daber sofort d das Feuer der Batterien vertrieben. Die Meldungen der englischen Presse über Kämpfe und er⸗ fiolgte Landungen der Verbündeten bei den Dardanellen ober bei der Sarosbucht sind freie Erfindungen. Konstantinopel, 28. März. WTB. Nichtamtlich Das Hauptquartier teilt mit: Heute früh bemerkten unsere Be⸗ obachtungsposten am Bosporus einige russische Kriegs schiffe, die aus sehr großer Entfernung einige Granaten gegen unsere Wachtschiffe abschossen und sich dann schnell entfernten. Von den anderen Kriegsschauplätzen ist nichts zu melden. 5 Konstantinopel, 28. März. WTB. Nichtamtlich Das (Hauptquartier teilt mit: Freitag abend versuchten Tor⸗ pedoboote und Minen suchschiffe des Feindes in die Dar⸗ 1 danellen einzudringen. Sie wurden aber durch das Feuer unserer Batterien zurückgetrieben. Berlin, 29. März. Dem Berliner„Lokalanzeiger“ wird aus den Dardanellen gemeldet. Der Sturm in den Meerengen hält angeblich schon den siebenten Tag an. Ein Teil der englisch⸗ französischen Flotte, die am 18. März, die Dardanellen schwer beschädigt verlassen hatte, fuhr nach Saloniki, um dort, wie seit Wochen, Verwundete auszuschiffen und Proviant einzunehmen. Jetzt hat, wie das„Berl. Tagebl.“ meldet, die griechische Re⸗ gierung die Wiederabfahrt binnen 24 Stunden gefordert, um ihre strenge Neutralität zu bekunden. Bukarest, 28. März.(WTB. Nichtamtlich. In einem vom „Adeverul“ veröffentlichten Interview hat sich Generalseld⸗ marschall v. d. Goltz-Pascha über die Lage in Konstantinopel und an den Dardanellen folgendermaßen geäußert: Die 1 itt durchaus ruhig. Der Sultan bewohnt, wie bisher, sein Schlo am Meere und denkt nicht daran, die Stadt zu verlassen. Die Zu⸗ persicht, die seit dem letzten Siege noch gestiegen ist, ist allgemeine Tatsache. Daß ich gerade jetzt von Konstantinopel abgereist bin, mog als Zeichen dafür gelten, daß keine Gesahr vorhanden ist. Die Türken waren überzeugt, daß der Angriff der Flotter der Alliierten mißlingen werde. Der Erfolg hat allerdings die Er⸗ wartungen übertroffen, denn er wurde von den schwächsten Be⸗ festigungen außerhalb des Minenfeldes errungen. Ein neuer An⸗ griff der alliierten Flotten ohne gleichzeitige Truppenlandungen ist unwahrscheinlich, aber auch für diese ist die Türkei vorbereitet, indem an den in Betracht kommenden Stellen eine große Armee bereitgehalten wird. Den Gerüchten über Munitionsmangel hielt v. d. Goltz entgegen, daß die Türkei nicht nur beträchtliche Mengen davon vorrätig habe, sondern daß sie auch selbst Munition erzeuge. Der Wunsch der Türkei nach einer Verbindung mit Europa habe seine Ursache darin, daß die türkische Waffenindustrie nicht so ent⸗ wickelt sei, wie die mitteleuropaische. Die Türkei könnte eine halbe Million Mann mehr ins Feld stellen, wenn die Aus rüstung mit Munition für diese sicher gestellt wäre. Uebrigens, sagte 5 2 d. Goltz, mag der Feind kommen und sich von dem, doas ach 5 sage, il
gegen die arc ve Sperre vorzugehen, wurden
Ein französischer Kreuzer gesunten?
Athen, 28. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Sonder⸗ berichterstatter der„Estia“ meldet aus Mudros, daß ein französischer Kreuzer am 22. März in der Nähe der
türkischen Forts von Dardanos vom Land austorpediert worden sei und in 1½ Minuten mit der gesamten Be⸗ satzung sank. Der Name des Kreuzers wird geheim ge⸗ halten.(Von türkischer Seite ist die Nachricht bisher un— bestätigt.
11 Lebhafte Tätigteit im Hasen von Malta. 8 Berlin, 29. März. Im Suez⸗Kanal herrscht nach dem„Berliner Lokalanzeiger“ Ruhe. Dagegen sieht man eine au lebhafte Tätigkeit im Hafen und in den Docks von Malta, min d vier französische Panzerschiffe, die in den Dardanellen beschädigt worden waren, repariert werden. Im Quarantänehafen liegen zwei englische Panzerschiffe ebenfalls in Reparatur und acht Torpedoboote, die leicht beschädigt sind. 5 Die Haltung Rumäniens.
2 London, 28. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau erfährt von dem nach London zurückgekehrten rumänischen Gesandten, daß Rumänien die frühere Hal⸗ tu ng beizubehalten gedenkt und entschlossen ist, ehr⸗ lich seine Pflichten zu erfüllen und seine nationalen Inter⸗ eessen zu schützen. Der Gesandte erklärte dabei, daß es dar über in Rumänien nur eine Meinung gäbe.
0 Der Seekrieg. Liondon, 28. März.(WTB Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des„Daily Chronicle“ aus Portsmouth erklärte die Admiralität, daß die„Delmira“ offenbar nicht ge⸗ sunken ist, da berichtet wird, daß sie bei St. Vaast Lahogue 95* ist und brennt. Der Wert des Schiffes wird mit 36000 Pfund Sterling angegeben. Der Kapitän erzählte, daß die„Delmira“ ein sehr schnelles Schiff war und daß er dem Unterseeboot hätte entwischen können, wenn nicht die Heizer, die aus Chinesen bestanden, als sie hörten, daß „ das Schiff von einem Unterseeboot verfolgt werde, die Kessel im Stich gelassen hätten und auf ilt wären. Dadurch verlor die„Delmira“ Dampf und— anhalten. Der Kapitän des Unterseebootes war sehr höflich und bot der Besatzung Wein an, der aber zurückgewiesen wurde. Das Unterseeboot schleppte die Rettungsboote der„Delmira“ eine Stunde lang gegen die englische Küste und ließ sie 8 als das Handelsschiff„Lizzie“ in Sicht kam, das ie Bemannung aufnahm.
Liverpool, 28. März.(WT. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet: Der Dampfer„Vosges“ wurde an der Küste von Cornwall durch Geschützfeuer zum Sin⸗ ken gebracht, wahrscheinlich von einem Unterseeboot. Der ererste Maschinist wurde getötet, drei Mann der Besatzung ernstlich verletzt. Die übrigen 30 Mann landeten bei New⸗ quay.
Hull, 28. März.(WTB. Nichtamtlich.) Als der Damp⸗ fer„Tyches“ der Wilsonlinie, von Bombay nach Hull un⸗ terwegs, sich am Sonntag den Downs näherte, wurde be⸗ obachtet, daß ein deutsches Unterseeboot auf den Dampfer lossteuerte. Der Kapitän gab Volldampf, trotzdem . 775 das Unterseeboot aber den Dampfer ein und schoß ein orpedo ab, das am Bug des Schiffes vorbeiging.
9 Die englischen Schiffs verluste.
Berlin, 29. März Ueber englische Schiffsverluste mel⸗ det die„Kölnische Zeitung“ aus Kristiania: Nach Lloyds Register sind bis zum 30. September 1914 durch Kriegs⸗ schiffe oder Minen verloren gegangen 84 Dampfer von zusfsammen 200396 Tonnen und zwei Segler von 484 Tonnen.
Eine englische Anleihe in Amerika? Kopenhagen, 27. März.(WTB Nichtamtlich.)„Na⸗ tionaltidende“ meldet aus New Nork,* and suche zur⸗ zeit eine Anleihe von 100 Millionen Dollar in Ame⸗ rika zur Bezahlung von Kriegsbedürfnissen aufzunehmen. Aus Indien.
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sammlung trat begeisterte Uebereinstimmung aller Mitglieder mit der Reichsregierung in der Frage der Fortsetzungdes Krie⸗ ges zutage. Es wurde einstimmig der Wunsch ausgesprochen, daß die Regierungsperiode des Lord Hardinge bis zum Ende des Krieges ausgedehnt werde Die finanzielle Starke Indiens rief Be⸗ friebigung hervor. Bei Schluß der Aussprache wies Lord Hardinge auf den trotz der großen Ansprüche gesunden Zustand der Finanzen bin, der das Land in die Lage versetzt, auch noch weitere Lasten auf sich zu nehmen. Ueber die Politik der Regierung bezüglich der Weizenausfuhr sagte Lord Hardinge, es werde wahrschein⸗ lich ein ungewöhnlich großer Ueberschuß für die Ausfuhr vorhanden sein. Die Ausfuhr würde erheblichen Nutzen bringen, der den acker⸗ bautreibenden Kreisen der Bevölkerung zugewendet werden solle. Ueber seinen jüngsten Besuch am persischen Golf erklärte der Vize⸗ könig, die Provinz Basra, die unter der türkischen Regierung gelitten habe, verspreche für die Zukunft außerordentlich viel. Die Bevölkerung sei spärlich. Die Stadt Basra könnte mit verhältnis⸗ mäßig geringen Ausgaben in einen Weizenausfuhrhasen für Meso⸗ potamien und Nordpersien verwandelt werden. Nur die Ufer des Schat⸗el⸗Arab seien bebaut. Die einfachste Bewässerung würde ge⸗ nügen, um weite Siedlungen anzulegen und das Land in ein Para⸗ dies zu verwandeln. Lord Hardinge fuhr fort: Mit tiefem Be⸗ dauern habe ich gehört, daß der Antrag, eine Adresse an den König zu senden, die sich gegen die Möglichleit eines Exekutiv⸗Councils in den vereinigten Provinzen ausspricht, vom Oberhause ange⸗ nommen worden ist. Da nichts über ein ähnliches Vorgehen im Unterhause bekannt ist, kann man annehmen, daß die Proklamation nicht vom ganzen Parlament verworfen worden ist. Es ist eine sehr ernste Sache, daß eine kleine Anzahl Peers, die sich vielleicht keine Vorstellung von dem Fortschritt in Indien macht, einen Vor⸗ schlag zu verwerfen vermochte, der dem Parlament von der indischen und der Reichsregierung mit völliger Billigung der öffentlichen Meinung unterbreitet wurde. Ich glaube, daß eine Abänderung des Gesetzentwurfs über dergleichen Möglichkeiten notwendig ist. Ich vertraue darauf, daß die Reichsregierung das anerkennen wird. Lord Hardinge sprach schließlich die Erwartung aus, daß die Be⸗ völkerung des Landes sich durch das Vorgehen des Oberhauses nicht entmutigen lassen werde. Er hoffe zuversichtlich, daß die vereinigten Provinzen trotz der vorübergehenden Niederlage bald Exekutiv⸗Councils haben würden.
China und Japan.
Berlin, 27. März.(Priv.⸗Tel.) Die„Voss. Ztg.“ mel⸗ det aus Kopenhagen: Einer Meldung der„Nowoje Wremja“ aus Peking zufolge forderte die japanische Gesandtschaft die japanischen Staats angehörigen auf, China zu verlassen.
Parlamentswahlen in Japan.
London, 28. März.(WT. Nichtamtl.) Die„Times“ melden aus Tokio: Am 26. d. M. fanden nach heftigem Kampfe die Wahlen statt. Nach einer Schätzung der Kon⸗ servativen erhielt die Regierung eine kleine Mehr⸗ heit. Man glaubt, daß die Regierung imstande sein wird, vor dem Zusammentritt des Parlaments im Mai eine Ar- beitsmajorität zu bekommen.
e dem Reiche.
Herabsetzung der Mehlpreise durch die Kriegs⸗ getreidegesellschaft.
Berlin, 27. März. WTB. Nichtamtlich.) Der Aufsichtsrat der Kriegsgetreidegesellschaft beschloß in der heutigen Sitzung, daß von dem Zeitpunkt der geregelten Verteilung der Mehlbestände nach dem teilungsplan der Reichsverteilungsstelle, d. h. ab 1. April 1915 die Preise für Mehl allgemein herabgesetzt werden. Die Preise passen sich allgemein der Abstufung der Getreidepreise in den Höchstpreisbezirken nach dem Höchstpreisgesetz vom 4. Aug. 1914 und der Bekanntmachung des Bundesrates über Höchstpreise vom 28. Oktober 1914 an, doch sind im ganzen nur zehn Preis⸗ bezirke gebildet worden. Der niedrigste Preis für Roggenmehl stellt sich auf 35 Mk. einschließlich Sack und Fracht, der höchste Preis im zehnten Preisbezirk auf 38 Mk. Die Preise für Weizenmehl bewegen sich zwischen 40,75 Mk. und 43,75 Mk. Der mittlere Preis für Roggenschrot wird ab 1. April 32,50 Mk. sein. Die Preise bedeuten eine erhebliche Herabsetzung gegenüber den letzten Mehlpreisen im freien Handel.
Bismarcks Geburtstag und die Kirche. Berlin, 29. März. Zur Jahrhundertfeier von Bis⸗ mards Geburtstag hat der Evangelische Oberkirchenrat einen Erlaß herausgegeben, in dem es heißt: In dieser gewaltigen und ernsten Zeit, in welcher das deutsche Volk mit heißem Danke des Segens und des Kräftezuwachses gedenke, die ihm durch die Be⸗ ndung des Deutschen Reiches und die feste Vereinigung seiner tämme zu einem unerschütterlichen starken und aufstrebenden Volkstum zuteil geworden seien, mache sich auch in den Kreisen unserer Geistlichkeit der Wunsch geltend, des mit der Gründung des Reiches unlöslich verbundenen großen ersten Kanzlers in den Gottesdiensten unserer Landeskirche zu gedenken. Eine kirchliche Feier vertrage sich nicht mit dem Charakter der stillen Woche. Es bleibt den Geistlichen überlassen, über den Zeitpunkt der Feier nach ihrem Ermessen und nach dem Wunsch ihrer Gemeinden zu befinden. 7
6. ständiger Reichstagsausschuß für Handel und Gewerbe. Als Vertreter der wirtschaftlichen Vereinigung ist der Abgeordnete Dr. Werner dem genannten ständigen Aus⸗ schuß beigetreten. 5
——— 2— p Aus Stadt und Cand. Gießen, 29. März 1915. Karwoche.
Mitten in den Lärm der Zeit hinein sind feierlich und mild die Glocken des Palmsonntags erklungen. Vor die Augen der sinnenden Seele ist die Gestalt des Heilands getreten, der in den letzten Tagen seines Erden⸗ wallens, umbraust von Hosianna⸗-Rufen, in Zion einzog über die grünen Palmwedel, die die Menge auf seinen Pfad gestreut hatte. Aber in die Huldigung der Menge klangen damals schon das Zischen des Hasses und die Todesklage, und die sieghafte Sonne wurde verdunkelt von den Schat⸗ ten, die von der Schädelstätte her die Welt umdelstern sollten. Eine zwiespältige Stimmung liegt über dem Palmsonntag der Kirche. Das Hohelied des Triumphes führt in die dunkeln Tage der Karwoche.
In den meisten Gegenden Deutschlands ist der Palm⸗ sonntag der hauptsächlichste und eigentliche Tag der Ein⸗ segnung. Zwiespältig ist auch die Stimmung dieses Tages. In die Freude, daß nun ein Abschnitt des Lebens erreicht ist, mischt sich das verhaltene Weh der kommenden Trennung vom Elternhause, denn die Hand, die dem Kinde am Palm⸗ sonntag segnend auf dem Haupte ruhte, wird manchem bald zum Abschiedsgruß gereicht werden. Manch eines muß hinaus in die heimatferne Fremde. Wohl dem, das im Elternhaus den Begriff des Heimsegens und der Heim⸗ freude kennen lernte. Ihm wird aus dem Worte Heimat immer ein lieber Mutterruf entgegenklingen, bis die Augen trübe werden. Wer den Halt der Heimat nicht hat, der wird vor allen anderen ein Spiel der Lebenswellen. Wie hat das
Delhi, 28. n Nichtamtlich) Meldung des R
terschen Bureaus. In
g der gesetzgebenden 9
Ver⸗ alte Volkslied recht, wenn es singt, daß es auf der ganzen
9
. Erde keinen schöneren teuern Vaterland.
Karwoche und Heimsegen! Noch andere Gedanken wecken die beiden Worte, wenn man sie im Sinne des großen Völkerringens betrachtet. Die Leiden und die Trauer der vorösterlichen Tage und die Opfer des Schlachtfeldes haben für uns den gleichen Sinn; beide haben ein Ziel: die Kar⸗ woche führte vor Jahrhunderten durch Not und Tod zu Auferstehung und Heimat für alle, die der Erlösung be⸗ durften, und die finstere Zeit des Krieges wird uns, so hoffen wir alle zuversichtlich, Läuterung und Sicherung der Heimat auf Erden bringen.
Das Osterfest der Kirche ist nicht mehr fern; möge es mit dem vaterländischen Osterfest ähnlich sein.
*
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 75
Landwehrmann Ludw. Ph. ODosmann, Inf. digt. 168, aus Leun.— Lt. d. Res. Dr. jur. Otto Küchler, Feld- AUrt.-Rgt. 25, aus Darmistadt.— Musk. Derm. Dietermann, Ins.⸗Ngt. 222, aus Berg-Ebersbach.— Gefr. d. Res. Pb. Schmidt, Inf.-⸗Agt. 115, aus Darmstadt.— Hornist Ger. Fridolin Gustab Treusch, Inf.-Agt. 115, aus Darmstadt.
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* Volkswirtschaftliche Merkblätter. In der Merkblätterfolge des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung ist das zweite Blatt soeben erschienen. Es gibt in gedrängter Form ein durchschlagendes Material an die Hand, im Volke die Einsicht zu verbreiten, daß das Gebot des Krieges dem Verbrauch von Ostereiern und dem Kuchenbacken zu Konfirmation und Kommunion ent⸗ dene et. Die Merblätter stehen allen tätigen Mitarbei⸗ tern kostenlos bei der Geschäftsstelle des Rhein- Maini⸗ schen Verbandes für Volksbildung, Frankfurt a. M., Pauls⸗ platz 10, Fernsprecher Hansa 5303, zur Verfügung. Die Geschäftsstelle bittet alle Persönlichkeiten, die zur tätigen Mitarbeit bereit sind, sich mit ihr in Verbindung zu setzen.
* Vaterländischer Abend. Die Abrecznung über die Einnahmen und Ausgaben des von hiesigen Gesang⸗ vereinen am 7. Februar d. J. veranstalteten„Vaterlän⸗ dischen Abends“ konnte verschiedener Umstände halber erst jetzt abgeschlossen werden. Sie ergab den hübschen Ueber⸗ schuß von 763 Mk., der dem Herrn Oberbürgermeister für die Sammlung zur Unterstützung der durch den 8
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ihre Habe gebrachten O stpreußen übergeben naurde. denen, die sich selbstlos in den Dienst dieses schösen Zweckes gestellt haben, sei auch an dieser Stelle herzlichst gedankt. * Kanalisation. Die Fortführung unserer Kanali⸗ sation in der Frankfurter Straße ist jetzt beendet. Die Ent⸗ wässerung ist durch den vor Jahren angelegten Tunnel un⸗ ter dem Bahnkörper an der Margareten Hülte geleitet. Durch die Fortführung des Sils ist für eine Anzahl Unternehmer Arbeit geschaffen, denn jetzt schon werden einige Haus⸗ anschlüsse an der neuen Kanalstrecke vorgenommen. Wir hören, daß auch die Beamtenwohnhäuser der Eisen⸗ 8 sämtlich an die Kaualisation Anschluß er⸗ ten. 5 Stadttheater. Nach dem ehrlichen starken Erfolge, den Direktor Steingoetters Bismarckfestspiel abend er⸗ rungen hat, ist auf vielseitigen Wunsch für Mittwoch, den 31. März, nachmittags 4 Uhr, eine Wiederholung desselben angesetzt worden. Die Preise zu dieser Volks⸗ und ES Aer el⸗
lung betragen durchweg 25 Pig. für den Platz, mit Ausnahme
der Logen, die 50 Pfg. kosten. Es ist auf diese Weise auch denen, die für die offizielle Bismarckfeier am Mittwoch abend keine Plätze mehr erhalten konnten, nochmals Gelegenheit geboten, sich an einer Bismar igung zu beteiligen.
* Bankverkehr am Karsamstag. Die Mittel⸗ deutsche Creditbank und die Bank für Handel und Industrie halten am Samstag vor Ostern ihre gesamten Geschäft räume geschlossen. 5 g
** Verbot der Versendung von Osterkarten und Pfingstkarten. In gleicher Weise, wie die Versen⸗ dung von Neujahrsglückwunschkarten wird den Angehörigen des Heeres auch die Versendung von Oster- und Pfingst⸗ Glückwunschkarten untersagt.
* Frühjahrskontrollversammlungen. Die Bekanntmachung des Bezirkskommandos Gießen über die Frühjahrskontrollversammlungen 1915 empfehlen wir der Beachtung der in Betracht kommenden Kreise.
Landkreis Gießen.
m. Lollar, 28. März. Gestern abend fand an der Kirche bei Kirchberg die bereits am Tage vorher angekündigte Gedenk⸗ feier zum 100 jährigen Geburtstage unseres ersten Reichskanz⸗ lers, des Fürsten Bismarck, statt. Die Jugendwehren, die oberen Schulklassen und eine zahlreiche Menschenmenge aus den Orten des Kirchspiels Kirchberg hatten sich hierzu eingefunden. Die Feier wurde eingeleitet durch den gemeinschaftlichen Gesang des Liedes„O Deutschland, hoch in Ehren“, das von Herrn Lehrer Seipp⸗ ingen auf Trompete begleitet wurde Hierauf sprach Lehrer Seipp über:„Bismarck und seine Zeit“. Ausgehend von der Uneinigkeit Deutschlands, die den Zerfall und die Zer⸗ stückelung des Reiches herbeiführte, seierte der Redner unseren Bismarck als den Neubegründer und Errichter unseres geeinten Vaterlandes. Herr Dekan Gußmann⸗ Kirchberg hielt eine wei⸗ tere kurze kernige Ansprache. Der des Liedes„Deutschland, Deutschland über alles“ folgte Den Schluß der Feier bildete der militärische Zapfenstreich, der von den Spielleuten der Jugend⸗ wehr⸗Lollar ausgeführt wurde. Hierauf ertönte in die stille
2 Kommando„Hut ab zum Gebet“ und Herr Lehrer Seipp trug das Lied„Ich bete an die der
digen, dem Tage entsprechenden— Anschließend an die Feier fand eine Nachtübung 5 statt. Die
Gefechtslage war folgende:„Der Feind
ihn am Tage vorher verlustreichen Dogg über die Lahn in der Richtung nach Gießen 1. 1 feindliche Kräfte hatten sich jedoch auf dem Höhenzug Stausenberg-Kirchberg festge⸗ setzt, die zurückzutreiben waren. Angreifer waren die Jungmann⸗ schaften von Lollar, Mainzlar, Daubringen und Rut⸗ tershausen. Die Jungwehr von Staufenberg und Mit⸗ glieder des Kriegervereins Lo lar markierten den Feind.
Das hügelige Gelände ltete den Anmarsch und die Entwick⸗ lung des Gefechts äußerst reizwoll. Die Jungmannschaften zeigten troz ihrer kurzen Ausbisdung anerkennenswerte Leistungen in Marschsicherungen, Pa len⸗ und Meldedienst, sowie in der Geländeausnũ Vorgehen. Kurz nach 12 Uhr war die 5 beendet. abgehaltener Kritik traten die Jungmann⸗
den Heimmarsch an. 5 -n. Reiskirchen, 27. März. Lehrer Heinrich Feudner
von hier ist im Kreiskrankenhaus zu Tilsit seiner am 7. Jebruar
ds. Is. erhaltenen schweren Verwundung erlegen.
d. Hungen, 29. März. Samstag morgen versammelten sich im großen Saale der„Traube“ die Schüler der höheren Bürgerschule und der Volksschule zur gemeinsamen Bis marcks⸗ se ier. Kirchenrat Hainer hielt eine kernige Ansprache und schilderte den großen Deutschen als den Baumeister des deutschen
Reiches. Verschiedene Gesänge der beiden Oberklaßen und der Vortrag schöner vaterländischer Gedichte trugen sehr zur Ver⸗
schönerung der Feier bei. Prinzessin ber mann von Braun-
sels wohnte der Feier bei und stistete jeder Schulklasse ein ichs unes 7 1 8 1
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