschen des Conseilchefs Asquith gemäß, rasch zum Ziele führen. Englische Blätter melden, daß der
Ueberanstrengungen betrachtet werden müsse.
nachmittag unsere inniggeliebte Mutter
Carl Daudt. Giessen, den 4. April 1915.
der Stille statt. werden dankend abgelehnt.
Statt jeder besonderen Anzeige.
Nach langem schweren Leiden verschied am Samstag
Frau Maseheumeser Louise Daudh ach. Haute
Im Namen der Hinterbliebenen:
Auf Wunsch der Verstorbenen findet die Beerdigung in Blumenspenden und Kondolenzbesuche
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Der in der Champagne schwerverwundete General Maunonry.
Parts, 4. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas“ General Maunonry hat seit seiner Ver⸗ wundung das Bewußtsein noch nicht wiedererlangt. Sein Zustand ist sehr ernst. Maunonry wurde durch General Du⸗ bois, dem ehemaligen Leiter der Abteilung für Kavallerie, im Kriegsministerium ersetzt.
Ein amtlicher russischer Bericht. 5
Petersburg, 4. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Stab des Generalissimus teilte gestern abend mit:
Unsere Offensive in den Karpathen hält mit gleichem Erfolge an. Im Laufe des 1. April setzten wir unsere Vorstöße mit besonderem Erfolg im Abschnitt Wolja Mischowa in der Rich⸗ tung Utzko fort. Trotz des heftigen Vorstoßes der öster⸗ reichisch-ungarischen Truppen, ihres umfassenden Ge⸗ brauchs von Explosiv-Kugeln(2) und ihrer zähen Gegenangriffe verdrängten unsere Truppen den Feind und nahmen ihm Geschütze, Maschinengewehre, Munition und Wagen, die er zurückgelassen hatte, ab. Im Laufe des 1. April nahmen wir über 700 Offi⸗ ziere(2) und über 7000 Mann gefangen und erbeuteten einige Dutzend Maschinengewehre.
An den anderen Abschnitten der ganzen Front keine wesent⸗ liche Aenderung.
Serbische Grenzgreuel.
Sofia, 4. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Küsten⸗ diel wird berichtet: Die Serben haben in dem Marktflecken Zarewo Szelo 11 Personen, in dem Dorfe Jliwo 15 und in dem Dorfe Karlowitza 40 Personen getötet. In dem Dorfe Küstendohl, wo die genaue Zahl der Opfer unbekannt ist, wurden Männer und Frauen verhaftet. 6 serbische Banden unter
Vojne Popowitzsch machen in der Gegend die Runde von Dorf zu Dorf, unter der Bevölkerung Schrecken verbreitend. Im
Bezirk Kotschani werden die Grausamkeiten von Tag zu Tag unerträglicher.
Die verhinderten Schiffslieferungen aus Italien
an Frankreich.
Mailand, 3. April. Nach der Mailänder„Sera“ hat sich die Untersuchung in Sachen der Herstellung von Geschoßteilen für ausländische Artillerie auf zahlreiche mechanische Werkstätten in Mailand, Brescia, Bergamo, Boulogna, Forli, Turin, Legnano, Ancona, Rivarono, Mantua und andere Städte erstreckt. Als Besteller trat fast immer eine Firma in Turin auf und die aus⸗ führenden Firmen glaubten aus diesem Grunde bestimmt, nach dem Inlande zu liefern. Tatsächlich handelte es sich aber um Zünder für die 75-ùmm-⸗Schrapnells der französischen Artillerie.
Die Fertigstücke seien teils nach Sampierdaren, teils an einen Bootsführer nach Trani in Apulien geliefert worden. Die Be⸗ hörden haben zahlreiche Beschlagnahmungen vorgenommen. Als
besondere Beteiligten an der Angelegenheit neunt„Sera“ die Fabrik Diatto in Turin und die Eisenwerke in Altri bei Genua.
Brotpreiserhöhung in Schweden.
Kopenhagen, 3. April. Die schwedische Regierung hat nach Ablauf der Februarverträge mit den Mühlen⸗ besitzern in den neuen Verträgen eine erhebliche Er⸗ höhung der Mehlpreise zugelassen. Die Erhöhung beträgt bei Brotkorn für 100 Kilogramm Weizenmehl nicht weniger als 4 Kronen auf 36 Kronen. Es ist daher in kürzester Zeit eine erhebliche Steigerung der Brotpreise in Schweden zu erwarten.
meine herzensgute
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
Schwager und Onkel,
Herr Peter Senssfelder
Grossh. Kreisstrassenmeister i. P.
nach langem schweren Leiden heute vormittag sanft entschlafen ist.
Um stille Teilnahme bitten:
Die trauernden Hinterbliebenen.
1 J. d. N.: Margarete Senssfelder, geb. Baas. Die Beerdigung findet Mittwoch, 7. April, nachmittags 3 Uhr,
vom Sterbehause aus auf dem Friedhofe zu Wieseck
iel zu früh bist du geschieden, Umsonst war alles Hoffen, Fleh'n.—
In Feldlazarett starb am 24. März unser lieber Kamerad und
treuer Freund
Musketier Ludwig Ulm
den Tod fürs Vaterland. Wir werden ihm
Allendorf a. d. Lahn, Ostern 1915.
Die Kameradschaft:
Friedr. Volk. Phil. Heep. Friedr. Lich.
. 1 die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber Mann, der treubesorgte Vater seiner Kinder, unser Schwiegersohn, Grossvater, Schwiegervater, Bruder,
Ruhe sanft, du Herzensguter, Bis wir uns einst wiederschn.
allezeit ein ehrendes Gedenken bewahren.
Lud w. Euler.
Heute morgen 7½% Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden meine innigstgeliebte, teure Gattin, die treusorgende Mutter meines Kindes,
Schwägerin und Nichte
Frieda Wolff
geb. Müller.
Im tiefsten Schmerze bitten um stilles Beileid:
Dr. med. Fritz Wolff, z. Zt. im Felde i. V: Frau Fritz Wolff, geb. Pröbsting.
Gladenbach, Lüdenscheid, 2. April 1018.
Standes amts nach 5
ten. A Gießen. 5 Aufgebote: März 27. Karl Joseph Zöpf, Schlofser, mit Anna Emilie Elise Kaufmann, geb. Thielmann, beide in Gießen . 31. Hartmann Deutsch, Bahnarbeiter in Staufenberg, mit Luise Bastian in Günterod.. ö Eheschließungen: März 27. Friedrich Angust Albert Haake, Ingenieur, Leutnant der Reserve, in Walsrode in Han⸗ nover, mit Wilhelmine Marie Anna Elisabethe Klein in Gießen. Geborene: März 22. Dem Hilfsheizer Justus Ernst eine Tochter, Anna Elisabeth.— 23. Dem Leutnant und Adjutanten Gustav Heinrich Albert Kurt Schroeder ein Sohn, Hans Ullrich
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Rudolf Heinrich.— Dem Frauenarzt Dr. Kurt Nonrad Eduard Georg Ludwig Koch eine Tochter, Ilse.— 24. Dem Großh.
Kabinettssekretär Karl Ferdinand Pennrich in Darmstadt ein Sohn, Hans. 25. Dem Burcau⸗-Assistenten Ferdinand Debus in Darmstadt ein Sohn, Helmut.— 26. Dem Wagenführer Konrad Damm ein Sohn, Ernst Friedrich.— 27. Dem Fabrikarbeiter Michael Lams ein Sohn, Karl Walter.— 28. Dem Geschäfts⸗ reisenden Friedrich Wilhelm Simon ein Sohn, Hermann Albert Kurt. 29. Dem Packer Karl Martin ein Sohn, Johannes.— 31. Dem Hauptmann Emil Otto Firmenich ein Sohn, Jürgen Emil Egmont. 1
Sterbefälle: März 28. Heinrich Konrad Adolf Wilhelm Schmidt, 7 Monate alt, Rittergasse 17.— 30. Georg Christian Jakob Alexander Lampus, Landwirt, 47 Jahre alt, Stephanstr. 14. 8 31. Elisabethe Fischer, geb. Hohlgans, 78 Jahre alt, Schiller⸗ straße 23. 5
Im Felde gefallen: September 17. Johannes Reichel, Schreiner, Reservist, 25 Jahre alt, Steinstraße 76, bei Merlet gefallen.— Oktober 22. Hermann Reuß, Student, Unteroffizier der Reserve, 25 Jahre alt, Bismarckstraße 16, bei Vermelles ge⸗ fallen.— Dezember 9. Hermann Karl Christian Ster, Elektro⸗ monteur, Ersatz⸗Reservist, 22 Jahre alt, Dammstraße 52, in einem Gefecht im Argonnenwald gefallen. 1 0
Butzbach.
Geborene: März 27. Dem Spediteur Fritz Adam eine Tochter, Ottilie.
Sterbefälle: März 28. Johannes Kern, Taglöhner, 74 Jahre alt.— 31. Franz Josef Reinhard, Glaser, 22 Jahre alt, von Offenbach a. M. 3
Im Felde gefallen: Oktober 20. Heinrich Johannes Grein, Sergeaut im Inf.-Regt. 168, 24 Jahre alt, gefallen in En⸗ netieres in Frankreich.— 23. Martin Zimmermann, Unteroff. im Inf.⸗Regt. 168, 22 Jahre alt, gefallen in Bois⸗Blance in Frank⸗ reich.— November 8. Konrad Kraft, Offizier⸗Stellvertreter im Inf.⸗Regt. 168, 25 Jahre alt, gefallen in Ostaverne in Frank⸗ reich.— 9. Lehramts-Referendar Rudolf Wilhelm Jakob Ernst Schmitt, Offizier⸗Stellvertreter im Inf.⸗Regt. 168, 26 Jahre alt, gefallen bei Wytschgete in Belgien.— 19. Heinrich Georg Farr, Vizefeldwebel im Inf.-Regt. 168, 24 Jahre alt, gestorben im Lazarett Comines in Frankreich.— Dezember 7. Vizefeldw. Aloyis Melignon, Inf.-Regt. 168, 23 Jahre alt, gefallen bei Sanniki, Rußland.— Januar 23. Unteroffizier der Landw. im Res.⸗Inf.⸗ Regt. 221 Eduard Diehl, Gefangenaufseher, 32 Jahre alt, ge⸗ storben im Vereinslazarett in Eilenburg(Preußen).
Friedberg.
Aufgebotene: März 25. Wilhelm Lauster, Dienstknecht in Gettenau, mit Anna Marie Wagner in Friedberg.
Geborene: März 21. Dem am 28. August 1914 bei Mouzon gefallenen Dachdecker Karl Friedrich Heinrich Konrad Wilhelm Mosbach ein Sohn, Friedrich.— 26. Dem Metzger Konrad Reuß ein Sohn, Kurt.
Sterbefälle: März 27. Oswald Türk, Kaufmann, 48 Jahre alt.— 28. Philipp Schneid, Schweizer, 33 Jahre alt, wohnhaft in Nieder⸗Florstadt.— 30. Ida Emmel, 12 Jahre alt, 8 in Wohnbach.— 29. Maria Katharina Wüst, 76 Jahre alt.
Schwiegertochter, Schwester,
statt.
Neffe
3. Komp. Ritter des Eisernen Kreuzes.
Frau August Brück. Gießen, den 3. April 1915.
Am 2. April erlag im Lazarett seinen Wunden unser lieber Sohn, Bruder und
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Robert Brück
Unteroffizier im Res.⸗Inf.⸗Regt. 222
Im Namen d. trauernden Hinterbliebenen:
Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Vater, uud 5. Großvater, Bruder, Schwager und Onke
Philipp Hormann
Babnarbeiter a. D. im Alter von 69 Jahren sanft entschlafen ist.
Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Luh II.
Familie Heinrich Schäfer II. 3. Zt. im Felde
Familie Philivv Hormann ;. Zt. im Felde.
Wieseck, Klein-Hehlen, 4. April 1915.
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Die Beerdigung findet Dienstag, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause, Ludwigstr. Nr. 11, aus statt.


