Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 1. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vperlautbart: 17. März mittags. In Russisch⸗Polen und Westgalizien wurden auch gestern vereinzelte An⸗ griffe des Feindes abgewiesen.
An der Karpathenfront keine wesentlichen Ereignisse. In 3 der Gegend Wyszkow versuchten feindliche Abteilungen 3 durch wiederholte Vorstöße während der Nacht die von un⸗ 1 seren Truppen genommenen Stellungen zurückzugewinnen. . Die Angriffe scheiterten durchweg. e 5„Südlich des Dnjesti wird stellenweise gekämpft. Die Situation hat sich nicht verändert. Ein Vorstoß feindlicher Infanterie auf das südliche Pruth⸗ Ufer östlich Czerno⸗ witz wurde in unserem Feuer bald zum Scheitern gebracht.
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9 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: f v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
9 Der türkische Kammerpräsident in Budapest.
1 Budapest, 17. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der tür⸗
kische Kammerpräsident Halil Bey ist gestern nachmittag hier eingetroffen. Er wurde am Bahnhof von dem türkischen Generalkonsul Achmed Hikmet Bey empfangen. Halil Bey begibt sich am Nachmittag nach Wien und von dort nach Berlin. Halil Bey empfing einen Mitarbeiter des„Az Est“. Er äußerte sich dabei über aktuelle Fragen und sagte: .„Die Belagerung der Dardanellen läßt uns in Kon⸗ ssiantinopel und die Türkei kalt, Wenn die feindliche Flotte nach 25 tägiger harter Belagerung nicht den geringsten Erfolg erreichte, so ist dies ein genügender Beweis, daß die oberste Leitung und die Verteidigung ausgezeichnet sind und die Belagerung endgültig er⸗ folglos bleiben wird Ueber die Landkämpfe des türkischen 3 sagte Halil Bey: Die Armeen stehen jetzt etwa um Sary⸗ amisch. Die Kaukasuskämpfe haben viel an Intensität verloren, weil dauernder S chneefall die Bewegungen hinderte 5 und unser weiteres Vordringen unmöglich macht. Ueber die deut⸗ schen Offiziere befragt, sagte Halil Bey: Die Deutschen arbeiten ausgezeichnet Wir bewundern ihr reiches Wissen und ihre große Gewissenhaftigkeit. Ferner äußerte er sich: Für eine Brotmenge von ¾ Kilogramm zahlen wir 30 Centimes. Das gesellschaftliche 29 Leben ist unverändert. Ich bin der felsenfesten Ueberzeugung, daß wir schließlich siegen. Halil drückte schließlich den Verbündeten fseinen Dank für die Unterstützung des Roten Halbmondes aus.
0 Die Verteidigung der Dardanellen.
3 Konstantinopel, 17. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier teilt unterm 16. mit: Heute wurde nichts gegen die Meerengen unternommen. Den Eingang bewachten einige feindliche Schiffe. 5 - Paris, 17. März.(WDB Nichtamtlich.)„Echo de Paris“ meldet aus Athen: Ein englischer Minensucher stieß auf eine Mine, die er auffischen wollte. Die Mine explodierte, das Schiff sank. Mehrere Mann der Besatzung wurden getötet, die anderen ertranken. Die türkischen Kanonen zerstörten die N 25 5 einer Kanone des„ Amethyst“. Die Schiffswandung 5 wu an
der Wasserlinie von fünf Granaten durchschlagen.
VBorpostengefechte im Kaukasus.
8 Petersburg, 17. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Generalstab der Kaukasusarmee meldet: Am 14. März fan⸗ den an der Front vereinzelte Vorposten gefechte statt. Unsere Truppen übten auf die türtische Linie einen erfolgreichen Druck aus.
3 Die griechisch⸗türkischen Beziehungen. Berlin, 17. März.(Priv.⸗Tel.) Das„Berl. Tagebl.“ mel⸗ Konstanti: Der Rücktritt Veni i
i 1 iechisch⸗türkischen Beziehungen wohltuend bem—— n en e 8 kekische Gesandte in Athen Galib Kemali⸗ Bey hatte gestern
3 Kunde von ihrer Freilassung mit dem Rufe:„Es lebe der Sultan!“ 1 Italiens Haltung.
5—. 5 17. 2 57 r graph“ meldet aus ew York: Die italieni erung wandte sich hier an führende Banken in der Absicht, 25 Millionen Dollars italienischer Schatzscheine zu emittieren. Die amerikanischen Banken willigten ein, die Schatzscheine im öffent⸗ 5 Verkaufe anzubieten, wosern Italien bis nach der Emission der Anleihe die Neutralität bewahre. 5 Aus Indien.
Kalkutta, 15. März.(WTB. Nichtamtlich.) Da die unruhige Stimmung unter der bengalischen Studentenschaft im Zunehmen begriffen ist, wurde unter der Leitung von Surendranath jee, einem Mit⸗
glied des vizeköniglichen bengalischen Rates, eine Bewegung gegen die Unruhen eingeleitet. Am Freitag fand eine große 2 r statt, ff... auf⸗ forderte, ni durch anarchisti ungen die künftige freie Stellung Indiens im Reiche zu 2
Kabinettswechsel in Persien.
Teheran, 17. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Ka⸗ binett ist zurückgetreten und ein neues unter Muschir ed 9 Dauleh, der das Ministerium des Krieges übernimmt, ge⸗ bildet worden. Zum Minister des Aeußern wurde Muawin ed Dauleh ernannt. Das Kabinett stellte sich am 15. März dem Parlament vor.
Die Neutralität Dänemarks.
Kopenhagen, 17. März.(WTB. Nichtamtl) Im Folke⸗ thing“ richtete bei der dritten Lesung des Budgets der konser⸗ vatipe Abgeordnete Wulff anläßlich verschiedener Auslassungen radikaler Politiker an die Regierung eine Anfrage, i er er⸗ klärte, er glaube nicht, daß die Regierung eine Erklärung abgebe, die geeignet sei, die Gemüter zu beruhigen und auch für das Aus land von Wichtigkeit sein würde.
8 Der Minister der Landes verteidigung erklärte namens der gesamten Regierung, die dänische Regierung und der Reichstag befänden sich in voller Einigkeit darüber, daß die Politik Dänemarks auf unbedingte unparteiische Neutrali⸗ tät gerichtet sein müsse. Die Regierung sei keinen Augenblick im Zweifel, daß alle Parteien des Landes eine unerschütterliche Neu⸗ tralitätspolitik wünschten und verlangten, um den Frieden zwischen Danemark und allen anderen Staaten zu erhalten. Ausnahmsweise in anderer Richtung gefallene Auslassungen würden in allen Par⸗ teien mißbilligt. Während des gegenwärtigen Krieges sei es not⸗ wendig, daß Dänemark seine militärischen Mittel derart bereithalte, 75 daß es gegebenenfalls seine Rechte wahrnehmen und seine Pflichten krfüllen könne, die ihm als neutralem Staat oblägen. Von diesem Sesichts punkte aus seien die verschiedenen militärischen Maßnahmen getroffen worden. Wäre die Regierung nicht von diesem Gesichts⸗ punkte ausgegangen, so hätte sie nicht ber Bevölkerung eine so roße Bürde und dem Staate so große Aufgaben auferlegt. Die
ischauungen über die militärischen Fragen seien ja sehr ver⸗ schieden, aber man handle klug und zum Nutzen des Vaterlandes, wenn man sich während des Krieges zur Erfüllung der größten aller Aufgaben sammle, nämlich Dänemark frei und schadlos durch den Krieg zu führen, und die friedlichen, guten Beziehungen zu
„Daily Tele⸗
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fanden bei dem gesamten Reichstag Unterstützung. Die Regierung setzt ihre ei 3 daß ihr die Unterstützung auch zukünftig zuteil werde. udget wurde darauf mit 80 Stimmen einstimmig angenommen.
Holländisches Ausfuhrverbot.
Amsterdam, 17. März.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blätter melden, ist ab heute die Schweinefleisch⸗
ausfuhr aller Art verboten worden.
Ein neuer ameritanischer Dreadnought.
Newport News, 17. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der amerikanische Dreadnought„Pennsylvania“ ist heute vom Stapel gelassen worden. Der Marinesekretär Daniels hielt die Festrede. Der Kñapitän des deut⸗ schen Hilfskreuzers„Prinz Eitel Friedrich“ wohnte der Feier in großer Uniform bei.
Hindenburg über die Wiederbesiedelung Ostpreußens.
Berlin, 18. März. Der Oberpräsident von Ost⸗ preußen, Herr von Batopcki⸗Bledau, erschien gestern nachmittag in der Neuen Philharmonie in Berlin ber seinen ge⸗ flüchteten Landsleuten und sagte, er habe mit Hindenburg gesprochen, ob und wieweit die Heimkehr bereits ratsam sei. Hindenburg habe ihm gesagt, so meldet der„Berl. Lokalanzeiger“, daß die Grenzkreise vorläufig noch nicht freigegeben werden sollen. So dicht hinter der Front der kämpfenden Truppen würde es sich nicht empfehlen, schon jetzt die Wiederbesiedelung zu gestatten. Auch hygienische Gründe sprüchen dagegen. Den Aufbau der Provinz werde Geld allein nicht bewerkstelligen, dazu gehöre auch Energie, Mut und Zähigkeit. Aber er kenne seine Ostpreußen.
Angebliche weitere Aeußerungen Hindenburgs.
Berlin, 18. März.„Daily Chronicle“ enthält der„Vossi⸗ schen Zeitung“ zufolge einen Bericht über ein Inter view Hindenburgs, in dem manche markante Aeußerungen des Marschalls glänzen. Auf die Frage, was halten Sie von der russi⸗ schen Dampfwalze? antwortete Hindenburg:„Sie hat die Straßen keineswegs verbessert, gleichviel, ob sie vorwärts oder rückwärts ging!“ Auf die Frage, sind Sie beunruhigt von dem offenen Ge⸗ heimnis des Großfürsten über die neuartige Offensive, die nicht die Gestalt einer Dampfwalze, sondern einer Kavallerieflutwelle haben soll? sagte Hindenburg kaltblütig:„Sie wird gegen ein⸗ Mauer loyalen Blutes und Fleisches, die mit Stahl besetzt ist, an⸗ und abprallen, wenn sie kommt!“ Hindenburg erklärte ferner, daß seine Armee dem amerikanischen Eisenbahngenie viel verdanke. Die Amerikaner hätten sich große Verdienste um die Entwicklung jener Waffe erworben, wodurch es ermöglicht werde, mit verhältnis⸗ mäßig schwachen Kräften die russischen Millionen immer wieder zu werfen: Dampfroß gegen Dampfwalze! Der Feldoberst be⸗ merkte, daß er neulich gelesen habe, daß ein großes Schiff mit schweren Kanonen aus Amerika nach Rußland abgegangen sei: „Auf dem Transitwege zu uns,“ bemerkte er mit trockenem Hu⸗ mor,„denn wenn sie an die Russen konsigniert sind, werden wir sie
früher oder später haben.“
Jrihnet dr Kriegsaulcihe
Aus Stadt und Cand. Gießen, 18. März 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Musk. Adolf Schroeder, Res-Ins.-Rgt. 224, aus Philipp⸗ stein.— Unteroff. Louis Schmidt, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 254, aus Hörnsheim.— Landwehrm. Wilh. Lotz, Res.-Inf.-Rgt. 81, aus Oberbiel.— Lt. d. Res. stud. med. Eduard Machen hauer, Res.⸗Jäger⸗Bat. 24, aus Darmstadt.— Res. Peter Ru we, Inf.⸗Rgt. 115, aus Offenbach a. M. 8 *
sit
Ritter des Eisernen Kreuzes: Vizefeldw. Karl Schwalm aus Alsfeld. Res. Emil Jost aus Alten⸗ schlirf, Inf⸗Regt. 116. Amtsgerichts⸗Assistent Diehl aus Rennerod, Feldw-Leutn. und Komp.⸗Führer der Festungs⸗ Komp. 128. Uffz. Ludwig Daubach aus Geilnau, Inf.⸗ Regt. 130. Oberheizer Fritz Heinz aus Blasbach, Kr. Wetz⸗ lar, auf S. M. S.„Straßburg“. Gefr. Karl Grim m aus Fellerdilln(Dillkreis). Gefr.(Lehramtskandidat) Karl Thieme aus Wetzlar, Inf.⸗Regt 222. Musketier Wilh. Weber II. aus Biskirchen, Inf.⸗Regt. 222. Ernennung. Der Oberarzt an der Medizinischen Klinik Professor Dr. Hermann Hohlweg ist zum leitenden Arzt der Inneren Abteilung des Krankenhauses Bethesda in Duisburg a. Rh. ernannt worden.
Amtliche Personal nachrichten. Die Groß- herzogin hat durch Entschließung vom 11. März ds. Js. den Philipp Stühlinger aus Wembach mit Wirkung vom 1. April an zun; Fahrer bei dem Großh. Automobilbetrieb ernannt; am 13. März ds. Js. den Bureauvorsteher bei der Provinzialdirektion Rbeinhessen und dem Kreisamt Mainz Kanzleirat Johannes Be nsel auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1915 in den Ruhe- stand versetzt.— Die Großherzogin hat serner am 13. März d. Is. den Oberlehrer an der Oberrealschule zu Gießen Prosessor Karl Völzing zum Oberlehrer an dem Real- gymnasium zu Gießen, den Oberlehrer an der Realschule zu Wimpfen Ludwig Horst zum Oberlehrer an der Realschule zu Butzbach, beide mit Wirkung vom 1. April 1915 an, ernannt; am 13. März d. J. den Oberlehrer an dem Woligang⸗Er i-Hymnasium zu Büdingen Professor Dr. Karl Kost auf sein Na ichen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, unte erleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse de Verdienstordens Philipps des Großmütigen, mit Wirkung vom“ Avril 1915 in den Ruhe- stand versetzt; dem Weichensteller Franz Breit wiesen zu Ober- Ramstadt und dem Weichensteller 1. Klasse Heinrich So indler zu Monsheim, beide in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemein⸗ schast, aus Anlaß ihrer Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist„Für treue Dieuste“ verliehen.— Am 11. Februar d. Js wurde der Weichensteller 1. Klasse in der Hessisch-Preußischen Cisenbahngemeinschaft Heinrich Spindler
allen Mächten zu erhalten Es sei bisher gelungen, eine einheitliche 1 Neutralitätspolitit zu führen. Die Bestrebungen der Regierung
zu Monsheim auf sein Nachsuchen vom 1. März 1915 an in den Ruhestand nersetzt.— Am 12. März d. J. wurde de- Reglerungs⸗
hebendsten, was wir in di
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bauführer des Wasser- und Straßenbausachs Josef Rehberg Herbstein zum Regierungsbaumeister ernannt. Kreis⸗Komitee für Rotes Kreuz un
Kriegshilfe. Nach Mitteilung des Kreiskomitees sind in der Zeit vom 11. Februar bis 11. März 1915 aus folgen den Gemeinden usw. die beistehenden Beträge an den Kreis⸗ kassenrechner Kauß abgeliefert und von diesem an den Lan⸗ desverein vom Roten Kreuz in Darmstadt überwiesen worden: 1. Kirche: Hausen 50 Mark; 2. Gemeinden: Langsdorf 200, Rödgen(Kriegerverein) 30, Trais⸗ Horloff 100, Utphe 155 Mark. Der Gesamtbetrag der vorstehend aufgeführten Gaben beläuft sich auf 535 Mark. 1 Unter Einrechnung der bisher bereits abgelieferten Gelder ist hiernach bis jetzt aus den Landgemeinden des 1 Kreises chießen der Betrag von 42 037,61 Mark an den Landesverein in Darmstadt abgeführt worden.— Weiter sind seit dem 11. Februar 1915 abgeliefert worden: an die Großh. Bürgermeisterei Gießen für die Sanitätshunde aus der Ge⸗ meinde Großen-Linden 4 Mark, an das Zentral⸗Depot für Liebesgaben in Berlin W. 50 zur Bekämpfung der Ungezie⸗ ferplage im deutschen Heere: aus der Gemeinde Großen⸗Lin⸗ den(durch die 2. Schulklasse) 16 Mark, an die Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen, auf das Konto des Kreiskomitees: aus den Gemeinden: Gießen 100, Eberstadt 350, Hat⸗ ten rod 15,66, Grünberg 80 Mk., insgesamt 545,66 Mk.
Rotes Kreuz. Von dem Etappendelegierten wurde dem hiesigen Zweigverein vom Roten Kreuz mitgeteilt, daß folgende Liebesgaben dringend erwünscht sind: Hosenträger, Negenmäntel, Lodenmäntel, Eisenpräparate für Blutarme, Ferngläser, Haferkakao, wasserdichte Zeltbahnen, 1,50 bis 2 Meter große Leibbinden, soweit sie vorhanden sind, Finger⸗ handschuhe, Pulswärmer, Kniewärmer, Kopfschützer und be⸗ sonders Nahrungsmittel und Rotwein. Zur Ueberweisung obiger Gegenstände an die Abnahmestelle werden Gaben in der Geschäftsstelle Alte Klinik entgegengenommen. f.
** Nationalstiftung für die Hinterbliebenen Gefallener. Auf Anregen des Reichskomitees der Na⸗ tionalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen ist zur Durchführung der Sammlungen im Großherzogtum Hessen unter dem Protektorat Ihrer König⸗ lichen Hoheit der Großherzogin ein Landeskomitee zusammen⸗ getreten, das den in der heutigen Nummer an anderer Stelle ab⸗ 9 Aufruf erlassen hat. Die Nationalstiftung soll ein
ank der Nation an unser Heer und unsere Marine sein, die zur Rettung des Vaterlandes Blut und Leben einsetzen in dem Ver⸗ trauen, daß das Reich und das Volk für die Witwen und Waisen der Gefallenen in solcher Weise sorgen werden, daß Not und Ent⸗ behrung nie an ihre Türe pochen können. Die Nationalstiftung soll eine Ergänzung der staatlichen Fürforge und der Ausdruck des Dankes unseres Volks für die tapferen Taten von Heer und Marine sein. Diese Dankesschuld liegt nicht nur beim Reiche, 8 obliegt der 1 7 7 5. 5 Heer,
s gegen eine t von Feinden zu kämpfen hat, es ge⸗ lingt, den Feind vom heimatlichen Boden fern zu halten und die Schrecken des Krieges mit in Feindes Länder zu tragen, vollbringt eine Aufgabe, die von so hehrer Größe ist, hält vom! N Volk solch unsagbare Leiden und Schrecken fern und rettet derart große Schätze an Kultur⸗, Kunst⸗ und Vermögenswerten, daß die 5 Dankespflicht gegen die Tapferen zu einer ganz gewaltigen schon angewachsen ist und täglich noch weiter wächst. Erfülle jeder diese Dankespflicht und spende nach Kräften! Die Geschäftsstelle des“ Gießener Anzeigers nimmt Spenden entgegen und hat eine Einzeichnungsliste aufgelegt.
Eine Spende von Uebersee. Zu dem Er⸗ daß die Beutsch lane sich des Pac
ie Deutschen im Auslande sich ihres 5 tums von neuem sehr stark bewußt e Cie haben es schwer da draußen. Teils haben. sie keine Nachrichten, teils, was fast noch schlimmer ist, nur die gefälschten, die die feind? liche Lü se verbreitet, von deutschen Niederlagen, von
Zusammenbruch Deutschlands, von deutschen f Greueltaten usw. Dazu fast überall mehr oder minder leiden⸗ schaftliche Parteinahme der„Neutralen“ für unsere Feinde, unverhülltes Uebelwollen gegen Deutschland. Unsere Lands⸗ leute lassen sich aber durch das alles nicht irre machen in dem unerschütterlichen Zutrauen zu ihrem Volk, in der festen Zu⸗ versicht zu seinem endlichen Siege. Unter allen ee halten sie dem alten Vaterland die Treue und beweisen mit der Tat. Unermüdlich sind sie bemüht, die Neutralen
mit Wort und Schrift über die wahre Sachlage aufzuklären, und reichlich steuern sie auch Seldodte U. a. hat eine
. in Amerika verheiratete e 1. sich wohl noch mancher erinnert, Frau Hermine Hering in Montelair N. J., Tochter des dahier verstorbenen Professors der Pharmakologie, Buchheim, und Schwester unserer un⸗ vergeßlichen Frau Dr. Haupt, neuerdings aus von ihr er⸗ spartem Geld an Pfarrer Schlosser, der sie konfirmiert hat, einen Betrag von 500 Mark gesandt. Sie hat ihn in Erinne daran, daß ihre drei(Prof. Dr. Bern⸗ hard Buchheim und Dr. med. Edmund B.— beide verstorben — und Otto B., Apotheker in Chemnitz) im Regiment Nr. 116 gedient, die beiden ältesten darin auch den Feldzug von 1870/1 mitgemacht haben, zum Besten Hinterbliebe⸗ ner von im Feld gefallenen e e dieses
bestimmt. Auf Ersuchen von Pfarrer Schlosser hat der evang. — die 8 3 Ge ach übernom⸗ men mit der Bestimmu es zur Ermögli geeig⸗ neter VBerufsan3 bil bun 9 von Gefallenen Ve
N
anderen Fällen rte innung, die uns in der heit bestärkt, daß es dennoch nach diesem Krieg und di ieg zur vollen Wahrheit werden solle: 0 0
zuteilung hat ergeben, daß in unserer Stadt, abgesehen vom Gefan lager, für 32 000 Menschen täglich Bro afft werden und daß hierzu pro Woche 128 000 Pfund
** Die Kartoffelaufnahme ist, was die Arbeit der einzelnen Zähler anlangt, beendet. Auf der Bürger⸗ meisterei wird augenblicklich das tergebnis N a das am Sams tag zu erwarten sein Die Wahrnehmun⸗ gen, die die Zähler bei ihrer Arbeit gemacht haben, stimmen im wesentlichen darin überein, daß die be sersituierte Bevölkerung verhältnismäßig wenig Kar⸗ toffeln im Keller hat. In einer einzigen Straße fanden sich u. a. 18 Familien, die überhaupt über keine Vorräte verfügten, sondern erklärten, auf den städtischen Kartoffel- verkauf angewiesen zu sein. Ausreichende Vorräte sind aber in den Kreisen der Handwerker und mittl Bürger vorhanden. In zahlreichen Fällen i pro Kopf der Familie Vorrat von Keller. Von einem Falle wird auch b


