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worden war, hatten wir kürrb vorher in ber Zeitung gelesen, über Lis Schicksal konnte ich aber trotz aller Nachfragen nichts erfah⸗ urn. Nun kam diese Nachricht und wir wußten ihn wenigstens am Leben. Wieder einige Tage später kam ein Schreiben eines Hamburger Hauses, uns völlig unbekannt, welches eine Niederlas⸗ sung in Funchal(Madeira) hat. Der dortige Direktor schrieb an sein Haus nach Hamburg, am 13. November sei der Dampfer „Obnast“ mit ungefähr 600 Gefangenen(darunter die Zwilbevöl⸗ kerung von Kamerun mit Frauen und Kindern) in Funchal ein⸗ gelaufen. Die Behörden von Funchal hätten jeden Verkehr mit den Gefangenen verhütet, indessen sei es einem deutschen Schiff, welches im Hafen lag, gelungen, einige Signale mit der„Obnasi“ aus⸗ zutauschen. Daraufhin hätten eine Anzahl Gefangener bei der Ab⸗ fahrt des Schiffes Flaschenvosten über Bord geworfen und einige sechzig davon hätte der Direktor auffischen können. Ein anderer Teil sei in die Hände der Behörden von Funchal gefallen und was daraus geworden, wisse man nicht. Der Direktor wollte die von ihm aufgefischten Briefschaften über Spanien an die Adressaten ge⸗ langen lassen. Da aber die Möglichkeit des Verlorengehens und Aufgegrissemverdens, zum mindesten großen Zeitverlustes vor⸗ läge, habe er eine Abschrift der Briefadressen genommen und auch, soweit sie auf der Außenseite vermerkt waren, der Namen der Ab⸗ sender. Er lege diese Liste ein und bäte das Hamburger Haus, es möge seinerseits an alle Adressaten eine Abschrift seines Brie⸗ ses und der Liste senden, damit die in Sorge um ihre Angehörigen in Deutschland lebenden Verwandten bald etwas über sie hörten. Das Hamburger Haus hat danach einige sechzig Abschriften beider Schriftstücke angefertigt und sie an alle Adressaten geschickt. I st das nicht wundervoll, wie sich über Länder und Meere hinweg Deutsche die Hand reichen?—
Wenige Tage später kam dann eine Karte von L. aus England, gleich nach der Landung am 22. November geschrieben. Durch die Zensur und die sich dort wohl stauenden Briefmassen ist aber ein Schreiben 20— 28 Tage unterwegs. Auf der Karte bat L. um schleu⸗ nige Sendung warmer Sachen und um 100 Mark für Anzug. Er hatte nichts als eine weiße Leinenhose und Rock an, Durch seinen Flaschenpostbrief waren wir ja darauf vorbereitet, ihm bald etwas Warmes schicken zu müssen, und hatten zu dreien fast Tag und Nacht gestrickt und Sachen besorgt, und als nun am 11. Dezember seine Karte aus England kam, sandten wir sofort 100 Mark und abends noch zwei Pakete ab. Da das Geld ja keine Zensur zu passie⸗ ren braucht, hätte es in acht Tagen dort sein müssen(ein amtliches Antwortschreiben auf eine Anfrage von mir bei einem Auskunfts⸗ bureau in England, bevor wir Nachricht von L. hatten, war nur vier Tage unterwegs gewesen), aber am 27. Dezember schrieb er, daß er das Geld noch immer nicht hätte, und ich fürchte, die Eng⸗ länder haben es unterschlagen. Er bat nochmals um etwas Geld, um sich auch etwas Essen kaufen zu können— demnach leiden sie Hunger—, aber ehe er nicht den Empfang der 100 Mark an⸗ zeigt, schicke ich nichts ab. Ich hatte gerechnet, daß er etwa Neu⸗ jahr die beiden ersten Pakete haben würde, denen allmählich noch vier weitere gefolgt sind. Er hatte aber das eine schon am 27. De⸗ zember und gerade das, was ihm am wenigsten nutzte. Bei der Menge Pakete, die um die Weihnachtszeit dort ankamen, ist es ja begreiflich, daß von den zwei gleichzeitig aufgegebenen eines eher ankommt, als das andere, aber ich denke manchmal, ob den warmen Inhalt des und der anderen, sowie Konserven, Wurst usw. die Eng⸗ länder nicht auch brauchen konnten und L. deshalb nur das eine bekommen hat? Er darf nur allen Wochen einmal schreiben und nur zwei Seiten, da kann ich nicht schon wieder Antwort haben, sein nächster Brief kann frühestens am 8. Januar geschrieben bezw. abgegangen sein. L. ist in Handforth Camp in Cheshire, an der Westküste Englands am irischen Meer, in einer Fabrik unter⸗ gebracht, in welcher ungefähr 2 Gefangene sind.
II. 3., 9. 2. 1915
.. Erst gestern erhielt ich eine weitere Nachricht von L., die vom 10. Januar datiert ist. Bis dahin hatte er weder das Geld, noch ein weiteres Paket erhalten. Diese Dinge konnten die Engländer jedenfalls selbst gebrauchen. Er schreibt weiter, daß er und der größte Teil der„Afrikaner“ jetzt auf einem Dampfer interniert sind, der bei Ryde an der Insel Wight liege. Er ist über den Wechsel befriedigt, weil er sich in der Seeluft wohler fühle. Er ahnt ja nicht die teufliche Ab⸗ ficht, die die Engländer danttt verbinden. Die Infel liegt direkt dem Hasen von Portsmouth vorgelagert. Wer den Hafen beschießen will, trifft zunächst das Gefangenenschiff. Die Engländer wollen dadurch verhüten, daß ein Angriff gemacht wird, oder, wenn ein —
der Studierenden in die höhere Klasse, die Auszeichnung und Stipendienverteilung usw. Das wird jetzt anders. Einen
Teil der Befugnisse wird der Akademische Rat jetzt der
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Lehrerversammlung abtreten und diese ist nun aus ihrer bisher passiven Stellung in der Verwaltung zur positiven Mitarbeit auch auf diesem Gebiete mit herangezogen. Der Gedante 15 nahe, den Akademischen Rat überhaupt zu entfernen. Mehrere Lehrer hatten von Anfang an das auch gewünscht. Aber man hat sich schließlich doch dahin ge⸗ einigt, etwa von einem Wahlrektorat abzusehen, da gerade ein Künstler nur selten Lust und Veranlagung für die damit verbundenen Beamtenpflichten hat. Auch aus historischen Gründen hat man den Akademischen Rat beibehalten. Durch ihn steht die Akadémie in einer dauernden, nahen Beziehung zur Krone, die ihr mittelbar und unmittelbar außerordent⸗
liche Vorteile verschafft. Die Abtrennung der Unter⸗ klassen entfernt unnötigen Ballast aus der Anstalt. Man wird die Vorbereitungen mehr den privaten Malschulen überlassen, was vom sozialen Gesichtspunkt aus gleichfalls zu begrüßen ist. In die Akademie aber werden, wie in der Universität, nur gehörig Vorbereitete aufgenommen. Dar⸗ nach besitzt sie nur noch die Zeichen⸗, Mal⸗ und Modellier⸗ säle und die Ateliers. Dieser Wegfall der Unterklassen erhebt die Dresdner Akademie zum Range einer Hochschule.
Sie wird ihren alten Namen„Kgl. Akademie der bildenden Künste“ aber weiter führen.
Diese Neugestaltung fällt zusammen mit wichtigen Neu⸗ berufungen im Rat und Neuwahlen im Lehrerkörper der Anstalt. Zwei Meisterateliers stehen leer: das von Kuehl und von Prell, zwei Sitze Akademischen Rates sind frei geworden: der Kuehls und Treus. Während des Krieges werden diese Neuaufnahmen kaum erfolgen. Namen sind bisher noch nicht genannt worden. Nur davon wurde gesprochen, daß an Stelle des Meisterateliers für Historien⸗ malerei, das Prell inne hatte, ein Atelier für Monumental⸗
dekorative Malerei eingerichtet werden sollte. Dabei soll
wohl auch an Max Klinger gedacht worden sein. Alle diese Fragen schweben aber noch. Nur die beiden Statutenände⸗ rungen hat man soweit durchberaten, daß sie mrr der Ge⸗ nehmigung des Akademischen Rates bedürfen, die in der Stzung vom 16. ds. zu erwarten ist. Die Dresdner Kunst⸗ akademie würde von diesem ab einen neuen Abschnitt ihrer Entwicklung zu datieren n. Es ist zu hoffen, daß ihr mancher innere Konflikt, der bisher unvermeidlich war, künftig erspart bleibt, und daß sie einer neuen Blüte ent⸗
gegengeht.
solcher erfolgt, wollen sie bewirken, daß die Deutschen ihre gefangenen Brüder treffen müssen. Sie haben außer⸗ dem ja schon früher geäußert, im Falle eines Seegefechts würden sie die Gefangenenschisse als Kanonenfutter vorausschicken. Der Gedanke, daß L. und die vielen anderen wehrlos hingemordet wer⸗ den könnten von den eigenen Landsleuten, ist ganz entsetzlich. Daß so etwas nur ausgedacht werden kann! Wenn wir uns gegen solche Unmenschlichkeiten wehren wollen, dann steht die ganze Welt gegen uns und schreit, von den Engländern wird aber alles hin⸗ genommen als recht und billig. Gott strafe England tausend und tausendmal!
Spielplan des Gießener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 37% Uhr, bei Volks- vreisen: Kinder-Vorstellung;„Tischlein deck“ dich, Esel streck' dich, und Knüppel aus dem Sack“.(Neuheit!) Dramatisches Märchen
in 6 Aufziigen von Marie Waldeck. Ende 5¼ Uhr. Abends 7½ Uhr, bei kleinen Preisen:„Grüne Ostern.“ Ende gegen 106 Uhr. Dienstag, den 16. Jebruar, abends 8 Uhr(außer Abonnement), bei Volkspreisen:„Johannisseuer.“ Ende nach 10%½ Uhr. Freitag, den 19. Februar, abends 8 Uhr(12. Freitag-
Abonnements-Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen(ermäßigt):
„Flachsmann als Erzieher.“ Ende 10 ¼ Uhr. Sonntag, den 21. Februar, nachmittags 3½ Uhr, bei Volkspreisen: Kinder-
Vorstellung:„Tischlein deck' dich, Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack.“ Ende 5 7½ Uhr. Abends 7½ Uhr, bei klemen Preisen: „Der zerbrochene Krug.“ Hierauf:„Das Versprechen hinterm Herd.“ Singspiel aus den österreichischen Alpen in zwei Bildern von Alexander Baumann. Ende nach 10 Uhr.
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Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel
übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) 8
Es gibt immer noch Müller, die es grundsätzlich ablehnen, den Mahllohn in Geld zu erheben. Und es gibt immer noch Bauers⸗ leute, die sich auf das Moltern einlassen. Ob das Moltern wegen mangelder Uebersicht des wirklichen Müllerverdienstes und der Um⸗ ständlichkeit der Kontrolle für den Landwirt überhaupt in Frage kommen sollte, ist heute belanglos.
Unsere Tage brachten dem Landwirt die Beschlagnahme seiner Vorräte. Der Zukauf der in der Müllerei gewonnenen Nahrungs- und Futtermittel ist durch die Preissleigerung derselben erschwert. Er kann nach Abschluß der Verarbeitung der Ergebnisse der neuen sicheren Erhebung über den Nahrungsmittelbestand— womit ein jeder rechnen muß— noch schärseren gesetzlichen Beschränkungen unterworsen werden.
Darum ist das Teil seines Getreides, über das dem Bauer Verfügungsrecht bleibt, in jedem Körnlein und jeder Hülse ein un⸗ ersetzliches Gut, und es ist unverantwortlich gegen sich selbst ge⸗ handelt, nur ein Stäubchen davon ohne Notwendigkeit aus der Hand zu lassen. f
Helft euch selbst, ihr Landwirte, zvenn euch die Müller nicht entgegenkommen. Es gibt ein ganz ein saches Mittel. Ihr habt es in der Hand. Gebt keinen Sack mehr aus dem Hause, ohne daß vorber Wandel geschaffen ist. Haltet zusammen— der Nachbar leiht schon für ein Geback, wenn dir das Mehl ausgeht— und laßt den Müller, der euch nicht entgegenkommen will, uur ein einziges Mal mit leerem Wagen heimsahren. Wenn er wieder kommt, wird er bestimmt willig sein. L.
3 Märkte. 0 2
Gießen, 13. Febr. Marktbericht. Auf dent heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Piund 1,10—1,20 Mk.; Hühner⸗ eier 1 Stück 13—14 Pfa., 2 Stück 00 Pia. Enteneier 1 St. 0 Pig. 2 St. 00 Pig. Gänseeter 1 St. 0-0 Pig., 2 St. 00 Pig.: Käse das Stück 7—8 Pig., Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00— 2,50 Mk., Hahnen das Stück 1/00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Gänse das Peid. 70—80 Pig.; Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Ufd. 90—98 Pig., Rindfleisch das Pfund 90—94 Pfg., Kuhfleisch 80—90 Pfg., Schweine · fleisch das Pfund 20— 106 Pig, Kalbfleisch das Uid. 76— 80 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 70—90 Big. Kartoffeln 100 Kilo 7,00— Mk., Weißkraut das Stück 10—20 Pig.: Zwiebeln der Zte 12,00— 15,00 Mt.: Milch das Liter 22 Pig. Aepfel der Zentner 15—20 Mk.; Birnen das Piund 12—15 Pig., Nüsse 100 Stück 40—50 Pig.— Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.
a, Frankfurt a. M., 12. Febr. Heu- und Strohmarkt Man notierte Peu 4, 05,00 Mk., Stroh(Kornlangstroh) 0.00 bis 0.00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge⸗ schäft lebhaft. Die Zusuhren waren aus Kreisen Friedberg und Hanau.
Heu- und Strohmarlkt:
le. Wiesbaden, II. Febr.
Man notierte: Heu 4,80 5,50 Mk., Stroh(Richtstroh) 3,30 bis 3,40 Mt., Krummstroh 2,65— 2,30 Wik. Alles per 50 Kilo.— Am Fruchtmarkt war infolge der herrschenden Situation nichts
angeboten. —
—.—— Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 14, Februar, Esto mihi. Gottesdienst. In der Stadttirche. Vormittags 9¼ Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.
Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markus⸗ gemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Abends 8 Uhr: Vortrag von Pfarrer Julius Werner aus Frankfurt a. M. über:„Der Krieg als Zerstörer und Erneuerer.“
Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemein de.
Dienstag, den 16. Februar, nachmittags 3 Uhr: Frauen⸗ missionsverein.
Dienstag, den 16. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.
In der Johanneskirche. Vormittags 9¼ Uhr: Geh. Kirchenrat Prof. D. Eck. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. 5 Pfarrer Ausseld.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtols heimer.
Abends 7½ Ubr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. F 8
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal.
Mittwoch, den 17. Februar, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. (Passionsundacht.) Pfarrer Bechtolsheimer.
Freitag, den 19. Februar, abends 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde.
Wartburg, evangelischer Jünglings⸗ und Männer⸗verein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 14. Februar, abends 8 Uhr: sprechung. Dienstag, den 16. Jebruar, abends 8¼ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 18. Februar, abends 8 ¼ Uhr: Leseabend. Samstag, den 20. Februar, abends 8 Uhr: Aeltere Abteilung.
Vortrag mit Be⸗
Oberhessen und den]“
Vibeltränzchen für schller a Für die jüngere Abtellung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. Bibelkränzchen für mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johanuessaal. Sonntags⸗Verein für Mädchen. 4 a Jeden Sonntagnachmittag von 2 Uhr ab Diezstr. 15 p.(An, sprache, Gesang, Spiele, Bibliothek). Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg: Sonntag, den 1. Zebruar, vormittags 10 Uhr. Lollar: Sonntag, den 14. Jebruar, nachmittags ½2 Uhr. Daubringen: Mitwoch, den 17. Februar, abends 8 Ubr: Kriegs⸗ betstunde. Dekan Guß mann.
* Hatholische Gemeinde. 5 Gottesdienst. Samstag, den 13. Februar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr; Gelegenheit zur heil. Beichte. N Sonntag, den 14. Jebr, Sonntag Quinguagesima! Vormittags von 6¼ Uhr an: Gelegenheit zur 91. Veicht. 5 um 7 Uhr: Die ersie heil. Messe. „ um 8 Uhr: Austellung der hl. Kommunion, l * um 9 Uhr: Hochamt. Verlesung des Fastenhirtenbrieses 1 um 11 Uhr: Pl. Messe. Verlesung des Jastenhirten⸗ brieses. Militärgottesdienst. Nachmittags um 5¼½ Uhr: Christenlehre; darauf Andacht, Am Mittwoch wird um 7½ Uhr die geweihte Asche ausgeteilt. Dienstag und Mittwoch abend um 7½ Uhr ist Kriegsbittandacht⸗ Freitag abend um 8 Uhr ist Fastenandacht. Diaspora⸗Gottesdienst. In Grünberg um 9½ Ihr. In Hungen um 9 Uhr.
————.— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
die Ee E 3 2 33„ Febr. 2 8. 3 8 8 2 E 2832 5 1 3— 8— 2 108 ESE TE A„„„„„ 858 5 2 S 5 358 4 0 5 12% 6,1„ 4 70 2 3 Sonnenschein 12. b. 38,3 2,9 4,7 63 8 2 10 Bed. Himmel 13.% 37,1 1,5 4,8 95. 7
3 0
Höchste Temperatur am 11. bis 12, Februar 1915— 4 6,1 0.
Medrigste„„ li,„ Amtlicher Teil. Bekanntmachung.
Betr.: Den Verkehr mit Brotgetreide und Mehl. Auf Grund des 836 e der Betanntmachung des Bun⸗ desrats vom 25. Januar 1915 in der Fassung vom 6. Fe⸗ bruar 1915 über die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreidt und Mehl wird den Händlern, Handelsmühlen, Bäckern und Konditoren in den Landgemeinden des Kreises hiermit ver⸗ boten, Brot oder Mehl außerhalb des Bezirts ihrer gewerb⸗ lichen 3 abzugeben. Ausnahmen hiervon werden bis auf weite r diejenigen Bäcker 1 die ver⸗ 1 Bäckereiwaren an öffentliche Anstalten zu liefern aben. d Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Zuwiderhand⸗ lungen werden mit Gefängnis bis zu 6 Mongten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Außerdem kann der Geschäftsbetrieb geschlassen werden.
Gießen, den 12. Februar 1915.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. De. Hfiager.
Betr.: Wie ohen. l 9175 An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.. Auf den Inhalt vorstehender Bekanntmachung sind Beteiligten von Ihnen sofort noch besonders hinzuweisen. Gießen, den 12. Februar 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Vekannlmaächung. 5 Betr.: Sicherstellung der Voltsernährung während des Krieges. 2 Unter Bezugnahme auf gleichem Betreffe vom 23. v. Mts., Kreisblatt Nr. 9 von 1915 bringen wir zur Kenntnis der Bevölkerung, daß mit der morgigen Post 3000 Exemplare eines Rrie 349
buchs, sowie zunächst 1000 Cxemplaxe eines Exrnäh⸗ rungsmerkblatts(Ratschläge für die 1 1. 5 herausgegeben von der Zentralstelle für Volks ⸗ wohlfahrt in Berlin, an die Großherzoglichen Bürger⸗ meistereien abgehen werden. Weitere 15000 Exemplare des Ernährungsmerkblatts sind unterwegs und werden gleich⸗ falls zur Verteilung in Kürze folgen. 52
Das Publitum wird in vaterländischem Interesse drin⸗ end ersucht, die in dem Ernährungsmerkblatt und —„ gegebenen Ratschläge zu be⸗ achten und ihnen nachzu leben.
Gießen, den 12. Februar 1915,
Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V: Hechler. An die Großh. Bürgermeistereien und die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.*
Die den Großh. Bürgermeistereien unter 1— 2 gung der Bepölkerungszahl in den einzelnen Gem, n zugehenden Exemplare des Kriegs kochbuchs sowie des Er nährungsmerlblatts sind alsbald innerhalb der Gemeinde enlsprechend zu verteilen.
Es empfiehlt sich, iusbesondere in größeren Gemein⸗ den, bei der Verteilung die Hilfe der Schulen in Anspruch u nehmen, weshalb sich die roßh. Bürgermeistereien mit en Schulvorständen und den Herren Lehrern alsbald dieser⸗ halb in geeigneter Weise ins Benehmen setzen wollen.
Die Zahl der den Großh. Bürgermeistereien in ei Tagen noch weiter zugehenden Meßkplätterx ist so bemessen, daß auf jede Haushaltung ein Merkblatt entfallen wird. Bis dahin werden sich benachbarte Haushaltungen mit einem Merkblatt behelfen können. 1 8
Gießen, den 12. Februar 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen
Gäste stets willkommen.
J. V.: Hechler.
Leeiferrin dürfte in keiner Familie fehlen.
—
unsere Bekanntmachung im
derrte und Publikum stimmen darin überein, dass Leciferrin(Ovo-Leelthlu-Elsen) an der Spitze aller Kräftigungsmittel steht. Leciferrin ist nicht nur sehr eneum vou Geschmack
und jeleht verdaulich, sondern befördert zugleich auch den Appetit. Leclferrin hebt das Temes pen macht den Körper widerstandsfähig, Tae enf——— gestellt, welkes, schlaffes Aussehen verschwindet, die Gesichtsfarbe wird frisch und rosig. 5
Leelterris kostet Mk. 3.— die Flasche. Leciferrin-Tabletten, von derselben Wirkung wie das flllssige, bequem als Feldpostbrie f zu versenden, Mk. 2.50. 8 138
Zu haben in den Apotheken. Wo nicht erhältlich, wende man sich an alenus chemische Industrie G. m. b. H., ankfurt a. M. 1.(1% 8
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