Ausgabe 
(8.1.1915) 6. Zweites Blatt
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wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit⸗

fragen 9 885 monatlich zweimal. General⸗Anzeiger für Ob erh essen ae ee. 8 Sabtnacheichter

165. Jahrgang

50 2 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen

5 5 Universitäts- Buch- und Steindruckerei. 5 575Sießener Famillenblätter werden dem R. Lange, Gießen. 1 Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das 8 schäftsstelle u. S 0 5 Kreisblatt für den Ureis Gießen Ae Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul 8

Freitag, 8. Januar 1015

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straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗

Was will Italien in Albanien?

Trotz der furchtbaren 3 in die Europa und die . ind, weiß das Problemchen Alba immer wieder die allgemeine Ausmerksamkeit auf sich zu lenken. Der Grund muß in irgend einergefähr⸗ ichen eziehung der albanischen Politik zum Weltkrieg liegen. Diese Beziehung ist ziemlich tief verborgen und kommt bei dem neu Eingreifen Italiens vor Valong razzo nicht in wünschenwerter Weise klar zutage, 2 so daß a tliche und pessimistische Gemüter mit einem gewissen in von Recht darüber klagen können, die l albanische Frage werde noch Italien in den Weltkri g hin⸗ einziehen und so zu außerordentlich bedenklichen Wand⸗ lungen der Kriegslage führen. 1 Eine törichte und grundlose Panik! Italien verfol ketne neuen Pläne und Absichten, es wiederholt nur gewisse Maßnahmen zum allgemeinen Schutz, die es schon in den ersten Monaten des großen Krieges in Albanien getroffen. Schon am 26. Oktober ließ die italienische Regierung in Valona eine Sanitätsabteilung ausschiffen, richtete ein ita⸗

i Wente auge un einrichtete und daß im Osten ba 0 Albanien 2 00.

bin ich nunmehr selbst i zu beurteilen, reich beachtet

s einzelne von j zu Oesterreich haltende katho⸗ ische aer der dne des N

Montenegro eintraten.

Die letztgenannte Erscheinung nun, der Bandenkrieg

gegen Serbien, ist von besonderem Interesse. Hier liegt merkwürdi 11 die Beziehung zum Weltkrieg verbor⸗ Hier soll der ugspunkt der neuen albanischen

Hirren zu suchen sein. Fast alle italienischen Blätter füh⸗

ren die E Rebellenbewegung auf die türkisch⸗Oster⸗ reichische Agitation zurück, die den Zweck habe, die Al⸗ baner die Serben aufzureizen und dadurch den serbi⸗

schen auf die ungarische Grenze zu vermindern.

Mag sein! Jedenfalls haben das Oesterreich und die Türkei

. nicht mit der 2 Italien getan, und was Italien 7 jetzt vor Valona Durazzo unternommen hat, richtet seine Spitze nicht gegen Wien oder Konstantinopel. Es war

f uch. Italiens für den alten g naten Wiedschen Herrschaft als ein besonderer Schü

ling Italiens gegolten. Italien war es, das sich nach Essads wilde

Verhaftung vom 19. Mai vor. Js. für seine Freilassung verwandte. Und als Essad am 2. Oktober triumphierend wieder in Durazzo e September hatte der alba⸗ nesische Senat den türkischen Prinzen Burhan⸗Eddin Effendi, einen 83 Abdul 5 7 1 15 König von be aus⸗ gerufen), bezeichnet er sich in überschwenglichen Worten es ein Schuldner der 8 italienischen Politik, 5 aber nur solange, bis 1 Essad in Mittelalbanien wieder im Sattel fühlte. Ganz unaufgefordert schickte er eines Tages 2000 Mann aus dem am ergebenen Stamme der Gheghen nach Valona, angeb⸗

8 kich, um dort die Italiener in der Aufrechterhaltung der a öffentlichen Ordnung zu unterstützen, in Wahrheit aber, um Zart 9000 en daß Soldaten aus Rom überflüssig wären. Die Gheghen erwiesen sich auch sofort so ordnungs⸗ a ud und antiitalienisch, daß der italienische Admiral

Jetzt, da Essad von seinem Gegner wieder allzuhart bedrängt wurde, sind die Italiener nicht aus Liebe und Sympathie vor Valona und Durazzo erschienen. Sie ver⸗ ö vielmehr die Interessen, die für sie seit Jahren be⸗

die kein anderer als der verstorbene Minister

.

ser Mitarbeiter vonPolitiken, von dem Leben . e

von ufgaben, die und Abertausende von Frauen

n war, und ier wurde nun eine Nähstube für ein halbes Hun⸗

d

1 r sie alle 14 Tage noch ein paar Franken. haben sich Frauen aus allen Klassen gemeldet,

e Weder mur eine der zablrecchen Stell g 1 hat, und d

Provinz ge⸗

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doch mit nichten zu verwischen vermocht. ielmehr nach wie vor das Rote Kreuz. ßen der Kriegssalon der vornehmen wer, wie es im Pariser Rotwelsch heißt, eine weiße Plote

e blanche) zeigen kann. Die Damen vom Roten Kreuz sind vormiegend hochkatholisch und royalistisch, und allen repu⸗

über Albanien mit d geschrieben hat: Ausdehnung seines Besitze besitzt ein großes Interes Adriatischen Meeres Italien und 0. Daher ist 8 7 o lange wie möglich mählichen und natürl. Grundlage diene, bis zu autonomen Staat bilden kann. für Oesterreich⸗Ungarn noch für wenn die beiden Staaten bei ihrer in einem ständigen Antagonis lien ist nur eins wichtig: daß liegende Teil Albaniens nicht seinem werde. Wenn Italien gegen diese Gesa Schutz gesunden haben wird, werden stehen aufhören, wegen deren die b Mächte peinli eine Mißacht

iplomatischer Meisterhand nieder⸗ und darf nicht nach einer s in Europa trachten, aber es se daran, daß die Küsten des und das Kräfteverhältnis Oesterreich⸗Ungarn sich in keiner daß der Statusquo in Albanien aufrechterhalten bleibe und der all⸗ ichen Entwickelung des Landes Tage, an dem Albanien einen Ich glaube, daß es weder Italien von Vorteil ist, m Vorgehen in Albanien mus verharren. Für Ita⸗ Adriatischen Meere Handel verschlossen hr einen wirksamen ie Ursachen zu be⸗ verbündeten ch jeden Schritt vermeiden müssen, der als ung dieses Prinzips gedeuten werden könnte.

Italien kann

Auf dem alten Fort an der Meeresküste angekommen, erhi ten wir zum Aufenthalt einen von Schmutz und Ungezi fer starrenden Raum zugewiesen. Ein Haufen Stroh, eine Bank, ein Tisch waren die ganze Ausstattung. Am fol⸗ genden Tage erhielt jeder noch eine wollene Decke und einen Blechteller. Tagsüber konnten wir uns auf dem Fort frei bewegen. Ausgang in die Stadt war verboten und auch mit Rücksicht a die aufgehetzte Menge unmöglich. Erst allmählich durften wir u die allernotwendigsten Bedürfnisse(Strohsack, Licht, Waschger Stuhl usw.) kaufen, so daß dadurch der Aufenthalt einiger⸗ 5 maßen erträglich wurde. Dagegen wurde uns die Ausübung unserer ärztlichen Tätigkeit untersagt. Ein Protest wurde ver⸗ 5 schleppt. Ebenso wurden wir 13 Aerzte 78 Wochen festgehalten, ohne auf unsere Fragen nach dem Grunde dieser Behandlung Ant wort zu bekommen. J 8 12

Vergleicht man damit die Behandlung französischer Sanitätsoffiziere in Deutschland, von der ich mich selbst überzeugt habe, so kann ich nur sagen, daß die unsrige ge⸗ radezu unwürdig war. Wir standen unter der ganzen Strenge d für deutsche Gefangene gegebenen Vorschriften, durften 3. B. nur j den 10. Tag einen Brief schreiben, an dem strenge Sen wurde. So wurde mir ein Brief zurückgegeben, in dem ich den Ausdruch gebrauchte, der Aufenthalt seiannehmbar. Erst als dies Wort durchgut ersetzt war, genügte es. 8

fangenen deutschen Sanitäts- offiziers in Fra kreich. ch Gelegenheit, über die Erlebnisse und Be⸗ ziere in französischer Gefangenschaft zu tlicher Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, ge, als deutscher Sanitätsoffizier Kreuz in Frank⸗ französischen Spitä⸗ Möge sich der Leser selbst

zwei anderen Aerzten des ereitung einer Amputation, Die Gefangennahme selbst er Genfer Konvention. Ich sehe von unserem Eigentum vieles, trugen, abhanden kam. Die ersten auf dem Truppenverbandplatz in der den französischen Aerzten gemeinsam Feind erfüllt. Wir deise behandelt. Dieses ns von der Front entfernten, seren Bestimmungsort an der Bestand unsere Ver⸗ Tage buchstäblich dies das kleinere Uebel. Insulten, denen wir wäh⸗ und in Quartieren durch einn Die Gendarmen, tze beigegeben wa⸗ ichts, um diese sich stets wiederholenden Gegenteil, wir hatten

Erlebnisse eines kriegsge

Wiederholt hatte i

wie das Deuts tet wird, und wie es in einzelnen lern und Gefangenenlagern aussieht. ein Urteil bilden.

Am 9. September geriet ich mit Regiments, während wir mit der Vorb beschäftigt waren, in Gefangenschaft. erfolgte korrekt unter Achtung d allerdings dabei davon ab, daß was wir nicht gerade am Leibe beiden Tage verblieben wir Front, und wir haben mit unsere ärztlichen Pflichten an Freund und wurden dabei in zuvorkommendster W Bild änderte sich aber sofort, als wir u um in sechstägiger Bahnfahrt an unf Mittelmeerküste gebracht zu werden. pflegung während dieser se nur aus Wasser und Brot, so war iel schlimmer waren die 5 rend dieser Zeit auf Bahnhöfen ilde, aufgehetzte Volksmenge die uns zur Bewachung und mehr noch zum Schu Seen taten 8 ni

en zu hi Im sie darauf ausgingen, uns dem Vo Wenn wir z. B. in einen Bahn! scheinend schon lange vorausgentel ziere ankämen. Kaum hielt der 3 den Seiten mit Personen jeder Art, Gesck ringt. Wildes Schreien ertönte, Beschim Drohungen wurden ausgerufen; durch die von ten Fensterscheiben versuchten Männer und spucken. Gleichmütig stehen unsere Wä⸗ dabei. Eine Dame mit der Binde zes am Arme

kein Fuchs 2 as cha. Dieser hat zwar in den zwei Mo⸗ V

ausgesetzt waren.

lt möglichst 5 1 5 U mögli überall zu zeigen. of einfuhren, so war dort ank det, daß gefangene deutsche Offi⸗ war unser Wagen auf bei⸗ schlecht und Alters dicht um⸗

sie e nach Durazzo zurückschickte. und die eben noch anf

g 4 2 3 1 1 keiner Weise. San Giuliano seinerzeit in einer Anzahl von Briefen bei den Beschimpfungen so häufig das Wort assassin fiel.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 8. Januar 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Kriegsfreiwilliger Johs Macrander, Landw.-Inf.-Reg Nr. 116, aus Wetzlar. Ersatzreservist Fr. Schatz aus Blas- bach. Offizier⸗Stellv. Lehramtsassessor Karl Wißmann a Darmstadt. Fähnrich z. S. Werner Petzel aus Wiesbaden. Musk. Aug. Molitor, Inf.⸗Regt. 118, aus Winkel. Kriegs sreiwilliger Carl Heyn, Res.-Inf.⸗Regt. 222, aus Alsseld. 5 8 880 Hans Haeberle, Landw.-Inf.⸗Regt. 119, aus Dillen⸗ urg. 5 9055 Liste der mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeits medaille Ausgezeichneten des Infanterie⸗Re ments Kaiser Wilhelm(2. Großh. Hess.) Nr. 116: 1. Eisernes Kreuz: Leutnants d. R. Petry, Adam, Freitag, Blaas, Herb, v. Bethmann, Fischer, Wehrheim. Oberzahlmeister Becker aus Rainrod. Zahlmeister 18 Gardelegen. Obermusikm. Löber aus Gießen. Off.⸗Stellv. ff. Stellv.

Günther, Regimentsschreiber, aus Engelrod. S Voets, M.⸗G., aus Köln⸗Nippes. Feldw. Möckel, 1 aus Watzenborn. Feldw. Schardt, 2. Feldw. Beuler, 5. Komp., 5 Rumpf,

aus Heßler, Laucht, 3., aus Allna, Böcher, 3., aus III Philippi, 12., aus Lichtenberg, Leonhardt, 12., aus Vill

1 ff der republikanischen Kreise halten sich aber wohl oder übel vom] galt lange als der vollkommen Die Pariserin im iege. Roten Kreuz fern und haben ein Grünes Kr. daneben gibt es noch ein Blaues Kreuz, J ht! sondern der Pferde annimmt. Man sieht, daß die soziale Frankreichs trotz der nationalen Einig⸗ emüber durch den Krieg doch nicht hat ganz

euz gegründet, und das sich aber nicht der

g des modernen keit dem Feinde geg überwunden werden

Will man vom Leben der

r Pariser Frauenwelt im Kriege ein wirkliches Bild erhalten,

den Sprung von der Dame zur Halbdame nicht scheuen. Das Uebergangsglied bildet der Stand spielerinnen, der ja so vielerlei Elemente, darunter na⸗ ge und angesehene, vereinigt. Zahlreiche sind bald nach Kriegsbeginn in die Pro⸗ verwundeten Vetter zu ist, wie gebührlich, dem Bordeaux gefolgt; andere Stille auf eine kleine Be⸗ 0 o, die ihnen gehört, ogen. Auch die typische PariserDa besitzt in der Regel irgendwo und dort, wo sie auch wohl Kriegszeit Zuflucht gesucht. Zu Pariser Halbwelt in der Hauptsache die von den 25 Arbeitslosen i Bleibt noch die frü Hanse der sprechen Es versteht f ode in dies die Wichtigkeit verloren hat Der alte Pariser Leichtfinn i Lag tot und dahin; man denke, daß dieVie parisienne eine Nummer egen sie her, 1 zu sehen war ese Zeitschrift kennen

der türlich auch viele würdi r 1 eme 0 0 kleine Schauspielerinnen b von Frauen errichtet. Sie nähen Leinwand, stricken Wol- vinz abgereist, wo fie angeblich einen 5 pflegen haben. Die eigentliche Halbwelt Präsidenten und der Regierung nach von diesen Damen haben sich in aller 0 sitzung in der Normandie oder sonst wa id greise, grauhaarige Witwen, vor allem aberM' gezo, ume aus dem Nacht⸗Café 15 in der Provinz ein Stückchen Land, ihre Familie hat, hat sie für die Zurückgeblieben sind also von der nur die kleinenTrottins, Sous leben, die die Bürgermeister täglich den hrer Bezirke auszahlen. her so unendlich wichtige Modefrage zu be⸗ ich, daß die Mode in dieser Zeit ist fürs erste

hat, in der nicht eine einzige nackte Frauengestalt Das ist nicht vorgekommen, so lange Men⸗ Um aber von der Mode zu allgemein getragen wird die schottische Haube, die man in Paris Polizeihaube(bonnet de police) nennt. Die Modepro⸗ daß die elegante Dame Bluse mit serbischen Stickereien, chelner Spitzen tragen wird. Also der der Aber es ist doch nur ein kleiner Kreis von Pariserinnen, der leichen überhaupt noch ein wirkliches Interesse übrig hat. illionen Französinnen sind jetzt ohne ihren Mann, und die Zeit lastet auf diesen armen Geschöpfen viel zu W 5 e ein Interesse dafür aufbringen könnten, in diesem Salon findet denn auch nur Dreibundsbegeisterung in der Kleidung erkennbar zu machen.

pheten erklären inter eine russische[ Die neuen Ausgrabungen vervollständigten die früheren Ent⸗ einen schottischen Rock und Me⸗

ganze Drei⸗ oder Vierbund![Mithrasheiligtum, in dem bereits früher Teile einen

für d Drei N schwere

am Eingang des Mithräum zwei Gräber freigelegt, die Kno hart, als daß si

wahrscheinlich von Opfertieren, enthielten und die öhle

aus mächtigen Blöcken von Tuffstein gebaut ist und augen⸗

Wichtige Entdeckungen in einer altrömi⸗sscheinlich der frühesten republikanischen Zeit angehört,

0 en zum Trotze lehnen sie es sogar ab, Frauen zusammen zu arbeiten. Die Pariserinnen

ste Typus der konstantinischen Basilika, bis im Jahre 1857 der Prior des daneben lieg 2 trischen Klosters Pater Mullooly feststellte, daß die ursprüngliche zum Andenken an die Märtyrer im 4. Jahrhundert erbautg Kirche darunter gelegen ist. Er entdeckte unter den Fundamen 5 der heutigen Kirche den Originalbau mit seinen Marmorsäulen,

die noch aufrecht standen, verborgen in dem Mauerwerk, das die darüber gelegene Kirche trug, ein beträchtliches Stück des Mosaik⸗ fußbodens und große Teile eines Freskos, das Szenen aus dem

Leben des hl. Clemens, Alextus und anderer Märtyrer darstellte. Am Ende des linken Seitenschiffes wurden Stufen gefunden.

die zu einem Hause aus der Zeit des xömischen Kaiserreiches hinunterführten, dessen eines Zimmer, direkt unter der Apsis der unterirdischen Basilika gelegen, als das Domminicum Clemen⸗ tis erkaunt wurde, während man in einem andern Raum einen kleinen Tempel des Mithras feststellte. Unglücklicherweise wurde bald nach dieser Ausgrabung der ganze Untergrund der Kirche unter Wasser gesetzt und war völlig unzugänglich, so daß weitere Forschungen nicht unternommen werden konnten. Der jetzige Prior des irischen Dominikanerklosters von San Elemente Pater Nolan hat nun nach mehr als einem halben Jahrhundert die 7 damals unterbrochenen Forschungen zum glücklichen Ende ge⸗ führt. Nachdem die Mitetl in Amerika gesammelt waren, wurde am 10. Juni 1902 der Bau eines Tunnels begonnen, der von einem Punkt in einer breiten Cloaca in der Nähe des Konstantin⸗ bogens in einer Tiefe von 3045 Fuß und in einer Entfernung von 200 Meter zu dem Unterbau von San Clemente führte. Das schwierige Werk konnte erst in diesem Jahre vollendet werden, und nun wurde die große Wassermenge, die wahrschein⸗ lich durch den Bruch eines alten Aquäduktes berursacht war, abgeleitet und floß durch den neuen Tunnel zu der Cloacag Maxima und von da in den Tiber. Nolan konnte nun unge⸗ hindert weitere Entdeckungen vornehmen, die mit größter Sorg⸗ jalt gemacht wurden und zu sehr interessanten Resultaten führten. 2 2 deckungen und fügten ihnen weitere hinzu. So wurden in dem

Reliefgrupve gefunden worden waren, nunmehr weitere Stücke entdeckt, die ein prächtiges Bildwe rk vervollständigen, das das Opfer des Stieres durch Mithras darstellt. Sodann wurd

eine Wasserleitung festgestellt, in der die Taufe beim Mith kult stattfand. Endlich wurde ein großer Raum durchforscht,

mischen Kirche. Ueber neue bedeut

same Entdeckungen in der Kirche von San Clemente wird aus

die man früher die Königsperiode nannte. Die Tuffsteinblöcke Rom berichtet: Die Kirche

sind von einem Gesims aus Travertin bekrönt und erinnern in