Ausgabe 
(6.1.1915) 4. Erstes Blatt
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für die 350 Mann des Generalkommandos abgehalten.

blutigen Ringen steht und den größten Entbehrungen

ausgesetzt ist. Wir müßten uns schämen, wenn wir nicht ein⸗

mal ein so kleines und unbedeutendes Opfer zu bringen ver⸗

möchten. Weihnachten ist vorüber und es sind gewaltige Men⸗ gen von Weizenmehl zu Kuchen verwendet worden. Damit sei es aber genug. Von jetzt ab gehört kein Kuchen mehr in ein deutsches Haus!

* Helft unsern tapfern Fliegern. Dank dem Entgegenkommen unserer deutschen Presse hat die Sammlung des Teutschen Luftflottenvereins für die Familien der im Felde stehenden Flieger⸗ und Luftfahrermannschaften sowie für Ver⸗ wundete bezw. die Hinterbliebenen gefallener Militärpersonen derDeutschen Luftflotte bisher einen recht günstigen Erfolg gehabt. Soll die Sammlung aber ihren guten Zweck ganz erfüllen, so darf die Gebelust des deutschen Volkes für unsere tapferen Luftpiloten nicht erlahmen. Man bittet daher, weitere Spenden aus Gießen und Umgegend mit dem Vermerk Beitrag zur Kriegsluftflotte an die Geschäftsstelle des Deut⸗ schen Luftflottenvereins, Ortsgruppe Gießen, an die Mitteldeutsche Creditbank, Niederlassung Gießen, zu senden.

Herberge zur Heimat. Nachträglich wird uns von der Weihnachtsfeier in der Herberge zur Heimat berichtet. Sie stand auch unter dem Zeichen des Krieges. Sonst oflegte die Zahl der Gäste dabei so groß zu sein, daß der Saal sast zu eng dafür wurde. Diesmal fanden sie alle an zwei Tischreihen Platz, und ihrer waren nur gegen dreißig. Zumeist waren es alte, verwitterte Kunden von der Landstraße, zum Teil erbarmungs⸗ würdige Gestalten. Fast ganz fehlten die jüngeren, arbeitssähigen Leute. Die hatte wohl zumeist gewiß vielen zum Segen der Krieg von der Landstraße weggebracht. Im übrigen verlief die Feier in der gewohnten Weise. Die Familie des Hausvaters er- freute die Gäste durch schöne Vorträge zu vier Händen auf Klavier und Harmonium und durch Deklamation von sinnigen Gedichten. Das zarteStille Nacht erklang dann aus dem Munde der Gäste selbst unter Hornbegleitung. Das war zwar nicht gerade zart, aber es hatte doch etwas unbeschreiblich Rührendes. Ebenso das alteO du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit. Es zuckte dabei doch in manchem alten Gesicht, als ob verklungene Erinne rungen in der Seele aufwachten. Pfarrer Schlosser verlas das Weihnachtsevangelium, an das er eine berzliche Ansprache mit Gebet schloß. Vor jedem Platz stand ein Gabenteller mit Zigarren, Tabak, Aepfeln und Weihnachtsgebäck. Dann wurden sie alle mit Speise und Trank reichlich erquickt. Mit das Beste wartete noch am Morgen für sie, wo der Hausvater aus dem von mildtätigen Freunden des Hauses gespendeten Vorrat von Kleidern, Wäsche, Strümpfen und Schuhen austeilen konnte. Dafür, sowie für die Gaben an Geld(75,50 Mk.), an Zigarren, Tabak, Wurst usw. fühlt sich die Herberge allen Wohltätern zu herzlichem Dank verpflichtet.

2 Landkreis Gießen. Londorf, 5. Jan. Am 1. Christtag wurde, wie wir einem Feldbriese entnehmen, im Standort des Generalkommandos des 18. Reserve-Armeekorps eine erhebende Weihn 8 ach dem Gottesdienst wurden sechs Leute durch Verleihung des Eiser nen Rreuzes ausgezeichnet. Unter ihnen befand sich aus unserer Gemeinde auch der Gefreite Peter Stier. 0 X Grüningen, 6. Jan. Am 3. Januar abends er⸗ eignete sich auf der Straße nach Lang⸗Göns ein Auto⸗ Unfall, der leicht schlimme Folgen hätte nach sich ziehen können. Ein mit einer Jagdgesellschaft besetztes Automobil kam von der Straße ab und geriet über den Graben in Pflan⸗ zungen und Zäune hinein. Die Insassen kamen mit leichten Verletzungen davon und konnten, nachdem sie von den Um⸗ wohnern aus ihrer mißlichen Lage befreit worden waren, ihre Fahrt fortsetzen. -m. Hungen, 5. Jan. Auf Veranlassung des hiesigen Gewerbe⸗

vereins hielt 3 abend im Saale derTraube Reallehrer

Kahl⸗Darmstadt einen Vortrag, zu dem sich eine zahlreiche Zuhörerschast eingefunden hatte, welche Bürgermeister Fendt mit einer kurzen Ansprache begrüßte. Der Vortragende behandelte dann die Ursachen und den bisherigen Verlauf des Krieges, sowie seine Wirkungen auf das Volks- und Wirtschaftsleben und entwarf ein klares Bild über die gegenwärtige Kriegslage. Besonders scharf verurteilte er das Verhalten derjenigen, die sich durch eine oft ganz ungerechtsertigte Preistreiberei in dieser Kriegsnot noch zu be⸗ reichern suchen. Reicher Beifall wurde dem Redner am Schlusse eines begeisterten und sesselnden Vortrages zu teil. Nach dein Vortrag wurde eine Sammlung für Kriegszwecke veranstaltet, die den Betrag von 75 Mk. ergab.

Kreis Lauterbach.

O Lauterbach, 4. Jan. Eine hiesige Witwe, die schon seit einigen Tagen vermißt wurde, ist in einem Wiesengraben an dem Rudloser Weg tot aufgesunden worden. Da sie nur sehr not- dürstig gekleidet war, dürste der Tod durch Erfrieren em⸗ getreten sein. Einer ihrer Söhne ist vor kurzer Zeit in Frankreich

esallen und ihre Entfernung dürste vielleicht mit der Trauer über en Tod ihres Sohnes zusammenhängen.

Kreis Schotten. O Eichelsachsen, 4. Jan. Von den Folgen des Welt- krieges ist bis jetzt unsere Gemeinde noch, was Menschenleben an- seht, verschont worden. Von den über 50 ausgezogenen, Kriegern ind nur einige verwundet und ein Mann gilt seit Ansang des Krieges als vermißt.

3 Starkenburg und Rheinhessen.

m. Hainstadt,. Jan. Ein schwerer Unglücksfall mit tötlichem Ausgang trug sich auf dem hiesigen Gruppen- aswerk zu. Der Gasmeister Milo war in Gemeinschaft mit ö Gasarbeiter Jung mit dem Ausbessern einer Verdichtung des Kanals beschäftigt, der zum Gatometer führt. Infolge des aus- strömenden Gases wurde dieser alsbald betäubt und stürzte in den Schacht. Der Arbeiter Jung kam dem Verunglückten sojort zu Hilse, wurde aber gleichfalls durch das Einatmen des Gases bewußtlos. Der Vorfall wurde von dem Personal bald bemerkt und schließlich die beiden Verunglückten in völlig bewußtlosem Zu- slande hervorgeholt. Die Wiederbelebungsversuche hatten bei dem Arbeiter Jung nach stundenlangen ärztlichen Bemühungen Exsolg, doch gelang es nicht, den Gasmeister Milo ins Leben zurückzu⸗

rufen, da der Tod schon eingetreten war.

Aus Rheinhessen, 5. Jan. Der 17jährige Schmiede geselle Peter Mahr teilte seinem Lehrherrn in Wörrstadt mit, dag ihm die hessische Tapferkeitsmedaille verliehen worden sei. 1 f i Hessen⸗Nassan..

b. Braunfels, 5. Jau. Das Ehrenmitglied des hiesigen Turnvereins, Herr W. C. Muschenheim in New Vork hat eine Spende von 1000 Mark für bedürstige Mitglieder

unseres Turnvereins überwiesen, von welchen Angehörige am Kriege teilnehmen.

b Frankfurt a. M., 5. Jan. In der Person eines gewissen Lakowski verhastete die Polizei einen falschen Ritter de Eisernen Kreuzes. Der Bursche trug stolz die Kreuze zweiter und erster Klasse, wußte gar gewaltig von seinen Heldentaten zu erzählen und war deshalb allerorten Gegenstand besonde er Auf merksamkeit. Jetzt entpuppte er sich als ein Schwindler erster Güt

h. Höchst a. M., 5. Jan. Ein hiesiger Bürger hat bis auf weiteres jeglichen Bezug von Frühstücksbrötchen aus Wei⸗ zenmehl für seinen Haushalt abbestellt und sich verpflichtet, die dadurch erwachsenden Minderausgaben von monatlich 6 Mk. dem Roten Kreuz zuzuführen. In einem öffentlichen Auf⸗ ruf weist jetzt der Landrat Dr. Klauser auf dieses Beispiel 2 und fordert zur allseitigen Nachahmung auf. Der Landrat

st hat sich sofort der Bewegung als zweiter angeschlossen. Gleichzeitig richtet er an die Kreisbewohner die Bitte, während des Krieges nur noch Kriegs⸗ und Kommißbrot zu essen und jeden Kuchengenuß im Hause grundsätzlich auszuschalten.

Bandel. g d Wiederausbeutung von Manganerzgruben im Lahngebiet. Man hört aus bergmännischen Kreisen: Die Vereinigten Hüttenwerke Burb sich-Eich-Düdelingen beabsichtigen, den Vetrieb itrer Manganerzgruben an der Lahn in der Nähe von Limburg wieder aufzunehmen.

Kopenhagen, 5. Jan.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Nationalbank hat mit Wirkung vom 6. Januar den Diskont⸗ satz von 6 auf Pro ent herabgesetzt.

Stockholm. 5. Jan.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die 5 hat den Diskont von 6 auf Prozent herab- gesetzt.

Wetteraussichten in Hessen am Donnrrstag, den 7. Januar 5: Abnahme der Bewölkung, meist trocken, wesiliche Winde, etwas

Letzte Nachrichten.

(W. T. B.) Großes Hauptquartier, 6. Januar, vorm. (Amtlich). Westlicher Kriegsschauplatz. Die Franzosen setzten estern die planmäßige Beschießung der Orte hinter unserer Front fort. Ob sie damit ihre eigenen Landsleute obdachlos machen oder töten, scheint ihnen gleichgültig zu sein. Uns schadet die Beschießung wenig.

Bei Souain und im Argonnerwald bemächtigten wir uns einiger Schützengräben, schlugen verschiedene feindliche An⸗ griffe zurück und machten 2 französische Offiziere und über 200 Mann zu Gefangenen.

Auf der viel unmstrittenen Höhe westlich Sennheim faßten die Franzosen gestern früh erneut Fuß, wurden aber mit kräftigem Bajonettangriff wieder von der Höhe geworfen und wagten keine neuen Vorstöße. 50 Alpenjäger wurden von uns gefangen genommen.

Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Ostgrenze und im nördlichen Polen auch gestern keine Veränderung. In Polen, westlich der Weichsel, stießen unsere Truppen nach Fortnahme mehrerer feindlicher Stützpunkte bis zum Sucha-Abschnitt durch. 1400 Gefangene und 7 Maschinengewehre fielen in unsere Hand. Auf dem östlichen Pilica⸗Ufer ist die Lage unverändert.

Oberste Heeresleitung.

Der Kaiser zum Ableben Anton v. Werners.

Berlin, 6. Jan. Aus Anlaß des Ablebens Anton v. Werners ist an die Tochter des Verewigten aus dem Großen Hauptquartier ein Telegramm des Kaisers ge⸗ langt, das nach dem Berl. Lokalanz folgenden Wortlaut hat:

An dem schweren Verxluste, den Sie mit Ihrem Bruder durch den Heimgang Ihres teuren Vaters erlitten haben, nehme ich den wärmsten Anteil. Ich habe in dem Verewigten nicht nur den gottbegnadeten Meister der Kunst verehrt, der mit seinem Pinsel die wichtigsten Begebenheiten der vaterländischen Ge⸗ schichte seinerzeit festgehalten hat und durch seine trefflichen Werke nach uns noch die Geschlechter erfreuen wird, seine glühende Vaterlandsliebe und seine Begeisterung für alles Gute und Edle haben ihm Mein Herz freundschaftlich nahe gebracht. In den Ehrentafeln der deutschen Kunst aber wird der Name Anton v. Werners immer mit goldenen Lettern geführt werden. Gott der Herr tröste Sie und Ihren im Felde stehenden Bruder in dieser schicksalsschweren Zeit, in der das Vaterland so viele seiner treuen Söhne zu betrauern hat. Ich habe meinen Generaladju⸗ tanten, Generalobersten v. Kessel, mit Meiner Vertretung bei der Beisetzung beauftragt. Gez. Wilhelm I. R. 451

Die Kaiserin ließ 2 durch Gräfin Brockdorff noch einmal schriftlich ihr Beileid ausdrücken. Im Auftrage des Kultusministers sprach Ministerialdirektor Schmidt bei Frl. v. Werner vor. Der Kultusminister gab in einer länge⸗ ren Drahtung noch persönlich seinem Beileid Ausdruck. Die Beisetzung wird am Freitag nachmittag im Erbbegräb⸗ nis der Familie in Schöneberg erfolgen.

Die Kämpfe bei Steinbach.

Berlin, 6. Jan. Ueber die Kämpfe bei Steinbach⸗heißt es in einem Genfer Telegramm des Berl. Lok.⸗Anz.: Die Ge⸗ fechte auf den Höhen von Cernay und um den Besitz des Dorfes Steinbach gehören nach den französischen Darstellungen zu den blutigsten des Feldzuges. Am erbittersten wurde in der Nacht auf Montag um die Steinbacher Kirchenplatzhäuser ge⸗ rungen. Hier erlitten die Franzosen die allerschwersten Verluste. Von einer endgültigen Entscheidung kann, da beiderseits Ver⸗ stärkungen erwartet wurden, keine Rede sein.

Die Tapferkeit der 47. Reservedivision.

Berlin, 6. Jan. Hohe Anerkennung wurde der Tapferkeit der 47. Reservedivision zuteil. Ihr Kommandeur, General von Bessel, erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse und Telegramme seitens des Chefs des Generalstabs im Auftrage des Kaisers und von Generalfeldmarschall von Hindenburg, in denen der Division für ihr tapferes Verhalten an der Seite der Bundesgenossen, be⸗ sonders in den Kämpfen südöstlich Krakau. gezollt wird. Auch Erzherzog Joseph Ferdinand und Feldmars eutnant Roth sandten Glückwunschtelegramme.

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Dir neuen Aushebungen in Frankreich.

Genf, 6. Jan. Die französische Presse, namentlich die Blätter sozialistischer Richtung, führen einen energischen Feldzug gegen die französischen Militärbehörden, denen man vorwarf, daß sie bei der jüngsten Aushebung keine ge⸗ nügend strenge Auswahl getroffen haben. Die Mannschaften seien nicht sorgfältig genug darauf un⸗ tersucht worden, ob sie geeignet sind, die ungeheuren Anstrengungen, die dieser Krieg von jedem im Felde befind⸗ lichen Soldaten verlangt, zu ertragen. Man sei vielmehr ganz summarisch verfahren und habe alles durcheinander genommen, weshalb viele schon nach den ersten Wochen bersagten. Der Aushebungslommission für die Jahresklasse 1916, welche heute in ganz Frankreich das Rekrutierungs⸗ eschäft beginnt, sind vom Kriegsministerium besondere Vorschriften zugegangen, worauf sie ganz besonders auf die physische Tauglichteit der Rekruten im Hinblick auf den Kriegsdienst achten und eine sorgfältige Auswahl unter den Gestellungspflichtigen treffen sollen.

Angriffe gegen den französischen Finanz⸗ und Innernminister.

Rotterdam, 6. Jan. Aus Le Havre wird berichtet: Nach hier eingetroffenen Pariser Nachrichten ging es in der in Ver⸗ sailles abgehaltenen Hauptversammlung des Generalrats der Seine⸗Departements recht stürmisch her. Mehrere Generalräte, die als Teputierte oder Senatoren eine führende Rolle spielen, wähl⸗ ten die Debatte über das departementale Budget, das einen Fehlbetrag von 6½½ Millionen Francs aufe. scharfe An⸗ griffe gegen den Finanz- und den Innenminister zu richten. Ri⸗ bot kam besonders schlecht davon, weil er in seinen, dem Budget⸗ ausschuß gelieferten Aufklärungen das Vorhandenseinof fe⸗

ner Verrechnungen zugeben mußte. Ter Depu⸗ tierte Lauche berichtete, daß nicht einmal in iedens⸗ zeiten so bedeutende Summen an die Presse ausbezahlt worden waren. DerMatin werde hinreichend aus rufsisch⸗ 1

französischen Banken gespeist und könnte seine Ansprüche umso nie⸗ driger bemessen, als ihm jetzt die Times⸗Depeschen kostenlos zugesprochen werden. Sehr lärmend 3 sich die Inter⸗ pellation über die Veröffentlichung oder besser die Unterdrük⸗

bung der Verlustlisten.In Deutschland wissen die Angehörigen woran sie sind, aber bei uns herrscht grausame Un⸗

gewißheit und quälende Angst, rief ein Volksvertreter aus. Die Eingabe eines Ansuchens an den Kriegsminister, der für Ver⸗ besserung dieser traurigen Zustände Sorge tragen soll, wurde be⸗ schlossen. Mehrere Generglräte fielen über die Wahlpolitik des Ministers des Innern Malvy her, der immer noch die Ge⸗ schäfte seiner Partei betreibe. Unzufrieden und mißmutig gingen die Herren auseinander. Die naturalisierten Deueschen in Frankreich.

i. Köln, 6. Jan. Die, Ztg. meldet aus Genf: DerTemps befaßt sich neuer. Is mit dem Thema der An⸗

wesenheit naturalisierter Deutscher im französi⸗ 7 schen Heere und bezeichnet sie als eine große Gefahr für

die nationale Verteidigung, da sie eine Spionage im größ⸗

ten Stil zulasse. Man dürfe diesen Zustand nicht längen

mit ansehen. Alle Erklärungen der Ergebenheit an das neue Vaterland hätten absolut keinen Wert. DerTemps fordert die Regierung auf, diesem Zustande durch

einen Gesetzerlaß ein 3

Ende zu machen, wonach alle naturalisierten Deutschen und

Oesterreicher nur in den Kolonien im aktiven Militär⸗

dienst verwandt werden dürfen. Rußlands Kreditoperationen.

Brüssel, 6. Jan. Rußland hat mit der Bank von

England und der Bank von Frankreich eine Kreditoperation abgeschlossen, wonach jede dieser beiden Banken dem russi⸗ schen Finanzminister zur Einlösung seiner Londoner und Pariser Januar⸗ Fälligkeiten 250 Millionen Franks gegen 6 prozentige Schatzwechsel vorschießt.

Die Kämpfe um Oekermezoe.

Pest, 6. Jan. Der Sonderberichterstatter desBudapest!

telegraphiert aus den Karpathen: Die Russen haben unter gro⸗ ßen Anstrengungen cinen großen Teil ihrer Karpathenarmee gegen

Oekermezoe konzentriert, wo sie durch starkes Artillerie⸗

feuer unsere Angriffe zu erwidern suchen. Die Kämpfe dauern

Tag und Nacht an. Unsere Artillerie und Infanterie kämpften heroisch und zwangen den Feind bereits, mehrere Positionen ahl unserer Verwundeten ist verhältnismäßig

aufzugeben. Die

gering, während die Russen sehr bedeutsame Verluste erlitten

haben. Die Stimmung unserer Soldaten ist eine begeisterte.

Eine Depesche desPesti Hirlap meldet: Mit großer Hart⸗ näcligkeit verteidigen die Russen ihre Stellungen im Latorcza⸗Tal, allein sie werden von unseren Truppen zurückgedrängt. Die Unsrigen verfolgen den Feind energisch. Dieser erlitt im La⸗ torcza⸗Tal bedeutende Verluste. Die amerikanische Einspruchsnote.

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gierung. DerFigaro bezeichnet den Wert der amerikanischen

Ausfuhr in den letzten Monaten als auffallend hoch, und es sei

nicht zu verstehen, wenn die amerikanische Regierung an dieser Tatsache von einer Beeinträchtigung ihrer Ausfuhr England spreche. 2 re zia 0 ist ein großer Idealist, aber es ist ihm nicht eingefallen, gelegentlich der

ichts urch

Jan. DieKöln. Ztg. meldet aus Ko pen⸗ en: Die Pariser Presse erörtert lebhaft die amerika⸗ nische Einspruchsnote an England. Allenthalben zeigt

sich Mißstimmung über die Haltung der amerikanischen Re⸗

Verletzung der Neutralität Belgiens durch Deutschland einen

DieGuerre Soziale schreibt: Wilson

Einspruch zu erheben. Deshalb ist es auffallend, daß er jetzt so⸗

fort bereit ist, einen Einspruch nach London zu senden, wenn die die Einfuhr von Getreide und Speck nach

englische Regierung Deutschland zu verhindern versucht. Der unverkäufliche franzö sische Wein. Genf. 6. mi N 1 legenheit, weil Generalissimus Joffre die Verteil der großen Mengen unverkäuflichen Weines mißbilligt, die die südlichen Departements den verbündeten Truppen sandt haben. Aus zwei Departements kamen 100 000 Hekto⸗ liter. a

In ein deutsches Haus gehört in dieser Zeit kein Kuchen! 1

Terlaud grosser Part

dp Noch nie ist so billig verkauft worden

Kaufhaus Katz, Giessen, Bahnhofstrasse!

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an. Kriegsminister Millerand ist in Ver⸗

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