Ausgabe 
(12.1.1915) 9. Erstes Blatt
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gehalten, wie sich französische Truppen im eigenes sie dort aus einem Restaurant heraustruten, erkannt und

Lande benommen haben. Sie sind es, die geplündert und aubt haben, nicht aber die Deutschen, denen von der französischen . grundlos dieser Vorwurf gemacht wird. Ihre eigenen Landsleute haben glaubhaft bekundet, daß französische Soldaten und Ziwilisten im eigenen Lande schonungslos Schlösser und Häuser in Fontaines bei Belfort, Rambervillers, igny, Villers de vant Merrières, Vicaisse bei Crsvy, Thugny und ausgeplün⸗ dert haben. Nur diese, also nicht aber die Deutschen, trifft der Vorwurf für solche Verbrechen. Im Gegenteil haben in zahlreichen allen eimvandfreie fran zösische Zeugen das Wohlverhalten, die Sittsamkeit und die strenge Mannes zucht der Deutschen gerühmt. Auch der den Deutschen grundlos entgegengeschleuderte Vor⸗ wurf des Mordes fällt auf den Verleumder mit erdrückendem Gewicht zurück. An dieser Stelle sei nur erwähnt, daß die Fran zosen auf allen Schlachtfeldern deutsche Verwundete in überaus zahlreichen Fällen bestialischverstümmelt und hingeschlach⸗ tet haben. Vielfach ist nachgewiesen worden, daß Fülle vorgekom⸗ men find, in welchem die französischen Soldaten hilflose deutsche te durch massenhafte Bajonettstiche in Leib, Kopf und Augen, durch Kolbenschläge, Durchschneiden der Gurgel und an⸗ dere Schandtaten grausam ums Leben gebracht haben. Einsperren von Verwundeten, Anbinden an Bäume und Pfähle, Erschießen Kampfunfähiger aus nächster Nähe, Ermordung hilfsreicher Sani⸗ tätsmagnschaften aus dem Hinterhalt, Abschneiden der Geschlechts⸗ teile, Aufschlitzen des Bauches, Ausstechen von Augen, Abschneiden der Ohren. Festspießen Verwundeter auf dem Erbboden, zahlreiche aubungen von Verwundeten und Toten, allediese Schand⸗ taten sind nachgewiesen worden, wo französische Truppen gekämpft haben, und bilden ein beredtes Zeug⸗ nis dafür, auf welcher Seite die Schänder der Kultur und Sitte zu suchen sind. Die sämtlichen vorstehend erwähnten schmachvollen Handlungen der französischen Truppen sind durch eidliche Zeugnisse Anwandfreier Persönlichleiten bestätigt und werden seinerzeit der Oeffentlichkeit zur Kritik überantwortet werden.

Aber auch außerhalb des Schlachtengetümmels haben fran⸗ zösische Organe der Regierung in den verschwiegenen Ge⸗ fängnis räumen sich des Meuchelmordes schuldig ge⸗ macht. Im Gefängnis von Montbéliard wurden im August 1914 deutsche 2 von französischen Gendarmen grausam verstümmelt und dann grundlos totgeschlagen, In einem anderen Jalle überfielen räuberische Horden französischer Soldatescag die in Nieder-Sulzbach, nahmen die Mitglieder der Post⸗

amilie gefangen, schleppten sie fort, behandelten sie 2 sam und unwürdig und warfen den gebrechlichen 68jährigen Post⸗ halter die Treppe hinunter auf die Straße. Auch er wurde im Gefängnis zu Belfort von seinem Wächter roh mißhandelt, mit

getreten und derart geschwächt und geprügelt, daß er in der zum 17. August eines elenden Todes verstarb. Auch diese

e sind durch eidliche Bekundungen glaubhafter Zeugen erwiesen. Zählt man hierzu die schmachvolle, jeder Gesittung hohn⸗ sprechende und alle völkerrechtliche Vorschriften mißachtende Be⸗ (handlung, welche das deutsche Sanitatspersonal, wel⸗ 1 das Unglück hatte, in französische Hände zu fallen, in Le urget, Fougeres, St. Ménehould, Vitry le Francois, Sankt

Pegonne, Solrux, Vincennes, Lyon, Amiens, Bordeaux,

lermont-Ferrand und an anderen Orten über sich ergehen lassen

5 berücksichtigt man ferner die grausame und erniedrigende ndlung der Kriegsgefangenen in Perigneux, Granville, Puy

de e, Montgazon, Fougeres, Vastres, Mont Louis und in anderen Gefangenenlagern, bedenkt man ferner die Verwendun der gefährlichsten und schlimmsten Tum⸗Dum⸗Geschosse auf fast allen Teilen der französischen Schlachtlinie gewollt und ge⸗ billigt durch die französische Heeresleitung so muß der fran⸗ zösischen Regierung jede Berechtigung zu allgemeinen Beschul⸗ ingen und Verdächtigungen der deutschen Kriegführung ab⸗ prochen werden

Vom französischen Parlament.

Berlin, 12. Jan. Anläßlich des heutigen Beginns ber Parlamentsverhandlungen in Paris, sandte Clemen⸗ ceau k allen Parteimitgliedern seinen ArtikelClique der r zu, den die Zensur verboten hatte.

aris 11. Jan.(W B. Nichtamtlich.) DieHumanits

tritt der verschiedentlich geüußerten Ansicht entgegen, die Tagung des Parlaments mütsse möglichst kurz sein und erklärt, der Krieg habe im Wirtschaftsleben der Nation eine tiefgehende Ver⸗ änderung hervorgerufen und ernste dringende Probleme aufge⸗ worfen, nicht nur für die Armee, sondern auch für die Industrie, die Fabriken und die ganze wirtschaftliche Organisation des Staates. Die 1 von 200 Deputierten an der Front werde an den Ergebnissen der militärischen Operationen nichts ändern. Aber wenn mangels Methode und Kontrolle in der militärischen und zivilen Organisation Anarchismus und Verschwen⸗ dung platzgreifen würden, und wenn infolge eines übereilten Schlusses der Session der Exekutivgewalt unumschränkte Voll⸗ macht gelassen würde, dann könnten die französischen Soldaten Helden sein, und Frankreich würde doch von dem preußischen Militarismus geschlagen und zerschmettert werden. Deshalb ver⸗ langen wir, so schreibt das Blatt, daß die Kammer nicht nur wie ewöhnlich, sondern mehr wie gewöhnlich tage. Was das olt von dem Parlament verlangt, ist nicht mehr ein Schauspiel aufreizender politischer Debatten oder von Lawinen von Reden. Was erwartet und gefordert wird, ist eine exnste, geregelte, plan⸗ mäßige und gewissenhafte Arbeit, aus der die nationale Verteidi⸗ gung einen großen Nutzen ziehen kann. Aus der türtischen Kammer

Konstantinopel, 11. Jan.(WTB. Nichtamtlich)

Die Regierung legte der Kammer einen Gesetzentwurf vor, der zur Bestreitung der Kriegsausgaben einen außer⸗ ordentlichen Kredit von 10 Millionen Pfund verlangt. Der Gesetzentwurf wurde einem Ausschuß über⸗ wiesen. Die Kammer begann hierauf die Besprechung des Staatshaushaltes. Der Berichterstatter teilte mit, daß mit den obenerwähnten außerordentlichen Krediten, sowie mit den außerordentlichen Ausgaben von annähernd drei Mil- lionen Pfund, die bereits gemacht wurden, und mit dem De⸗

fizit des gewöhnlichen Staatshaushaltes das Defizit des Staatshaushaltes etwa 20 Millionen Pfund a Aus Bulgarien. Sofia, 11. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare. Der Ministerrat hat beschlossen, das Aus-

führverbot für Bohnen, Käse, Kartoffeln, Fett und Schweine aufzuheben.

Aus dem Reiche.

f Berlin, 11. Jan. Bei der Berliner Städtischen Sparkasse wurden in den letzten sechs Geschäftstagen täg⸗ Iich eine halbe Million Mark mehr eingezahlt als abgehoben. Seit Beginn des neuen Jahres bis zum 8. Januar beläuft sich die Mehreinzahlung auf drei Millionen Mark. a Mannheim, 11. Jan. Geh. Kommerzienrat Dr. Karl Haas stiftete nach derNeuen Badischen itung aus Anlaß seines nach 30 jähriger Tätigkeit erfolgten Aus⸗ scheidens aus der Verwaltung der Zellstoffabrik Waldhof, deren Mitbegründer er ist, dem Verein Genesungsfürsorge (Großherzog Friedrich⸗Jubiläumsspende), die Summe von 100 000 Mark. Die Zinsen sollen für die in dem Heim aufzunehmenden erholungsbedürftigen Krieger Ver⸗ wendung finden. 5

Torgau, 11. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die in der Nacht vom Freitag zum Samstag aus dem Fort Zinna bei Torgau entwichenen französischen kriegsgefangenen Offi⸗ ziere. Oberleutnant de Moustier und Leutnant Wa⸗

jestgenommen worden. Sie sind bereits wieder in Torgau bei der Kriegsgefangenen⸗Kommandantur eingeliefert.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 12. Januar 1915.

Personalnachrichten der Ober-Postdirek⸗ tion Darmstadt. Verliehen wurde das Eiserne Krenz 2. Klasse dem Vizepostdirektor Frisch aus Friedberg. Ober⸗Post⸗ sekretärx Hedrich aus Gießen, den Postsekretären Schneider aus Lauterbach, Kunze aus Darmstadt, Ober⸗Postassistenten Krause aus Worms, Postassistenten Becker aus Langen, Ditt aus Mainz. Michel aus Michelstadt, Neuroth aus Groß- Bieberau gest. Siebenwurst aus Bad-Naubeim(gest.) Tele- graphenassistenten W. Krämer und Fr. Krämer aus Darm- stadt, Postanwärter Leuthner aus Rüsselsbeim; die Hessische Tapfexkeitsmedaille dem Vizepostdirektor Biondind aus Bin⸗ gen, Telegraphensekretär Gilbert aus Darmstadt, 2 Geßner aus Darmstadt, Neuroth aus Groß-Bieberau und Rodrian aus Gießen. Fer nex wurde verliehen: der Titel Ober⸗Postassistent dem Postassistenten Johann Müller in Bingen. Zum Ober⸗Telegraphensekretär wurde Telegraphen⸗ sekretär Becker in Mainz ernannt. Etats mäßig an⸗ gestellt wurden: Postsekretar Leoff in Alzey, Telegraphen⸗ ekretärAuer in Darmstadt, Postassistenten Altvater in Rüsselsheim, Gerkhardt in Osthosen, Höntsch in Mainz, Michel in Bingen, Moog in Bensheim, Senßfelder in Nidda, Telegraphenassistenten Diehl und Pfeil in Mainz. Angenommen als Telegraphengehilfin wurde Anwärterin Vollmöller in Gießen, wieder angenommen frühere Tele⸗

hilfin Weigold in Bensheim. Versetzt wurde ostdire tor Gramling von Steele nach Worms, Ober⸗Post⸗ sekretär Scheid von Trier nach Darmstadt. In den Ruhe⸗

stand sind getreten: Postdirektor Hiemenz in Worms, Ober⸗Telegraphensekretär, Rechnungsrat Walcker in Mainz Freiwillig schied aus Telegraphengehilfin Hofmann in Darmstadt. Gestorben sind: Ober⸗Postsekretär a. D. Weber in Darmstadt, Postmeister a. D Tannen in Mainz. Zu Offizieren des Beurlaubtenstandes wurden befördert: Telegraphensekretär Neumann aus Darmstadt, Ober-Postassistent Nessel aus Offenbach, Postassistenten Michel aus Michelstadt, Sieben mur sst gest.) aus uheim, Tele⸗ graphenassistent W. Krämer s aus Darmstadt.

* Auszeichnung. Der Sohn des Schuhmachermeisters Helfert von hier, stud. agr. Ph. Helfert, der bei dem Inf. Reg. 222 kämpft, erhielt für mutiges Verhalten vor dem Feinde die hess. Tapferkeitsmedaille und wurde zum Ba⸗ taillonsstab kommandiert.

* Die Verwertung der Küchenabfälle. Mit der Verwertung der Küchenabfälle und Speisenüberreste in den städtischen Haushaltungen zu Fütterungszwecken scheint es nun doch in manchen Gemeinden ernst werden zu wollen. Die Stadt Homburg v. d. H. hat bereits eine Vermittlungsstelle zwischen den Haushaltungen, die ihre Abfälle abgeben wollen, und den Landwirten der Stadt und ihrer Umgebung mit recht gutem 4 erichtet. Auch die Stadt Höch st hat jetzt in ähnlicher Weise itte unter⸗ nommen. Sie will die Abfälle sammeln lassen, wobei sie voraussetzt, daß sich Landwirte aus den Nachbargemeinden bereit finden, die in regelmäßigen Zwischenräumen die Ab⸗ fälle von den einzelnen Häusern abholen.

** Feuer in der Denninghof⸗ Brauerei. Gestern mittag wurde unsere ständige erwehr um 12.30 Uhr alarmiert. Die Meldestelle war am Walltor, wo die Auto⸗ mobilspritze 7 Minuten eintraf, um zu erfahren, daß auf dem benachbarten Brauereigrundstück Denninghof das Wohnhaus in Brand stand. Sofort wurde ein Lösch

von 12 Mann der Kailschen Feuerwehr zu Hilfe gerufen. Auf der Brandstelle hatten inzwischen in der einquar⸗

dem Boden des Gebäudes, wo altes Gerümpel, Strohsäcke usw. aufgespeichert waren, anscheinend durch eine Räu- cherkammer verursacht worden. Das mindestens 150 Jahre alte Holzfachwerkgebäude, das mit Lehmsteinen aus⸗ emauert ist, ist durch das Feuer seines Dachstuhls beraubt Die beim Löschen gebrauchte Wassermasse hat die Zwi⸗ schendecken vollständig aufgeweicht. Nur die Räume in der unteren Etage sind unbeschädigt geblieben, so daß der Gastwirtsbetrieb darin trotz dem Brande ungestört seinen Fortgang nahm. Von den Möbeln, die in dem zu Wohnun⸗ gan ausgebauten Dachstock standen, ist ein Teil von den andsturmleuten ausgeräumt worden, nur das Mobiliar der Wirtin ist durch Wasser und Feuer vollkommen ver⸗ nichtet worden, jedoch ist die Eigentümerin en Feuer⸗ schaden versichert. Alsbald nach Ausbruch des ers waren Oberstaatsanwalt Hoffmann, sowie die Beamten der Kriminalpolizei an der Brandstelle. Von dem Brande hatte man dank der neuen elektrischen Feuermelde-Einrichtung in den anderen Stadtteilen nichts wahrgenommen. Es waren außer Kindern aus den benachbarten Schulen wenig Neugierige zur Stelle, und es war für die Schutzmannschaft verhältnismäßig leicht, die Brandstelle abzusperren, so daß die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit nicht behindert wurden. Der Gebäudeschaden, den die staatliche Brandkasse zu tragen hat, foll sich auf 2025 000 Mk. belaufen Wintersport. Der Schiklub Sauerland meldet n Schneefall und ganz vorzügliche Schi⸗ ahn. * Pferdeverkauf in Darmstadt. Donnerstag, den 14. ds. Mrs., vormittags 10 Uhr, findet auf dem Pferdemarkt⸗ platz in Darmstadt eine Versteigerung von 50 tragender Stuten und etwa 20 Stück ausrangierter Militärpferde statt. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich verpflichten, die Pferde in ihrem Betriebe zu verwenden und sie während der Kriegszeit nicht zu verkaufen. Die Versteige⸗ rung erfolgt gegen Barzahlung.

* Landkreis Gießen. 5 kl. Lollar, 10. Jan. Im Alter von 50 Jahren verstarb am Donnerstag nachmittag in der Klinit zu Gießen Lehrer Wil- helm Weitzel. Die Beerdigung sand Sonntag nachmittag auf dem neuen Friedhose in Gießen statt. Der Veteranen- und Krieger vereinLudwig zur Treue-Lollar, sowte zahlreiche Freunde und Kollegen des Verewigten erwiesen ihm die letzte Ehre. Der Verstorbene war drei Jahre Lehrer in unserer Gemeinde. Vorher war er mehrere Jahre in Ulrichstein tätig. Da aus unserer Gemeinde noch drei Lehrer zur Fahne einberufen worden sind, hat sich ihre Zahl von acht auf vier verringert. Zur Aushilse wirkt seit voriger Woche eine Lehrerin hier. 5 Obbornhofen, 10. Jan. Die Krieger aus unserer Ge⸗ meinde, die draußen vor dem Feinde stehen, erhielten von der Ge⸗ meinde sowie vom Krieger⸗ und Gesangverein praktische Weihnachts geschenke. Aus den Dankschreiben klingt der feste Wille: Wir halten durch, bis für Deutschland ein gesicherter Friede zustande kommt. Wissen wir doch, daß unsere Lieben in der Heimat einmütig hinter uns stehen und für uns sorgen. Für den in Rußland gefallenen Mitbürger Unteroffizier Karl Roth wurde heute abend durch Pfarrer Engel eine Gedächtnis feier ge⸗ halten, an der sich fat die ganze Gemeinde und der Kriegerverein

harte, sind gestern abend gegen 9 Uhr in Eilenburg, als

beteiligten.

Kreis Büdingen.

Ranstadt, 10. Jan. Große Freude denieni Familien hier und in den benachbarten Orten deren ährer im Felde stehen und die in den letzten regelmäfig als Holzmacher in den Füritlich Stol nigerodschen Waldungen t zwaren. erhielt durch den Fürstl. Förster bier 1

f

1 Kreis Friedberg. 7

ü. Trais-Münzenberg, 10. Jan. Von unserer kleinen Gemeinde forderte der Krieg das zweite Opfer. Gefreiter 8 Schmidt, Reservist im Res.-Inf.-Rgt. 116, 7. Komp, am 19. Dezember den Heldentod. Er machte seit Beginn des Krieges alle Kämpfe in genanntem Regimente mit. Er hinterläßt eine Winde mit zwei Kindern.

Sch ae perten ver af brdggt 2857 ff ben e Schiffahrtsverke aufge hört r ist stell worden. In Frankfurt ruhen die Bauarbeiten an der Alten e vollständig, da die Fluten nicht nur das e Baugelände über schwemmt haben, sondern auch bereits Ufermauern hinweg auf die Straßen spülen. Besonders schwer leidet wieder das Nd datal. Von Assenheim, über Vilbel bis zur Mündung bei Höchst sind die Wasser kilometerweit in das Land eingedrungen. Der Verkehr zwischen Harheim, Berkersheim und Niedererlenbach ist durch die Ueberschwemmungen unterbrochen. Die Fluten brausen in diesem tiefgelegenen Gebiet in breitem Strome über die Verbur⸗ dungsstraßen und machen selbst den Verkehr mit Wagen zur Un⸗ möglichkeit. Freude an dem Hochwasser hatte nur ein Och se, der Montag mittag von der Obermainbrücke bei Frankfurt in den Main sprang, bis in die Nähe des Eisernen s unter dem Halloh einer nach Hunderten zählenden Zuschauermenge schwamm und 1 5 einem ihm um den Hals geworfenenLasso gerettet wurde. Frankfurt, 12. Jan. Die Generalversanmmlung des Mittelrheinischen Fabrikanten-⸗Vereins 4 ter außergrdentlich zahlreichem Besuch am 7. d. Mis in Frank⸗ furt a. M. unter dem Vorsitze der Herren Professor Dr. Beck⸗ Biebrich und Kommerzienrat Ug 6 Kaiserslautern statt. Gasten waren u. a. erschienen der kommandierende General, Freiherr von Gall und Major Fürst zu Leiningen, der Großh. Hessische Minister des Innern von Homberg zu Bach und Ministerialrat Schliephake, sowie Regierungs⸗ präsident von Meister⸗Wiesbaden Herr Professor Dr. Pohle⸗ Frankfurt a. M., Delan der Wirtschafts⸗ und sozialwissenschaft⸗ 9 der 11 hielt 2 f e Volkswirtschaft im Kriegszustand. feen en Fee gelangte folgende Erklärung zur ein⸗ c Annahme: ö N 1

Vereins stellt nach 1 eines Vortrages Professor Dr. Pohle in Volkswirtschaft im Kriegszu

des Herrn ankfurt a. M. überDie deutsche nd mit Gemuigtunng fest, daß die

tierte Landsturmleute unter Führung des Oberleut⸗seit Kri u die vorgetragene nant Schwan mit den Feuerlöschgerätschaften der Brauerei] wiss iche Auffa über die Mirfschastliche Lage Deutsch⸗ einen Löschversuch gemacht. Der 7 Bodenraum stand in] lands durchaus bestätigen. sind zwar durch 7 Flammen. Mittels der Automobilspritze und dann der] Verkehrsbeschränkungen undñü Absapstok⸗ Unterstützung der Gailschen Wehr gelang es, des Feuers] kungen im Inlande, durch Abbruch der ichen Beziehungen innerhalb einer Stunde Herr zu werden. Der Brand war auf zum ceindlichen Ausland und durch Beschränkung der Waren-

rungen im Wittschaftsleben eingetreten, die durch eine gewisse Unf it in den Kreditverhältnissen noch vermehrt wurden. Es hat sich aber bald gezeigt, daß die Industrie durch Anpassung

an die veränderten Verhältnisse und durch Einrichtung auf die

Teil Nee 1 7 an sie* r Da 8

erwiesen hat die Zeichnung von Milliarden Kriegsanleihe

die fängt erfolgte Herattezung des Nins tufes der Reiche 6 auf 5 Proz. bilden hierfür n Beweise sieht die Industrie mit voller Zuversicht der weite⸗ n Entwickelung entgegen t der Uebergzeugung, das deutsche Volk mit Ruhe die endgültigen Erfolge unserer tapferen Armee und Marine und ihrer ausgezeichneten Führung abzuwarten in der Lage ist.

b. Hachenburg, 11. Jan. Auf dem Wege von Steine⸗ bach nach Linden gerieten zwei Schwestern,. Witwen. infolge des stürmischen Wetters von der Straße ab. Sie kamen in ein sumpfiges Gelände, in dem sie beide ihren Tod b r need e ee

uch in erod i i i 0 eine 87 Greisin verschwunden. Alles Suchen nach ihr war bis

jetzt erfolglos. g 6

Universitäts⸗Nachrichten. f

Berlin, 11. Jan. DieB. 3. meldet aus Frei- se r versstät, Prosessor Dr. Eduard Jacobi, ist im Operationsgebiet erkrankt und gestorben.

Gerichts aal. randstiftung aus Not. Frankfurt a. M., 11. Jan. Die erste Schwurgerichts⸗ di umfaßte nur einen Verhandlungsgegenstand. der Anklagebank saß der 54jährige Privatmann Kaspar Müller, geboren in Birklar bei Gießen. Müller ging

wo er es zu einem 8 brachte, von dessen Renten er zuletzt in Frankfurt behaglich 77

ganz kopflos. Er legte in seiner Wo durch das Versicherungsgeld über er halten zu können. Der Brand wurde sofort gelöscht. Müller hatte sich heute deshalb wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu verantworten. Er war in vollem Umfang geständig. Das Gericht verurteilte den Mann unter Zubilligung m Umf zu einem Jahr Gefängnis; die Unterfuchungshaft wurde in Abzug gebracht.

Insterburg, 11. Jan.(WB. Nichtamtlich.) Das Kriegs- gericht der Landwehrinspektion Insterburg verurteilte demOu⸗ vreußischen Tageblatt zufolge die Hökerin Auguste Kamschat wegen Kriegsverrats zum Tode. Die Oeffentlichkeit war während der Dauer der Verhandlung ausgeschlossen.

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