Ein schändliches Vorhaben der Ruffen.
5 Wien, 10. März.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ presseguartier wird gemeldet: Gestern nachmittag erschien r befestigten Stellung unserer Truppen nördlich von Nad⸗ worua ein russischer Parlamentär und teilte folgendes mit: Auf Befehl des russischen Kommandanten würden morgen vor⸗ mittag ungefähr 1500 Juden familien, welche heute Kumiona und Tysmienczany versa nmelt seien, über die rus⸗ Linie hinaus zu den österreichisch-ungarischen Truppen ab⸗
den werden. Da die Judenfamilien befürchteten, von den
f ichern angeschossen zu werden, erschien der Parlamentär, um dies mitzuteilen. Durch dieses unerhört brutale Vorgehen be⸗ zweckt der Frind zweifellos, Tausende Unbeteiligter, die er brotlos und obdachlos gemacht hat, gleich einer Viehherde vor sich her⸗ zutreiben, um sich ungefährdet unseren Stellungen zu nähern. Die Verwirklichung dieses scheußlichen Vorhabens, das als Schande des Jahrhunderts bezeichnet werden muß, kann bei dem tiefsten Mitgefühl für die armen Opfer der barbarischen Willkür aus militärischen Gründen nicht geduldet werden. Der Raum vor den befestigten Stellungen muß nämlich, da ein Waffen⸗ stillstand für das Abschieben der Judenfamilien vom Feinde weder angeboten noch unsererseits wegen des Heranziehens feindlicher 1 annehmbar ist, bei jeder Annäherung von der Seite
russischen Kommandanten wurde daher durch den Parlamentär nach⸗ stehende schriftliche Antwort übersandt: r 5 Das Ueberschreiten der eigenen Linie von seiten des Feindes kann unter keinen Umständen für irgend jemand gestattet werden, daher wird der Raum vor der eigenen Front unter Feuer ge⸗ halten. Ich ersuche, die Judenfamilien in Kamiona und Tysmie⸗ niczany hiervon in Kenntnis zu setzen, und füge hinzu, daß die ungeheure Verantwortung für die beabsichtigte un⸗ menschliche Handlung, Tausende unschuldiger Landbewohner
gegen unsere Stellungen zu treiben, ausschließlich dem russischen Kommandanten zufällt, der den barbari⸗ schen, jedem Kriegsgebrauch hohnsprechenden Befehl erteilt hat, und dies um so mehr, als keine Gewähr dafür besteht, daß die Unschuldigen nicht bloß als Schild für die Annäherung der — chen Truppen
dienen werden. Es wird dafür gesorgt, daß ieses Verhalten vor aller Welt gebrandmarkt werde.
Sondlerblatt
des Gießener Anzeigers
mit dem Tagesbericht der
obersten heeresleitung
Zustellung taglich zwischen 1 und 5 Uhr, auch Sonntags · Bezugspreis 50 pfg. monat⸗ lich. Im Einzelverkauf 5 Pfg. durch die Austrager und in der 6cschaftsstelle des Gleßcner Anzeigers.
hessische Zweite Kammer. Darmstadt, 10. März. Unmittelbar nach der heutigen öffentlichen Sitzung der — Kammer trat der erweiterte Finanzausschuß unter Vorsitz des Abg. Dr. Osann zur Aufnahme seiner
Beratu zusammen. Es wurde beschlossen, mit der Be⸗ ratun r Kapitel für das Staatsministerium und das Ministerium des Innern die Besprechung der vorliegenden
* zu verbinden. Anfrage des Abg. Adelung, die Wochenhilfe für 5. von Kriegsteilnehmern betreffend, erledigte sich eine Zusage des Ministertums, beim Bundesrat für die Ausdehnung der Versicherung im Sinne des Antrags Ade⸗ lung einzutreten trotz der unverkennbaren Schwierigkeiten, die der Ausführung entgegenstehen; das ürfnis sei jedenfalls anzuerkennen.
Der Minister des Innern beantwortete sodann die verschiedenen Anträge und Anfragen der Abgg. Korell⸗ Angenrod, Finger und Genossen, die Höchstpreise für Nah⸗ rungsmittel und sonstige Bedarfsstoffe sowie die Maß⸗ nahmen zur Sicherung der Volksernährung betreffend. Zu einem guten Teil dürfte den Anregungen und Anträgen durch die inzwischen erlassenen weiteren Verordnungen des Bundesrats entsprochen sein. Es wird namentlich verwiesen auf die Beschlagnehmung von Brotgetreide und Mehl zu⸗ gunsten der eee auf die Maßnahmen
zur Einschränkung Verbrauchs von Kartoffeln und Ge⸗ treide in Brauereien und Brennereien, auf die Einschrän⸗ kung des Zuckerrübenbaues und anderes mehr. Einzelne
wie z. B. die Festsetzung eines Höchstpreises für Mehl lassen sich für den engeren Bezirk des Großherzog⸗ tums Hessen überhaupt nicht ausführen, wenn nicht gleich⸗ zeitig die benachbarten Wirtschaftsgebiete mit einbezogen werden könnten. Die Diskussion über diese Anträge und die Antwort der Regierung wird auf morgen verschoben. Es gelangte sodann der Antrag der Abg. Brauer und Genossen, den Ausfall der Fortbildungsschule auf dem Lande während der Dauer des Krieges betreffend, zur Beratung. Der Vertreter der Regierung bemerkte dazu, daß 2 An⸗ gelegenheit durch eine bereits im Oktober erlassene Verfügung an die Kreisschulkommissionen in einem Sinne geregelt sei, die wohl den Wünschen der Antragsteller entspräche. In⸗ zwischen sei der Antrag auch dadurch gegenstandslos gewor⸗ den, daß nunmehr für den vergangenen Winter der Fortbil⸗ dungsschulunterricht geschlossen sei. Von seiten der Antrag⸗ steller und anderer Mitglieder des Ausschusses wurde dem⸗ gegenüber bemängelt, daß der Erlaß des Ministeriums von den unteren Instanzen nicht durchweg in einer Weise aus⸗ geführt worden ist, die den berechtigten Wünschen und Inter⸗ essen der landwirtschaftlichen Bevölkerung entspricht. Ins⸗ besondere sei es auch ein Mangel gewesen, daß die Maßnahme der Regierung nicht allgemein öffentlich bekannt gegeben wor⸗ den ist, so daß die Interessenten vielfach nichts davon wußten, welche Anträge sie bei den Kreisschulkommissionen zu stellen
tigt waren.
Als weiterer Gegenstand kam der Antrag des Abg. Ko⸗ rell⸗Ingelheim zur Verhandlung, der das Ausfallen des Nachmittagsunterrichts in den Volksschulen der ländlichen Gemeinden für das Sommerhalbjahr fordert, so lange der Krieg dauert. Die Regierung teilte hierzu mit, daß sie bereits im ar ein Ausschreiben an die Kreisschulkommissionen erlassen habe, wonach begründeten Urlaubsgesuchen aus An⸗ laß der Erntearbeiten Rechnung getragen werden soll. Würde dadurch die Schließung der Schule für eine bestimmte Zeit⸗ dauer erforderlich, so ist vorher Entschließung der Schul⸗ abteilung einzuholen. Eine allgemeine Schließung des Nach⸗ mittagsunterrichts in den ländlichen Gemeinden befürwortet die Regierung nicht. In Verbindung mit dem Antrag Korell steht ein Antrag des Abg. Callmann, der noch weitergehende
Feindes unbedingt unter Feuer genommen werden.— Dem
Bezug auf den Volksschulunterricht fordert. In der Besprech⸗ ung spricht sich die Mehrzahl der Redner für den Antrag Ko⸗ rell aus, da in der gegenwärtigen Zeit und nachdem durch weitere Einberufungen zum Heeresdienst die Zahl der land⸗ wirtschaftlichen Hilfskräfte noch weiter erheblich beschränkt worden ist, alles geschehen müsse, was möglich ist, um die Ein⸗ bringung der Ernte des laufenden Jahres sicher zu stellen. Einige Redner halten in Uebereinstimmung mit der Haltung der Regierung die vorliegenden Anträge für zu weitgehend, da eine Abgrenzung von rein landwirtschaftlichen und ande⸗ ren ländlichen Gemeinden schwer durchführbar sei und durch eine verallgemeinerte Maßregel Schulbefreiungen vielfach auch für Kinder anderer Berufsstände Platz greifen, die weder notwendig noch erwünscht sind. Die Abstimmung über die vorliegenden Anträge wird auf morgen verschoben.
Aus dem Reiche. München, 10. März.(WTB Nichtamtlich.) Der frühere
Kultusminister, Anton Ritter von Wehner, bayerischer Staats⸗ rat im außerordentlichen Dienst, ist heute nachmittag gestorben.
Herrn Archers letzte„Antwort“.
Seinem in der Nr. 41 vom 18. Februar wiedergegebe⸗ nen Artikel hat Knut Hamsun jetzt noch einen folgen lassen, den man mit Vergnügen lesen wird. Wir übersetzen ihn aus der Zeitung„Tidens Teign“ vom 28. Februar:
Worauf er mir jedesmal„antwortet“, weiß ich nicht, da ich ihn wirklich nach nichts frage. Ich weiß bloß, daß ich so kurz sein werde wie möglich; ich habe weder die Zeit noch die Gesundheit zu ufer⸗ losen Diskussionen. 5
Herr Archer„will bloß bemerken, daß zwischen der Sache Belgiens heute und der Dänemarks im Jahre 1864 keine Aehn⸗ lichkeit besteht... England war durch keinen Vertrag verpflichtet, Dänemark zu beschützen“
Dänemarks Integrität wurde in London am 8. Mai 1852 ga⸗ rantiert. Das Protokoll wurde von den Großmächten unterzeichnet, — 1— von England. Die englische Regierung versuchte auch, ihre Schutzpflicht zu erfüllen, sowohl Palmerston als Russel wollten das Kanalgeschwader schicken; aber eine Partei mit größerer Macht verhinderte das.(U. a.„Danmarks Riges Historie“ VI.)
eber die Kolonialpolitik erklärt Herr Archer,„daß Deutsch⸗ land durch seinen unverhüllten und unbändigen Neid gegenüber dem englischen Kolonialreiche verleitet worden sei, England in den Krieg hineinzuziehen.“ ö
In der Auffassung der Deutschen wird der eine oder andere nicht mit Herrn Archer einig sein, unter andern der Engländer Professor Cramb, der sein eignes Land hochschätzt, aber auch ein Kenner anderer ist(„Germany and England“). Viele werden lächeln und sagen, daß das Verhältnis gerade das umgekehrte ist, der Neid ist auf Englands Seite. Was sollen wir Außerhalb⸗ stehenden nun denken? Herr Archer macht einen etwas miß⸗ trauisch, wenn er fortfährt:
3 Jahrhunderten, wo die große Verteilung stattfand, war Deutschland nicht bereit, einen Teil der öden Strecken(7) der Erde an sich zu nehmen.“.
Die Teilung der Erde geht beständig vor sich. Obgleich Deutsch⸗ land auch jetzt ganz und gar nicht dabei sein dürfte— es ist bloß unbändiger Neid von Deutschland, daß es dabei sein will I so hat es sich doch etwas Luft in die Lungen verschafft, trotz Englands heftigstem Widerstande, es hat oder hatte Kiautschau, die Bagdadbahn, Samoa. die Karolinen. Trotz Englands hef⸗ tigstem Widerstande. Aber zu derselben Zeit, wo England acht gab, wie eine Wand vor aller Ausdehnung Teutschlands zu stehen, eignete es sich selber an: Fidii, den Suezkanal, Cypern, Britisch Südafrika, die Staaten auf Malakka, Transvaal, den Oranje⸗ freistaat, die Oberhoheit über Birma, Afghanistan, Koweit, Aegypten — ich nenne nicht Persien, nicht Tübet, nicht Arabien. Alle diese Aneignungen haben stattgefunden, nachdem Deutschland„bereit“ war
Ach ja, die Teilung der Erde geht beständig vor sich: neulich lieferte England in die Hände seines gelben Waffenbruders die Kolonie Kiautschau, die Deutschland ehrlich und redlich auf 99 Jahre von Ching gepachtet hatte
Es ist Englands Kolonialpolitik, die Deutschland gezwungen hat, eine Flotte zu bauen. Worauf England es isolierte.
Das ist die Wahrheit über die Isolierungspolitik. Das ist auch die Wahrheit darüber, daß England den Krieg verursacht hat. Herr Archer klärt uns„über die wahre Natur des englischen Kolonialreiches“ auf, daß dieses in zwei Klassen zerfällt: die erste bilden Länder mit Wilden,„die zweite Klasse besteht aus Indien und— uns aufgezwungen durch unsern Besitz Indiens— Aegypten“.
Ich weiß nicht, wieviel oder wie wenig Herr Archer von Indiens Geschichte gelesen haben mag, ich selbst kenne allzu wenig davon. Portugiesen, Holländer und zum Teil Franzosen waren dort die ersten Kolonisten, die Engländer wurden Indiens Herren durch Betrug und Gewalt(U. a. Macaulay: Essay on Lord Clive) Ich weiß auch nicht, wie viel oder wie wenig Herr Archer von Aegyptens Geschichte gelesen haben mag, ich selbst bin wieder so gut wie unwissend. Aber ich glaube zu wissen, daß die Engländer anderthalb hundert Jahre hindurch mit Indien fertig wurden, be⸗ vor sie„gezwungen“ waren, Aegypten zu verschlingen. Herr Ar⸗ cher wird vielleicht behaupten, daß der Suezkanal die Annexion Aegyptens notwendig machte? Er weiß doch sicher, daß der Suez⸗ kanal ein französisches Werk ist und daß England lange Zeit hin⸗ durch ein bitterer Gegner der Anlage war! Erst in einem gegebe⸗ nen Augenblicke, da alles reif war, kaufte England die feindlichen Aktien auf und wurde Herr des Kanals— nicht, weil es„ge⸗ zwungen“ war.
Herr Archer schreibt über Indien:„Diese Eroberung ist in großer Ausdehnung etwas gewesen, wozu England gegen seinen Willen genötigt war.“.
Der eine und der andere Landsmann des Herrn Archer hat sich hier vorsichtiger ausgedrückt, ja sogar im Gegensatze zu ihm. Für einen Außerhalbstehenden war England in Indien so „gezwungen“, wie es an andern Orten der Erde g ingen ge⸗ wesen ist, zum Beispiel in Afrika und in den äcppbschen Grenz⸗ ländern; sobald es eine Provinz erobert hat, sieht es augenblicklich ein, daß ihm auch die Nachbarprovinz fehlt, dann wieder die nächste Provinz und noch die nächste— schließlich sieht es sich gezwungen,„gegen seinen Willen“ das ganze Land zu erobern. So ist es zugegangen und so wird es immer weiter gehen, wenn England zu gebieten hat. Das wird niemals aufhören. Einmal wird es vielleicht auch— beständig gegen seinen Willen— sich gezwungen sehen, seine Augen auf das zweite Gibraltar zu werfen: den großen Belt. Das geschieht an dem Tage, wo die russische — kommt, und für den Fall, daß England zu ge⸗ ieten hat. 1
„Das einfache Verhältnis ist,“ so schließt Herr Archer, „daß England in Indien kein anderes Recht hat, als das Recht, das es sich durch eine gute Regierung von länger als einem Jahrhunderte erworben hat, die ihm— das wissen wir— die
valität der Fürsten sowohl als des Volkes gesichert hat.“
Das ist für mich keine neue Rede, ich habe ft
7 ie
besseren Ausgaben gelesen. Aber ich habe sie bis jetzt bei keiner Autorität gelesen als bei Herrn Archer. Der Grund ist viel⸗ leicht, daß andere nicht haben, sich
und wirklich in Indien ein viel stabileres Recht als das von Herrn Archer erwähnte: es hat das Recht der Macht, das Recht des Eroberers. Ich gedenke damit nicht, die an und für sich gute Re⸗ gierung der glän zu fen. Die Regierung ist sicher so gut, wie fremde Herren sie ausüben können. Und ich bin mit
Erleichterungen für die landwirtschaftliche Bevölkerung in
3 .
Herrn Archer darin ganz einig, daß ien eine deutsche Ver⸗ waltung nicht wüllkommiener ehen als eine britische Ich
1 Kulturvölfer irgend n Sie haben auch gar— 2 3—— N* 5 5 e Herrsi zur— eine Lebensnotwendigkeitt (Archer und andere Engländer.). f Dasselbe meinten Venedig, Portugal, Holland,— sie ver⸗ loren ihre Herrschaft zur See, aber sie leben noch. Ho war einmal in höherem Grade ur Se 7 1 trat ein Wechsel ein, aber Holland ist, wie bekannt, nicht zugrunde
Herr zur See als England heute, da gegangen. Sein Volk ist eines der gesündesten und glücklichsten in der Welt. Die Holländer nahmen bloß die notwendige e W— e Engländer. apoleon e: ein au 5 denken: ein Herr auf dem Wasser. Das Schicksal wollte, daß das Land wieder unter mehrere Herren verteilt würde, und 1 ein ähnliches Schicksal die Herrschaft auf dem Wasser treffen, so würde nichts Schlimmeres geschehen, als daß ein veralteter Ge⸗ danke in den Grund gebohrt würde. and wird sein Leben umgestalten und wird andere notwendig
glaube üderhaupt nicht, daß alte ige Ku eine Verwaltung.
Ein Viertel des ganzen bewohnten Festlands und dazu die Herrschaft auf der See,— es kommt darauf an, wie lange die Welt sich diesen kostspieligen Apparat leisten kann bloß um der 46 Millionen Engländer willen! N
Abes die Welt hin! 5
Das muß für diesmal mein klein sein, ich finde weiter nichts, worauf ich mich einlassen müßte. Ich schenke Herrn
Archer viel, u. a. schenke ich ihm sein Gerede„daß Deutschland mit demselben Recht von Amerika den Staat New Pork nehmen könne, wie von England eine überseeische Kolonie.“ erinnert mich an einen andern geistreichen Herrn, der mir neulich antwortete, nach meiner Lehre müsse Rußland zu kolonisieren beginnen in— Deutschland.
Die Verschiedenheit zwischen Herrn Archers erstem Artikel und seinem zweiten ist sehr groß, die„Antwort“ kommt mir dies⸗ mal merkwürdig unenglisch vor und recht unnötig. Daher habe ich jetzt bloß auf ein Mißverständnis da und einen Irrtum do weisen wollen— einzig und allein, weil Herrn Archers Name — 555 dem Artikel steht. Ich wäre sonst nicht noch einmal auf⸗ getreten.
1 rel auf dem Rück⸗ zuge bin, so will ich darauf eingehen, daß i are Linie im Rückzuge begriffen bin. Ist das nicht 7 a habe in meinem letzten Artikel alle Punkte wieder aufgestellt f — an ihnen festgehalten,— das nennt Herr Archer Rückzugs
Er nuuß schwatzen gelernt haben. 5
Mit einigem Grunde könnte dagegen ich Herrn Archer am dem Rückzuge finden: er läßt jetzt die vielen Punkte fahren, derent⸗ wegen er mich vorher angriff, Ich mache don diesem Umstande keinen Gebrauch, denn das würde unaufrichtig sein. Wie ich das vorige Mal angedeutet habe, zweifle ich nicht daran, daß Herr Archer antworten und antworten könnte und daß ich wieder antworten könnte, wir könnten es beide gut und lange aushalten. Aber das führt zu nichts. Wir stehen da einander gegenüber, je⸗ der mit seinem Gesichts punkte, der eine ist britisch, der andere ger⸗ manisch. Wir stehen jeder auf seinem Grunde.
Knut Hamsun.
Aus Stadt und Caud. Gießen. 11. März 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. f (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Vizefeldwebel Jean Krimmel, Res.-Inf.⸗Rgt. 68, aus Mainz-Kastel.— Musk. Heinr. Steinmetz aus Mainz.— Kriegsfreiw. Julius Oppermann aus Wiesbaden.— Vi webel Lehrer Wilh. Kuh aus Wiesbaden.— Unteroff. d. L. Friedrich Dannheimer, Landwehr⸗Inf.-Rgt 116, aus Worms. Oberveterinär und prakt. Tierarzt in Heidelberg Albert Kaeser aus Rimbach i. O.—. Lt. d. L. Kgl. Bergrat in Reck ⸗ linghaufen Wilh. Frick aus Dillenburg.— Landwehrm. Konrad Schneider, Landwehr-Inf.⸗Rgt. 87, aus Wallenrod.— Tam⸗ 3 . ö N N N
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bour Chr. Lust, Inf.-Agt. 116, aus Mixseld. *
* Ritter des Eisernen Hreuzes. Unteroff. der Landw. Heinrich Giffey, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Gießen(wurde gleichzeitig 2 5 Feldwebel befördert).. Wilh. Luft, Inf.⸗Regt. 167, aus Lauterbach. Un 5 Adolf Grünewald, Inf. Regt. 142, aus Hopfgarten.
e Kriegsanleihe. Man bittet uns, darauf hin⸗ zuweisen, daß sowohl die Mitteldeutsche Creditbank, wie die Bank für Handel und Industrie, hier, auch nachmittags in der Zeit von 3—5 Uhr Zeichnungen auf die neue öprozentige Kriegsanleihe entgegennehmen.
** Der Nachwuchs für unsere Volksschule wurde am Montag und Dienstag dieser Woche angemeldet. Danach treten nach Ostern, mit Beginn des neuen jahres, neu ein in die Knabenschule: 178 A⸗B⸗C- Schützen (gegen 190 im Vorjahr), in die Mädchenschule: 194(206).
* Die städtische Fortbildungsschule, die am 1. November v. J. den icht und W—6 1. März geschlossen wurde, ist von 375 Knaben in 15 KAassen
.
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tigsten Aufgaben die Gewinnung von Kriegs⸗Kranken⸗ Reger en zum dem Noten Kreuz. Aufgabe sucht er vor allem dadurch zu erfüllen, daß er Ber krankenpflegerinnen ausbildet und anstellt, um Frieden zur Ausübung der Krankenpflege zu verwenden und für c den Kriegsfall der Heeresverwaltung zur Unterstützung des Kriegs- sanitätsdienstes zu überweisen. Außerdem betreibt der Alice-⸗ A 1. 3„ 1 „ 0 ankenypflege eruf auszuüben, 5 Nut namentlich des len
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