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einer ziemlich inhaltslosen Rede Deschanels auf Dienstag vertagt.)
unterbreiten, nach der der Betrag für die Ausgabe von Nationalverteidigungs⸗Gutscheinen so⸗ wie gewöhnlichen Staatsschatz-Gutscheinen auf 3 Mil⸗ liarden erhöht wird.
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telung des Ministeriums des Aeußern Täse. Bis auf weiteres darf danach böchstens die Hälfte des
ließ durch Vernnt
den der Gesellschaft angehörenden Damen und Herren sein Bedauern über den Vorfall aussprechen. Der Mi⸗ nsster des Aeußern, Graf von Berchtold, ließ den betreffenden Missionschefs eine Aufklärung über das Miß⸗ verständnis und zugleich seine Entschuldigungen über das Vorgefallene zukommen.
Ein französisches Unterseeboot von den Türten zum Sinten gebracht.
Konstantinopel, 15. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier teilt mit: Das franzö. sische Unterserboot„Saphir“ versuchte, sich dem Eingang der Dardanellenstraße zu nähern, wurde aber so fort durch unsere Artillerie zum Sinken gebracht. Ein Teil der Besatzung konnte gerettet werden.
Der türtische Erfolg in Aserbeidschan.
Betersburg, 14. Jan.(Ctr. Frkst.) Der Stab der Kau⸗ ka sus-Arm ee teilt mit: Um der falschen Auffassung über un⸗ sere Operationen in Asherbeidschan in den letzten Tagen entgegenzutreten, hält der Stab der Kaukasus-Armee es für not⸗ wendig, zu erklären, daß infolge Eröffnung der entscheidenden Aktion in der hauptsächlichsten Gegend dieses Kriegsschauplaßes eine gewisse Umgrupplerung unserer Streitkräfte natürlicherweise sich aufbrängte. Indem wir dem Folge gaben, führten wir in Asherbeibschan eine Konzentration unserer Truppen an bestimmten Stellen aus, was die Räumung mehrerer vorher be⸗ 47 Punkte notwendig machte. Diese Umgruppierung fand nicht statt unter dem Druck des Feindes, sondern als die Folge der fest⸗ gesetzten Pläne. Währeld dieser Operationen ereignete sich leine wichtige Aktion außer einem Treffen, das sich zu unseren Gunsten
0 e, bei Miandoab. Auf diese Weise haben wir Asherbeidschan nicht geräumt, sondern wir haben nur eine Dislokation vor⸗ genommen, welche den neuen Konjunkturen mehr entspricht.
Eine„Taube“ über der Themsemündung.
London, 15. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Tele- 1 meldet aus Southend: Am 13. Januar gegen itternacht wurde im Lichte eines Scheinwerfers eine Taube gesehen, die kurze Zeit über der Themsemündung schwebte und in nördlicher Richtung verschwand. Es wur⸗ den keine Schüsse abgegeben und keine Bomben abgeworfen. Der erfolglose englische Angriff auf Tanga. London, 15. Jan. WTB. Nichtamtlich.)„Daily Tele- graph“ veröffentlicht einen Vericht über einen erfolglosen eng- 7— Angriff auf Tanga in Deutsch⸗Ostafrika. Die aus bri⸗ sen und indischen Truppen bestehende englische Streitmacht war Ende Oktober von Bombay abgereist, und über Mombas bei Tagesanbruch des 2. November vor Tanga angekommen, das als Landungsort in Aus licht genommen war. Da Tanga ein unbesestigter Hasen ist, so forderte der Kommandeur des be leitenden Kriegsschiffes„Fox“ den Plaß auf, sich zu ergeben, — dieser beschossen würde. Der deutsche Gouverneur lehnte dieses ab, zog mit der Bahn Verstärkungen heran und befestigte den Platz. Es war schwierig, Truppen zu 1„ Dieses konnte erst am Abend ausgeführt werden. Ein⸗ seinhalbes Bataillon wurden, um Zeit zu sparen, bei Mondschein ausgeschifft, ohne angegriffen zu werden. Die Abteilung zog auf nga, von sie mit Gewehrfeuer empfangen wurde, dem sie standhielt, bis der bedeutend verstärkte Feind einen griff machte, vor dem die Briten weichen mußten.„Fox“ erb das Feuer auf den Feind, der eilig zurückging. In⸗ wischen wurden weitere Truppen gelandet. Die Streitmacht ver— 1 0 sich. Die gesamte Infanterie war am 4. Nov. um 9 Uhr an Land. Der allgemeine Vormarsch wurde unternommen; aber, obwohl die Stadt nur zwet Meilen entfernt war, kamen die Briten erst nach zweieinhalb Stunden unter Feuer. In⸗ folge dichter Pflanzungen war es unmöglich, weiter als hundert rds zu sehen. Da Geschütze nutzlos waren, so blieben sie an Bord des Trans portschifses im äußeren Hafen und feuerten nur auf Ziele, die sichtbar waren. Unsere Truppen kamen um 2.30 Uhr unter das Feuer der Gewehre und Maschinengewehre. Die 101. Grenadiere kamen in dem dichten Busch unter ein heftiges ö feuer, haupteten aber ihre Stellung. Das Royal North Lancshire-Regiment und die Kashmir-Rifles kamen langsam vor⸗ wärts und drangen in Tanga ein, dessen äußerste Häusergrenze 02* hielten. Trotz des heftigen Feuers aus den Häusern, die mit Schießscharten versehen, stark für die Verteidigung ein“ tet waren, war es unmöglich, angesichts des dichten Busches und infolge der Zerstreuung der Regimenter Verstärkung beran⸗ zubringen. Die britischen Truppen gingen daher bei Dunkelwerden unbelästigt in eine befestigte Stellung etwa eine Viertelmeile zurück, von wo es möglich war, die Küste gewinnen und sich wieder einzuschiffen. Die Deutschen hatten zwei bis dreitausend Mann europäischer Truppen, während die unsrigen vierzehn Tage auf See gewesen waren. Der Angriff fand in schwierigem Gelände statt. Jedes im Busch versteckt liegende Haus war auf die Ver- teidigung vorbereitet.
Ankauf deutscher Schiffe durch Amerita.
New Pork, 15. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Nach dem „Journal of commerce“ haben sich amerikanische Interessen⸗ ten das Vorkaufsrecht auf drei andere Dampfer der Hamburg⸗-Amerika-Linie gesichert, nämlich die„N asso⸗ via“ und„Georgia“, welche beide in New Orleans lie- 2 und die„Constantia“, welche in Cienfuegos liegt.
wird beabsichtigt, sie für den Baumwollhandel nach Bremen zu benutzen.
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: Vom französischen Parlament. Paris, 15. Jan. 3 Nichtamtlich.) Im Senat erklärte gestern Dubost, die Einigkeit und das gegen⸗ seitige Vertrauen der Senatoren sei notwendiger als je. 1915 werde ein entscheidendes Datum für Frank⸗ reich bi en. Deutschland berausche sich an dem drohendsten Kaisertraum, den die Welt jemals gekannt habe und schwelge jetzt in Brand und Blut im Gegen zu Frankrei Deutschland habe die Wissenschaft des Todes organisiert. Der augenblickliche Kampf sei der fürchterlichste in der Geschichte und müsse mit erbarmungsloser 1 jenes mittelalterlichen Despotismus enden, welcher in so un⸗ geheuerlicher Weise auferstanden sei. Dubost schloß mit der Aufforderung, Gambettas zu gedenken. Hierauf vertagte si der Senat auf Dienstag.(Auch die Kammer wurde n
Paris, 15. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Mi⸗ isterrat beschloß, dem Parlament eine Gesetzvorlage zu
Zuckermangel in Italien.
Basel, 14. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Den Baseler] den
Nachrichten zufolge steht in Italien ein Zuckeraus⸗ fuhrverbot wegen Zuckermangels bevor.
Teilweises Ausfuhrverbot für Käse in der Schweiz. Bern, 15. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Schwei⸗
durchschnittlichen Jahresexportes ausgeführt werden.
Möbelpolitur als Ersatz für Altoholgetränte.
Kopenhagen, 15. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach eine: babbamilächen Fälle öffentlicher Trunkenheit in den Straßen Peters⸗ burgs trotz des Branntweinverbots, verursacht durch das Trinken von Möbelpolitur, den Petersburger Stadttommandanten zu dem Vorschlage an den Medi⸗ zinalrat veranlaßt, daß Möbelpolitur nur verkauft wer⸗ den dürfe, wenn sie eine derartige Beimischung erhält, daß ihre Verwendung als Getränk ausgeschlossen ist. Der Medizinalrat hielt diese Frage für sehr wichtig, bedauerte aber, daß die gegenwärtige russische Gesetzgebung zur Durchführung dieses Vorschlages keine Handhabe biete. Die Angelegenheit soll an den Handelsminister zur wei⸗ teren Bearbeitung geleitet werden.
Der schwedische Reichstag.
Stockholm, 15. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Reichstag ist heute zu feiner ordentlichen Ses⸗ llon zusammengetreten. Der Präsident und die Vize⸗ präsidenten sind dieselben, wie 1914. Die feierliche Eröffnung findet morgen statt. —
Aus dem Reiche. Ein Erlaß des Kaisers.
Berlin, 15. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Der„Reichs⸗ anzeiger“ veröffentlicht nachstehenden Erlaß des Kaisers an den Reichskanzler: Im Hinblick auf den Ernst der Zeit ist auf meinen Wunsch bereits angeordnet, daß aus Anlaß meines bevorstehenden Geburtstages neben den kirchlichen und den Schulfeiern von den sonf üblichen fest⸗ lichen Veranstaltungen abgesehen wird. In den langen Jahren meiner Regierung bin ich daran gewöhnt, daß an diesem Tage meiner in Tausenden von Telegrammen, Schriftstücken von Behörden, Vereinen und einzelnen Pa- trioten freundlich gedacht wird. Eine ähnliche Fülle teil⸗ nahmsvoller Kundgebungen könnte aber diesmal bei mei⸗ nem Aufenthalt in Feindesland leicht zu Störungen des telegraphischen und postalischen Dienstverkehrs im Felde führen und die mir und dem Großen Hauptquartier ob- liegenden Arbeiten beeinträchtigen. Ich bin daher zu der Vitte gezwungen, in diesem Jahre von einem besonderen Ausdruck von Glück⸗ und Segenswünschen mir gegenüber al zusehen. Es bedarf auch eines solchen in der über unser Vaterland so unvermutet hereingebrochenen Zeit der Heim⸗ suchung nicht. Habe ich doch mit inniger Befriedigung viel⸗ fach erfahren, welches starke Band der Liebe und des Ver⸗ trauens mich und das deutsche Volk in kraftvöller Ein⸗ mütigkeit umschlingt. Ich danke im voraus jedem ein— Zzunen, der an meinem Geburtstage seine treue Fürbitte für mich vor den Thron des Höchsten bringt und meiner freundlich gedenkt. Ich weiß mich eins mit dem gesamten deutschen Volke und seinen Fürsten in dem unser aller Herzen bewegenden Gebetswunsche, dessen Erhörung Gott der Herr uns in Gnaden gewähren wolle: Weiterer Sieg über unsere Feinde und nach ehrenvollem Frieden eine glückliche Zukunft unseres teueren Vaterlandes. Ich ersuche Sie, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Großes Hauptquartier, 13. Januar 1915. Wilbelm J. R.
* Rücktritt des Staatssekretärs Kühn.
Berlin, 15. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Nordd. Allgemeine Zeitung“ von unterrichteter Seite erfährt, steht binnen kurzem eine Aenderung in der Besetzung des Reichsschatzamtes bevor. Der Staatssekretär Kühn leidet schon seit längerer Zeit an einer fortschreitenden gichtischen Erkrankung, die ihn mehr und mehr auch in der Ausübung seiner amtlichen Kütig⸗ keit hinderlich wird und den Gedanken an seinen Rücktritt nahe⸗ legt. Er hat wie selbstverständlich nach Ausbruch des Krieges alle persönlichen Rücksichten zurücktreten lassen und weiter im Amte verharrt. Im weiteren Verlaufe der Dinge hat er sich jedoch davon überzeugt, daß er, wenn er die demnächst notwendig werdende Neuordnung der Finanzen des Reiches nicht bloß vorbereiten, son⸗ dern auch abschließend durchführen wollte, noch eine Reihe von Jahren im Dienste verbleiben wollte, was sein Gesundheitszustand ausgeschlossen erscheinen läßt. Es müßte aber unter allen Um⸗ ständen vermieden werden, daß der Wechsel im Finanzressort im Laufe der zu erwartenden neuen Arbeit eintritt. Der Reichs⸗ schatzsekretär hat während der Anwesenheit des Reichskanzlers in Berlin im Dezember 1914 Gelegenheit genommen, diesem seine Er⸗ wägungen vorzutragen. Der Kanzler hat sich, so sehr er das Aus⸗ scheiden dieses ausgezeichneten und hochverdienten Mitarbeiters be⸗ dauert, dem Gewicht seiner Gründe nicht entziehen können und die Befürwortung des Abschiedsgesuches 22770 müssen. Als Nach⸗ folger ist der Direktor der Deutschen Bank, Wirkl. Legationsrat Prof. Dr. Helfferich, in Aussicht genommen. Wahrscheinlich wird seine Ernennung zum Staatssekretär so zeitig erfolgen, daß er bereits den Reichshaushaltsctat für 1915, der, wie bekannt, einen wesentlich formellen Charakter tragen wird, im Bundesrat und Reichstag einbringen kann.
Berlin, 15. Jan.(WB. r ralversammlung des Bundes der die Mitte Februar im Zirkus Busch stattfinden sollte, ist vom Oberkommando in den Marken verboten worden.
Das Erdbeben in Italien.
Rom, 15. Jan.(WTB. Ni ich) Die Blatter erör⸗ tern eingehend den Besuch des Papstes im Hospiz Santa Marta. Die„Tribuna“ sagt: Der Papst verließ den Vatikan,
sich über Gebckude, die sein Besitz sind, wieder in das Besistum des Heiligen Stuhles zu begeben.„Giornale d'Italia“„„das Ereignis entbehre nicht einer gewissen Be⸗ deutung. Blatt erinnert daran, daß Papst Pius X. anläß⸗ L, untergebrachten Verletzten nicht besuchte. Sie wurden vielmehr nur von dem Kardinal-Staatssekretär besucht. Das Blatt meint, es könne K oder ungewiß sein, ob der Papst den ee juristische iti ffassungen i a Rom, 15. Jan.(WTB. Der„Messaggero“ schreibt: Nach Berechnungen t man, daß elftausend Menschen in Avezzano 3 sind. In Cappadoc ia sind alle Häuser unbewohnbar, die Kirche ist eingestürzt, die Bevölkerung kampiert im Freien auf Schnee. In Castello Fiume sind fast alle Häuser ürzt: man hat bis jetzt zwanzig Tote her vorgezogen, befürchtet aber, weitere dreißig sich unter den befinden. Von Alba Fucense ist nichts übrig geblieben: es scheint daß niemand gerettet wurde. Die Hälfte von Scursola Maricana ist eingestürzt, die Ka⸗ pelle ist nur noch eine Ruine. von Toten liegen unter Trümmern. Von mehr als neunhundert Einwohnern sind dreißig dem Tode entgangen. Magliano de
Die Gene⸗ andwirte,
Marse A derstört Die Zahl der Toten dürfte dort dreizehn⸗
hundert betragen. Cese ist vollständig zerstört. Von mehr als fünfhundert Einwohnern blieben nur dreißig unverletzt. Cap⸗ pelle del Marsi ist vollständig eingestürzt, dretzehnhundert Opfer liegen unter seinen Trümmern. San Benedetto ist eben⸗
* Volkswirtschaftsdepartement erläßt eine Reihe von Bestimmungen über Ausfuhrbewilligungen für
russischen Meldung haben zahlreiche N
2— il Berlin, 15. Jan. Priv. anzeiger“ meldet aus Rom:
— ist der unter irdische Kanal.
— 2* 3⁰ A du 3 L115 tet 5 em Elend Erdbeben eine furchtbare deter
Italien lehnt die Hilse des Auslandes ab.
Rom, 15. Jan.(s. Nichtamtlich)„Giornale ia“ meldet. Eine fremdländische Botschast äußerte in dos⸗ licher Weise den Wunsch. eine Aftion des Auskandes x- gunsten der vom Erdbeben Betroffenen einleiten zu ebenso wie damals bei dem Erdbeben von Messina.„Giornale d Italia“ fügt binzu, daß, offiziös befragt, die italieni Regierung kurz beraus erklärte, daß in dem gegenwärtigen Augenblick keine aus⸗ wärtige Unterstützung angenommen werden könnte. Diese Antwort beruht auf der an die neutralen wie an die kri d. Italia“ billigt die Entscheidung der Regierung, welche den allgemeinen Entpfinden und der öffentlichen Meinung entipreche. „Rom, 15. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Durch einen könig lichen Erlaß ist der Generalinspektor im Ministerium des Innerr Deda zum königlichen Kommissar ernannt und be⸗ vollmächtigt worden, um unter dem direkten Befehl des Mini⸗
— sseriums des Innern für alle aus dem Erdbeben vom 13. 9
nuar sich ergebenden Notwendigkeiten gibt außerordentliche Verfügungen, beben von Messina: über Zuerkennun über Feststellungen von Todesfällen, N der sowie Ausführung von Arbeiten.
Aus Stadt und Cand. Oieben, 16. Januar 1915. Die Gärten verpachtung durch die Stadt.
Eine der nachdrücklichsten Forderungen, die unter dem Einflusse des Krieges unsere Velfswirigchaft erhebt, ist die der rationellen Ausnützung des anbaufähfgen Bodens für die Zwecke der Volksernährung. Man hat dieser rde rung an vielen Stellen und in der verschiedensten Art ereits Rechnung zu tragen gesucht und ist stellenweise so weit ge⸗ gangen, mitten im Weichbilde der Städte liegendes Gelände für den Anbau beispielsweise von Kartoffeln zu bestimmen“ Anderwärts ist von seiten der Behörden die Bestellung brach⸗ liegender Gemeindegrundstücke mit Nutzpflanzen und Ge⸗ müse angeordnet worden. Nicht allein im Interesse der Volks⸗ ernährung ist es wichtig, diese Kriegsforderung mit aller Sorgfalt zu behandeln, sondern es ist fernerhin auch von großer Bedeutung, eine Menge von ungenutzt bleibender Ar⸗ beitskraft in soziale Werte umzuseten. Jede Arbeit schafft Werte, seien sie nun praltischer oder ideeller Natur, und jeder wird es begreifen, wenn in möglichst aus⸗ gedehntem Maße der Wille zur Arbeit vaterländischen Zwecken dienstbar gemacht wird. Beides, Hebung und Stär⸗ kung unserer wirtschaftlichen Vorräte und weitere Aus⸗ nutzung unserer Volkskraft, wird erreicht durch die umfang, reiche Betätigung weitester Kreise in einer Aufgabe, die einem jeden„liegt“, wie man zu sagen pflegt, durch die Beschaf, tigungim Gartenbau.. Es ist deshalb warm zu begrüßen, daß unsere städti'⸗ sche Verwaltung unter Berücksichtigung dieser Erwä⸗ gungen die Aufteillung ihrer Grundstücke am Wißmarerweg und an der Licher Straße in umfriedigte Gartenparzellen mit Wasserzuleitung und Gerätehäuschen und die Verpach⸗ tung dieser Parzellen ins Auge Wie hat. Eine Aufforde“ rung an die Interessentenkreise, Wünsche für solche Parzellen auf dem Rathause anzumelden, hat nach anfänglichem Zögern eine stattliche Zahl von Reflektanten erhoben. Die Angelegen⸗ heit konnte also zur näheren Beratung der land⸗ und forst⸗ wirtschaftlichen Deputation überwiesen werden. Man ist da⸗ selbst leider noch zu keinem endgültigen Beschlusse gelangt, unterbreitete vielmehr, wie wir gestern im Berichte über die Stadtverordnetenversammlung mitteilten, derselben einen einstweiligen Antrag, der jedoch nicht n weil die Sache an die Kommission zurückverwiesen wurde. Das städti⸗ sche Tiefbauamt hatte auf Veranlassung der Deputation für das in Betracht kommende Gelände einen Plan ausgear⸗ beitet, der einen Kostenaufwand von 33 000 Mk. bedingte, eine Ausgabe, die den Kommissionsmitgliedern mit Recht als zu groß erschien. In diesem Plane sind für die einzelnen Par⸗ zellen Eisengitter als Umfriedigung und ziemlich anspruchs⸗ volle Gartenhäuschen vorgesehen. Der Deputation lag, wie wir hören, außerdem ein Voranschlag des Stadtv. Simon vor, der die Auslagen auf 6000 Mark bezifferte und die notwendigen Spaliere aus Holz aus den städtischen Forsten und die Gartenhäuschen mit größerer Einfachheit herstellen wollte. Die Deputation konnte 15 zur Annahme dieses letzteren Planes nicht entschließen, da die Ansicht ge⸗ äußert wurde, die Stadt müsse, wenn sie einmal die Sache in die Hand nehme, auch etwas Ganzes leisten und vor allem auch in Anbetracht der Lage des betreffenden Gelän⸗ des auf ästbetische Momente Rücksicht nehmen. Man kam des⸗ halb auf den Ausweg, den Stadtverordneten die Parzellie⸗ rung des Grundstücks am Wißmarer Weg und seine Verpach⸗ tung ohne Zaun und Gartenhäuschen sowie die.— machung des anderen Geländes für Kartoffelzucht vorzuschla⸗ gen. Wie erwähnt, wird die Deputation die Angelegenheit nochmals zu beraten haben, da sich die Stadtväter mit dem Ausweg nicht befreunden konnten. 5 Berücksichtigt man das eingangs Ausgeführte, so wird man sich sagen müssen, daß es im Interesse der guten Sache ehr zu bedauern würe, wenn das nützliche Projekt an der cksichtnahme auf ein mehr oder minder nes Land⸗ schaftsbild scheitern würde. Nach dem erwähnten Voranschlag des Stadtv. Simon würden sich die Kosten fär einen Garten bei dem 20 000 Quadratmeter großen Gelände an der Licher Straße(nach Abzug eines Teiles für einen Kinderspielplatz im Waldschatten! mit Einschluß der Wasserleitung auf etwa 100 Mark belaufen. Daß die dem Plane. liegende Berechnung Hand und Fuß hat, beweist die Tatsache, daß
Sorg tragen. Der Exlaß 4 don esitz
ündelschutz verlassener 2
man in Frankfurt z. B. mit 18000 Mark 170 Gärten von glei Größe(300 Quadratmeter) angelegt hat, wobei dort aber nur auf je 100 Ar ein Brunnen kommt. Zu beachten ist weiter, daß diefer Plan das Holz der städtischen Waldun⸗ gen verwenden will, das sicherlich nicht im 2 steigen wird, wenn man behauptet, daß es zur N ing von Grundstücken nichts tauge. Der springend Punkt bei der
anzen Frage ist auf alle Fälle die 1 Möglich⸗ keit das nun einmal zur Verfügung stehende Land so zu ver⸗ werten, wie es der gegenwärtigen Zeitlage am besten entspricht, ob dabei nun ästheti forderungen in vollem Maße erfüllt werden oder nicht. Wobei nicht einmal erörtert werden soll, ob man solche nicht auch mit den einfachen Mit⸗ teln des billigeren Planes befriedigen kann.
Was die Bepflanzung des Geländes mit Karto anlangt, so ist dazu unter E 2 ag
alls t. 3000 Menschen, fast die Bevölkerung des e 3 Ortucchio und 0 del
udes zu bemerken: Für die in B er kommt günstigstenfalles
heiklen internationalen nd richtet sich ebenso en internationalen Lage und ri.
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