Die Damen vom Roten Kreitz sowie die Sterbe, Dr. WaslS und Dr. Ulberts, sorgten sür einen würdigen, stdnnrungsvollen Verlauf der Feier. Der Dank der Lazarctt- bewohner ist ihnen sicher.
** Ri tter des Eisernen Kreuzes: Hauptmann !v. Ascheberg vom Jäaerbat. 11 aus Marburg (1. Klasse), -erhielt bereits am 13. «ept. das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Unteroffiziere im Res.-Jnf.-Regt. 7l G Seibcrt und F. Stiel aus Kirchhain und Wilhelm Henning (Jns.-Regt. Rr. 132) gus Marburg, llffz. d. R. Heinrich Sa ft mannshausen aus Wolsgruben, Res.-Jnf.-Rogt. 83. Wehrmann Ludwig Schmidt aus Dautphe, Jns.-Regt. '234. Ussz. Krack aus Ockstadt, Res.-Jns.-Regt. 116. llssz. Heinrich Kippel aus Gadernheim, Jns.-Regt. 118. Tr. Emil Keller aus Darmstadt, Regimentsarzt des 46. Feldart.-Regts. Lehramtsreserendar Ludwig Wendhausen aus Darmstadt, Jns.-Regt. 88. Dr. Wilhelm S t u r ni s e l s aus Bad- Nauheim, llffz. im Jns.-Regt. 81.
£.11. Ehrenpromotion. Die philosophische Fakultät unserer Universität hat zu Weihnachten den Professor der Theologie Geheimen Kirchenrat Tr. theol. Samuel Eck, „den leidenschaftlichen Freund des Vaterlandes, den glänzenden Redner, den rastlosen Erforscher deutschen Geisteslebens, den feinsinnigen Kenner klassischer Dichtung, den tiefen Denker, der die Gedanlen großer Philosophen, großer Geschichtsforscher nachschaffend, niitempfindend vor uns ausgebreitet hat", ehrenhalber zum Doktor der Philosophie ernannt.
** Freie landeskirchliche Bereinigung für das G r o ß h e r z o g t u m Hessen. Wie lvir bereits kurz gemeldet haben, hält die Freie landeskirchliche Bereini gung nächsten Samstag, den 2. Januar, im Hotel Groß- l>erzog in Gießen ihre Tagung ab. In der Milglie- derversamnilung, die nachmittags 2h» Uhr beginnt, werden hauptsächlich geschäftliche Angelegenheiten erledigt: Erstattung des Jahres und Kassenberichtes, Vorstandswahlen sür 1915, Mitteilungen und Anträge usw. An der Beratung dieser Gegenstände können sich natürlich nur Mitglieder der Vereinigung beteiligen. Um 3>- llhr beginnt in dein- selben Lokale die öffentliche Versammlung: in ihr wird .Herr Geh. Kirchenrat Pros. D. Eck einen Vortrag über „Kautz und der Krieg" leiten. Bei der öffentlichen Versammlung sind Gäste,-Damen und Herren, willkommen.
" Eine eigenartige Weihnachtsfeier hatte sich in der Nacht des ersten Weihnachtstages eine Rotte halbwüchsiger Burschen ausgedacht. Skandalierend durchzog man die Straßen, zertrümmerte Gaslatcrnen und Feuermelder, riß Spaliere von den Wänden und was dergleichen sonderbare Belustigungen mehr sind. Tie Burschen sind übrigens erniiktelt, und die Polizei wird schon dafür sorgen, daß ihnen die Lust zu ähnlicheni Unfug, der in der jetzigen Zeit und mit Rücksicht aus die Feiertage doppelt schwer zu verurteilen ist, vergeht.
" L a n d st ü r m e r - W c i ft » a ch t 3 a b e tt b. Im Zn- fammenhang mit dem Berichte eines unserer Mitarbeiter in der Nummer vom 27. Tez. unter der obiaen Ueberschriit werden wir darauf nniinerkianl gemacht, daß eS sich um Veranstaltungen au? privater Initiative und privaten Mitteln bandelte. Eine Kritik derselbe» in dem Sinne, daß eine Bescherung der Leute am Platze gewesen sei, hat uns und unserem GeivnhrSmanne setbstredcnd lerngeleaen,
" Sladttheaser. Man schreibt »»5: Nochmals sei auf die morgige Ausführung de? neuen VoitSIusflvieleS „Ter Schlag- b a»»i* von Heinrich Lee binqewielcn. Die Aufführung dieser Neuheit paßt auch deshalb besonders gut in die Stinuiuing dieser Tage, weil der letzte Akt in der Silvesternacht spielt und mit d m Falle» des „Schlaqbaums" die Aussicht anf eine bessere Zuluiilt sür Deutschland erschließt.
** Benachrichtigung von Angehörigen und T r ii v p e n t c i l c tt b ei Ausnahme i u Reserve-Lazarette. Tie Mcdizinal-Abteilung des Kriegsmiiiisterüims macht bekannt, das; den Reserve- usw. Lazaretten des H e i m a t g e b i e t >1 besondere Fcldpostkartcn zur Benachrichtigung von Angehörigen nich Truppenteilen überwiesen worden sind, und bestimmt dazu: Jeder Verwundete „ich Kranke hat unmittelbar nach seiner Einliescrung zwei dieser vorbei lazarettseitig mit der genauen Bezeichnung des Rcscrvelazarctts zu versehenden Feldpostkarten auszn-- fütlcn und je eine an seine Angehörigen und an seinen Trnvven-- teil abzuscnben. — Wenn die Bcrnmndcteir selbst dazu nicht imstande sind, so hat dos Reservelazareti die Ausfüllung usw. zu vermitteln.
Landkreis Gießen.
kl. Altcn-Buseck, 26. Dez. Ter Postbote Karl Staubach von hier; zurzeit Unteroffizier der Reserve, hat das Eiserne Kreuz erhalten. Gleichzeitig wurde er zum Bizefeldwebel befördert. Er ist der zweite aus unserem Orte, der diese Auszeichnung erhielt.
kl. Lollar, 26. Dez. Letzte Woche hat Bahnassistent Tauber unseren Ort verlassen zur Annahme einer Dienststelle in dcni eroberten französischen Gebiete.
Kreis Büdingen.
~ Nidda, 27. Dez. Seit 14 Tagen ist der Bürstenmacher Nikolaus Enders von hier spurlos verschwunden. Alle Nachforschungen nach ihm blieben erfolglos. Der Verschwundene steht anfangs der sünsziger Jahre, hatte hier ein gutes Geschäft und sein schönes Auskommen. — Immer besser läßt sich jetzt die ungeheure Ausdehnung der Neuanlagen des Himmelsbach scheu Sägewerks am hiesigen Bahnhos übersehen. Gegenwärtig wird sür den Betrieb ein Schornstein von einer Frankfurter Firma errichtet, der 65 Meter hoch werden soll.
Kreis Schotten.
h. S ch o t t e n, 27. Tez. Das K r e i s a ni t ordnete für den Kreis Schotteir die sofortige Urbarmachung der vielen bisher nutzlos nmherliegenden Gelände stücke in den einzelnen Gemarkungen an. Tic Gemeindebehörden haben die aichaufähigen Bodenflächcn festzustellen und deren Besitzer zuni ungesäumten Anbau anznhalten.
Ö £ a u b a di, 25. Tez. Eine weihevolle Weihnacht?- re r wurde gestern abend int hiesigen Lazarett abgehallen. Im ^ch geschmückten GesellschaÜSzimmer hatten üch um 8 Uhr Sol nn der Pflege beteiligte Damen und Pflegeschwesiern per eit. Auch die Gräfliche Familie nahm mt der Feier teil er Nebel verlas den WeihnachlStept und hielt anichließend eine kurze Ansprache. Ein GesangSgnartett von Mitgliedern Archen gelang Vereins trug mehrere schöne Weihnachlslieder vor verwundeten Krieger besonders ersreulen. Jeder Soldat , ein reiches E h r i sl q e s ch e n k.
Kreis Friedbcrg.
^Butzbach, 27. De,. Am 26. Dezember wurde dem Balm Johann Schack durch den Bohnmctstcr Hüb von Gießen ^,hm verliehene gtinnerunge,; citficn für vierzig- icrvrigeDienstzeit überreicht. -Schack lvar zuerst Bahnwärter an der Köln—Mindener Bahn — Bahnmeisterei Tostadt — vom
September 1874 bis 1. Oktober 1884 und von da ab in Butzbach auf Posten 80III. Er erfreut sich allgemeiner Beliebiheü in hiesiger Stadt. Möge cs ihm vergönnt sctn, noch lange Jahre frisch und rüstig seinen Dienst zu versehen. — Am 25. Dezember starb die älteste Frau Butzbachs. Frau Anna Elisabetbe Kunz, geborene Fey, Wüwe des Schloisermeisters Kunz, im Alter von 90 Jahren. Starkcnburg und Nheinhessen.
O Osienbach , 28. z cz. Als Hin den burgspende be» wifligten die städtischen Körverschaüe» 10 000 Mark.
Kreis Wetzlar.
'v. Wetzlar, 27. Tez. Auch im Geschäitsjahr 1914 Ivnrde die Piehleihkasse intseres Kreisvercins gut in Anspruch ge- nomiiten. Weit über 6000 Mk. wurden in Emzetbelrägen von rund 20g, 300 und 400 Mk. an arme Landwirte zum Anlans von Rindvieh ansgcliehen. Es kann bedürftige» Landwirten in ihr«» eigenen Jntereffe nur dringend einv'ohle» iverde», von der für sie recht günstigen Gelegenheit Gebrauch zu machcii und die Biehieitz- kasse mit ihren guten ZabltnigSbednigimgen i4 Prozent Zinsen und monallicher Kapitalabtrag in kleineren Beträgen) noch mehr in Anspruch zu nehme».
Hessen-Nassau.
M. Neustadt, 23. Tez. U> jereit im Felde stehenden Kriegern ivnrden am 26. November dieses Jahre? vom hiesigen Zweigverem de? Noten Kreuze? 11 ö Pakete mit Liebesgaben zn- geiandt. Täglich gehe» nun von de» Emviängern in warmen Worten gehaltene Dankschreiben beut Roten Kren, zu. Ter Rechnnngtsührer deS Roten Kreuze?, Sigdtkämmeier Keppter, erbielt von einem Soldaten, der in de» Scbützengräben des Ar- aoniienwalde? liegt, ein Stück Birkenrinde in einer Länge von 20 Zentimeter und in einer Breite von 15 Zentimeter, aui dem anigezeichnet stand: Feldzug 1914. Grub au? dem Argonnen- ivald. Fröhliche Weihnachten. 10. >2. —
X Bad Orb, 25. Dez. Tie Stadtverordneten haben beichloffe», der Pstroie umnot daditrch zu begegnen, daß den Minderbemittelten der Anschluß an das städtische Elektrizitätswerk erleichtert wird. Tie cntfleheiiden Konen werden von der Stadtkasse vorgelegt, müffen aber drei Jahre nach FriedenS- schliiß mit Verzinsung zu 4 Prozent wieder z n r ü ck b e z a h l t werden. — Ferner würbe der Nied.-rschlagimg der Gemeinde-Ein- koniniensteuer sür die i::> Felde stehende» Krieger auS Bad Orb mit einem Einkommen unter 3000 Mk. sür die Tauer deS Krieges zngesliinmt.
-.Frankfurt a. M., 27. Tez. Im Alter von 43 Jahren hat der Maler Wilhelm A l t h e i m am ersten Weihnachtstage seinem Leben ireiwillig ein Ende gemacht. In dem Dahingcschiede- nen verliert die Frankfurter Knnstlcrschast einen ihrer begabtesten und hervorragendsten Vertreter. Altheim war 1871 in Groß- Gerau als der Sohn eines Schneidcrnieisters geboren, llm den Meister, der seil langem mit schweren wirtschastlichen Sorge» zu kämpsen hatte, trauert neben seiner ihm erst vor kurzem angetranten Frau eine große Gemeinde. — Am Tage vor Weihnachten eröjsncte die Zentrale für Kricgsfürsorge eine neue Sammlung. Der Apell an die weihnachtlich gestimmten Herzen war nicht vergeblich: denn noch am gleick-en Tage gingen der Sammelsteile rund 3 50000 Mark in Beträgen von 1 Mark bis 40 000 Mark,n. — Der Magistrat hat zum erstenmal die Wahl eines Sozial- d^e m o k r a t e N zum stcllverttetenden Bezirksvorsteher im Stadtbezirk Bergerstraßc bestätigt. Die Wahl siel auf den Gc- schäftssührer Rumckeit. — ReichslagSabgeordneter Hermann Wcndel, der zu Anfang des Krieges s r c i w i l l i g in das hiesige Landstuimbataillon eintral, mit diesem nach Belgien ansrückte nnd es hier rasch zum Gefreiten nnd llntcroliizier brachte, ist letzt nach seiner Rückkehr unter Umgehung der Beiördernng zum Bizeseld webel ohne weüereS zum Offiziers-Stellvertreter ernannt wor den. Wendel ist augenblicklich im Garnisonlazarett tätig.
b. Hammeib >, rg, 27. Tez. Ein für die Weihnachls- schlachtnng bestinnnter Ochie riß seinem Führer ani dein Wege nach dem Schlachtbanse ans Er slürinte gegen den llhrcnladen de? Josef Schneider und sprang durchs große Schau- lenster in den Laden. Hier richtete da? Tier in wcniaen Augenblicke» ein iürchlerlichcS EhaoS an. Fast feine llhr blieb unbeschädigt. Ter Schaden beträgt taufende von Mark,
—
IM FELDE
erwarten unsere Angehörigen aus der Heimat Nachtichten über die Vorgänge daselbst und über die Ereignisse und Fostschritte auf den Kriegsschauplätzen.
Durch die regelmäßige Uebersendung des
Gießener Anzeigers
kann mancher lebhafte Wunsch erfüllt werden. Die Nachsendung des Gießener Anzeigers ins Feld erfolgt am zweckmäßigsten durch die Post. Man b:stelle • ihn deshalb bei den zuständigen Postämtern vom 1. Januar an unter genauer Angabe des Namens, des Armeekorps, der Division, des Regiments und der Kompagnie. Außer dem üblichen Bezugspreis erhebt die Post nur eine monatliche Umschlaggebühr von 40 Pfennig. Bestellungen nimmt außerdem entgegen die
Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers.
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Letzte Nachrichten.
Ei» englisches Torpedoboot verloren.
(WTB.) London, 28. Dez. (Nichtamtlich. Reuter- Mcldung.) Ein britisches Torpedoboot lies während eines Sturmes aus der Höbe von Tandeews in Schottland ans Felsen ans. Die Bemannung rettete sich in Booten.
Feindliche Flieger.
Berlin, 27. Tez. (WTB. Amtlich.) Tic Londoner „Daily Mail" meldet unter dein 23. Dezember aus Dünkirchen, daß Flieger der Verbündeten eine neue Zeppelinhalle mit 12 Bomben bewarfen und in Brand gesetzt hätten. Es ist richtig, daß während der letzten Zeit Bomben von feindlichen Fliegern abgeworsen worden sind. Eine Zeppelinhalle haben sie jedoch nicht beschädigt.
Fremde Eisenbahnen in deutscher Verwaltung.
B r a u n s ch w e i g , 28. Dezember. Wie die ..Braunschweiger Landcszeiiung" meldet, sind von deutschen Eisenbahn, erwaitungen am 45. Dezember 7 russische, 19 belgische und 3 sranzösischc Eisenbahnlinien betrieben worden.
Russischer Bericht über die Kämpf» under Weichsel.
Kristiania, 28. Dez. Ter russische Gencralltab meldet: Aus dem linken Wcichscluser gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Am unteren Lause der Weichsel und der Pilica hatten die Kämvsc am 25. Dezember einen weniger heiligen Charakter angenommen. In dem an die Pilica anstoßenden Distrikt waren dagegen während des ganzen Tages gewaltige Kämpfe im Gange. Den gleichen heiligen Charakter hatten die Kämpfe inü den Oesterreichern mi dem unteren Lause der Nida.
Der russische Bericht in englischer Beleuchtung.
Amsterdam, 28. Dez. „Daily Mail" läßt sich von ihrem Korrespondenten in Petersburg berichten: Das heutige Connnuniquä des russischen Generalstabs hat hier recht u n» angenehme Gefühle erweckt. Der Großsürst, versucht nicht, das deutsche Fortschreiten zu verhehlen. Tie Russen verteidige,» hauptsächlich die tleinen Flüsse, Bzura, Rawka, Pilica und Nida. An verschiedenen Stellen werdeit sie durch die Sümpfe an ihrer Front unterstützt, die ein Vordringen der Deutschen sehr erschweren. Vor Krakau sind die Russen 30 Meilen weiter zurück als in der vergangenen Woche. Aber wenn die Rußen nur imstande bleiben, Krakau zu bedrohen, dann tvärc selbst der -Skr - Inst Warschaus unfvichtig, mit Ausnahme allerdings des moral, schen Eindruckes. Die Versuche der Deutschen, die polnische Haupt stadl cinzunehmcn, lassen an Wucht nicht nach. Der deutsche Truck aus das russische Zentrum in Sockiaczow wird immer stärker, während der Veffuch, den russischen Flügel zusammcnzubiencil, schon bis an die Pckiea gelungen ist. Tos fünf Tage dauernde Bombardc ment von Sochaczow bat die meisten Bewohner veranlaßt, nach Warschau zu fliehen, wo sie fast unzurechnungsfähig ankamen und nicht imstande waren, Fragen zu beantworten.
Wenn Engländer fliegen —
Loitdon, 28. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) In den Berichten der englischen Admiralität über den englischen Angriff aus die deutsche Nordseeküftc heißt es: Drei englisch e F l i e g c r k a m c n a u f T a u ch b o o t e n, die ihnett Beistand leisteten, zurück. Ihre Flugzeuge waren gesunken. Ein Flieger wird vermißt. Ein Flugzeug wurde 12 Kilometer von Helgoland als Wrack gesichtet. Sein Los ist unbekannt.
Ter englische M i ftcr fo l g in der Nordsee.
Genf, 28. Tez. Das klägliche Scheitern der englischen Expedition nach Cuxhaven sucht die Presse der Verbündeten damit zu bemänteln, daß sie vorgibt, cs habe sich lediglich um einen E r kn » d u n g s v c r s u ch gebandelt. Man wollte die deutschen Gegenmaßnahmen kennen lernen, was ja auch entschieden gelungen sei.
Ein französisches Unterseeboot gesunken.
Mailand, 28. Tez. Ein französisches Unterseeboot vom Geschwader des Admirals Lapeyrßre ist auf der Höhe von Pola gesunken, als es versuchte, eines der österreichisch-ungarischen Schlachtschiffe zu torpe dicrcn. Tie Besatzung ist gerettet uno zu Gefangenen gemacht worden.
Tie Gerüchte über das Bombardement der Dar d a n c 11 e n.
K o n st a n I i u o v c s. 28. Dez. Seit einigen Tagen kommen die Gerüchte nicht in Rn!-:, daß die vor der Meerenge siegende englisch sranzösischc Flotte die TardancUen bombardiere. Diese Gerüchte gründen sich aus die Erwägung, daß. England und Frankreich alles werden daran setzen müssen, Rußland mit neuer Artillcriemunüion zu versehen, ein anderer Weg aber als der durch die Dardanellen heule nicht,»,» Hände» ist, und zwar auf lange Zell, da der Hafen von Archangelsk letzt zugcfrorcn ist ünd der Weg über Sibirien zu taug ist. Ferner wurde daraus hingewiesen, daß England schon der Volksstinnnnng wegen eine Mion mit seiner Flotte werde nnternehnien müssen, nnd zunächst vorziehen werde, diese gegen die Dardanellen als in der Nordsee -n tun. Allen oiescn Gerüchten und Meldungen gegenüber wird abermals offiziell erklärt, daß bisher keinerlei Bombardement der Dardanellen statt g e s n nt» e n habe außer der einige Tage nach Kricgsbcginir gemeldeten Beschießung.
Bon der türkischen und der russischen Flotte.
Konstantinopel, 27. Tez. sWTB. Nichtamtlich.' Ami lick er Bericht des .Hanvtguartiers. Tie amtlichen russisch :» Bk' richte aus Sewastopol teilen mit, das: die „H a m i D i c" vor Sewastopol torpediert nnd schwer beschädigt worden sei, so daß sic zwar Konstantinopel noch erreichen konnte, aber sür lange Zeit außer Gefecht gesetzt worden sei. .Hier ist die Aiiiivort aus diese Lügen: In diesen Tagen subr unsere Flotte mit Einschluß der „Hamidic" durch bas Schwarze Meer nnd kehrte unversehrt zurück. Eines unserer Kriegsickijsc begegnete am 24. De zcmbcr einer russischen Flotte, die ans 17 Einheiten zusammengesetzt war, nämlich 5 Linienschissen, zwei Kreuze.», 10 Torpedobooten und drei Minenlegern, das heißt ein türkisches Schiss gegen 17 seindkichc. Dieses türkische Schiss griif in der Nacht diese Flotte an, beschoß mit Erfolg das Linienschiff „Ro- stissaw" nnd versenkte die beiden Minenleger „Oleg" und „Aktivs". Ztvei Offiziere und 30 Seesoldaten wurden gerettet und zu Gefangenen gemacht. Zn derselben Zeit öcschosscin anderer Teil unserer Flotte erfolg reich Baku in. Am Bottnittag des 25. Dezember suchten zivei von unseren Schissen die oben genannte Flotte zum Kampfe zu zwingen, die cs vorzog, nach Sewastopol zu fliehen.
Die Besetzung von V a l o n a und eie Großmächte.
Wien, 28. Dez. Aus divlomatisiben Kreisen wird erflärt, daß die Landung von üalienischen Matrosen in Balona ebenso wie die Ende Oktober vorgenommenc Entsendung von Kriegsschisscn nach Balona und die Errichtung einer Sanitäts- und Hilisstation im Einvernehmen mit den übrigen Mächten, ins besondere Oesterreich-Ungarns, eriolgt sei. Italien komme ale- einzige neutrale Macht in Betracht, Es handele sich bei der Lan düng mehr um eine polizeüichc als nni eine militärische 'Aktion.
Die Kämpfe in der Bilkowina.
Budapest, 28, Tez, lieber den Stand der Kämpfe in der Bukowina trnrd gemeldet: Trotzdem die Russen mit sehr große» Streitlrästen an mehrereu Stellen in die Bukowina cindrangen und gewaltsam von hier einen Einbruch in Ungarn versuchten, so ist dieser Plan doch kläglich niiß lungcn. Wohl haben die Russen auf lurzc Zeit das Suczawa Tal an einer Stelle^zu erreichen vermocht, sie mußten sich aber bald in das Sereth-Tal zurückziehen, zveither ist cs den Russen nicht gelungen, über das Tereth-Tai hinauszu gelangen. Ten russischen Bemühungen, die Sereth-Linie zu forcieren, ist trotz deS großen Aufwlmldcs an Menschen- materiak nicht gelungen.
Ein Dampfer-Zusammenstoß.
Berlin, 28. Tez. Ter Kapitän eines in San Rcmo eingetrojscnen Danipfers berichtet, laut dem Berk. Lwk. Anz., daß bei den, Kap Sillciro der spanische Dampfer „San Domingo" und der ohne Lichter fahrende Dampfer „Pereal" so heftig zusammengefahrcn sind, daß beide Schiffe sofort sankeit. Nur 20 Matrosen konnten von beiden gerettet werden. *
Wctteraussichten in Hessen am Dienstag, bei» 29. Tez. 1>>U; Bedeckt, Rcgentälle, lüdwestlirüc Winde.
DcrantworUich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Betmuckites ’ - I. B.: August Goctz. ^


