Ausgabe 
(7.1.1915) 5. Erstes Blatt
Seite
32
 
Einzelbild herunterladen

Englische Heraus forderungen gegen die Neutralen. Hristiania, 6. Jan.(Ctr. Blu.) Der hiesige eng! lische Gesandte hat dem norwegischen Ministerium des Aus⸗ wärtigen mitgeteilt, die englische Regierung habe nunmehr allen neutralen Fischdampfern das Anlaufen von allen Häfen Großbritanniens und Irlands ver⸗ boten. Das Gesetz tritt sofort in Kraft.

Eine Veränderung im englischen Kabinett.

Berlin, 7. Jan. Die Londoner radikale Presse Elanbt, so wird dem BerlinerLok.⸗Anz. und derTeutschen Tagesztg. über Kopenhagen gedrahtet, daß eine weitere Veranderung in dem Kabinett bevorsteht. Man erwartet, daß der Staats sekretär für Irland zurücktreten und Herbert Samuel, der an der Ausarbeitung des Home Rule⸗Gesetzes lebhaften Anteil genommen hat, sein Nachfolger werde. Die englisch⸗ameritanische Streitfrage. London, 6. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Die Blätter melden aus Washington: Die Erklärung, daß England allen Schaden, den die Kontrebande⸗ Bekanntmachung den amerikanischen Reedereien zugefügt hat, bezahlen will, ferner die Erklärung, daß seit dem 4. Dezember keine für Italien bestimmten Schiffe mehr in Gibraltar zurück⸗ ten worden seien, erweckt in Amerika allgemeine 2 riedenheit. Man betrachtet diese Mitteilung als Vorläu einer zufriedenstellenden Regelung der Streitfrage. Wasbington, 6. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Meldung ves Reuterschen Bureaus, Präsident Wilson hat an die ame⸗ rilanischen Reeder ein Nen gerichtet, in dem er ausdrücklich betont, die Schiffspapiere vollständig und auszufüllen, um den Aufenthalt zu vermeiden, den das urchsuchen der Ladung für den Durchfuhrverkehr mit sich bringt. Das Rundschreiben führt aus, daß Falle vorgekommen seien, wo die Schiffs papiere ungenau und unvollständig ausgefüllt waren und die Art der Ladung verheimlicht wurde und daß einige solcher Fälle einen Verdacht auf den amerikanischen Handel im allgemeinen werfen konnten. Wilson ersucht das Publikum um Mitwirkung, um den in der Kriegszeit unvermeidlichen Aufenthalt auf das eringste Maß zurückzuführen und zu verhindern, daß die Reeder Handel unnötige Schwierigkeiten machen. Das Rund- schreiben teilt schließlich mit, daß immer, wenn die Reeder es wünschen, Zollbeamte die Ladung untersuchen und eine Erklärung über die Vollständigkeit und die Richtigkeit der Schiffspapiere ab⸗ geben sollen. g

Deutsche Flieger über dem englischen Lager bei Lüderitzbucht.

Kapstadt, 6. Jan.(WB. Nichtamtlich.) Zwei deutsche Flieger erschienen über dem englischen Lager bei Lüderitzbucht und warfen einige Bomben ab.

Eine bulgarisch⸗rumänische Verlobung.

Wien, 6. Jan.(Ctr. Blu.) Das BlattGolos-Moskwy verzeichnet das Gerücht von der angeblich bevorstehenden Ver- lobung des Kronprinzen von Bulgarien, Boris, mit der rumänischen Prinzessin Elisabeth.

.

A'is dem Reiche.

Zum 70. Geburtstag des Königs von Bayern. Berlin, 6. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DerReichs⸗An⸗ peiger schreibt: König Ludwig von Bayern vollendet am 7. Januar sein 70. Lebensjahr. Ueberall in Deutschland ieser Königs- Geburtstagsfeier die Empfindungen herz⸗ Verehrung und Dankbarkeit entgegengebracht. Sie gelten scher, der in dieser ernsten Schicksalszeit für unser

8 0

Fal sprach König wig die denkwürdigen Worte: mehr, ein Grund mehr, uns zusammenzuschließen! waren gewisse Hoffnungen der Gegner zer- l 1 hatten, in dem großen Ringen um die deutsche W zwischen Nord und Sud her⸗ lassen. die eherne Geschlossenheit, in der Deutsch⸗ lands Fürsten mit ihren Völkern den Feinden gegenüberstehen, ist diese Haltung König Ludwigs vorbildlich gewesen. Sein Herz rt Sieg der deutschen Sache. Wiederholt hat er die Truppen, an deren Spitze sein Sohn, Kronprinz Rupprecht, der Sieger in der großen Schlacht bei Metz, steht, Felde besucht, und sich überzeugen können, daß Bayerns tapfere der Schrecken der Feinde und der Stolz des deut⸗ 8 Heeres sind Alle seine Kundgebungen atmen die uner⸗ iche Zuversicht auf einen für Deutschland ehrenvollen 1 des gewaltigen Krieges. So ist der würdige König im Silberhaar treu und hochgesinnt dem Kaiser in schwerer Zeit an die Seite getreten. Dafür danken ihm an seinem Ehren⸗ alle Deutschen mit herzlichen Wünschen für eine lange

Führung seines Königtums.

*

Deutsche Reformen in Elsaß-Lothringen.

n(Elsaß), 6. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Die Korrespondenz verössentlicht eine von den Kommandieren⸗ den Generalen des 14, 15., 16. und 21. Armeekorps 11 Verordming, durch welche mit Gültigkeit ab 15. Januar 1915 das Gebiet der deutschen Geschäftssprache gegenüber den bisherigen Bestimmungen unter Aufhebung der Ausnahmeverord⸗ nungen von 1877 und 1882 namhafterweitert wird. Nicht einbegriffen sind in Lothringen der Stadtkreis Metz sowie näher bezeichnete Ortschaften des Kreises Diedenhosen-Ost, Diedenhofen⸗ West, Belchen und Chateau Salins, serner gewisse Orte in den 1 schen Kreisen Molsheim und Schlettstadt sowie der Ort Deuts ach im oberelsassischen Kreise Rappoltsweiler. Die 2 verbietet unter Androhung pon Gefängnisstrasen bis u einem Jahre u. a. in 3 die Anbringung von franzosi⸗ chen Inschriften, Aufschriften und Anschlägen in öffentlichen traßen, insbesondere auch in Verkaufsläden und sonstigen Ge⸗ schäftsräumen. Der äußere Aufdruck auf Geschäftsbriese, gen, Quittungen und n Geschäfts papieren ist vom 15. Jan. ab im Gebiet der deulschen Geschaftssprache nur in deutscher Sprache ttet. Auf die bisher üblichen Warenbezeichnungen findet die rdnung keine Anwendung. Die Buch- und Rechnungsführung sämtlicher Gewerbetreibender hat nur in deutscher Sprache zu er⸗ folgen, die Rechmungsführung darf in beiden Sprachgebieten nur in deutscher Währung erfolgen. Schließlich verfügt die Verord⸗ mung, daß Vereinstrachten und Uniformen, die in ihrem Schnitt ader ihren Abzeichen fremdländischen Uniformen ähnlich sind, nicht 8 sind. Der Gebrauch der französischen

U 1 ignaltrompeten (Clairons) ist verboten.

Deutsche Staͤdte und die. mit Oesterreich⸗ ngarn.

Wien, 6. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieNeue Freie Presse bergssenttien den Neujahrsgruß des Sbert i wernelerz von Breslau, Matting, an die Stadt Wien, in welchem es 2 Die Stadt Breslau benutzt die Gelegenheit, das Bundes⸗ verhältnis der beiden be barten Kaiserreiche zu begrüßen, das jetzt zu der glänzenden Waffenbrüderschaft ihrer Heere und Ma⸗ rinen hrt hat. Oesterreich-Ungarn darf von dem grenzenlosen Dank der schlesis Provinz und ihrer Hauptstadt g die sie 1 eere e, inen beträchtlichen Anteil in Mipruch nehmen. Halten wir in zäher Ausdauer durch bis ans Ende; der Friede soll uns dann in unlösbarer Kulturgemeinschast sehen, die der feindlichen Unwahrhaftigleit und Wega um Trotz der ganzen Welt zum Segen gereichen soll. Der Ober- bürgermeister von Köln, Wallraf, schreibt in seinem Gruß: Nun, da die wichtigste Stunde unser Bündnis erprobt hat, da

wir auf die heldenmütigen Söhne Oesterreich-Ungarns wie auf die eigenen Kinder in froher Zuversicht auf den Sieg und dem Frieden der Zukunft. Ter Oberbürgermeister von Stutt⸗ gart, Lautenschläger, schreibt: Oesterreich-Ungarns Siege sind unsere Siege, seine Verluste find unfere Verluste. Tas macht nicht allein die Bundes genossenschaft der Waffen, sondern vor allem das Bewußtsein der Gemeinschaft der Kultur, das nie le- bendiger und erhebender war als jetzt. In diesem Zeichen müͤssen wir siegen. 5 5

Charlottenburg, 6. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Die Charlottenburger Stadtverordneten versammlung stimmte einstim⸗ mig und ohne Debatte der Vorlage des Magistrats zu, zur Hindenburgspende für das Ostheer 30 000 Mark und als für den türkischen Roten Halbmond 4000 Mark zu be⸗ willigen.

Aus Mexiko.

Veracruz, 6. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Anhänger Carranzas haben Puebla genommen und den Erappen Villas schwere Verluste beigebracht.

Ein Ultimatum der Union an Mexito?

Amsterdam, 6. Jan.(Ctr. Frft.)Daily Telegraph meldet: Die Vereinigten Staaten haben ein Ultimatum an Mexiko gerichtet, worin gesagt wird, daß der erste Zusammenstoß, der jenseits der Grenze in der Gegend von taco und Douglas fallen werde, zum Resultat haben werde, daß die Vereinigten Staaten die Feindselig⸗ keiten eröffnen werden.

Aus Stadt und Cand. Gieben, 7. Januar 1915. Bon dex Stadtverordnetenwahl. Unsere vor nunmehr einem Jahre erfolgte Stadt- verordnetenwahl, bei der es sich um die Wiederwahl von 4 älteren Mandatsinhabern und um die Neuwahl von 13 erledigten Sitzen handelte, ist bekanntlich infolge Protest⸗ erhebung von den Verwaltungsgerichtshöfen in zwei Instanzen wegen formaler Verstöͤße beim Wahlakt für ungültig erklärt worden. Noch vor Ausbruch des Krieges hat das Urteil des Provinzial-Ausschusses die Rechtskraft erlangt und es hätte nun eine Neuwahl, erfolgen können. Da brach der Kcieg aus, zahlreiche Wähler rückten mit in das Feld, aber durch die Mobilmachung war bei einer doch etwa vor genommenen Neuwahl auch die daheim gebliebene Wähler schaft in der Auswahl der Kandidaten für die Stadtverord netenversammlung beschränkt, weil eine Anzahl hierfür recht geeigneter Männer durch ihre vorübergehende Zugehörigkeit zum Heere nicht wählbar waren. Die Wahl hatte auch nach dem Ausbruch des Krieges keine besondere Eile, man ließ stillschweigend eine Neuwahl auf sich beruhen, weil die Versammlung, unter Mitrechnung der vier wiedergewählten Stadtverordneten und derjenigen Stadtväter, deren Mandat zwar abgelaufen ist, die aber eine Wiederwahl abgelehnt hatten, noch ¼, nämlich 24 ihrer Mitglieder zählte und die Vornahme einer sofortigen Neuwahl deshalb nach der Städte- ordnung nicht zwingend war. Es bestand die Absicht, die Wähler erst nach Beendigung des Krieges wieder an die Urne zu rufen. Da starb plötzlich unerwartet Stadtverordneter

[Helm; die Zahl der Stadtväter sank auf 23, befand sich

der Zahl nach unter den gesetzlich vorgeschriebenen/ der ordentlichen Mitglieder, und nun war der Oberbürgermeister nach dem Gesetz verpflichtet, sofort eine Neuwahl an- zusetzen. Die durchschlagenden Gründe, die Wahl während der Dauer des Krieges nicht vorzunehmen, blieben weiterbestehen, und es blieb nichts weiter übrig, als durch ein Notgesetz die Verschiebung der Wahl herbeizuführen.

Es haben nun auf Antrag des Landtagsabgeordneten Justizrat Grünewald beide Kammern der Landstände ein dahin gehendes Gesetz beschlossen, gleichzeitig aber auch die Beschlußfähigkeit unseres Stadtparlaments den veränderten Verhältnissen entsprechend in der Weise geregelt, indem nicht

müssen(ein Mitglied mehr als die Hälfte des gesetzlich auf 36 Mandate normierten Sollbestandes der Versammlung), sondern, um vollgültige Beschlüsse zu fassen, die Anwesenheit von der Hälfte der jedesmal noch im Amte befindlichen Stadtverordneten(augenblicklich also 12) genügt. Das Not- gesetz ist zwar noch nicht verkündigt, so daß die Stadt- verordneten-Versammlung in ihrer Zusammensetzung eigentlich gegen das noch geltende alte Recht verstößt. Es ist aber wohl zu erwarten, daß das Remedur schaffende neue Gesetz

bald veroffentlicht wird. *

Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Kriegsfreiw. Gg. Moter aus Darmstadt. Kriegsfreiw. Wilh. Brandstetter, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222 aus Wetzlar. Landwehrm. Gottlieb Docter, Res.-Inf.⸗Regt. 81 aus Obern⸗ dorf. Reservist Phil. Janne, Res.-Inf.⸗Regt. 118 aus Rohrs⸗ bach. Musk. Wilh. Nu p p, Inf.⸗Regt. 118 aus Alsfeld Unteroff, d. Landw. Georg Bernius aus Darmstadt. Off. Stellv. Ernst Kantzen bach Res.⸗Inf⸗Regt. 118 aus Hanau. Freiw. Friedrich Die g, Res.⸗Inf.⸗Regt. 88 aus Hanau. Oberleutnant Amtsrichter Robert Weltert, Res.-Inf.⸗Regt. 221 aus Darmstadt. Landwehrm. Forstschütze Johs. Maul, Inf. Regt. 87 aus Willofs. Gefr. d. Landw. Heinr. Weitzel, Nef In].⸗Regt. 116 aus Grebenhain. Musk. Valentin Brehm, Jaa 168 aus Offenbach. Ref. David Miche ls, Inf Negt. Ils aus Worms. Vizewachtmeister d. Ref stub. ing. Wr aus Wiesbaden. Leutn. Hans Henning, Feld-Art.⸗Regt. 34 aus Wiesbaden.

*

n Kriegssammlung der Universitäts⸗ Bibliothek. Wir empfinden jetzt alle, daß wir in der Gegenwartein Stück Geschichte erleben und wir sind dessen ewiß, daß der Weltkrieg 1914/15 die geschichtliche For⸗ scung beschäftigen wird. Daraus ergibt sich die Pflicht, alles zu bergen, was dieser Forschung 2 von Wert und Nutzen sein kann. Die Ereignisse im Feld in ihren Vor⸗ bereitungen und Folgen müssen einmal bis ins einzelne auf⸗ r und in ihrer Verflechtung erkannt werden; nicht min⸗ er wichtig ist aber die Teilnahme der Heimat am Kriege, der Rückhalt, den sie durch tätige Hilfe und unbeirrte Zuver⸗ sicht dem kämpfenden Heere gewährt. Auch hierüber wird der Geschichtsschreiber der Zukunft sich unterrichten wollen und

werden, was uns jetzt nur örtlich bedingt oder überhaupt te erscheint. Die Kriegssammlung der Universitäts⸗

ibliothek soll nach e alle in der Stadt und im Kreise Gießen währendder Kriegszeiterschei⸗ nenden Erzeugnisse de r Druckerpresse umfassen,

wir auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden sind, blicken

alle Bücher, Broschüren, Flugblätter, Anschläge, Gedichte

mehr 19 Mitglieder zur Beschlußfähigkeit anwesend sein] Sa

manches wird ihm in seinen Zusammenhängen bedeutsam] Lu

r

lage Bezug genommen wird, auch Bilder und Bildkarten licher Art, die aus hiesigen Druckereien hervorgehen oder hiesige Besteller gedruckt werden. Die Unipersitäts⸗ Bibliothek bat. den Gießener Anteil an der für das Reich vor⸗

esehenen Sammlung der Königlichen Bibliothek in Berlin

bernommen. Die Direktion bittet darum jedes Stück in möglichst drei Abdrücken einzusenden. Auch Gaben aus den weiteren Gebiete der Kriegsliteratur sind jederzeit will⸗ kommen.

* Vom Infanterie-Regiment 116 ist dem Ersatz-Bataillon folgendes Dankschreiben en: Das Regiment dankt herzlichst für die überr nachtsgabensendung, die es ermöglichte, jedem Unteroffizier und un eine Weihnachtsfreude zu Den dern bittet das Regiment seinen tiefgefühltesten Dank zu übermitteln, da das iment au ande ist, bei der Fülle der eingegangenen Liebesgaben allen zu danken. Das Regiment t die Kameraden des Ersatz-Bataillons bestens. Es verspricht weiter, wie bisher, vor dem Feinde seine Pflicht zutun.(gez.) Rothard. i

Die in vorstehendem Schreiben genannten Lieb waren teils aus Mitteln des Ersatz-Bataillons, Geldmitteln beschafft, welche von privater Seite dem Bataillon mit der Bestimmung überwiesen waren, nur für das aktive Regiment verwandt zu werden. Auch Liebe in Natur waren von verschiedenen Seiten für unser Regi⸗ ment gestiftet worden. Die ganze Sendung gelangte mit dem Nachersatz am 19. 12. 14 zum Regiment.

* Ein Dankschreiben vom Landsturm in Rußland. Dem hiesigen Zweigverein vom Roten 9 ging folgendes eiben zu, um dessen Aufnahme man bittet:

Aus den 1 bei Sch. den 30. Dez. 1914.

n

die hochgeschätzte Geschäftsleitung des 3 8 den Der Wunsch der Mannschaften meiner Gruppe, sowie mein eigenes persönliches drängen mich Ihnen, meine hochverehrten Damen und unser alle Alb Dank auszusprechen für 4* an uns verteilten Liebes gaben, die größtenteils aus 1 Sammelstelle hervorgingen. Die aus dem ganzen He lande in so überaus reichlicher Anzahl stammenden Spen⸗ den zeigen uns, daß wir hier vor dem Feinde Tag und Nacht wachenden und kämpfenden Landstürmler5 allein stehen. Nein, hinter uns stehen unser ganzes Volk, unsere Familien, unsere Lieben in der 2 Und wahrlich, die uns gewordenen Liebesgaben zeugen ja deutlich wie jedes einzelne Herz in der Heimat bei uns, mit uns um unseren schweren Dienst fürs Vaterland so viel wie lich erleichtern. Leider ist es nicht möglich, den ei nen Spendern, die ihre Namen nebst herzlichen dene grüßen beifügten, persönlich unseren Dank auszud was wir gewiß gerne getan hätten. Jedoch der Transport und das Verteilen bei den gegenwärtig hier starken Schneestürmen hat manchen lieben bernamen unleserlich gemacht oder hinweg in alle Winde gejagt. G sei ihnen deshalb hier als Ersatz um so herzlicher kt. Und noch eins: Wenn ich den Namen Ihrer schönen

und Lieder, geschäftliche Drucksachen, in denen auf dene

aus

*

in den Zeit vom 5. Oktober bis 11. November

2. Komp. des dortigen Ersatz⸗Bataillons unter

lichen Führung des von uns allen hochgeschätzten

Oberleutnants Sch. anzugehören und.

ehendste Gastfreundschaft meines.des

1115 Schneidermeisters Sch. zu genießen. So bin ich ßen doppelt Dank schuldig.

In der felsenfesten Hoffnung und dem Vertuauen auf Gott und unsere gute Sache, sehen wir dem 714 Frie- den und einem baldigen frohen Wiedersehen in entgegen.

enden zu einer Zugabe 2 Mit viel Humor vorgetragen, bildete die Ros⸗ echteAls

abend für die dort untergebrachten Soldatengedichte Eichendorff

St f 1 5 ichten aus dem

ere a a Otto Höcker sen. und i inger, cand. wurde eine kleine Pause glücklich gefüllt. Ein fee i

als i über alles den

des LiedesDeutschland . beschloß.

Der Verzicht auf Weizengebäck. Gegenstand sendet uns eine n noch liche Mahnung:Unsere Statistiker sagen uns: we deutsche Volk weiter 2 i ehl verbraucht wie bisherigen Kriegs monaten, so zu Ende sein, denn die 40 Millionen in Friedenszeiten jährlich einführen,

Haup m fall. Wenn unser Vorrat aber Sa e de u e

8 5

Schwachen, die nur Gebäck aus izenmehl verdauen können, bedauerlich. Schon seit Monaten haben Weiter⸗ blickende die Mahnung ertönen lassen, bei Zeiten

N 3 q fast 4 ster er en c fand f

nach und sonstigem f

An den Feiertagen konnte man in Stadt und beobachten, daß kuchen und seines Gebäck aller Art in herkömmlicher Weise massenhaft verzehrt wurde. Die