Ausgabe 
(26.3.1915) 72. Erstes Blatt
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Ur. 72 Erstes Blatt 05. Jahrgang Freitag, 26. März 191

Der Sleßzener ei e exsche int kalle, 2 er 8 Sonntags. Beilagen: bviermal wöchentlich Gießener Famillendlätter; 8 wöchentl. Kreis⸗ a latt für den Kreis Setzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feltfragen f

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VG General-Anzeiger für Gberhessen e

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ret verlag der Brühl schen Univ. Buch und steindruderel R. gange. Schristleitung, Geschästsstelle u. Drugerel: Schulstr. 2. Bec, fäl n Gießen.

Ein Dankerlaß des Nalsers. Einzelheiten über den ru sischen . CEinbruch in Memel.

Ar) Sroßes Hauptquartier, 25. März.] daß die deutschen Kreuzer von b See her so wirksam] Ein gleicher Raubzug scheint gegen Tilsit geplant gewesen zu

Amtlich.) 5 haben eingreifen können; Polangen liegt etwa 12 Kilo⸗ sein. Der russische Kommandant fragte den Oberbürgermeister am Westlicher Kriegsschauplatz. meter nördlich von Memel, da, der deutsch⸗xussische Freitag abend, wie es in Tilsit aussähe, und war sehr erstaunt zu Abgesehen bon unbedeutenden Gefechten auf den Maas⸗Grenzpfahl unmittelbar an der Ostsee steht. Man darf hören, daß diese Stadt sich in den Händen der Deutschen befinde.

höhen südöstlich von Verdun und am Hartmannsweiler⸗ wohl annehmen, daß das russische Nest heute so ziemlich 17 0 7 a säuberten, befand kopf. die noch ern, fanden nur Artillerie- dem Erdboden gleich gemacht ist. Bemerkenswerte Zeug⸗ sic 8 2 n 3 kämpfe statt. nisse über die Zustände im russischen Heere sind auch die] de) der Ünaste 3 13 Oestlicher Kriegsschauplatz. heute durch das Wolff⸗Bareau veröffentlichten Bruchstücke] him von Ureuß en. Er wurde überall, wo er erkan e 270 5 3 1 175 e in die Hachen Armeebefehlen, die den deutschen Truppen f wurde, von der Bevölkerung freudig begrüßt. sowie bei Je norozek nordöstlich von Prasz ny 3 wur⸗in die Hände fielen. Es verdient, unterstrichen zu werden, 5 den ahae schlagen. daß der russische Höchstkommandierende, Großfürst Nikolai, Aus erbeuteten rufsischen Papieren Oberste Heeresleitung. 5 5 2 7 ist, 7 den Befehl erteilt hat, Deutsche veröffentlicht das Wolff⸗Bureau folgende Auszüge: ohne Untersuchung zu hängen, auf den bloßen Verdacht Der Oberbefehlshaber gibt bekannt, daß di Familienangehöri⸗ 1 Ein Dankerlaß des Kaisers. hin, daß sie Lichtsignale gegeben haben könnten. Man kann gen der unverwundeten een keine Unkerstütung erhalten. Bertin, 25. März.(WDB Nichtamtlich.) Der Reichs⸗ sich denken, was ein solcher Befehl bei der notorischen russi⸗ 5 gez. General Oranowsky. und Staats-Anze iger veröffentlicht folgenden, an den schen Roheit für Folgen hat! Dies ist allen bekannt zu geben. 4 tert Oo Reichskanzler gerichteten Erlaß:. der 29 A* 0 0

r. In ganz kurzer Zeit sind bei der 29. J.⸗D. allein 70 Fälle In dem alle Erwartungen übertreffenden, in der Finanz⸗ von Typhuserkrankungen vorgekommen.

3 5 geschichte aller Zeiten beispiellosen Ergebnis der Zeichnungen f ch i ch j 9 gez. General Rosenschild. auf die zweite erisesantetbe sehe der ru sische Einbru in Memel. Safe eßgestellt norden daß die Gemeinen ihre Werne des u jedem Opfer und jeder Leistung entschlos⸗ Großes Hauptquartier, 25. März.(WB. Anttlich) e ee e in ei e senen Siegeswillens und der gottvertrauenden Sieges⸗[ Ueber die Vorgänge bei Memel ist folgendes festgestellt haben in dieser Hinsicht besonders darauf zu achten. Die Schul⸗ zuversicht des deutschen Volkes. Mein kaiserlicher Danks worden: 3 digen werden 5 1 3

ilt di Erf ei Vie di 1 Am Donnerstag, den 18. März, rückten die Russen, gleich⸗ en. Der gcder werden Versprengte hinter der Front ange⸗ 3 625 e. iti van Narben und Osten Bmanenb, f e Oberbefehlshaber macht bekannt, daß dis Komman⸗

mehreren Kolonnen dierenden Generale und E kommandeure' f 1 5 4 F r 8 1 0 solange 1 dieser Sieg der Daheimgebliebenen mit Freude und gegen Memel vor. Es waren sieben Reichswehr ⸗Batail⸗ Aus zeichnungen. 4 bis sie nicht an en Stolz, in solcher Zeit der erste Diener einer solchen i

itzen, einige Reichswehr⸗ Weise dagegen einschreiten. Nat ivn zu sein. Ich ersuche Sie, diesen Erlaß zur öffentlichenein Bataillon Der Oberbefehlshaber gibt bekannt, daß in den von uns be⸗ Kenutuis zu bringen.

5 setzten Gebieten in Ostpreußen keinerlei Sachen der Einwohner ppen aus Riga 5 den bürf Bel 5 l Grußes Hauntanartier, 24. März 1915. f und Liban im ganzen 6000 bis 100 0 erheben N 2 gez. Wilhelm I. R. unterlegene deutsche Landstirrm zog sich von der **

zum Heizen usw. bemnitzt 90% Mann Der lich Kohlen Holz, die rei * Gvenze auf Memel Es ist anzimehmen, daß De Tentheiten von den * Sta* 3 5 f 3 2 8 1 urde. 5 de ul zur i hrun ckgehen zuführen, daß unsere Leute Eßw b. von den Die wenigen Worte, in denen der Katser sich an das Haff umd die Nee 2 5 Gefangenen, Verwurrdeten und toten Deulschei men Es deutsche Volk gewendet hat, werden den een Wider⸗ die Russen sengten an den Vornnmschstrußen vom Nemmersatt ie dongskene verboten, dentsche Umisormstücke zu tragen, ebene hall in den Reihen deutschen Kämpfenden finden, und Naugallen zahlreiche Gebäude nieder, vor allem Scheunen. irgendwelche Eßwaren von den Gefangenen und Verwundeten zu

D. 55 Reiche, wie draußen auf dem Felde der Gefahr. Im ganzen wurden 15 Ortschaften schwer geschä⸗ nehmen. 5 sky f Dieses Stimmungsmerkmal des Kaisers muß die wenigen digt. Eine erhepliche Anzahl von Landeseinwohnern, auch Frunen 5, General Oranomsip. 5 Zagenden. die sich unter unferem Volke befinden mögen, und Kinder. mmden nach Rußland fortgeschleppt, eine u ishaber will über folgende Fälle fofort Mel⸗

mit neuem Mute und neuer Zuversicht beleben, denn des Anzahl Einwohner erschlagen. Ann Abend des 18 i f 5 ü ie i. 7. 5. 0 zogen die Russen Selbstverstümmelungen, die in den Lazaretten festgestellt wer⸗ * E Fluten schwerster und in Memel ein. Die Truppen wurden hauptsüchlich in den Kaser⸗ den, überhaupt über jegliche Fälle, in denen angenommen wird,

en heute umdrängen, schrei⸗ daß die Betreffenden Versuche machen, sich dem Frontdienst zu ent⸗ Jarl dig auf der Schlachtendahn weiter, die stegreiche nen urtergehracht ö 2., kiehen. Zukunft im Auge und die Treue seines 8 Am Freitag abend erschien der rüssische Kommandant im Rat- gez. General Siewers.

im Herzen. Der Siegeswille aller Deutschen, der sich inforderte den Oberbürgermeister und später noch drei Oberst Swezizki, Hauptmann Sosiedow, Kurmin, Alexan⸗ 125 glänzenden Ergebnis der zweiten deutschen Kriegs⸗ weitere Bürger als Geisel n und ließ sie in die Kasernen, drow und Albow, der Oberleutnant Jitowsky, die sich sait sechs anleihe* hat, hat uns min wiederum die Gewißheit] die von den Russen bereits in ei unglaublichen Zustand versett Wochen krank gemeldet haben, und von denen gar keine Nachrich⸗ gebracht, daß auch auf dem Throne ein starker Kämpfer werd

1 ee 3 ohne Wanken seinem hohen Amte dernde Trupps russischer Soldaten herum, verhafteten Einwohner, 8 g gez. General Bulgalow. obliegt. Heute, wie beim Kriegsbeginn, spüren wir überall drangen in die Häuser ein, zerschlugen die Fensterscheiben, plün⸗ Da in meinem Korps im Laufe des Dezember die Typhus⸗ Saunen les deihee Beigefe, der s 3 derten und raubten Lebensmittelgeschäfte z wei begeht dam 24, Oiicber Har weise ich nochmals auf den Korps⸗ 1 erufes. ichte Dan 75 8 5 1 ehl vom Oktober hin.

erlaß des Kaisers, der an die Heldentage Friedrichs des Uhrmacherläden und einen Juwelierladen voll- 5 gez. General Bulgakow. Großen erinnert, wird in allen Zeiten ein leuchtendes ständig aus. In drei Fällen sind Vergewaltigungen weiblicher Der Stab der Armee setzt eine Prämie von 100 Rubeln für Blatt im Buche der Geschichte sein und ehr bedeuten als] Personen bisher festgestellt worden. Brände aus Haus zerstörungen jeden 2 A cen fest. Es ist gleich, auf welche Art er Liege nm Sign if nher aint der erstd Napoleon seine babe sic ou alloenzhen nic signs, u. Nachricht, daß sich in unsere Hände fällt Wieger zum Siege führte Vertrauen en aten, vulitcher Pabel an den düssscheitungen beteiligte, hat sich nicht Befehl des Generals Nu gk 8 2 le 8 g 7 1 bestätigt. Der russische Kommandant, dem das wllste Treiben seiner 105 1 15* dun Neuß Bauern, die 115 dem

. ren Ziele in Leut N heuerlich schien, 7 1 rechten Weichselufer wohnen, den deutschen Truppen Lichtsig⸗

gefaßt hat, die den Opfern und der entfalteten Macht bes 7 55 3 1 die Ae ne 115 geben. 5 Höchstkommandierende(Großfürst Nikolai) ord⸗ Deutschen Reiches voll entsprechen! Heute heißt es, auch Fri K schließ; net an, solche Leute ohne Untersuchung an Ort und Stelle zu

der Reichs lan zier 3 ib dem Gebets lich die Kasernentore schließen ließ. 5 5 hängen. Sämtliche deutschen Bauern aus der Weichselgegend sind des eisernen Kanzlers, bei der Verlier Feier vor Ste; ulgschn nr die Stade selost bis auf Pa- zu entfernen. O 8 Reichstag seine Stimme erheben. Mag auch dort werben. die deuter, ven russischen Saten. En Sanstgg abend zogen i Dare hin, daß cn

l 7 5 g 8 Der Oberbefehlshaber weist nochmals darauf hin, daß auf pein⸗ lanhtrrden fle aupaleig, werden, daß wir unter allen die eren ag Pr enzene verbrengte Truhe ten in Mener sichste Verbindung f 5 5 4 8 E zwischen den einzelnen Verbänden geachtet wer⸗ Umständen siegen und uns durchsetzen wollen! Schon zurück. Diefe wollten bereits ihre Gewehre auf dem Rathause ab⸗ den muß. Die Nachlassigkeit in deeser Hinsicht ist en 8 and d. einzelne große englische Blätter ein, daß Deutsch⸗ liefern, als am Sonntag nachmittag von neuem starke russischef gangen daß sich vor kurzem folgender Vorfall ereignete: a ie größten Erfolge sich erstritten habe. So erklärt] Kräfte von Norden her in die Stadt einrückten. Sie stießen in 2 Verbände, die den Gegner angreifen mußten, griffen sich ingpost: Memel bereits auf deutsche Patrouillen denen stärkere deutsche ee 8. 1 un andi 2 3 8 5 ten. 9 1 Ushaber ang daß nun endlich für ee e 8 5 e. 1 her 7 In 8 eee eee eu e 5 a ien* dafür aufzuhalten, und unser ei kleines K har gen 5 0 cillon l aum vom satzreserve⸗Regiment erantwor ich. leser uerliche Vorfall ereignete sich beim furchtbar gelitten, aus Mangel an Mannschasten 7 Königsberg bejonders auszeichmete, warfen sie die Russen II. sib. A. ⸗K. 1 55 Alrtigerte All dies ist wahr, und wenn wir an den Sin aus Memel beraus. Bei dem heftigen Straßenkampfe 4, Aus eingelaufenen Meldungen ersehe ich, daß einige Truppen⸗ der Verbündeten glauben, so ist es, weil wir glauben, daß sie unter verloren die Russen etwa 150 Tote. Unsere Ver⸗ nngulfiste 15 eee N r malen und fenen nate dl ln de waren gering. We durücgeben riffen die Russen im Stellungskrieg beun län de, Penerel Oranowskh, b Herrichast de talen und serbstfücheigen 755 ihre nachkommenden Ver stärkungen in die Flucht 888 Stellungskrieg beim längeren Verweilen in denselben

5 5 8 5 8 gen werden die vordersten Truppen durch die dahinter⸗ land abfinden. Auch glauben 77 2 daß mit. Die Geiseln waren bei dem Herannahen unserer Truppen liegenden Reserven abgelöst. Dabei dürfen die Truppen in vor⸗

wenn gut an⸗ gewendet, schließlich über die Macht zu Lande siegen muß, dank] unter Bedeckung nordwärts abgefahren. Bei dem Königswäldchen derster Linie niemals ihre Stellungen verlasser icht Res 1..* mund, 8 L. 0* 3 2 9 assen ehe nicht Reser⸗ N. bed be ngen 5 705 blieb der Wagen stecken. Die Begleitmannschaften flüchteten. Die den dort eingetroffen sind. In einer der Armeen ereignete sich in 8 teh! und daß es in bieser eine Sie verhafteten Bürger suchten nach Memel zurückzulommen. Hierbei dieser Hinsicht ein trauriger Vorfall. Ein Truppenteil war zurück⸗ ossenheit.

3 5 l 8 a en, s Eintreffen der Rese f. beit gibt. Es bleibt mur die Hoffnung und Entschlo fiel der Bürgermeister Pockels zu Boden und wurde lie⸗ Veulschen, bird 5 8 ee Deutschland wird seine Kräfte steigern und schließlich gend von flüchtenden rufsischen Soldaten durch Ba⸗ teten dabei durch Flankenfeuer die danebenliegende, vorgeschv⸗ auch 5 Zahl seiner Feinde Herr werben. Une[ionettstiche schwer verletzt. 5 e e 1 Sach zugleich, ut die 5 verza egeistert 4 1 5 8 f 3 ene mpagnie keinerlei Sicherung ausgestellt hatte. Nochmals 2 5 Ae e he L seine Führer an die 55 0 4 1 2 8 weist der Oberbefehlshaber auf Verbindung* uten bin. 8 5 g 5 a. energi olgt. onders beim Durch⸗ gez. General Siewers. Was uns die oberste Heeresleitung heute über den Ein⸗ mar sch durch Polangen erlitten sie durch das Ge⸗ Vor kurzem ist es vorgekommen, daß der amerikanische Militär⸗

bruch russischer Horden in den nördlichen Teil Ostpreußens schütz fe ie si f mi i ikani ichterst i

5 9 3 2 2. ner unserer Kreuzer, die sich an der Verfol⸗]attachs mit einigen amerikanischen Berichterstattern bei einer der gesagt hat, erfüllt uns zwar mit Entrüstung über die gung beteiligten, schwere Verluste* 1 5 6 aden war. Der Oberbefehlshaber weist nochmals darauf hin, Roheit und Unkultur der russischen Eindringlinge, aber f 1 5 2885 5 daß dieses ohne besondere Genehmigung strengstens verboten ist zugleich auch mit Stolz und Freude über die unwidersteh⸗[angene, drei Geschütze, drei Maschinengewehre gez. General Oranowsky. liche Wucht, mit der das Gesindel über die Grenze geblasen und Munitio ns wagen in unsere Hand. Aus dem Tagebuch des russischen Infanterie-Regiments f worden ist. Die blutigen Verluste der Russen, iel Die russische Unternehmung gegen Memel kennzeichnet sich als 18 14 Kompagnie: Am. November rückten wir aus schwerer als die deutschen sind, werden ihnen ein heilsamer] ein Raubzug, bei dem es von vorne herein weniger auf einen Gab eus. Ats wir bructleder Tladt gingen. ah man nur breu⸗

Denkzettel sein. Besondere Genugtuung bereitet es uns, I militärischen Erfolg, als auf Beute und Verwüstung ankam. 1575 ee Verwitngen darch.

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