Ausgabe 
(4.1.1915) 2. Erstes Blatt
Seite
11
 
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London, 3. Jan.(W. B. Nichtamtlich.)

Reuterschen Bureaus. Die Zahl der von der Geretteten beträgt 201, da noch Geretteten auf der Höhe von Lyme

des derFormidable ein Boot mit etwa 40 Regis aufgefischt wurde.

Freitag fruͤh bei hoher See fand

plosion statt. Sofort strö den gelöscht und die explodierte das Magazin ni das Schiff schon starkt nach

wurden niedergelassen, ein Kutter sank aber. Eine Barkasse

und eine Pinasse kamen m fuhren mit der langsam überholen. Schiff. Bis e bis ignalgeber in die Neese sank. Amsterdam, 3. Jan London meldet, ist ein Boot

des LinienschiffesFormidable ö Regis aufgefischt worden, so daß bis jetzt 201 Mann

von den 780 Offiziere

verunglückten Schiffes als

werden.(B. Z.)

Besetzung der Walfischbai. 2. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die Wal⸗

Kapstadt, sischbai wurde zu Weihnacht südafrikanischer Soldaten b

leichzeitig bei der

iderstand wurde nicht gele

Türkische gorischritte im Maukasus.

Die Einnahme Ardahans. Konstantinopel, 3. Jan.(Ctr.

nahme Ardahans wird

überfielen die Stadt und drangen von ein, ohne die fünf Forts zu beschießen. Sie erbeuteten zahl⸗ reiche Gefangene und viele Kanonen. Im ganzen befinden darunter 70 Offiziere, in türkischer ammer erhielt die Meldung von etzung Ardahans durch die bei der Armee befindlichen Abgeordneten von Lasistan und Erzerum. Das Telegramm

ich bisher Russen, Gefangenschaft. Die K der Be

wurde unter großem Jubel

durch ein Glückwunschtelegramm an die beiden Abgeord⸗ M

neten beantwortet. Auch die

4 kleinen asiatischen Distrikten erbaten Urlaub, um am

iege teilzunehmen. Der E

roberung von Ardahan wird in sachverständigen Kreisen eine große Bedeutung zugeschrieben, und T die Fortsetzung der Operationen im Kaukasus.

i e im Kaukasus hat sich dadurch weiter ge⸗ ie Türken, wie von militärischer Seite ver⸗ schon über Sarykamysch vorgedrungen ars zu marschieren.

Die

ert, daß nun au ind und auf Tagen können die türkischen

Kars angelangt sein, die etwa 60 Kilometer

Sarnkamysch liegt.(B. 3.)

Konstantinopel, 3. artier meldet: Unsere

rdakhan, worüber folgende Eine Abteilung unserer Truppen, traf bei ihrem Vormarsch auf Ardathan am 28. Dezember westlich

von Ardakhan auf Kosaken, die han w Kosaken verteidigt, Maschinengewehre verfügten . standen. Unsere Abteilu

nicht, am 29.

die

blutige Schlacht endete g Russen, die große Verlu

Teil der Stadt, ihre derten das H Folterungen,

Die Freude heuer. Di

er affen, bewiesene Tapferkeit ist des Lobes würdig.

n Erg enhelt. S

Meyan Duwah Sis(9, Saudschbulak,

Anzahl von Verwun Wir erbeuteten eine material.

Transporte von russischen sen auf dem Wege dorthin. 6

Konstantinopel, 3.

Die Nachricht von der Einnahme der Stadt Ardakhan hat Freude he t. Die Presse bring

hier ungeheure

Stadt ist befl

kel, in denen auch

Waffentat 33

vinzstädten sind Me getroffen.

onstantinopel, 3.

In der gestrigen Kammersi

amm

Abgeordneten für

ie mili

richtigen niscken 4 von Tischkerd besiegt haben. ronnenen Russen wurde ten von Kassar gefang

Weise sind die Bezirke Teuschkerd, Tischkerd sonne die

dieser Orte von den Feinden Menge Lebensmittel und Vieh in unfere Hände gef len. In dem Telegramm heiß Sämtliche Muselmanen des während welcher sie unter dem

der Russen gebeugt sind, unablässig blutige Tränen vergießend, nach sind glücklich,

der Türkei geblickt Leben unter osmanischer Aeg dem osmanischen Parlament di

Heizer kamen an Deck. Glücklicherweise

Barkasse ab und sahen die Dreiviertel Stunden später sank das zuletzt ertönte die Dampfpfeife. Wir sahen den zum Ende auf seinem Posten stehen. Der blieb bei der Arbeit, bis das Schiff umschlug und

Niederlassung und dem Ausladeort statt.

ur de von 3000 Ma und unter dem

Dezember morgens die gut befestigten, rtillerie verstärkten Stellungen des Feindes anzugreifen. en abend mit der Flucht e hatten. r ihrer Flucht brannten unitions« und Lebensmittelmagazine an. . e unterwarfen sie tau⸗ öteten jänner und Frauen mit dem Bajonett und stachen einem M die Augen aus. Eine große Menge Lin Teil der Transportmittel des

Unsere Truden 0 e

ne Russen hatten über Anzahl Gewehre, Munition und Kriegs⸗

Nach einer Meldung aus Erzerum befinden sich große Kriegsgefangenen aus sind bereits eingetroffen.

Freude über den Sieg.

ben wird. ungen von Freudenku

zung des gegenwärtig in Tischlerd im Kauka Erzerum Seiff Ulleh verlesen:

Indem ich unsere glorreiche Armee daponträgt, beglückwünsche, habe ich die daß die in den hiesigen Gegenden ruppen den Feind an mehreren

Meldung Besatzung

Ein Geretteter erzählt: Am plötzlich eine heftige Ex⸗ mte Wasser ein, die Feuer wur⸗

cht. Als ich an Deck kam, legte Steuerbord über. Die Boote it vieler Mühe herunter. Wir Formidable

(Ctr. Blu.) Wie Reuter aus mit ungefähr 40 Ueberlebenden noch auf der Höhe von Lyme nd Mannschaften des gerettet aufgeführt

n u

eu von einer starken Abteilung esetzt. Die Landungen fanden

istet. *

Bln.) Die Ein⸗ stätigt. Die Türken der unbefestigten Seite

heute be

in der Kammer verlesen und

Abgeordneten von Aleppo und

ür

In wenigen der Festun

Abteilungen bei nordöstlich von

an.(WTB. Nichtamtlich) Das ruppen nahmen am 1. Januar Einzelheiten zu berichten find: die im Tschorusgebiet operierte.

zurückgetrieben wurden. Arda⸗ 14 eee über se e und zwei Besehl des Generals

ihrer geringeren durch Die der Unsere Verluste sind un⸗ die Russen einen großen

ng zögerte trotz

zahlreiche un bewaffnete i anne Munition, Kriegsmaterial und ndes fielen in unsere Hände.

Bevölkerung ist un⸗ unserer Armee

anonen verfügten, bei 50 Kilometer nordollic 200 Tote,

und verloren sechs Kanonen. den letzten Kämp⸗

Jan.(Ms. Nichtamtlich.)

r vor

tärische Bedeutung der neuen uch aus mehreren Pro-

ba ein⸗ Jan.(WTB. Nichtamtli. wurde fol Tele⸗ us weilenden

zu den Siegen, die sie Ehre. Sie zu benacht⸗

operierenden osma⸗ Punkten der Umgebung bei der Verfolgung ent⸗ tlich in den Schluch⸗ nommen. Auf diese Umgebung Eine große Vorräte sind

Die n säm en ge gänzlich gesäubert sowie verschiedene t es weiter:

Kaukasus, die seit 37 g harten barbariß⸗

jetzt ein neues zu leben. Sie beauftragen mich

9 nen Nachbarn

a an das Khalifat und ihre Ehrerbietung zit Uber⸗ mitteln.

Das Telegramm wurde von dem Hause mit begeister⸗ tem Beifall begrüßt. Der Ort Tischkerd, von dem in dem Telegramm die Rede ist, liegt wie Kosser oder Kossur, im Tale des Flusses Olty östlich Tauschterd. Ein aus zuver⸗ lässiger Quelle stammendes Telegramm aus Ischhan, einem auf türkischem Gebiete westlich Tauschkerd oder Tavaskiar elegenen Orte, besagt: Der Vormarsch der türki⸗ chen Truppen im Kaukasus gleicht einem wahren Befreiungszuge. Außer Tavaskiar und Tischkerd haben die Truppen Zukula besetzt, wo ihnen ein glänzender Empfang bereitet wurde. Gestern versuchten Nosalen einen Angriff gegen türkische Abteilungen in der Umgebung von Pandtschurd, mußten jedoch angesichts des heldenmütigen Widerstandes der türlischen Truppen unter großen Verlusten die Flucht ergreifen. In dem Telegramm heißt es weiter: Die Sympathiekundgebungen der musel⸗ manischen Bevölkerung lassen erkennen daß die Befreiungs⸗ stunde für den Kaukasus geschlagen hat.

Konstantinopel, 3. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Die Kaukasus-Armee setzt ihren siegreichen Vormarsch fort. Ein Teil unseres Heeres, der bis Sarikamysch vorrückte, trug nach einer erbitterten Schlacht einen endgültigen Sieg davon. Seit dem 25. Dezember haben unsere Truppen mehr als 2000 Russen gefangen genommen, acht Kanonen, 13 Maschinengewehre, eine große Menge Waffen und Munition, sowie Kriegsmaterial und Lebens- mittel erbeutet. Unsere Truppen bemächtigten sich zwischen Sarikamysch und Kars zweier Militärzüge samt ihrer Ladung und zerstörten die Eisenbahnlinie Sari⸗ kamyschKars. Unsere Truppen, die weiter nordwärts ope⸗ rierten, haben einen neuen Erfolg davongetragen. Unsere Truppen, die von Tauschkerd auf russisches Gebiet vorrücken, haben ein russisches Bataillon in einer Schlacht unter Feuer genommen. Die Russen verloren 200 Tote und 100 Gefangene, der Rest wurde zerstreut.

Ein russischer Landungeversuch bei Jaffa.

Konstantinopel, 3. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Der russische Kreuzer Ascold versuchte gestern eine Landung bei Jaffa. Die Küstenposten eröffneten rechtzeitig das Feuer auf die feind⸗ lichen Boote, die sich mit Verlusten mehrerer Toten zurück⸗ zogen. ö

Finanzielle Maßnahmen der Türkei. Konstantinopel, 3. Regierung hat der Kammer gestern einen Gesetzentwurf unter⸗ breitet, durch den sie prozentigen Dar⸗

lehens von 5. d ermächtigt wird. Die Regierung hat einen Gesetzentwurf angenommen, durch den das

. 5 Schulden heute zahlen, 5 iejenigen Banken, die Aktien gesellschaften sind, werden, ganz gleich, welche Summe sie bereits gezahlt haben, 10 Prozent heute zahlen müssen, weitere 10 P

Die Neutralität Bulgariens.

Sofia, 3. Jan. WTB. Nichtamtlich) Meldung der Agence Bulgare. In der Kammer hat der Ministerpräsident bei der Be⸗ ratung des Budgets des Auswärtigen die Neutralitäts⸗ erklärung wiederholt und versichert, daß Bulgarien sei⸗ egenüber die gegenwärtige Haltung beibehalten eine Interessen nicht in Frage gestellt würden. Italien und Albanien. Rom, 3. Jan.(WTB.) DieTribuna meldet: Das SchiffBardegna ist aus Valona in Durazzo einge⸗ troffen. Das Blatt erklärt die Gerüchte, daß die Regierung die Absicht hätte, in Durazzo ähnliche Operationen wie in Valona vorzunehmen, für phantastisch. AuchGiornale d'Italia sagt, die Entsendung derSardegna nach Du⸗ razzo hätte das einzige Ziel, die italienischen Interessen gegen anögliche Bedrohungen von Personen und Vermögens⸗ werten zu schützen. Es bildete keineswegs ein Vorspiel zu anderen Besetzungen oder Ausschiffungen von Truppen, sofern solche nicht lediglich einen provisorischen Charakter hätten, um irgend einen Aufstand zu ersticken.Idea nazional erklärt, das Gerücht von der Landung von Ma⸗ trosen in Durazzo sei falsch: eine Landung habe weder stattgefunden, noch sei eine solche beabsichtigt. Ein beschlagnahmtes Uniformlager in Turin. Basel, 2. Jan.(WT B.) DieBaseler Nachrichten melden: Bei einer Exportfirma in Turin wurden 400000 Uniformen beschlagnahmt, die für die serbische Armee bestimmt waren, da ihre Ausfuhr eine Um⸗ gehung des Ausfuhrverbotes für Wollstoffe darstelle.

**

werde, solange

Ein Telegrammwechsel zwischen Kaiser und Papst. Großes Hauptquartier, 2. Jan.(WTB. Amt⸗

lich.) Fa S. M. dem Kaiser und Sr. Heiligkeit dem 1 2 t hat gestern folgender Telegrammwechse stattge⸗ unden:

An S. M. Wilhelm II. Deutscher Kaiser. Im Vertrauen auf die Gefüble christlicher Nachstenliebe, von der Eure Mafestat be⸗ seelt sind, bitte ich Eure Majestät, dieses unheilvolle Jahr zu be⸗ enden und das neue zu eröffnen mit einer Hande lung Kaiserlicher Großmut, indem Eure Majestät un⸗ seren Vorschlag annehmen, daß zwischen den kriegführenden Staa⸗ ten ein Austausch der für den Militärdienst künstighin als un⸗ tauglich anzusehenden Kriegsgefangenen stattfinden möge.

Papst Benedikt XV. An Seine Heiligleit den Papst, Rom. Indem ich Eurer Hei⸗ ist es mir ein Herzensbedürf⸗

ligkeit für Ihr Telegramm danke, ist e 5

nis zu versichern, daß Gurer Heiligleit Vorschlag, das Los der für den ferneren Miltitärdienst untauglichen Kriegsgefangenen zu lindern, meine volle Sympathie findet. Die Gesnble Geisllicher Nächstenliebe. von der dieser Vorschlag eingegeben ist, entsprechen durchaus meinen eigenen Ueberzeugungen und Wünschen. Wil⸗

(WTB. Wien 2. Jan. DiePolitische Korrespond. meldet aus Rom: In vatikanischen Kreisen gibt man der Hoffnung Ausdruck, daß der vom Papfte an die kriegführen⸗ den Mächte ergangene Vorschlag über den Aus tausch der für den Heeresdienst untauglich gewordenen Kriegsgefangenen bald allerseits günstige Aufnahme finden werde. Dem Heiligen Stuhl sind bereits von mehreren beteiligten Staaten zustimmende Antworten zugegangen.

Das französische AdmiralschiffCourbet gesunken?

(WTB) Berlin, 3. Jan.(Ctr. Bln.) DieTägl. Rdsch. berichtet aus W ien, daß laut einer Meldung des Wiener Tagebl. aus Messina das französische, in der Strantostraße torpedierte AdmiralschiffCourbet vor Valona gesunken sei. Der Admiral und der größte Teil der

e Gefühle unerschütterlicher An⸗

Besatzung sei ertrunken.

Japans Haltung. j g Stockholm, 3. Jan.(WB. Nichtamtlich) Die Zeitungen geben eine eldung aus Tokio wieder,* welcher aus hervorragender Quelle alle Gerüchte, Truppen nach den europäischen Kriegsschauplätzen würde und daß japanische Offiziere bei der russischen tillerie in Polen dienen, als falsch bezeichnet werden. panische Offiziere seien nur als Attaches bei dem russischen Heere anwesend. um den Bündnisfall gegen England zu erfüllen, seine Mitwirkung zum Schutze der Interessen im sernen aber nicht die Hilfe an irgendeinem Truppen werden nicht Europa Da Kiautschau jetzt in j i Händen und die deutschen Kriegsschiffe im Stillen und im Indischen Ozean zerstört oder entwaffnet sind, ist Japans Rolle im Kriege praktisch ausgespielt, und es wartet ruhig und mit Geduld den Schluß des allgemeinen

Krieges ab. Aus China.

London, 2. Jan. WT. Nichtamtlich. Daily Telegraph meldet aus Peking: Juanschikal brachte ein Gesetz durch, das ihm die Präfidentschaft auf Lebenszeit sichert. und ihm das Recht der Wahl des Nachfolgers einräumt.

Aus dem Reiche.

Berlin, 2. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Der Präsident des. 2 KA* richtete an S. M den Kaiser zum neuen ahre folgendes Telegramm:

Ew. Kais und Königl. Majestät bitte ich, die ehrfurchts⸗ vollsten herzlichsten Glückwünsche des Reichstags zum Jahres- wechsel entgegennehmen zu wollen. Möge der G Ew. Kais. und Königl. Malestat, das ganze Kais. und Ksnigl. Haus und unser geliebtes Vaterland in seinen gnädigen Schug nehmen. Möge uns ein dauernder Friede, für den das gesamte deutsche Volk mit Begeisterung Gut und Blut bis außersten einsetzt, beschieden werden, damit Deutschland seine 3 5 4. der Welt erfüllen kann.

arauf ist folgende Antwort eingegangen: 1

Sehr erfreut über die treuen Segenswünsche des Reichs tags zum Jahreswechfel spreche ich Ihnen den wärmsten Tank aus Ich hoffe zu Gott, daß alle innigen Wünsche, die das Herz des deutschen Volles in schwerer Zeit angesichts des uns noch ver⸗ schleierten neuen Jahres für unser teures Vaterland bewegen, in Erfüllung gehen. Wil hel m. 5

Berlin, 2. Jan.(WTB. Priv.⸗Tel.) DasBerliner Tagebl. meldet aus Hambur g: Auf Anregung des Groß⸗ herzogs von Mecklenburg beschlossen die Senate der drei Hansestädte die Errichtung eines Grabdenkmals für ge⸗ fallene Hanseaten und Mecklenburger auf dem

Friedhof von Noyon.

München, 3. Jan. N Nichtamtlich) Der König hat u. a. verliehen: Militärverdienstorden dritter Klasse mit Krone und Schwertern dem Obersten Friedrich Fürsten zu Solms-Baruth, das Großkreuz des Militär- verdienstordens dem Reichskanzler und dem Staats- sekretär v. Jagow, den Militärverdienstorden Klasse mit dem Stern für Kriegsverdienst dem Dir genten der politischen Abteilung im Auswärtigen Amt v. Stu m m.

Liesdorf bei Saarlouis, 2. Jan. WTB. Nichtamtl. Zwei feindliche Flieger überflogen gestern unseren un⸗ geschützten Ort in geringer Höhe und warfen einige Bomben ab. Sie verschwanden in der Richtung auf die ran zöͤsische

Grenze.

Deutscher Industrieschutzverband. In der am 28. Dezember unter dem Vorsitz des Herrn Landtags- abgeordneten Dr. in Leipzig, abgehaltenen Vor⸗ standssitzung des Deutschen ee bandes, Sitz Dresden, erstattete Herr Direktor Grütz⸗ ner, Deuben, Bericht über die Weiterentwicklung des Ver⸗ bandes, dessen Mitgliederzahl seit 2 des Jahres von 4633 bis Ende Juli auf 5150 und seit 1 inn noch um 162 auf gegenwärtig 5312 gestiegen ist. Wenn also die Entwicklung des Verbandes infolge Kriegsausbruch eine weniger umfängliche als in früheren Jahren bt ue sein mußte, so ist die Tatsache, daß Beitritte selbst währ des Krieges noch in größerer Anzahl erfolgt sind, durchaus erfreulich und Feicte wie die Bestrebungen und Einrich⸗ tungen des Verbandes in den Kreisen der Industriellen ge⸗

würdigt werden. Aus Stadt und Gießen, 1. Januar 1915.

Vom hess. landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen.

Die Landwirtschaftskammer für Hessen schreibt uns:

Kurz vor Weihnachten berief der Verband der hess. landw. Genossenschaften, dem als Landes zentralstelle zur Pflege und Fördetung des landw. Genossenschaftswesens drei Zentralgeschafts⸗ anstalten und etwa 610 Genossenschaften Spar- und Darlehens⸗ kassen, landw. Konsumvereine, Molkerei, Winzer⸗ und sonstige Genossenschaften) angehören, den ordentlichen erbandstag,

über di senschaftliche Arbeit, die Entwic t en u i ngsmäßigen lagen zu igen er bd, den tages nde en Fer Sag. itu bereits ichtet N in auch der Pes

Das ereignisschwere Jahr 1913 nicht usammenbruch der landw. 0 Darlehens⸗

spurlos vorübergegangen. Durch den Genossenschaftsbanf iind namentlich die Spar- und kassen, die den Hauptanteil über 60 Proz der Verba f schaften bilden, hart betrofsen worden. Durch die Errichtung eines neuen Geldausgleich-Instituts, die Jentralkasse der he landw. Genossenschaften, konnten aber die Kaß Ueberwindung der ersten Schwierigkeiten ihren vollem Umfang aufnehmen. Die anderen Genof landw. Konsumvereine usw., wurden durch die kommnisse nur wenig, meist gar nicht betroffen. Der vom Verband herausge 5 das Jahr 1913 zeigt, daß der Verband mit fester Entschlossen⸗ baer den Tie eg en. e einer zie en igkei gelungen i innerhalb n. Ruhe und Besonnenheit

verhältnismäßig kurzer wieder

den j auf Lande einkehrte. Mit einem von mur 70 Genossenschaften, gleich 10 Broß feines 55 1 Bestandes, trat der Verband in das Jahr 1914 ein. Pessimi

bangten bei Eintritt der Genossenschaftskrisis vor 1% die ristenz des Verbandes: diese übersehen, daß de Selbstzweck ist, sondern ein für die Durchführung der Verwal

revisionen unentbehrliches Institut, ohne das die ländlichen G

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und den 10% Rechen- 55

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