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Berlin,. 24. Febr.(WTB. Nich amtlich.) Eer„Reichs-
anzeiger“ meldet, daß dem Führer des ersten Armeekorps, 3 Kosch, der Orden„Pour le mérite“ ver liehen Ist. 3
95 8 Aus Stadt und Cand. f Gießen, 25. Februar 1915.
N* Ritter des Eisernen Kreuzes: Reservist
Emil Stiehl aus Haiger. Feldw. Karl Mönnich, Res.⸗ Eisenbahnbau⸗Komp. 9. Res.⸗Lokomotivf. Johann Drins aus Darmstadt, Uffz. beim Eisenbahn⸗Regt. 3. Uffz. Tho⸗ mas aus Dridorf, Res.⸗Fußart.⸗Regt. 3. Sergt. Franz Matto, Eisenb.⸗Regt. 3 und Kriegsfreiw. Hans Brodt aus Hanau(Pion.⸗Regt. 19). Wehrmann Hornist Wilhelm Becker aus Worms⸗Neuhausen, Res.-In„Regt. 88. Gefr. Georg Beltz aus Treysa, Inf.-Regt. 88. Stud. med. Egin⸗ hard Waldemar Bormet aus Darmstadt, Off.⸗Asp. im Großh. Bad. Feldart. Regt. 76. Bahnassistent Cloos, üher in Hungen, zurzeit Feldwebel bei der Eisenb.-Betr.⸗ „ 9 der Militär⸗Eisenbahndirektion in Lille. Feldwebel Müunnig und Musketier Üth aus Hammelbach.
Auszeichnung. Sanitätsvizefeldwebel Falke nstein
vom Feldlazarett 9, 18. Armeekorps(früher 11. Kompagnie des Inf-Rgts. Nr. 116), erhielt vom Großherzog das Hessische Sanitätskreuz. ö
Bismarckfeie r. Nach einer Verfügung der Schul- 7 soll Bismarcks 100. Geburtstag in allen hessischen Schulen am 27. März, dem letzten Tage des alten Schuljahres, in entsprechender Weise gefeiert werden, da der 1. April in die Osterferien fällt.
» Stadttheater. Wir werden gebeten, auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß die morgige Aufführung von„Wie einst inn Mat! die unbedingt letzte des Werkes ist.
Der Evang. Arbeiterverein hielt am letzten Sams- tag im Vereinslokale seine Jahres versammlun g ab. Nach dem vom Vorsitzenden, Oberbibliothekar Dr. He user, erstatteten Jahresbericht zählt der Verein zurzeit 320 Mitglieder Durch den Tod verlor der Verein im abgelaufenen Vereinsjahr 6 Mitglieder, 35 sind im Felde, deren Angehörige, soweit Bedürftigkeit vorliegt, vom Verein unterstützt werden. Die Sterbekaf se des Vereins zählt zurzeit 201 Mitglieder; das Vermögen der Kasse beträgt 5404 Mark. Die gemeinnützige Rechtsberatungs⸗ stelle des Vereins wurde auch im abgelaufenen Jahre rege in Anspruch genommen; sie hat ihre Tätigkeit auch nach Kriegs- ausbruch sortgesetzt und besonders den Angehörigen der Kriegs- teilnehmer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Eine Er⸗ weiterung ist insotern geplant, als auch die in den einzelnen Lazaretten untergebrachten Verwundeten besonders auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung unentgeltlich beraten werden sollen. Die Bau⸗ Genossenschaft des Vereins hat im abgelaufenen Jahre keine Tätigkeit entfaltet, dagegen wird die Elisabeth⸗Kleinkinderf chule nach wie vor gut besucht. Die Gesangsabteilung des Vereins hat seit Kriegsausbruch die Verwundeten der einzelnen Lazarette durch Gesangsvorträge erfreut. Nach dem vom Rechner des Vereins erstatteten Rechen⸗ lchaftsbericht betrugen die Einnahmen im Vorfahr 1623 Mk., die Ausgaben 1594 Mk.; das Vereinsvermögen beträgt 1277 Mk. Der bisherige Vorsitzende Oberbibliothekar Dr. Heuser wurde
einstimmig wiedergewählt, ebenso ersolgte die Wieder- wahl der übrigen ausscheidenden Vorstandsmitglieder.
*„Unermittelt“. In nächster Zeit werden am Anfang der deutschen Verlustlisten besondere Listen mit der leberschrift„unermittelt Fiste Nr er scheinen. Diese Listen enthalten die Namen von Angehöri⸗ gen der deutschen Armee, die in der Gefangenschaft oder in deutschen Lazaretten gestorben und bei denen der Truppen⸗ teil nicht festgestellt werden konnte, sowie solche mit Regi⸗ mentsangabe, deren Richtigkeit aber nicht eststeht. Sie ge⸗
langen, mit fortlaufender Nummer ver
Zeit zum Abdruck.
9 1500 gefangene Russen kamen gestern abend im hiesigen Gefangenenlager an, wo sie, wie wir hören, einst⸗ weilen verbleiben werden.
„Verkauf von aus rangierten Militärpferden.
1 Samstag, den 27. Februar, vormittags 10 Uhr, findet in der neuen Dragonerkaserne Mainz/ Mom ba ch eine Versteige⸗ dung von 25 aus rangierten Militärpferden statt. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich ver⸗ pflichten, die Pferde in ihrem Betriebe zu verwenden und sie 1 der Kriegszeit nicht zu verkaufen. Die Versteigerung er⸗
gegen Barzahlung. 5 neueste Statistik der Viehseuchen im Deutschen Reich Flor daß im Regierungsbezirk Kassel die Maul⸗ und Klauenseuche in 190 Gehöften, die sich auf 55 Gemeinden in 14 Kreise verteilen, herrscht. Im
ierungsbezirk Wiesbaden ist diese Seuche in 45 Ge⸗ höften, welche sich auf 22 Gemeinden in 10 Kreisen ver⸗ teilen, festgesetzt.— Im Großherzogtum Hessen herrscht die Se in 287 Gehöften, welche sich auf 91 Ge⸗ meinden in 15 Kreisen verteilen. Was die Schweineseuche anbelangt, so herrscht diese Seuche in Hessen⸗Nassau in 40 und im Großherzogtum Hessen nur in einem Gehöft. . Landkreis Gießen. a
8 Trais⸗Horloff, ligung der Einwohner und vieler Lehrer aus nah und fern wurde — 97 langjähriger
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schule
.
— Kreisschul⸗ — es nicht möglich gewesen, ihren Vertreter zu sen⸗ den. ihrem Auftrag sprach Kirchenrat Dekan Hainer⸗ Hungen Worte vollster Anerkennung der Pflichttreue und Lei⸗ stungen des Verstorbenen. Kränze wurden niedergelegt von den Kindern der beiden Schulklassen, von der Gemeindevertretung durch den Bürgermeister, von dem Schul- und Kirchenvorstand den Ortsgeistlichen, von dem Bezirkslehrerverein Hungen durch dessen Obmann Lehrer Sommer, Inheiden, der dem Ta⸗ hingegangenen einen zu Herzen gehenden Nachruf widmete, und von der Bezirkssparkasse zu Laubach durch ihren Vertreter. Kreis Büdingen.
„Nidda, 24. Febr. Gestern abend hielt hier im„Gam⸗ brinus“ Kreisobstbauinspektor Metternich von Büdingen einen besonders von den Damen unserer Stadt und der Nachbarorte gut besuchten Vortrag über„Klein gartenbau und Volks⸗ ernährung.“ Redner führte in zweistündigem Vortrag die Wich⸗ tigkeit des Obst⸗ und Gemüsegenusses und den Wert der Hülsen⸗ früchte für die Kriegszeit zwar nicht zu entbehren und zu darben brauchen, aber in 9 r, nicht verschwenderischerweise mit den Vorräten um⸗ g müssen, um den Plan der Aushungerung, den unsere Feinde gefaßt haben, kräftig zu widerlegen. Namentlich in der Zwischenzeit von März bis Mitte Juli muß für Frühgemüse und Früh⸗ kart o 3 gesorgt werden, Die vielen Millionen, die wir sonst hierfür Auslande gaben, können wir ganz gut selbst verdienen, also sparen, wenn Landwirtschaft und Gartenbau ihre Schuldigkeit tun. Denn wir können auf eigenen Füßen stehen. 9 5 Kreis Lauterbach.
J Blihenrod, 25. Febr. Tem Bu ister von
rod, Thomas Stock, der zurzeit als Sanit⸗ ts- Unteroffizier im Feldlazarett XI. 18. Armeekorps lätig ist, ist vom Großherzog das desfische Sanitätskreuz verliehen worden.
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ehen, von Zeit zu
Vollsernährung vor, da wir in der ge senwärtigen
7 Kreis Friedberg.
r. Bad⸗Nauheim, 24. Febr. In der gestern abend ab⸗
e 5 sammlung des Nationalliberalen
ereins widmete der Vorsitzende dem auf dem Felde der Ehre gefallenen Parteifreund, Rechtsanwalt auf mann ⸗Gie ß en, einen sehr herzlichen Nachruf. Die Mitglieberzahl des Vereins beträgt 158. Der Gedanke, Bismarcks 100 jährigen Geburts⸗ tag durch eine öffentliche Feier zu begehen, fand allgemeine Zu⸗ stimmung, doch wurde mit Rücksicht auf die herrschenden Verhält⸗ nisse kein bestimmter Beschluß gefaßt, sondern man gab der Hoff⸗ kung Raum, daß vielleicht die Stadt die Vorbereitungen zu einer würdigen Feier in die Wege leiten wird. Den Schluß der gut besuchten Versammlung bildete ein Vortrag des Vorsitzenden, Sanitätsrat Dr. Baur, über„Unsere Mobilmachung gegen den englischen Aushungerungsplan“.
Kreis Wetzlar.
Wetzlar, 24. Febr. Unsere Wanderbüche rei hat in allen Kreisdörsern Einkehr gehalten und gilt als gern gesehener Gast in den Wintermonaten. Dank der Veihilse ist die Zahl der Bände sämtlicher Bücherstöcke schon weit über 12000 gestiegen. Eine Fülle von Untzrhaltung und Belehrung geht von dieser Kreis- einrichtung aus. Die Bücher sind in den meisten Familien liebe Freunde, die man nicht mehr entbehren möchte.
Hessen⸗Nassau.
h. Frankfurt a. M., 24. Febr. Eine würdige Gedächt⸗ nisfeier für den verstorbenen Gründer der jungen Universität Frankfurt fand heute abend unter überaus starker Beteiligung in der Aula der Hochschule statt. Der Weihestunde wohnten neben zahlreichen Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden und vieler akademischer Körperschaften auch Geheimrat Rektor So m mer als Abgeordneter der Universität Gießen und Professor Rektor Korschelt für die Universität Marburg bei. Im Mittelpunkte der Feier stand die geistvolle Gedächtnisrede don 1 Dr. Freudenthal. Der Redner schilderte zunächst das dem Friesenvolke entstammende Geschlecht der Adickes, um dann die ragende Persönlichkeit des Toten selbst in knapper, klarer Weise dem Auditorium vor die Seele zu führen: den trefflichen Juristen, den glänzenden Verwaltungsbeamten, den meisterlichen Menschenkenner, den Schöpfer Neufrankfurts und den Gründer der Universität, mit deren Vollendung Adickes sein Lebenswerk krönte. Mit einem feierlichen Gelöbnis, das unsterbliche Werk dieses Ge— nies in treuer Hut zu halten, schloß der Redner. Feierliche musi⸗ kalische Darbietungen gaben der Gedächtnisstunde für Adickes einen würdigen Rahmen. 1
b Runkel a. d. L., 24. Febr. Beim unvorsichtigen Hantieren mit einem Revolver ging dem Lehrling der hiesigen Landes- bankstelle der Schuß los und traf den 15jährigen Sohn des Land— wirts Burkhardt aus Schadeck. Der junge Mann verstarb nach wenigen Augenblicken.
Im feiue
erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. Um eine Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, wolle man
len feldpost/Bezug
des geg enex Anzeigers fur den marʒ schon jetzt erneuern
Alle Postamter nehmen die vestellung entgegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt Mk. 1,7 einschließlich der um⸗ schlag/ ebühr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die
Geschäftsstelle des Gichener Anzeigers
Ein Eisenbahnunfall.
Berlin, 24. Febr.(Priv.⸗Tel.) Der„Berl. Lok.⸗Anz.“ meldet aus Trier: Der Abendschnellzug Trier— Saar- brücken stieß bei der Station Schoden mit einer leeren Maschine zusammen. Führer und Heizer beider Lokomo⸗- tiven sowie fünf Passagiere wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Ursache des Unfalls ist unbekannt.
—. Schneefälle.
Karlsruhe, 24. Jebr.(WT. Nichtamtlich.) Seit gestern abend gehen im Schwarzwald bis in die Täler herab sehr ergiebige außergewöhnliche Schneefälle nieder. Auf den Höhen des südlichen Schwarzwaldes erreichte die Schneehöhe einen Durchschnitt von 2%½ Metern bei sechs bis sieben Grad Kälte. Auch die Vogesen sind bis weit herab mit Neuschnee bedeckt.
Märkte. se. Frankfurt a. M. Schweinemarktberi h: vom 24. Febr. Ausgetrieben waren 1867 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kę Lebendgewicht 82.50 85.00 Mk., Schlachtgewicht 103.00— 106.00 Me. vollfleischige Schweine unter 80 Kg Lebendgewicht 9.00 87,00 Mk., Schlachtgewicht 92.00— 10% Mk, vollfleischige Schweine von 100—120 kg NLebendgewicht 82.50—85.00 Mk, Schlachtgewicht 0,00— 06 Mk. vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 82.00 85.00 Mk., Schlachtgewicht 103—106.00 Mk. Geschäft mittelmäßig.
le. Frantfurt a. M., 24. Febr.(Orig.-⸗Telegr. des„Gieß. Anz.) In Getreide kem Angebot. Futtermittel sehr sest.
Biertreber 22— 23 Mk., Sesamkuchen 35—36 Mk., Kokoskuchen 35 — 36 Mk., Palmkuchen 34.5036 Mk. Alles per 100 kg ab brik. se. Frankfurt a. M., 24. Febr.(Orig.-Telegr. des Gieß. Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 8,00 bis 8,50, Kartoffeln im Kleinhandel Ml. 9,00—9,50, Alles per 100 Kg. F. Wiesbaden. Biehhof⸗ Marktbericht vom 24. Febr. Auftrieb: Rinder 144(Ochsen 27, Bullen 10, Kühe und Färsen 1038), Kälber 227, Schase 22, Schweine 446.— Das Geschäft war
mittelmäßig; in Großvieh blieb etwas Ueberstand. Die Preise hielten sich in der Höhe wie am 22 Februar. ———
Kirchliche Nachrichten. 5 Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Samstag, den 27. Februar 1915 Lo rab en) 5.45 uhr. Morgens 9.00 Hor. Nachmittags: 3.30 uhr. Sabbatausgang- Purimfeier: 6.80 uhr, Predigt. Sonntag, den 28. Februar 1915: Morgengottesdieust: 7.30 Uhr.
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Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdlenst. Sabbatfeser am 27. Februar 1915 tag abend 5.35 Uhr. a 1 amstag vormittag 8.30 Uhr. ——5 nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat⸗Ausgang 6.50 Uhr. Wochengottesdienst: Sonntag morgen 6.30, Tagen: morgens 3.45, aben 5 3.30 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht. 5 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteranssichten in Hessen am Freitag, den 28. Febr. 1918 Ziemlich heiter und tronen, nachts stärkere Abkühlnng, nördliche
Tete Machrichsenn
Der„Temps“! über Hindenburgs letzten Sieg.
Genf, 25. Febr. Der Kritiker des„Temps“, General La⸗ croix, vergleicht Hindenburgs und Mackensens jüngste Operationen mit denen Bonapartes gegen Wurmser im Jahre 1796. Er zollt der deutschen Strategie, deren Hauptverdienst die Fürsorge für ein gutes Eisenbahnnetz an der ostpreußischen Grenze sei, volle Anerkennung.
Die englischen Verluste bei den Falklandsinseln.
i. Köln, 25. Febr. Die„Köln. Ztg.“ bringt zu der Seeschlacht bei den Falklandsinseln einen Brief aus Montevideo vom 20. Januar. Folgende Stelle daraus dürfte allgemeines Interesse haben:„Zu der Rede des englischen Admirals Sturdee, die vor kurzem in der Zeitung„La Nacion“ erschien, muß ich sagen, daß sich die Zeitung einige Verschönerungen erlaubt hat. Sturdee hatte wirklich Recht, mit seinem zerschossenen Schiff self Volltreffer) hier einzulaufen. Er wollte wohl zeigen, daß von seinem Geschwader wenigstens noch etwas übrig war. Unser Miß⸗ trauen konnte er aber damit nicht aus der Welt schaffen. Jetzt stellt sich heraus, und der argentinische Kreuzer„Pueyrredon“ hat es bestätigt, daß bei Fort Stanley auf den Falklandsinseln sie⸗ ben englische Kreuzer, nach anderen Nachrichten drei Hilfskreuzer und vier Kreuzer, mit schweren Beschädie gungen festliegen. Deshalb also das große Schweigen der Briten und. deshalb die Unterbrechung der Drahtverbindung zwi⸗ schen Montevideo und Buenos Ayres.“ 5
Die Meuterei des indischen Regiments.
Amsterdam, 25. Febr. Reuter versucht, die Meuterei der indischen Soldaten in Singapore zu beschönigen. Sie könne nur als lokaler Vorgang ohne tiefere Ursache aufgefaßt werden und habe mit der Bevölkerung nichts zu tun. Der Vor⸗ gang gestatte keinerlei Rückschlüsse auf die Loyalität der in Frank⸗ reich stehenden indischen Truppen. Ebenso hätten die indischen Truppen in Aegypten und fochten.
an den übrigen
Allgemeiner Ausstand in Neapel.
Rom, 25. Febr. In Neapel erklärten die organisier⸗ ten Arbeiter den allgemeinen Ausstand infolge der Brot⸗ teuerung. 8000 Arbeiter durchzogen die Straßen der Stadt und hielten die Straßenbahn nach Portici und San Gio⸗ vanni auf. Mittags zogen sie vor das Municipium und die Prä⸗
fektur, um den Behörden ihre Wünsche darzulegen. Ein großer Teil
der Garnison wird in den Kasernen konsigniert. Bisher ist aber kein Zwischenfall vorgekommen. 5
Amerikanische Intervention bei Japan. 3 Genf, 25. Febr. Wie der Pariser„Herald“ erfährk, hat das Staatsdepartement der Vereinigten Staaten in Verfolgung eines chinesischen Ansuchens in freundschaftlicher Weise von N eine Anzahl von Aufklärungen verlangt, die mit dem Konflikte zwischen China und Japan im Zusammenhang stehen.
Luxemburg, 25. Febr. In informierten Kreisen verlantet, daß zum Rücktritt des luxemburgischen Ministeriums teils der Kon⸗ flikt zwischen der Großherzogin und der Regierung wegen der Er⸗
dingen beigetragen habe. Die Kandidaten für die beiden Bürger⸗ meisterposten gehören der liberal⸗sozialistischen Partei an. Di
Großherzogin scheint der Ernennung der Regierungs kandidaten die verfassungsmäßige Sanktion verweigert zu haben. Vielfach wird auch die Ansicht geäußert, dem Rücktritt lägen noch andere Ur⸗ sachen zugrunde, die indes größtenteil innerpolitischer Natur sein dürften. Misher ist noch niemand mit der Neubildung des Kabinetts betraut worden. g
Unwetter in Südfrankreich.
Lyon, 25. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ mel⸗ det: In ganz Südfrankreich herrscht ein furchtbares Unwetter. In den Gebirgsgegenden liegt hoher Schnee, so daß die Bahnverbindungen nur mit großer Mühe und großen Verspä⸗ tungen aufrecht erhalten werden können. Zahlreiche Telegraphen⸗ linien wurden zerstört. Im Mittelmeer herrscht starker Sturm, dem mehrere Fischerbarken zum Opfer fielen.
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Die Regierungskrise in Luxemburg. 1
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