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(09/02/1915) 33. Erstes Blatt
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spricht. Hierzu wird bemerkt, daß 225 Gramm Mehl unter

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55 rung des Baues von Kleinbahnen 1,5 Millionen Mark.

der deutschen Ortskrankenkassen gestern eine all⸗ gemeine Ortskrankenkassenkonferenz nach Berlin einberufen, die von dem Abgeordneten Fräsdorf-Dresden geleitet wurde. Einstimmig wurde folgender Antrag angenommen: Die Allgemeine Ortskrankenkassenkonferenz beauftragt den Vor⸗ stand des Hauptverbandes bei den obersten Verwaltungs⸗

die Kassen schwer schädigenden Paragraphen 171 abgesehen nicht mehr genehmigt und die bestehenden Verpflichtungen

ernährung statt, die wie demBerl. Tagebl. gemeldet

und die Kapelle unter Leitung des Herrn Franz Bauer und des Herrn Musikdirektors Krauße sehr verdient gemacht haben. Es

aufnahme des wirtschaftlichen Lebens müsse vor allem die Diskontierung aller Wechselgeschäftspapiere ermöglicht wer den. Der Umlauf der Wechsel, der in normalen Jahren etwa 40 Milliarden betrage, betrug von Anfang August bis Jahresende 363 Millionen, also etwa fünfzigmal weniger, als in einem normalen Jahre. Man loönne sich keine größere Störung des wirtschaftlichen Lebens denken. England und Deutschland hätten rechtzeitige Maßnahmen getroffen, jede Störung zu verhindern. Betrachte man den Ausweis der deutschen Reichsbank, so erkenne man, daß der Geldumlauf in Deutschland normal sei. Auch außerordentliche Finanz operationen würden dort mit großer Leichtigkeit vollzogen. Frankreich allein sei gegen die wirtschaftliche Versumpfung ohnmächtig. Das Blatt schließt: Wir wollen siegen und dür⸗ fen uns deshalb ein solches Armutszeugnis nicht ausstellen. Ein Danipferzusammenstoß.

Rotterdam, 8. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Rotterdamsche Courant meldet: Der norwegische DampferFix, der sich auf der Reise von London nach Rotterdam befand, stieß in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ein paar Kabellängen vom Südpier von Hoek van Holland mit dem DampferEimstad zusammen, der den Fix unversehens anfuhr. DerFix wurde sofort am Südpier gelandet, aber das Achterschiff sank und die La⸗ dung auf Deck wurde ins Meer gespült. Der Kapitän und die aus 13 Mann bestehende Mannschaft, die nur das Nötigste mitnehmen konnten, wurden auf Rettungsbooten ans Land gebracht. DerEimstad, der ein großes Leck hatte, kehrte nach Rotterdam zurück. Verluste an Menschen leben sind nicht zu beklagen.

Aus dem Reiche.

Der Mehlverbrauch.

Berlin, 8. Febr.(WTB. Amtlich.) Die Reichs ver⸗ teilungsstelle beschloß, bis zur Aufstellung des ersten Verteilungsplans, daß jeder Kommunalverband dafür sorgt, daß in seinem Bezirk seitens der versorgungsberechtigten Bevölkerung nicht mehr Mehl verbraucht wird, als einem durchschnittlichen täglichen Verbrauch von 225 Gramm auf den Kopf der versorgungsberechtigten Bevölkerung ent⸗

Hinzurechnung des vorgeschriebenen Kartoffelzusatzes einer Brotmenge von rund zwei Kilogramm wöchentlich entspricht.

*

Berlin, 9. Febr. Der dem Abgeordnetenhause zugestellte neue Sisenbahnanleihe⸗Gesetzentwurf fordert insgesamt einen Kredit von 207,9 Millionen Mark. Etwa 6 Millionen Mark sollen zur Herstellung des dritten und vierten Gleises auf den Strecken Berlin Luckenwalde und Hamm(Westfalen) Wunsdorf dienen. 12 Millionen sind vorgesehen zu einer Reihe von Bauausführungen in den Vorortkreisen der Berliner Stadtbahn. Zur Beschaffung von Fahrzeugen für die bestehenden Staatseisenbahnen werden 174,6 Millionen Mark gefordert und zur weiteren Förde-

Berlin, 9. Febr. Zur Klärung einiger sehr dringend der Erledigung heischender Fragen hatte der Hauptverband

behörden vorstellig zu werden, daß von der Anwendung des

werde und zwar dahingehend: Die Befreiung von 8171 soll

sollen aufgehoben werden.

Berlin, 9. Febr. In München fand gestern eine Konferenz zur Erörterung über die Frage der Volks⸗

wird, aus allen Teilen des Reiches besucht war. Die Ver⸗ sammlung befaßte sich besonders auch mit der Frage der Sicherung der bisherigen landwirtschaftlichen Produktion.

Aus Stadt und Land. Gießen, 9. Februar 1915.

Jaterländischer Abend.

Zu einem Vaterländischen Abend am Sonntag hatten die Gesangvereine Bürgergesellschaft, Gemütlichkeit, Harmonie, Heiterkeit, Liederkranz und Maschinenbauer eingeladen, zum Besten unserer in Not geratenen Brüder im Osten und im Westen, die an des Reiches Grenzen dem ersten Ansturm der Feinde Stand halten mußten. Wer hätte solcher Einladung nicht gerne Folge geleistet? So war denn der Abend auch recht gut besucht: möge auch das klingende Ergebnis recht stattlich sein! Gut und zweckentsprechend war die Wahl der zu Gehör gebrachten Männer⸗ chöre und Musikstücke, um deren Ausführung sich die Gesangvereine

war erfreulich und stärkend, zu sehen, daß trotz der vielen im Felde stehenden Mitglieder ein so großer und klangvoller Chor zu⸗ sammengebracht werden konnte; wie der Landsturm mit der Waffe draußen seinen Mann steht, so auch bei uns der friedliche mit der Macht des Gesanges. Die Soli lagen bei den Herren Haubach und Schirmer in altbewährten Händen. Den Höhepunkt der Lieder bildeten die sechs altniederländischen Volkslieder aus der Sammlung des Adrianus Valerius, deren Gegenstand jene schwere Zeit der Bedrückung der Niederlande durch Spanien bildet. Wir wollen es heute zu einer ähnlichen Bedrückung durch England nicht erst kommen lassen! a

Zündend, eindringlich und von Herzen kommend, wie stets war die Ansprache des Herrn Geh. Kirchenrats Prof. D. Eck. Möchte sie nachwirken in den weitesten Kreisen! Denn wahrlich so ist es und das tut Not: Wir alle müssen jetzt zusammenstehen und kämpfen, unsere wackeren Feldgrauen da draußen mit der Waffe, wir Zurückgebliebenen dadurch, daß wir freudig und gerne im Geiste mit dabei sind und uns nicht durch Trauer und Kummer zu Boden drücken lassen, dadurch, daß wir an unserm Teil leicht und gerne die kleinen Opfer bringen, die das Vaterland in Bezug auf Unsre Lebensführung von uns fordert! Denn so viele auch draußen im Felde stehen, die Erfüllung der uns Zurückgebliebenen obliegenden Aufgaben ist nicht minder wichtig! Wahr ist's: Jetzt kämpft unser ganzes Volk und muß kämpfen, alles: Groß und Klein, Alt und Jung, Männer und Frauen! Stolz, groß und vornehm war der Auftakt zu diesem dritten Teil des Weltkrieges, dessen Ent⸗ scheidung zwischen uns und England fallen wird und muß die amtliche Aussage des bevorstehenden Krieges zur See Möchten wir alle seiner siegreichen, heldenhaften Durchführung uns würdig erweisen! Die heldenhafte Schar derEmden, die sich zum Strande Arabiens durchschlug, ist uns ein gutes Zeichen der Zukunft. Fürwahr, die von Kindesbeinen bei uns gepflegte Helden⸗ bewunderung trägt heute herrliche Früchte. Deutschland erweist sich würdig seiner alten Stammeshelden und der Heldenverehrung aller Völler und Zeiten! So wird und muß kommen, was kein aufrechter Deutscher bezweifelt: der volle Sieg unserer guten und

Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Musketier Ferd. Kuhn, Ins.⸗Agt. 117, aus Mainz. Kriegs- freiwilliger Polizeikommissar-Aspirant Jos. Ernst, Pion.⸗Bat. 21, aus Mainz. Lt. Franz Krül l. Ini.⸗Rgt. 144, aus Neresheim. Ersagreservist Wilh. Fritz, Res.⸗Juf.⸗Agt. 80, aus Steinheim Kreis Gießen). Res. Wilh. Falck, Juf.⸗Agt. 168, aus Fried- berg. Unteroff. Adolf Ems bach aus Dutenhosen. Landwehr⸗ mann Heinr. Franz, VPion.-Bat. 21, aus Atzbach. Reservist demr. Stahl, Ins.⸗RAgt. 168, aus Bonbaden. Ers.-Res. Wilb. Möller, Landw.-Ink.-Rgt. 118, aus Allmenrod. Musk. Karl Möller, Jnß.-Rgt. 168 aus Angersbach. Ingenieur August Lobbes aus Offenbach a. M. Ingenieur Karl Müller, Res. Ins-⸗Rat. 116, aus Ossenbach a. M. Unteroff. d. Landw. Auqust Schopue, Res.-Inf.⸗Rgt. 221, aus Offenbach a. M. Reservit Johann Dammer, Inf-Rgt. 168, aus Offenbach a. M. Unter- offizier Franz Mit sch, Int.-Agt. 168, aus Worms. Reservist Lehrer Georg Dinger, Bayr. Inf.-Rgt. 23(früher in Laubach, Köddingen, Melbach und Mittel-Seemen. *

* Ritter des Eisernen Kreuzes. Feldwebel Wilh. Wolf aus Heckholzhausen im Inf-Regt. 116. Landwehrmann Adam Höhler aus Villmar im Res. Feldart.⸗Regt. 21. Landwehrmann Hch. Becker aus Werschau, Kreis Limburg. Hauptmann Haentjes vom Landsturmbataillon Limburg. Gefr. Heinr. Maldaner aus Limburg im badischen Gren.-Regt. 110. Amtsrichter Heidenreich in Selters(Westerwald), Oberleutnant und Bat.⸗Adjutant. Stabsveterinär Dr. Zürn aus Wetzlar, im Fußart.⸗Regt. 3. Feldwebel Ott aus Wetzlar beim Landsturm-Ersatzbataillon Wetzlar. Lehrer Franz Mocke⸗ witz aus Wetzlar, Vizefeldwebel im Res.-Inf.⸗Regt. 71. Wehrmann Heinrich Hofmann aus Burgsolms im Res. Inf⸗Regt. 81. Unteroffizier d. R. Karl Eschenauer aus Naunheim im Inf.-Regt. 83. Rechtsanwalt Scheer, Hauptmann im Landsturmbataillon Gießen, aus Lauterbach. Feld⸗Oberpostsekretär Karl Rauber von der Feldpost⸗ expedition der 49. Reserve-Division, früher in Lauterbach. Unterofsizier d. R. im Inf. Regt. 83 Ludwig Kolb, Offen⸗ bach. Unteroffizier im Res.⸗Inf.⸗Regt. 80 Georg Wei⸗ gold, Offenbach. Grenadier im 1. Garde⸗-Regt. zu Fuß Karl Börner, Offenbach. Landwehrgefreiter Karl Gombel, Landwehr ⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Werdorf. Pio⸗ nier Ludwig Fey, Pionierbataillon 25, aus Tiefenbach. Oberbootsmannsmaat Jörg und Ufsz. Oskar Steinert

bach(Schwalm), 1. Kl. Fähnrich im Jägerbataillon 11 Hans v» Baumbach aus Ropperhausen(Schwalm). Gefreiter im Inf⸗Regt. 116 Justus Steitz aus Ebsdorf. Lehrer Phil. Dönges aus Fellingshausen, Vizefeldwebel im Inf.⸗Regt. 81. Feldwebel Fritz Neuweger im Landsturmbataillon Gießen. Grenadier Emil Schäfer, 2. Garde-Regt. z. F., aus Niederscheld. Gefreiter Hermann Nickel, Landw. Inf.⸗Regt. 30, aus Weinbach. Deckoffi⸗ zier Heinrich Weber, Oberstückmeister auf S. M. Schiff Derfflinger, aus Niedershausen. Vizefeldw. L. Sei p p, Fußart.-Regt. 3, aus Heuchelheim. Unteroff. Lehrer Heller, Inf.⸗Regt. 168, aus Lich. Off. Stellv. Postsekr. Schäfer, Inf.⸗Regt. 222(unter gleichz. Beförderung zum Leutnant der Landwehr).

* Das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Der Leutnant d. R. Dr. Wilhelm Malzan aus Gießen, Oberlehrer am Realgymnasium und ehemaliger Schüler des Landgraf-Ludwig⸗ Gymnasiums, der am 22. August 1914 bei Anloy in Belgien verwundet wurde und darauf das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt, ist nunmehr, wie wir höre, in Polen am Geburtstage des Kai⸗ 1 75 dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden.

* Krieg und Landesuniversität. Der Rektor der Universität Gießen Geheimrat Prof. Dr. Sommer hat eine 27 Druckseiten umfassende Broschüre zusammengestellt, die eine 3 über die Einwirkungen dietet, die der Krieg auf den Bestand des Professoren Kollegiums und der Assistenten-, Beamten- und Angestelltenschaft und auf die Studentenschaft hinsichtlich ihrer Zahl und ihrer mlitäri⸗ schen Verwendung ausgeübt hat.

Die Zusammenstellung soll, wie es in dem Vorwort heißt, zeigen, wie der Krieg auf den Gesamtorganismus der Universität gewirkt hat. Dabei handelt es sich nicht nur um die militärische Verwendung der Einzelnen, sondern um den Ein⸗

fluß, den diese auf den Lehrkörper, die Institute, Kliniken und

sonstigen Einrichtungen innerhalb der Fakultäten, ferner auf die Studentenschaft und innerhalb dieser auf die Korporationen aus⸗ übt. Es ist hier nicht der Ort, um darzulegen, welche Anforde⸗ rungen aus dieser Abwesenheit Vieler zu militärischen Dienst⸗ leistungen für die Zurückbleibenden indirekt erwachsen, und welche ernste Arbeit die Aufrechterhaltung aller dieser Betriebe und Ein⸗ richtungen kostet. Für uns, die aus irgend welchen Gründen an dem Kampfe für das Vaterland nicht unmittelbar teilnehmen können, ist es ein Trost, daß wir gerade durch diese Durchführung der Friedensarbeit mitten im Krieg eine wichtige Aufgabe er⸗ . Wenn in einer späteren Zeit der Einfluß dieses größten aller Kriege auf die sozialen Verhältnisse der beteiligten Völker untersucht werden wird, mag dieses Verzeichnis mit seiner Gliederung einen Beitrag zur Biologie der deutschen Universitäten während der Zeit des Kampfes um Deutschlands Zukunft bilden. * Militärische Ausbildung der Jugend. Nachdem von verschiedenen Seiten der Wunsch ausgesprochen worden ist, für dje Angehörigen des Kaufmanns st an⸗ des, die Sonntags vor Z uhr nicht frei sind, eine beson⸗ dere Abteilung zu bilden, deren Uebungen am Sonntag um 3½¼ Uhr beginnen, hat sich der Ausschuß entschlossen, dem Vorschlag bei genügender Beteiligung zuzustimmen. An⸗ meldungen werden schriftlich oder am nächsten Mittwoch Abend von 89 Uhr in der Turnhalle des Realgymnasiums entgegengenommen.

Der Abmarsch des Landsturms, der zum Etappendienst im Westen gestern mittag unter dem klingen⸗ den Spiel der neugegründeten Kapelle des Landsturm⸗ Ersatz⸗Bataillons zum Bahnhof ausrückte, gestaltete sich namentlich auf dem Seltersweg zu einer herzlichen Kund⸗ ebung für die alten Soldaten. Die Quartiergeber hatten en meist verheirateten Männern zum Auszug Blumen⸗ sträuße gestiftet. Ueberall wurde der schmucken Truppe zum Abschied freundlich zugewinkt, und zahllos war das Geleite bis zum Güterbahnhof. Die nun ins Feld gerückten Land⸗ sturmleute waren in der Mehrheit aus der Provinz Hessen⸗ Nassau gebürtig, sie haben vier Wochen lang in Gießen Wachdienst getan und waren allen Lobes voll für die Gast⸗ freundschaft, die sie in Gießen gefunden haben. Die Aus⸗ rüstung der Landsturmleute war manchem Zuschauer Anlaß u freudigem Erstaunen, wie die Militärbehörde die Mann⸗ 5 versorgt hat. Nicht nur daß alles, was die Leute auf em Leibe hatten, neu und frisch von der Elle weg war, sondern auch die Unterwäsche war, wie sie erzählten, in der Güte des Stoffes ganz ausgezeichnet. Es fehlte der Truppe aber auch rein gar nichts; Pulswärmer und 2 Paar Handschuhe, ja selbst ein Trinkbecher waren mitgegeben Die Mannschaft war auch mit Proviant, 1 Brot, Speck und Wurst auf mindestens dreimal 48 Stunden versorgt. Für Tabak

rechten Sache, der Sieg des Deutschen Geistes, der Sieg des Idealismus! . 5*

und Zigarren hatten größtenteils die Quartierwirte gesorgt. Die Mannschaft wird sicher der Hießener Quartiere draußen

aus Oberursel. Reservist Johhannes Fink aus Schrecks⸗L

in Feindesland dankbar gedenken. Uebrigens ist gestern nachmittag eine neue Kompagnie Landstürmer von Ba 5 in Gießen eingerückt, um den Wachdienst zu übernehmen. 5

*Landsturm-Musterung. Die heute vorliegende Nummer des Kreisblattes enthält die Bekanntmachung der Ersatz-Kommission Gießen über die Zeit der Musterung des unaus gebildeten Landsturms der Jahres- klassen 1884 bis einschließlich 1875. 5 5

* Die Quartiergelder für die Schlesier werden nunmehr laut einer Bekanntmachung der Stadt Gie⸗ ßen 1 Nummer an der Stadtkasse aus⸗ geꝭ a 0 1

* Kaserne Café Leib. Im Cafes Leib wird in den nächsten Tagen ein Rekruten⸗Depot für 280 aus⸗ zubildende Vaterlandsverteidiger eingerichtet. Die Verpfle⸗ gung hat der Wirt übernommen..

Amtliche Personalnachrichten. Die Groß⸗ herzogin hat durch Entschließung vom 16. Januar d. J. dem e a. n 1 r a 2 185

as Allgemeine Ehrenzeichen mit uschriftFür langjähri

treue Dlenste am Bande des Verdienstordens Philos des Groß mütigen verliehen. Aus dem Schuldienst entlassen wurde der Lehrer Karl Müller zu Schneppenhausen. In den Ruhestand versetzt wurde am 6. Februar d. J. der Gerichts vollzieher mit dem Amtssitze in Gießen Konrad Seipel auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 15. Februar 1915. Die Großherzogin hat am 6. Februar d. J. ihm die Krone zum Silbernen Kreuze des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Ernannt wurde am 6. Februar ds. Is. der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Lauterbach Otto Heßler zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Gießen mit Wirkung vom 15. Februar 1915. Die Großherzogin hat am 6. Februar ds. Is. den Bezirks⸗ kassier der Bezirkskasse Grebenhain Otto Seibert zu Greben⸗ 255 5 gleicher Diensteigenschaft an die Bezirkskasse Beerfelden versetzt.

* Personal nachrichten der Ober⸗Postdirek⸗ tion in Darmstadt. Verliehen wurde: das Eiserne Kreuz 2. Klasse den Postsekretären Bausch aus Butzbach, Bonarius und Steinmetz aus Darmstadt, den Ober⸗Post⸗ assistenten Kling aus Bad⸗Nauheim, Krämer aus Worms, Langsdorf aus Alsfeld und Schlie aus Gießen, den Post⸗ assistenten Brückbauer aus Mainz und Imbescheidt aus Bingen(gest.); die Hessische Tapferkeitsmedaille dem Ober⸗Postassistenten Krämer aus Worms und dem Poslanwärter Leuthner aus Rüsselsheim. Zu Offizieren des Be⸗ urlaubtenstandes wurden befördert: Postsekretär W. 1 Müller aus Mainz, Ober⸗Postassistent Kling aus Bad⸗Nauheim und Postassistent Brückbauer aus Mainz. Ernannt wurden: zum Vize⸗Postdirektor die Postinspektoren Bürner in Mainz und Kleinsteuber in Vad⸗Nauheim. Angenom⸗ men als* wurde Schneidermeister Vogel in Nordeck bei Londorf. Versetzt wurde Postassistent Moo g von Bens⸗ heim nach Darmstadt. Gestorben sind Postmeister a. D. Rechnungsrat Danziger und Telegraphensekretär a. D. Preuß in Darmstadt, Postsekretär a. D. Kohl in Mainz, Ober⸗Post⸗ assistent Deiß in Offenbach und Postagent Vogel in Nordeck bei Londorf. Vor dem Feinde fielen die Postassistenten Carnier aus Darmstadt⸗Uebungsplatz und Cöhristian Schnell 1 aus Sprendlingen(Rheinhessen).*

Die Kartoffelfäule macht sich, wie uns von verschiedenen Seiten aus unserem Leserkreis mitgeteilt wird, augenblicklich in den Beständen stark bemerkbar. Es erscheint daher dringend geboten, an die an dieser Stelle vor einigen Wochen veröffenklichte Mahnung der Behörden zu erinnern, mit aller Sorgfalt über die Kartoffelvorräte zu wache. und durch öfteres Verlesen der Knollen dem len wenn auch noch so kleiner Teile der für die Volksernährung so wichtigen Vorräte zu steuern. Gegegebenenfalls heißt es, für eine trockenere und luftigere Unterbringung der Kartoffeln sorgen. N*

Ein gutes Beispiel. Die hiesige Burschen⸗ schaft Germania hat 200 Mk., d. h. den Rest aus der Weihnachtsliebesgaben⸗Sammlung, der Bürgermeisterei zur Verfügung gestellt, um sich auf diese Weise an Beschaffung von Sanitätshunden werktätig zu be⸗ teiligen.

Herberge zur Heimat Der Verkehr im Januar belief sich auf 839 Gäste(gegen 1367 im Januar 1914). Von den beherbergten Personen waren 706 Selbstzahler 5 während 133 Personen(649) für Rechnung öffentlicher Mittel Herberge und Verpflegung erhielten. Durch den Arbeitsnachweis der Herberge konnten 71 offene Stel⸗ len von 73 angemeldeten besetzt werden Unterkunft fanden 38 Handwerker und 35 ungelernte Arbeiter. 68 offene Stellen waren in Gießen zu besetzen, drei außerhalb. Gesucht werden Schneider und besonders Bäcker.

E e Landkreis Gießen.. kl. Lol ar, 8. Febr. Am gestrigen Sonntag nachmittag rückte

die hiesige Jungmannschaft zu einem Kriegsspiel diejenige von Daubringen aus. Der Uebung lag der Plan zugrunde, daß die Jungmannschaft von Daubringen ihren Ort besett hatte und sich beim Angriffe durch Lollar nach dem Walde in der Richtung Alten⸗Buseck zurückziehen sollte. Beide Parteien großem Geschick. Gegen 5 Uhr war die

lösten ihre Aufgaben mit Uebung beendet. Nach einem samen Vorbeimarsch in Dau⸗ llar unter Vorantritt ihrer Spiel⸗

ban 8 88 9 eute ihrer mat zu. Lollar, 8. Februar. Am Sams tag nachmittag brachen beim Schlittschuhlaufen auf der Alten Lahn bei Kirchberg, einem stillstehenden, durch⸗ schnittlich 34 Meter tiefen Gewässer, ein 15 jähriger Junge einige Tage dem übrigen

und ein 13 jähriges Mädchen an einer er. vorher abgeeisten Stelle, die jedoch 125 von

Teil abgegrenzt war, ein. Die sich in der Nähe aufhalten⸗ den zehn- und zwölfjährigen Schüler Walter Heinrich und August Geiß sprangen hinzu und retteten unter eigener Lebensgefahr die dem Ertrinken nahe gewesenen Kin⸗ der. Am gleichen Nachmittag ist an einer anderen Stelle ebenfalls ein Mädchen eingebrochen, dem es jedoch gelang, allein wieder ans Ufer zu kommen.

H. Daubringen, 7. Febr. Von den aus unserer Ge⸗ meinde ins Feld gezogenen Kriegern sind bis jetzt drei mit dem b eutna ehrer Hemmerle im Inf. 1 findet sich z. Zt. schwerverwundet im Lazaret ist Ludwig 2* vom Garde⸗Inf.⸗Regt. Nr. 115, a

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rett), st

Der, der eben⸗ E 1 8 8 der Komp. inien⸗Inf.⸗Regt. Nr.Sohn Steinbruch⸗ aufsehers Hofmann. Er befindet sich seit Anfang des* Felde und hat bis jetzt alle Gefechte und Schlachten ö

überstanden. 0 Kreis Alsfeld. Elpeurod, 9. Febr. Zum Leutnant befördert wurde der Sohn des Landtagsabgeordneten Rittmeister Lu tz von ier, der im Feld⸗Artillerie⸗Regiment Nr. 25 5* f rist beim

ämpft, ebenso der Offiziersstellvertreter Wilhelm Landwehr⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116, Maschinengewehrkompagnie. Kreis Schotten.

Oulrichstein, 8. Febr. In der Reichs woll w. 1 1 dhe e Aden, bed de l

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