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Frage: Wenn nun Truppe» in ehrlicher Schlacht einen schmierigen Sieg über ihre Feinde gewonnen haben nnd dadurch in die Laye kommen, eine feindliche Stadt zu besetzen, nnd wenn nun die mH kämpfenden Bürger dieser Stadt anfangen, aus Fenstern, von Dächern, ans Kellern, Ecken und allen möglichen Verstecken ans sie zu schießen — was soll dann das siegreiche Heer machen in Anbetracht dessen, daß das internationale Gesetz die exemplarische Bestrafung solcher Städte und solcher Leute erlauben? ' Antwort: Nun, wenn die siegreichen Truppen, etwa Franzosen, Engländer, Belgier, Russen, Serben wären, die eine deutsche Stadt besetzt hätten, und deutsche Bürger wurden auf sie schießen, ko sollten die Sieger selbstverständlich diese deutschen Barbaren als Verbrecher niederschießen: sollien plündern, sengen und brenne,,. Wären es aber Deutsche, die eine feindliche Stadt besetzt hätten und es würde auf sie geschossen, so müßten sie natürlich fröhlich umherstehen und den Bewohnern erlauben, sie als Schießscheiben zu benützen. Sie müßten selbstverständlich geduldig stillhalten, um den famosen Sport zu erleichtern. Wir begreifen, daß Lord Eow- dray uttb Sir Lionel Carden empört sind, daß die amerikanische Marine in Biera Cruz nicht nach diesem Rezept handelte, und sicher wevden sie der englischen Entrüstung darüber beistimmen, daß es die Deutsche» nicht in Löwen taten. Statt dessen haben die Deutschen die Kathedrale, das Rathaus und die schönen Gemälde sorgsältigst geschützt, haben aber ein Fünftel der Stadt niedergebrannt und dadurch dem Schießen ein Ende gemacht, »nd viel künftigem Blutvergießen vorgebeugt.
Frage: Welches ist denn das .Hauptverbreche» der Deutschen?
Antwort: Daß sie gesiegt haben.
Frage: Aber haben den» nicht viele französische und englische Erfolge stattgesunden?
Antwort: Das kann mau wohl nicht eigentlich sagen. Die schwarzen Neger »nd Mohren haben einige Erfolge errungen, ebenso die Hindu-Tartaren, aber man kann nicht von eigentlichen Siegen der englischen und französischen Truppen sprechen, höchstens von guten strategischen Rückzügen. Was an der lsaß-lothringischen Grenze unter der französischen Tricolore erreicht ist, ist nach sran- »ösischen Berichten wohl den afrikanischen Wilden, „den ungestümen Turkos", znzuschreiben. Der Angriff, welcher seit Ende September die rechte deutsche Flanke bedroht, wird hauptsächlich durch Sepoys, Ghurkas, Sikhs und andere liebenswürdige Bewohner Indiens, sowie durch Senegalesen nnd Turkos ausgesührt, >velche nach amerikanischem Zeugnis von dem Schlachtfeld« zurückkehren, mit Ohren, Nasen, Fingern und sogar mit Köpfen von deutschen Soldaten.
Frage: Darauf laß uns etivas näher eingehen. Ist es wirklich lvahr, daß auf die Schlachtfelder Europas, in die Städte, Ivelche lalle Schätze der Zivilisation bergen, in die Orte, welche das friedliche Familienleben der weißen Rasse beschützen, grausame Mohren, wilde Senegalesen, schwarze Neger, herzlose Hindus gebracht worden sind?
Antwort: Es ist alles durchaus wahr, dies alles ist durch Frankreich und England geschehen, die nun auch die Busenfreunde der Kosaken und Tartaren und des kleinen gelben, herzlosen Japaners sind, der weder Nerven noch Gewissen kennt.
Frage: Gibt es noch mehr Wilde, die man möglicherweise nach Europa bringen könnte, um für Zivilisation nnd Freiheit gegen die dentschen Barbaren zu kämpsen?
Antwort: Wenn cs deren gibt, dann darfst du überzeugt sein, daß die Verbündeten sie sinden nnd nach Europa bringen.
Frage: Dies alles scheint mir Günstiges für die Zukunft der europäische» Zivilisasion nnd die Vorherrschaft der weißen Rasse zu versprechen?
Antwort: Es gibt Dinge, die zu ernst zum Scherze sind.
Frage: Was sagen die Amerikaner dazu, daß man aus allen vier Himmelsgegenden die Wilden herbeigeholt hat, um Weiße aus der Deimatserde der Weißen zu bekämpfen? Die Masse des anie- rikanischen Volkes hat wohl überhaupt noch nicht über diesen Krieg nachgedacht. Sie fangen jetzt eben an, sich über all' die Lügen zu empören, mit denen die anglo-amerikanische Presse sie überschüttet hat und hofseittlich werden sie dann bald ansangcn, selbst zu denken.
Frage: Kann die Tatsache, daß Frankreich schwarze und halbschtvarze Truppen verwendete, daniit verglichen werden, daß auch die amerikanischen Staaten amerikanische Negerregimenter ins Feld führten? , . _
Antwort: Durchaus nicht. Die Neger der Beremigten Staaten im Bürgerkriege waren gebildete Leute, sie hatten die südliche Zivilisation sowohl in, besten als im schlimmsten Sinne auf sich wirken lassen. Außerdem erhob das begeisterte Bewußtsein, ftir wre eigene Freiheit zu kämpfen, sie ioert über den Zustand der Milden, abgesehen davon, daß sie unter dem Befehl ruhiger ame- ttkaniicher Offiziere standen, die in ihrem Herzen mehr Kummer Äs Haß empfanden. Die heutigen Negertruppen der amerikanischen Armee sind Männer, welche sich vollständig amerikanische Zivililasion nach alle» Richtungen zu eigen gemacht haben. Die Schivar- m in der französischen Armee dagegen sind Wilde, welche die Zi- ilisasion der Weißen nur durch dre harte militärische Organi- rfton kennen. Als Ware sind sie nach Europa transportiert nnd ort auf einen Feind losgelassen, welchen ihre weißen Offiziere ' 10 Jahren glühend hassen.
Frage: Warum haben die Engländer die Hindus so gern?
Antwort: Da müssen wir doch einen Unterschied machen. Die Engländer lieben nicht die wilden .Hindus, welche sie umherstoßen, mst schweren Steuern und Frohnarbeit quälen, sie lieben mcht die gebildeten Hindus, welche danach streben, ihr Land vom englischen Joche zu befteien und ihre Landsleute selbständig i" machen. Aber vor 60 Jahren entdeckte der Engländer in dem Hindusoldaten einen völlig rohen, herzlosen, blutdürstigen Mörder, der besonders zum Hinschlachten von Weibern und Kindern geeignet schien. Ob die Erinnerung an diese Tatsachen irgend etwas damit zu tun hat, daß die Engländer die Hindus zum Kümpfe gegen die Weißen Europas benutzen, weiß ich nicht zu sagen. Sie haben in Südafrika und an andern Orten bewiesen, daß es sehr darauf ankommt, um wessen Frauen und Kinder es sich handelt.
Frage: Ist es aber nicht furchtbar, daß die Deutschen sich mit den Türken verbunden haben?
Antwort: O furchtbar. Ganz etwas anderes war es, als England der treue Verbündete der Türken »>ar.
Frage: Sag' mir, warum die Türken so furchtbar sind.
Antwort: Nun, sie sind Weiße: Seit Jahrhunderten sind sie eine europäische Macht. Männer, die ihre Vorzüge nnd alle Schwierigkeiten nennen, mit denen sie zu kämpsen hatten, behaupten, daß sie zu den großen, aufbauenden Rassen gehören. Jeder, der sie kennt, gibt zu. daß sie äußerst menschlich und gütig sind. Längst vor den christlichen Nationen übten sie religiöse Toleranz. Ihre Zivilisation hat Früchte getragen, aber ihre natürliche Güte und Toleranz wurde» durch bte Jntriguen und Falschheiten geringerer Völker, welche zufällig Christen waren, oft direkt in Wut umgewandelt, wenn es galt, die Friedensstörer zu bestrafen. Darin erkannten englische Humanitätspropheten eine günstige Gelegenheit, die Aufmerksamkeit von Irland, Indien und ähnlichen Orten abzulenken. Balkankomitees bildeten sich im Ministerium des Aeu- ßern in Downingstreet; Mazedonische Komitees in Athen; Armenische Komitees unter russischer Leitung, und alles dies ist der Grund, daß sich die Türken zur Wiedervergeltung aufrässten und sich sogar zu Grausamkeiten Hinreißen ließen.
Frage: Mit wem sollten nun aber die Amerikaner sympathisieren?
Antwort: Natürlich mit den Verbündeten. Mein Gott, kannst du daran zweifeln. Sind wir nicht Anglo-Sachsen, die mehr als 70 Proz. unter uns, welche Deutsche, Iren, Australier und verfolgte russische Juden sind, dürfen doch die anglo-sächsische Union
nicht belästigen.
E rage: Hat England nicht 1776 sein Aeußerstes getan, um wasfneter Hand die Union zu schützet»?
Hat es nicht durch Anhalten unserer Schisse und Wegnahme unserer Matrosen bis 1814 aufs äitßerste versucht, die Union wieder herzustellen?
> Hat es nicht von 1860—64 für die Union gekämpft, indem es unzählige Schisse aussandte, um unfern Handel zu zerstören?
Beweisen nicht die Spalten seiner Tagesblätter nnd Zeitschriften, die von Beleidigungen gegen uns strotzen, wie sehr England uns liebt?
Müssen wir schließlich nicht die helle Freude an „ehrlichem Spiel" beweisen, mte sie die Engländer zeigten, als sie sich mit sieben Nationen verbanden, um über zwei herzusallen?
( Sollten wir nicht unsere Wertschätzung für Ehrlichkeit und Offenheit dadurch zeigen, daß wir es mit den Nationen halten - welche Deutschland zu umklammern suchen? mit denen, welche seit langem Deutschlands Vernichtung planten, weil sie in ihm einen zu gefährlichen Nebenbuhler sahen? welche seit 40 Jahren wahnsinnigen Haß gegen Deutschland säeten und die trotzdem behaupten, daß Deutschland mit dem Kriege begann.
Und warum behaupten die Verbündeten dies? Weil Deutschland nicht wartete, bis seine Gegner das Schwert in seinen Eingeweihten umkehrten.
Müssen wir uns nicht der Entente anschließen, zu welcher Mohren, Neger, Hindus und Kosacken, Apachen itnd Hooligan (?) gehören? , ,
AWssen wir nicht die Zivilisation von Omsk und Tompsk, von Harschau und Kischneff, die Zivtlisation der Knute und der Revo- lusioncn und der entarteten, zerrissenen russischen Kirche einer Kultur vorziehen, wie wir sie in München und Dresden, in Berlin und Bayreuth, in Oberammergau und Wien, in Budapest und Prag, in Bremen nnd Hamburg sinden und wie sie uns in den Werken Goethes und Schillers, Wagners und Strauß' und tausend anderer Geisteshelden entgegentritt? — einer Kultur der Industrie, des
E rlebens »ich der Jntellige,»z? Freilich, >vir Amerikaner müssen aß. Eifersucht irnd Betrug der Pflichten, Ehrlichkeit und Ausrich- sigkeit vorziehen, wir müssen die Hooligan und Apachen, kurz cule, welche durch Englands Selbstsilcht und durch Delcafftzs Anpeitschen zum Rachekrieg dirigiert wurden, den fleißigen, ernsten Deutschen vorziehen. „ „
Wir müssen den Horden den Vorzug geben, ivelche ,ich erst zu gewaltiger Nebermacht zusammenrotte,laiche sie wagen, ihre Opfer anzugreifen: tvir müssen »ns aus die Seite der ^chrecer schlagem welche in allen Tonarten auf die Deutschen schimpften von dem Augenblick an, wo die Deutschen sie schlugen; wir müsien die Lügner bevorzugen, tvelche uns die Öhren mit den abgeschmacktesten tttngeb» woklbliesen, so daß kluge, glaubwürdige Amerikaner Ihne,-


