Ausgabe 
(13.3.1915) 61. Drittes Blatt
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gegeben haben mehr als der WMrper ri aus- konnte. Das ist Sr Esen direkt in den Wfalllasten geworfen hätten. Solche Vergeudung ist in Friedenszeiten unerfreulich, in Kriegs⸗ zeiten verhängnisvoll und unverantwortlich. Um sie ver⸗ meiden zu können, sollen auch Hausfrauen, die sich bewußt find, gut zu kochen und zu wirtschaften, die Ratschläge der Kriegsspeisezettel, Kriegsrezepte, Kriegskochbücher befolgen. Sie richten sich nach den vorhandenen Vorräten und ver⸗ suchen, mit den Hilfsmitteln der hygienischen Wissenschaft eine Ernährung durchzuführen, die bei den vorhandenen Mitteln die denkbar beste und zweckmäß ßigste ist.

Die Friedenssparsamkeit der Hausfrau kam im wesent⸗ lichen nur ihrer eigenen Familie zugute, weil sie Ausgaben sparte und für anderes Geld erübrigte. Die Kriegsspar⸗ samkeit soll dem Volke zugute kommen, dessen Vorräte sie vor zu schnellem Verbrauch schützt. Es kommt nicht nur darauf an, daß du deine Speisekammer voll hast das, was darin ist und was du bezahlt hast, ist trotzdem noch Volks⸗ eigentum, Volksvorrat, und du darfst nicht damit umgehen, wie es dir paßt, sondern du hast es so zu verwalten, wie es für alle notwendig ist.

Jedes Stück Brot und jedes Pfund Mehl ist ein Stück Munition im wirtschaftlichen Daseinskampf, das seine Be stimmung erfüllen, das heißt, mithelfen soll zum Sieg.

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* Ritter des Eisernen Kreuzes: Gutspächter Rudolf v. Helmolt vom Fauerbacher Hof bei Friedberg, Leutn. d. R. im Regt. Jäger zu Pferd 12. Feldlazarettinsp. Lange beim Feldlazarett 67 der 25. Res.⸗Div., früher Rech⸗ nmungsführer des Bad⸗Nauheimer Militärkurhauses. Leutn. d. R. Rudolf Kanert aus Weilburg, beim Pion.⸗Bat. 21. Hauptmann und Kompagnieführer Fritz Skrodzki aus Limburg, Garde⸗Gren.⸗Regt. 5. Einj. Freiw. Ernst Sud⸗ heimer aus Dausenau. Obergefr. Eduard Hagert aus Bad Ems, Feldart.⸗Regt. 23. Lehrer Wilhelm Kaps aus Nauborn, Off.⸗Stellv. beim Landw. Fuf. Regt. 116. Gefr. Werner aus Aßlar, Res.⸗Inf.⸗Regt. 254. Gefr. Schmidt aus Ehringshausen, Res.⸗Inf.⸗Regt. 247. Wehrmann Schü⸗ ler aus Michelbach, Garde-Res.⸗Feldart.⸗Regt. 1. Uffz. d. R. Julius Stumpf aus Nieder-Gemünden, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Vizefeldo. im Pion.⸗Bat. 21 Apotheker Karl Schlei⸗ mer von Bad- Nauheim. Feldw.⸗Leutn. Hermann Groods aus Gießen, Inf.⸗Regt. 116.

* Auszeichnung. Dem Herrn Hermann Leib Sohn des Stadtverordneten Leib), der vor einiger Zeit bereits die Hessische Tapferteitsmedaille erhielt, wurde vor kurzem auch das

Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Leib steht als Feld⸗ webel in der 10. Komp. Landwehr⸗Inf.⸗Regts. 116.

The dogs of var, die Hunde des Kriegs, find losgelassen. An dieser Vorstellu hat sich ein englischer Zeichner begeistert und dem Weltkrieg, nicht ohne Humor, wenn auch mit höchst anfechtbarer Parteinahme, als eine

Ortspoli Diesem Amtsgerichtsgefüngnis übergeben wurden. Heute morgen erfolgte der Rücktransport nach Rengshausen.

örde und baten um Murfnadmr und. unsche wurde entsprochen, indem die Ausreißer dem

Beißerei von großen und kleinen Kötern dargestellt. Im Schaufenster der Kunsthandlung Carl Ludwig Leib ist das Produkt ausländischen Kriegshumors ausgestellt. Da sieht man den deutschen Dackel mit Monokel, Es⸗ist⸗exreicht⸗ Schnurrbart und Gardehelm, dessen Adler keine Federn mehr hat, wie er von der englischen Bulldogge gestellt ist, während der elegante französische Schnürenpudel aus dem Hinterhalt kläfft; Belgien ist so verbunden, daß keine Rasse mehr erkenntlich ist; während dem österreichischen Bastard die russische Dampfwalze den Schweif klemmt, sticht ihn die serbische Wespe in die Vorderpfote. Die skandinavischen Bracken liegen lechzend auf der Lauer; der Türke schließt unter Assistenz eines Dackels Nr. 2 grinsend die Darda⸗ nellentür hinter Goeben und Breslau, was die umliegen⸗ den Neutralen stark in Anspruch nimmt. Aus der Zeich⸗ nung und dem Begleittext kann man entnehmen, daß die Engländer auf die Bulldogge, die alles, was zwischen ihre Zähne kommt, festhält, retten möchten. Aber man weiß, daß die Dackel scharfe Kerle sind; hoffentlich werden sie sich bald mit dem englischen Fuchsbau befassen. Kreis Büdingen.

n Büdingen, 11. März. Heute sand hier imFürstenhol die diesjährige Frühjahrs- Konferenz der Lehrer des Kreises Büdingen statt, wobei alle drei Bezirke vereinigt waren, weil von 131 Lehrern 51 unter den Fahnen stehen. Schul⸗ rat Baldauf begrüßte die Erschienenen und wies auf den Ernst der gegenwärtigen Zeit hin, die auch ganz besonders schwere und mannigfaltige Anforderungen an die Lehrer siellt. Glänzend habe bis jetzt der Lehrerstand in der Heimat und auf dem Schlachtielde die Probe bestanden und in Treue und Tapferkeit seine volle Schuldigkeit getan. Der Ansprache des Vorsitzenden folgte ein Vortrag des Lehrers Krausgvill aus Diebach überdie Anf⸗ gabe der Landwirischaft und ihre weitere Hebung durch die Schule. Die Ausführungen des Redners sührten zu einer eingehenden Aus⸗ sprache und fanden die Zustimmung der Konferenzteilnehmer. Den Schluß der Verhandlungen bildete ein ebenfalls mit großem Beifall auigenommener Vortrag des Lehrers Lentz-Aulendiebach über die deatsche Arbeiterversicherung.

Schwickartshausen, 12. März. Unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde wurde hier der langjährige verdienstvolle Bürgermeister W. Vechtold zu Grabe n getragen. Er starb, 52 Jahre alt, in der Klinik zu Gießen an den Folgen

eines veralteten Blinddarmleidens. 18 Hessen⸗Nassau. 8 m. Kirchhain, 12. März. Drei aus der Zwangserziehungs⸗ J

anstalt Rengshausen entlaufene Zöglinge trafen gestern abend hier frierend und hungrig ein. Sie meldeten sich bei der

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