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(1.4.1915) 77. Erstes Blatt
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Erstes Blatt

viermal

Ferusprech dale für die Schruttleitu für Drahtnach⸗

das Rauschen im Sachsenwalde.

Ist es möglich, daß die Flamme vaterländischer Leiden⸗ schaften noch heller emporlodern könnte, als sie schon leuchtet im Angesicht einer halben Welt von Feinden, wenn wir heute Bismarcks gedenken, des Reiches Schmiedes, den wir Jüngeren uns nicht besser vorstellen können als im Scheine feuriger Glut, die alles Trennende und allen Hadergeist der Deutschen hinweggeschmolzen hat? Ist es nicht genug, daß wir Haus und Hof von tückischen, grau⸗ samen Feinden bedroht sehen, die, besonders im Osten, den letzten Rest von Menschlichkeit abgeworfen haben, indem sie sich erbarmungslos auch auf Frauen, Kinder und Greise stürzen? Gibt es im heißen Drange des Krieges ein Rück⸗ wärtsschauen, wo die gebieterische Losung vorwärts heißt, wo die in der Heimat Zurückgebliebenen vor dem furchtbarsten Wettersturme weltgeschichtlicher Geschehnisse nur mit Bangen und Harren eine Zuflucht erreichen können? Ein beklemmendes Dunkel liegt über Europa, und der Windhauch neuer Welten, der uns entgegenweht, treibt der Vergangenheit dürres Laub weit hinter uns fort.

Es ist heute nicht die Zeit politischer Betrachtungen und kritischer Erwägungen. Wir dürfen den Geist des großen Kanzlers nicht beschwören, um uns die Frage vorzulegen, ob seine Nachfolger der bewährten Bahn gefolgt oder von ihr abgewichen sind. Wir dürfen uns aber daran erinnern, daß Bismarcks mutiges Auge einst auch die Möglichkeit er⸗ schaut hat, das Reich werde von West und Ost feindlich umbrandet werden, und daß er uns gelehrt hat, furchtlos und treu zu sein. Große Männer vor ihm haben den Welt⸗ beruf des deutschen Volkes verkündet, Fichte hat mit feu⸗ rigen Worten den deutschen Geist zur Gemeinschaftsbildung, zur Gründung eines in der Welt siegreichen nationalen wie Bismarck uns das Idealbild des Deutschen und Politikers vorgelebt, mit all seiner ur⸗

wiüͤchfigen Kraft und seiner Fähigkeit, über innere und äußere Schwierigkeiten als fester, unerschütterlicher Geist und Wille emporzusteigen. Er hat uns das starke, einige Reich gegründet, hat das Vertrauen zu deutscher Leistung und Größe uns lebendig geschaffen. Die Resonanz der gewaltigen Sprache seiner Persönlichkeit bei der Grün⸗ dung des neuen Reiches hat uns erst zur vollen Höhe unseres Volksbewußtseins emporgerichtet. Als im August des vergangenen Jahres das Volkwie eine Pulvermine losbrach, da war Bismarck schon heimlich unter uns. In einem noch höheren Sinn wie von Barbarossa kann man von ihm sagen, daß er noch nicht gestorben ist; nicht ver⸗ zaubert und schlafend, sondern wachend und führend leuch⸗ tet uns seine Reckengestalt überall da, wo die Blitze aus⸗ wärtiger Gefahren zucken. Sein Name ist uns zum Panier geworden, wie Petrus der Fels der Kirche wurde, so ist Bismarck der Fels des Reiches.

Wäre die hundertjährige Wiederkehr des Geburtstages Bismarcks in die Zeit des Friedens gefallen, so würden wir heute eine seltsame Bewegung im deutschen Volke be⸗ merken; Millionen festlich gestimmter Menschen würden durch die Dörfer und Städte wallen, wie zu heiligem Dienste einer Gottheit. Das Bild wäre äußerlich präch⸗ tiger und imposanter, aber das starke, einigende Band wäre doch an einigen Stellen gelockert, da, wo der Rost des Parteilebens sich eingefressen hatte. Der Kriegssturm, der so viel Wachstum und Leben entwurzelt, hat im Innern unseres Volkstums ein herrliches Wunder verrichtet. Die deutsche Erde hat sich verjüngt, überall sehen wir taten⸗ frohes Leben, undin feurigem Bestreben werden alle Kräfte kund. Das ist Bismarcks Saat, die da aufgeht, und es ist die Feier seines Namens, die Gott mit hoher Weihe erfüllte. Herrlich sind wir dadurch von den andern Völkern unterschieden. Die Engländer und Franzosen haben einen Herzensaustausch mit Schwarzen und Farbigen geschlossen, und dazu tropft es wohl auch mitunter in ihre geistige Sammlung aus der Schale des Argwohns und stiller Ab⸗ neigung. Nein, es ist nicht müßiges Zaudern, wenn wir heute zu Bismarcks Reckengestalt emporblicken, er ist nicht Hinter uns, sondern vor uns und mitten unter uns; mit un⸗ sichtbarer Siegfriedshand hilft er uns in Kampf und Not, sein Ehrentag erweckt wieder alle Sehnsucht und alle Tat⸗ kraft in den deutschen Herzen, und darum wollen wir uns heute heller bewußt werden, daß das Schicksal dem deutschen Volke eine große weltgeschichtliche Aufgabe vorbehalten hat.

Auch die lebenden Führer an der Spitze des Reiches zollen heute dem eisernen Kanzler stillen Dank. Als vor einigen Tagen der Kaiser frohbewegt und dankbar aus⸗ sprach, er sei stolz darauf, in solchen Zeiten der erste Diener eines solchen Volkes zu sein, da hat er sich sicherlich in

105. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General⸗Anzeiger für Gberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Fange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.

Donnerstag, J. April 1915

Bezugsp ce monatl. 75 f., viertel · jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mt. 2. viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Bi. Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, VBermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen.

seinem Herzen erinnert, 5e es eine lang verdeckte Saat war, die plötzlich ans Licht heraufwuchs. Wir dürfen es aus sprechen, daß uns die diplomatischen Schaffensjahre seit Bismarcks Rücktritt kein Ernteglück bereitet haben. Man braucht darüber mit dem Schicksal nicht zu hadern, denn was der deutschen Staatsmänner Kunst zu vollbringen nicht vorbehalten war, das hat des Voltes wachsendes Gedeihen in überreichem Maße wettgemacht. Durch das waltende Schicksal, mehr noch als durch die Absichten der Staatslenker nach Bismarck, sind uns manche Wege, die uns der Meister für die Zukunft gewiesen hatte, verschüttet worden. Der Draht nach Petersburg, dem Bismarck immer eine weise Sorgfalt widmete, ist zerrissen. Himmelhoch wuchsen die Ränge der Neider des jungen Reiches empor, und was der Dichter von deutscher Wesensart einst gesagt hat;schlecht gerät die List und Kunst das ging bei unseres ritterlichen Kaisers Friedenswillen in Erfüllung. Die Weltgeschichte ist nicht immer nur von einzelnen über⸗ ragenden Geistern gemacht worden; wir wollen das heutige Jahr als ein Weltgericht betrachten, das den englischen Stagtskrämern die Hälse brechen soll. Sie haben dieses große Kapitel angerührt, das zu ihrem Verderben und, hoffentlich, zu unserem Segen ausschlagen soll!

Schwere Aufgaben, auch auf dem Gebiete der Staats⸗ kunst, stehen Deutschland dabei bevor, und es ist der Wille des Volkes, daß unsere Führer Bismarcks Vermüchtnis sich gegenwärtig halten. Dabei wird nicht immer der Buchstabe maßgebend sein dürfen, denn der erste Kanzler hat man⸗ chen Satz geprägt, der nur für seine Zeit Geltung hatte; sehr häufig waren gelegentliche Aeußerungen auch nur zu bestimmten politischen Wirkungen von ihm ausgedacht. Aber Geist und Seele Bismaresscher Richtschrur zu finden, müs⸗

war, gemäß dem stolzen beutschen Weltberuf: starke, ge⸗ schlossene Einheit des deutschen Volksrums und mutige, ungebeugte Geltendmachung der deutschen Interessen nach außen. Nach dem siegreichen Einigungskrieg war Bismarck darauf bedacht, die Welt von den friedlichen Absichten des Reiches zu überzeugen; schon die feierliche Kaiserprokla⸗ mation enthielt stark wirkende Wendungen in diesem Sinne (. allzeit Mehrer des deutschen Reiches zu sein, nicht in kriegerischen Eroberungen, sondern in den Werken des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Bis⸗ marcks kraftvolles Wollen heute die Grenzpfähle seiner Ziele weiter stecken würde; wie er die Macht Preußens gestärkt hat, um Deutschlands Einheit zu erreichen, so würde er in diesen Zeiten auch nach Machtvergrößerungen des Reiches streben, um seinen Bestand gegen künftige Ge⸗ fahren sicherzustellen. In der amtlichen Aeußerung der Nordd. Allgem. Ztg. über Bismarcks 100. Geburtstag, die wir nachstehend wiedergeben, hat die Regierung eine Art Versprechen abgelegt, nach Bismarcks Weise zu steuern: Wir haben die Aufgabe geerbt, dieses Deut schen Reiches Stellung in der Mitte Europas zu stärken und durch solche Stärkung die europäische Frage im Sinne eines dauernden Friedens und einer gesicherten Freiheit und Selbstbestimmung seiner Völker zu lösen. Wie diese Aufgabe bei dem Friedensschluß gelöst werden soll, darüber weigert uns der heutige Reichskanzler mit Recht noch die Antwort.

Das deutsche Volk aber, bis in seine bescheidensten Glieder hinein, soll sich heute vorhalten, daß es für uns in diesen Stürmen weniger gilt, äußere Güter und neuen Besitz zu ergattern, als vielmehr die deutsche Innerlichkeit zu stärken und zu vervollkommnen. Aus dem urdeutschen Quell der Bismarckschen Persönlichkeit wollen wir heute den reinsten Erfrischungstrunk nehmen. An diesem von leidenschaftlichen Stürmen durchtobten Manne der Tat war jedes Hälmchen von eigenem Stoff. Aller Phrase, Scha⸗ blone und Pedanterie zuwider, besaß Bismarck die starken und die milden Gewalten zugleich, die den deutschen Kul⸗ turmenschen bilden. Vor den Menschen ein Riese, vor den uns verschlossenen Geheimnissen einer höheren Welt der tiefinnerlich Bescheidene und Andachtsvolle. Bismarcks Bild und Rat im Herzen, wollen wir der Lügenbrut der Feinde gewissensfreudig die Stirn bieten. Und Durch⸗ halten mit Bismarckscher Energie bis zum Siege!

Ein Erlaß des Kaisers. Berlin, 31. März.(WTB. Amtlich.) S. M. der Ka i⸗ ser erließ folgende allerhöchste HFabinettsordre: Ich beauftrage Sie, heute, an dem Tage, an dem vor hundert Jahren der verewigte Fürst Bismarck geboren wurde, an dessen Denkmal auf dem Königsplatze zu Berlin in Namen Meines

Heeres und Meiner Marine gemeinsam einen Kranz niederzulegen. Ich will dadurch deren unauslöschlichen Danke für die unsterblichen Verdienste des großen Kanzlers in der festen Zuversicht Ausdruck verleihen, daß der Allmächtige auch ferner und wider alle das Vaterland jetzt bedrohenden Feinde schir⸗ mend und schützend seine Hand halten wird über dem Lebenswerke des großen Kaisers und seines Getreuen, dem die heutige Feier gilt. Großes Hauptquartier, den 1. April 1915. (gez.) Wilhelm.

An den stell vertretenden Kriegsminister und den Stellvertreter des Staatssekretärs des Reichsmarine⸗Amts.

Berlin, 31. März.(WTB. Nichtamtl.) DieNordd. Allg. Ztg. schreibt zu Bismarcks 100. Geburtstag:

Wir feiern morgen den 100. Geburtstag Bismarcks, ein Kampf auf Leben und Tod tobt rings um das Deutsche Reich, das er un der Seite seines Königs und Kaisers schuf. Die halbe Welt ist aufgestanden, um es zu vernichten. Bismarck, der Recke und Heros im Gedächtnis seines da ren Vaterlandes, ein brutaler Gewaltmensch in der Karikatur des Auslandes, ist in i eine jener einzigen Erscheinungen der Weltgeschichte, die, weil sie wahrhaft groß sind, jede enge Formel überragen. iner unerschöpflichen Natur war die Kraft und unbändiges Wollen nicht minder gegeben, als die höchste Weisheit der Mäßigung. Durch beider Verbindung errang er seine höchsten Siege und ermöglichte das Werk, das wir heute in seinem Geiste sunter Einsetzung des letzten Bluttropfens verteidigen, befestigen und fortzuführen haben. Besser als durch Worte, deren Zeit noch nicht gekommen ist, ehren wir ihn durch die schweigende Er⸗ füllung der Aufgabe, die er uns hinterlassen hat. Deutsch⸗ land, das Land im Herzen Europas, auf das alle Bajonette zie⸗ len, das jahrhundertelang der Tummelplatz aller europäischen Kämpfe und Opfer fremder Machtgelüste war, ist mehr als einmal der völligen Vernichtung nahe gewesen. Es mußte tiefer als alle anderen Länder das europäische Leid empfinden und mehr, dieses Leid tragen. Durch den Aufstieg Preußens und die Grün⸗ dung des Reiches rang es sich unter der Führung der Hohen⸗ zollern endlich durch zu Freiheit und Selbstbestimmung. Die Welt war verteilt, die Lage des neuen Reiches inmitten frem⸗ der Machtgelüste gefährdet, die, bisher nur gewohnt, es als ein Objekt ihrer Herrschsucht zu behandeln, nun an seiner Eristenz eine Schranke fanden. Der erste Kanzler des neuen Reiches setzte alles daran, ihm durch Rüstungen und Bünd⸗ nisse einen langen Frieden zu sichern, auf daß es in Europa selbst erstarke und sich festige Dieser Friede und in ihm die sich frei entwickelnde Schaffenskraft des bis in set⸗ nen innersten Kern tüchtigen Volkes brachte der Nation einen Aufschwung sast ohne Beispiel. Gerade diese Entwicklung aber war es, die dem Reiche, unn weit über die Grenzen Europas und den Gesichtskreis seiner bis dahin kontinentalen Politik hinaus rings um die Welt mit den Werken seines Geistes und seiner Hände friedliche Eroberungen machte, und zu den alten europäischen Feindschaften neue Neider und Gegner schuf. Gegen deren Vereinigung hat es heute in dem Kampfe ohne glei⸗ chen seinen Bestand zu verteidigen, so zu verteidigen, daß er seinen Kindern und Enkeln als ringsum unantastbarer Besitz verbleibt, daß die Schranken wegfallen, die der mit dem alten Haß verbündete neue Neid seiner friedlichen Betätigung in der Welt entgegenstellen konnte. An diese Aufgabe wollen wir Deutsche, die wir von dem großen Mann Sinn für rauhe Wirklichkeit lern⸗ ten, unser Letztes setzen. Wir, die Epigonen dieses Mannes, der an der Seite seines Königs die deutsche Frage gelöst und dem zerrissenen Lande Frieden und Einheit gab, haben die Auf⸗ gabe geerbt, dieses Deutschen Reiches Stellung in der Mitte Europas zu stärken und durch solche Stärkung die europäische Frage im Sinne eines dauernden Friedens und einer gesicherten Freiheit und Selbstbestimmung seiner Völker zu lösen. Mögen die Minister der uns feindlichen Staaten in grenzenloser Unkennt⸗ nis des deutschen Wesens zu beweisen versuchen, daß ein deut⸗ scher Sieg die Unterdrückung und Vernichtung der großen wie klei⸗ nen Staaten bedeute: Wir, deren Reich nicht aufgebaut ist auf Knechtung und Vergewaltigung fremder Völker, wissen, daß allem fremden Uebelwollen zum Trotz wir es sind, die in Wahrheit für Europa und seine Freiheit kämpfen.

Berlin, 31. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die morgen, am 1. April stattfindende Jahrhundertfeier vor dem Bis⸗ marckdenkmal beim Reichstagsgebäude wird sich dem Ernst der Kriegszeit anpassen. Längere Festreden sind nicht in Aussicht ge⸗ nommen. Ein kurzer Wahrspruch des Reichskanzlers wird er⸗ wartet.

Hamburg, 31. März.(WTB. Nichtamtlich.) Zur Gedenk⸗ feier des hundertsten Geburtstages Bismarcks trafen heute mittag 12½ Uhr die Rektoren aller deutschen Universitäten, angetan mit ihren goldenen Ketten, auf dem Bahnhofe Friedrichsruh ein. In der Gruftkapelle angelangt, legte zunächst der Rektor der Universität Halle a. S. Professor Dr. Gutzmer ein gewaltiges Lorbeergewinde mit der Widmungs⸗ schriftOtto v. Bismarck zum Gedächtnis am Sarkophag nieder, worauf er eine Ansprache hielt. Gegen 11 Uhr vormittags waren etwa 20 Vertreter vom Kreisausschuß und Kreistag des Herzog⸗ tums Lauenburg unter Führung des Landrates Mathies in Friedrichsruh eingetroffen und begaben sich unter Führung des Sekretärs der Familie Bismarck zur Gruftkapelle, wo sie einen Lorbeerkranz niederlegten. Nachmittags um 4 Uhr erschien der Zentralausschuß des Hamburger Bürgervereins am Grabe des Altreichskanzlers, um dort eine erhebende Feier abzuhalten, die mit einer Rede des Hauptpastors D. Rode eingeleitet wurde. Heute abend von bis Uhr wurde das Hamburger Bismarck denkmal beleuchtet, wozu sich eine nach tausenden zählende Men⸗ schenmenge eingefunden hatte. Die Kapelle des Ersatz⸗Insanterie⸗ Regiments Nr. 76 spielte patriotische Lieder, die von dem Ge⸗ sange der vieltausendlöpfigen Menge begleitet wurden.

Konstantinopel, 31. März.(WTB. Nichtamtlich) Unter großer Beteiligung von Deutschen und Freunden Deutschlands fand heute vormittag auf dem Gelände der deutschen Schule die seier⸗ liche Anpflanzung der vom Botschafter v. Wangenheim ge⸗ stifteten Bismarckeiche statt. Der Feier wohnte der Bot⸗ schafter mit den Herren der Bolschaft, zabkreiche deutsche Offiziere, darunter General Liman und Admiral Souchon, bei.

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