Erstes Blatt
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105. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.
Montag, 1. Februar 1915
Zezugsvreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänmtlich in Gießen.
Erfolge eines deutschen Unterseebootes in der irischen See. Ein neuer großer Erfolg in den Argonnen.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 30. Jan., vorm. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Die französischen Verluste in den Kämpfen nördlich Nieuport vom 28. Jan. waren groß. Ueber 300 Marokkaner und Algerier liegen tot auf den Dünen. Der Feind wurde durch unser Artilleriefeuer auch gestern daran gehindert, sich an die Dünenhöhen östlich des Leuchtturms mit Sappen heranzuarbeiten.
Oestlich des Kanals von La Bassse entrissen heute nacht unsere Truppen den Franzosen im Anschluß an die von uns am 25. Januar eroberte Stellung zwei weitere Gräben und machten über 60 Gefangene.
Im westlichen Teile der Argonnen unternahmen unsere
Truppen gestern einen Angriff, der uns einen nicht unbe⸗ b
deutenden Geländegewinn einbrachte. An Gefangenen blieben in unseren Händen: 12 Offiziere, 731 Mann. Erbeutet wurden: 12 Maschinengewehre, 10 Ge— schütze kleineren Kalibers. Die Verluste des Feindes find schwer. 4⸗ bis 500 Tote liegen auf dem Kampf⸗ felde. Das französische Infanterie-Regiment Nr. 155 scheint aufgerieben zu sein. Unsere Verluste find verhältnismäßig
gering.
Französiche Nachtangriffsversuche südöstlich Verdun wurden unter schweren Verl usten für den Feind zurückgeschlagen.
Nordöstlich Vadonviller wurden die Franzosen aus dem Dorfe Angomont auf Breéménil geworfen. Angomont wurde von uns besetzt.
Oestlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußen griffen die Russen erfolglos im Brückenkopfe östlich Darkehmen an, beschossen unsere Befestigungswerke östlich der Seenplatte und versuchten südöstlich des Löwentinsees einen Augrlff, der in unserem Feuer zusammenbrach.
Russische Nachtangriffe in der Gegend Borzimow, östlich Lowiez, wurden unter schwersten Verlusten für den Fe ind zurückgeworfen. Oberste Heeresleitung.
WTB. Großes Hauptquartier, 31. Jan.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In Flandern fanden gestern nur Artilleriekämpfe statt. Bei Cuinchy, südlich der Straße La Bassée⸗Bethune, sowie bei Carency(nordwestlich Arras) wurden den Franzosen einzelne Schützengräben entrissen.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Von der ostpreußi⸗ schen Grenze nichts neues. In Polen wurde bei Borzimow, östlich Lowicz, ein russischer Angriff zurückgeschlagen.
Oberste Heeresleitung.
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Von den beiden letzten deutschen Tagesberichten meldet besonders derjenige, der am Samstag ausgegeben worden ist, große Erfolge. In den Argonnen, wo nach einer weiteren Mitteilung aus dem deutschen Großen Hauptquar⸗ tier die Franzosen bis jetzt einen Gesamtverlust von etwa 36000 Mann gehabt haben, ist wiederum ein großer Schlag geführt worden, der den Feind aufs neue etwa 1200 Mann kostete! 12 Maschinengewehre und 10 kleine Geschütze wur⸗ den dabei erobert! Auch an anderen Stellen haben unsere Truppen in Belgien und in Frankreich siegreich gefochten. Die Russen haben ihre Angriffsversuche in Ostpreußen und in Polen mit schweren Verlusten bezahlen müssen. Da ist es kein Wunder, daß der„Temps“ wieder den Notschrei nach der japanischen Hilfe erschallen läßt:
Die Kosten einer Intervention seien nicht ungeheuerlich im Vergleich zu dan Kosten, die jede Kriegswoche den Verbündeten bereite. Jedes Zaudern vor einem Zusammenschluß mit dem Volke im fernen Osten müsse vor der Erwägung schwinden, daß der Bestand Frankreichs und aller freien Länder auf dem Spiele stehe. Man dürfe auf die japanische Intervention nur ver⸗ zichten, wenn feststehe, daß sie auf unüberwindliche Hindernisse stoße. Darüber schaffe nur ein Schritt, den eine von der Be⸗ deutung der Frage durchdrungene diplomatische Stelle in Tokio unternehmen müßte, Klarheit.
Auch zur See ist wieder ein deutsches Hurra erschallt. Das Unterseeboot„U 21“ hat nach einer kühnen Fahrt durch den Kanal die irischen Gewässer(westlich von Eng⸗ land!) erreicht und drei englische Dampfer ins nasse Grab gebettet! Das Reuter⸗Bureau teilt die nachstehenden Einzel⸗ heiten darüber mit. Auch an der französischen Nord⸗ kü ste, bei Le Havre, hat, nach einer Meldung aus Paris, ein deutsches Unterseeboot einen englischen Dampfer ver⸗ senkt, einen andern schwer beschädigt. Was Großadmiral Tirpitz versprochen hat, hält er auch. Wir haben jetzt ein
vortreffliches Zeugnis darüber, daß wir wirklich in der Lage sind, die Zufuhr ins britische Inselland mit Waffen- — zu unterbinden. Die Preise für Lebensmittel und für kohle sind„drüben“ erheblich gestiegen, und ein Berg⸗ arbeiterstreik scheint drohende Schatten 0 die innere Lage Englands werfen zu wollen. Dabei wird von ihm noch finanzielle Hilfe für Rußland und Frankreich verlangt, er eine Verständigung der drei Finanzminister bevor tehen soll. England und Frankreich haben Rußland neuer⸗ 5 10 wie aus Moskau mitgeteilt wird, einen Kredit von 1 Millionen Franks eingeräumt. Der Krieg kostet, so
wird gleichzeitig gemeldet, Rußland monatlich 200 bis 300 Millionen Rubel, dann wären es also, wenn man 300 Mill. Rubel Kredit annimmt, 810 Mill. Franks. Dann reicht der Kredit noch nicht für zwei Monate. Dabei hat der Zar Schulden und finanzielle Lücken zu decken. Es wird kein erquickliches Gespräch werden, das die drei Finanzminister zu führen haben werden! **
Englische Dampfer durch deutsche
Unterseeboote versenkt.
London, 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Wie das Reutersche Bureau meldet, hat das deutsche Untersee⸗ boot„u 21“ gestern früh den Küstendampfer„Ben⸗ cruachen“ aus North Shields durch Torpedos versenkt. Der Kommandant ließ der 21 Mann starken Besatzung zehn Minuten Zeit, um in die Boote zu gehen. Die Leute wurden später von einem Fischerboot aufgenommen und in Fleet⸗ wood an der Irischen See gelandet. Dasselbe Tauchboot fing gegen Mittag den Dampfer„Linda Blanche“, der sich auf der Fahrt von Manchester nach Belfast befand, genau westlich von Liverpool ab. Die aus 10 Mann bestehende Be⸗ satzung erfuhr die gleiche Behandlung, wie die des„Ben⸗ cruachen“. Ein gestern abend in Liverpool eingetroffener Dampfer berichtete, er habe beobachtet, wie das Unterseeboot nocheinen dritten Dampfer vernichtete.
Paris 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Ein deutsches Unterseeboot schoß am Samstag vor⸗ mittag auf Höhe von Cap d Antifer den englischen Dampfer„Takomaru“ an und versenkte ihn. Fran⸗ zösische Torpedoboote retteten die Besatzung. Ein deutsches Unterseeboot beschoß uam Samstag nachmittag in denselben Gewässern den englischen Dampfer„Ikaria“. Dieser versank jedoch nicht. Er konnte unter dem Schutze französischer Torpedoboote nach Le Havre geschleppt werden.
Berlin, 1. Febr. Zu der neuerlichen erfolgreichen Betätigung des„21“ vor Liverpool schreibt Kapitän Persius im„Berl. Tagebl.“:
Vor allem ist der Schauplatz der neuen Tat bemerkenswert. Bisher war der am weitesten vor der heimischen Küste vorge- schobene Punkt, an welchem unsere Unterseeboote aktiv auftraten, der wesentliche Ausgang des Kanals. Jetzt wirkt unsere Unter⸗ seebootwaffe bereits in der Irischen See, das heißt also auf der Westseite von England. Die englische Kauffahrter⸗ schiffahrt wird von jetzt ab mit der deutschen Unterseebootgefahr rechnen müssen, sie kann sie nur vermeiden, wenn sie ihren Betrieb einstellt. Was niemand von einem Unterseeboot für möglich gehalten, daß es sich etwa 1000 Meilen von seiner Basis entfernt und längere Zeit ohne größeres Begleitfahrzeug betätigt, bringen unsere Unterseeboote fertig. Wir wünschen der braven Besatzung noch viele weiteren Erfolge und hoffen, daß sie stets wohlbehalten in den Heimatshafen zu rück⸗ kehren mögen.
In der„Post“ heißt es: Wir sehen, daß der Versuch, Eng⸗ land durch Unterbindung des gesamten Außenhandels die Nah⸗ rungsmittelzufuhr abzuschneiden, einen großen Erfolg verspricht. Die„Deutsche Tageszeitung“ sagt: In ganz Deutsch⸗ land wird diese Nachricht mit großer Genugtuung begrüßt wer⸗ den. Der Handelskrieg wird nunmehr, das glauben wir hoffen zu dürfen, von den deutschen Unterseebooten in den heimischen Gewässern Großbritanniens aufgenommen werden. Er soll und will den britischen Ueberseehandel an seiner Wurzel fassen. Der längst sehnlich erwartete Anfang scheint da zu sein.
Zum Untergang des französischen Torpedoboots 219.
Berlin, 30. Jan.(Ctr. Blu.) Aus Mailand berichtet der„Berl. Lok.⸗Anz.“: In einer Unterredung des Pariser „Times“-Korrespondenten mit dem Marineminister Augagneur erklärte dieser, daß in der vorigen Woche an der belgischen Küste gegenüber Nieuport ein weiteres französisches Torpedoboot in den Grund ge⸗ bohrt worden sei. Fünf Mann von den vierzig der Be— satzung extranken. Nach weiteren Berichten handelt es sich um das Boot 219 der Station Dünkirchen. Die Rettung der Ueberlebenden erfolgte durch das Torpedoboot 218.
Die Geretteten des„Blücher“.
Berlin 1. Febr. 287 Gerettete des„Blücher“ ka⸗ men laut„Voss. Zeitung“ am Freitag in dem Konzentrationslager von Handforth an.
Die„Dacia“ fährt nicht!
Berlin, 31. Jan.(etr. Blu.) Die„Times“ melden aus Washington, daß der Dampfer„Dacia“ überhaupt nicht abfahren werde. Breitung, der neue Eigentümer, verhandle über den An⸗ kauf der„Sequaranza“, eines Passagierschiffes von 4000 To., das der Wardlinie gehört und zwischen New Pork und Havana fährt. Die„Sequaranza“ soll zum Baumwolltransport nach Deutschland dienen und die Fracht der„Dacia“ überneh⸗ men. Die Wardlinie ist ein rein amerikanisches Unternehmen und der Direktor ein Engländer.
Die deutsche Beschießung von Dünkirchen.
Berlin, 1. Febr. Ueber den auch von amtlicher deut⸗ scher Seite bereits gemeldeten Angriff deutscher Flieger auf Dünkirchen wird dem„Berl. Tagebl.“ noch über Mailand berichtet: Ueber eine Stunde dauerte das Bombardement, in dessen Verlauf etwa 50 Bomben auf die Stadt geworfen wurden. Es gab Tote und Ver⸗ wundete, aber keinen bedeutenden Sachschaden.
Die zusammengebrochene Offensive der Frauzosen.
(WTB.) Berlin, 30. Jan. Von unterrichteter Seite wird uns geschrieben: Seit dem 17. Dezember 1914— dem Tage, an dem General Joffre die allgemeine Offensive befahl— ist ein voller Monat ins Land gegangen, ohne daß es den Verbündeten ge⸗ lungen ist, unsere ausgedehnten Linien an irgend einer Stelle zu durchbrechen. Zwischen Reims und den Argonnen haben die Fran⸗ zosen besonders große Anstrengungen gemacht. Ihr Angriff begann dort am 20. Dezember und brachte an diesem ersten Tage unbedeu⸗ tende Teile unserer Schützengräben in ihre Hand,— Schützengrä⸗ ben, die sich aus der allgemeinen Verteidigungsfront nach und nach feindwärts vorgeschoben hatten und einem konzentrischen Angriff daher besonders ausgesetzt waren. In ununterbrochenen Angriffen haben sich die Franzosen bemüht, diesen anfangs errungenen Vor⸗ teil zu erweitern. Täglich lag das vereinigte Feuer ihrer schweren Batterien auf bestimmten Teilen unserer Front; beinahe täglich stürmte die französische Infanterie gegen unsere Gräben vor; immer dichter wurde das Totenfeld vor unserer Front, immer grö⸗ ßer die Zahl der französischen Gefangenen. Es soll nicht geleugnet werden, daß die französische Infanterie anfangs mit Aufopfe⸗ rung und Schneid an ihre Aufgabe heranging. Die Berichte des französischen Nachrichtendienstes waren in den Wochen vor dem, allgemeinen Angriff eigentlich nur noch ein Lobgesang auf die unwiderstehliche Gewalt der französischen schwe⸗ ren Artillerie gewesen. Unter dem dauernden Eindruck die⸗ ser Berichte mußte in der französischen Infanterie die Ueber⸗ zeugung Platz greifen, daß sie bei einem Angriff eigentlich nur zu ernten haben würde, was die schwere Artillerie gesät. Sie hat schnell einsehen gelernt, daß man bei den Lobgesängen auf die französische schwere Artillerie einen Umstand völlig außer acht gelassen hatte— die Widerstandskraft unserer In⸗ fanterie! In diesem Punkte stimmte die Rechnung nicht. Es war dann auch deutlich zu erkennen, wie die anfängliche Zuver⸗ sicht der französischen Infanterie mit jedem neuen Angriff nach⸗ ließ und sich nach und nach in die Ueberzeugung wandelte: es ist nutzloses Blutvergießen, immer wieder gegen die deutsche Stellung anzurennen. Auch als die Franzosen frische Kräfte ins Feuer führten, brach deren unverbrauchte Kraft an dem zähen Widerstand unserer Infanterie zusammen. Es ist erwiesen, daß die französi⸗ schen Offiziere schließlich auf ihre Leute mit der nachgerade abge⸗ brauchten Lüge einzuwirken suchten, daß wir ihre Gefangenen zu Tode quälen. Sie übersehen dabei ganz, daß diese Lüge weiter nichts beweist, als daß die französische Infanterie durch Angsi vor Schlimmerem davon abgehalten werden soll, sich dem Feinde zu ergeben. Die Lüge hat übrigens nicht viel genutzt. Die zahlreichen Gefangenen aus den Kämpfen im Dezember, Januar sind zufrie⸗ den, daß„der Krieg für sie beendet ist“. Unserer Truppe aber ha⸗ ben diese Kämpfe bewiesen, daß sie keinen Feind zu scheuen hat— selbst nicht die„sameuse artillerie lourde“ der Franzosen.
Die Ernteergebnisse in Frankreich.
Berlin, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordb. Allg. Ztg.“ schreibt unter der Ueberschrift: Die fran⸗ zösische Ernte. Das französische Ackerbauministerium veröffentlicht statistische Zahlen über die diesjährige Wei⸗ zenernte. Danach sind im Jahre 1914 geerntet worden 87 Millionen Zentner Weizen. Die Vorräte bei Kriegsaus⸗ bruch wurden auf 5 Millionen Zentner geschätzt. Der nor⸗ male Verbrauch Frankreichs beträgt 94 Millionen Zentner. Es fehlten also 2 Millionen Zentner, die zu importieren bleiben. Dagegen sei die normale Produktion der von den Deutschen besetzten Gebiete 7 700 000 Zentner Weizen, wo⸗ durch das Defizit sich auf 9 700 000 Zentner erhöht. Es seien aber bereits im August 9½½ Millionen Zentner Weizen und Weizenmehl eingeführt worden; die Gesamtlage sei daher befriedigend. Soweit die Statistik des französischen Ministeriums.
Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bemerkt hierzu: 5
„Die Rechnung ist nicht richtig, weil die Bevölkerung des besetzten Achtels französischen Bodens von der Ernte des eigenen Landes lebt, nicht aber von der Ernte der unbesetzten sieben Achtel des französischen Territoriums. Zutreffend jedoch ist, daß für diese sieben Achtel reichlich Brotgetreide in Frankreich vorhanden sein dürfte, im Gegensatz zu England, wo sich infolge des Wegfalles der deutschen Frachtreederei, von Mißwuchs in Australien und dem Ausfall der russischen Weizenzufuhr eine unerhörte Ver⸗ teuerung der Seefrachten und eine empfindliche Steigerung des — aller Lebensmittel und besonders des Brotes fühlbar macht.“
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Die österreichisch-ungarische Tagesberichte.
Wien, 30. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 30. Januar mittags. An der polnisch⸗galizi⸗ schen Front herrscht, abgesehen von kurzen Geschützkümpfen, größtenteils Ruhe.
Die heftigen Kämpfe der letzten Tage führten in den Karpathen zur Wiedereroberung der Paß⸗ höhen. In den eine Woche andauernden schwierigen Aktio⸗ nen haben die Truppen trotz ungünstiger Witterungsverhält⸗ nisse mit größter Ausdauer und Zähigkeit gekämpft, alle Ter⸗ rainschwierigkeiten bei oft hoher Schneelage überwunden und hierdurch große Erfolge erzielt und dem Feinde in Sum⸗ ma 10000 Gefangene und sechs Maschinen⸗ gewehre abgenommen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant
Wien, 31. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 31. Januar mittags. Am Dunajer und an der Nida herrschte gestern gaf beiden Seiten lebhafte Ar⸗ tillerietätigkeit. Unsere in letzter Zeit schon mehr⸗ mals mit guter Wirkung feuernde Artillerie hatte auch gestern Erfolg; der Feind räumte im heftigsten Feuer
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