Ausgabe 
19.12.1914
 
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Nr. 298

Der Slehener Anzeiger

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Erstes Blatt 164- Jahrgang

Samstag. 19. Dezember 1914

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Zchriftleitung, Seschästsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

Ä e z » as o rct s : monatl. 75 Di., viertel- jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- >u Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch diePost Mk.2. viertel- jahrl. auSichl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15Ps., n»sw. 20 Pi. Haiipt- schristleiter: Aug. Goetz. Peraiitivortlich für den volit. Teil: Aug. Goetz: sür .Feuilleton", .Ver­mischtes" und.Gerichts- saal": Karl Neurath; sür .Stadt und Land": Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck.

Günstige Nachrichten aus dem Vesten. Die Verfolgung der

Russen auf der ganzen Nampsersront.

(WTB.) GroheSHauptauartier, 18 Drz. vor­mittags. (Amtlich.) Der Kampf bei N i e u p o r t steht gün­stig. ist aber noch nicht beendet.

Angriffe der Franzosen zwischen L a B a s s e t und Arras sowie beiderseits der Somme scheiterten unter schweren Verlusten für den Gegner. Allein an der Somme ver­loren die Franzosen 1200 Gefangene und minde­stens 180 0 Tote. Unsere eigenen Verluste beziffern sich dort aus noch nicht 200 Dlonn.

In den Argonnen trugen uns eigene, gut gelungene lAngriffe etwa 750 Gefangene und einiges Kricgsgcrät rin. Von dem übrigen Teil der Westfront sind keine brsonl- deren Ereignisse zu melden.

An der oft- und wc st preußischen Grenze ist die Lage unverändert.

In Polen folgen wir weiter dem weichenden Feinde.

Oberste Heeresleitung.

* * *

Wirn, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vtrlantdart: 18. Dez. mittags. Die geschlagenen russischen Hauptkräste werden aus der ganzen über 400 Kilo­meter breiten Schlachtfront von Krosno bis zur Bzuramündung verfo lgt. Gestern wurde der Feind auch aus seinen Stellungen im nördlichen Karpathen- vorlandc zwischen Krosno und Zakliczyn geworfen. Am un­teren Dunajetz stehen die verbündeten Truppen im Kainpf mit den feindlichen Nachhuten. In Süd polen vollzog sich die Vorrückung bisher ohne größere Kämpfe. P i o t r k o w wurde gestern von dem k. k. Infanterie-Regiment Wilhelm I. Deutscher Kaiser und König von Preußen Nr. 34. P rzed- lborz gestern von Abteilungen des Nagy-Szebener In­fanterie-Regiments Nr. 31 erstürmt.

Die heldenmütige Besatzung von Przemvsl setzte ihre Kampfe im weiteren Vorfeld der Festung erfolgreich fort. Die Lage in den Karpathen hat sich noch nicht wcscntllhch geändert.

Der Stellvertreter des CürfS des Genrralftabes: v. H ö f r r, Generalmajor.

Bis zur Stunde sind keine weiteren Nachrichten über die Größe der russischen Niederlagen und die Ergebnisse der Verfolgung des Feindes eingelausen. Es heißt in dem gestri­gen deutschen Tagesbericht nur:In Polen folgen wir weiter dem weichenden Feinde." Wir wissen aus dein Verlauf des Feldzuges im Westen, daß es bei einer stürmischen Verfol­gung des Feindes nicht möglich ift sofort an die Feststellung der Zahl der Gefangenen und des eroberten Materials zu denken. General v. Kluck hatte bei seinem berühmten Vor­marsch solche Meldungen auch meist mit einiger Verspätung erstattet. In Polen betrachtet unsere Kriegsleitung den Kampf Mit den Russen noch keineswegs als beendet, und sie will offenbar die Früchde des Sieges vermehren, bis sie solche bekanntgibt. Wir wollen uns daher gern gedulden. Auch über die Art der Verfolgung schweigt di« Heeresleitung sicherlich mit guten Gründen: der Fbind soll über die deutschen Be­wegungen und Absichten nichts wissen, und wir dürfen gewiß sein, in weltpolitisch riesengroßen Tagen zu leben, auch wenn einmal nicht viel geredet und berichtet wird. iUeberall, auch in Oesterreich-Ungarn, wird die Riesenschlacht an Polen und Galizien als die größte und bedeutungsvollste bezeichnet, die je erlebt wurde, und die siegreichen Führe« gelangen zu einem Ruhme, der dem unserer bekanntesten und beliebtesten Helden gleichkommt.

Die Beschießung der engliscl^en Hafenstädte hat eine r ö ß e r e Wirkung gehabt, als ursprünglich berichtet war­en war. DieTimes" meldet, daß schon 90 Leichen in Hartlepool gefunden worden sind und daß unter den Trüm­mern der Häuser wohl noch mehr Opfer verborgen sind. Die Zahl der Verwundeten gehe schon in die Hunderte. WM es die englische Presse nun inrmer noch wagen, den deutschen Angriff alsharmlose Demonstration" zu be­zeichnen? Das Kopenlwgcner Blatt'Politiken" stellt fest, das Vertrauen, daß England die Nordsee beherrsche, sei bei allen handcltreibenoen Nationen in hohem Maße zerstört. Gerade jetzt, an dem Tage, wo die nordischen Könige in Malmö sich ansckicken. die Weltlage zu betrachten und dar­nach ihre Interessen einzurichten, kommt uns der Beweis von der Tatkraft unserer Flotte hoch gelegen!

Auf dem westlichen Kriegsschaupla^ sind neue, an­sehnliche Erfolge erkämpft wdrdcn. Noch immer wogt der Kämpf bei Nieuport, der günstig^ für uns steht. Sehr be­merkenswert ist es,'daß bei Angriffen der Franzosen zwischen La Bassee und Arras unsere Verluste sich auf noch nicht 200 beziffern, während die Angreifer, die zurückgeworfen Wurden, mindestens 1800 Tote und 1200 Gefangene ver­loren. Nach solchen Proben w^rd Joffres Offensivgelüste wohl bald zum Schweigen kommen!

Der Sieg über die Russen.

Wien, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich) Die Blätter besprechen den Sieg in Polen mit der größten Genug­tuung. DasFremvenblatt" schreibt:

Der Sieg der Verbündeten ist kein Ucbcrraschungs-, kein Au- acnblicks-Ersolg, sondern der feste Schlußstein eines mit eherner Konsequenz, Quader aus Quader, aitf&efiü)rtc Baues. Das verstärkt die ungeheure Bedeutung des entscheidenden Er­

folges, den die Verbündeten ans den volnisch-galizischen Schlachtfeldern errungen haben, noch um ein Weiteres. Die Nie­derlage der Russen wird nicht bloß die sernere Gestalwng der Tinge aus dem nordöstlichen Kriegsschauvlatze, sondern auch dio politischen Vcrhälmissc auf allen Schauplätzen des gegenwärtigen Weltkrieges beeinilussen. Mit Rußland haben auch seine Ver­bündeten und Vasallen, welche aus des Zarenreiches Hilse alle Hossnung setzten, eine entscheidende Niederlage erlitten. Das Bbat» schließt: Die gewaltigste Schlacht der Weltge­

schichte und der in ihr eftochtene große Sieg bleiben zugleich ein unvergängliches Denkmal der treuen Waffenbrüderschaft Deutsch­lands und Oesterrcickz-llngarns. In voller Einigkeit, nur immer den großen Zweck des Ganzen vor Augen, kämpften die deutschen und österreichisch-ungarischen Armeen nicht bloß äußerlich Schul­ter an Schulter in dieser Völkerschlacht, smrdern sie teilten sich auch in wahrhaft herzlicher Kämeradschasl in die gewaltige Kamps- arbeit. Mit todesmutigem Heroismus kämpften die deutschen Trup­pen mit unseren vereint, indem! einer den andern in selbstloser Weise unterstützte. Wie wir mit freudiger Genugtuung von der Anerkennung Akt nehmen, welche die deutsche Oeffentlichkeit un­serem Heere zollt, das tapfer und treu der großen gemeinsanrntz Sache dient, so grüßt bei uns die große. Allgrmeürhcit die Helden, der deutschen Armee an diesem frohen Siegestage mit hellem Jubel.

Budapest, 18, Dez. (WTD. Nichtamtlich.) Sämt­liche Blätter feiern in begeisterten Ausdrücken den gro­ßen Sieg in Polen. DerPester Lloyd" schreibt:

Wieder ist erwiesen, daß die Zukunft der Menschheit eher ein sittliches Problem als ein Rechenexempel ist. Rußlands Heer ist geschlagen, Oesterreich-Ungarn und Deutschland haben gesiegt!! Die Nachwirkungen dieses Sieges sind vorerst nicht zu übersehen, aber eines ist schon sicher: Nicht nach Rußlands Machtgier, nichts nach Frankreichs perversem Ehrgeiz, nicht nach Englands Krämer- Plänen wird sich die Welt neu sonnen! Der Riesenhammer der Weltgeschichte schlug ein Instrument in Scherben, von dem unsere Feinde die Verwirklichung ihrer Träume erhofftem Freiheit. Zftüisation und Gerechtigkeit tragen den Sieg davon. Sie werden der neuen Zukunft Inhalt und R chplng geben.

DasNeue Pestcr Journal" schreibt:

Niemals sind im Laufe der Geschichte so ungeheuren Opfern an Menschen und Kriegsmaterial, wie Rußland sie bracht«, so geringe Erfolge beschieden gewesen. Die Niederlage der Russen und das unerwartete Erscheinen deutscher -Kreuzer zur Beschießung englischer Küstenbefestigungen sind Ereignisse, welche dem heu­tigen Tage den Stempel eines historischen Datums anfdrückcn. Zwei Tinge stehen fest: Man erlebte einen bösen Tag in England; es mag lange dauern, bis Rußland wieder ftgendwie aktions- fähig nnrd.

Berlin, 19. Dezi. In derNeuem Zürcher Zeitung schreibt deren milftärischer Mitarbeiter:

Man darf heute schon sagen, daß der Feldzug in Russisch- Polen wahrscheinlich zu den grandiosesten Unternehmun­gen zählen wird, die die neueste Kriegsgeschichte zu verzeichnen hat. Er rückt die Namen Hindenburg und Ludendorffin die Reihe der ersten Feldherren, aber er bedeckt ihre tapferen Scharen mit unsterblichem Ruhme. Sie haben Strapazen und Mühen ansgehalten, weitaus größer als diejenigen, die das &eer zu erdulden hatte, das Napoleon einst nach Moskau filhrte.

Bern, 19, Dez. (JS®. Nichtamtlich.) DerBerner Bund" schreibt:

Die große Entscheidung, welche der Krieg bisher gebracht hat, ist nach unserer Voraussage das prachtvo Ile Manöver der Hindenbnrgischen Flankenossensive, die nicht nur geglückt ist, sondern die auch im Süden und Westen der Ver­bündeten Armeen die Offensive der Russen zu ersticken vermochte. Als die Russen den Hinüenburgischen Ostflügel überfluteten, führt die geniale Benutzung der ümeren Linlc die notwendigen Verstär­kungen zu und befähigte die Deutschen, das Ueberauellen der rus­sischen Massen abzudämmen. Uebcrall traten den Russen rechtzeitig Verstärkungen der operativ so bewegtichcn Gegner entgegen, um nach der allgemeinen strategischen Grundregel dort stark zu sein, wo dir Entscheidung ftel. Hätten die Russen länger als rätlich und so­lange, bis die österreichische Zange südlich von Przemhsl sie ein­schloß und an der Bzura-Mündung hernrngriff, während bei Piottkow ein tiefgehender Schnitt die russiscknm Massen cndgülttg spaltete, so wäre ein Rückzug auf San und Weichsel unmöglich ge­wesen, Soweit ließ es Nikolai Ni ko l a j ewi t sch und sein Generalstab indessen nicht kommen. Aber stark zermürbt trat Rußlands Hauptmacht den Rüchug an. Es ist an- zunebmen, daß die Ruffen überall Aufstellungen oorbereüeir, aber auch, daß die Verbündeten den letzten Hauch von Mann und Roß daran setzen werden, um dem Gegner an der Klinge zu blcrben. Es ist fraglich, ob die Ruffen nun nach der Schlacht, welche will als die größte der Weltgeschichte und im Zusammen­hang der taktischen Entscheidungen mit der strategischen Operation als eine der genialsten Kriegshandlungen allen Zeiten bettachten, noch einmal dem Gegner stand halten. Ballt Rußland hinter der Weichsel noch einmal Heere zusammen, wozu cs seine Mcnschenmassen noch lange befähigt, so wird ihhn doch so viel Moral fehlen, um nochmals mit Aussicht auf Eftolg den bereits zweimal gescheiterten Versuch, den Krieg auf Berlin unp Wien vorzuttagen, ins Werk zu setzen. Solange wir keinen Ein­blick in die imreren Verhältnrsse der russischen Armer haben bleibt die Schlußfolgerung offeir, ob die russische Generalofsensfte endgül­tig gebrochen ist. Ter russische Feldzug ist entschieden in dem Sinne, daß Rußland nunmehr auf die Verteidigung an­gewiesen ist. Tie 'großen Abgaben an Gefangenen weisen aber bereits auf eine tiefgehende Zersetzung hin. Wo aber blecht in diesen Tagen, wo im Osten die Entscheidung reift, der große durchgreisende Angriff der Franzosen und Engländer?

Ein Telegramm an Hindenburg.

Berlin, 19, Dez. Der in Breslau tagende P ro v in- z i a l a u s s ch u ß der Provinz Schlesien hat die Absen- dnng folgenden Telegramms beschlossen: Feldmarschall von Hindenburg:

Unter Euer Exzellenz ziclbewußtcr Führung und durch die heldenmittigen Kämpft der deutschen und österreichisch-ungarischen

Truppen ist mit Gottes Hilfe der Ansturm! der russischen Ucber-

macht auf Schlesien zusammengcbrochcn. Namens der ganzen Provinz Schlesien sendet Euer Exzellenz und Ihren siegreichen Armeen in tiefgefühlter Dankbarkeit jubelnde Glückwünsche der Provinzialausschuß von Schlesien,

Der Sieg der Oesterreicher.

Berlin, 19, Dez, Zu der österreichisch-unga­rischen Offensive in Westgalizien ward dem Berl. Tagebl." von seinem Kriegsberichterstatter ans dem österreichischen Kriegspresseguartier gedrahtet:

Die unmittelbare Bedeutung dieses Erfolges ist die Be­freiung Ungarns von den cinbrechendeit Kolonnen und die Wiedergewinnung von Westgalizien. Im Raume von Bochnia stand eine starke russische Streitmacht, der sich im Bezirk Neu-Sandec viel Kavallerie und zwei Divisiouen des 2. Armeekorps anschlossen. Auch haben die Ruffen, wie ich bei einem Besuch des Schlachtfeldes von Limanowa von Gefangenen erfuhr, bis in die letzten Tage von Kiew über Lemberg Verstär­kungen herangezogen. Diese Truvven verließen eine Station vor Lemberg die Eijeubahn und beendeten deu Weg unter Umgehung Przemyls's in Fußmärschen. Die Entscheidung konnten sie eben­sowenig ändern, wie die aus den Karpathen zurückflutenden Ko­lonnen. Die Russen verloren vielmehr in den Kämpfen über Tau­sende an Toten und Verwundeten und 26000 Gesängen« an unsere Verbündeten.

Türkische Glückwünsche.

Konstantinopel, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Senat richtete an das österreichische Herrenhaus, das ungarische Magnatenhaus und den deutschen Bundesrat Telegramme, in welchen seinen brüderlichen Wünschen für den Erfolg ihrer Armeen Ausdruck verliehen wird.

Vom Zaren.

Petersburg, 18, Dez. (WTD. Nichtmnllich.) De» Kaiser ist von Wladikawkas ab gereift Vor seiner Abreise empfing er Abordnungen der in der dortigen Gegend an-, sässigen Stämme, ivelche dem Kaiser Geschenke und Geld für Kriegsbedürfnisse überreichten.

Russische Räuber.

Berlin, 18. Dez, (WTB, Nichtamtlich.) MeNott>- deutschc Allg. Ztg." schreibt über die russische Kriegs führung: Den deutschen Behörden liegen umfangreiche Nachweisungen von Gegenständen vor, die bei russischen Ge­fangenen in Gefangenenlagern entdeckt und offenbar von den Russen auf deutschem Gebiet geraubt worden sind. Die Ver­zeichnisse der Gegenstände, unter welchen sich viele Wettsachen befinden, geben einen Beleg dafür, wie die russischen Trup­pen zum Teil auf deutschem Boden gehaust haben. Dabei stellen die Vorgefundenen Stücke zweifellos den bei wettern! gettngsten Teil des im ganzen entwendtten Gutes dar.

Die Konsumentcninteressen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns.

Wien, 18. Dez. fWDB. Nichtamtlich.) Der Arbeits­ausschuß der Krregskommission für Konsümen» tentttteressen hat beschlossen, dahin zu wirken, daß der in Deutschland geschaffene Kriegsausschuß für Kvnsumenten- interessen mit der österreichischen Kommission Hand in Hand arbeite, um die berechtigten Konsumenteninteressen in büdep Staaten wirkungsvoller vertreten zu können.

* s * *

Zum Angriff auf die englische Küste.

London, 18. Dez. (WTD. Mchtamtlich.)Denkers Bureau" teilt amtlich mit, daß bei der Beschießung Hartt- lepools 82 Personen getötet und 250 verwun­det worden sind. Bon den auf der Höhe von Harttepook befindlichen Schiffen, dem kleinen KreuzerPcttrol" und dem TorpedobootszersbärerDoon", wurden fünf Matrosen getötet und 1b verwundet.

L o n d o n, 18. De». (WTB. Nichtmnllich.) DieTimes" mtt- den: Es wurden bereits 90 Leichen in Hartlepool! gefunden. Es ist sehr möglich, daß noch mehr aus den in Trümmern geschossenen Häusern zum Vorschein kommen. Die Zahl der Verwundeten geht bereits in die Hun­derte. Verschiedene von diesen sind so schwer vettctzt, daß an ihrem Auftommen gezweifell wftd. In dem Hvspttal werden schon 160 Fälle behandelt. Die Beschießung war viel leb­hafter als man sich anfangs vorstellte Der Korre­spondenz derTimes" sagt: Keine überttteben klingenden Berichte konnten mich auf die allgemeine Verwüstung vorbcrcttcn, die ich gestern sah. Die Deutschen ändetten offenbar absichllich jedesmal die Richtung ihrer Geschütze, um eine möglichst große Oberfläche zu bestreichen. Die Küstenbattetten am Hascncingang wurden ge» ttoffen, aber die dahinter und daneben stehenden Gebäude ihrer Dächer beraubt. Löcher klafften in den Mauern. Ein starkes Erd­beben hätte nicht so viel Schaden airrichten können, wie ich in den nach der See führenden Straßen sah. Besonders die Stadt viertel, in denen Wohnhäuser stehen, sind ernstlich beschädigt, weniger die Geschästsviettrl und die Docks, In den Fabriken und den Docks geht die Arbett ihren gewohnten Gang. Der Sttaßcnbahn- und der Eisenbahnverkehr ist normal, aber der Gasmangel wird lcbdast empftnden.

London, 18. Dez. (WTD. Nichtamtlich.) Die .Li­mes" melden: Seit dem Beginn deö Krieges sind an der