Ausgabe 
(5.4.1915) 79. Erstes Blatt
Seite
21
 
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dastriepmess Land bwonbers Unker dem doch auch die Fremdenindustrie voll⸗ ünchen sagte er, daß umlernen müssen, ex sei aber Kriege die Kunststadt die Stadt der deut⸗ g ist von allem 2 08 5 zweifelte ich n hleidige? Was macht deutsche Pflicht. Und f e est unser icht er⸗ 88 8 n Si geduldigen gesehen? Nein, Kön

Oeffentkiche Bu den 2578 Bände ausgeliehen lende Literatur 1367, Zeitf Gedichte und Dramen 56 und Völkerkunde 51,

cherhalle. Im März wur⸗ Davon kommen

auf: Erzäh⸗ chriften 324, Jugends

chriften 233, geschichte 27, Länder- Geschichte und Naturwissenschaft und eer⸗ und Seewesen 36, Haus- und Land lehre 14, Religion und Philo- 28, Sprachwissenschaft 12,

dazu,

t sei. Ueber M fahrungen ein wenig 1 München auch nach de

dbter Ba abba i e in i e unabhängt schied sagte der Kronprinz: un durchhalten würde, daran i paar Ungeduldige und We k im ganzen fühlt seine uld sind immer zwei enn wir recht und die Geduld von selber

kommen ver

Kulturgeschichte 52, schen Arbeit sein werde,Kunstgeschichte, Fremden. Beim Ab durch dick und keine Sekunde. Eil

Vo Pflichtgefühl und Ged

füllen, dann ist bei uns im scho

Ganghofer erwiderte: worauf der Kronprinz f dann wären wir doch k.

Technologie 110, wirtschaft 25, Ge sophie 58, Staatswissensch a ichen 42 Bände.

........ HSSS yx yyy y y yyy Wie derprinz Eitel N dieFlorida

Eine dramatische Szene vom Kre erzählt ein Passagier des Dampfers, 0 jetzt so viel erwähnten Hil

riedrich versenkt worden ist. Havre am 28. zu fahren; sie

igliche Hoheit, Das ist etwas 2 1 3 eine Deutschen. uzerkrieg auf hoher See Florida, der von dem fskreuzerPrinz Eitel DieFlorida hatte Le anuar verlassen, um nach Buenos Aires r bedeutenden Ladung an Am Morgen des 19. Fe⸗ ris zurückgekehrte Passa signalisierte die Wache auf uns zukam. Es war 8.50 Uhr. Die Offt⸗ f die Kommandobrücke, die Reisenden kamen Ferugläsern die Bewegung ner Stunde waren wir ein⸗ f dem unbekannten Dampfer das Wir stoppten. Ein Zeigt eure Flagge! Sofort Flagge emporgezogen. Inzwischen verringerte g. Wir erkansten an dem Schiff die Mün-] zen. Es war kein Zweifel, wir hatten es u tun. Aber von welcher Nation? stlich diese Frage auf den Schorn⸗ es ist ein Engländer... nachdem er durch das Fernglas ich zweifle nicht, das Schiff ist Unterdessen wurden weitere Signale iWir haben gesehen! lich unter den Passa- Erregung hervorgerufen, besonders während die Männer ihre Ruhe zu be u dem Boot, das von dem Schiff ab- ffiziere und 19 Matrosen. Die Fall ssen und die drei Offiziere stiegen nigen Matrosen, die die ihnen vor Die drei Offiziere mit f die Kommandobrücke. olarden an der Mütze: sche Seeleute. Auf der Brücke befahlen die Offi Eure Flagge ein! Wir mußten gehorchen, die vurde eingezogen. Ein deutscher wickelte sie zusammen und warf sie in wandte sich ein Ofsizier an den Komman Ihr Schiffist Kriegsbeute! ' waren, fuhren auf, f Sie waren bleich, eutschen ließen sich alle Papi geben und begannen die Durchsuchung. amen andere Boote, und bald war das zt. Maschinisten von dem Kreuzer traten Florida. Unter der rde die ganze Mann⸗ wo ihr französisch folgende Die Männer können alle per⸗ ich nehmen, aber es ist streng zum Schiff ge⸗ die 5 der fran⸗ nach Rio de Janeiro Alles vollzog sich in Von Kochgeschirren wurde eine Auswahl eck gebracht. Unterdessen wurden dritter Klasse im Schiffshinter⸗ ster Klasse weiter frei uzer und derFlorida Dürfte ich Sie fragen, auf en? sagte ich einem deut⸗ Prinz Eitel Friedrich? Offizier kurz. Bald na

re es nicht so,

Aus dem Reiche.

3. April. WTB. Nichtamtlich.)

t bekannt: Gegen be⸗ n wir uns veranlaßt, ten Vorräte an Trok⸗

Die Trocken⸗ kartofsdl⸗Aerer ie Trocke

daß die von uns aufgespeicher ⸗Erzeugnissen au Bundesratsverordnung vom 5. Janu

Str. monate sicherzustellen. kartoffel-Erzeugnisse in die Hände der K legen, und sind augenblicklich damit be

Mengen die einzelnen Verbände Anspruch haben.

Aus Stadt und Cand.

Gießen, 5. April 1915.

atte außer eine ch Passagiere an Bord. so erzählte der jetzt nach P nem Mitarbeiter desMatin ein Schiff, das ziexe stiegen au auf Deck. Alle v des unbekannte ander nahe genug, um au . u erkennen: zweites Signal wurde gehißt:

ken kartoffel ar vorgeschriebene zehn⸗ ie Sommer⸗

erteilung der Trocken⸗ ommunal verbände schäftigt, festzustellen, auf dem Verhältnis ihrer

erfolgten mit den n Schiffes. Nach ei

Stoppt so o rt K*

sich die Entfern dung von Geschü mit einem Hilfsk Englisch oder deutsch? 2 vor. Ein Offizier sagte:

schwarzer auf dem Rumpf, der Kapitän meinte, beobachtet hatte:Nein,

deutsch, ich erkenne es. ausgetauscht.Wir send Diese Zeichentelegraphie hatte natür gieren eine sehr große unter den Frauen, wahren versuchten. stieß, waren drei

treppe wurde hera an Bord, gefolgt von ei her bezeichneten

lle legten sich är Brauner Anstri

en ein Boot!

Konx. Böttner, Seminarlehrer Alb. med. Heinr. Kropp

uteroff. Joh. Lausdorf,. Posten einnahmen. dem Revolver in der Hand stiegen au Sie hatten die schwarz-weiß-roten K es waren deut ziere:Zieht ffizier nahm sie, das Boot. Darauf danten und verkün Die französischen aßten sich aber aber blieben stumm. Die ere, Borddokumente und

Ritter des Ei HFA g iere, die an Bord eichzeitig das hessische gleich wieder.

r Maschinisten der

g eines deutschen Offiziers wu im Bug versammelt Mitteilung gemacht wurde: sönlichen Gegenstände mit 0 verboten, irgend etwas zu Eine Kassette mit Goldmünzen, zportugiesischen Bank in Lissabon ickt war, wurde beschlagnahmt. einem Augenblick. in völliger Ordnu die Reisenden zweiter und teil versammelt, umhergingen. Zwischen dem Kre gingen die Boote hin und her.

welches Schiff wir gebracht wer schen Offizier.Ist es nicht der

Sie irren sich! antwortete der

222, und Otto Steinba

Wehrm auerbach(erhielt Leutn. Mierendorff, helm(8. Bad.) Nr. 111, rendorff, 1. Ersatz⸗Abt. Leutnant Otto

24, beide von

die hessische Tapferkeitsmedaille). Inf. Markgraf Ludwig Wil⸗ egsfreiw. Gefr. Karl Mie⸗

Lippert, Mini Gärtner Philipp Gottmann Regt. 116. Landwehrm

3 Der

rigen Jahre die Ehrenmedai vo 8 ie Ehrenmedai sanitätswesen in Oesterreich ver

war, wurde mit dem vom Kai K. K. Verdie

nehmen, was

sterialrevisor in Darmstadt. rg, Landw.⸗Inf. Ruppel aus Butzbach. Kammerherr Dr. K L. Bar⸗ in Gießen), dem f lle für seine

aus Friedbe

während die er

Verdienste um liehen worden anz Josef gestifteten

nstorden vom Kreuz aus⸗

tung von kleinen Nationalstaaten im Osten Europas ist unm. lich; nur geschichtliche Staaten find möglich. Des halb muß die beutige dualistische Staatsform zwischen Oesterreich-Ungarn auf⸗ 5 recht erhalten werden. Ihre Geschichte ist einheitlich verbunden mit der österreichischen; selbst durch Ihre Kriege sind Sie mit⸗ einander verbunden; einst kämpften Sie gegeneinander, aber jetzt sind Sie auf gegenseitige Verteidigung angewiesen. Bismarck wendete sich gegen die immer noch auftretenden Verleumdungen, als wolle Deutschland die österreichischen Erblande annektieren: Gott behüte! Elsaß-Lothringen und die dänischen Grenzstreitig⸗ keiten machen uns gerade genug zu schaffen. Wenn es nicht geo⸗ graphische Rücksichten erheischt hätten, wir würden keinen Fuß⸗ breit Landes, der von Franzosen bewohnt ist, Deutschland einver⸗ leibt haben Es ist das ein niemals zu versöhnender wilder Feind! Denn die Franzosen sind ein wildes Volk! Wenn wir vom Koch, rom Schneider und vom Friseur absehen, tritt beim Franzosen die indianische Rotlaut zutage. Und was sollten wir denn eigent⸗ lich mit Wien als Grenzstadt anfangen? Wien und Pest⸗Ofen kaben die Aufgabe, im Osten reiche Mittelpunkte der Zivilisation und des Handels zu werden. Der deutsche Minister, dem es ein⸗ siele, von Oesterreich etwas erobern zu wollen, der würe reif, daß hier machte er das Zeichen des Hängens). Ich meiner seits wäre imstande, wenn die österreichischen Provinzen sich uns selbstmit Gewalt anschließen wollten, aus diesem Grunde Krieg egen sie anzufangen! Ueber das Bündnis Deutschlands mit esterreich-Ungarn äußerte sich Bismarck zu dem ungarischen Rechtsanwalt Dr. Kepes folgendermaßen:Ich rechne unser heute bestehendes Bündnis mit Oesterreich⸗Ungarn zu denjenigen Reichsinstitutionen, an denen uns allen liegt und die wir alle zu pflegen entschlossen sind. Es ist eine alte Tradition der Ge⸗ schichte: wir haben seit Jahrhunderten mit Oesterreich zu dem⸗ selben Reich gehört. Es ist das ein historisches Vermächtnis der Vergangenheit, aber auch ein Bedürfnis der modernen Politik. Ich rechne darauf, daß wir diesem Reiche alle Treue halten wer⸗ den, in jeder Not und Gefahr, die es bedrohen könnten.

Aus dem Leben eines Finanzmagnaten. Der soeben verstorbene Lord Rothschild, das Haupt des 1805 begründeten englischen Zweiges des be⸗ rühmten Bankhauses, war der Urenkel des dritten jener fünf Frankfurter, die die Geschäfte und die Macht des

det haben. Gerade die englischen Rothschilds haben es von vornherein meisterlich verstanden, die politischen Er- eignisse für ihre finanzielle Tätigkeit auszunützen; ist es doch Nathan Maier Rothschild, der Begründer des Lon⸗ doner Hauses gewesen, der den preußisch-englischen Feld⸗ zug des Jahres 1815 finanziert hat. Die große Operation lief dermaßen zu seinem Vorteile aus, daß damals das

Schlacht von Waterloo gewonnen, aber die Rothschilds. haben sie verdient. Der verstorbene Lord, der die Namen seines Urgroßvaters trug, hatte auch sein Geschick N zu politisch-finanziellen Operationen größten Maßstabes ge⸗

Studienjahre in Cambridge Gelegenheit hatte, persönliche Beziehungen zu dem späteren König Eduard VII. anzu⸗ lnüpfen, zu dessen näherem Freundes- und Vertrauten⸗ kreise er späterhin dauernd gehört hat. 2 8.

Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß

in Rücksicht gezogen werden. Als England sich gegen alles Recht Aegyptens bemächtigte, um esvorläufig zu be⸗ setzen, war es der Londoner Rothschild, der Million über 8 Million hergab, um Aegypten vor dem völligen Zusammen⸗ 7 bruche zu retten. Ebenso war er es, der Lord Beacons- field die Riesensumme vorschoß, durch die dem englischen

Premierminister jener Meisterzug ermöglicht wurde, die

Kanal zu sichern. Ja, es gab in der neueren englischen Geschichte einen Augenblick, wo Lord Rothschild geradezu

Das war damals, als das große Bankhaus Gebrüder Ba⸗ ring in London, einer der schärfsten Konkurrenten der Rothschild-Gruppe, vor dem Zusammenbruche stand und in Verbindung damit die ganze englische Finanzwelt von einer Katastrophe bedroht war, deren Tragweite sich gar nicht absehen ließ. Da war es Lord Rothschild, der die Auf⸗ bringung einer Summe von einer Drittel Milliarde für das notleidende Bankhaus organisierte, der zugleich erheb⸗ liche Mengen von Gold eiligst über den Kanal nach England

ch zu schaffen verstand und dadurch die Katastrophe ab⸗

des Krieges war Kammer- 1 N etzung. r Großherzog hat ster Rechnungen Georg ein Nachsuchen unter Ane geleisteten 55. tzusetzenden und il aus diesem 5. 2. Klasse des Verdienst⸗ des Großmütigen verliehen. ßherzog hat am 31. März

Daniel Polster aus

Bis zum Ausbruch ademieprofessor in

* Ruhestandsver

am 31. März den Salinen

Kissel zu 5

erkennung seiner langjährige

eines vom Ministerium der Fin

ab in den Ruhestand versetzt

Krone zum Ritte

ordens Philipps

Mittag wurden die fertig machen müßt dieser Kreuzer war es wirkli ißte uns ein Offizier militär inübergebracht waren, rida verlassen, nach ihrem Grad, zuletzt der Kommandobrücke verließ, ent Mützen in den Händen, gingen auf die Treppe hinab. Al war noch ein

Reisenden benach igt, daß sie sich Friedrich, denn erreichen. Auf der Treppe isch. Als alle mußte die Mannschaft sen, dann die Offiziere Kommandant. Als dieser die blößten alle das Haupt Mannschaften und Matrosen e waren sehr bleich. Revolverschuß getötet, Die Deutschen itel rich setzte sich Schiff. Um 9 Uhr erschien Florida. Der Gehen Sie in Sie zu kränken! u verfolgten wir weiter. Um Mitternacht hatten Schiff zerstört. Dieser Schiffs cht auf hoher See hatte etwas

im au 1 1 zuerst die Matro

Ochse, der durch einen zerlegt und in das Boot geschafft ßen nichts. DerPrinz Eitel Fried wegung und fuhr um das ein großer Brand am Horizont: Kommandant des Kreuzers befahl uns: st nicht meine Absicht, den kleinen Fenstern unserer Kabine die Entwicklung des Brandes die Flammen fast das ganze d in einer heiteren Na unendlich Tragisches.

Maurus Jokai bei Bismarck.

Einen bedeutsamen und uns Ausschnitt aus dem Verhaltnis zu Ungarn, beleuchtet Dr. nächst bei Ernst Hofmann in Berlin e Beziehungen zu Ungarn und zu Ung rend Bismarcks Verhältnis zu dem öf paar und den führenden ungarischen angehört und daher von der Forschung b t, gehören einige andere in dem Werk gen des großen Staatsmannes zu den unbekan in seiner Uebersetz

Jokai in ungarischer für uns gerade heut wichtigen Notwendigkeit der agte der Fürst: cher konsolidierter Sta

nungen. Der Gro die Bauaspiranten Georg Marti Ruppel aus Seeheim, und Adam Bern ius aus Hofheim zu Hochbauaufseh

Wilhelm Frey aus Alsfeld zum

Eisenbahnfreifahrtscheine bisher gültigen Bestim⸗

Regelung der Ihre Kabinen! Es i für das Sanitätsperf mungen, nach denen d

ahrt auf den Eisen März ds. Is. ei

bereits mitgeteilt, haben

ihre Gültigkeit mit dem 31. dg. Js.

loren. An ihre Stelle treten Freifahrtschei

eiw. Krankenpflege freie war, haben mit dem

ute besonders interessierenden n des eisernen Kat Adolph Kohut in rscheinenden BuchBismarcks arns Staatsmännern. Wäh⸗ ch-ungarischen Kafser⸗ männern der Geschichte ereits viel behandelt wor⸗ dargestellte Beziehun⸗ unteren Episoden seines

gewaltigen Wirk.

bis zum 1. ausgestellten S

Lebens. So teilt eines Besuches b Romanschriftsteller Maurus licht hat und die manche

von Oesterreich-Ungarn Mitteleuropa ein sol 0 ngarische Monarchie.

im Jahre 1866 mich beeilte, Friede serer Freunde nicht zusagte. d jenseits das magharische E übrigen Stämme talent, staatsmänn f ne bei den Teutschel

rühmte ungarische eifahrtscheine egierten ausgestellt werden Sitzungdes Provin uz Oberhessen fin

ge Fahrt von den 1 Zusammengehörigkeit zialausschusses Es ist notwendig, daß taat bestehe, wie die Das sah ich schon ein, als ich u zu schließen, was vielen un⸗ Laitha ist das deutsche, eren berufen.

der Provi den 10. April, vormitta

mit folgender oßh. Kreisrats in

der auf den 0 cken. gemeinde ruf * in den Gemeindevoranschla

Element zu regi eben sehr gute Soldaten, aber

90 0 Verwaltungs- tnisse, Jutelligenz und

Besitz sind doch 0 Die Errich⸗

henden Ge⸗

1

wandte. Wieder finden wir die Hand diesesMannes hinter den Kulissen in dem großen Spiele, das Cecil Rhodes in Südafrika spielte. Bevor Rhodes an die Verwirkli seiner politischen Pläne gehen konnte, mußte er erst die Diamantminen von Kimberley in seine Gewalt bringen und der ihm die Millionen zu dem Riesenkampfe 985 5 das Haus Barnet Barnato hergab, das war wieder Lo

schild. Man sieht, daß die Verleihung der Pairswürde an den Finanzmagnaten, die Gladstone erwirkte, im Sinne der britischen Interessen nur eine wohlverdiente Ehrung dar⸗ stellte. Uebrigens war er der erste Jude, der in das lische Oberhaus eintrat, ein Ereignis, das seinerzeit sehe bemerkt wurde und gleichsam das Siegel unter die Eman⸗ zipation der englischen Juden drückte. 5 a Lord Rothschild hat sich noch in einer anderen Be- ziehung als echter Abkömmling seiner Familie bewährt, indem er ihre Ueberkieferung der Wohltätigkeit aufrecht erhielt. Eine ganze Abteilung der Firma war allein den laufenden Geschäften seiner Wohltätigkeit gewidmet. An erster Stelle standen da, wie natürlich, die Stiftungen und Unterstützungen zugunsten der englischen Juden; auch die Juden Rußlands haben Lord Rothschilds Wohltätig⸗ keit oft in großartiger Weise erfahren. Uebrigens war sie aber doch nicht auf seine Glaubensgenossen beschränkt, sondern er spendete von seinem Reichtume berejtwillig, wo Not und Bedürfnis vorlagen, und er war in der englischen Gesellschaft um seiner menschenfreundlichen Go⸗ sinnung willen allgemein bekannt. In seinem Privatleben waren es die Kunst und sein Landgut, die ihm am meisten Vergnügen machten. Er war Kunstgönner und Kunstsamm⸗ ler und mit nichts beschäftigte der Millionenkönig sich lieber, als mit seinem Vieh, mit seinen Hunden und seiner Jagd.

Dermischtes. Ein Eisenbahnunfall. Kiel, 4. April.(WB. Amtlich.) Infolge fal cher Wei⸗ chenstellung übersuhr Sonnabend den 3. d. Mis der Per⸗ sonenzug 682 auf Bahnhof Ploen einen Prellbock und ent⸗ gleiste mit Lokomotive und fünf Wagen. Der Zugführer Martens aus Kiel wurde getötetder Packmeister Prü 8 aus Kiel schwerverletzt. *

Entlausungsanstalten in A ugusto wo. Dres roße Eutlausungsanstalten werden, wie dieHolzwelt Alexandrowo errichtet werden: mit dem Ball wird bereits in den nächsten Tagen begonnen. Gerade Alexandrowo ist gewählt wor⸗

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Hauses Rothschild in allen Hauptländern Europas begrün⸗

170 1 8.

geflügelte Wort entstand:Die Verbündeten haben die

erbt. Es tam ihm dabei zugut, daß er während seiner

die englische Geschichte der letzten vierzig Jahre kaum ge⸗ 4 schrieben werden kann, ohne daß dabei die wiederholten* wichtigen Eingriffe des großen Londoner Finanzmagnaten

Mehrheit der Suez⸗Kanal⸗Aktien für die englische Regie⸗ 2 rung anzukaufen und ihr dadurch die Kontrolle über den

die Rolle der finanziellen Vorsehung Englands gespielt hat. 8 5