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Nr. 7 Der Sietzener Anzei erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Familleublätter; wernal wöchentl. Kreis⸗
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165. Jahrgang
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General⸗Anzeiger für Oberhessen
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Samstag, 9. Januar 1015
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Ein„großer“ Tag des englischen Oberhauses. Oestlich der Rawka 1600 Russen gefangen.
(WTB) Großes Hauptquartier, 8. Jan.(Amt⸗ lich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der andauernde Regen sumpft das Gelände in Flandern mehr und mehr an, so daß die Operationen arg behindert werden. Oestlich Reims versuchten die Franzosen heute nacht, uns einen Vorgraben zu entreißen. Durch einen sofort angesetzten Ge⸗ genangriff wurden sie in ihre Stellungen zurückgeworfen und verloren 50 Gefangene an uns. In der Mitte und im Ost⸗ teil der Argonnen machten unsere Truppen wieder Fort⸗ schritte. Ein nächtlicher französischer Angriff gegen unsere Stellung am Buchenkopf südlich Diedolshausen Go⸗ gesen) wurde abgewiesen. Wiederholte Angriffe der Franzosen auf die Höhe westlich Sennheim brachen in unserem Ar⸗ tilleriefeuer zusammen. Wir machten zwei Offiziere und hun⸗ dert Mann zu Gefangenen. Um die Ortschaft Ober⸗Burn⸗ haupt südlich Sennheim wird zurzeit noch gekämpft.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Auch im Osten herrschte ungünstige Witterung. An der ostpreußischen Grenze und im nördlichen Polen änderte sich nichts. Oestlich der Rawka schritten unsere Angriffe fort. 1600 Russen wurden gefangen genommen und fünf Naschinengewehre von uns erbeutet. Auf dem östlichen Pilicaufer fanden nur Artilleriekämpfe statt.
Oberste Heeresleitung.
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Eine angenehme Abwechselung in den Meldungen über die Kriegsereignisse ist es, daß wir, wie in früheren Zeiten, wieder einmal parlamentarische übersehen und würdigen dürfen. Wir Deutsche haben es nicht nötig, im Reichstag lange Reden halten zu lassen und
Fragen zu erörtern; wir begnügen uns mit den kurzen, zuversichtlichen und alle Herzen aufrichtenden
5 bungen, die von unseren höchsten Stellen, auch zum Geburtstag des Königs von Bayern, wieder die Run durch die Presse gemacht haben. Wenn wir aber die frem⸗ den Redesprünge in Parlament und Presse durchmustern, so berührt es uns meist angenehm und beruhigend, denn wir nehmen immer mehr wahr, daß der Respekt vor dem deutschen Können wächst! Das englische Oberhaus hatte am Donnerstag einen„großen“ Tag! Aber die Stim⸗
mung, die diese Verhandlungen durchwehte, ist e igentüm⸗
lich gedrückt. Der Marquis of Crewe leitete die Aus⸗ sprache ein mit Bekenntnissen über die Erfolge der eng⸗ lischen Flotte. In„unglaublich schneller Frist“ habe, so führte er aus, land die Herrschaft über die See ge⸗ wonnen. Das sei so überaus ruhmvoll, und bei der Dankes⸗ abstattung dürfe man auch nicht die australische, französische und japanische Mitwirkung vergessen. Dieses billige Ge⸗ rede kann in deutschen Landen, wo man kraftvolleres Voll⸗ bringen zu würdigen weiß, nur ein Lächeln hervorrufen: die englischen Bundesgenossen aber werden erstaunt und vielleicht auch ein bißchen spöttisch einander anschauen.
Was sodann Lord Kitchener über die Krie lage sagte, stieß sogar bei Oberhausmitgliedern auf peinliche Kritik und a Widerspruch. Dabei war er so bescheiden in der Aufzählung der englischen Heldentaten, dieser Held von e Es ist bei uns noch nicht recht vorwärts ge⸗ gangen, so liest man zwischen den Zeilen, und es wird auch künftig 1 recht vorwärts gehen. Auch in den Kolonien hat sich bisher keine englische Ueberlegenheit durchsetzen können. In Ostafrika ist der Angriff auf die deutsche Stellung bei Tanga mißglückt. Dieses englische Geständnis ist gewiß vielsagend. Aber dem auf Kitchener folgenden Redner des Oberhauses war die Aufkläru 1 gar zu dürftig und er kritisierte weidlich drau
los. Ganz offen gab Lord Curzon seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die Deutschen mit ihren Kriegserfolgen voran seien. Er lobte den Mut der deutschen Soldaten und drückte seine Befürchtung aus, daß die englischen Ver⸗ stärkungen unzureichend sein möchten. Lord Kitcheners Er⸗ 2 über die Rekrutierungen hätten„einigermaßen uscht“.
Ja, was hatte Kitchener denn gesagt? Die Rekrutierung verlaufe„normal“. Ueber 218000 Personen, die bereit seien, zu dienen hätten sich auf den ausgelegten Listen einge⸗ 8 Später e Lord Crewe im Anschluß an die Kritik
ard Curzons noch hinzu:„Wir haben soviel Leute, als wir augenblicklich ausbilden können.“ Kitchener beklagte den 3 Offizieren, der 105„anfangs“ geltend ge⸗
macht e; später habe man sich jedoch zu helfen gewußt. Er hätte auch sagen können:„zu bescheiden gewußt“ Jedenfalls wissen wir es jetzt, daß die englischen Hilfsheere uns keinen übermäßigen Kummer zu bereiten brauchen. Die Hoffnungen der Russen und Franzosen werden arg geknickt werden. Wenn die Herren Bundesgenossen einmal ein gemeinsames Parlament eröffnen und ihre Schmer⸗
zen ien wäre der Jammer noch ganz anders und den enden Lords Wülrde zweifellos tüchtig die Wahrheit gegeigt werden. Der größte Kriegstreiber und
8 genß n en r ist mit seinen Lei ö zu weit hinter t Zi Furllgeblleben n m gesteckten ien
Aus dem englischen Oberhaus. 1 G5 gende
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Offenbarungen
besprechung Marques of Crewe aus: Es hat keinen See⸗ lrieg gegeben, indem die Suprematie auf See so schnell und mit so geringen Kosten gewonnen worden wäre. Eng land ist es gelungen, in unglaublich kurzer Zeit die Gewalt über die See zu gewinnen; es ist unmöglich, der Flotte genug für diese Leistungen zu danken. Zugleich darf man die Unterstützung der australischen, französischen und japanischen Flotte nicht vergessen.— Ueber die Beschießung von Scarborough sagte Crewe: Die Verletzungen der Haager Konvention lönnen in einigen Fällen erwidert werden, aber England wird sich nicht auf unterschiedlose Repressalien einlassen. Deutschlands Aktion werde sich schließlich selbst rächen. Crewe erklärte, die Flotte würde in jedem Monat relativ stärker, jede Schiffsbemannung würde eine Reserve erhalten. — Zu dem Untergang der„Formidable“ bemerkte Lord Crewe: Die Admiralität ist endgültig zu dem Schluß ge— kommen, daß das Linienschiff„Formidable“ durch zwei von einem Unterseeboot abgeschossene Torpedos in den Grund gebohrt worden ist. Der Kapitän der„Formidable“ signalisierte einem anderen Schiffe in der Nähe, es solle nicht zu Hilfe kommen, sondern wegen der Gefahr eines Angriffs durch ein Unterseebodt fernbleiben. Crewe ertlärte diese Handlungsweise unter dem Beifall des Hauses für eine tapfere Tat, würdig den Traditionen der englischen Flotte. Lord Kitchener
führte aus: Trotzdem deutsche Truppen von dem westlichen Kriegs⸗ schauplatz nach dem Osten befördert worden waren, ist der Feind doch stark genug geblieben, um sein ausgebildetes System von Laufgräben zu behaupten und die Verbündeten aufzuhalt
Die Kämpfe haben den Charakter eines Festungskrie ges angenommen. Die einzigen bedeutenden Kämpfe zwischen Briten
de] und Deutschen haben stattgefunden, als die Laufgräben bei Gi⸗
venchy, die von den Indiern besetzt waren, von den Deutschen heftig angegriffen wu Einige Laufgräben wurden verloren, jedoch am nächsten Tage wieder genommen. Die Streitmacht Frenchs wurde durch eine Anzahl Territorialforma⸗ tionen und eine Division, bei der sich ein kanadisches Regimenn befindet, verstärkt.— Kitchener kam sodann auf die Lage auf dem östlichen Kriegsschauplatz zu sprechen und fuhr dann fort: In Mesopotamien setzt das indische Expeditionskorps seinen Vormarsch nach Norden fort. Es hat den Feind bei Kurna angegriffen, die Türken besiegt und ihnen schwere Ver⸗ luste beigebracht. Der vielbesprochene Vormarsch der Türken nach Aegypten hat bisher nicht stattgefunden. Kleine Abtei⸗ lungen türkischer Truppen unter deutschen Offizieren sind von englischen Flugzeugen auf dem Marsch durch das Land östlich des Suezkanals beobachtet worden. Es sind jedoch keine größeren Heereskörper erschienen, und es hat auch kein nennenswertes Ge⸗ lecht mit den den Kanal bewachenden Truppen stattgefunden. In Ostafrika ist der Angriff auf die deutsche Stellung bei Tanga mißglückt. Wir haben jedoch gewisse Punkte auf deutschem Gebiet besetzt. Die topographischen Schwierigkeiten bilden vorläufig ein Hindernis für den weiteren Vormarsch. In Kamerun ist ein gemischtes Korps unter dem General Tobell vorgerückt und hat einige wichtige Stellungen besetzt. Bei dem deutscken Angriff auf die englische Ostküste erwiderte die Küstenbatterie von Hartlepool das Feuer der deutschen Kriegs⸗ schiffe, 8 die überlegenen Geschütze der deutschen Kreuzer etwas ausrichten zu können. Durch den mutwilligen An⸗ griff auf die un verteidigten Badeorte ist kein mili⸗ tärischer Vorteil erzielt worden. Die Rekrutierung ver⸗ läuft vorläufig normal. Der vorauszusehende Rückgang in der Weihnachtswoche ist durch die nachherige Steigerung fast wett⸗ emacht worden. Ueber 218 000 Personen, die bereit sind, zu ienen, haben sich auf den ausgelegten Listen eingezeichnet. Wäh⸗ rend des ersten Abschnittes des Krieges hat der Mangel an Offizieren zu Besorgnissen Anlaß gegeben. Wir vermochten jedoch die Offiziercadres des Expeditionskorps zu ergänzen und verfügen jetzt über eine beträchtliche Anzahl von Reserven. Seit dem Ausbruch des Krieges sind 29 100 Offiziere in die Armee eingereiht worden Lord Curzon
wünschte, daß die Erklärung Kitcheners doppelt so lang und doppelt so ausführlich gewesen wäre. Er sagte: Kitchener ist mit den Mitteilungen sehr sparsam lewesen, namentlich über die Vorgänge in Afrika und am per⸗ ischen Golf hätte mehr gesagt werden können. Vor kurzem haben wir gehört, daß der deutsche Kreuzer„Königsberg“ in einer Flußmündung an der ostafrikanischen Küste eingeschlossen sei. Seitdem haben wir nichts mehr über das Schicksal des Schiffes und seiner e In den afrikanischen Verlustlisten ist nichts über die Mannschaft gesagt worden. Es ist unbekannt, wer den Feldzug in Ostafrika leitet. Man kann weder die Regierung noch die lokalen Behörden tadeln, daß sie den Krieg nicht vorausgesehen haben, wohl aber, daß sie keinen Plan für einen möglichen Krieg vorbereitet ha⸗ ben. Wir wissen nicht, ob die Operationen in Ost⸗ afrika und Kamerun von dem Kriegsamt oder von dem Kolonialamt geleitet werden. Obwohl die Deutschen auf dem Kon⸗ tinent ihr Kriegsziel nicht erreicht haben, sind sie doch im Besitz von fast ganz Belgien und eines großen Teiles von Frankreich. Es ist gegenwärtig kein An⸗ zeichen dafür vorhanden, daß ihre Mittel erschöpft sind. Die kolossalen deutschen Streitkräfte besitzen einen Mut, der dem der englischen Soldaten gleichkommt. Dieser uns unerklärliche Mut wird durch den Haß gegen uns gestärkt, dessen wir mit unserem phlegmatischeren Tempe⸗ rament unfähig sind. Der Krieg dürfte durch die Zahlen ent⸗ schieden werden. Wenn auch der Staatssekretär des Kriegsamtes eine erstaunliche Zahl von Soldaten an die Front zu schicken ver⸗ mochte, so herrscht doch das Gefühl vor, daß diese Streitkräfte gegen die Stärke der Armee, die wir zu Hause halten und ein⸗ üben, ungünstig kontrastieren. Die Exklärungen Lord Kitcheners
über die Rekrutierung haben einigermaßen enktäuscht. Die Ge⸗ samtzahl der nötigen Soldaten dürfte weit über zwei Millionen ausmachen. Es fragt sich, ob es möglich ein wird, diese Zahl aufzutreiben. Eine Nation, von der man diese Opfer verlangt, verdient genauere Auskünfte.
Lord Crewe erklärte, der ostafrikanische Feldzug werde von dem Kriegsamt ge⸗ führt. Die Aufgabe der neuen Armee sei, die furchtbar
schweren Verluste zu ersetzen. Alle Lücken seien sofort ausgefüllt worden. Crewe fuhr fort: Es ist gesagt worden, daß die Verbündeten sich mit Grund beklagen könnten, daß wir nicht Streit⸗ kräfte ins Feld schicken, die unserer militärischen Stärke ent⸗ sprechen. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, was die Flotte für die Verbündeten leistet.— Die Anzahl der aufgebrachten Re⸗ kruten ist zufriedenstellend. Wir haben so viel Leute, als vir augenblicklich ausbilden können.— Ueber die Anzahl der zu Hause und im Auslande zu verwendenden Truppen kann nichts gesagt werden. Jedoch ist kein Grund zu der Behaup⸗ tung vorhanden, daß Truppen, die für den Kontinent fertig aus⸗ gebildet sind, zurückgehalten werden. Lord Portsmouth
fragte, ob die Regierung beabsichtige, ein Gesetz zu erlassen, durch das den Naturalisierten, die in feindlichen Ländern geboren, der englischen Nationalität sich für unwürdig erwiesen, die Zertifikate entzogen werden können. Der Lordfanzler antwortete, der richtige Weg, solche Personen zu behandeln, sei nicht die Entziehung der Naturalisierung, sondern die Anwendung der strengen Ge⸗ setze, die gegenwärtig in Kraft seien.— Auf eine Anfrage erwid. n Am 15 Januar Bat 15 000 5 Deutsche,
esterrei 1 ngarn auf freiem 8 0 sind interniert worden. Die Anzahl der auf freiem Fuß befindlichen Frauer beträgt 18 000.
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 8. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) verlautbart: 8. Jan. 1915. Die allgemeine. unverändert, keine andauernden Kämpfe. In den baskiden wurde ein über die Höhe östlich Czeremcha von star⸗ ken russischen Kräften eingesetzter Vorstoß durch Gegen⸗ angriffe weit zurückgeschlagen. Hierbei wurden 400 Ge⸗ fangene und drei Maschinengewehre eingebracht. Auf dem südlichen Kriegsschauplatz scheiterte ein Nachtangriff auf unsere Vorpostenlinien bei Aoto⸗ vac vollkommen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1
Przemys i Wien, 8 Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die iegsbericht⸗ erstatter der Blätter melden: Um Przemysl herrscht ver⸗ hältnismäßige Ruhe. Angriffsversuche des Feindes verlausen er⸗ gebnislos; die Besatzung macht regelmäßig Ausfälle, die mit der Hereinbringung von Gefangenen und erbeutetem Kriegsmate⸗ rial endigen. Der Postverkehr wird, wenn die Witterung
es erlaubt, Flugzeuge besorgt. Vor Przemysl wieder⸗ holten sich die Meuterungsversuche russischer Soldaten, die sich weigern, zu stürmen. Einige Bataillone sind bereits abtrans⸗
portiert worden. Viele Soldaten wurden in den letzten Tagen von Offizieren niedergeschossen. In den Karpathen sind die 5 vielsach ausgetreten; die Bodenverhältnisse sind derart schlecht, daß Operationen beinahe ganz unmöglich sind.
Eine Meldung des türkischen Geueralstabs.
Konstantinopel, 8. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab teilt mit: Die russische Flotte beschoß entgegen dem internationalen Recht heute die offene Stadt Sinope und beschädigte dabei zwei Häuser leicht. Verluste von Menschenleben sind nicht zu be⸗ klagen. Vier Barken sind gesunken. Hingegen beschossen tür⸗ kische Schiffe mit Erfolg russische Truppen, die in und nördlich von Makriali an der russischen Küste sich be⸗ fanden. Am 5. Januar machte ein englischer Kreuzer östlich von Mersina einen Landungsversuch. Das Feuer unserer Küstenwachen zwang den Feind sich zurückzuziehen. Er ließ vier Tote zurück.
Das französische Kriegsministerium wieder in Paris.
Lyon, 8. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Lnoner„Re⸗ publicain“ meldet aus Bordeaux: Kriegsminister Mil⸗ lerand und das Personal des Ministeriums verließen gestern endgültig Bordeaux, um nach Paris zurü lehren, wo heute der Gesamtdienst wieder aufgenommen wird.
Englisch⸗französische Anmaßung gegenüber den
Neutralen.
Paris, 8. Jan. Der„Temps“ schreibt in einem Leit⸗ artikel vom 7. Jan., der den englisch⸗amerikani⸗ schen Verhandlungen gewidmet ist, es würde eine beide Seiten befriedige Lösung bilden, wenn erstens sich die neutralen Nachbarländer Deutschlands und Oesterreich⸗ Ungarns verpflichten wollten, solche Waren nicht durch ihr Gebiet in das der Zentralmächte passieren zu lassen, von denen die Verbündeten ein Interesse daran haben, daß die Zentralmächte sie nicht bekommen, und wenn zwei⸗ tens in den fraglichen neutralen Häfen englische Agenten ermächtigt wären, den Inhalt durchkommender Ladungen zu prüfen. Es würde sich dann die Tätigleit der Flotte der Verbündeten der neutralen Schiffahrt gegenüber auf eine einfache Prüfung der Ladepapiere beschränken,
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