. verlautbart, 7. März, mittags: In einigen Frontabschnitten
1 mung vorgeschobener Stellungen gezwungen.
tithben
ausgefuprt, dag Sentzelos Fehler darin gelegen habe, daß er nicht 1 t habe, daß auch das Schicksal der Türkei auf den Schlacht⸗ 0 n Polens und Nordfrankreichs mitentschieden werde, und
8 ech Verschickung der griechischen Truppen Bulgarien, das den Verlust Salonikis nicht verschmerzt habe, sicher auch ein Wort mitreden würde. Zaiwis, Venizelos vermutlicher Nachfolger, ent⸗ stamme einem berühmten griechischen Politikergeschlecht, sei jetzt Gouverneur der Nationalbank und gehöre zurzeit keiner politischen Partei an Immerhin dürfte sich der König durch sein kühnes Vorgehen die Kriegshetzer nicht dauernd vom Halse geschafft haben. Aus Rumänien.
Bukarest, 7. März.(WB. Nichtamtlich.) Meldung der 8 5 Rumaine. Die Parlamentssession ist bis einschließlich 11. März verlängert worden. Das Parlament ermächtigte die Regierung, den Belagerungszustand zu ver⸗ hängen, falls es nötig sein sollte.
Der Kronprinz von Montenegro. Cetinje, 7. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kron⸗ prinz von Montenegro liegt hoffnungslos krank darnieder. Ein französisches Expeditionskorps.
Paris, 7. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtliche Mit- teilung des Kriegsministeriums. Angesichts der Lage in den Dardanellen, und um auf jede Eventualität vorbereitet 7 sein, hat die Regierung beschlossen, ein Expeditions⸗ korps in Nordafrika zu konzentrieren. Die Truppen sollen auf das erste Signal zur Einschiffung bereit sein, um an die Stelle befördert zu werden, wo ihre Anwesenheit, durch die Umstände erforderlich sein wird.
f Die„Nachricht des Kriegsministeriums“ ist vielleicht auf eine Täuschung berechnet, denn Frankreich hat doch kein Interesse daran, seine wahren Absichten in Bezug aauf die Verwendung seiner Truppen in die Welt hinauszu⸗
vosaunen.
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Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte.
Wien, 6. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 6. März 1915: Partielle Vorstöße der RNussen im Abschnitt östlich Piotrkow in Polen scheiterten in unserem wirkungsvollen Artilleriefeuer. Im übrigen hat sich an dieser Front und an jener in West⸗ galizien nichts Nennenswertes ereignet!“
„ In den Karpathen dauern die Kämpfe um einige Höhenstellungen noch an. Ungünstige Witterungs- und Sscht⸗ verhältnisse herrschen vor. 5 Im Kampfgebiet in Südostgalizien ist nach den Ereignissen der letzten Zeit vorübergehend Ruhe eingetreten. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Wien, 7. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird
in Russisch⸗Polen waren gestern heftige Kämpfe im Gange. die sich stellenweise auf den nächsten Distanzen ab⸗ spielten. Durch gute eigene Artilleriewirkung wurden rus⸗ sche Abteilungen unter beträchtlichen Verlusten zur Räu⸗
In den Karpathen wo verschiedenen Orts die Kümpfe um günstige Höhenstellungen andauern, wurden Nachtangriffe der Russen überall abgewiesen, S8 Offiziere, 570 Mann gefangen genommen. N In Ostgalizien hält die Ruhe an. . Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: 1 152 v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 6. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter mel⸗ den: 9 ganzen Front, namentlich in den Kar pa⸗ fielen wieder gewaltige Schneemassen. Die mäch⸗ nge Schneedecke im Vereine mit dem uaufhörlichen dichten Schnectreiben, welches keinen Ausblick gestattet, macht jede mili⸗ tarische Aktion unmöglich. Selbst da, wo die beiden Fronten ganz nahe aneinander heranreichen, behindert das Wetter die Ge⸗ fllechtstätigkeit, so daß auf der ganzen Linie Ruhe war. Beson⸗ ders unangenehm macht sich der Witterungswechsel in den Kar⸗ bvathen fühlbar, wo auf den Höhen ohnehin viel Schnee liegen geblieben ist, so daß hier augenblicklich jede Truppenbewegung ausgeschlossen ist.
Graf Tisza in Wien. Wien, 6. März.(WTB. Nichtamtlich.) 5 r Tisza ist gestern hier eingetroffen sier in Audienz empfangen worden. Im Anschluß an die Audienz hatte der Ministerpräsident Besprechungen mit dem 3—+ des Aeußern, Burian und dem Ministerpräsiden. ten Grafen Stürgkh; abends reiste Graf Tisza nach Buda⸗ pest zurück. 3*** Ein Zeppelin über Calais. 25 Berlin, 8. März. Nach einer Meldung der . 51 weiß„Daily Chronicle“ vom 5. n
Der Minister⸗ und vom Kai⸗
„Vossischen 4 il März zu berichten, 45 eppelin über Calais gesichtet worden sei. LE r in der Richtung Boulogne. Später sei das Schiff im Nebel verschwunden. Man wisse nicht, wie weit westlich von Calais es vorgedrungen sei. Nach demselben Blatt hat am 3 zwischen Nancy und Toul eine Jagd auf einen deutschen Flieger stattgefunden, aber weder der feindlichen Artillerie noch einer ganzen Anzahl französischer Flieger gelang es, den deutschen Flieger zur Strecke zu bringen. Der Austausch der Verwundeten mit Frankreich.
Karlsruhe, 6. März.(WTB Nichtamtlich.) Die amt⸗ liche„Karlsruher Zeitung“ schreibt halbamtlich: Wie wir n, hat der Kaiser aus Gründen der Menschlichkeit fohlen, daß der Aus tausch der für diesen Zweck bereits in Konstanz und Umgebung versammelten fran zösischen Offiziere und Unteroffiziere in vollem Umfange vor⸗ genommen werde, trotzdem wir 7 1 von Frank⸗ reich nicht die gleiche Zahl ebenso schwer verwundeter deutscher Offiziere und Unteroffiziere erhalten werden. Im — wird, der weitaus größeren Zahl der in unseren Händen befindlichen Kriegsgefangenen entsprechend, die Zahl der von Deutschland ausgelieferten schwerverwun⸗ deten Franzosen natürlich größer sein, als die der aus Frankreich heimbeförderten schwerverwundeten Deutschen.
780 000 Gefangene in Deutschland.
Derlin, 6. März. WTB. Nichtamtlich) Wie die Blätter melden, wurde den Mitgliedern des preußischen Landtages, die 4 Gefangenenlager in Döberitz besuchten, die
itteilung gemacht, daß bisher in den deutschen Kriegsgefange⸗ nenlagern insgesamt 780 000 Mann interniert sind.
Die französischen Reserven.
Paris, 6 März.(Wü Nichtamtlich.) Dem„Temps“ zu⸗ folge hat der lee eee. der Kammersitzung am Donnerstag zwei Anträge bezüglich der Einberufung der Jah⸗ resklasse 1916 und der Aushebungsarbeiten für die Jahresklasse 1917 eingebracht. Der erste Gesetzesantrag wird damit begründet, daß die Ausbildung der Jahresklasse 1915 bald genügend fort⸗ * sei, so daß die Klasse an der Front verwendet werden ne.
etzesantrag anzunehmen, wonach die Einberufung der Jahresklasse 1916 durch einen Erlaß des Kriegsministers erfolgen kann. Durch den zweiten Gesetzesantrag soll der Kriegsminister ermächtigt wer⸗ den, die Jahresklasse 1917 einzuberufen, sobald die Jahresklasse 1916 ausgebildet und an die Front geschickt worden ist. Die Re⸗ krutierungslisten der Jahresklasse 1917 sollen von jeder Gemeinde ausgearbeitet und spätestens am ersten Sonntag des Monats April in allen Bürgermeistereien Frankreichs angeschlagen werden. Die einmonatliche Frist, welche den Zusammentritt der Aushebungs⸗ kommission von der Veröffentlichung der Listen trennt, wird auf 10 Tage herabgesetzt. Ferner sollen die zurückgestellten Mannschaf⸗ ten der Jahresklassen 1913, 1914 und 1915 sowie die zwischen dem 1. August und 31. Dezember 1914 untauglich befundenen Mannschaften aller Jahresklassen mit der Jahresklasse 1917 einer nochmaligen Untersuchung unterzogen werden. Die Ausrüstung der englischen Offiziere.
Rotterdam, 7. März.(W. B. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ berichtet, daß die Feldausrüstung der britischen Infanterie⸗ Offiziere abgeändert wor⸗ den sei. Die Offiziere trügen nicht mehr Säbel, sondern Gewehre und Tornister wie die Soldaten. Das Offiziersabzeichen werde zukünftig auf dem Aermelaufschlag getragen.
Flüchtlinge aus Rußland.
Wien, 7. März.(WTB Nichtamtlich.) Gestern nachts traf auf dem Ostbahnhof ein Zug mit 720 Personen, die aus Warschau und Odessa ausgewiesen worden waren, ein. Es waren meist Frauen, Mädchen, Kinder und alte Leute. Unter den Ausgewie⸗ senen befanden sich 450 deutsche Staatsangehörige, die vom Deut⸗ schen Kriegshilfskomitee herzlich empfangen, belöstigt und beschenkt wurden. Nach einem mehrstündigen Aufenthalt setzten die Flücht⸗ linge ihre Reise nach Deutschland fort. Heute abend trifft ein zweiter Sonderzug mit etwa 900 Personen ein.
Der Seekrieg.
Rotterdam, 7. März.(W. B. Nichtamtlich) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet: Der Kapitän des norwegischen Dampfers„Röskwa“, der in Swensea ankam, erzählte, daß er sechs Meilen von der französischen Küste einem deut schen Tauchboot begegnet sei. Als die Deutschen sahen, daß das Schiff keine Ladung führte, seien sie wieder untergetaucht.
Die Besatzung von„u 8“.
London, 7. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ti⸗ mes“ berichtet, daß die Offiziere und Mannschaften des deut— schen Unterseebootes„Us“ am 5. März in Dover gelandet worden sind.
Euglische Anmaßung gegenüber den Neutralen.
Stockholm, 6. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Telegramm aus London hatte„Daily Telegraph“ kürzlich ge⸗ meldet, daß ein Uebereinkommen zwischen der engli⸗ schen, der holländischen und den skandinavischen Regierungen dahin getroffen worden sei, daß jede Aus⸗ fuhr von Lebens- und Futtermitteln direkt nach den in Frage kommenden Ländern konsigniert werde und daß die Regierungen dafür sorgen sollten, daß die Waren nicht wieder exportiert würden.„Die neue englische Blockade wird,“ hieß es weiter,„zur Folge haben, daß die britischen Konsuln und anderen britischen Vertreter kontrollieren werden, daß der Export ausschließlich zum eigenen Verbrauch verwendet wird.“„Göteborgs Morgenpost“ bespricht diese über⸗ raschende Meldung und weist sie, was Schweden anlangt, in bestimmten Worten zurück.„Man weiß,“ sagt das Blatt,„daß Amerika, Bulgarien und Griechenland sich in eine derartige Kon⸗ trolle gefunden haben, von schwedischer Seite ist jedenfalls ein gleiches Uebereinkommen mit der britischen Regierung nicht ge⸗ troffen worden. Es wird weiter bekannt, daß die Zeugnisse der schwedischen Regierung über die inländische Verwendung der be⸗ treffenden Güter nicht respektiert worden sind. Darüber müssen wir uns stillschweigend hinwegsetzen, aber ausländische Kommis⸗ sare in unseren Häfen, die ermächtigt sein sollen, uns vorzu⸗ schreiben, wie wir unsere eingeführten Waren verwenden dürfen, dulden wir nicht. Dahin ist es wenigstens noch nicht gekommen.“
Die Teuerung in England. London, 7. März.(W. B. Nichtamtlich.) Nach einem Artikel der„Labour Gazette“ hält die Preissteigerung für Mehl, Brot und Fleisch in Großbritannien an. Bisher sind die Preise für Lebensmittel im Januar im Kleinhandel um 3 bis 4 Prozent, für Brot und Mehl um 9 bis 12 Prozent gestiegen. Die Vorschläge Amerikas.
London, 7. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Tele⸗ graph“ meldet aus Washington vom 5. März: Bryan und die amtlichen Kreise sind von dem freundschaft⸗ lichen Ton der deutschen Antwortnote befriedigt. Sie betrachten sie als eine Grundlage für die weiteren Be⸗ mühungen der Regierung der Vereinigten Staaten, ein Uebereinkommen zwischen beiden Nationen zu erzielen. Man laubt nicht, daß die englische Regierung alle Vorschläge
utschlands annehmen wird, aber wenn sie selbst einen Teil davon annähme, so würde dies Gelegenheit zu weiteren Ver⸗ handlungen geben und vielleicht zu einem Abkommen in einer etwas anderen Form führen.
Aus Italien.
Rom, 7. März.(WTB. Nichtamtlich.) Eine amtliche Verfügung bestimmt, daß ab 22. März nur noch eine einzige Sorte Brot mit einer Mischung von 80 Pro⸗ ent Weizenmehl gebacken werden darf. Dieses Brot ent⸗ 1 den Anforderungen der Ernährungshygiene und 1 bemerkenswert geringeren Verbrauch von Weizen bewirken.
Eine Republit Nordportugal. Madrid 7. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden aus Badajoz, daß die portugiesischen Demo⸗ kraten bei der Zusammenkunft im l'Amigo General Correra Barreto zum Präsidenten der Republik Nord- portugal proklamierten.
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Politische Verhaftungen in Moskau. Moskau, 7. März.(WD Nichtamtlich) In den Räu⸗ men der Gesellschaft für die Organisation der Volks⸗ bildung und der Volksbelustigungen, in denen auch die pro⸗ fessionellen Metallarbeiter⸗ und Bäckerverbände untergebracht sind, ist auf die Weisung der politischen Polizei bei dem Sekretär des Bäckereiarbeiterverbandes Gussew eine Haussuchung vorgenommen worden, welche 3 Stunden währte; etwa 40 dort befindliche Personen wurden gleichfalls durchsucht. Neun Verhaftungen wurden
vorgenommen.
Eine russische Wehrsteuer. Petersburg, 6. März.(WTB Nichtamtlich.) Der Staats rat beschloß, zur Beseitigung des Pestaits n Etat für 1915 eine Kriegskopfsteuer für die Dauer von drei Jahren einzuführen, die von jedem vom Kriegsdienst Befreiten zu zahlen sein würde.
Morgan in Petersburg. Kopenhagen 6. März.(WTB Nichtamtlich.)„Poli⸗ tiken“ meldet aus Petersburg: William Morgan ist in Petersburg eingetroffen, um mit den Kreisen einfluß⸗ reicher Finanzmänner in Rußland zu verhandeln.
Die Haltung Persiens. Petersburg, 6. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Ruß⸗
er Zeitpunkt sei gekommen, in sehr kurzer Frist die Jahres⸗ klasse 1916 ri 1 4 5 417 2
einzuberufen. Der Kriegsminister e
0
koje Slowo“ meldet vom 27. Februar aus Teheran: In
Persien greife eine sehr ernste, bedrohliche Bewegung
des õießener Anzeigers
obersten heeresleitung
gegen die Ententemächte um sich, die von amtlichedß Seite unterstützt werde. Es werde die Entfernung aller euro⸗ päischen und besonders der belgischen Finanzkontrolleure verlangt, sowie die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und die Aufnahme großer Anleihen für Reformzwecke ge fordert. Salar ed Dauleh sei mit bedeutenden Kräfken in Persien eingerückt. — i Aus dem Reiche. Vom preußischen Landtag. 3
Berlin, 6. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Aeltestenrat des Abgeordnetenhauses hielt eine Besprechung über die Frage der Vertagung des Landtags ab. Es wurde einstimmig be⸗ schlossen, bei der Regierung dahin zu wirken, daß die Vertagung Ende Man eintrete, da unter Umständen die gegenwärtigen Zeitverhältnisse schleunige Maßnahmen, wobei die Mitwirkung des Landtags erforderlich ist, notwendig machen könnten. In der Sommersession könnte dann auch das Fischereigesetz, mög⸗ licherweise auch das Wohnungsgesetz erledigt werden; das letztere, sofern es gelingt, die noch bestehenden Meinungsverschie⸗ denheiten zu beseitigen. Der Präsident des Abgeordnotenhauses nahm für die nächsten Tage folgenden Beratungsplan in Aus icht: Montag, 8. März, 1½ Uhr: Zentralgenossenschaftskasse, direkte Steuern, indirekte Steuern, Finanzministerium mit klei⸗ nen Nebenetats und Etatsgesetz. Dienstag, 9. März 11 Uhr: Be⸗ ratung des Antrags des Staatsministeriums, betreffend die Ver⸗ tagung beider Häuser des Landtags, dritte Beratung des Etats, zweite und dritte Beratung des Eisenbahn⸗Anleihegesetzes mit der Kleinbahn⸗Denkschrift, zweite und dritte Beratung des Knapp⸗ schafts⸗Kriegsgesetzes, Verordnung betreffend Bildung von Genos⸗ senschaften zur Bodenverbesserung und Verordnung, betreffend Zusammenlegung von Moorländereien.— Von Mittwoch, 10. März, bis zum Sonnabend, 13. März, sollen keine Sitzungen stattfinden, am Montag, 15. März, soll das Haus vertagt werden.
Sondlerblatt
mit dem Tagesbericht der
Zustellung täglich zwischen 1 und 5 Uhr, auch Sonntags- Bezugspreis 50 pfg. monat; lich. Im Einzelverkauf 5 pfg. durch die
Austräger und in der seschaftsstelle des Gießener Anzeigers.
und Cand. Gießen, 8. März 1915.
Von der Landesuniversität.
L. U. Am Schluß des Semesters fand durch den Rektor der Universität und den studentischen Ausschuß eine Besich⸗ tigung der verschiedenen Einrichtungen statt, die im Inter⸗ esse der Studentenschaft während und trotz des Krieges in Ausführung begriffen sind. Zuerst wurde die Anlage vor der Universität, die unter Verwendung der von Staat und Stadt, sowie der Dozenten durch Herrn Stadtgärtner Balser ausgeführt wird, erläutert und ge⸗ prüft. Sie soll neben ihrem ästhetischen Zweck in prakti ch⸗
en
Aus Stadt
nützlicher Weise besonders den Studierenden Gelegen bieten, um sich in den Pausen des Unterrichtes zu 45 0 15 In der Anlage sind 1,50 Meter breite 7 und eine größere Zahl von Bänken in nischenartig angelegten Pflan⸗ zungen vorgesehen. Die Einfriedigung wird durch einen Gitterzaun geschehen, an dem entlang vorn eine Reihe von Linden gepflanzt wird. Die bisher kahle Fläche vor der Aula wird durch ein großes Beet belebt, in dessen Mitte sich hoffentlich bald der geplante„Ludwigs⸗Brunnen“ mit dem Denkmal des Stifters der Universität erheben wird. Die Streifen entlang dem Gebäude werden ebenfalls neu an⸗ gelegt und mit Sitzplätzen versehen. Die Probebänke, die schon einige Tage in dem Flur der Aula ausgestellt waren, wurden an die richtigen Stellen gebracht und geprüft. Das ewählte Modell fand Beifall.— Wir hoffen, daß die An⸗ age in der geplanten Form eine Zierde der Universität und der Stadt werden wird. N
Sodann wurde das Gelände zwischen Rektorat und Aula besichtigt, das bisher als früherer Zimmerplatz völlig brachliegend, nunmehr ein Studentengarten werden soll. Das dabei gewonnene Land wird während des Krieges teilweise noch zum Gemüsebau verwendet werden, im übri⸗ gen aber jetzt schon in einer jenem 7 entsprechenden Weise bepflanzt werden. Die Anlage soll zugleich als Garten des kunstwissenschaftlichen Institutes dienen.
Weiter ging der Weg zu dem Gelände des zukünftigen Sportplatzes zwischen dem Gebäude der Maschinen⸗ gewehrkompagnie und dem Wäldchen an der Fuldaer. Vom städtischen Tiefbauamt war der Grundriß Aeg bat. so daß der ganze Plan mit seiner. Laufbahn, den Ball⸗ spielplätzen und den sonstigen Anlagen zum Vorschein kommt. Die Gliederung wird in drei Terrassen. Der Blick über den ganzen Platz von der Gegend unter dem Schützen⸗ hause nach dem Schiffenberg zu ist sehr 8 Im Interesse der Volksernährung soll der größte Teil des Geländes, das von der Stadt der Universität verkauft ist, im Umfange von ca. 25 500 Quadratmeter während des Krieges noch lle landwirtschaftlichen Zwecken verwendet werden. Jedenfalls wird durch diesen großzügig geplanten Spiel⸗ und Sport⸗ platz die Universität und die Stadt Gießen eine neue An⸗ ziehungskraft erhalten. ö
ließlich wurde an dem Wege nach dem Gleiberg hinter der Hardt das steil ansteigende Gelände besucht, das im vorigen Jahre der Universität zur Benutzung überwiesen worden ist. Dieser Universitäts⸗Garten umfaßt un⸗ Alki 5000 Quadratmeter. Der an dem Fußweg nach dem Gleiberg zu auahest Teil, ein alter mit Terrassen versehe⸗ ner Garten, wahrscheinlich ein früherer Wein ist im vorigen Sommer schon mehrfach von Dozenten und Studen⸗
ten zu geselligen n benutzt worden und wird wahr⸗ scheinlich—9 7 Schluß des 8 hoffentlich 3 E Sommer, immer 2 benutzt werden. Der andere Teil des Geländes zieht am Steinbruch entlang in die Höhe und bietet prächtige Aussichten in das Lahntal
Hoffentlich werden die in Ausführung richtungen weiter dazu beitragen, um der Studenten den Aufenthalt an unserer Unixersität und in unserer zu einem behaglichen zu n. N 9
begriffenen Ein⸗ chaft


