3 1 . übernommen. Stark beteiligt sind hierbei das Satt ler-, Polsterer-, Wagner, Schmiede- und Schneiderhandwerk. Die bis jetzt gemachten* rechtfertigen das Vertrauen der Heeresleitung, es liegen für die bereits zur Ablieferung gekomme— nen Arbeiten recht anerkennende Urteile seitens der Militärbehörde vor.— Auf dem Gebiete des Lehrlings⸗ wesens wurden Leitsätze gutgeheißen, die eine Regelung der Lehrverhältnisse unter Berücksichtigung der Kriegslage bezwecken. Die Grundsätze berücksichtigen die Interessen beider Vertrags- schließenden, sie wahren den Standpunkt des Handwerks, wie auch die häuslichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Lehr⸗ meisters, des Lehrlings und seiner Familie. Nähere Ausführungen hierüber gehen den gewwerblichen Korporationen zu.— Als Sachverständiger zur Teilnahme an den Abgangsprüfun⸗ gen an hessischen Gewerbeschulen wurde Vorstandsmitglied Sames ernannt.— Unter Berücksichtigung der Kriegsverhältnisse muß laut Beschluß von der Durchführung der Meisterprüsung im Jahre 1915 Abstand genommen werden.— Die Kammer ist einer neugebildeten Kommission, die sich die Kriegs- beschädigtenfürsorge zur Aufgabe stellt, beigetreten.— Weiter wurde behandelt eine Reihe interner Verwaltungsangelegenheiten. Dem Sekretär der Kammer, Wilhelm Schüttler, ist die Amtsbezeichnung„Syndikus“ verliehen worden. 5 Vortragsabend von René Wallau Herr Rens Wallau ist den Gießenern längst als ausgezeich⸗ neter Rezitator bekannt. Sein Organ bekundet Schule und Sicherheit, und was er herausbringt, das spürt man, hat er sich vorher innerlich zu eigen gemacht. Herr Wallau hatte am Samstag abend in einem wohlbedachten Programm seine Kunst in den Dienst der Kriegsliebestätigkeit gestellt und sah eine zahlreiche Zuhörerschaft um sich versammelt. Er begann mit„Rückerts Geharnischten Sonetten“ und las dann Liliencrons packendes Nachtstück„Verloren“.— Die Moderne, von literarischem Selbstbewußtsein gehoben, verkennt nicht selten, was uns aus den literarischen Blüte⸗ epochen der alten Völker überkommen ist. Die alttestament⸗ lichen Poesien, die Herr Wallau in der vortrefflichen Uebersetzung von Hermann Gunkel zum Vortrag brachte, griffen mit dem Glanz und der Bildkraft ihrer Sprache, ihrer einfachen Erhabenheit allen Hörern ans Herz. Von den Kriegsliedern kamen die Gedichte von Ricarda Huch und Hermann Gunkel am besten zur Geltung. Bei den beiden Melodramen„Die Wallfahrt nach Kevlaar“ und„Die Mette von Marienburg“ hatte Frau C. Nebelung⸗Knapp den Klavierpart übernommen. Die Dame beherrscht ihr Instrument mit einer bemerkenswerten technischen Sicher⸗ heit. Wenn sie ihrem gewiß schätzbaren künstlerischen Tem⸗ perament bei der„Mette von Marienburg“ ein wenig mehr Zügel angelegt hätte, wären die schwungvollen Verse im Saal besser zu Gehör gekommen. Die empfängliche Zuhörerschaft zeichnete die Vortragenden mit reichem Bei⸗ fall aus.
* Gemeindesteuer⸗Rückstände. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch
die Mahnung des fünften Zieles Gemeindesteuern und Kanal⸗ gebühren. Die lung kann noch bis zum 15. März einschließ⸗ lich ohne Kosten bei der Stadtkasse erfolgen. Nach Ablauf dieser
Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die Pfändungskosten erhoben
Küchen abfälle. Von heute ab werden zweimal wöchentlich von den dazu beauftragten Landwirten die Kü⸗ chenabfälle abgeholt werden.
unfall. Beim Zusammenstoß eines Fuhrwerks mit einem Straßenbahnwagen wurde am Samstag nachmittag an der Ecke Schanzen⸗ und Bahnhofstraße ein Pferd derart verletzt, daß es abgeschlachtet werden mußte.
** Märzenschnee. Seit dem letzten Tage des Fe⸗ bruar gefällt sich der Himmel in wunderlichen Launen. Schneewolken von tiefwinterlicher Dichtigkeit wechseln mi strahlendblauem Firmament, und wohl ein Dutzendmal ha sich gestern die Landschaft gewandelt: Prangten eben noch Straßen und Dächer in fleckenlosem Weiß, so sorgte nach kurzer Weile die Sonne dafür, daß die Pracht zu Wasser wurde, und der Wind fegte alles trocken— für den nächsten Schneefall. Wo zwei zusammenstehen, hört man mit fast ab⸗ soluter Gewißheit: Wie mag es jetzt in den Karpathen aussehen? Diesen Fragern kommen vielleicht ein paar Verse gelegen, die uns gestern ein„Bischweiler“ zum Beweis, daß„ihm und seinen Kameraden die Erinnerung ans liebe —.— noch nicht ganz eingeschneit“ sei, zugesandt hat. Sie
56 f b
8 1
net
i Freud sollt oft net allzulang dauern, aom„Aulweg“
8 25 a 2
Unn morje is Ruhdag,
Do rodele mer aach! K. R.
Ein 30 ⸗jähriger Katarrh geheilt.
Mit dem vor 6 Wochen von Ihnen bezogenen Inhalator habe ich sehr gute Erfolge erzielt. Ich litt schon seit 30 Jahren an Kehltopf⸗ und Rachenkatarth, mehr oder weniger mit Auswurf ver⸗ bunden, wodurch ich körperlich sehr herunterkam Auch hatte ich oft einen hartnäckigen Schnupfen. Tas Leiden ist jetzt vollständig geschwunden, was bei meinem Alter von 64 Jahren gewiß viel sagen will. F. Vogt, Lehrer a. D.
Elberfeld, Ravensbergerstr. 40.
Es liegen mehr als 15 000 ähnlicher Anerkennungen vor, welche von einem vereidigten 8 und polizeilich beglaubigt sind. Tanerés Inhalator, der bereits von vielen Aerzten wegen seiner überraschenden Wirkungen bei Katarrhen der Luftwege in Gebrauch genommen wurde, darf nicht mit Inhalatoren älterer Konstruktion verwechselt werden. Sein Hauptvorzug besteht in einer viel größe⸗ ren Tiefenwirkung.
N
Nicht nur bei Kehlkopf⸗ und Rachenlatarrh leistet Tancrés In⸗ balator so schätzbare Dienste, wie aus dem obigen Zeugnis des Herrn Vogt, Elberfeld, hervorgeht, sondern auch andere akute und chronische Katarrhe, wie Bronchialkatarrh, Luftröhrenkatarrh. Nasenkatarrh, Stockschnupfen, Heuschnupfen, Keuchhusten, Asthma usw. werden durch den kleinen Apparat sehr günstig beeinflußt, was aus den verschiedensten Anerkennungsschreiben rgeht. So
* Verkauf von belgischen Zuchtstutfohlen. Freitag, den 5. März, vormittags 11 Uhr, findet im Hofe des Jagdschlosses Kranichstein eine Versteigerung von 24 aus Belgien eingeführten 1¼—3 jährigen Zuchtstutfohlen statt. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Zugelassen werden nur Landwirte aus dem Großherzogtum Hessen.
Landkreis Gießen.
X. Allendorf a. d. Eda, J. März. Gestern nachmittag fand bei Gastwirt Raust die erste diesjährige Zusammenkunst des
Geflügelzucht⸗Vereins Allendorf und Umgegend statt.
Die Verhandlungen drehten sich hauptsächlich um die Beschaffung von Futter für die Geflügelbestände, da Weizen und Hafer nicht gefüttert werden dürjen, Mais und Gerste aber wegen der hohen Preise nicht zu beschaffen sind. Es wird imolgedessen nötig sein, einen großen Teil der schönen Zuchtbestände abzuschlachten, den Rest aber mit Kartoffeln, Kleie, FJischmehl und allerlei Abfallstoffen aus dem Haushalt über Wasser zu halten, bis bessere Tage kommen. Als besonders wertvoll wurde die Fütterung mit Knochenmehl empfohlen, das durch Auschaffung einer Knochenmahlmaschine in jedem Haushalt hergestellt werden kann, das aber auch im Handel zu beziehen ist. Der Vorstand wurde mit entsprechenden Er⸗ mittelungen beauftragt.
Steinheim b. Hungen, 1. März. Lehrer Kreiling von hier, Vizeseldwebel d. Res. im Res.-Inf.-Rgt. 222, Maschinen⸗ gewehrzug, wurde mit dem Cisernen Kreuz ausgezeichnet.
3 Kreis Alsfeld.
h. Alsfeld, 1. März. Das Kreis amt hat infolge vorgekömmener Unregelmäßigkeiten in allen Kreisorten unter 2000 Einwohnern die Polizeistunde der Gast⸗ häuser auf 11 Uhr abends festgesetzt.
Gerichtssaal.
Das Urteil im Spionageprozeß Berna.
Leipzig, 1. März.(WTB. Nichtamtlich.) In dem Spio⸗ nageprozeß Berna vor dem Reichsgericht wurde heute nachmit⸗ tag das Urteil verkündet. Lukas Berna wurde wegen fortgesetzten Verrats militärischer Geheimnisse zu 6Jahren Zuchthaus, Leo Berna wegen des gleichen Verbrechens und wegen Beihilfe zum versuchten Verrat in zwei Fällen zu 8 Jahren Zucht⸗ baus verurteilt, und gegen jeden außerdem auf 10 Jahre Ehr⸗ verlust und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt. Lukas Berna wurden zwei Monate, Leo Berna acht Monate der Untersuchungs⸗ haft auf die Strafe angerechnet. Lukas Berna war in Basel jahre⸗ lang Vermittler für das französische Nachrichtenbureau in Belfort, Leo Berna als Spion tätig. Ein Gendarmeriewachtmeister, der um Nachrichten angegangen worden war, lieferte mit Genehmi⸗ gung der deutschen Behörden den Angeklagten längere— irre⸗ führende Nachrichten und schwächte dadurch deren schädliches Trei⸗ ben wesentlich ab, bis es gelang, die Angeklagten zu fassen.
8
ation Gießen.
——— Meteorologische Beobachtungen der
2 2
5128 2 332 5 2 2 8 58 482— 288 8 88 5 SS . e 5 122 — 0 2,1 4,8 2 5 Sonneuschein 1.1 4.8 2 10[ Bed. Himmel 1.5 4,2 210 Schneefall
ͤchste Temperatur am uiedrigste„ Niederschlag: 8,5
1. März 1915— 4 3,8 C.
28. Febr. bis 28 1915= + 06
„ 1.„
* mm.
Bandel. Von der Reichsbank. Berlin, 1. März. WTB. Nichtamtlich) Der Ausweis der Reichsbank vom 27. Februar steht im Zeichen der Ultimo⸗ ansrrüche Bei dem Vergleich mit der entsprechenden Zeit des Vorjahres ist es erfreulich, festzustellen, daß sich eine reguläre wirtschaftliche Entwicklung erkennen läßt. Der Goldbestand ist in der letzten Bankwoche, die nur vier Tage umfaßt, um 16,3 Millio⸗ nen Mark auf 2270,6 Millionen Mark gestiegen, was als recht befriedigend bezeichnet werden kann. Auf die Anforderungen des Ultimo ist die Erhöhung des Vorrats an Darlehnskassenscheinen bei der Reichsbank um 28,2 auf 208,7 Millionen Mark zurück⸗ zuführen. Insgesamt haben die Darlehenskassen neu per Saldo 19,4 Millionen Mark ausgeliehen, mit dem Ergebnis, daß ihre Forderungssumme sich auf 758,7 Millionen Mark erhöht hat. Die gesamte Kapitalsanlage der Bank ist um 76,5 Millionen auf 4156,5 Millionen Mark gestiegen. Mit dem Anwachsen der Ge⸗ samtanlage um 161 Millionen Mark zur gleichen Zeit des Vor⸗ jahres ist deshalb ein Vergleich nicht ohne weiteres möglich, weil die Lombardansprüche jetzt in der Hauptsache nicht die Reichsbank, sondern die Darlehenskassen belasten. Bei Betrachtung der bank⸗
mäßigen Deckung Wechsel, Schecks und diskontable Schatzanweisun⸗
en) ergibt sich eine gewisse Uebereinstimmung mit dem Vorfahre. Diesmal ist eine Zunahme um 67,8 Mill. Mark, im vorigen Jahre eine solche um 79,3 Millionen Mark zu verzeichnen. Die bank⸗ mäßige Deckung enthielt damals aber noch keine Schatzanweisungen. Der Notenumlauf erhöhte sich in diesem Jahre um 227, Millionen und im vorigen Jahre um 219,3 Millionen Mark. Bei den täglich fälligen Verbindlichkeiten ist die Verminderung um 142, Millionen Mark lediglich der Abhebung von Privatguthaben zuzuschreiben. Im vorigen Jahre betrug die Abnahme dieses Kontos 131,6 Millio- nen Mark. Die Verschlechterung der Golddeckung der Noten in der letzten Bankwoche um 1,9 Prozent auf 46,7 Prozent ist gering — 4— der Verschlechterung in der gleichen Zeit der Vorjahre.
ie betrug nämlich Ende Februar 1914 10,9 Prozent, Ende Fe⸗ bruar 1913 6,4 Prozent und Ende Februar 1912 7,1 Prozent. Die Deckung der Noten durch den gesamten Barvorrat ist von 53,8 auf 52 Proz. zurückgegangen. Die Deckung der sämtlichen täglich fälli⸗ gen Verbindlichkeiten durch Gold hat sich fast gar nicht verändert; sie beläuft sich auf 35,2 Proz. gegen 35,4 Proz. Die Zunahme
von sämtlichen früher erlittenen Beschwerden vollständig befreit fühle. Nach meinen Erfahrungen kann ich Ihren Inhalations
Apparat nur bestens empfehlen, derselbe bedeulet eine große Wohl-
tat, die sich alle Katarrh⸗Leidenden zu Nutzen machen sollten. Die
stete Gebrauchsfertigkeit sowie das Einatmen der betr. Medikamente
in gasförmigem Zustand erhöht den Wert desselben ungemein. gegen
der früheren umständlichen und wenig angenehmen Inhalation rmer Dämpfe.
Ferner schreibt Herr Fritz Liedschulte, Dortmund, Schützen⸗ straße 144: Ich erhielt Ihr w. Schreiben und teile Ihnen mit, daß ich inzwischen einen Ihrer Inhalations-Apparate hier gekauft babe. Nach ca. achttägigem Gebrauch desselben ist mein Halsleiden, mit welchem ich mich schon jahrelang herumgeschlagen hatte, spurlos verschwunden. 5
Der mäßige Preis ermöglicht jedem Leidenden die Anschaf⸗ fung. Man gibt schließlich während eines längere Zeit dauernden Katarrhs auch für andere, häufig unwirksame Mittel viel Geld aus, und weit mehr büßt man durch ein solches Leiden an Ver⸗ —5 5 selbst wenn man dabei seinem Berufe noch nachgehen ann. Die erndes Brust⸗ oder Halsleiden zuzuziehen, läßt sich überhaupt nicht
schreibt Herr Fabrikdirektor a. D. Paul Fimmel, Luckenwalde,
Gefahr, sich durch einen veralteten Katarrh ein dau⸗⸗
N.
Abnahme der täglich fälligen
des Notenumlaufes ist hier durch die l Gold fast ausgegli
Verbindlichkeiten und den Zuwachs an worden.
—
Märkte.
FC. Wiesbaden. Viehhof⸗ Marktbericht vom 1. März. Auftrieb: Rinder 267(Ochsen 41, Bullen 20, Kühe und Färsen 206), Kälber 30, Schase 24, Schweine 888.
Marktverlauf: Bei ruhigem Handel wurde der ganze Auftrieb geräumt. Preise für 100 Pfd.
Lebend Schlacht⸗ 5 Ochsen. gewicht. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht? Mk. Mk.
wertes im Alter von 4—7 Jahren 53—56 90—101 Die noch nicht gezggen 28(ungesochte) 50—54 88—94 Bullen. Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtw. 48—50 80—86 Färsen. Kühe. Vollfleischige, ausgemästete Järsen höchsten %%% 2 ˙( 1 87—96 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 40-46 75—82 Wenig gut entwickelte Färsen.. 44—48 88—92 Kälber. Mittlere Masi- und beste Saugkälber. 56—53 95—97 Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 4550 75—83 Scha se. 8.752 Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthammel 46,00—00,00 9400 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg %% T 96—10⁰0 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgew. 73— 75 95 96 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg ie, 98—100
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 3. März 1915: Wolkig, Niederschläge in Schauern, we siliche Winde,
* Letzte Nachrichten. Die Beziehungen Italiens zu den Zentralmächten. Zürich, 2. März. Die Mailänder Zeitung„Perse⸗ veranza“ berichtet aus Rom, daß in der letzten Zeit wieder⸗ holt Verhandlungen über die Beziehungen Italiens zu den Zentralmächten stattgefunden hätten. Jedoch seien sie auf italienischer Seite von Persönlichkeiten ge⸗ führt worden, die der Regierung nicht angehör⸗
ten. Diese Unterredungen hätten bisher nur infor ma⸗ torischen Charakter gehabt.
Die Beschießung der Dardanellen.
Rotterdam, 2. März. Reuter meldet aus London, daß die englische Admiralität folgendes bekannt gibt: Bei der Beschießung der Dardanellenforts am 25. Februar wurden vier Forts von dem französischen und englischen Geschwader zum Schweigen gebracht. Darauf wurden vier englische Meilen der Meerenge von Minen gesäubert. Am 26. Fe⸗ sruar fuhren drei englische Schlachtschiffe in die Meerenge und beschossen das Fort Dardanus. Es wurden Landungs⸗ t(ruppen bei Kum Kale und Sedzül-Bahr ausgeschifft, welche die Vernichtung der Forts vollendeten. Die Geschütze der Forts an Eingang der Dardanellen wurden ebenfalls vernichtet. Die kriegerischen Operationen werden fortgesetzt. Unsere Verluste be⸗ trugen vier Mann tot und acht Mann ver 1 5
Das„Berl. Tageblatt“ bemerkt zu diefer Meldung: Selbst wenn alle diese Nachrichten in vollem Umfange zutreffen sollten. — einige von diesen Meldungen wie z. B. die von der Landung von Trupren klingen sehr fraglich— so braucht man keines
anzunehmen, daß die Verteidigung der Dardanellen ernstlich er⸗
schüttert sei. Eine Zerstörung dieser Forts am Eingange der Dar⸗ danellen sei bei weitem der leichteste Teil des Unternehmens und die eigentlichen Schwierigkeiten beginnen für die englisch⸗franzö⸗ sische Flotte erst in dem Augenblick, indem sie sich in den schmaleren Teil der Straße hineinwagen muß.
Die Streilgefahr in England.
i. Köln, 2. März. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Nopen⸗ hagen:„Berlingske Tidende“ melden aus London: Die Aus⸗ standsbewegung in Nord⸗England und Schottland gefähr⸗ det erheblich die Herstellung des notwendigen Kriegs⸗ materials. Daher sieht sich die Regierung genötigt, außer⸗ ordentliche Maßregeln zu treffen. Die habe, praktisch gesprochen, den Arbeiterführern und den Arbeitern befohlen,
die Arbeit wieder aufzunehmen, worauf dann eine schiedsgericht⸗ 5
liche Entscheidung des Streikes erfolgen solle. Der Streik betrifft tatsächlich die Lohnfrage. Die englische Presse hebt 10 2 der Ausstand bedrohe das Wohl Englands und wendet sich an das vaterländische Gefühl der Arbeiter.
„Vorläufig keine Handelsfragen“.
(J) Köln, 2. März. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der russischen Grenze:„Rußkoje Slowo“ bringt eine Mel⸗ dung, wonach Grey erklärt habe, bei der Zusammenkunft der Dreiverbandsminister sei beschlossen worden, alle Han⸗ delsfragen vorläufig beiseite zu lassen, aber unter keinen Umständen in einen Sonderfrieden zu willigen.
i Rumänien und Rußland.
i. Köln, 2. März. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der russischen Grenze: Ein Bukarester Brief, den der „Rjetsch“ veröffentlicht, dentet die Lage in Rumänien als Rußland unfreundlich. Auf Veranlassung des Kö⸗ nigs und des Ministerpräsidenten Bratianu werde ein Generabentlassen werden, der öffentlich zugunsten Ruß⸗ lands gesprochen habe. 5
2
Jahre in der Familie verwendbaren Apparat, den jeder Arzt als
ein ausgezeichnetes Mittel zur Bekämpfung von Katarrhen an⸗
erkennen wird. Gerade in der Uebergangszeit, wo man sich täglich
einen Katarrh holen kann, sollte ieder, der zu solchen Erk
neigt, unbedingt sofort kostenfreie Aufflärung verlangen. Warnung! Achten Sie genau auf den Namen Taners und
die vatentamtliche Schutzmarke„Die Kur im Hause“, damit Sie
auch wirklich den echten und altbewährten Original-Tancrs-In⸗ kalator erhalten, da minderwertige Nachahmungen im Handel sind. Kein zweiter Apparat kann sich wie dieser auf 15 000 Zeugnisse von Aerzten und Patienten berufen.
Nähere Austunft über den Original⸗Tancrs⸗Inhala⸗ tor wird von der Firma Carl A. Tancré, Wiesba⸗ den 74 W, gerne kostenlos und ohne Kaufzwang erteilt: man schneide den Kupon aus und sende denselben als Drucksache ein. (1980 C.) 0 irma Carl A. Taucre, Wiesbaden 74 W Ich wünsche Aufklärung über Ihr neues Inhalations⸗ system. Es dürfen mir jedoch keine Kosten entsteben.
Name u. Stand:.. Wohnort: Genaue Adresse
in Geld abschätzen.
Briefumschlag mit 3 Pig. frankieren.
Im offenen B


