W kern, die vor dem 12. Februar abgeschlossen und chrem In⸗ 1 nach vor dem 15 1915 zu erfüllen sind. Durch die Fristverlängerung soll die nachträgliche Erfüllung der ——. ermöglicht werden, wenn sie infolge besonderer Umstä nicht rechtzeitig erfolgen konnte. Die Fristverlängerung gilt nicht für die unter§ 1, Abs. 2,. fer 3 der Bekanntmachung aufgeführten Verträge. Bei Ver⸗ trägen, die nicht vor dem 12. Februar 1915 abgeschlossen sind, verbleibt es also bei der Vorschrift, daß die Vergäl⸗ lung vor dem 15. März 1915 beendet sein muß. Durch die Verlängerung der Vergällungsfrist wird weder 8 1, noch 83 der Bekanntmachung über zuckerhaltige Futtermittel vom 12. Februar 1915 berührt. Vergällter Zucker ist ein Futtermittel im Sinne dieser Paragraphen und darf da⸗ her von daselbst bezeichneten Personen nach dem 14. März 1915 nur durch die„Bezugsvereinigung“ abgesetzt werden. Die Vorschrift schließt aber nicht aus, daß vorher abge⸗ schlossene Verträge über Lieferung von Futterzucker auch nach dem 14. März erfüllt werden. Wenn die Bezugsvereini⸗ gung von ihrem Rechte, käufliche Ueberlassung des Futter⸗ zuckers zu verlangen, Gebrauch macht, dürfen die in 8 3 genannten Personen nur die Mengen zurückbehalten, die zur Erfällung von Verträgen erforderlich sind, die— nachweislich— vor dem 12. Februar 1915 abgeschlossen und ihrem Inhalte nach vor dem 15. März 1915 zu er⸗ füllen sind.
1 Aus Stadt und Caud. Gießen, 15. März 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. Aus Hessen und den Nachbargebieten.) t. d. Res. Oberlehrer Dr. W. Baumann, Inf.-RNgt. 116, aus Windecken.— Ref Phil. Rohm, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 88, aus Hochstadt.— Et. Rolf Limpert, Ins.⸗Rgt. 17, aus Hanau.— Stabsarzt Dr. Paul Denne aus Mainz.— Gefreiter Konrad Kaiser, Landwehr⸗Inf.-⸗Rgt. 116, aus Rumpenheim.— Res. Albert Kaufmann, Ins.-Rgt. 80, aus Falkenbach.— Musk. 1 Rödde, Res.⸗Inf.-Agt. 254, aus Mainz.— Offizier · Stellv. Friedr. Merz, Inf.-Rgt. 168, aus Kettenheim.— Musk. Karl Roßbach, Res.-Inf-Rgt. 251, aus Wallau.— Gesr. Ernst Langensiepen, Inf.⸗Rgt. 223, aus Engelbach.— Kriegsfreiw. Wilh. Braß aus Wiesbaden.— Kriegsfreiw. Franz Martin aus Wiesbaden.— Landwehrm. Johs. Karl Birkenstock, Landw.-Inf.-Agt. 116, aus Eifa.— Res. Karl Roth, Infanterie⸗ Regiment 115, aus Ober ⸗Sorg. Unteroffizier der Land⸗ wehr, Bankbeamter Heinrich Reeg, Stab der 25. In⸗ fanterie⸗Division aus Darmstadt. Res. Heinrich Feigk, Landw.⸗Ersatz⸗Bat. 10, aus Roßdorf.— Kriegsfreiw. Otto Goe⸗ deckemeyer aus Weiterstadt.— Res. Phil. Schott, Inf.⸗ f 118, aus Ober⸗Saulheim.— Ersatz⸗Res. Heinrich Kerker, Inf.⸗Regt. 117, aus Obersaulheim.— Landwehrm. Jakob Ger⸗ mann aus Rödelheim— Gefr. Wilhelm Buchheimer, Res.⸗ Pionier⸗Bat. 32, aus Mainz.— Gefr. der Res. Konrad Kaiser, Landw. ⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Rumpenheim.— Gefr. der Res. Wilhelm Dietz, Inf.⸗Regt. 168, aus Rumpenheim.— Einj.⸗ K—2 Karl Kräuter, Füs.⸗Regt. 80, aus Aßlar.— Musk. Gustar Ellenberger, Inf.⸗Regt, 144, aus Biedenkopf.— Vizefeldwebel Wilhelm Bär, Res.⸗Inf.⸗Regt. 253, aus Langen⸗ diebach. Sanitätsunteroff. Karl Bergmann, Res.⸗Inf.⸗ Regt. 88, aus Groß⸗Krotzenburg.— Off.-Stellv. Ernst Loof Silber ans ben Rgrgatben Kunstschlofsermet 5 ilder aus den Karpathen. i⸗ ster Arthur Graefe, der als Regimentswaffenmeister bei den„Bischweilern“ in den Karpathen steht, hat Zei gefunden, in einer Serie flott gezeichneter Feldpost⸗ karten mit dem Bleistift Eindrücke und Augenblicksbilder aus den 9 i sestzuhalten. Einzelne der Bildchen sind von köstlichem Humor. So sieht man den Beichner auf einem derselben am mehr als primitiven Ar⸗ beitstisch, dem Baumstumpfe als Stuhle dienend, in einer KRuthenenhütte. Auf der istöckigen Ofenbank hockt eee le wurf, Nag, eit ant den inte a ng: sie setzt mit inken Bein die an der Decke hängende Wiege des jüngsten Spröß⸗ lings in Bewegung und qualmt wie ein Schlot aus einer langen Pfeife. Unter der Ofenbank ist ein Hühnerstall zu sehen, während eine fette Gans in schöner Freiheit ihr Fut⸗ ter vom Stubenboden verzehrt. Zwei Kinder, denen man anscheinend eine solche Vergünstigung nicht gewähren kann, sitzen in einem Verschlag in der Ecke.— Solange es noch Gänse, Hühner und Tabak gibt, mag es angehen; aber höher in den Bergen, wo unsere braven Bischweiler im Kampfe . en, mag man auch die primitiven Herrlichkeiten einer 5 enenhütte nur mehr aus der Erinnerung kennen. der Jahresbericht des Gießener Volks⸗ bads für 1914 liegt jetzt vor. Er zeigt, daß die Benutzung der Anstalt gegenüber dem Vorjahr um rund 6700 Bäder zurückgegangen und dementsprechend auch die Einnahme gesunken ist. Die Zahl der verabreichten Bäder betrug sie 518(gegen 129 260 Bäder in 1913). Die Bäder verteilen 5 550 Wannenbäder, 1619(2151) Heißluft⸗ und Dampf⸗ bäder und 31164(35 802) Brausebäder. Unter den Schwimmbädern befinden sich 13 285(13 702) Volksbäder 2 10 Pfg. Aus diesen Mitteilungen geht hervor, daß der Rück⸗ gang sich auf alle Bäderarten verteilt mit Ausnahme der Wannenbäder, deren Zahl durch den Hinzutritt der billigen Wanne 3. Klasse um 1695 gegen das Vorjahr gestiegen ist. Den stärksten Besuch hatte die Anstalt im Juli mit 13 696 Bädern(Mai 13 433). Der schwächste Besuch trat im De⸗ zember mit 7162 Bädern ein. Die Gesamteinnahme aus Bädern betrug 39 268 Mark(43 169 Mk.). Der Kosten⸗ verbrauch hat sich infolge der Abnahme der Bäder ver⸗ kringert; er betrug in Geld ausgedrückt 9341 Mk.(11394). Auch der Wasserverbrauch hat gegenüber dem Vorjahr sich nur auf 59 434 ebm(65 603) belaufen und hat eine Weni⸗ gerausgabe von 250 Mark beansprucht. Außer für Gehälter und Löhne, hat man aber überall in den Ausgaben Erspar⸗ nisse gemacht, so daß der Abschluß nicht ungünstiger abschließt als im Vorjahr. .* IsraelitischerGottesdienstim Gefangenen⸗ lager. Landrabbiner Dr. Sander hielt im Lager auf dem rieb in einer zu diesem Zweck zur. gestellten Baracke fangene, überwiegend
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fach
einen Gottes dien st ab, an dem ca. 300 1—.— Nationalität, teilnahmen. Uebrigens werden die russischen genen demnächst nach Worms geschafft werden.
Landkreis Gießen. OStorndo rf, 13. Marz. Zu den 4 Tapferen aus unserer
Gemeinde, die mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurden, ist 5 23 noch ein weiterer gekommen: Unteroffizier Edelmann„der se
1
4 Jahren die 1. Schulklasse verwaltete.
3 Starkenburg und Rhrinhessen.
5 m Offenbach, 14. März. Ein Un fall mit tödlichem Aus⸗ gang trug sich am Samstag nachmittag gegen 5 Uhr auf dem hie sigen Hauptbahnhof zu. Als der von Bebra kommende D-Zug 609 auf der hiesigen Station einlief, sprang der Rangierführer Schneider entgegen der Vorschrist auf den noch in der Faort befindlichen Zug auf. Er glitt jedoch auf dem Trütbrett des Wagens aus, geriet unter die Räder und wurde völlig zer malt. Auf Anregung des Kommandeurs des hiesigen Ersatzbataillons,
wie folgt: 67133(71 403) Schwimmbäder, 22 599 T
werden, die den hier garnisonierenden Soldaten während ihrer freien Dienstzeit angenehmen Aufenthalt und Erholung bieten sollen. ————
Sießener Strafkammer. th. Gießen, 12. März. Ein jugendliches Quartett. 1
Vier Buben von Ober⸗Erlenbach wollten ihrem Lehrer einen Streich spielen. Sie stiegen zu dem zufällig offenen Kellerfenster der Lehrerwohnung ein und eigneten sich vier Fläschchen Wein an. Die Strafkammer faßte die Sache milde auf und erkannte 15 ——*„ eine Geldstrafe von 5 Mk., im Nichtzahlungsfall einen Tag Gefängnis..
Vergehen gegen die Kartoffelhöchstpreise.
Der Landwirt Ludwig B. von Gambach wollte sein Pferd zur Konsultation in die Veterinärklinik nach Gießen bringen. Es war Ende August und so nahm er zwei Sack Kartoffeln mit auf den Wagen, womit er in Gießens Straßen umherfuhr, damit rech⸗ nend, daß bei der herrschenden Kartoffelnot ein Käufer sich frei⸗ willig erbieten würde, der mehr als den festgesetzten Höchstpreis für die Ware, der 6,50 Mk. für das Malter betrug, geben würde. B. bot die Kartoffeln zu 7,50 Mk. das Malter an, fand auch endlich jemanden, der den Preis zahlen wollte, aber verlangte, B. sollto die zwei Sack wiegen lassen. Dieser aber meinte, er habe die Säcke schon gewogen und versicherte auf Treu und Glauben, es seien 2½ Zentner. Da ber Kunde aber dem Handel nicht traute, wurde B. grob und fuhr eiligst davon. Nun ging der Kartoffelkunde zur Polizei und schilderte das Handelserlebnis. B. wurde in der Frank⸗ furter Straße gestellt, seine Kartoffeln wurden im Beisein eines Polizeibeamten gewogen, wobei sich herausstellte, daß dieselben 2 Zentner und 10 Pfund wogen. Die Strafkammer war der Ansicht, daß B. s Tat nahe an Betrugs versuch grenze; jedenfalls aber habe er die Verordnung wegen der Höchstpreise verletzt und sei deshalb mit 150 Mk. Geldstrafe, im Unvermögensfall für je 5 Mk. mit einem Tag Gefängnis zu bestrafen.
Gegen den Belagerungszustand
und die Verordnung des Generalkommandos betreffend die poli⸗ zeiliche Anmeldung von Ausländern, deren Heimatsstaat sich mit uns im Kriegszustand befindet, hat sich der Kaufmann Josua R. in Bad⸗Nauheim vergangen. Der Angeklagte ist in Palästina ge⸗ boren, türkischer Staatsangehöriger und verwaltet in der Bade⸗ stadt ein Logierhaus. Er hat in zwei Füllen im August an einem 1 nachts Russen, die in Offenbach,—— furt und Darnist ihren Wohnsitz verlassen mußten, als Wohn⸗ gäste aufgenommen, diese aber erst am Montag resp. Dienstag der Polizei angemeldet, obschon er wußte, daß dies innerhalb 12 Stunden nach deren Ankunft geschehen mußte. Der Angeklagte
entschuldigt seine Versäummis damit, daß am Freitag nachmittag anfangend bis Samstag abend Sabbat sei und er, um en
nicht zu entweihen, die vorgeschriebene Anmeldung nicht bewirken konnte. Sonntags aber ist das Amt zur Anmeldung der F nur 2½ Stunden offen. Am Montag vormittag hat er die Gäste dann gemeldet. Er rechnet die Stun unter Abzug des Sabbat zusammen, während welchen das Polizeiamt offen gewesen ist, und meint, er habe nach die er Rechnung innerhalb 11½ Stunden die Fremden angemeldet. Die Strafkammer ließ aber diese Rech⸗ nungsweise des Angeklagten nicht zu. Wenn er so fromm sei, so hätte er am Freitag vormittag die Gäste anmelden sollen. Wir befänden uns im Kriegszustande, und da seien alle Anord⸗ nungen der Behörden pünktlich zu befolgen. Da eine Geldstrafe nicht zulässig, die Verfehlung des Angeklagten aber nicht schwer ist, so hat die Strafkammer auf die niedrigste zulässige Strafe von 1 Tag Gefängnis erkannt. Herr Josua R. will gegen das Urteil Berufung verfolgen, weil man seine religiösen Gefühle dabei nicht berüclsichtigt hat. Eine verunglückte Berusung
schöffengerichtlichen Urteil, das ihr wegen Diebstahls eine Gefängnis zuerkannte, eine Freisprechung erzielen. Die der kleinen Mühlgasse waren aber in der Sache als Zeugen so be⸗ weiskräftig, daß die Strafkammer, obschon schließlich die An klagte nrit einer Herabsetzung der Strafe sich zufrieden geben wollte, die Berufung verwarf und die Angeklagte auf den Gnadenweg verwies, wenn sie die Strase vermindert haben wolle.
Ein gan; 1 Betrüger ist der Schweizer Wilh. W., wohnhaft in Buchenbrücken. Aa ein langes Strafregister aufzuweisen und verbüßt augenblicklich 1 Jahr Gefängnis wegen Betrügereien, die er im Bezirk Wies⸗ baden verübt hat. Der Angeklagte ist geständig, in 3 Fällen von n 85 in der Wetterau unter Vorspiegelung unwahrer Tatsachen ich Beträge von je 20 Mark erschwindelt zu haben; er hat weiter einem F. händler in Friedberg unter der Angabe, die Militär⸗ verwaltung leiste Zahlung, veranlaßt, ihm einen neuen Luftschlauch im Werte von 3 Mark für sein Fahrrad zu liefern. Ferner— ihm 7 Fälle des Betrugsversuchs zur Last, indem er von Land⸗ wirten der Wetterau Einzelbeträge von 20—30 Mark zu erlangen
versuchte. Die Strafkammer erkannte au eine Zusatzstrafe von 1 Jahr, so daß Angeklagter zusammen für seine Schwindeleien 2 Jahre ängnis zu verbüßen hat.
Wegen 1 5. wurde der Metzgerssohn Artur Sch. von Büdingen zu einer Geld⸗ strafe von 50 Mark, im Unvermögensfalle 10 Tage Gefängnis verurteilt. Er hatte einem Landwirt in Hitzkirchen 2 Schweine abgehandelt, für welche dieser 55 Pfenni pro Pfund achtgewicht haben wollte. Sch. erklärte jedoch, er wolle das Vieh für eine Metzgersfran in Büdingen haben, de⸗ ren Mann im Felde stehe, und da könne er nicht mehr als höchstens 53 Pfg. für das Pfund bezahlen. Der Landwirt erklärte als Zeuge, er habe nur, weil die Tiere für eine Kriegerfrau von Sch. gekauft seien, den billigeren Preis zugestanden. Nach einigen agen stiegen aber fette Sabveine im Preise bis auf 58 0 2 und da Sch. die beiden Tiere nicht an die Frau des Kriegers, sondern an einen Metz in Büdingen für 60 Pfg. das Pfund verkauft hat, fühlte sich der Verkäufer geschädigt und erstattete Betrugsanzeige beim Gendarmen. Das Schöffengericht in Bü⸗ dingen hatte in der Sache in erster Instanz auf Freisprechun, erkannt. Die Strafkammer war aber der Ansicht, es habe si Sch. einen widerrechtlichen Vermögensvorteil von 2 Pfg. pro Pfund Schweinefleisch verschafft und um diesen Betrag den Land⸗ wirt geschädigt.
——
Mordprozeß Vogt. O Darmstadt, 13. März. Ueber die Schluß verhand⸗
teidiger der Angeklagten Heydrich, Justizrat Hallwachs, führte aus: Gewiß hätten Vogt und die Frau Heydrich mit dem Ge⸗ danken gespielt, den Ehemann zu deseitigen. Aber diese Gedanken fanden vor der Tat ihren Abschluß. Wenn die Gasgeschichte ein Mordanschlag gewesen wäre, dann sei es doch auffallend, daß der Mann gar nichts von Mordversuch sagte. Die Frau erklärte, sie könne die Möglichkeit zugeben, aber sie wisse nicnt, daß sie es mit Vorsatz und lleberlegung getan habe, da sie ja gar keine Vor⸗ stellungen mehr davon hätte infolge des Bowlenabends. Es könne also von einem Mordversuch gar keine Rede sein, noch weniger aber von emer Anstiitung zur Tat vom 16. Mal, nachdem die Frau am Donnerstag vorher zu Vogt sagte, daß sie Schluß machen wollte. Frau H. ließ sich von 8215 das seste Versprechen geben, nichts gegen ihren Mann zu tun. Hallwachs schließt gleichfalls mit dem Appell an die Geschworenen, nur die Tatsachen reden zu lassen.— In seiner Replik führt Oberstaatsanwalt Schwarz aus, daß diesen Vorgängen am Donnerstag vor der Tat nicht die Be⸗ deutung zukomme, die ihnen die Verteidiger beilegen. Demgegen⸗ über unterstreichen in der Duplir die beiden Verteidiger nochmals diese Bedeutung für die Frage, daß Mord nicht vorliegt. Die beiden Angellagten haben das letzte Wort. Vogt erklärt, daß er seinen Aussagen nichts hinzuzufügen habe. Frau Heydrich betont nochmals, daß sie am Donnersitag vor der Tat ausdrücklich mit Vogt vereinbarte, nunmehr Schlu zu machen mit den früheren Planen. Sie habe mit der Tat nichts zu tun.
Darauf solgt die Rechtsbelebrung.
Nach drewwiertelstündiger Beratung verkündete der Obmann der
Majer Albrecht, sollen auch hier Soldatenheime errichtet
.
Geschworenen deren Schuldspruch. Darnach bejahten die Ge⸗ schworenen gegen Vogt die Fragen wegen Mordes
verfolgte die Ehefrau Fr. R. aus Gießen. Sie wollte von einem führer Frauen lehr
lung im Prozeß Vogt⸗Heydrich ist noch nachzutragen: Der Ver⸗ Mau
und Beihille Mordverfuch, Frau 1— 5 wegen Anstinung zum Mord, iftung zur Brandstistung un wegen Mordversuchs Während Vogt den Spruch gefaßt und er⸗ geben auinahm, sank Frau H. ohnmächtig zusammen. 0 berstaatsanwalt Dr. Schwarz beantragte darauf Vogt wegen Mordes die Todesstrafe, wegen Brandstistung zehn ahre Zuchthaus, wegen Beihilfe zum Mordversuch 10 Je uchthaus gegen Frau Heydrich een 1 zum Mord odesstrafe, wegen Anstiftung zur stiftung 10 Jahre Zucht⸗ haus und wegen Mordversuchs 14 Jahre Zuchthaus. Verteidiger des Vogt Rechtsanwalt Neuschäffer beantragte Verweisung an das nächste Schwurgericht wegen offenbaren Fehl⸗ 1 zum Nachteil des Angeklagten Vogt. Im übrigen enthalte er ich weiterer Aeußerungen. Der Verteidiger der Frau He ustizrat Hallwachs stellte aus gleichem Grunde denselben ntrag hinsichtlich des ganzen Urteils gegen Frau Heydrich. Das gegen 11 Uhr verkündete Urteil des Gerichts lautete:
Gegen Vogt wegen Mordes die Todesstrafe, wegen Brand⸗ stiftung und Beihilfe zum Mordversuch insgesamt 10 Jahre Zucht⸗ 1 gegen Frau Heydrich wegen Anstiftung zum Mord die
od 115 5 81 1 2 3 5 zur Bran ing insgesamt 12 Jahre Zucht. er gegen beide Angeklagten auf Aberkennung der bürgerlichen Ehren rechte auf Febensdauer und Tragung sämtlicher Kosten. Den Antrag der Verteidiger hält das Gericht für unzulässig; der Spruch der Geschworenen rechtfertige keinesfalls die— 2 5217 der Strafprozeßorbnung. Nach dem Spruch der Geschworenen mußte die Todesstrafe ausgesprochen werden. i l
Das Urteil im belgischen Hochverratsprozeß.
Brüssel, 14. März.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Gou- vernementsgericht sprach die des Hochverrats angeklagten belgischen Beamten, obwohl sie des Verbrechens dringend verdächtig waren, frei, weil aus dem Material nicht der volle Beweis ihrer Schuld erbracht werden konnte. Das Urteil zeigt, daß deutsche Richter auch dem Feinde gegenüber den altbewährten Gerechtigkeitssinn wahren.
O Mainz, 13. März.(WTB. Nichtamtlich.) Vom hiesigen Kriegsgericht wurden gestern die drei a 8 Februar aus der Mainzer Zitadelle geflüchteten und zwei Tage später in der Nähe von Worms wieder festgenommenen französischen Offiziere verurteilt. Einer erhielt drei drei die
beiden anderen je drei Monate Gefängnis.
ö Eingesandt. 1571 (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rub henden Artike 3 die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei 2 Verantwortung.) 4 An die Schüler und Schülerinnen der höheren Schulen. Wollt Ihr nicht auch mittun bei der Kriegsanleihe? Viele von Euch haben doch Sparkasseneinlagen. Wie wäre es, wenn Ihr ein-, oder zwei- oder gar mehrere hundert Mark davon in Kriegs- anleihe anlegen wolltet! Das ist eine gerade so sichere Anlage; Ihr nützt dadurch dem Vaterland und Ihr bekommt dazu noch höhere Zinsen. Ihr braucht nur der Sparkasse mitzuteilen, wie viel Ihr zeichnen wollt, das übrige besorgt diese. Aber nicht lange be⸗ innen: Freitag, den 19. März, 1 Uhr, ist Schluß der Zeichnung! In Frankfurt hat allein eine Sexta 12 700 Mk. gezeichnet. Und lönnt Ihr nicht auch Angehörige und Bekannte zur Zeichnung ermuntern?! 1
2
Standesamts nachrichten.
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eborene: 8 schmidt ein Sohn, Wi Kurdirektor Wi
Gold- m.— März 2. Dem Schriftsteller und Im Waehling⸗ i ein Sohn, Fri — 3. 1 Chen bahn Anterufstie** 85
Sue en Ehn, deneic is etn 7 5 wo Mitsch eine Tochter, Therese Mar
Hier„Sen le erg 6, Mei or ging Schraub, alt, Licher Straße 74.— 7. Philipp Gunderloch, löhner, 65 Jahre alt, Licher Straße 106.— Otto Heinrich Buck
18. berger, 1 Jahr alt, Lindengasse 18.
8— Clisabeth Wagner, geb. Lemp, 71 Jahre alt, Walltorstraße 44.— 9. Katharine Deubel, 62 Jahre alt, Licher Straße 74.— 10. Mathilde Wilhelmine
Luise Auguste Strack, 72 Jahre alt, Ludwigstraße 44.
Im Felde gefallen: September 16. Wilhelm Lotz, Schlosser, Wehrmann, 32 J i Cernay en Dormois gefallen.—
gefallen.— Dezember 3. Hermann Hans Hirt, Student, Kri freiwilliger, 19 Jahre alt, Löberstraße 23, bei— fallen.— Januar 17. dor Spitznagel, Lehramtsassessor, Leutnant der Landwehr, 37 Jahre alt, Schiffenberger Weg 60, bei Bois de Pröétre gefallen. 12 Albach.
Geborene: März 5. Dem Maurergesellen Ernst Ludwig
Keßler ein Sohn, Ernst. Eyesolieg N Staubi
Ehe ießungen: a 7. g Friedri i,
Laar mit Marie Auguste Wagner, beide in Fri
Geborene: März 3. Dem Königl. Bauassistenten Karl Lack in Schweidnitz eine Tochter, Liselotte. e 20 Jahn ait ebenen 9. Man n„ben Musketier, rer, Jahre 7.— arz 4. n nie Wilhelmine Hilbrecht, 27 Jure alk 8 Hungen..
Geborene: März 2. Dem Reservelokomotivführer Martin Studenroth ein Sohn, Helmut.
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In allen einschlägigen Geschäften.(Porto 10 Pf) —— Amtlicher Teil.
Au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Auf verschiedene hierher gerichtete Aufragen benachrichtigen 1 Brot- und Me rte ür fand
wir Sie, daß in aller Kürze ndgemeinden
La des Kreises eingeführt werden. Na mun en Ferber N in Kürze 15 Fleßen, den 4. Mürz 1915. Seghers Kreisamt Gießen. „Usinger.
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