Ausgabe 
(16.3.1915) 63. Erstes Blatt
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8 l Hiessen⸗Nassuu.

A Traufenbach, 14. März. Die Fahrpost Rodbeim⸗ Nennen rumbach-Frankenbach ist seit 14 Tagen eingestellt. Mitbin müssen die Bewohner unserer abgelegenen Orte die vielen Paketsendungen für die Truppen im Felde meist selber zur nächsten Poststelle tragen. Hoffentlich wird diesem Uebelstande baldigst abgeholfen. 5 g N

Schlüchtern, 14. März. Die Krähenplage hat im Kreise einen derartigen Umfang angenommen, daß das Landratsamt die Bürgermeister und Gutsvorsteher an⸗ wies, für einen durchgreifenden Abschuß der Vögel Sorge zu tragen. 3 eb ure a. M., 15. März. Das kommende Geschäfts⸗ jahr der Stadt. die vollständige Tilgung der ältesten städtischen Anleihe, der sogen. Theateranleihe von 1874. Die Anleihe bestand aus 686 auf den Inhaber lautenden Schuld- verschreibungen von je 3000 Mark; sie halte ursprünglich eine Höhe von 2058 000 Mk. oder 1200 500 Gulden und war mit Proz. zährlich zu verzinsen, von 1877 ab mit 1 Prozent zuzüglich der er⸗ sparten Zinsen zu tilgen. Zur Verzinsung dieses Darlehns wurde damals die Theaterbillettsteuer eingeführt, die später in der Billett- steuer-Ordnung Aufnahme fand.

d. Dillenburg, 15. März. Die Stadtvertretung hat die Ueberweisung von 100 Kriegsgefangenen zur Ver

wendung bei landwirtschaftlichen Arbeiten beantragt. BPB 2222d2

Candwirtschaft.

Der Anbau von Frühkartoffeln und Frühgemüse.

Der umfangreiche Anbau von Frühkartoffeln und Frühgemüse ist besonders geeignet, einer etwa eintretenden * an Brotgetreide vorzubeugen, weil diese Erzeugnisse gerade in

den der neuen Ernte unmittelbar vorausgehenden Mo⸗

naten Juni, Juli und August anfallen. Es erscheint daher geboten,

diese Kulturen nicht nur der eigentlichen landwirtschaftlichen Be⸗ völkerung, sondern auch allen Besitzern von Gärten, Hausgrund⸗ stücken usw. dringend zu empfehlen. Hierbei sind folgende Gesichts⸗ punkte zu beachten. 0 Beim Anbau von Kohlarten, wie Blumen⸗, Wirsing⸗, Weiß⸗ und Rotkraut ist die Einfuhr dieser Gemüsearten aus Holland, die schon bisher in großen Mengen stattgefunden hat und in diesem Jahr wegen der der Ausfuhr von Holland nach England entgegen⸗ stehenden Schwierigkeiten noch in erhöhtem Maße stattfinden wird, zu berücksichtigen. Auch Salat wird bekanntlich zu allen Jahres⸗ zeiten in Mengen aus Holland eingeführt. In Oertlich⸗ keiten, die von der Einfuhr weniger erreicht werden, ist natürlich auch die Erzeugung dieser Gemüsearten zu empfehlen. die Volksernährung kommen aber in erster Linie in Be⸗ tracht: Frühkartoffeln, Rüben, Möhren(Karot⸗ ten) und Hülsenfrüchte aller Art, wie Erbsen, Puff⸗ en und Buschbohnen. Dabei kommt es besonders darauf an, diese Erzeugnisse möglichst früh zum Verbrauch bereitstehen. Es empfiehlt sich daher, durch entsprechende Behandlung des Saatgutes ein recht frühes Austreiben der Pflanzen zu bewirken, da ein werlo Tag bei der Pflanzung eine um eine Woche spätere Ernte zur Folge haben kann. 5 Bei Frühkartoffeln kann die Ernte eine Woche, ja einen Monat früher erfolgen, wenn die 8 vorher an⸗ rden. Sie werden zu diesem Zweck schon von 1 an in nicht zu hoher Schichtung in Kästen oder Körben im Stalle oder in warmen Räumen des Hauses aufgestellt. Wenn die Keimtriebe die Länge von bis 1 Zentimeter erreicht haben, werden die Knollen in den Boden gebracht und mit einer dünnen Erdschicht bedeckt; wenn die ersten Blätter so frühzeitig hervortreiben, daß sie noch von Spätfrösten gefährdet werden lönnten, werden sie mit Erde bedeckt. Dieses Verfahren emp⸗ fiehlt sich 5 nur für die eigentlichen Frühsorten, sondern auch für die mittelfrühen und späteren. Die Erträge werden wesentlich gesteigert, wenn der Boden mit verrottetem Stalldünger oder Kom⸗ post ei wird. g ohlrüben, Speiserüben(weiße Rüben), rote Rüben(Beta) und Möhren eignen sich ebenfalls zur Er⸗ zeugung von Frühgemüsen Die Kohlrüben werden auf warm⸗ . Gartenbeete, in Mistbeete oder Treibkästen ausgesät und päter ins freie Land ausgepflanzt, die Speiserüben in Reihen aus⸗ und später vereinzelt. Die Samen der roten Rüben und hren erfordern Zeit zur Keimung, sie werden deshalb vor der Saat in Gef unter Beimischung von Sand feucht gehalten und an warmen Orten aufgestellt. Sobald die Keime . werden die Samen dann in das Land ausgelegt. r Möhrensamen wird zweckmäßig vor dem Anfeuchten durch Reiben zwischen den Händen von den an dem Samen befindlichen

1 5 befreit.. 5 Hülsenfrüchte sind wegen des hohen Eiweißgehaltes hl der grünen als der trocknen Früchte besonders wertvoll, sie ten daher überall dort, wo ein Fleckchen Land zur Verfügung t, 7 7 werden und zwar trotz des augenblicklich recht hohen ses Samens. Sie machen an den Boden sehr geringe An⸗ prüche und wachsen unter Verwendung von etwas Komposterde oder einer kleinen von Kalk, Kali und Thomasmehl auf ganz leit Sandboden. Frühe Erbsen und Puffbohnen Bohnen) werden in Kästchen mit Sand vorgekeimt und im März ins freie Land gebracht. Deckmaterial zum Schutz gegen Nachtfröste muß natürlich zur Hand sein Mit Buschbohnen wird ebenso verfahren, sie dürfen aber erst Ende April ausgepflanzt werden. Gerade der Anbau der Buschbohnen muß dringend emp⸗ fohlen werden, da sie neben frischem, auch zur Konservierung sehr seeignetes Gemüse geben und schließlich zur Ernte trockener(weißer) ehen bleiben können. Ein Zuwachs an den nahrhaften, trockenen 1 ist aber besonders erwünscht. Der Anbau von Frühgemüse hat den Vorteil, daß in den meisten Gegenden noch eine zweite Ernte gewonnen werden kann, ierfür kommen hauptsächlich rote Rüben, Kohlrüben und Grün⸗ kohl und für die Aussaat noch im August Speiserüben(weiße Rüben) in

Serichia aal.

ö Das Urteil im Prozeß Thormann. Berlin, 16. März. Die Geschworenen im Thormann⸗

Prozeß, der in Köslin stattfand, bejabten sast alle Schuldfragen

unter Verneinung mildernder Umstände. Der Staatsanwalt be- antragte eine Gesamtstrase von 8 Jahren Zuchthaus. Der An⸗ geklagte brach bei Verlesung des Strasantrages in die gröbsten Beschimpfungen gegen den Staatsanwalt, gegen den Gerichtshof und sogar gegen seinen eigenen Verteidiger aus. Er erklärte alles für Schwindel und Bestechung. Das Urteil lautete auf 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. g 1*

Leipzig, 15. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reichs- gericht verwarf die Revision des Arbeiters Thomas Losin, der von dem Schwurgericht Altona am 16. Januar wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war.

rm. Darmstadt, 16. März. Die beiden vom Schwurgericht zum Tode ꝛc. verurteilten Vogt und Frau Heydrich haben

durch ihre Anwälte Revision beim Reichsgericht wegen sormeller Verstöße einreichen lassen.

Der mischtes.

Mainz, 15. März. Im Walde bei Gonsenheim erschoß gestern nachmittag die 53 Jahre alte Frau eiues pensionterten Beamten ihren zwölfjährigen Sohn und brachte sich dann selbst einen Schuß in die Brust bei. Der Junge war sosort tot,

die Frau wurde schwer verletzt ins Krankenhaus verbracht.

Blücher soll die Kerls von der Feldpostgor⸗ rigiren. Ein sehr drolliges 7 das ein biederer Schle⸗ sier vor

man

undert Jahren an den Fürsten Blücher schickte, zeigt, daß damals schon mit der armen Feldpost, der viel geplagten,

unzufrieden war. Das Bittgesuch, das vor etwa vierzig Jahren an die Oeffentlichkeit gelangte, befand sich damals im Besitz eines Gast⸗ wirts in Garz, dessen Onkel Adjutant Blüchers gewesen, so daß das originelle Schriftstück verbürgt erscheint. Es lautet:

Allexunüberwindlicher Feldherr! General, Herr General vorwärts Excellenz!

Liebwerthester Herr Blücher.

Verzeihen Sie, Excellenz, liebwerthester Herr Blücher, Ge⸗ neral vorwärts, daß ich als unzeitige Geburt es wage, an Sie u schreiben, aber ich kann mir nicht helfen, es ist wegen meinen

raugott; ich bitte Sie um alles in der Welt, liebster Herr Blücher, Exellenz, General vorwärts, was ist das für eine in⸗ fame Confusion mit dem Feldpostamt, ich habe meinen Traugott. bey den Garde Jägern, er kennt Er Exellenz vorwärts genau und gut, schon zwey mahl Zulage geschickt, aber er hat nichts be⸗ kommen. 5 8 N

Ich bitte Ewr Exellenz demuthigst, corrigiren Sie die Kerls doch einmahl, aber nach alter Preuß. Manier, Sie verstehen schon, wie ichs meine, das wird gewiß helfen, denn es ist um die Schwer⸗ noth zu kriegen, wenn man den Kindern, die fürs Vaterland streiten, was schickt, und Sie nichts bekommen.

Ewr Exellenz werden den Kerls doch wohl ein Donnerwetter auf den Hals schicken, deshalb habe ich es Ihnen geschrieben, denn ich weiß schon, daß mit dem alten nicht viel zu spaßen ist. Ewr Exellenz unüberwindlicher Feldmarschall, General vorwärts ge⸗ nannt, liebwerthester HErr Blücher, ich verbleibe Ihr unter⸗

thänigster 1 Schornsteinfeger Matthias Keller zu Schweidnitz 1815. NB. Wenn Sie meinen Traugott sehen, so bitte ich Ihn un⸗ beschwert zu grüßen, aber schenken Sie ihm nichts, denn ich habe ihn immer zur Ordnung angehalten. Na, adjeu. Das Schreiben spricht jedenfalls auch für die Volkstümlichkeit des Kriegshelden, dem man in so gemütlicher Weise zu schreiben und Grüße für den Sohn aufzutragen wagt.

Eine Prise, Herr Hauptmann! Bei einer Feld⸗ batterie des 4. Armeekorps diente im Kriege 1870 der alte Trom⸗ peter Sturm, die bekannteste Persönlichkeit im ganzen Regiment, dem er seit achtzehn Jahren angehörte. Dieser 577 Reiter und allezeit lustige und schneidige Feldsoldat, den die ffiziere mehr freundschaftlich als streng dienstlich behandelten, hatte eine große Leidenschaft: er warSchnupfer in der eminentesten Bedeutung dieses Wortes. Er schnupfte zwei Lot ein ganz enormes Quan⸗ tum. Seine dementsprechend große Dose hatte ein Leutnant den Torfkasten getauft. In der Gegend von Soissons wurde der sonst so fidele Sturm plötzlich einsilbig. Sein langer dunkler Bart hing noch schlapper als gewöhnlich an den Mundwinkeln herab. Sturm sah aus, als ob er bittere Erlebnisse gehabt hätte; er saß nicht, wie sonst, straff im Sattel, er hing auf seinerSahra wie ein erschossener Mann. Und der Grund? Sein Schnupftabak war ausgegangen; weit und breit war keine Prise aufzutreiben. Von da ab, erzählte später sein Batteriechef,wurde Sturm nachlässig, träumerisch, energielos, unzuverlässig kurz, der alte schneidige Soldat war aus ihm verschwunden: ja mehr als einmal mußte ich ihn hart anfahren, was bei Sturm etwas Unerhörtes war. Das plötzliche Versiegen der Quelle langjährigen Genusses

atte den alten Trompeter, ich möchte sagen, demoralisiert. End⸗ ich, nach Wochen, hatte ihm seine Frau wieder ein Paket seiner Leibprise Bolongaro gesandt. Am Abend des Eintreffens jener bedeutungsvollen Sendung es e wohl schon ½11 Uhr gewesen sein lag ich in meiner rtablen Villa in Mont⸗ morency bereits im Bett, als plötzlich 82 255 schwere Tritte die Treppe herauf klirrten, in wilder Hast die Tür aufgerissen wurde und eine lange, dunkle Gestalt in das Zimmer trat. Bei dem hellen Mondlicht erkannte ich sofort den alten Sturm.Was ist los, Sturm, 7Nein, nein, Herr Hauptmann, meine Alte hat eine frische Prise geschickt. Ich wollte nur eine kleine Probe davon bringen. In seiner namenlosen Freude hatte der alte Soldat alle Subordination vergessen, hatte sich nicht melden lassen. war ohne zu klopfen in der Nacht bei mir 7 und stand nun in höchster freudiger mit einem Tassenköpfchen Bolongaro vor meinem Bette. Der Futtermeister erzählte mit am andern Morgen, daß sich Sturm gar nicht zu Bett gelegt, sondern auf der Treppe sitzend bis zum Futterschütten geprist hatte. Von nun an war er wieder der beste Trompeter und Soldat.

»Nasführen in Asien. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß Japan leine lieben Verbündeten, die Eng- länder, an der Nase herumgeführt hat und bei seinem Eintreten in den Weltkrieg von vornherein an China und was sich dort im allgemeinen Aufruhr der Welt ergattern läßt, gedacht hat. Das Nasführen stammt übrigens aus Asien, wo es als Auszeichnung gilt. Es gab nämlich dort ein Kulturvolk, bei dem noch bis vor kurzem das Herumsühren an der Nase eine Ehrenbezeugung dar⸗ stellte, und zwar nicht etwa in übertragenem Sinne, sondern buch⸗ stäblich. Bei uns werden als Schmuck Ohrri getragen, ver⸗ schiedene Naturvölker Südasiens begnügen sich damit nicht. Sie lassen sich auch die Nase durchbohren und tragen darin, je nach Vermögen, goldene, silberne oder kupserne Ringe. Dieser Sitte be⸗

egnet man auch bei den primitiven Völkern Südchinas. Als die Ai-Lao noch selbständig waren, trug ihr Häuptling oderKönig in jedem Nasenflügel je einen goldenen Ring, der fast bis an das Kinn reichte. Ging nun der Herrscher aus, so wurden durch die Ringe seidene Stricke gezogen. Zwei Diener hielten dieselben und führten so den Häuptling herum. Diese für uns höchst amüsante eremonie war ein Vorrecht des Herrschers; kein gewöhnlicher terblicher durste sie sich erlauben. So werden vermutlich auch 1 Japaner mit den Engländern diese ehrenvolle Zeremoie aus⸗ ühren.

Monall. Heberich der Codessade in der Stadt

Monat Februar 1915.

ommen zu 32 900(inkl. 1600 Mann Militär). terblichkeitsziffer: 25,71%, Nach Abzug von 31 Ortsfremden 14,57.

Einwohnerzahl: an

Anm.: Die der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

in Kammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel abges

Murrte. 2 FTC. Wiesbaben. Viehhof⸗ Marktbericht vom 13. März. Auftrieb: Rinder 40(Ochsen 3, Bullen 9, Kühe und Färsen 28), Lace Sete Geschät ird der Markt geräumt. 2 f eschäst wird der rktverlauf: Bei lebhastem Ges Pendel Lebend⸗ Schlacht

Ochsen. gewicht. Vollfleischige, ausgemäslete, höchsten Schlacht Mk. Ml. wertes im Alter von 47 Jahren 5558 92107 Die noch nicht geiggen ren(ungejochte). 5256 8995 ullen. Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtw. 4850 8086 due Auddemäfele Herden bschst Vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Elac teres a 0 8 böchs 5155 9098 Vollfleischige ausge mästete ühe öchsten Scat e bis zu 7 Jahren 41-47 7683 Wenig gut W 117%% ä lber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 60-64 100107 Geringere Mast- und gute Saugkälber 5058 8397 iemafs f eldemastschase: Mastlämmer und Masthammel 00,0 00,00 0000 . eis 100 kg Vollfleischige Schweine von 5 Lebendge wicht 7581 96102 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgew. 73 75 95 96 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebend gewichtete... 7478 96100

Letzte Nachrichten.

Die Verhandlungen zwischen Berlin, Wien und Rom.

Rom, 16. März. Eine Note derTribun ga er⸗ klärt: Zwischen der einen und der anderen Seite(Rom, Berlin, Wien) haben noch keinerlei eigentliche Verhandlungen stattgefunden. Alles beschränke sich auf eine einfache Initiative, um festzustellen, o b Ver⸗ handlungen überhaupt möglich und auf welcher Basis sie zu führen seien.

Die Lage in Ppern.

Amsterdam, 16. März. DieTuyd meldet, daß es in Ypern sehr traurig aussehe, da der größte Teil der Stadt verwüstet sei. Die berühmten Gebäude der Stadt, die Tuchhalle und die St.⸗Maartens⸗Kirche seien so gut wie ganz niedergebrannt Viele alte Häuser und Sehens würdigkeiten, besonders rings um den Markt, seien vollständig vernichtet. Noch fast alle Tags bombardierten die Deutschen die Stadt. Plünderungen und Diebstähle, besonders in Wein, greifen von Tag zu Tag mehr um sich. Der Korrespondent bemerkt, daß auch die Soldaten sich daran beteiligten.. 0

Aus dem Westen. Rotterdam, 16. März. DerNieuwe Rotterdam

Chapelle sei gering. Auch wenn die Verbündeten die innere Krümmung der Front bei La Bassse noch rektifizieren könnten, wäre der Erfolg noch immer nicht groß. Dazu sei eine große strategische Reserve unentbehrlich, die auf einmal eingesetzt werden müsse. Es sei fraglich, ob das neue englische Heer eins große Offenswkraft haben werde, denn dazu würden an die Füh⸗ rung zu große Anforderungen gestellt. Das englische Herr er⸗ scheine wohl als eim großes Gebäude, aber es set fraglich, ob der innere Zusammenhang genügend stark sei, und ob es nicht bei dem ersten Sturm zusammenbrechen werde.

Kopenhagen, 16. März. In einer Besprechung der Kriegslage sagt das wenig deutschfreundlicheErstrabladet: Die Verbündeten greifen wohl auf allen Seiten an, haben aber trotz großer Kraftaufwendung weder bei Neuve Chapelle, noch in der Champagne, noch irgendwo sonst Er⸗

penverschiebungen jedem Angriff widerstanden, teils sogar erfolg⸗

Der Unterserbootkrieg. Kopenhagen, 16. März.Politiken se Noch Erfahrungen der letzten Wochen scheint der Unterseebotkrieg keines⸗

wegs auf Zufälligkeiten berechnet zu sein, wie man vor dem fürchtete.

18. Februar bestrebt, Verwicklungen zu vermeiden. Noch ist nicht vollkommen entschieden, ob der norwegische DampferBelridge torpe⸗ diert oder auf eine Mine gestoßen ist. Die Deutschen behaupten, daß nach den eingegangenen Berichten kein Unter seeboot einen r namensBelridge beschossen habe. Der zweite norwegische DampferRegin könnte ebensogut auf eine Mine gestoßen als torpediert sein. Ueber die Vernichtung des schwedischen DampfersHanna sind gleichfalls noch keine genauen Nach⸗ richten eingetroffen. Alle anderen Opfer Unters. sind französische oder englische. g Die Kämpfe in Galizien. Budapest, 16. Febr. Der Beri g telegraphiert aus Ungarn über einen Erfolg, den die Deut⸗ schen beiuzsek erreichten: Nach heftigem Kampfe nahmen

8 Kinder ie einen russischen Stützpunkt. Seit Sonntag sind größere Kämpfe Es starben an Zus. 1 im 1. Lebens⸗ vom 2. bis 1 den Weilh der Turkaer Chaussee im Gange. Die Russen machen 5 W ße Anstrengungen, um diesen Weg zu beherrschen, den sie als Angeborener Lebensschwäche 6 9 7055 64) Schlasel zur Lage halten. Am Abend begannen die Russen ihr Altersschwäche 10 1 8 Artilleriefeuer und schickten bald darauf Infanterie zum Nacht⸗ Malern 4 5 1 3% langriff in den Kampf. Unsere Truppen erwarteten, wohlvorbe⸗ Diphtherie 300 2* 30 f reitet, den russischen Angriff, der unter unserem Feuer zusammen⸗ Feuchbusten 5 3 5 1 fdrach. Die Russen wurden bis in ihre Stellungen Ain ae Gen Typhus 10) 10) 258* Unsere Granaten fielen in die russischen Gräben. Am oberen San Tuberkulose der Lungen 7 00 2 3 e gewannen wir Boden. Um jeden Fußbreit wird erbittert gekämpft. Tuberkulose anderer Organe 3(1) 2(¹ 1 2 1 Erkrankungen der Atmungs⸗ Die neuen französischen Bestimmungen gegen Kontrebande. e der Aesslauf. 75 2 0 5 Amsterdam, 16. März. 2 aa 6 1 5 die französische Regierung bei Formulierung 2 Hehienschlag W D fnnangen, die gegen deufsche Buren auf ner, Andere Erkrankungen des tralen Schiffen getroffen werden sollen, den Vorschlägen Nervensystems 4 1 3 der franzöfischen Gesandtschaft im Haag Rechnung getr. N Erkrankungen d. Verdauungs⸗ habe. Nach den Informationen desTel af laufen organe 2(0) 2(0 8 die den Niederlanden chten Zugeständnisse darauf 8 3 6). 25 hinaus, daß alle An me e genen . 5 d ahlung in niederländische Hände gekommen sind, *. 1 80 5 00 85 ec e. dürfen, wenn ein ents des Gutachten arderen Kranze: ee e ee pere ede aer Beatlanmalnte bur Abel eung der Schssse Summa: 71(51) 87 20 18(7) 16(i) würde von einer Beschlagnahme oder Anhaltung der Schiffe

sehen werden. Das würde heißen, daß die niederländi⸗ schen Kolonien aus dem Mutterlande mit allen Bedarfs⸗ gegenständen versehen werden könnten.

Amtlicher Wetterbericht. 1 Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 17. März 1015: Trüb, doch meist trocken, mild, nordwestliche Winde.

sche Courant betont, der englische Erfolg bei Neuve

folge erzielt. Die Deutschen haben durch gut geleitete Trup⸗ 2 reich die Offenswe ergriffen. 1 schreibt: Nach den

Die deutschen Unterserbovte sind offenbar

seebootkrieges 4

er desA Et

Was der einzelne am Brotverbrauch 1 spart, dient der Allgemeinheit. 5.

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