Erstes Blatt
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165. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General⸗Anzeiger für Oberhessen
Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. ⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.
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Samstag, 6. Februar 1015
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Oesterreichisch⸗ungarische Erfolge in den Karpathen
(WTB.) Großes Hauptquartier, 5. Febr. vor⸗ mittags.(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Auf der ganzen Front nur Artilleriekümpfe.
Ein vereinzelter französischer Vorstoß auf unsere Stel⸗ lungen nordwestlich Perthes blieb ohne Erfolg.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
An der ostpreußischen Grenze wurden erneute Angriffe der Russen südlich der Memel zurückgewiesen.
Ebenso mißlangenstarke russische Angriffe gegen unsere neu gewonnenen Stellungen östlich Bolimow. Die Zahl der dort gemachten Gefangenen beträgt seit dem J. Februar im ganzen 26 Offiziere und annährend 6000 Mann. Oberste Heeresleitung.
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„Mir scheint, Herr Churchill hat den Mund etwas zu voll genommen“, so soll der Reichskanzler int Gespräch mit einem dänischen Zeitungsmanne geäußert haben. Churchill hat bekanntlich vielerlei gewaltige Pläne. Wie er mit der englischen Flotte die deutschen Schiffe wie Ratten aus ihren Löchern hervorholen wollte, ist bekannt. Neuerdings hat er seine Hoffnungen aber auf eine andere Methode gesetzt: er will Deutschland aushungern lassen. Darauf klingt das wei⸗ tere gemächliche Wort des Herrn v. Bethmann Hollweg sehr gut: Wir werden in Deutschland eher etwas sparen, als uns den Engländern ergeben. Es spricht daraus eine ruhige Zuversicht, ähnlich wie sie der greise Kaiser Franz Josef neuer⸗
Dings in einemHandschreiben an den Grafen Stürgkh geäußert
hat. Churchills gleichgestimmte russischen Brüder, die, nach dem heute vorliegenden österreich-ungarischen Tagesbericht wieder sowohl in den Karpathen als auch in der Bukowina. die kräftigsten Hiebe bekommen haben, nehmen den Mund nicht weniger voll als der englische Redelord. Was die „Birschewija Wiedomosti“ aus angeblich amtlichen Quellen über die Friedensaussichten faselt, ist zwar herausfordernd dreist, angesichts der militärischen Tatsachen, darf aber nur belächelt werden. Man spricht davon, in Ermangelung tüch⸗ tiger eigener Feldherren wolle der Zar den französischen General Pau als einen seiner Armeeführer anstellen. Noch größere Armutszeugnisse stellen unsere Feinde sich dadurch aus, daß sie, wenigstens soweit England und Frankreich in Betracht kommen, ja panische Instrukteure ein⸗ stellen.(Vergleiche eine der nachstehenden Meldungen.) Mit Truppensendungen auszuhelfen hat Japan deutlich abge- lehnt. Jetzt erniedrigen sich unsere Gegner dadurch, daß sie fremde Instrukteure für ihr großes Waffenspiel zur Hilfe herbeirufen. Eine bunt gemischte Gesellschaft! Da ist es schon richtig, wenn der Abgeordnete Erzberger, der im„Tag“ wieder einmal seine Gedanken verrät, unseren leitenden Kriegsmännern den Rat gibt:„Nur keine Senti⸗ mentalität“:
England führt überhaupt nicht den Krieg nur gegen die Krieger, sondern England führt den Krieg gegen das deutsche Volk in seiner Gesamtheit, gegen Kinder, Frauen und Greise. Dazu hat es aufgeboten seine Verbündeten und Satrapen aus allen fünf Erdteilen. England nimmt 1000 Pfund aus den Hän⸗ den des Kaffernhäuptlings entgegen, um den Krieg„im Na⸗ men der Kultur“ gegen Deutschland zu führen. England nimmt Hilfstruppen von weißer, gelber, brauner, roter und— wenn es möglich wäre— auch von gefleckter Rasse und schickt sie alle gegen Deutschland„im Namen der Zivilisation“. England kennt kein völkerrechtliches Gesetz, England kennt keine Abmachungen, die es unterschrieben hat, England mißachtet alle Kontrakte, die im Laufe der Jahre zwischen den Nationen auf seine eigene Initiative geschlossen worden sind. Es hat und äußert nur einen Willen: den Krieg mit der denkbar größten Rüchsichtslosigkeit ge⸗ gen Deutschland durchzuführen.
Wenn Erzberger feststellt, England führe den Kampf auch gegen Kinder, Frauen und Greise, so meint er, wie der Reichskanzler es ähnlich ausgesprochen hat, daß die Aushungerungspläne der Engländer eine solche barbarische Kriegsführung bedeuteten. Nun fürchten wir uns ja vor dieser Methode nicht, denn es soll den Herren Churchill und Konsorten eben micht gelingen, das deutsche Volk auszuhungern. Man kann sich also fragen, ob es ganz zweckmäßig ist, wenn der genannte Zentrumsabgeordnete mit den Kraftausdrücken eines Holofernes Schwefel vom Himmel regnen läßt:
Ueber 400 Handelsschiffe hat England uns weggestohlen. Die Antwort soll dahingehen, daß für jedes deutsche Handelsschiff min⸗ destens eine englische Stadt oder ein englisches Dorf durch unsere Flugzeuge vernichtet werde. Jeder Tag, an dem England die Er⸗ nährung unseres Volles durch die Seesperre zu vereiteln sucht, soll beantwortet werden durch Schrecken und Tod, den deutsche Flugschifse in die Reihen des englischen Volkes tragen. Warum hier Rücksichtnahme geübt werden sollte, ist ganz unverständlich und unbegründet. Alle Mittel, welche die deutsche Technik und die deutsche Chemie unserer Vaterlandsverteidigung bietet und bieten kann, sind gerade gut genug, um nach England die Schrecken des Krieges zu tragen. Wenn wir es verstehen, Feuer vom Himmel regnen zu lassen, warum sollte es nicht angewendet werden?
Wir sind schon zufrieden, wenn die deutsche Regierung an dem festhält, was sie in ihrer Denkschrift zur Blockade der eng 1 Küsten gesagt hat. Aber die Zuversicht, daß Deutschland schließlich die Oberhand behalten werde, lebt im deutschen Volke ganz allgemein. Wir wollen eine vor- treffliche Bemerkung des sozialdemokratischen Abgeordneten
Scheide mann nicht übergehen, die in einer Hamburger
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und der Bukowina.
sozialdemokratischen Versammlung gefallen ist. Der„Vor⸗ wärts“ druckt die Rede, freilich nicht ohne einen etwas bissigen Kommentar, in seiner Freitagnummer ab. Scheide— mann stimmt ganz mit dem Reichskanzler darin überein, daß wir durchhalten müßten. Wir können, so sagt er, nicht wünschen, daß das Opfer unserer kämpfenden Brüder umsonst gebracht, daß das Blut so vieler Söhne unseres Landes vergebens geflossen sein soll.
Ueber die Zukunft, so führte Scheidemann zum Schluß aus, machen wir uns gar keine Illusionen. Es gibt Schwarzseher, die behaupten, dem deutschen Volke werde es nach diesem Kriege nicht anders ergehen als nach 1813. Darauf habe er, Redner, zu er⸗ widern: Es wird unzweifelhaft wieder so kommen. wenn die Quertreiber die Oberhand bekommen. (Stürmischer Beifall.) Aber er habe auch die feste Zuversicht, daß das deutsche Volk, daß insbesondere die deutschen Arbeiter es sich nicht gefallen lassen, daß derartige Dummheiten gemacht werden. Einig, wie wir in den Krieg gezogen sind, wollen wir wieder daraus hervorgehen, um dann den neuen Kampf für die freiheitliche Entwickelung Deutschlands im Innern ebenso geschlossen und ein⸗ mütig aufnehmen zu können.(Langanhaltender, starker Beifall.)
Die Herren Liebknecht und Ledebour versuchen bekannt- lich, das sozialdemokratische Lager zu spalten, was ihnen aber dank der einmütigen Haltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion schwerlich gelingen wird. Gegen diese Bemühungen sind auch die angeführten Worte Scheide— manns gemünzt.
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Aeußerungen des Reichskanzlers.
Berlin, 6. Febr. Kopenhagener Blätter gaben eine Unterredung ihres Berliner Vertreters mit dem Reichs- 13 wieder, aus der die„Voss. Ztg.“ folgendes mit⸗ teilt:
Reeichskanzler von Bethmann Hollweg sagte: Ich habe soeben einen Ausspruch von Churchill gelesen. Er soll gesagt haben, die Knebelung Deutschlauds durch Englond werde nicht eher auf⸗ zören, bis Deutschland sich auf Gnade und Ungnade ergebe. Mir kommt es so vor, als ob Churchill den Mund etwas voll genommen hat. Selbst wenn gespart werden muß, werden die Deutschen das lieber tun, als sich Churchills Bedingungen unterwerfen. Die organisatorische Arbeit, welche geleistet werden muß, ist eine sehr schwierige, aber wir werden sie lösen. Mit ernstem Gesicht sei der Reichskanzler fortgefahren: England behandelt uns wie eine belagerte Festung. Churchill will ein Volk von 70. Millionen aushungern. Kennen Sie eine barbarischere Form der Kriegsführung? Und glauben Sie, daß wir uns vor einer Heuchelei beugen werden, die ein solches Vor⸗ gehen mit den Menschenrechten für vereinbar hält und gleich⸗ zeitig im Namen der Zivilisation auftritt? Glaubt England wirklich, daß wir uns scheuen, den günstigsten Zeitpunkt zu den allerenergischsten Gegenmaßregeln zu benützen. Wir bedauern, wenn in diesem Handelskrieg die Interessen der Neutralen ge— schädigt werden, aber wir können nicht darauf verzichten, diesen Handelskrieg zu führen, den England schon längst zum Schaden der Neutralen angefangen hat, leider aber ohne daß von ihrer Seite ein wirksamer Protest dagegen gerichtet wurde.
Der Kaiser an Generaloberst v. Kluck.
Berlin, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kriegs⸗ zeitung des„Berl. Lokalanz.“ meldet: Wie wir hören, hat der Kaiser an den Generalobersten von Kluck, der in diesen Tagen einen Sohn auf dem Felde der Ehre verloren hat, folgendes telegraphiert: Ich höre zu meinem aufrichtigen Bedauern, daß Ew. Exzellenz im Marinekorys einen Sohn verloren haben. Ich möchte Ihnen meine herzlichste Teilnahme aussprechen mit dem Hinzufügen, daß ich und das Vaterland die Größe der Opfer wahrhaftig zu würdigen wissen, welche in diesem Kampfe um unsere heiligsten „ werden. Der Allmächtige tröste Sie. Wil⸗ elm
Ehrentafel für hervorragende Waffentaten.
Berlin, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Vom Generalquar⸗ tiermeister wird uns mitgeteilt: Vaterländisch gesinnte Männer haben der Heeresleitung eine Anzahl Geldspenden für hervor- ragende Waffentaten zur Verfügung gestellt. Auf eine Rundfrage bei den Truppenteilen nach besonders tapferen und würdigen Soldaten liefen zahlreiche Berichte ein, die beweisen, mit welcher Unerschrockenheit und Todesverachtung unsere Trup— pen fürs Vaterland kämpfen. Jeder der gemeldeten Streiter ist ein Held, aber nicht jeder kann eine Spende erhalten. Ihre Namen und Taten aber sollen jetzt schon öffentlich be⸗ kanntgegeben werden, den Helden zur Ehre, den Ange— Hörigen zum Stolz, den jungen Mannschaften zunr Ansporn. Es wäre erwünscht, wenn die Kunde dieser Taten gerade in den Heimatorten der Tapferen verbreitet würde. Zu diesem Zwecke wird die Mithilfe der Presse erbeten.
Wir geben dem Wunsche des Generalquartiermeisters gern Folge und werden Einzelschilderungen unter der wiederkehrenden Ueberschrift„Ehrentafel“ verbreiten.
Aus Dünkirchen und Boulogne.
Kopenhagen, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„National Tidende“ meldet aus Belundborg: Der Kapitän des norwegischen Dampfers„Diana“, der aus Dünkirchen zurückkommt, be- richtet von großer Nervosität in Dünkirchen. In den 12 Tagen, die das Schiff dort vor Anker lag, ist Dünkirchen fünfmal von Fliegern bombardiert worden. Boulogne steht völlig unter englischer Verwaltung. Ein englisches Posthaus und die englische Zensur sind eingerichtet worden. Sonst ist die Stadt nur noch ein großes Hospital. Seit Mitte Januar kommen große englische Transporte zu Schiff an.
Ein feindlicher Flieger über Müllheim i. B.
Müllheim i. Baden, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Heute nachmittag 3½ Uhr warf ein feindlicher Flie-
ger Bomben über Müllheim. Von diesen fielen zwei etwa 400 Meter vom Garnisonlazarett entfernt nieder. Sie platz⸗ ten in dem weichen Ackerboden und richteten keinen Scha⸗ den an.
Japanische Instrukteure für England und Frautreich.
Genf, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Blättermeldun⸗ gen aus Pontarlier zufolge sind in Marseille 118 ja⸗ panische Instrukteure eingetrofsen. Ein Teil davon ist für England bestimmt, die anderen werden der fran⸗ zösischen schweren Artillerie zugeteilt.
Das englische Kriegsheer auf dem Papier.
London, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Voranschlag für den Heeres⸗ etat ist heute veröffentlicht worden. Er sieht eine Kriegs⸗ macht von 3 Millionen Mann im Vereinigten König⸗ reiche und in den Kolonien vor, abgesehen von den Truppen in Indien.
England bezahlt für die Belgier.
Hamburg, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ham⸗ burger Nachrichten“ melden aus Brüssel: Die Bank von England hat der belgischen Regierung jn Le Havre ab 1. Februar einen neuen Kredit von 250 Millionen Franken eröffnet, wodurch die belgische 527 an England auf 600 Millionen Franken an⸗ wächst.
Auszeichnungen für Tapferkeit im g
französischen Heere.
Lyon, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Republi⸗ cain“ meldet aus Paris: Das von der Kammer gestern angenommene Gesetz betreffend das Kriegskreuz be⸗ stimmt weiter, daß jeder Offizier und Soldat des französi⸗ schen Heeres, der dreimal im Tagesbefehl mit Namen er⸗ wähnt worden ist, das Anrecht auf die Ehrenlegion besitzen soll.
Aus der französischen Kammmer.
Lyon, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ meldet aus Paris: Der Kammerausschuß für die Handels⸗ marine beantragt, daß die englische Regierung die Zu⸗ lassung französischer Reeder bei Versteigerungen von durch die englische Flotte gekaperten Schiffe gestatte. Der Acker bauminister erklärte im Kammerausschuß für Ackerbau, die Regierung habe Maßnahmen getroffen, um einer weiteren Preiserhöhung für Getreide und Mehl vorzubeugen, und die Vorbereitung der Ernte von 1915 zu sichern. Die Ernährung des Landes sei sichergestellt, der Getreidepreis werde wieder die normale Höhe erreichen.
Die Finanzminister Rußlands, Englands und Frankreichs.
Paris, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Petit Parisien“ berichtet: Die Unterredungen zwischen Bark, Lloyd George und Ribot werden streng geheim ge⸗ halten. Es wird keine Mitteilung an die Presse gelangen, bevor die Unterhandlungen beendet sind. f
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 5. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 5. Febr. 1915 mittags: In Polen und West⸗ galizien ist die Lage unverändert.
Die Angriffe, die die Russen in den Karpathen stel⸗ lenweise täglich wiederholen, brechen unter den schwersten Verlusten zusammen. Im Waldgebirge schreiten die eigenen Angriffe fort.
Die russische Offensive in der Bukowina war bis Mitte Januar in das oberste Tal der Moldawa gelangt. Dem weiteren Vordringen der hier angesetzten stärkeren feind— lichen Kräfte geboten zunächst unsere Stellungen bei Jako⸗ beny und Kirlibaba Halt. In mehrtägigen Angriffen ver⸗ suchte der Gegner um den 20. Januar, den Widerstand der die Hauptübergänge deckenden Truppen zu brechen. Da alle Versuche, unsere Höhenstellungen zu stürmen, scheiterten, und eigene Truppen, selbst zur Offensive übergehend, am 22. Januar Kirlibaba dem Gegner entrissen, zog sich der Feind in den folgenden Tagen mit seinen Hauptkräf— ten in den Richtungen auf Kimpolung und Moldawa zurück, wo er verblieb. In den letzten Tagen haben nun neue Kämpfe begonnen. Unsere Truppen, die auch hier im Ueberwinden der durch Terrain und Witterung bedingten großen Schwierigkeiten Hervorragendes leisten, sind in das Moldawatal eingedrungen, warfen den dort befindlichen Gegner zurück und nahmen Izwor, den Ort Moldawa und Breaza in Besitz. Die Zahl der in
den Karpathenkaͤmpfen gemachten Gefangenen erhöht sich 9
weiter um 4000 Mann. Der Steilvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant.


