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174 Nr. 55
Der Sießener* erscheint täglich, er Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Slehener Familiendlätter; 770 wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Glehen (Dienstag und A Lack. zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech— Anschlüsße: für die 1 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. ihme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.
Erstes Blatt
008. Jahtgang
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General-Anzeiger für Gberhessen
Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.
Vonnerstag, 4. März 1015
Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch
Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
Neue Kämpfe in Ost und West. Die gute Lage bei Praszuysz wieder hergestellt. die Lage an den Dardanellen.
(TB.) Großes Hauptquartier, 3. März, vorm.
(Amtlich.) „Westlicher Kriegsschauplatz.
Bei St. Eloi, südlich von Hpern, wurde ein Angriff zweier englischer Kompagnien nach blntigem Handgemenge zurückgeworfen.
Bei Per ronne landete infolge Motordefekts ein franzö⸗ sisches Flugzeug. Die Insassen wurden gefangen genommen.
Die französischen Angriffe in der Champagne hatten nicht den geringsten Erfolg. Wieder wurden die Frauzosen mit schwe ren Verlusten in ihre Stellungen zurückgeworfen.
. Nordwestlich von Ville sur Tourbe entrissen wir dem Fe inde Schützengräben in Breite von 350 Metern.
g Französische Vorstöße im Walde von Consenvoye und in der Gegend Ailly⸗Apremont wurden leicht abgewiesen
AUnser„Augriff nordöstlich Badonviller brachte uns w ieder beträchtlichen Geländegewinn. Wir schoben unsere Front h ier in den letzten Tagen um 8 Kilometer vor.
Nordöstlich von Celles machen die Franzosen vergebliche Versuche, den Verlust der letzten Tage wieder auszugleichen.
„Oestlicher Kriegsschauplatz.
Bei Grodns ist die Lage unverändert.
Südöstlich von Au gustowo versuchten die Russen den Bobr zu überschreiten. Unter schweren Verlusten wurden fie . und ließen 1500 Gefangene in unserer Hand.
7 Andere Angriffe in der Gegend nordöstlich von Lom za brachen dicht vor unserer Front gänzlich zusammen. Südwestlich von Kolno machten wir Fortschritte. 5 Südlich Mysziniez nahmen wir unsere Vortruppen vor üb erlegenem Feinde etwas zurück. 104 3 von Praszuysz fühlen die Russen lang⸗ Mehrere russische Nachtangrisse östlich von Plock wurden
a bgewicsen. Oberste Heeresleitung. **
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Eine neue Kundgebung der deutschen Einigkeit und Be⸗ reitschaft, durchzuhalten bis zum Siege, war die gestrige Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses, das den Kultus- voranschlag behandelte und annahm. Die Vertreter aller Parteien betonten, daß dieser Krieg das Ansehen und den Hochstand deutscher Bildung und Gesittung, trotz lügnerischer Vorhaltungen unserer Feinde, nicht im mindesten erschüttert habe. Auch der sozialdemokratische Abgeordnete Hänisch er— klärte, daß der unerschütterliche Wille zum Durchhalten und zum Siege auch seine Partei beseele.„Wir halten“, dieses Wort ist aus dem Munde eines Sozialdemokraten ein be⸗ sonders zu beachtendes Zeugnis,„die deutsche Kultur für die unversiegliche Quelle aller kulturellen Entwicklung“. Hänisch schloß:„Wir fühlen uns als deutsche Sozialdemokraten, aber auch als sozialdemokratische Deutsche“. Kultusminister v. Trott zu Solz hatte ganz recht, als er in seiner Schlußrede sagte:„Die Errungenschaften und Erfahrungen des Krieges werden eine dauernde Bedeutung haben. Sie werden ein Licht sein, das in alle Ecken der Schule hineinleuchtet und das nicht mehr ausgelöscht wird“. Wir werden noch besser als bisher wissen, was wir am Deutschen Reiche haben, und der Hang, das Fremde kritiklos zu bewundern, wird immer mehr bei uns schwinden.
Unsere neuesten amtlichen Berichte lauten günstig. Be⸗ merkenswert ist die Offenheit, mit der ein Bericht aus dem Großen Hauptquartier die vor einigen Tagen gefährdete Lage eines deutschen Korps bei Prasznysz näher darlegte. Drei russische Armeekorps griffen von Osten, Südosten und Süden her an, und die deutschen Truppen zogen sich kämpfend zurück, wobei Teile des Korps„scharf angefaßt“ wurden. Aber das Rückzugsgefecht wurde so tapfer und ge⸗ schickt geführt, daß auch der Feind stark litt und die Fühlung mit dem Gegner verlor. Inzwischen ist, so stellt die deutsche Meldung zu unserer vollsten Beruhigung fest, die Lage nach dem Eintreffen deutscher Verstärkungen wiederhergestellt. Diese Vorgänge erinnern lebhaft an den siegreichen Durch⸗ bruch deutscher Truppen durch eine russische Umschließung in der Nähe von Lodz, und es trifft sich, daß wir gerade heute einen Brief des Generals Litzmann, des Führers dieser heldenmütigen deutschen Kämpfer, wiedergeben können, in * glänzende Waffentat sehr anschaulich geschildert wird.
Mancherlei Berichte, darunter derjenige eines Vertre⸗ ters von Wolffs Bureau, der selbst auf den Dardanellen⸗ forts sich hat einbürgern dürfen, bestätigen, daß die Lage der Türkei dort keineswegs stark gefährdet ist. Es handelt sich zunächst, trotz der vielen Schüsse und Angriffe, in erster Linie um eine Kundgebung, die bei den Balkan⸗ staaten Eindruck machen und deren Haltung beeinflussen soll. Der türkische Kriegsminister Enver Pascha, der einem Ver⸗ treter der„Frankf. Ztg.“ eine Unterredung gewährt hat, hat diesen Gedanken stark betont und die bestimmte Ver⸗ sicherung abgegeben, daß die türkischen Verteidigungsmaß⸗ regeln in bester Ordnung sich befänden und der Kampfes⸗ mut der Verteidiger unübertrefflich sei. Wir brauchen also
auch im äußersten Osten keine Schwarzseherei zu hegen,!
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die sich die Engländer in politische Erfolge umrechnen 1 95 Mögen sie sich in den Dardanellen blutige Köpfe olen! 1
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* Der Seekrieg.
Berlin, 4. März. Ueber die Tätigkeit der deutschen Unterseeboote heißt es in einem Telegramm der„Voss. Ztg.“ aus Kristiania:„Morgenbladet“ meldet aus Arendal, dort sei ein Londoner Telegramm eingetroffen, wonach der frühere norwegische und am 26. Januar an eine Firma in Manchester verkaufte Dampfer„Thordis“ vor Weymouth von einem deutschen Unterseeboot torpediert worden sei. Der Dampfer hatte 501 Registertonnen. 5
Berlin, 4. März. Ueber die Erfolge der deutschen Unterseeboote wird weiter verschiedenen Morgenblättern aus dem Haag berichtet: Alle Nachrichten, daß die deutsche Kriegs- gebietserklärung keine Unterbrechung des englischen Schiffahrts— dienstes zur Folge gehabt habe, seien frei erfunden. Die englischen und französischen Blätter kämen in Holland mit einer Verspätung von drei bis vier Tagen an. An manchen Tagen bestehe zwischen Boulogne, Calais und England überhaupt kein Passagierperkehr— und nur Torpedoboote besorgen den Postverkehr in beschränktem Umfange.*
Kopenhagen, 3. März.(WTB. Nichtamtlich)„Na⸗ tional Tidende“ berichtet aus dem Unter hause in Lon⸗ don: Auf die Frage, wie die englische Regierung die See— offiziere und Mannschaften eines deutschen Un⸗ terseebootes behandeln würde, die nach Versenkung eines Handelsschiffes in Gefangenschaft fallen würden, ant⸗ wortete Asquith, daß die Regierung diese Frage in ernste Erwägung ziehen werde,
Amsterdam, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Telegraaf“ meldet aus Hoek van Holland: Der gestern abend hier eingetrof⸗ fene englische Dampfer„Wrexham“ meldet, er sei bis dies seits des Maasfeuerschiffes von einem Unterseebootver⸗ folgt worden; unterwegs habe er ferner verschiedene Minen an⸗ getroffen..
London, 3. März. WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro- nicle“ berichtet, daß ein Passagier des hollandischen Dam⸗ pfers„Prinzeß Juliana“, der in England angekommen ist, mitteilte, während der Fahrt sei ein großes deutsches Unter⸗ seeboot gesichtet worden, das aber das Schiff nicht halten ließ.
Schwierigkeiten der englischen Truppentransporte.
Berlin, 3. März.(Priv.⸗Tel.) Die„Vossische Zeitung“ meldet aus Hamburg: Bei dem Seetransport von Kitcheners neuer Armee nach Frankreich sind ganz unerwartete Schwierigkeiten entstanden. Es haben sich neuerdings, wie dem„Hamburger Fremdenblatt“ aus Rotterdam gemeldet wird, einige Truppenteile wegen der Minen⸗- und Unterseebootsgefahr geweigert, mit dem Trans— port in See zu gehen. Die Soldaten erklärten, sie wollten sich nicht wehrlos im dunklen Meeresgrund ertränken lassen.
Die Ausstandsbewegung in England.
London, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Dem Reuter⸗ schen Bureau zufolge teilte das Streikkomitee von Clyde mit, daß die organisierten Arbeiter mit überwältigender Mehrheit beschlossen hätten, die Arbeit am Donners— tag wieder aufzunehmen.
Die Enttäuschungen des Welttrieges.
Kopenhagen, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Na— tionaltidende“ schreibt in einem Leitartikel:
Die Engländer und der englische Premierminister kommen erst jetzt zu klarerer Einsicht darüber, daß der Weltkrieg viel härter und opfervoller für England ist, als sie bei Beginn des Krieges ahnten. Wenn man einen Rückblick auf die vergangenen acht Monate des Weltkrieges wirft, zeigt sich, daß sich alle leitenden Feldherren und Staatsmänner verrechnet haben: Der deutsche Generalstab in der Annahme, daß es ihm gelingen würde, Frank⸗ reich niederzuwerfen, ehe die russische Mobilmachung beendigt sei, die französische und russische Leitung darin, daß sie nicht voraussahen, daß Deutschland so gewaltige Heere zur Deckung seiner beiden Fronten werde aufstellen können, und das russische Kriegsministerium in der Annahme, daß es gelingen würde, das deutsche Heer zu vernichten. Die größte Enttäuschung erlitt jedoch, trotz Churchills fortgesetzten Erklärungen, daß er zufrieden sei, England angesichts der Entwicklung, die der See⸗ krieg genommen hat, und der deutschen Blockadeerklärung. Selbst wenn sie England nicht ernstlich bedrohen könnte, erhöhte sie doch die Mißstimmung, die der Gang des Weltkrieges in dem meerbeherrschenden England hervorgerufen hat, bedeutend, da Eng⸗ land die Erfahrung machen mußte, daß es nicht einmal seine eigenen Küsten hinreichend schützen kann. Der englische Premier⸗ minister hatte deshalb keine leichte Aufgabe im Unterhause.
Die englische Geschäftstaktik.
Berlin, 4. März. Auf der Tagesordnung der demnächstigen Sitzung des englischen Flottenvereins soll, wie verschiedene Morgen⸗ blätter nach„Daily News“ berichten, die Beschlußfassung über die Aussetzung eines Preises von 100 000 Mark für den ersten englischen Flieger stehen, der einen Zeppelin in der Luft vernichtet. 1 8
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Die Lage um Praszuysz.
Berlin, 3. März. Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir: Nach der bewundernswerten Eroberung des zu einem starken Stützvunkt aufgebauten Ortes Praszuysz durch eines unserer Korps, das aus östlicher Richtung vorging, wurde die Lage hier infolgedessen einen Tag kritisch, als drei russische Ar— meekorps den deutschen Flügel von Osten, Südosten und Süden her angriffen und das siegreiche Korps veranlaßten, in einer Rück— wärtsschwenkung Front gegen diese Uebermacht zu machen. Hierbei wurden Teile des Korps scharf angefaßt; auch konnte eine größere Zahl von Verwundeten, die in benachbarten Dörfern untergebracht waren, nicht rechtzeitig zurückgeschafft werden. Die Russen waren nicht imstande, den geordneten Verlauf der Rückwärtsschwenkung zu stören und verloren die Fühlung mit dem deutschen Korps. Daraus geht hervor, daß sie bei ihren Angriffen stark gelitten haben. In- zwischen ist die Lage nach dem Eintreffen deut⸗ scher Verstärkungen wieder hergestellt.
Der ganz bedeutungslose russische Erfolg hält mit dem im voraufgegangenen Sturm auf Praszuysz, wo wir über 10000 Gefangene und reiche Kriegsbeute machten, keinen Vergleich aus. Wenn die Russen sich gleichwohl bemühen, ihn durch ebenso⸗ lange wie unglaubwürdige Berichte zu einer beachtenswerten Waf⸗ fentat aufzubauschen, so spricht daraus nur das vergebliche Streben, die allgemeine Aufmerksamkeit von der vernichtenden Niederlage ihrer 10. Armee in der Winterschlacht in Masuren abzulenken.
Der deutsche Durchbruch bei Lodz.
Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: General v. Lietz⸗ mann, der den Durchbruch der deutschen Truppen aus dem russischen Ring bei Lodz leitete und gegen eine er⸗ drückende Uebermacht die Schlacht gewann, schrieb bald nach dieser glänzenden Waffentat an seine in Braunschweig lebende Kusine:
Wenn preußische Soldaten nur die Wahl haben zwischen Kapt⸗ tulation und Durchbruch des feindlichen Ringes, darf es kein Schwanken geben. Es gab auch keines, nicht eine Se⸗ kunde lang. Es war jedem so selbstverständlich, zu tun, was Ehre und Pflicht gebot. Am 23. November batten wir feindliche Uebermacht auf den Fersen und feindliche Ueber⸗ macht vor uns, außerdem noch Flankenbedrohung. Wir haben uns durchgeschlagen, gesiegt, dem Feinde 12000 Gefangene— mehr als die eigene Stärke— und 15 Geschütze abgenommen und dann haben wir diesen Waffenerfolg ausgenützt und sind im Nachtmarsche querfeldein über gefrorene Sturzäcker und unter Scharmützeln noch 17 Kilometer nach Brezing marschiert, wo wir im Rücken desjenigen feindlichen Armeekorps standen, das un⸗ ser eigenes Nachbarkorps bedrohlich im Schach hielt. Das war „strategische Verwertung taktischen Erfolges“, um mich kriegs⸗ wissenschaftlich auszudrücken“ Sie fand am 24. ihren Lohn in der Rettung des Nachbarkorps und im neuen gemeinsamen Siege. Wir sind anfangs durch schnelle Erfolge verwöhnt gewesen. Damals hatte unser Gegner seine Riesenmassen noch nicht ins Feld füh⸗ ren können, und wir waren stark. Jetzt heißt es, sich der Ueber⸗ zahl erwehren, aber wir können das und werden siegen, wenn der Wille zum Sieg fest bleibt und wenn hinter dem Heer ein Volk steht, das sich mit uns eins weiß und fühlt in diesem Willen und
dann— Gottvertrauen und sittlicher Ernst! Es ist noch keine Zeit zu fröhlichen Festen. ** *
Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauthart, 3. März 1915 mittags: In den Karpathen sind westlich des Uzsoker Passes Kämpfe im Gange, die sich in größerem Umfange um den Besitz wichtiger Höhen und Rückenlinien entwickelten. Mehrere russische Gegenangriffe wurden blutig abgewiesen, im Laufe des Tages auf der Ge⸗ fechtsfront neue lokale Erfolge erzielt. Bei der Erstürmung einer Höhe nördlich Cisna blieben 400 Gefangene in unseren Händen.
In Südostgalizien wurde an der ganzen Schlacht⸗ front heftig gekämpft. g N
Am Dunajec und in Russisch⸗Polen hat sich nichts Wesentliches ereignet.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Wien, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegsbericht⸗ erstatter des„Fremdenblattes“ meldet über die Karpathen⸗ schlacht: Gestern wurde auf der ganzen Front von nordwestlich Czernowitz bis westlich des Duklapasses andauernd ge⸗ kämpft. Südlich des Dujestei hat sich unsere kühn angreifende Infanterie bereits festgebissen und läßt nicht locker. Am Lu p⸗ kower Paß kämpfen in dem meterhohen Schnee deutsche und österreichisch-ungarische Truppen mit einer Energie, die Wetter⸗ und Terrainschwierigkeiten trotzt. Namentlich in überraschen⸗ den Nachtangriffen leisten die deutschen Truppen, die jetzt immer mehr den Anforderungen des ihnen bisher nicht ver⸗ trauten Gebirgskrieges gerecht werden, Wunderbares. Ueber die Höhen des Uzsoker Passes dringen unsere Truppen in Galizien ein und bieten den verzweifelten Bemühungen des Feindes die Stirne. In der Duklasenke setzte gestern nach zweiwöchigem, ohne besondere Beunruhigung von den Russen geführten Positions⸗ krieg gleichfalls ein harter Kampf ein, der indes den Feind un keinen Meter vorwärts brachte.
Die Stanislauer Schlacht, die noch immer nicht end⸗ gültig entschieden ist, brachte uns gestern wieder einige Vorteile. Die Wirkungen unserer schweren Haubitzen auf die übrigens aus⸗ gezeichneten Stellungen der russischen Axtillerie machten sich ver⸗ heerend fühlbar. Trotz großer Opfer an Manschenmaterial machten
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