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e e Tapferkeitsmedaille dem WPofti Fri ats Friedberg, dem Postsekretür K. Bomnartus aus„ dem Ober-Postassistenten Hans Müller aus Bingen und den Postassistenten Beck aus Mainz und Greb aus Mattz⸗Kastel.— Zu Offizieren des Be⸗ urlaubtenstandes wurden befördert: Postmeister Bauer qs Rüsselsheim, Postsekretär Schäfer aus Gießen, Ober⸗Postassistent Hans Müller aus Bingen und Postassi⸗ stent Senßfelder aus Bad⸗Nauheim.— Angenommen: zum Postagenten wurde Gemeinde⸗Einnehmer Schmitt in Herrnsheim.— Versetzt wurden Postsekretär Adolf Vogel von Offenbach nach Mainz unter Ernennung zum Ober⸗Postsekre⸗ tär, Postsekretär Keiser von Bingerbrück nach Offenbach, Ober⸗ Postassistent Friedrich Schneider von Worms nach Darmstadt und Postassistent Stühler von Osthofen nach Mainz.— In den Ruhestand tritt Ober⸗Postsekretär, Rechnungsrat Quetsch in Mainz.— Gestorben sind: Ober⸗Postassistent a. D. Hartmann in Gießen, Ober⸗Postassistent Ludwig Mül⸗ lex in Offenbach und Postkanzlist a. D. Lang in Darmstadt.— Gestorben infolge Verwundung sind: die Postassistenten lein aus Butzbach und Spalt aus Heppenheim.— Vor dem Feinde sind gefallen: die Postassistenten Burk aus Bad⸗ Nauheim und Kessel aus Schotten, Postagent Berg aus Mör⸗ lenbach.— Ausgeschieden ist Postagent Schwinn in 3
Kreis Schotten. Schotten, 5. März. Der Lehrer Heinrich Schaaf, Offizierstellvertreter im Infanterie-Regiment Nr. 116, 4. Komp., erhielt das Eiserne Kreuz. Schaaf war früher an der hie⸗
sigen Volksschule, an den Schulen in Sichenhausen und Herchen⸗
lain tätig. Vor fünf Jahren übernahm er eine Stelle an der Deutschen Schule in Paris und war bei Ausbruch des Krieges mit seiner Familie in der Heimat in Ferien.
Kreis Friedberg.
Friedberg, 3. März. Am letzten Sonntag(28. Febr.) fand in der Gegend von Wölfersheim zum erstenmal eine größere Geländeübung verschiedener Jungwehren der nordöst⸗ lichen Wetterau unter Teilnahme der Jungwehren von Friedberg und Bad⸗Nauheim statt. Die von Regierungsassessor Walter veranstaltete und vorbereitete Uebung stand unter der militärischen Oberleitung der Herren Major Stamm und Haupt⸗ mann Schnell aus Bad⸗Nauheim, die das Schiedsrichteramt übernommen hatten Die Annahme war folgende: Blaue Trup⸗ pen ständen zum Schutze des Bahnhofs Friedberg an den Wetter⸗ — 1 bei Oppershofen Jungwehren Rockenberg, Oppers⸗ hbofen, Steinfurth), Steinfurth(Jungwehr Bad⸗Nauheim), Wissels⸗
im(Jungwehr Friedberg, 2. Kompagnie und Rödgen Jung⸗ wehren Wisselsheim, Schwalheim und Dorheim). Rote Trup⸗ ven(Jungwehr Friedberg, 1. Kompagnie, Reichelsheim, Dorn⸗ ussenheim, Beienheim, Weckesheim, Melbach, Södel, Wölfersheim und Wohnbach) waren aus der Richtung Hungen bis Wölfersheim vorgerückt und hatten den Lemberg(Höhe 218 besetzt. 2. Uhr erhielt„Blau“ Befehl, die feindliche Stellung bei Wölfersheim anzugreifen und„Rot“ womöglich hinter die Bahnlinie Hungen— Friedberg zurückzuwerfen. Das hügelige, teilweise von malerischen 1 bedeckte Gelände gestaltete den langen Anmarsch von „Blau“ und die Entwicklung zum Gefecht äußerst reizvoll. Die Jungmannschaften zeigten trotz der kurzen Ausbildung anerkenneus⸗ werte Leistungen in Marschsicherungen, Patrouillen- und Melde⸗ dienst sowie in der Geländeausnützung beim Vorgehen der Schützen⸗ linien. Bald nach 5 Uhr wurde das Gefecht abgebrochen und die
17 Kompagnien rückten von allen Seiten in Wölfersheim ein,
strammen Schrittes, unter Trommel⸗ und Pfeifenklang. Herr Major Stamm und Herr Hauptmann Schnell lobten in der nun folgenden
Kritik besonders die erfreuliche Ausdauer und Frische der Jung⸗ wehrleute. Ein dreifaches Hurra auf unser herrliches deutsches
Nachfrage sehr gro
Volksheer beschloß die Uebung, und singend traten die Kompagnien bei anbrechender Dunkelheit den Heimmarsch an. Trotz der teil⸗ weise ganz betrüchtlichen Anstrengungen sah man in den Kolonnen nur fröhliche Gesichter Die zahlreichen Zuschauer aus nah und fern hatten ihre helle Freude an den prächtigen, kernigen Jungen.
Starkenburg und Rheinheffen.
w. Offenbach, 5. März. Während eine Verfügung des Ministeriums an die höheren Schulen bestimmt, daß bei der dies⸗ jährigen Osterversetzung mit möglichster Milde verfahren werden soll, hat die hiesige Hreisschulkommission angeordnet, daß in den Volks schulen an Ostern überhaupt keine Schü⸗ lex sitzen bleiben sollen. Nur in den Elementarklassen können Schüler ausnahmsweise zurückgelassen werden.
O Aus dem südlichen Odenwald, 4. März. An vielen Orten hat wieder der Ankauf von Eicheln eingesetzt. Die Ernte ist jetzt reichlicher und einträglicher als im Herbst. Der starke Schneefall im Februar hat eine 1 Eicheln von den Bäumen zur Erde gebracht; es werden für de ist, 4 Mk. bezahlt gegen 2 Mk. im Herbst. Die reichen Einnahmen, die dadurch viele Familien erzielen, lindern manche Not in der gegenwärtigen schweren Zeit.
fc. Mainz a. Rh., 4. März. Für die Besor gung der dringen⸗ den Feldarbeiten wurde mit der Beurlaubung gar⸗ nisondienstfähiger Soldaten im Goupernement Mainz bereits begonnen. Berücksichtigt wurden diejenigen Leute in erster Linie, die—— Angehörige im Felde stehen haben, da deren Hilfskräfte schon von vornherein schwer vermißt wurden. Einige erhielten Urlaub bis 1. Mai.— Im Monat Februar von 4800 1 bei der hiesigen städtischen Sparkasse über eine Million eingezahlt. Abgehoben dagegen von 2200 Per⸗ sonen eine halbe Million. ö
O Lampertheim, 4. März. Vier junge Burschen, von denen der jüngste erst 15, der älteste noch nicht 18 Jahre alt ist, wurden hier verhastet. Nicht weniger als 35 Diebstähle werden ihnen len Last gelegt. Die Mutter des einen Burschen hatte alle gestohlenen Gegenstände in Verwahrung genommen. Sie
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wurde gleichfalls in Hast genommen.
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n Zentner, da die] Fe
Hessen⸗Nassau. N
h. Frankfurt a. M., 5. März. Der vor längerer Zeit aus dem Hochheimer Gefängnis entsprungene 24jährige Metzger Johann Baptist Hutmacher aus Sindlingen trieb sich in Frankfurt her⸗ um. Hier besuchte ihn seine Frau regelmäßig und versorgte ihn mit Geld und Lebensmitteln. Auf eine Anzeige wollte ihn heute nacht ein Hochheimer Gefängniswärter im Wartesaal des Haupt⸗ bahnhofses verhaften. Hutmacher schlug jedoch den Wärter zu Boden und floh, wurde jedoch auf dem Bahnsteig ergriffen und verhaftet.— Die großen Anforderungen, die der Krieg gegen⸗ wärtig an den Stadtsäckel stellt, werden für das kommende Rech⸗ nungsjahr 1915 eine Erhöhung der Steuern im Gefolge haben. Es sollen statt der bisherigen 136 Prozent insgesamt 150 Prozent der Staatssteuern erhoben werden. Die Steigerung daxf als mäßig angesehen werden. Von der Erhöhung des Wasser⸗ geldes nahm der Magistrat Abstand.— Die Einsammlung der Küchenabfälle zu Viehfutter auf dem Lande hat sich hier rasch und leicht eingebürgert. Es gelangen gegenwärtig täglich schon 250 Zentner Abfälle zur Ablieferung, wodurch der Lebensmittel versorgung unmittelbar und mittelbar ein großer Dienst geleistet wird.
Spielplan des Gießener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntag, den 7. März, nachmittags 3¼ Uhr, bei Volkspreisen: „Flachsmann als Erzieher.“ Ende nach 6 Uhr. Abends 7% Uhr, bei kleinen Preisen:„Die heitere Residenz.“ Ende 10 Uhr. Diens⸗ tag, den 9. März, abends 8 Uhr(14. Dienstag-Abonnements- Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen(ermäßigt):„Wohltätige Frauen.“ Ende 104 Uhr. Freitag, den 12. März, abends 8 Uhr (14. Freitag⸗Abonnements-Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt):„Die deutschen Kleinstädter.“ Ende 10 Uhr. Sams- iat den 13. März, abends 8 Uhr, bei gewöynlichen Preisen l(er⸗ mäßigt): Vortragsabend von Dr. Ludwig Wüllner. Ende gegen
Standes amts nachrichten.
Gießen. Aufgebote: März 2. Walter Friedrich Niedergerke, Apo⸗ theker in Gießen, mit Elisabeth Katharine Wilhelmine Emilie Marie Straub in Marburg. Eheschließungen: Februar 28. Balthasar Theodor Fer⸗ dinand Friedrich Artur Weirich, Geschäftsreisender in Köln, mit Marie Elisabeth Arnold in Gießen. Geborene: Februar 24. Dem Wagenaufseher Christian Lanio eine Tochter, Erna Josephine.— Dem Hilfsfeuermann August Schmidt ein Sohn, Friedrich.— 25. Dem Heilkünstler Franz Bruno Dikomeit eine Tochter, Erika Lilli.— 26. Dem städt. Arbeiter Wilhelm Rinn eine Tochter, Annemarie.— Dem Eisenbahnschaffner Heinrich Schneider ein Sohn, Hugo.— 27.
Den Kaufmann Max Rosenthal eine Tochter, Hedwig Lotte.— März 2. Dem Schlosser Karl Konrad Leinweber ein Sohn,
(Passionsandacht.)
die Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Lukas⸗ gemeinde statt.
Abends 6 Uhr: Vorstellung und Prüfung der de kene aus des Matthäusgemeinde, wozu besonders auch die Eltern und Angehörigen der Konfirmanden eingeladen werden.
Die Konfirmation findet am nächstkünstigen Sonntag, den
14. März, im Hauptgottesdienst statt, in Verbindung damit
des heil. Adendmahls. Beichte dazu Samstag, den 13. März, nachmittags 2 Uhr. Mittwoch, den 10. März, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer VBechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. Nächstkünstigen Sonntag, den 14. März, findet um 2 Uhr
Wartburg, evangelischer Jünglings- und Männer⸗vereis.
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(Diezstraße 15.) 1
Sonntag, den 7. März, abends: Vortrag. Dienstag, den 9. März, abends 8¼ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 1J. März, abends 8/ Uhr: Leseabend. Samstag, den 13. März, abends 8¼ Uhr: Aeltere Abteilung. Blbeltränzeh 2 füt ane kee inzchen für er—.— hranstalten. 5 Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für nnessaal.
die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Joha⸗
Bibelkränzchen für Mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im f
Sonntags⸗berein für Mädchen. Jeden Sonntagnachmittag von 2 Uhr ab Diezstr. 15 p.(An⸗
sprache, Gesang, Spiele, Bibliothek).
Evangelischer Gottesdient.
10 Uhr. Sonntag, den 14. März, nachmittags 3 Uhr, bei Volks- a 5 preisen: Kinder⸗Vorstellung:* letzten Male:„Tischlein deck N— 1 1 585 vormittags 1 Ubr. dich, Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack.“ Ende 5¼ Uhr. 2 eie 3 Mitten 9.— 10 Mat n 2 0 4 Abends 7½ Uhr, bei kleinen Preisen:„Das Fest der Handwerker.“ Danbringen: b lt. e rd, 8 6 hr: Komisches 8 aus dem 15. 450 Gesang in 8 Akt en uß mann. von Louis Angely. Hierauf:„Das Versprechen hinterm Herd.“ f Ende gegen 10 Uhr. Katholische Gemeinde.
—— Gottesdienst. f
Samstag, den 6. März: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenban
zur heil. Beichte.
Sonntag, den 7. März, 3. Fasten Sonntag: Beichte.
Vorn eittags von 8/ Uhr an: Gelegenheit
um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 5 um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. * um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 4½ Uhr: Auen bee Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Passionsandacht. Dienstag abend um 8 Uhr ist Fastenandacht. 5 Freitag abend um 8 Uhr ist Fastenpredigt.
Diaspora-Gottesdient. 2 Laubach um 10 Uhr. n Lich um 9% Uhr.
Heinrich Karl.
Sterbefälle: Februar 25. Minna Elise Krumbiegel, 8 Monate alt, Katharinengasse 12.— 26. Armand Emil Line⸗ mann, 1 Jahr alt, Seltersweg 12.— Luise Landsiedel, geb. Schreiner, 34 Jahre alt, Hillebrandstraße 14.— 27. Reinhilde Margapeta Banse, 1 Jahr alt, Frankfurter Straße 76.— Jose⸗ phine Heichelheim, geb. Neustadt, 67 Jahre alt, Süd⸗Anlage 13. — Gertrud Schepers, 4 Jahre alt, Rodheimer Straße 38. 28. Alma Nebe, geb. Hö 50 Jahre alt, Rodheimer Straße 6. — Christoph Seth, Lokomotivführer i. R., 68 Jahre alt, Damm⸗ straße 31.— Hermann Seibert, Milchfuhrmann, 54 Jahre alt, Wolkengasse 12.— März 1. Margarete Gringel, geb. Jung, 58 Jahre alt, Steinstraße 71.— Johannes Ludwig Georg Ernst Martin, Taglöhner, 52 Jahre alt, Kaiser⸗Allee 31.— 2. Clisa⸗ beth Sauer, 16 Jahre alt, Wilhelmstraße 2.— Anng Paula Ziegler, 3 Jahre alt, Am Riegelpfad 28.— Rofa Abt, geb. Strauß, 41 Jahre alt, Ebelstraße 5.— 3. Anna Margarete ie 5 de 8 411710 15. 9.
m Felde gefallen: Dezeuber 15. Johannes
ilbinger, Student, Unteroffizier, 19 Jahre alt, Seltersweg 79 a, zu Haubourdin im Fe des 7. Armeekorps gestorben.— Februar 12. Dr. Albert Klein, Oberlehrer, Leutnant d. R., 37 Jahre alt, Schiffenberger Weg, 43, bei Souain gefallen.
Friedberg. Eheschließungen: März 3. Christoph Adam Cordes, i tursekretär in Frankfurt a. M., mit Emma Bianzano
in Offenburg. Geborene: Februar 24. Dem Postschaffner Wilhelm Zeitz Dem Gastwirt Fritz Türk
eine Tochter, Hedwig Emma.— 26 ein Sohn, Haus Emil. ö Sterbefälle: Februar 27. Minna Luise Mai, 1 Jahr alt.
Hungen. Geborene: Februar 24. Dem öhner Heinrich Diehl ein Sohn, Ernst Ludwig.— März 3. Bildhauer.—
Theodor Karl Riese in Magdeburg eine Tochter, Margarete.
UWeirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 7. März. Oculi Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9/ Uhr: Professor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser.
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derner 9. Merkblatt für werdende nter un wer Sanatogen noch nicht kennt,—— von der obengenannten
Amtlicher Teil.
Verordnung
Petr.: Weber von Briefschaften der Kriegsgefangenen durch nen. 1„
Auf Grund der 88 1 und 9 des Gesetzes über den Belagerungs⸗
zustand vom 4. Juni 1851 ordne ich an: Privatpersonen ist es verboten, Briefschaften von Kriegs⸗ oder an Kriegsgefangene in Enrpfang zu nehmen
oder zu besorgen. a
Unter Kriegsgefangenen sind alle Militär- und Zivilge⸗ fangenen zu verstehen, gleichgültig ob sie sich in den Kriegs⸗ gefangenenlagern selbst, in Lazaretten oder an einer Arbeits⸗
1 9 5 Zuwiderhandlungen werden s genannten G mit Gefängnis bis zu einem Jahre gesteun a 1. 5 Kommandierende General: Freiherr von Gall, General der Infanterie. Betr. 1 e f. aer en 22 etr.: Vorrats g u Höchstvreis für i 3 Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht. 4 Gießen, den 5. März 19165, We Kreisamt Gießen. r. Usinger. Bekanntmachung
betreffend Vorratserhebung und Höchstpreis für Chile⸗Sal peter vom 5. März 1915. Vorratserhebung. Auf Grund der Bundesratsverordnung betreffend Vorrats⸗ erhebungen vom 2. Februar 1915(Reichsgesetzblatt Seite 54) wird
folgende ung erlassenn 01 1 der Verfügung betroffen sind: alle Vorräte an Chile⸗
1. alle, die Chile⸗Salpeter aus Anlaß ihres Handelsbetriebes oder sonst des Erwerbes wegen im Gewahrsam haben, kaufen oder verkaufen;
2. londwirtschaftliche und gewerbliche Unternehmer, in deren Betrieben Chile⸗Salpeter verarbeitet wird;
3. Kommunen, öffentlich rechtliche Körperschaften und Verbände.
8 3. Zu melden sind: 0 ö
1. Die Vorräte, die den zur Auskunft nach 8 2 Verpflichteten gehören; dabei ist anzugeben, wer diese Vorräte aufbewahrt genaue Adresse), mit Angabe der Mengen, die von den einzelnen Personen oder Firmen aufbewahrt werden;
2. die einzelnen Vorräte, die sich— mit Ausnahme der unter 1. angegebenen Mengen— außerdem in seinem Ge⸗ wahrsam nden, sowie die Eigentümer(unter Angabe der genauen Adresse), der einzelnen Mengen;
3. die Mengen, die sich auf dem Transport zu dem zur Aus⸗ kunft Verpflichteten oder unter Zollaussicht(auf dem Wege zu 1 5 befinden. 8
e Mengen sind einheitlich in Kilogramm anzu⸗
8.4. Zeitpunkt für die Angaben der Meldung. Zu melden sind alle in 8 J aufgeführten Vorräte und Mengen 8 dem am 5. März vormittags 10 Uhr tatsächlich bestehenden 1 f ö 8 5. Ausgenommen von der Verfügung sind Vorräte, die am
Tage der Vorratserhebung weniger als 500 Kgr. en. 555 Die Meldung ist zu richten an die Salpeter⸗Meldestelle des Königl. Preuß. Kriegsministeruums, Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung,
Berlin W 66, Leipziger Straße 5. 9.7. Die Meldung hat zu erfolgen bis zum 15. März an die im 96 8 Adresse.
98. 2 dige Behörde oder die von ihr beauftragten Beamten sind 25 zur Ermittelung richtiger Angaben Vorrats⸗ räume, in denen Vorräte an Chile ter zu vermuten sind, zu Pein und die Bücher der zur Auskunft Verpflichteten zu
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89. Wer vorsätzlich die in den obengenannten Paragraphen
Zur Auskunft verpflichtet sind: 0
wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit
u 10000 Mark bestraft; auch können Vorräte,
ind, im Urteil als dem Staat verfallen erklürt Höchstpreis
Auf Grund des Gesetzes betreffend vom 4. Ange 1914(Reichsgesetzblatt Seite 330) in der der Bekannt machungen über Höchstpreise vom 17. r 1914 blatt Seite 516) und vom 21. Januar 1915(Keichsgesetzblatt J
wird folgende Bekanntmachung erlassen: 1. Der Preis für eine Tonne Chile⸗Salpeter darf 240 Mark ach Fe dere g pres gilt kor Che- Salpeter r lg in be 8 2. Der H tr gt.—„ im Verkehr des Reichsgebietes befindet. Die unterzeichnete Kommando⸗ behörde kann Ausnahmen gestatten. 5 83. Der Höchstpreis schließt die Versendungskosten ab 5 Lagerstelle nicht ein und gilt für Zahlung Zug um Zug. Zahlung gestundet, so dürfen bis 2 v. H. für Jahreszinsen über Reichsbankdiskont hinzugeschlagen werden. 5 84. Die Eigentümer dex im freien Verkehr des Rei befindlichen Mengen von Chile⸗Salpeter werden hier gefordert, ihre Vorräte, soweit sie nicht nachweislich d liegende Aufträge auf Lieferung von Sprengstoffen und für die deutsche Kriegsmacht belegt sind, bis zum 20. A Kriegschemikalien Aktiengesellschaft, Berlin W.66, Maurerstr. 5 zum Höchstpreise zu überlassen.
bis zu 10000 Mark wird bestraft: 1. wer den nach 8 1 fan dee
ft 5 n 2. wer einen anderen zum Abschluf
öchstpreis chreitet: eines 2 auffordert,
einem solchen Vertrage erbietet; 5 3 wer Chile⸗Salpeter beiseite schafft, beschädigt oder J. wer Vorräte von Chile-Salpeter dem zuständigen gegenüber verheimlicht. § 6, Diese Verordnung tritt am 5, März 1915 unterzeichnete Kommandobehörde bestimmt den Außerkrafttretens.
geforderte Auskunft zu der im 86 angesetzten Frist nicht erteilt, oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht,
Stell vertretendes Geuerallommando
Frankfurt a. M., den 5. März 1915.
85. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstraft
durch den der Höchstpreis überschritten wird, oder sich zu
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