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gung, Ernährung, Abfuhr usw. Und bei aller Arbeit ist der wissenschaftliche Geist nicht eingeschlummert; auf kriegsärzt⸗ lichen Abenden findet ein reger Gedankenaustausch statk.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 22. Januar 1915. Die 2 Mode.
h. Frankfurt a. M., 21. Jan. Der ernste Wille zur Schaffung einer deutschen Mode fand am zweiten Bera⸗ tungstag seinen Ausdruck in der einmütig gutgeheißenen Bildung einer Arbeitsgemeinschaft, die sich aus vier größeren Unterausschüssen zusammensetzt. Die Ausschüsse bil⸗ deten sich aus Angehörigen der Fabrikanten, der Großhändler und Versandgeschäfte, der Schneiderinnungen und der Fachpresse. Jede Gruppe berät für sich und unterbreitet ihre Ergebnisse dann der Arbeitsgemeinschaft zur Durchführung. Die Führung der Ar⸗ beitsgemeinschaft sollte der Werkbund übernehmen, doch hat dieser aus grundsätzlich verschiedenen Anschauungen abgelehnt. Trotzdem will man nichts unversucht lassen, mit dem Werkbund in den großen Fra gemeinsam zu arbeiten. Die Heranziehung der Vertreter der Damenmode vir einer demnächst tagenden ge⸗ meinsamen Versammlung zur Aufgabe gemacht, um auch hier die gewaltige Geschlossenheit und Entschlossenheit der deutschen Mode⸗ vertreter nach außen hin zu beweisen. 2
Als Sit der Arbeitsgemeinschaft wurde Berlin bessimmt. Den Vorsitz übernahmen Hoflieferant Lukas Berlin) vom Allgemeinen deutschen Arbeitgeberverband für das Schneidergewerbe. Maurer VDerlin) vom Modejournal⸗Verlegerverband und Dr. Kahn München).— Im Verlaufe der. 1.— auch noch Bera⸗ tungen zwischen Vertretern des Zentralverbands der Schneider,
eiderinnen und Wäschearbeiter und des Bundes deutscher Schneiderinnungen statt. Beide Interessengruppen beabsichtigen ebenfalls die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zur Erlangung von Militärlieferungen von den Kriegsbekleidungsämtern. In der Annäherung dieser beiden Gruppen ict ein erfreuliches Zeichen wach⸗ senden Verständnisses für die gegenseit ige Unentbehrlichkeit von Ar⸗ beitgeber und Arbeitnehmer zu erblicken, nicht zum wenigsten aber chf ein zuversichtlich frohes Zukunftsbild, das die Not der Zeit
uf.
* Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Landwehrmann Konrad Aug. Wick, Res.-Inf.-Rgt. 116, aus Langenbam-Ziegenberg.— Kriegsireiw. Dr. jur Ludwig Hahn, Res.-Inf-Rgt. 214, aus Offenbach. Krieassreiw. Lehrer Karl Strohl, Res.⸗Juf⸗-Rgt. 2 1, aus Rumvenheim.— Res. Konrad
Ooffelder, Ink.⸗Rat. 117, aus Offenbach.— Gesr. Krieassreiw. Ferd. Jäger, Res.⸗Ind-⸗Rat. 221, aus Offenbach.— Unteroff. der Res. Telegraphenarbeiter Otto Bop!, Res.-Ins.⸗Rgat. 116, aus Stockheim.— Res. Albert Ulrich, Ins.-Rgt. 116, aus Reichels-
beim.— Res. Otto Gräf, Inf ⸗Rat. 168, aus Reichelsheim.—
Re. Heinr. Koch, Res.⸗Rat. 83, aus Waldgirenes.— Kriegsfreiw. VPVionier Val Rübsamen aus Leun. Res. Wilh. Steitz, Inf ⸗Agt. 167, aus Nordeck.
Ritter des Eisernen Kreu Oberlehrer Dr. Hensel aus Hirzenhain(Oberh.), 2. Bayr. Inf.⸗Regt Vizefeldw. Jäckel, Inf.⸗Regt. 116, Leibkomp. Musk. Willi Schmidt III., aus Borsdorf, Inf.⸗Regt. 168. Kriegsfreiw. im Gardeschützen⸗Bat. Hermann Lampe II. aus Marburg. Unterarzt Adolf Keller aus Friedberg. Vizefeldwebel Karl Stadelmann, Stadtgeometer in Offenbach. Stud. theol. Schmahl aus Friedberg. Vize⸗ feldwebel Hch. Schneider aus Hörnsheim, Nlesß-Inf. Regt. 168. Jäger im Garde⸗Jäger⸗Bat Franz Geyer aus 5 feld. Friedrich Hermann aus Hermannstein, Leutn. D. R. im 7. Bayr. Inf.⸗Regt. Kriegsfreiw Kand. phil. Rudolf Völkel von Audenschmiede.
. Stadttheater. Wenn dieses Jahr im Stadttheater auch keine offizielle Festvorstellung am 27. d. M. stattfindet, um den besonderen Wünschen des Kaisers Rechnung zu tragen, so ist für die nächste Dienstag⸗Abonnementvorstellung doch, wie man uns schreibt, ein Werk vaterländischen Charakters, das Schauspiel„Grüne Ostern“ von Heinrich Lee angesetzt DVorden. Der Verfasser des„Schlagbaums“ stellt in seinen„Grünen Odstern“ wirksame Bilder aus der Zeit der Erhe ung Preußens im Jahre 1813 auf die Bühne, Bilder, die in manchem an die Er⸗ Eianisse der Gegenwart gemahnen, und die bereits an zahlreichen Bühnen ihre starke Wirkung erprobt haben.
die vereinigten Posaunenchöre von Gießen und Umgebu 111 beabsichtigen den in der Alten Klinik unter⸗
—— Verwundeten dadurch eine Freude zu bereiten, daß sie denselbensam Sonntag. von 3 Uhr vom Musikpavillon der Gewerbeausstellung aus ein Ständchen bringen. An diesem Vorhaben beteiligen sich etwa 40 Bläser.
3 Der Evang. Arbeiter verein veranstaltet am 31. l. Mts. aus Anlaß von Kaisers Geburtstag im Vereinslokal eine vaterländische Feier in Form eines Familienabends, die den derzeitigen Verhältnissen angepaßt werden soll. Außer musi⸗ klalischen Darbietungen, Gesangsvorträgen des Gemischten Chors
des Vereins usw. wird der Gründer des Vereins, Kirchenrat 9 D. Schlosser einen— halten über das Thema: 5— Hoffnungen können wir auf den Krieg als sozialen Erzieher setzen.
Preußische Klassenlotte rie. Ziehungen der laufenden, nächst ihren planmäßigen
es: Off. Stellv. 8
Die unterbrochenen 231. Klassenlotterie werden dem⸗ ö ihre a rtgang nehmen. Die Ziehungstage sind wie folgt festgesetzt: 2. Klasse 12. und 13. Februar, 3 Flasse 12. und 13. März, 4. Klasse 12. und 14. April und 5.(Schluß⸗ Klasse 7. Mai bis 3. Juni. Die. erster Klasse erfolgte bekanntlich im Juli vergangenen Jahres, die weiteren Ziehungen wurden infolge des Kriegsausbruches vertagt und werden nun, wie oben angegeben, nachgeholt.
Kreis Friedberg.
A Friedberg, 21. Jan. Herr Karl von Helmold, Ttrellor des Bremer Lloyd in New Hort, ein geborener Fried- berger, hat für die Ointerbliebenen von Kriegs teilnehmern seiner Vaterstadt 600000 Mark bei Lands. leuten gesammelt und der Stadt Friedberg zu diesem Zwecke
überwiesen.
5 dessen-Nassau.
„ m. Neustadt, 21. gan. Das neue Jahr bringt unserer Stadt folgende Krammärkte: 16. Februar Jastnachts markt, 3. Mai Walpurgismarlt, 19. Juni Kirchweihmarkt, 29. September Michaelismarkt, 16. Oktober Gallusmarkt und am 27. Dezember Chri'taasmarkt.— Unteroffizier Kall Weber aus dem nahen Momberg erhielt das Eiserne Kre uz, womit jetzt fünf Söhne
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un erer Nachbargemeinde ausgezeichnet sind f Das neue Reichsbank
+ Dillenbura, 21. Jan. gebäude an der Untertorbrücke gegenüber dem Vostgebäud⸗ v chtigt. Der massige Bau en
Dienstwohnung
qnissen Rechnung tragend, hatte abgesehen.
Kirche und Schule.
Missionsversammlung.
Eine vorzüglich besuchte Ale durfen ü, . Januar im Johannessaal statt. Nach kurzen Berl des Herrn cheh Kirchenrat D. Schlo 725 spra 3 erster Krieg und die Mission“. Er führte
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hat die Mission durch den Weltkrieg 1914/15 einen unge⸗ heuren Schlagerlitten. Schon bisher haben ihr Kriege Schaden — der Boxeraufstand in China, der Hereroauf and in eutsch⸗Südwest. Aber das schwerste hat sie jegt erlitten. So hat die Baseler Missionsgesellschaft 130 Zöglinge unter den Waffen stehen. Ferner ist sie finanziell geschwächt worben. Die ersten Kriegs monate brachten starle Einnahmeausfälle, was sich allerbings jetzt wieder bedeutend gebessert hat. Die Störungen der Missionsarbeit im einzelnen sind sehr erheblich. Die Baseler Mis⸗ sionare in Kamerun wurden gefangen gesetzt und in englische Konzentrationslager gebracht, nur 12 wieder freigelassen. In In⸗ dien wurden ebenfalls die Missionare von den Engländern ge⸗ fangen n und mit ihren Familien nach einem überaus ungesunden O f Missionaren die albernsten Vorwürfe, sie seien Agenten der deut⸗ schen Regierung, manche unter ihnen seien Atheisten().— da in Deutschland der Atheismus Friedrich Nietzsches herrsche! So steht die ganze Hoffnung der Mission z. Zt. auf den eingeborenen Mis⸗ stonsgehilfen. Hoffentlich gelingt es ihnen, das Werk in kommende, dem Wiederaufbau günstigere, friedliche Zeiten hinüberzuretten!— Als 2, Redner sprach Prof. D. Schian über„England und die Mission“. Wir heben folgende Gedanken hervor: Wie wir alle England zu günstig beurteilten, so auch die Missionare. Sie ge⸗ dachten der geschichtlichen Verdienste der Engländer um die Mission, ihrer diese betreffenden gewaltigen Arbeit im 19. Jahrhundert, die ihnen den Namen des„Misfionsvolkes“ eintrug, 1 85 nicht nur von politischen, sondern auch innerlich-religtösen Motiven gelei⸗ teten sprichwörtlichen Opferwilligkeit für Mifftonszwecke Der Krieg brachte eine große Enttäuschung. Statt der englischen Regierung das Gewissen zu schärfen, ihr eine chriftliche Behandlung der deut⸗ schen Missionen nahezulegen,— baten die englischen Missions⸗ 3 diesen— eine Geldunterstützung! Dies wurde natür⸗ ich von deutscher Seite einhellig zurückgewiesen. Wir müssen auch hier allein auf uns stehen. Und wir werden es. Allem An⸗ schein nach gedenken die Gemeinden der deutschen Mifsionare diesen — vielleicht abgesehen von Indien— die Treue zu halten. Und die deutschen Missionsfreunde werden es ebenfalls tun. Die all⸗ emeine Belebung des religiösen Interesses in der Gegenwart ommt auch der Mission zugute.— Geh. Kirchenrat D. Schlos⸗ ser wünschte zum Schluß, daß der Weltkrieg der Mission zum Segen dienen möchte; die Richtung sei schon jetzt zu sehen: der Krieg erziehe das deutsche Volk zum Verständnis seiner Welt⸗ aufgaben, er schärfe den Sinn für heroische Arbeit, er erziehe zum Opfersinn. Von dieser Erziehung des deutschen Volkes werde auch die Mission Gewinn haben.
Universitäts⸗ Nachrichten.
WMarburg, 21. Jan. Zum Nachfolger des in den Rube⸗ stand tretenden Archäologen Geh. Rat Prof. Dr. v. Sybel ist der diesige Prosessor Dr. Vaul Jakobsthal ernannt worden. Wien. 21. Jan.(WB. Nichtamiltch.) Die„Neue Freie Presse“ meldet: Der Neuphlologe und Prosessor der Wiener Uni- versität Dofrat Schipper it gestern infolge eines Gehirnschlages gestorben.
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Jalien und das Erdbeben.
Rom, 21. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ministerrat hat solgende Veschlüsse gesaßt: 1) einen, der für den Augenblick 30 Millionen zur Lile für die von dem Erdbeben be⸗ trossenen Gegenden auswirfst; 2) einen, der die Steuern für die in Mitleidenschaft gezogenen Gegenden vor lä usig auf- bebt; 3) den emes Moratoriums von sechs Monaken für Wechsel⸗ und Handelsverpflichtungen der Provinz Aquila und des Bezirks Sora; schließlub einen Veschluß zwecks Sicherstellung der Lehrergehälter in den Erdbebengebieten. Rom, 21. Jan.(WT. Nichtamtlich.) Zahlreiche Einwohner haben heute nachmittag 1 Uhr 30 Minuten einen leichten Erd⸗ stoß wahrgenommen. In der Tat verzeichneten im geodynamischen 2 die Erdbebenmesser um 1,30 Uhr einen ziemlich starken
rdstoß. Man schätzt die Zahl der aus den von dem Erdbeben beimgesuchten CEegenden bierher gekommenen 51 üchtlinge auf 8000. Alle werden sorgfältig in ein Verzeichnis eingetragen. Die Ankunft von Verletzten und Flüchtlingen dauert an.— Aus Avezzano wird berichtet, daß dort ebenfalls um 1.30 Uhr ein Erdstoß wahrgenommen wurde. Dabei seien einige Mauern ein⸗ gestürzt. Später wurden aus den Trihnmern, die von dem letzten Erdreben herrühren, zwei Frauen und ein Kind geborgen, die sich bei guter Gesundheit bejanden und unverletzt waren.
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Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel rnimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) ö Zur Reichs⸗Woll⸗Woche! Auf eine große Gefahr bei dem beabsichtigten guten Zweck der Sammlung von alten Wollsachen, die unter anderem aus ge⸗ tragenen Kleidern, Gardinen usw. bestehen, möchte ich hinweisen. Aus dem gesammelten Bestand dieser alten Wol sachen werden in opferwilliger Weise gewiß wohl in allen Orten von einer An 9 Frauen 22 hergestellt, welche unseren Soldaten im Feld zugehen sollen. Hierdurch kommen die Decken ohne Zweifel mit den Atmungsorganen der Soldaten in 1 2 Berührung. Wenn auch in dem Aufruf um Hergabe der alten Wollsachen hervorgehoben wor⸗ den ist, daß Familien sich nicht an der Spende beteiligen möchten, in welchen ansteckende Krankheiten herrschen oder ge⸗ herrscht haben so ist der Verfasser doch mit vielen anderen unserer Mitmenschen der Ansicht, daß dieser Punkt von manchen oder vielen Personen nicht 7 9 verstanden und gewürdigt wird. Sie möchten sich am Opferwerk auch gerne beteiligen. Wir dürfen sicher sein, daß sich trotz Warnung unter der Sammlung Stücke befinden, vielleicht viel mehr als man ahnt, die aus Beständen herrühren, welche der Benutzung gedient haben zu einer Zeit, während welcher ein Mitglied der Familie an ansteckender Krankheit litt. Vielleicht, ja sogar wahrscheinlich, wurden solche Stücke von den Kranken selbst 8 oder sowst benutzt. as erreichen wir mit solcher Spende an unsere Truppen! Wollen wir wissentlich unseren gefunden Leuten die Schwindsucht ins Pu senden? Gewiß will niemand dies. Hier gibt es nur eine Hilfe. Unsere Regierung braucht bloß anzuordnen, daß aus der Sammlung der alten Wollsachen nichts früher ins Feld ge⸗ sandt wird, aber auch, und das ist sehr wichtig, auch nichts früher an Decken usw. daraus hergestellt wird, bevor nicht eine gründ⸗ liche Desinfektion durch ein dazu berufenes Unternehmen bezw. unter obrigkeitlicher Kontrolle erfolgt ist. F. **
* Die in dem vorstehenden„Eingesandt“ ausgesprochene Be- fürchtung, die tatsächlich vielfach geteilt wird, ist grundlos. Es sind überall die nötigen Maßnahmen getroffen worden, um die eingelieferten Gegenstände vor dem Abgang zu den Truppen in geeigneter Weise zu desinfizieren. Red. d.„Gieß. Anz.“
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Märtte. le. Frankfurt a. M. Biehhofmarktbericht vom 21. Jan. Auftrieb: Rinder 63(Ochsen 1, Bullen 0, Kühe und Färsen 58, Kälber 708, Schafe 151, Schweine 957. Tendenz: Kälber und Schase rege; Schweine lebhalt, wird
geräumt. Preise für 100 Pid. Lebend- Schlacht; gewicht Kälber. Mk. Mk. Neluste Mastkälbee. 54-53 90—96 Mittlere Mast- und beste Saugkälber 48—52 80—70 Geringere Mast⸗ und gute Saugkälber 42—48 71—78 Scha se. Stallmastschase: Mastlämmer und jüngere Mastbammel.. 45-46 88100 Aeltere Masthammel, aut genährte junge Schase und geringere Mastlämmer„ 56—98 86—90
ch weine.
folgendes aus Nach verheißungsvollen großen Jortschritten
Miss eme
Bonsiecchtge Schweine von 80 bis
100 kg Lebendgewicht 68.00— 70.00 66.00 88.00
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Mäßig genährte bammel u. Schase(Marzschase) 34—00 80-00
rt gebracht. Die indische Presse macht den deutschen*
Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. Vollfleischtge Schweine 120 kg Lebendgewicht Vollfleischige Schweme von 120 bis 150 kg Lebendgewicht a le. Wiesbaden, 21. Jan.
67.00 68.00 85.00 87.00 68.00— 70.00 86.00—88.00
68.00- 70.00 86.00-88.00 deu ⸗ und Strohmarkt: Man notierte: Hen 404,90 Mk., Stroh(Richtstroh) 3,10 bie 0,00 Mt., Krummstroh 2,45—2,60 Uk.— Fruchtmarkt. Haser 12,50 12,75 Mt., Alles je 50 Kilo.
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Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 23. Januar 1915: Bedeat, zeitweise Schnee- und Regenfälle, keine wesentlich⸗ Temperaturveränderung. 5
Letzte Nachrichten.
Zum Wechsel im Kriegsministerium.
Berlin, 22. Jan. Zum Wechsel im Kriegsministerium schreibt Major Merath im„Berl. Tagebl.“: 8
Herr von Falkenhayn hatte an der Vorbereitung für den Krieg einen hohen Anteil, indem er die Bergungsarbeit der letzten Heeresvorlage in die Wirklichkeit übertrug. Es blieb ihm noch übrig, während der ersten Kriegsmonate manche wichtige Frage der Organisation und Technik zu lösen. Dazu kamen wahrscheinlich auch noch neue nicht planmäßige Rüstungsfragen im Verlaufe der Ereignisse. Es ist zu verstehen, daß Herr von N mit der vollen Verantwortung des neuen Amtes elastet, die Enthebung von der Stelle als Kriegsminister an⸗ strebte, sobald die Umstände einen Wechsel der Person erlaubten. Herr Wind v. Hohenborn entwickelte kurz vor dem Kriege als Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements im Reichs tage in klarer und eindrucksvoller Rede Schlagfertigkeit und Humor. Das deutsche Volk hat die Zuversicht, daß ein wichtiges Amt in die richtige Hand gelegt ist..
Die Deutsche Tageszeitung“ sagt von dem bis⸗ . en Kriegsminister, daß er sein Amt mit Geschick und Tatkraft verwaltet und namentlich mit der energischen, raschen und gelungenen Durchfühcung der Verstärkung un⸗ seres Heeres sich große und bleibende Verdienste erworben
at. Der neue Kriegsminister habe in seinen Stel⸗ ungen, die er bisher leitete, eine sichere und feste Hand bewiesen. Man müsse vertrauen, daß er den verantwor⸗ tungsreichen Posten aufs Beste ausfüllen und den Auf⸗ gaben seines neuen Amtes mit der Umsicht und Tatkraft und der 8 gerecht werde, die er schon in seinem bis⸗ herigen Wirken bewährt habe.
Die starke deutsche Offensivbewegung im Osten.
London, 22. Jan. Der 1 5 der„Times“ drahtet seinem Blatte: Die starke deutsche Offensivbewegung an der Bzura und Rawka läßt immer noch nicht nach. Am stärksten fühlbar ist der Druck der deut⸗ schen Truppen bei Sircha, Borzimow und Humin. Die Sturmangriffe der Deutschen 1 die strate⸗ gisch wichtigste Stellung der Russen in diesem Gelände, sind von unerhörter Wucht und übertreffen an Kraft und Erbitte⸗ rung bei weitem alles, was auf dem östlichen Kriegsschau⸗ platz bisher geleistet wurde. Besonders häufig werden von beiden Gegnern auf diesem Gebiete Panzerautomo⸗ bile verwendet. Die Führer dieser Automobile, sowohh die deutschen wie die russischen, leisten Unglaubliches au Mut und Todesverachtung und speien Tod und Verderben in die Reihen der Feinde.
Von den Kämpfen im Osten.
Wien, 22. Jan Roda Roda bringt in der„Neuen Freien Presse“ einen Bericht, in dem es heißt: Wenn der starke Frost anhält, wird ein weiteres Ausheben von S 2 unmaglich sein und es dürfte dann zu einem hartnäckigen Kampf um die gegenwärtigen Stellungen kommen, hierauf zu einer Jeld⸗ schlacht mit rascher Entscheidung. Mit dem Augenblick des Zufrierens der Flüsse und Ströme ist mit dem Eintritt in eine neue 55 des Krieges zu rechnen. Unsere Truppen sind Teil in quar⸗ tieren untergebracht. Sie bleiben da als Reserven, um dann wieder in die Schützengräben zu gehen. Der Schichtwechsel erlaubt den Truppen ein zeitweiliges Ausruhen und eine bessere Verpflegung. Die Operationspause hält einstweilen immer noch an, nur am Dunajec herrscht lebhafte Tätigkeit. Dort sind unsere Truppen stellenweise zur Offensiwe übergegangen und haben einige Stütz⸗ punkte und Brücken genommen. Der Infanterieangriff wurde durch Artilleriefeuer aufs wirksamste unterstützt.
Der Eindruck der Zeppelinfahrt in London.
Amster dam, 22. Jan. Ueber den Eindruck der Zeppelin⸗ fahrt in England wird dem stark zu England haltenden„Tele⸗ gigaf“ aus London berichtet: Den ganzen Tag über kamen gestern viele Besucher nach Narmouth, um den durch die deutschen Zeppe line angerichteten Schaden zu besichtigen. All⸗ gemein war man der Ansicht, daß Darmouth infolge seiner
age derartige Angriffe erwarten muß. Ungefähr 150 Häu⸗ ser sind beschädigt worden. In Kings Lynn erwartet man eine Wiederholung des Angriffes bei Neumond. London ist vorbereitet auf einen Angriff, aber 1 Angst(2). Am vorigen Dienstag wurde eine allgemeine Probebesichtigung der Verteidigungsmittel vorgenommen, die sehr zur Befriedigun ausfiel. In Kings Lynn ist durch eine Bombe die hydraulis Station zerstört worden, wodurch die Maschinerie der Schleusen außer Betrieb gesetzt worden ist.
Ein französischer Zweidecker abgestürzt. aris, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem„Petit Parisien“ ist ein Militärzweidecker während einer Uebungsfahrt abgestürzt und mitten in Autauel auf dem Kai de Javel zu Boden gefallen. Der Führer und der Be⸗ obachtungsoffizier wurden getötet. Frankreichs Finanzen.
Paris, 22 Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem„Temps“ hat Minister Ribot im Budgetausschuß der Kammer über zwei von ihm eingebrachte B gesprochen. Zu dem ersten, der die Vermehrung der Bonds für den Zweck der Landesperteidigung vorschlägt, erklärte der Minister, bisher N über 27 Milliarden Franks dieser Bonds gezeichnet worden. Vom 1. bis 10, Januar allein 500 Millionen. Der andere Gesetzent⸗ wurf schlägt die Ausgabe kurzfristiger Obligationen, die steuer frei mit 5 Prozent verzinslich und bis spätestens 1925 zurück zahlbar sein sollen, vor.
Der französische Außenhandel.
Paxis, 22 Jan.(WTB. Nichtamtlich) Der„Temps“ bringt die Statislil sür den Außenhandel Frankreschs in den ersten 10 Monaten 1914. Die Einfuhr betrug danach 692 675009 Franken, also 1 139 703 000 Franken weniger als um gleichen Zeikraum des Vorjahres, die Ausfuhr 1421 676 000 Franken, also 1 217 435 000 Franken weniger. e sanken in dem gleichen Zeitraum um 113 020 Franken.
Schükri Pascha in Gefangenschaft?
Bukarest, 22. Jan. Aus Petersburg wird berichtet. daß der bekannte türkische General Schükri ber Verteidiger von Adrianopel, im ersten Balkankri Kämpfen im Kaukasus schwer verwundet und in ru
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15 4 a. e, in den iche Ge.
fangenschaft geraten ist. Ein schwedischer Dampfer gesunken. Stockholm, 22. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der schwe⸗ dische Dampfer„Drott“ aus Gefle ist heute im Meerbusen vor dem Hafen von Raume auf eine und gesunken. Ein Teil der Besatzung ist ertrunken,


