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jetzt die einzige Losung. anderen Menschen angezogen“ hat, der nur blutwenig nach
gesetzlichen
Erstes Blatt
Der Siezener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentli Gießener Famllienblätter; zweimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche deitfra en Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 12 Verlag, Geschäfts stelleb l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. A von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.
leine Mämpfe im westen. Lan
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Ars) Großes Hauptquartier, 22. Januar. (Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz. Anhalten⸗ der Regen schloß eine größere Gefechtstätigkeit zwischen Küste und La Bassése⸗Kanal aus.
Bei Arras Artilleriekämpfe.
Einer von den füdwestlich Berry⸗au⸗Bac vor⸗
rn genommenen Schützengräben wurde, da er durch die einstürzenden Mauern einer Fabrik teilweise verschüttet war, aufgegeben und gesprengt.
Ein französischer Angriff nördlich von Verdun wurde
leicht abgewiesen.
ach Kämpfen südlich St. Mihiel hielten sich kleinere französfische Abteilungen noch unweit unserer Stellungen. Durch einen Vorstoß wurde das Ge⸗ ——— 35 Front bis zur alten Stellung der Fran⸗ zosen gesäubert.
Der Kampf um Croix des Carmes, nordwestlich Pont⸗a⸗Mousson, dauert noch fort. Ein starker französischer Angriff gegen den von uns wieder eroberten Teil unserer Stellung wurde unter schweren Verlusten fur den Feind zu⸗ rückgeschlagen.
In den Vogesen, nördlich Sennheim, warfen unsere Truppen den Feind von den Höhen des Hartmannsweiler⸗ kopfes und machten 2 Offiziere, 125 Mann zu Ge⸗ fangenen.
Oestlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreu⸗ ist die Lage unverändert. Am Sucha ⸗Abschnitt schritten unsere Angriffe langsam fort. Oestlich der Pilica nichts Neues. 5
Oberste Heeresleitung.
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*— Begeisterung und Sorge für des Vaterlandes Wohl
haben in der inneren Politik
ßen
ist ken und en, un enn die Parteien später einmal wieder den Schauplatz betreten, so werden sie nicht nur ihre Programme verändert haben, sondern die Verjüngung der innerpolitischen Verhält⸗ nisse wird auch dadurch erleichtert werden, daß die alten, in Fäulnis duftenden Zankäpfel aus den Schränken entfernt worden sind. Besonders die ar⸗ und Zollfragen, die früher so viel unentwegte Attacken veranlaßt haben, werden ein völlig neues Gesicht bekommen. Es scheint, als ständen wir gerade jetzt auf einer bedeutsamen Entwicklungsstufe wirtschaftlicher Auffassungen. Die Idee vom Freihandel ist sternenweit in den Hintergrund getreten, und ihre früheren Verfechter beweisen jetzt, daß Grundsätze zwar etwas gutes und verdienstliches sind, daß ihre Lebenfähigkeit jedoch e ist durch die Welt der Tatsachen, die nun einmal keinen Geschäftsbüchern wohlgeordnet und tabellarisch
im voraus aufgezeichnet werden können. Der große Gebieter Krieg hat 9 in die Begriffe von bürgerlicher Freiheit manche Lücke geschlagen. Praklische Maßnahmen zur Wohl- fahrt des Staates und der Gesamtheit seiner Bürger, das ist Wie der Feldsoldat draußen„einen
seiner eigenen Wünsche Richtung Jragen darf, so drängen sich auch die wirtschaftspolitischen Linien eng aneinander, und der Zwang der Verhältnisse schafft Einmütigkeit. In Manchem gehen zwar die Ansichten noch auseinander. So hat der Kartoffelgroßhändler⸗Verband vor einigen Tagen in einer längeren Denlschrift dargelegt, daß es jetzt weniger wichtig sei, die Preise zu regulieren, als vielmehr die Vor⸗ räte praktisch zu verwerten. Er meint damit, die Höchst⸗ preise für Kartoffeln sollten fallen, damit die Landwirte eine größere Menge für ten. Lieber etwas höhere Preise, als nur 8 Ware. Im engsten steht aber bekanntlich die Frage unserer Getreidevorräte. Ueberall heißt die Losung: haushalten, damit die vorhan⸗ denen Vorräte praktisch ausgenutzt werden können. Der Landwirt darf keinen Roggen, aber auch möglichst keine Kartoffeln verfüttern, die Existenz der Menschen ist wichtiger als die der Tiere. Aber auch dem menschlichen Verbraucher sind Weisungen vorgehalten worden, die auf vernunftgemüße Einschränkung und Aenderung seiner Lebensweise hinzielen. Wir sollen kein Weizenmehl verbrauchen und auf die be⸗ liebten Brötchen verzichten. Noch herrscht kein unbedingter Zwang, denn unsere Reichsbehörde hat zwar mittelbare An⸗ ordnungen für die Bäckereien erlassen, aber sich noch nicht entschließen können, das unbedingt Erforderliche durch un⸗ zweideutiges Gesetzeswort zu bekräftigen. Danach verlangt man jetzt. Nach den Höch tpreisen auch die Vorratsregu⸗ lierung. Die„Frankfurter Zeitung“ predigt eindringlich den
16 Zwang, der jetzt alle selbstigen Gelüste ablösen müsse:
. Wir wissen uns in Uebereinstimmung mit allen Denkenden in unserem Volke, wenn wir sagen: Wenn überhaupt ein Zweifel möglich ist, muß unbedingt eine Verschärfung eintreten, wir sollen lebt lieber zu viel sparen als zu wenig! Das hört man von allen
überhaupt keine oder Zusammenhang damit
Seiten. Die Regierung hat die Nachtarbeit in den Bäckereien unter⸗ sagt, um den Brötchen verbrauch einzuschränken(wobei der Erfolg noch sehr zweifelhaft ist), und sie ichzeiti
5 die Brbichenbäckerei verboten und daz vorhandene Weizen me sten der K
mit Kar⸗
3
Gieße
General⸗An
ewaltige Umwälzungen be⸗ m en Protest 5 an n ee ue rot
Speisezwecke auf den Markt bräch⸗
f 105. Jahrgang
Erfolge der Türlen.
toffelzusatz bis zu 20 Prozent und von K K-Brot mit noch
höherem Kartoffelzusatz: man begreift nicht, warum sie nicht U
das K-Brot obligatorisch macht, essen kann. Niemand würde darüber murren, im Gegenteil, nichts wäre besser, als wenn es überhaupt nur ein einheitliches Brot gäbe, von Woche zu Woche so zusammengesetzt, wie es unserem Bestande entspricht. Das Volk will alles tun, was nötig ist. Aber es verlangt, daß die Regierung, die ja allein jetzt die Statistik der Vorräte erkennt, es ihm sage, so deutlich und unzweideutig— und das heißt durch Vorschrift!— daß niemand sich dem entziehen kann. Wir brauchen eine Zentra⸗ lisierung der Getreidevorräte unter Heranziehung der Fachkun⸗ digen und eine genaue Regelung der Brotzusammensetzung, brauchen zwingende Maßnahmen gegen die Roggenverfütterung, für die Verminderung der Schweinebestände, für die Verwendung der Ackerfläche(vor allem auch der Zuckerrübenfläche) und alles, was sonst hiermit zusammenhängt. Wer jetzt an entscheidender Re- gierungsstelle steht, der muß vor allem eines können: handeln!
Noch von anderer See her ertent derselbe Ruf nact neuen Zwangsmaßnahmen der Regierung. Der Abgeord⸗ nete Erzberger schretot im„Tag“, daß auf wirtschaft⸗ lichem Gebiete nicht alles geschehen sei, was in den ersten fünf Monaten hätte geschehen können. Aber, so sagt er, noch ist es nicht zu spät! 5
„Das deutsche Volk ist in der Lage, Aushungerung zunichte zu mache botenen Mittel ansetzt. Heute steht die Sache aber so: das Volk will, wenn die Regierung es fordert. Der Volks⸗ wille muß gelenkt und geleitet werden. Kein kleines und kleinliches Bedenken darf davor zurückschrecken, die Er⸗ nährung unter allen Umständen sicherzustellen. Wir kön⸗ nen es noch leisten, aber es hat auch die letzte Stunde hierfür geschlagen. Gerade, wer über die Kriegslage optimistisch urteilt, darf mit doppeltem Nachdruck auf den Ernst dieser Frage hinweisen und eine rasche Entscheidung fordern. Es wird eine solche Entscheidung nicht geteilten Beifall finden und
0 lberausrufen Aber das steht alles in der zwei⸗
n Linie gegenüber der Kardinalforderung, Umständen siegen müssen, und daß einem siegreichen Heere nicht ein ausgehungertes Land in den Rücken fallen darf. Worte sind darüber genug gewechselt, Flugschriften und Bücher genug ge⸗ schrieben worden. Durchgreifendste Taten müssen in kürzester Zeit erfolgen.“
Es ist vielleicht, im Hinblick auf spätere Auseinander- setzungen, ganz gut, daß der Volks wille die Regierung, die sich anscheinend gescheut hat, ihre volle Machtbefugnis zur Anwendung zu bringen, geschoben hat. Dadurch wird am besten zum Ausdruck gebracht, daß kein willkürlicher Polizei⸗ zwang unsere inneren Verhältnisse umgestürzt hat. Hoffen wir, daß die Regierung mehr und mehr an das Volk glaubt, dessen Glück und Zukunft es sicherstellen soll!
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* Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtli ch wird verlautbart: 22. Januar 1915 mittags. Nördlich der Weichsel entwickelte sich gestern lebhafterer Geschütz⸗ ham uf. Unsere Artillerie wirkte namentlich im südlichsten Nida-⸗Abschnitt und bei Checinn, wo der Bahnverkehr durch einen Volltreffer in eine Eisenbahnstation empfindlich gestört wurde, mit besonderem Erfolg. Auch süd li ch der Weich⸗ 5 0 5 Teilen der Front Geschützkampf von wechselnder Stärke.
Die Situation in den Karpathen ist unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feld marschalleutnant.
Die Politit des Barons Burian. Wien, 22. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Das Wiener Tagblatt“ erhält von besonderer Seite über den Wechsel im Ministerium des in denen es heißt:
Da alle Welt es mit Recht für selbstverständlich hält, daß Oesterreich-Ungarn nach wie vor entschlossen ist, den Krieg mit vollster Kraft im Verein mit dem Deutschen Reiche bis zur Ueber⸗ wältigung der Gegner fortzusetzen, und von vornherein die Kom⸗ bination ausgeschaltet war, daß der überraschende Ministerwechsel eine Aenderung dieser Grund⸗ und Lebensfrage bedeuten könnte, forscht man anderwärts nach den Motiven dieses Schrittes. Man weist, nun auf die täglich schwerer gewordene Last während der dreijährigen Ministerschaft Berchtolds hin, sowie weiter darauf, daß Berchtold bei seinem Amtsantritt nur dem Befehle des Kais sers nachgekommen. ist, und man betont, daß das Amt eines Ministers des Aeußern in einer so furchtbaren Zeit nicht nur geistigen Weitblick und strenge Gewissenhaftigkeit, sondern auch unablässige Bereitschaft erheische, auf jede Gefahr hin wichtige Entscheidungen zu treffen. Diese stets weitere Willensbereitschaft scheint Graf Berchtold trotzdem nicht in sich gefühlt zu haben. In seinem hohen Pflichtbewußtsein zog er es vor, die übernommene Mission einem anderen zu überlassen. Die Erklärung des so viel Aufsehen erregenden Ministerwechsels ist eine vein psychologische, die man allerdings in der harten Welt der Politik nicht gewöhnt ist. Deshalb darf man nicht erstaunt sein, daß man an den psycho⸗ logischen Erwägungen vorüber weiter nach politischen sucht, wobei das Blatt hervorhebt, daß die Publizisten des Deutschen Reiches diese Fragen mit einer Behutsamkeit erörtern, in der sich die Emp⸗ findung der zwischen der deutschen Nation und Oesterreich-Ungarn herrschenden engen Brüderschaft ausspricht. Allen diesen Vermutun⸗ gen gegenüber konstatiert s Blatt, daß Baron Burian in jeder Beziehung denselben Weg verfolgen wird, den Graf Berchtold verfolgt hat oder verfolgt haben würde. Er wird festhalten an dem alten Geiste, der in Gefahren standhaft bleibt und vom Er⸗ erbten und Errungenen nichts aufgabt, an dem alten Geiste dieser Monarchie, die schon vieles kommen und gehen gesehen und schon manchen Sturm überstanden hat. Daran ist
so daß niemand etwas anderes
die englische Parole der n, wenn es will und alle ge⸗
„Neue Mitteilungen Aeußern,
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er Anzeiger
zeiger für Oberhessen
Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.
daß wir unter allen
Samstag, 25. Januar 1015
Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
gamer Fortschritt in polen.
kein Zweifel gestattet, und er wird selbstverständlich auch fest⸗ alten an der Treue zu dem deutschen Verbündeten, wovon sich die hochstehenden Persönlichkeiten, denen er im 8 quartier seinen Besuch abstattet, durch unmittelbaren Verkehr überzeugen werden, wenn es eines besonderen Beweises überhaupt noch be⸗ durft hätte; denn, so schließt das Blatt, dieses Verhältnis ist wahrlich bis in die fernste Zukunft hinaus fest gegründet.
Wien, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Minister des Aeußern Baron Burian begibt sich in Begleitung des Legationsrates Grafen Hoyos heute abend über Berlin in das deutsche Hauptquartier, wo er am 24. Januar von dem deutschen Kaiser empfangen werden wird.
Die österreichisch-ungarische Kriegsauleihe. Wien, 23. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach den end⸗ gültigen Feststellungen betragen die Zeichnungen auf die Kriegs⸗ anleihe 3306 Millionen Kronen, wovon auf Oester⸗ reich 2136 Millionen Kronen und auf Ungarn 1170 Millionen Kronen entfallen.
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Der amtliche französische Bericht.
Paris, 22. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die gestern nachmittag ausgegebene amtliche Mitteilung besagt: Auf dem Plateau von Notre Dame⸗de⸗Lorette fand in der Nacht vom 19. zum 20. Januar ein bereits gemeldetes Gefecht statt Am 20, Ja⸗ nuar fanden zwischen Meer und Lys Artilleriekämpfe statt. Süd⸗ lich der Somme und an der Aisne einige Artilleriekämpfe, in deren Verlauf wir einige feindliche Batterien zum Schweigen brachten.
n der Champagne östlich Reims zerstörten wir im Gebiet von Prosnes⸗les-Marquises und Monronvillers deutsche Schan arbeiten. zwangen den Feind, einige Schützengräben zu räumen und führten eine Explosion eines Munitionslagers herbei. Nordwestlich Beau⸗ seiour rückten wir vor, indem wir drei feindliche Posten durch Ueberrumpelung wegnahmen und uns dort festsetzten. Nördlich Massiges gewann unsere Artillerie die Oberhand. In den Ar⸗ gonnen ist die Lage unverändert. Südostlich St. Mihiel eroberten wir im Walde bei Apremont 150 Meter feindlicher Schützengräben und schlugen einen Gegenangriff ab. Nordwestlich Pont⸗a⸗Mousson, im Bois⸗Le⸗Preétre, gelang es dem Feinde durch einen heftigen Angriff, 20 Meter von den 500 Metern in den vergangenen Tagen von uns eroberten Schützengräben zurückzugewinnen; wir behaupteten uns aber fest in der Gesamtheit dieser Stellung. Im Abschnitt von Thann, in der Gegend von Silberloch am Hart⸗ mannsweilerkopf ist seit der Nacht vom 19. zum 20. Januar ein Infanteriegefecht im Gange; in dem äußerst schwierigen Gelände rücken wir langsam vor. a N
Paris, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vom 21. Januar, abends 11 Uhr, gemeldet: Der Feind beschoß heftig unsere Stellungen nördlich Notre Dame⸗de⸗Lorette und unter⸗ nahm morgens 5 Uhr einen neuen Angriff, der sofort aufge⸗ halten wurde. In der Champagne wurden zwei leine Gehölze nördlich des Gehöfts Beauséjour von uns besetzt; ein feindlicher Gegenangriff war erfolglos. In den Argonnen unternahmen die Deutschen einen ernstlichen Angriff auf einen vorspringenden Winkel unserer Linie in der Umgebung von St. Hubert. Nach einer sehr heftigen Beschießung, die unsere Schützengräben zer⸗ störte, stürmten sie zum Angriff vor, wurden aber durch das Feuer unserer Infanterie, das mit seitlichem Artilleriefeuer ver⸗ bunden war, zurückgeworfen. In dem Gebiet des Hartmanns⸗ weilerkopfes kämpft man noch immer.
Die Kämpfe in Flandern.
Berlin, 23. Jan. Zum Kampf in Flandern meldet die„Voss. Ztg.“ aus Amsterdam: Die Kämpfe beschränken sich auf Duelle zwischen der Artillerie und dem Flugzeug. Das ganze Land sei überschwemmt, die Felder seien in Seen und die Laufgräben in Ströme verwandelt. Trotz dieses Wetters zeigen die Flieger auf beiden Seiten erhöhte Tätig⸗ keit. Tollkühne Luftangriffe würden zu Tag⸗ und Nachtzeiten unternommen.
Eine Aeußerung des Generalstabschefs v. Falkenhayn. Berlin, 23. Jan. In einem von sämtlichen Morgen⸗
blättern veröffentlichten, über England gegangenen Auszug
aus einer Unterredung eines amerikanischen Pressevertre⸗
ters mit dem Chef des Generalstabs v. Falkenhayn heißt es: Wir können mit den Operationen in Flandern zufrieden
sein. General Joffres Offensive sei im Dezember eingeleitet
worden, aber die Deutschen hätten nicht nur ihre Linien
gehalten, sondern Terrain gewonnen.
Die Finanzminister der Ententemächte.
Berlin, 23. Jan. Laut„Berl. Tagebl.“ meldet das „Echo de Paris“, die Finanz minister der Entente⸗ mäschte würden demnächst in Paris zusammenkommen. Wie der„Gaulois“ schreibt, sei das Ziel der Zusammenkunft eine gemeinsame Anleihe der drei Mächte in Höhe von 15 Milliar⸗ den. Die„Deutsche Tagesztg.“ meint, da sowohl in Frank⸗ reich wie erst recht in Rußland für die Unterbringung größe- rer Anleihen nur geringe Aussicht bestände, so werde Eng⸗ land wohl allein diese Anleihe aufzubringen haben. Aber wenn England die ganze finanzielle Last des Krieges bei dem Dreiverband zu tragen habe, so würden ihm die letzten 100 Millionen Pfund, von denen Lloyd George sagte, wer sie zur Verfügung habe, werde in diesem Kriege Sieger sein, bald von seinen Bundesgenossen aus der Tasche gezogen worden sein.. 5
Berlin, 3238. Januar. Der russische Finanz⸗ minister Bark trifft einer Meldung der„Vossischen Zeitung“ aus Sofia zufolge heute dort ein und begibt sich über Saloniki zu Schiff nach Bordeau x. Die„Vossische Zeitung“ meint, Herr Bark begibt sich auf einen schweren und demütigenden Weg. l 1
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