3 als 50 g.
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schwung des Bades
* * 5
stürzte sich gestern aus der im
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R b n Verpflichtung zu unterziehen. Wer diesem Gebote nachkommt, soll im Leben kein Glück mehr haben; wer
das Gebot aber befolgt, wird an einem bestimmten Tage eine große Freude erleben. Das
Publikum möge möglichst darauf inwirken, daß derartige unsinnige Belästigungen unserer Soldaten im Felde verhindert werden.
1 a Jeitungssendungen an Angehörige des Feldheeres müssen vielfach bei den Aufgabe-Postanstalten von der Beförderung ausgeschlossen werden, weil sie schwe— aber nicht frankiert sind. Ist außer⸗ dem der Absender auf ihnen nicht angegeben, so werden die Sendungen unanbringlich. Empfänger wie Absender wun⸗ dern sich dann, wo die Sendungen verblieben sind, und schie⸗ ben den nach ihrer Ansicht eingetretenen Verlust der Feld⸗ post zur Last. Das Publikum wird deshalb im eigensten Interesse ersucht, zu beachten, daß sich im Feldpostbrief⸗ derkehr die Portofreiheit nur auf Sendungen bis 50 g 8erstreckt, daß ein Uebergewicht bei portofreien Briefen nicht zugelassen ist, und daß deshalb alle Briefe über 50g frankiert werden müssen. Für Briefe über 50 g. bis 8 kostet das Porto 10 Pf., für noch schwe⸗ rere Briefe bis 550 g 20 Pf. Dies gilt auch für Sendungen
mit Zeitungen. 5 Kreis Schotten. ae Herchenhain, 8. Jebr. Von Herchenhain sind bis jetzt bei der Goldsammlung 4000 Mk., aus Hartmannshain und Sichenhausen je 1000 Mk. abgeliefert worden.
Kreis Friedberg.
Bad⸗Nauheim, 10. Febr. Zum Tode des Geh. Baurats Dr. Karl Eser, den wir in der Montagsausgabe meldeten, bringt die„Darmstädter Zeitung“ eine längere Würdigung der Verdienste des namentlich in Oberhessen wohlbekannten Mannes, der wir folgende Sätze entnehmen: In geradezu bewundernswürdiger Weise hat Dr. Eser ver⸗ standen, sein reiches Wissen und Können zum Nutzen des Bades Nauheim zu verwerten. Wer Bad⸗Nauheim bei seiner Dienst⸗ übernahme gekannt hat und es mit der Gegenwart vergleicht, in der es zum internationalen Weltbad geworden ist, der wird er⸗ messen können, was die Dienstzeit Dr. Esers für das Bad bedeutet. Die Besuchsziffer im Jahre 1901 von rund 19 800 gegenüber der letzten von rund 35 000 Kurgästen, die Bäderzahl in jener Zeit von rund 296 000 gegen 480000 im Jahre 1913 sprechen das Ihre. Es darf unumwunden sestgestellt werden, daß dieser Auf- zum allergrößten Teil ein Verdienst von Dr. Eser ist, der, unterstützt durch, weitblickende Beschlüsse seiner vorgesetzten Behörde und der Landstände, sowie durch treue Mit⸗ arbeiter seine Gedanken für eine zeitgemäße Ausgestaltung des Bades der Wirklichkeit zuführte. So kamen die großen Erneuerungs⸗ und Erweiterungsbauten zustande, bei deren äußerer Erscheinung selbstverständlich der Architekt ausschlaggebend sein mußte, deren ganze Komposition aber im Rahmen der zweckmäßigsten Ausnutzung der Schätze geschehen mußte, die Bad⸗Nauheim in seinen Heil- quellen besitzt.. Auch zu einer Sehenswürdigkeit haben die Ge⸗ danken von Dr. Eser und ihre Ausführung das heutige Bad⸗Nau⸗ heim 8 die von Laien angestaunt, von Fachleuten in höch⸗ stem Maße bewundert wird. Die wirtschaftliche Bedeutung, die schließlich dem Ausschwung des Bades für den Staat, wie vor allem für die Stadt Bad⸗Nauheim zukommt, muß dem Manne ebenfalls ein dauerndes Denkmal setzen, auf dessen Gedanken, Ausdauer, bewunderungswürdigen Weitblick und unermüdliche Pflichttreue jener Aufschwung in erster Linie zurückzuführen istt. Der Merk⸗ stein, den das Wirken von Dr. Karl Eser in der Entwickelung des Bades bedeutet, wird seinem Namen ein ebenso dauerndes und ehrenvolles Andenken in der Geschichte des Bades sichern, wie sein persönliches und Charakterbild bei allen, denen er dienstlich und persönlich näher getreten ist. Jedenfalls darf gesagt werden, daß Bad⸗Nauheim dem Verstorbenen so viel Dank schuldig ist, wie bis jetzt keinem anderen Mann.“
Starkenburg und Rheinhessen.
m Offenbach, 10. Febr. Die 17jährige Johaung Lang ersten Stock des Hauses Mittelsee⸗ straße 36 gelegenen Wohnung in selbst mörderischer Ab sicht auf die Straße. Das Mädchen trug neben geringeren äußeren Verletzungen sehr schwere innere Verletzungen davon und wurde im Krankenautomobil ins städtische Krankenhaus gebracht.
15 Hessen⸗Nassau.
J. Frankenberg, 9. gebr. Auf der gestrigen 48. Ab- geordneten⸗Versammlung des Kreis⸗-Krlegerver bandes waren 32 Vereine durch 62 Delegierte vertreten. Die Abrechnung ergab an Einnahme 2481,37 Mk. und an Ausgabe 2143,30 Mark. Von einer Sommerversammlung und einem Kreis-Verbandssest wurde in diesem Jahre Abstand genommen. 5
h. Frankfurt a. M., 9. Febr. Auf dem Hauptbahnhof geriet der 24 jährige Arbeiter Mandel zwischen die Puffer zweier Kohlenwagen. Er wurde zu Tode gedrückt.
(h) Bad Homburg v. d. H., 9. Febr. Das Kurjahr 1 914, das für Bad Homburg eins der besten der letzten Jahre zu werden versprach, fand mit dem Ausbruch des Welt- krieges ein jähes Ende. Es brachte infolgedessen der Stadt und dem gesamten Wirtschaftsleben einen Schaden, der bis heute noch nicht zu übersehen ist. Wie Oberbürgermeister Lübke heute in der Stadtverordnetensitzung bei der Vorlegung des Kuretats für 1915 mitteilte, rechnung für 1914 mit einem Fehlbetrage von rund 80 000 Mark abschließen. Da Dauer und Ausgang des Krieges auch noch ungewiß sind, konnte der neue Haushalts- plan nur mit großer Mühe zum Ausgleich gebracht wer⸗ den. Obwohl für 1915 die Ausgaben auf das geringste Maß beschränkt wurden, dürfte sich auch für dieses Jahr ein Fehl⸗ betrag ergeben, der einschließlich des Ausfalls von 1914 eine Höhe von 1 35 000 Mark erreichen dürfte. Diese Summe soll durch eine Anleihe bei dem für derartige Fälle ge— schaffenen Kurfonds gedeckt werden. Auch in den Jahren nach dem Kriege wird sich das Wegbleiben der ausländischen Kur⸗ gäste sehr bemerkbar machen, doch erwartet man einen neuen Aufschwung durch den vermehrten Besuch der deutschen Gäste. Für 1915 wurden die Einnahmen auf die halbe Summe der bisherigen festgesetzt. So erwartet man aus den Einnahmen aus der Kurtaxe und der Frankfurter Abonnements die Hälfte, aus den Homburger Besuchen ,, aus Besichtigungen die Hälfte, aus Spielen„ usw.— Der Etat wurde dem Finanzausschuß zur Beratung und Feststellung überwiesen. — Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte sodann 1000 Mark für die Erbschaftssteuer zur Annahme der Samm- lung Balmer; sie will aber gegen die Höhe der Steuer Beschwerde einlegen, da der materielle Wert der Schenkung nur 20000 Mark beträgt. Für den Roten Halbmond be⸗ willigte man 500 Mark, für die Schaffung einer neuen ka⸗ tholischen Lehrerstelle 2603 Mark, für Feuerversicherungs— prämien 4120 Mark und 10000 Mark zur Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln. Außerdem kaufte die Stadt für 13000 Mark. zur Abgabe an die Bäcker auf.
h. Höch st a. M., 9. Febr. Eine bemerkenswerte Statistik, die zu denken gibt, zeitigte die letzte Sitzung des Schöffen⸗ gerichts. In den zur Verhandlung stehenden Privat⸗ beleidigungsklagen traten nicht weniger als elf Frauen als Moger, Angeklagte und Zeugen auf.
wird die Rur⸗⸗
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Ein Automobil vom Eisendahnzug erfaßt. Essen Ruhr), 9. Febr.(Priv.⸗Tel.) Heute nacht durchtahr
ein mit fünf Fahrgästen aus Gladbeck besetztes Essenen Droschkenauto auf der Fahrt von Essen nach Gladbeck die geschlossene beleuchtete Schranke der Eisenbahnstrecke Vogelhein.
Altenessen an der Kreuzung der Essen-Horster Straße in Alten- essen. Das Auto wurde von einem von Vogelheim nach Alten- essen fahrenden Güterzuge erfaßt, herumgeschleudert und teilweise zertrümmert. Der neben dem Chauffeur sitzende Hotelier Drach- mann aus Gladbeck, der im Augenblick des Zusammenstoßes aus dem Auto sprang, wurde vom Zuge überfahren und gelötet. Der Chauffeur und die übrigen vier Fahrgäste blieben unverletzt. Untersuchung ist eingeleitet.
Märkte..
le. Franlfurt a. M. Schweinemarktberi h. vom 10. Febr. Ausgetrieben waren 22˙4 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Lebendgewicht 80.00 82.50 Mk. Schlachtgewicht 95.00— 100.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 80.00—82.50 Mk., Schlachtgewicht 98.00— 100.70 Mt. vollfleischige Schweine von 100—120 k Lebendgewicht 80.00-82.50 N Schlachtgewicht 9/0100 Vik. vollfleischige Schwelne von 120 dis 150 kg Lebendgewicht 80.0— 82.50 Mk., Schlachtgewicht 98 100.00 Geschäst ziemlich rege.
le. Frankfurt a. M., 10. Febr.(Orig.⸗Telear. de?„Gieß. Anz.“) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Am heutigen Markt fanden keine Umsäge in Getreide statt, da es an Angebot sehlte. Weizenkriegsmehl 45 Mk., Roggen riegsmehl 44 Mk. Futtermittel: sest. Kleie 15.50 Mk., Biertreber 30 bis 30.50 Mk. Alles per 100 kg. le. Fraulfurt a. M., 10. Febr.(Drig.-Telegr. des Gieß. Auz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 7,00 bis 8,00, Kartoffeln im Kleinhandel Mk. 8,00— 9,00, Alles per 100 Kg.
SSSR—
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Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel
übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
„Wie kann ich mitwirken dem Vaterlande zu helfen?“
Die nicht die Waffen tragen, können der Volksernäh⸗ rung durch Einsammeln und vorschriftsgemäße Sortierung der Haus haltsabfälle, wie es in verschiedenen öffentlichen Aufrufen der städtischen und staatlichen Behörden ausgedrückt wurde, wert— volle Dienste leisten. Schon haben sich eine Anzahl Frauen auf den Weg gemacht, um straßenweise in den Haushaltungen nach⸗ zufragen, welche Verwendung die besagten Küchenabfälle finden und aufklärend dahin zu wirken, daß sie zur Abholung als Vieh⸗ futter bereit gehalten werden. Auch der Landwirtschaftliche Lokalverein hat sich in seiner Sitzung vom 5. Februar, die sehr zahlreich besucht war, mit dieser Frage befaßt. Der Vor⸗ sitzende, Herr Prof. Dr. Kleeberger, machte Mitteilung von der diesbezügl. Tätigkeit der Hausfrauen eines Bezirkes unserer Stapt, und daß er den Pächter des Albacher Hofes, Herrn Pekrs, veranlaßt habe, die Abfälle abzuholen. Dieser erstattete dann Be⸗ richt dahin, daß ihm zuerst 3, später 5 bis 6 Zentner zur Ver⸗ fügung gestanden hätten. Mit Verfütterung desselben nach ent⸗ sprechender Zubereitung durch Kochen usw. habe er recht gute Er⸗ folge erzielt da die Schweine das Dargereichte gerne fraßen. In nachfolgenden Reden wurde der Gegenstand noch ausführlich erörtert und man kam überein, anzuregen, daß die städtische ftommission Sorge tragen möge, daß in allen Bezirken der Stadt Körbe, oder besser graße Eimer mit Deckeln aufgestellt würden. Dies am besten im Hof, damit die Abholenden nicht genötigt find, bis in die einzelnen Stockwerke zu steigen. Wichtig ist die mehrfach betonte Freihaltung von allen Scherben, Knochen, Na⸗ deln u. dergl. und die tunlichst genaue Sortierung der Reste nach sauberen, ungekochten Gemüseabfällen, Schalen, Brot, Wurstschalen usw., die möglichst getrennt zu halten sind, um das Sauerwerden zu verhindern. Wir hoffen, daß diese Anregungen auf fruchtbaren Boden fallen. 8 Landwirte haben sich bereits zur Abholung be⸗ reit erklärt. Darum auf, ihr Hausfrauen, lasset euch keine Mühe verdrießen, an eurem Teile mitzuwirken, daß der Plan, Deutsch⸗ land auszuhungern, zu Schanden werde! A. Bd.
Fastnachtsgebäck.
Nach einer Bekanntmachung des Magistrats der Stadt Hanau
ist in der Zeit vom 12.—17. Februar, also in der Faschings⸗ zeit, das Kuchenbacken verboten, und zwar nicht nur für die Bäckereien und Konditoreien, sondern auch für die Haushal⸗ tungen. Es wäre dringend zu wünschen, daß auch für unsere Stadt Gießen, am besten fün das ganze Reich, die Herstellung von Faschingsgebäck allgemein verboten würde, noch besser, wenn der gesunde Sinn unseres Volkes ein solches Verbot überflüssig machte. Wie ist eine Freude an Fastnachtskreppeln und ähnlichen Leckereien in den Fastnachtstagen auch nur denkbar, angesichts der Todesbereitschaft unserer zum entscheidenden Kampfe im Osten und Westen und auf der Nordsee sich rüstenden Söhne und Brüder! Es hieße unseren tapferen Kämpfern geradezu in den Rücken fallen, wollten wir während ihres todesmutigen Kampfes die zur Verteidigung der von Englands Aushungerungspolitik bedrohten Festung, wie dies tatsächlich heute Deutschland ist, unentbehr⸗ lichen Vorräte leichtfertig vergeuden! 1
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Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 11. Febr. 1015: Bededt, mi trocken, süs liche Winde, Temperatur wenig geändert.
Letzte Nachrichten.
Das Zurückdrängen der Russen aus Galizien.
Wien, 10. Febr. Ungarischen Berichten zufolge wurden auch die gestrigen russischen Angriffe am Dukl a⸗Paß mit schweren Verlusten für den Feind völlig zurückgeschlagen. In furchtbarem Schneegestöber versuchten die Russen nachts noch einmal einen Durchbruch, doch vergebens. Sie wurden durch Maschinengewehrfeuer vernichtet. Wir mach⸗ ten eine große Anzahl halberfrorener und hungriger Ge⸗ fangener. Der Vorstoß der Russen, um durch einen Einbruch in Ungarn den Serben zu Hilfe zu kommen, kann als ge⸗ scheitert angesehen werden, trotzdem er mit großen Kräften angesetzt war. In der Bukowina kämpfen viel Tscher⸗ tessen. Gefangene, die noch nichts vom Heiligen Kriege ge⸗ wußt hatten, zeigten sich äußerst bestürzt, daß sie gegen uns zefochten. Eine rasche Verbreitung der Nachricht vom Sultan Fetwa ist nunmehr unter den Mohammedanern im russischen Heere zu erwarten.
K. K. Kriegspressequartier, 10. Febr. In den Karpathen liegt tiefer Schnee. Die Marschbewegung der Trup⸗ pen ist ausschließlich an die 1 gebunden. Diese Märsche gehen mühselig vonstatten und die Entwicklung zum Gefecht ist ungemein schwierig. Der Feind drückt mit sehr beträchtlichen Kräften gegen die Duklafurche und führt unablässig neue Truppen heran. Er befindet sich an der übrigen langen Front in vorzüglich befestigten Stellungen, die sehr schwer zu nehmen sind. nter diesen Umständen werden ungeachtet der größten nstrengungen der im nördlichsten Ungarn Hand in Hand kämpfenden österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen alle Unternehmungen verlangsamt. Erfolge, die abwechselnd von beiden Seiten erzielt werden, haben nur ört⸗ liche Bedeutung. Es ist ein schweres und schwieriges Ringen, das den höchsten Einsatz von den Kämpfenden erheischt, das die bittersten Mühsale im Gefolge hat und doch nur sehr langsam zum Ziele führen kann. Mutmaßungen über weit vorausblickende Opera- klonen sind müßig, so lange die natürlichen Schavierigkeiten auf dem Karpathischen Kriegsschauplatz hüben wie drüben der Fühurng die Gesetze vorschreiben. Wir mu sen zufrieden sein, wenn es uns gelingt, ohne unsere übrigen Fronten zu schwächen, die Russen
Schritt für Schritt aus dem Grenzgebirge zurückzudrängen, und
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ihre gleichzeitigen Versuche, nach weisen. Daß diese Aufgabe mit der N n gut d. führt wird, dafür sprechen die Ergebnisse der bisherigen Kämpfe der seit Wochen gegen eine übermächtige Anzahl und gegen die Ungunst von Boden und Witterung heldenmütig und zähe ringen⸗ den Verbündeten.(B. L.⸗A.)
Die Verfolgung der Russen in der Bukowina. Budapest, 10. Febr. Die geschlagenen russischen Truppen flüchten teils gegen Radautz, teils gegen Kut y. Unsere Truppen verfolgen sie und machen viele Gefangene, erbeuten auch Munition und Kriegsmaterial. Der Rückzug der Russen nimmt den Charakter der Flucht an. Suczava. soll hier eingelaufenen Berichten zufolge schon geräumt sein, womit 120 Kilometer bukowinisches Ge⸗ biet in unseren Händen wäre. Die Richtung der Flucht der Russen ist Czernowitz. Die Bevölkerung feiert allenthalben unsere Truppen.
Das Verhältnis zwischen Rumänien und Bulgarien. Rotterdam, 10. Febr. Der„Times“ wird aus Butarest gemeldet: Das Verhältnis zwischen Rumänien und Bulgarien wird täglich besser. Der bulgarische Staats⸗ bahndirektor Morloff traf in Bukarest ein, um über die Wagendurchfuhr zu konferieren, die bereits im Prinzip eine beschlossene Sache ist.
Englands Getreideversorgung stockt. i. Köln, 10. Febr. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Stock⸗ holm: Nach einem Londoner Privattelegramm des„Svenska Dagbladet“ hat die Getreideversorgung Eng⸗ lands tatsächlich aufgehört, die durch den Untersee⸗ boottrieg bedingten erhöhten Frachtsätze wirken auf die Schiffahrt vollkommen lähmend.
Der neue„Sultan“ von Aegypten„zieht sich zurück“.
Konstantinopel, 10. Febr. Nach einer Meldung aus Beirut soll sich der neue„Sultan“ von Aegypten, Hussein Kia⸗ mil, über Kairo nach Alexandrien zurückgezogen haben, wohin sich auch die Vertreter Rußlands und Frankreichs begeben haben. Der gestern hier eingetroffene Senussi⸗Führer Seid Ali Halil teilt mit, daß die Senussi schon vor einigen Tagen verschiedene Orte an der ägyptischen Grenze besetzt hätten. Aus dem Sudan und der Wüste Sahara kämen immer neue Scharen Senussis, um gegen Aegypten zu ziehen. Die Senussi würden den Kampf gegen die Engländer nicht früher aufgeben, als bis deren Macht in Aegypten zusammengebrochen sei.
Verschwendet kein Brot!
Ungarn durchzubrechen, abzu⸗ Zeit zu einem guten Ende ge⸗
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— aus Dr. Oetker's Gustin
sind wohlschmeckend und ein vor-
Jeder spare, so gut er kaun. zügliches Nahrungsmittel, besonders
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lletert in jedet gewunschten Ausstattung prelswert die Brühb'sche Universitäts-DOruckerei. Schulstr. 7
Amtlicher Teil.
Betr.: Sicherstellung des Haferbedarfs für die Heeres verwaltung.
An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und
an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden
des Kreises.
Wir bestätigen hiermit, insoweit dies bei den einzelnen Gemeinden noch nicht geschehen ist, die von Ihnen aufgestellten Verteilungspläne ebenso wie die 0 Haferbesitzer erlassenen Aufforderungen und beauftragen Sie, dies sofort den Betreffenden zu eröffnen.
Gießen, den 9. Februar 1915. 5
Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hechler.
Bekanntmachung ö
Bestimmungen. 1. Für die ausgehobenen Landsturmpflichtigen gelten vom Tage der Aushebung an die für die Mannschaften der Landwehr(See⸗ wehr) bestehenden Bestimmungen.
amts Alsfeld oder der Bezirkskompagnie Schotten. Sie sind ver⸗ pflichtet, jede Aufenthaltsveränderung innerhalb 48 Stunden ihrer Kontrollstelle anzuzeigen und sich beim Verziehen in einen an⸗ deren Kontrollbezirk bei der dortigen Kontrollstelle innerhalb 48 Stunden anzumelden. Die Meldungen. können mündlich oder schriftlich durch den zur Meldung Verpflichteten selbst erfolgen. Bei schriftlichen Meldungen ist Geburtsdatum und»ort, sowie der frühere Wohnort und der Wohnort, folgt, genau anzugeben. Zuwiderhandlungen tärgesetzen bestraft.
Landsturmpflichtigen sind die Feldwebel des 1 Meldeamts oder der Bezirkskompagnie und der Bezirkskomman⸗ deur, sowie deren Stellvertreter. lichen Befehlen ihrer Vorgesetzten, 0 Gestellungsbefehlen unbedingt Folge zu leisten. 5 stli Verkehr mit den Vorgesetzten sind sie der militärischen Disziplin unterworfen.
4. Bei Anbringung dienstlicher Gesuche und Beschwerden sind
benen Dienstweg einzuhalten. Gesuche sind an den Bezirksfeldwebel der Kontrollstelle zu richten, Beschwerden dem Bezirkskommandeur vorzutragen; richtet sich die Beschwerde bei dem Bezirksadjutanten anzubringen. am folgenden Tage oder nach 0 1 Strafe erhoben und muß innerhalb einer Frist von gebracht werden.
Die Beschwerde darf erst
5 Tagen an⸗
sonderer Befehl. 1 5
6. Ausgehobene Landsturmpflichtige können ungehindert ver⸗ reisen, haben jedoch der Kontrollstelle den Antritt der Reise und die Rückkehr zu melden, sobald die Reise länger als 48 Stunden dauert. Bei jeder Abmeldung zur Reise hat der Betreffende an zugeben, durch welche dritte Person während seiner Abwesenheit etwaige Befehle an ihn befördert werden können. Er bleibt jedoch jeder Befehl richtig zugeht. 7. Ein Uebertritt vom
sturms nicht statt. 5 8. Die vorstehenden Bestimmungen gelten für die ausgehobenen Landsturmpflichtigen bis zur Auflösung des Landsturms.** Großberzogliches Bezirkskommando Gießen. 1 Naumann, 855
Oberstleutnant und Bezirkskommandeur.
der für die ausgehobenen Landsturmyflichtigen geltenden
3. Die nächsten militärischen Vorgesetzten der ausgehobenen 5 Hauptmeldeamts, des
Die Mannschaften haben dienst⸗ f
öffentlichen Aufforderungen und 8 Im dienstlichen
die ausgehobenen Landsturmpflichtigen verpflichtet, den vorgeschrie⸗ 3
der Militärbehörde gegenüber allein dafür verantwortlich, daß ihnt
ersten zum zweiten Aufgebot sowie ein Ausscheiden aus dem Landsturm findet bis zur Auflöfung des Land⸗
2. Die ausgehobenen Landsturmpflichtigen treten in die Kon⸗ 5 trolle der Bezirksfeldwebel des Hauptmeldeamts Gießen, des Melde-
für den die Anmeldung er⸗ werden nach den Mili⸗
gegen diesen, so ist sie
Verbüßung einer etwa verhängten
5. Ueber etwa stattfindende Kontrollversammlungen ergeht be⸗ 25
ii:
„
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von Ihnen an die einzelnen


