——.. N* g Angelegenh⸗it zut igen f ien zurüdzuverweisen. Nach weiterer De⸗ batte, an der sich noch die Stadtverordneten Helfrich, Schaff⸗ staedt, Wimmenauer und Petri beteiligten, gab die Ver⸗ sammlung diesem Antrage statt. Der Antrag der landwirtschaft⸗ lichen Deputation ist damit abgelehnt, und es ist anzunehmen, daß die Angelegenheit demnächst die Regelung erfährt, die weite Kreise 1 Wir werden auf den Gegenstand noch zurückkommen Red.) 5 Zum Schluß der öffentlichen Sitzung wurden folgende Ge⸗ suche genehmigt: Gesfuch des Josef Schweinsberg um Exr⸗ laubnis zum Schanlwirtschaftsbetrieb im Haus Brandgasse 3 und Gesuch des Emil Hor st um Erlaubnis zum Ausschank von Kaffee f— alkoholfreien Getränken im Haus Burggraben 9 Soldaten heim Vor Beginn der Sitzung waren Schuldverschreibun⸗ gen ausgelost worden.
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3 Aus Stadt und Cand.
f OGiehen, 15. Januar 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Reservist Friedrich Seipel aus Worms.— Landwehrmann Gg. Kehl, Res.-Inl.-Rgt. 116, aus Bechtheim. Ger. Otio Klaus, Jägerbat. 11, aus Unterschmitten. Res. Otto Dickert, Jns.-Ngt. 116, aus Unterschmitten.— Musk. Zerd Michel, Ins.-Rgt. 16, aus Mittel-Seemen.— Res. Ernst Reinhard, ResIns.-Agt. 116, aus Darmstadt.— Res. Jakob Lutz, Ins.-Agt. 115, aus Darmstadt.— Landwehrmann Wilh. Hildebrandt, Res.-Ins.-Agt. 116, aus Wöliersbheim.— Unteroff Lehrer Karl Laupus, Nes.⸗Juß- Art. Ngt. 3, aus Gronau bei Vilbel.— Unteroff. d. Landwehr Jean Hagenauer, Ind-Rat 143, aus Worms.— Et. d. Res. Dr. Franz Boerckel, Drag.“ Rgt. 6, aus Mainz.— Gesr. d. Res. Heinz Bestgen, Jus⸗Rat. 68, aus Battenfeld(Sieg).— Einj.-Ariegsfreiw. Georg Wolf, Res.⸗Rgt. 222, aus Stadecken.— Unteroff. Wilh. Rech, Res. Iunf.-Mat. 133, aus Oppenheim.— Landwehrm Willi Herz, Mes. Int-Agt. 118, aus Mainz.— Unteroff. delur Hormel, Inf.-Ngt. 85 aus Roth bei Marburg.— Einj.⸗Gefr. Bernhard Kr 2 t. 113, aus Weilburg.— Res. Heinr. Röder, Juf.-Agt. ST, aus Büdingen.
.* Ritter des Eisernen Kreuzes: Obergefr. im Jußart. Regt. 3 Steinebach aus Marburg. Gefr.
1 aus Düdelsheim, Inf.-Regt. 116. Oberförster Kurt Haeberle aus Friedberg, Hauptmann d. R. im Mecklenb. Jäger⸗Bat. 14. Leutn. und Adj. im Pion.-Regt. 20 Paul Hensel aus Darmstadt.
* Landes⸗Universität. Nach den Verhandlun— gen des Rektors mit dem internationalen Komitee vom 4 deten Kreuz in Genf werden die Angehörigen und Bekann— ten der während des Krieges vermißten Studierenden unserer Universität gebeten, im Sekretariat Bismarckstr. 22 eine Frage ar te mit genauen Angaben auszufüllen.
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teilnahme der gesamten deutschen Lehrerschaft am großen Kriege liegen jetzt genauere Ziffern vor. Von den etwa 100 Lehrern stehen nahezu 40090 im Dienste des Vaterlandes. . starben bereits den Heldentod, die gleiche Zahl kann als ver⸗ wundet angenommen werden. Und nahezu 5000 Lehrer erwarben sich vor dem Feinde schon das Eiserne Kreuz, einige das . Kreuz erster Klasse. * Kriegsauskunftsstelle a und nent bei der Lan⸗ desversicherungsanstalt in armstadt. Wie schon vor einiger Zeit bekanntgegeben wurde, hat der Vor- stand der Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen in seinem Verwaltungsgebäude in Darmstadt, Wihel minen. straße 34, eine Kriegsaustunftsstelle für Arbeiter- und Angestelltenversicherung eingerichtet. Der Vorstand ist bereit, allen im Großherzogtum Hessen wohnenden Kriegs teilnehmern sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen kostenlos mündlich und schriftlich Auskunft in allen Angelegenheiten der Arbeiter-(Kranken-, Unfall-, Inva⸗ liden- und Hinterbliebenenversicherung) und Angestellten— versicherung zu erteilen. Schriftliche Anfragen wolle man an den Vorkland der Landesversicherungsanstalt Großh. ssen in Darmstadt, Wilhelminenstraße 34, richten.— 1 7 machen auf diese Einrichtung, von der bereits sehr Gebrauch gemacht wird, wiederholt aufmerksam und emp— fehlen deren Benutzung. Gewerbetreibende und Betriebsunterneh⸗ mer, die einer Berufsgenossenschaft angehören, sind gesetzlich veryflichtet, bis pätestens 11. Februar Lohnnachweis über 12 im Jahre 1914 ausgezahlten Löhne usw. einzureichen. Die Aufstellung der Lohnnachweise wird in diesem Jahre teilweise deshalb auf besondere Schwierigkeiten stoßen, weil sehr viele Ge werbetreibende draußen im Felde stehen, die Angehörigen der ben aber über derarti wissen. Da der 0 0 0 Termin unter allen Umständen eingereicht wer⸗ den muß, sei darauf hingewiesen, daß die Gemeinnützige Rechts beratungsstelle des Evang. Arbeitervereins G. in den Sonntags vormittags 11—12 Uhr Hinter der West⸗ Anlage 11 part. stattfindenden Sprechstunden gerne bereit ist, 5 An ehörigen von Kriegsteilnehmer usw. über die Aufstellung des Lohnnachweises unentgeltlich zu beraten und eventuell bei der Aufstellung behilflich zu sein. Auch die einzelnen Orts- gewerbevereine stellen sich in derartigen Angelegenheiten sicher gerne zur Verfügung. g e WDie Mechanisch⸗Technische Materialprü⸗ fungsanstalt an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, welche sich mit der Prüfung von Metallen, Hölzern, Seilen, Ketten, Riemen, Zement, Beton, natürlichen und künstlichen Steinen, Oel und ähnlichen Materialien befaßt, bat ihren 7. Jahresbericht her⸗ a 13 Wie aus 4 ersichtlich, haben sich die erledigten Anträge, wie auch in den Vorjahren, wiederum erhöht. Die Tätig ⸗ keit der Anstalt erstreckte sich in dem Berichtsjahre auf die Prüfung der mannigfachsten Materialien in verschiedenster Art. Die an⸗ ührten Beispiele zeigen, wie wertvoll die Materialprüfung für udel und Gewerbe, für Lieferanten und Abnehmer ist, da auf Grund einer zweckmäßigen Prufung das Material einerseits sach⸗ 5 dle ortet werden kann und so den Betreffenden wirt⸗ chat Vorteile
für Arbeiter⸗
11 Angelegenheiten meist sehr wenig Be⸗ Lvohnnachweis bis zu dem vorgenannten
N entstehen, während andererseits aufgeklärt wird, daß die Ursachen von oft nicht, wie vermutet, dem vexwen⸗ deten Material 3 sondern auf besondere Verhältnisse zu⸗ rückzuführen ist. Die Anstalt wurde im Laufe des Jahres auch um die Einrichtung zur Prüfung von Steinen auf Stoßfestigkeit be⸗ reichert, um die Feststellung der Zähigkeit der Steine ermitteln können. Am Schlusse ihres Berichtes gedenkt die Anstalt des bei onuzon am 28. August 1914 fürs Vaterland gefallenen Herrn Ing. Preuß, Vertreters des Vorstandes. Zufolge letztwil⸗ r Veriugung hat der Dahingegangene das——— seiner varnisse zur Unterstützung von wissenschaftlichen Untersuchungen in der Anstalt beschäftigten Assistenten gestiftet. Stadttheater. Nochmals sei auf den beutigen„Vater- ufd ischen Abend in Ernst und Scherz' von Prosessot ell Salzer bingewiesen, der nach den auswärtigen Berichten nz besonderen Genuß verspricht. Die Beförderung der Feldpost in Russisch⸗ olen sst in den rückliegenden Wochen teilweise mit Verzöge⸗ igen verknüpft gewesen Die Ursache dieser beklagenswerten ckungen, die besonders die in der vordersten Linie befindlichen Truppen betroffen haben, liegt vornehmlich in der geradezu un⸗ 13 schlechten Beschaffenheit der Straßen und ege. Durch die vielen Regenfälle in der letzten Zeit ist ein Teil
Beratung an bie
Die Lehrerschaft und der Krieg. Ueber die An⸗i
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tiefe Quergräben für cinen VBextepr unbrauchbar wamacht.
tiefungen und Löcher auf den Straßen u bis en m
gefüllt. Kraftwagen können daher vielsach überhaupt nicht und be⸗ ladene Postwagen nur mit geringer Belastung bei starker— nung und nut unter ständiger Gefahr, umz n oder zu menzubrechen, verkehren. Oesters haben Postfahrzeuge nur durch Unterlegen von Holzdielen und mittelst Winde wieder flott gemacht werden lönnen raten und darin, trot der größten Anstrengungen, sie wieder heraus zubringen, stecken geblieben. Die Beschaffung des unter solchen ständen unverhaltnismäßig oft eintretenden Pferde- und Wagen⸗ ersatzes ist außerordentlich schwierig. Auf den Eisenbahnen muß. wie es nicht zu vermeiden ist, die Beförderung der Feldpost vor wichtigen milutärischen Versanden Truppen, Munition, le- gung usw. zurückstehen. Post⸗Eisenbahnwagen mit Feld post deshalb auf einzelnen Bahnhöfen in Polen manchmal Tage hindurch liegen bleiben müssen, bis sie die Eisenbahn weiterleiten konnte. Aber auch sonst war die Beförderung, infolge der starlen Belastung der Eisenbahnlinien, nur sehr langsam Man wird sich erinnern, daß ahnliche schwierige Beförderungsverhältnisse im August und Sep⸗ tember in Belgien bestanden, und daß dort damals zeitweilig auf der nur 40 Kim. langen Eisenbahnstrecke Herbesthal— Lüttich bis zu 127 Züge gleichzeitig gelegen haben. Diese Tatsachen darf das Publikum nicht außer acht lassen, wenn neuerdings über die Be⸗ jorderung der Feldpost in Russisch⸗Polen Klagen laut werden Na⸗ türlich liegt die Schwierigleit der Feldpostbeförderung nicht zu⸗ letzt auch in demriesigen Umfangeder Post selbst. Werden doch nicht weniger als 78000 große schwere Feldpostsacke mit Briefen, Posttarten und Päckchen täglich aus der Heimat allein an unsere Truppen in Russisch⸗Volen abbefördert. An der Ber⸗ besserung der Beförderungsverhältnisse wird von den Feld⸗ vostdienststellen unter Leitung eines besonderen Kommissars des Reichs⸗Postamts fortgeseßt gearbeitet.
Kreis Lauterbach.
Schlitz, 14. Jan. Landwirt Johannes Röhm aus dem benachbarten Hutzdorf geriet gestern im Walbdistrikt „Eisenberg“ unter sein schwerbeladenes Fuhrwerk und wurde auf der Stelle getötet. Der Verunglückte war erst 33 Jahre alt und hinterläßt eine Witwe mit zwei kleinen Kindern.
Kreis Wetzlar.
. Wenlar, 14. Jau. Jetzt sind die ersten Arbeiten für die genebmiate Ulm ba ch talbahn(Beilstein—Stockhausen) aus- geschrieben, es gilt in der Gemeinde Allendorf einen Weg zu ver ⸗ legen. Bei der Frage der Erbauung dieser Verbindungsstrecke zwischen Lahnbahn(Gießen—Koblen;; und Westerwaldbahn(Ler- born— Westerburg) mußte naturgemäß trotz des zu erwartenden großen Personenverkehrs das Hauptgewicht auf die Güterbeförde⸗ rung gelegt werden. Bekanntlich birgt das Ulmbachtal bedeutende Eisenstein-Tongruben und Basaltlager.
5 vermischtes.
„Eine berechtigte Forderung. Eine große Anzahl Ar von als„vermißt“ gemeldeten Soldaten hatte sich in Braunschweig zu einer Besprechung zusammengefunden und faßte den Entschluß, an das deutsche Auswärtige Amt sowie an die Internationale Kommission für Behandlung von gefangenen 9 der kriegführenden Mächte nachstehende Eingabe zu richten:
„„Ew, Exzellenz gestatte ich mir, im Namen zahlloser braun⸗ schweigischer und hannoverscher Landsleute folgendes zu unter⸗ breiten: Seit Monaten sind unsere Teuren, die im Kampfe für das geliebte Vaterland in treuer Wacht gestanden haben, vermißt. Alle Bemühungen, über ihr Schicksal irgend etwas zu erfahren, sind bis jetzt vergeblich gewesen. Die quälende Ungewißheit nagt an unserm Lebensmark— sicherlich mehr, als die Trauerbotschaft, daß sie im Heldenkampfe einen rühmlichen Tod gefunden haben. In Anbetracht der einzelnen Fälle kann es jedoch keinem Zweifel unterliegen, daß die meisten der von uns Vermißten verwundet oder un verwundet in Kriegsgefan⸗ genschaft geraten und keine Erlaubnis erhalten, ihren Angehörigen, die um sie sorgen und bangen, zu schreiben. Wir bitten deshalb Ew. Exzellenz ganz ergebenst, durch eine neutrale Macht nachdrücklichst dahin wirken zu wollen, daß der alles Menschenrecht hohnende Mißstand aufhört. Solften die gegnerischen Mächte dem Wunsche, den Kriegsgefangenen den Schriftwechsel mit ihren Angehörigen zu gestatten, nicht schnell und unbedingt zu entsprechen gewillt sein, so bitte ich im Namen zahl⸗ loser Landsleute, den in deutscher Kriegsgefangenschaft befind⸗ lichen feindlichen Soldaten untersagen zu wollen, daß sie den Ihrigen direkt oder indirekt Mitteilungen über ihren Verbleib und ihr Schicksal machen.“
Fer Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Bäckereien.
Bei der heutigen schweren Zeit ist es Pflicht eines jeden Bürgers, seinemseitherigen Bäcker treu zu bleiben, er soll also auch das Brot von dem Bäcker nehmen, der ihm seither die Brötchen lieferte. Wenn es anders geschieht, dann hilst er mit, manchen kleinen Geschäftsmann schwer zu schädigen, wenn nicht gar 1 Grunde zu richten. Und das liegt doch wahrlich nicht in der Absicht der Einwohner!
Darum bleibe ein jeder seinem Bäcker treu. Ein Bürger.
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Märkte.
4. Fraukfurt a. M., II. Jan. Heu- und Strohmarkt. Man notierte Heu 4,0— 4,30 Mt. Stroh(Kornlangstroh) 0.00 „00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mark. Alles schäft rege. Die Zusuhren waren aus Obergessen und den Kreisen Hanau und Dieburg.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 16. Jan. 1915: Bedeckt, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Die Kämpfe in Nordfrankreich. Kopenhagen, 15. Jan. Aus Paris wird gemel⸗ det: Nördlich von Soissons findet seit Anfang Ja⸗ nuar ein heftiger Kampf um den 132-Meterhügel statt, der sich aus dem Josienne-Tal erhebt. Anfänglich war es den Franzosen gelungen, die Deutschen von dem Hügel zu verdrängen. Gestern unternahmen die Deutschen einen Ge⸗
en gafif vertrieben die Franzosen und setzten sich in
Besitz des strategisch wichtigen Hügels. Die Deutschen sind somit Herren über das Josienne-Tal mit seinen großen wichtigen Eisenbahnlinien und den beiden wichtigen Chaus⸗ seen zwischen Chauny und Laon. In der Champagne wur⸗ den gleichfalls eine Reihe erbitterter Kämpfe ausgefochten. In der Richtung auf Perthes und Beauséjour unternahmen die Deu mit Aussicht auf guten Erfolg ununterbrochen Vorstöße. Bei Beauséjour wurden die Franzosen unter gro⸗ ßen Verlusten Schritt für Schritt zum Rückzuge gezwungen.
Ein franzosisches Dementi. Rotterdam, 15. Jan. Die französische Regierung wider⸗
die Russen einzelne Straßen streckenweise durch
von ihnen grundlos geworden, andere wiederum sind ganz zerfah⸗ ren. Auch batten
spricht durch eine offizisse Havasmeldung der Behauptung, daß
K. NN mit Schlamm
Einzelne sind in der Dunkelheit in Moräste ge-“
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von ö Schifj, das von
Basel, 15. Jan. In der belgischen Armee,, meldet die„Independance Belge“, wurden alle Dwis ion: rale abgesetzt, so auch die verdienstvollen Genere 1 etrand und de Wit, weil sich die Notwendigkeit der 2“ i rufung jüngerer und weniger ermüdender Führer n⸗ 8 wendig gemacht habe. Ferner wurden die bisherigen 2 mischten Brigaden aufgehoben. Das belgische Heer, wieder aufeine Stärke von 100 000 Wann g⸗ bracht werden soll, soll in sechs Divisionen ein werden. Da die Kavallerie teine Rolle mehr spielt, wurm die Kavallerieoffiziere aufgefordert, freiwillig zur Infa⸗ terie überzutreten. 1
Ein englischer Bericht über den Zusammenbruch fran zo sischen Ohfeasta
Haag, 15. Jan. Der Korrespondent des„Daily nicle“ in Frankreich hat folgenden Bericht uber den ständigen Zusammenbruch der französischen Ofsensive die Hoffnungslosigkeit auf ein Vorwärtskommen des zösischen Heeres nach London gesandt: Es hat keinen Zweck, die Tatsachen zu ve⸗ schletern und zu beschönigen, 4— aus 2 kanntmachungen des französischen General e nd. Es ist Tatsache, daf die von Joffre angekündigte we m vermuteten Schwierigkeiten begegnet ist und daß im all 8 nen als Antwort darauf deutsche 1— eingesetzt 5 die erfolgreich waren. Es hat sich gezeigt, der langsame Stellungskrieg keineswegs die Kräfte der Deutssen am meisten vermindert, oder man muß, annehmen, daß 1 deutschen Heere auf der ganzen Front erhebliche Verstärkungen r⸗ halten haben. Jedenfalls steht fest, daß die Deutschen in dn Argonnen, wo gerade am erbittersten und hartnäcigsten e⸗ kämpft und jeder sußbreit n verzweifelt verteidigt— täglich Gelände—ͤ¶[·D zwar nicht viel, aber N hinreiched genug, um ihre Front von Ende Dezember um 8 bis 11 Kile⸗ meter vorzuschieben, was gerade hiet von besonderer Bedeutun
ist, weil dadurch die Lage Verduns gefährdeter 3 und eine lang sa me Aeffang 558 kommt. 475 5 8* leichen l-
der
bei Pont ⸗à Mousson sind größere und keineswegs Anstrengungen des Feindes festzustellen, des 0. sons, wo zwischen Croun und Cuffies mit Deutschen soeben ner zusammengezogenen Streitkräften ein bestiger Kampf tobt. Den Nuf nach englischen Verstärkungen wird bei unserer Verbündeten immer lauter, und es ist lange mehr auf sich warten lassen.
Der Pariser„Eclair“ gegen Lord Kitchener. 133
Basel, 15. Jan. Der Pariser„Eclair“, das frühere Organ der Englandfeinde, bemerkt in einem Leitartikel zu dem letztes Bericht Lord Kitcheners: Loro Kitchener liebt die Schwa⸗ zer nicht, aber noch weniger liebt er cs, selbst Reden zu halten. Die Rede, die er am 6. Januar nicht hielt, sondern verlas,— Rede frappiert mehr durch das, was sie nicht sagt, als 5 das, was in ihr gesagt wird. Ist der Lord zufrieden der Retrutierung?— er sagt es nicht. Ist er mit ihr unzufrieden? — er sagt es auch nicht. Glaubt er, daß diese freiwilligen Mel⸗ dungen die Armee ausreichen werden?— er sagt N darüber. Das eine bemerkt man am Schluß der Rede, daß der edle Lord keine der ihm gestellten Fragen beantwortet hat. 1
Der Bestand des euglischen Expeditionsheeres. 18
i. Köln, 15. Jan. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der hol⸗ F. ländischen Grenze: Es ist nicht bekannt, so schreibt der„Nienwe Rotterdamsche Courant“, wie stark das britische Landungs⸗ heer in Nordfrankreich ist. Man kann jedoch mit Sicherheit be⸗ haupten, daß seine Stärke noch nicht den zehnten Teil der im Felde stehenden französischen Truppen ausmacht. Die Verluste der Engländer sind sehr schwer, wenn es ihnen auch gelungen ist, durch andauernde Auffüllungen den ursprüng⸗ lichen Bestand einzuhalten, vielleicht sogar zu erhöhen. Nach 1 den vom 1. bis 13. Januar einschließlich veröffentlichten Verlust. listen verloren die Engländer in Frankreich und Flandern 190 f Offiziere und 6192 Mann an Toten, 51 und Ver- mißten. Die Verluste betragen durchschnittlich Mann täglich, so daß den Engländern das von Joffre empfohlene„Abfnab⸗ bern“ der deutschen Front sehr teuer zu stehen kommt.
Die neuen englischen Werbungen.
Amsterdam, 15. Jan. Wie aus London gemeldet wird,
haben die englischen Werbungen bisher das Ergebnis gehabt,
an 100000 Rann Ende dieser Woche selddienst⸗ fähig ausgebildet sein werden. Die englische
rung beabsichtigt, diese Truppen in zwei Abteilungen nach dem Kontinent zu entsenden. Die vollständige militörische Ausbildung der Truppen macht große Schwierigkeiten. bis zuletzt sah man viele der im Dienst tätigen Soldaten in Jivilkleidern herum⸗ laufen. Es sind Leute im Alter von 17 bis zu 60 Jahren, Hunt durcheinandergewürfelt. Besonders fühlbar macht sich der Mangel an Offizieren. Aus diesem Grunde wurden des öfteren einfache Soldaten nach kurzer Zeit zu Offizieren befördert, ohne daß sie besondere Fähigkeiten gezeigt hätten. Während der militärischen Ausbildung lam es haufig zu Desertionen, namentlich von alteren Leuten, die Weib und Kind verlassen hatten, stahlen sich heim⸗ lich aus dem Lager. Jede Nacht hörte man Schüsse, die den Deserteuren galten. t
„Amerika und England.
Rotterdam, 15. Jan. Wie die Londoner„Dailn News“ aus Washington meldet, lehute die nordamerikani⸗ sche Regierung den Vorschlag eines internationalen Schieds⸗ gerichts für Kontrebande ab und verlangte mit Ent⸗ schiedenheit die Erfüllung ihrer Forde⸗ rungen durch England. 54
Wilsons Vermittlerrolle.
i. Köln, 15. Jan. Die„Köln. Zig.“ meldet von der hollän⸗ dischen Grenze: Nach einer Meldung der„Morning Po st“ s Washington vom 13. ar wird in maßg amtl. g Kreisen bestimmtbesrirten, daß Wilson einen neuen 5
für die Friedensbewegung gegeben habe. Wilson sei von
der Hoffnungslosigtcit eines derartigen Versuches voll⸗ a kommen überzeugt und beabsichtige nicht, seine guten Dienste an⸗ zubicten, bis et die Ueberzeugung gewonnen„daß sein An⸗ erbieten allen ͥ Kriegführenden willkommen sein werde.
Ausweisung der Muhammedaner aus Batum.
i. Köln, 15. Jan. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Wien: Loch eine Meldung der„Politischen Korrespondenz“ aus Kon⸗ stantinopel hat die russische Regierung alle a auch diejenigen rxussischer Nationalität, aus 5 m ausgewiesen. a 1. 2 — UV. b'.——— s— 1
aner 2 3 ver* f Asthma- Ge, e D. R. G. I. No. 26 122 und 7 N Aerztlich empfohlen.— Deutsch„ Erhältlich in den Apotheken.. in.
zu hoffen, daß sie nicht
Apotheker Neumeier, Frankfurt am


