** P erso ir al n a ch rich te n ans bet Obkr - Post -
bireftton'tn Tarmsta bi. ^etlichen würbe aus Aulast des Scheiben^ aus bem Tienste bas Preußische Vcrbienstkreuz in Gold dem Postsckretär Kleist in Offenbach-Bürgel. — Ter Postsckretär Hauck wurde von Alzey nach Tarmstabt unter Ernennung zum Ober-Postsekretär versetzt. — EtatsmLßig ange - (teilt würben die Telegraphengehilfinnen Marklosf in Frieb- berg unb Rech in Mainz. — Die Postsckretärprüsung bestauben bie Postassistenten B e ch t unb K n o o s in Tarmstabt. — A n - genommen zu Telegraphengehilfinnen würben bie Anwärterinnen Arnsberger unb Heintke in Mainz; zu Poslagenten bcr Landwirt Wilheln, Wagner II. in Röbgen. — Freiwillig ausgeschieben sind bie Telegraphengehilsinnen Geisel in Gießen, Hecker in Mainz: ber Postagent Hch. Wagner in Röb gen. — Gestorben sinb bie Postsekretäre Lorge, Mainz-Kastel, Wahl in Mainz, ber Obcr-Postassistent Habel sowie ber Postsekretär a. T. Kurz in Darmstabt. — Vor bem Feinbe ge - lallen sinb bie Postassistenten Groß, Bauer, Mclzer, Neuroth, Pothe. Siebenwurst nnv W e i l a n b.
"Richtlinien für bas Handwerk in ben Fragen bes Kriegsbcbarss gibt bie Hessische Hanbiverkskammer heraus unb bittet, sie zur Kenntnis ber in Betracht kommenben Kreise zu bringen. Sie teilt uns mit: Aus Anregung Königs. Kriegsministeriums würbe am 2 . Dezember 1914 ein Kriegsleber-Aus- rüstungs-Vcrbanb gcgriinbet, Hessen Verwaltungsrat neben Vertretern ber Jnbustrie auch solche bes deutschen Hanbwerks angehören. Ter Verband ist ein Organ Königs. .Kriegsministeriums und für bie Dauer bes Kriegs gegründet. Mitglied kann jeder Betrieb werden, der bisher Heereslieserungen zur Zufrieden heit der Heeresverwaltung ausgesührt hat, ebenso alle Betriebe der Militärlcder-Ausrüstungsbranchc, Lieserungsverbänbe, Werkgrnos- senschasten und andere Einrichtungen, die Handwerksbetriebe -ver- treten, die sich mit der Herstellung gleichartiger Gegenstände bs- sassen. — Es ist weiter für die Dauer des Kriegs ein Bekleidung s - B e sch a s s u n g s a m t in Berlin F'., Budapestcr Straße 132, eingerichtet worden. Dieses Amt deckt den Bedarf an Tuchen, Leinen- und Baumwollstoffen, Helmen, Tschakos.Tschapkos, Tornistern, Tragriemen, Patronentaschen, Pistolentaschen, Leib- riemcit, Säbel koppeln, Ueberschnallkoppeln, Mantel- und Koch. geschirr-Riemen, Karabinerhalterriemen, Feldflaschen, Labeslaschen, Trinkbechern, Kochgeschirren, Tressen, Fransen, Portepees, Trikot und Köperhemden, Trikottinterhosen, Brotbeuteln, Zeltausrüstungen (mit Zubehör), Zeltzubehörbcuteln, Signalinstrumenten mit Zubehör, Pelzen, Filzschuhen, Fußschutzkappen, warmer Unterkleidung, Packtaschen, Kochgcschirrsutteralen und Reitzeug für Nen- sormattonen. Angebote aus vorangeführte Gegenstände nehmen daher fortan nicht mehr dasKriegsministeeinm, Bekleidungsabteilung oder die einzelnen Kriegsbekleidungsämter an, sondern nur noch das eingangs bezeichnete Bekleidungs-Beschaffungsamt. Die Angebote sind an die zuständige Handels- oder Handwerkskammer zu richten, die die Weitergabe vermittelt. Die Hessische Handwerkskammer hat die in Betracht kommenden Interessentenkreise auf diese Gründung aufmerksam gemacht. Es fei hierbei daraus hingewiesen, wie sehr gerade diese neue Art der Arbeitsvergebung aus f a ch - genossenschaftlichen Zusammenschluß drängt. Ten in Betracht kommenden Handwerkszweigen sei die Benutzung der Einrichtung angelegentlichst empsoblen, die .Hessische Handwerkskammer nimmt entsprechende Eingaben entgegen.
Nach einer Verfügung Königs. Kriegsministeriums sollen, wie uns die Handwerkskammer weiter mitzuteilen ersucht, Angebote aus Hcereslicserungen, von solchen Bewerbern, die der Heeresverwaltung aus bisherigen Geschäftsverbindungen noch nicht bekannt sind, nur dann berücksichtigt werden, wenn ei» Zeugnis der zuständigen Handelskammer oder Handwerkskammer darüber vorliegt, daß der Anbieter zuverlässig und leistungsfähig ist und dem Geschäftszweige angchört. aus dem er Waren anbietet. Tie hessische Handwerkskammer ersucht, die schriftlich einzureichenden Angebote, die auf b e st i m m t e Waren und a n b c st i m m t e Adressen zu lauten haben, an sie einzusenden. Von hier aus werden sodann die Angebote und Zeugnisse an die Militärbehörden weitergcleilet, bei der der Antragsteller anzu- bietcn wünscht. Es wird laut einer Ministerialversügung als sehr wünschenswert bezeichnet, für den Winter Wagen für landwirtschaftliche Z >v e ck e in erheblich größerer Anzahl und mit möglichster Beschleunigung herzustellen. Mit Rücksicht aus militärische Bedürfnisse sollen diese Wagen nicht weniger als vier Meter Kastenlänge haben. Tie Handwerkskammer wandte sich an Korporationen und Einzelmeister des Wagner- und Schmiedegewcrbes und machte auf diese Arbeitsgelegenheit aufmerksam. Ebenso wurde nnt den zuständigen Behörden und der Landwirlschastskammer in Verbindung getreten im Jntereffe der genannten Handwerkszweige. ES steht zu hoffen, daß durch diese Anregung für die Winterszeit A r b e i t S g e l e g e n h e i, geschaffen wird und auch diese Betriebe in der Lage sind, in schwerer Zeit sich zu halten.
** ©in Dankschreiben. In einem an Professor Völzing gerichteten Schreiben vom 12. de M. hat Großadmiral v. Koester, der die Verteilung der Liebesgaben für unsere wackere Marine leitet, den Gießener Spendern wie folgt gedankt: „Für die reiche Spende vom 28 . November spreche ich Ihnen meinen herzlichsten Dank aus. v. Koester, Großadmiral."
** Das Eiserne Kreuz erhielt Kriegsfreiwilliger Gefreiter im 22. Rcferve-Fußart.-Regiment Dr. Richard Schramm» Assistent am Botanischen Institut der hiesigen Universität.
** Militärische Vorbereitung der Jugend. Am letzten Mittwochabend unterrichteten die Herren Horst und Hcrgett über „Lagerdienst", Herr Dr. Meyer gab packende Schilderuitgen aus dem Leben in den Schützengräben. Am Sonntag nachmittag ivurde im Kasernenhos und später auf dem Trieb in Zügen und in der Kompagnie exerziert nnd zur Schützenlinie ausgeschwärmt. Das Resultat der Hebung war wiederum sehr erfreulich. In aller Kürze werden sich Ziclübungen anschlicßen.
** Schiilerkonzert. Eine anmutig musikalisch- deklamatorische Unterhaltung bot Fräulein Minna Körner am Sonntag nachmittag den Eltern ihrer Schüler. — Die Darbietungen gliederten sich in zwei Abteilungen, die erste war einzig dem Klavier gewidmet. Kleine und größere Schülerinnen, auch einige Schüler spielten mit Präzision und hübschem Ausdruck kurze Kompositionen von Breslauer, Rohde u. a. bis . himmt zu schumann, Weber, Haydn und Beethoven. — Tie 'zweite Abteilung bestand aus patriotischen Liedern und Gedichten. ES war ein glücklicher Gedanke, diese olme Unterbrechung vorxnsühren, — so blieben die Hörer in Sttmmnng. Man fühlte die Begeisterung, womit die Schülerinnen und Schüler ältere patriotische Tichttingen von Hauff, Geibel und Körner, sowie die neuesten, auf unsere Zeit bezüglichen zu Gehör brachten Ergreifend wirkte das von den reinen heilen Mädchenstimmen gesungene alte, ewig junge Lied von Hauff: „Morgenrot". Violine und Klavier unterstützten in wirk,amer Weife den Ehorgesang. Von den Rezitationen machte I. v. Hauffs Lied auf den Feld- marschali Gottlieb Haeieler: „Gottlieb hier und überall", besonderes Glück, aber auch die übrigen mit fchlick>tcr Wärme vvrge- lragenen Achtungen gelangen zur Freude der Eltern und zur Ehre der Lehrerin.
** Grogw ursel ,,M arke Südpol" haben soldaten freundlichc Spekulanten vor einiger Zeit auf dem Markt gebracht, dabei aber nicht mit der Wachsamkeit der Militärbehörde gerechnet. Dieselbe warnt nämlich vor der Dekikalesse wie folgt: In einigen Zeitungen find Inserate veröffentlicht worden, in denen Grog- Würfel für die im Felde stehenden Krieger angezeigt werden. Tiefe Würfel find in Feldpostbriefe verpackt und sollen angeblich aus feinstem- Rum und Zucker bestehen und, in Wasser aufgelöst, ein Weinglas voll Grog ergeben. Das stellvertretende Generalkam mando des 1. bayerischen Armeekorps warnt vor dem Ankauf dieser Würfel, die die Marke „Südpol" tragen. Ter Alkoholgchali betrage nur 6,8 Prozent: dem Zucker fei Gelattne beigcmengt, es lasse sich selbst mit Beigabe von nur geringen Mengen beisten Wassers kein grogähnliches Getränk erzielen. Das Roh
material für 6 Würfel kostet ungefähr IttP'g , der Verkauispreis be trage 1 Mark. Wie wir erfahren, verbietet das Frankfurter stellvertretende Generalkommando die Veröffentlichung aller Inserate, in denen die Grog-Würfel Marke „Südpol" angezeigt werden.
** Weihnachtsstimmung im Lazarett Am Sonntag fand in der Klinik für Hautkrankheiten zum Beste» der verwundeten Krieger eine Weihnachtsaufführung statt. Der Korridor im ersten Stock war von den Soldaten mit einfachen Mitteln in eine schöne Buhne verwandelt worden. Das Prograinm war: l. Prolog. 2. Ge meinsamcr Gesang: „Stille 'Nacht". 3. Ausführung: „Des Kriegers Trgpin". 4. Lebendes Bild. 5. Schneeslockenreigen. 6. Aufführung: „Das Watdmäniichen". 7. Zwiegespräch. 8. Zwei lebende Bilder. 9. Schlußwort. 10. Gemeinsamer Gesang: „Deutschland, Deutschland über alles". Ten Prolog und das Schlußwort sprach ei» Verwundeter; das Uebri.gc imirde von hiesigen Knaben und Mädchen vorgcführt. Die Aufführungen gefielen so, daß einzelne Sachen wiederholt werden mußten. Tie Zuschauer beslaudcu außer einer ganzen Reihe Zivilpersonen mis Verwundeten der verschiedensten Kliniken, die niit Dank den Ausführungen folgten. Der Dank für die Feier gebührt einer Schwester der Hautklinik, die trotz der in dieser schweren Zeit an die Schwestern gestcllteit erhöhten Anforderungen ihre freie Zeit für die Proben verwandt hat. Auch der Prolog nnd das Schlußwort war von ihr verfaßt. Die Hauptsache, der pekuniäre Erfolg, war so gut, daß der Wunsch der Schwester und des Leiters der Klinik, ihren Soldaten eine würdige Weihnachtsfeier zu veranstalten, vollauf in Erfüllung geht.
" Die Auszahlung der Fa milienunter st ütznng für bie zu in Heeresdienst Einberuleiien fiir die Zeit vom 16. bis Ende Dezember 1914 findet statt am Mittwoch, den 16. Dezember, -i Tomierstag, den >7. Dezember, — Freilag, den 18. Dezember, — Samstag, den 19. Dezember, und Montag, den 21. Dezember» und zwar vormittags von 8 — 1 Uhr, im Stadthaus, Zimmer Nr. 16.
** Die Ziehung der Gießener Gewerbe- Aus stellungs-Lotterie findet am 21. Dezemberd.I. im Saale des Hotel Schütz statt. Die Ziehung ist öffentlich und beginnt um 8 Uhr morgens unter Aufsicht der Polizeibehörde .
Kreis Schotten.
D Her eben ha in, >8. Dez. Heule nachmittag wurde in unserem Gotteshause eine G e d ä eb t n i s i e i e r für die in letzter Zeit geialleiien vier Krieger aus »»fever Gemeinde begangen. Es sind dies: Landmelirmann Kart Appel, die Reservisten Heinrich W i n t e r, Ernst W i ii t e r und Heinrich 'Adolph. Eine Ge- denktasel, ans welcher die Namen der sieben Gefallenen ans imserem Kirchspiele verzeichnet waren, war mit einem Kranze nnd schwaiz-weist-rolem Band nmivnnden, am Altäre angebracht. Sie soü für alle Zeiten der Kirche erhallen bleiben. Die Kriegcr- v e r e i» e von H a r t m a n n s h a > n und H e r ch c n h a i n waren mit umflorten Fahnen erschienen, ferner verwundete Kame- radcn in seldgraner Uniform nnd Veteranen von 1870/71. Ter Lrtsqeiftliche, Viarrer Römer, wußte in herzlichen Worten den Leidtragenden Trost znznsprechen. Nach der Ansprache wurden durch die beiden Vereine vor dem Gotteshanfe drei Ehrensalven abgegeben.
Kreis Friedbcrg,
b F r i e d b e r g, 14. Dez. Wegen der Maul- und K l a u e n- feuche im Kreise Friedberg ivurde der !ür den 17. Dezember an- gesetzte Markt in Friedbcrg verboten.
Starkenburg und Nheinhessc».
O D ärmst ad t, 15. Dez. Das Grosth. Hesf. Landsturm - B a I a i l l o n V hat am Freitag, den 4. Dezember, eine Heldentat vogbrncht, die eine Belobigung durch Körpsbeietil eriahren bat unter der Devise: »Frisch gewagt, ist halb gewonnen". Es nahm aui einem Patrouillengang, nur 20 Mann stark, 420 Russen mit Gewehren und Munition gefangen. Diese Kompagnie führt Oberleutnant Wolfs, ein geborener Darmstädter, Rechtsanwalt und Notar in Bad Homburg v. d. H., Zugführer ist Leutnant L c ch n e r, Vorstand der Bank für Handel und Industrie, Depositen- kasj«, Tnrmsladt.
Hessen-Nassau.
U. Frank s u r t n. M. , 14. Dez. In der verlängerten Gut- lcutstraße, gegenüber dein Gntlenthof, hat man mit dem Bau einer Halle für Kraftwagen begonnen, die an llnisanq wohl alle bisher i» Teutfcliland bestellenden ü b e r t r e!! e ii dürfte. Tic Halleiiräuinc werden einen Flächcnraum von rund 8000 Qnadral- nielcrn bedecke» und Platz für mehr als 700 Kraftwagen bieten. Tie Arbeiten werden derart beschleunigt, daß schon in wenigen Wochen die Fertigstellung der Halle zu erwarten ist.
Kandel.
Fried. Krupp.
Essen (Ruhr), 12. Dezember.
Tie heutige Hauptversammlung der Fried. Krupp A.-G., Essen (Ruhr), genehmigte den Abschluß für das Geschästsjalir 191304. Tie Dividende wurde auf 12 Prozent <14 Proz. ii» Vorjahre) !est- aeletzt. Der gesetzlichen Rücklage fließen Mk. 1 695 211 zu (im Vorjahre 1881 7531. Tie Conberrncklage wirb um Mk. 2 Millionen verstärkt (wie im Vorjahre). ES wurden überwiesen der Arbeiter- Pensionskasie Mk. I MiÜion >i. V. de» Pension?- und llnter- stützungskassen Mk. 2 Millionen) und dem 'Arbeitcrnrlanbsfonds Mk. 2 Millionen <i. D. Mk. 2 Millionen). Für Kriegsbeiliilfon u. dergl. wurden Mk. 3 Millionen zur Verfügung gestellt. Aul neue Rechnung werden »ach Abzug der Tantieme des Aussichls- ratS Alk. 9 385 347 (i. V. 6 926 334i vorgetragen. — Ferner beschloß die Hauvtversainmlniig geinäü dem schon am 17. November bekannt gegebenen Antrag des Anlsichlsrats nnd Tirektorinms die Erhöhung deSAktienkapitals »in nominalsiebzfg Al i ll i onen Mark, also von 180 Millionen Mark an! nominal 250 Millionen Mark. Von dein neuen Aktienkapital gelangt zunächst ein Teilbetrag von 35 Millionen Mark zum 31. Dezember 1914 zur Einzahlung. Wie trüber wird auch dieser neue Aktien- kapitalbelrag von der Familie übernommen iverde».
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 1913/14 seht sich ivic folgt zusammen : Der B e I r i c b s ii b e r s ch u ß der sämtlichen Werke stellt sich auf Mk. 54 004 571 (i. P. 49 825 718). Dazu trete» : Gewinnvortrag ans dem Vorjahre Alk. 6 926 334 (6 603 017), Zinsen, nach Abzug der Ausgaben für die Verzinsung der Anleihen, Guthaben nsw. Akk. 2 288 668 (3 886 200), verschiedene Einnahme» Mk. 2 051550 (1688 235), was eine G e I a »I t e t II n a h IN c von Mk. 65 286 122 <61 903 170) ergibt.
Hiervon gehen ab für: Steuern Mk. 9 858 249 (5 686 276), Angestelllen- und Arbeiierversichernng Mk. 5 703 984 <5 159 942), Woblsahrlsausgabeii Mk. 8 873 331 (7 918 865); zusammen Marl 24 43b 584 (18 765 083). Hiernach ergab sich für die Beschluß, lassmig der Hanvtocrlammlmig ein verfügbarer Betrag von Mark 10 830558 (43138 087).
Zur Begründung der Erhöhimg des Aktienkapitals um 70 Mill. Mark aui 250 Mil!. Mark ivird in dem Geschäftsbericht ansgesnhrt, daß einmal die Beiriebsmiitel der Firma in starkem Maße durch Aufwendungen !i>r Jinmobikien sestgelegt ivorden sind, daß znni anderen der Krieg erhebliche 'Ankordernngcn an die Mittel der ,zirnia Krupp stell:. Bezüglich des erstere» Punktes ist daran! liinzuiveifcii, daß Kruvp bedeutende Erwerbniigen von Kobleiiieldern, Grundeigentum in der näberen und weiteren Umgebung von Eye» gemacht hat. Der Jmmobiliarbesih siebt mit 231 Mill. Mark z» Buch und übersteigt allein das Äkticnkapftal um 58 Mill. Mark. Insbesondere aber bringt der Krieg erheb- liche Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Firma in Bezug auf die Lielerung von Kriegsmaterial Tie ja überaus große» Mittel der Firina weiden in erhöhtem Maße sestgelegt, besonders auch durch Lieiernngcn an bie mit uns verbündeten Staaten. Die neuen Aktien, die natnilich von der Familie Krupp allein übet- non»nen werden, werden die Betriebsmittel in erforderlichem Maße verstärken.
Märkte.
fr. Frankfurt a M. V i e h h o i i» a r k t b e r i ch t vom 14. Dez.
Anfirieb: Rinder 1655 (Ochsen 332, Bullen 74, Kühe und Färsen 1249), Kälber 315, Schase 123, Schiveine 2351.
Tendenz: Rinder rege, Kälber gedrückt, Schafe ruhig, Schweine ruhig. Sänttliche Gatinngcn beinahe anSveikanit.
Ochsen.
Vollsteischigc, ansgcmästeie, höchsten Echlacht-
iveries, 4—7 Jahre alt........
die noch nicht gezogen haben (nngejochte) . .
Junge fleischige, nicht ausgemäslcte und ältere
nnsgemästctc ...........
Bullen.
Pollflclsckiigc.ansgewachfeiie, höchsten Schlacht,v.
Bollfleischige, jüngere.........
Färsen, K n h e.
Bollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw.
Pollfleischige nnsnem. Kühe höchsten Schlacht-
wertes bis z» 7 Jahren.......
Wenig gut eiitivickette Färsen......
Acllcrc ansgemäslete Kühe.......
Mäßig genährte Kühe und Färsen ....
Kälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . .
Geringere Mast- und gnle Saugkälber . . .
Schafe.
Stallmastscbase:
Mastlämmer und jüngere Maslhaminel . . .
Aeltere Masthamniel, gut genährte junge Schale und geringere Mastlämmer . . .
S ch io « i» e.
Dollflcischiqe Schiveine von 80 bis
100 kg Lebendgewicht..... 57.50—60.00 74.00—76.00
Bollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht ........ 57.00—59.00 74.00—75,00
Vollfleischiae Schweine von 100 bis
120 kg Lebendgeivicht..... 58.00—60.00 75.00—76.00
Bollfleischige Schweine von 120 bis
150 Ire Lebendgewicht..... 58.00—60.00 75.00—76.00
Sa, Frankfurt a. M., 15. Dez. Heu- und Strobmarkt. Man »olieile Heu 3,50—3,80Btt., Stroh (Kornlangstroh) 0.00 bis .00 Alk., Wlriflroh 0,00-0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge- schält lcbha't. feie Zufuhren waren miS den Kreise» Friedbcrg Hana» und Dieburg. •
Preise für 100 Pid.
Lebend-
Schlacht-
gewicht
Mk.
Akk.
52—56
95-104
47-50
85—90
44—46
81-85
47-50
80—85
44—46
78-80
48-52
86-95
43—47
80—85
40-46
77-88
37—42
70—78
28—34
56—68
44-48
75-80
38—42
64-70
40-00
86-00
29—00
70-00
Meteorologische Beobachtungen der Station Eichen.
Tez.
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SSE | 2
3
Höchste Temperatur am 13. bis 14. Dez. 1911 = + 8,7'C. Niedrigste „ . 13. . 14. . 1914 - -j- 4,1° „
Niederschlag: 0,5 mm.
Wetteraussichten in Dessen am Mittwoch, den 16. Dez. 1911 : Ziemlich wolkig, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Ein Telegrammwechsel zwischen dem Reichstagspräsidenten nnd drin Kaiser.
Berlin, 14. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Anläßlich des Unterganges unseres Geschwaders hat der Präsident des Reichstags, Dr. Kaemps, folgendes Telegramm a n d e n Kaiser gerichtet:
Mit Schmerz und Trauer, aber ungebeugten Mutes hört daS deutsche Volk die Nachricht von dem ruhnivollen Untergang der Kreuzer „S ch a r n h o r st", „G n e i s e n a u", „L e i p z i g" und „Nürnberg". Bon einer Uebermacht von seindlichen Schiffen umringt, haben unsere heldenmütigen Seeleute, mit ihrem tapferen Führer an der Spitze, den sicheren Tod vor Augen gegangen für des Atemzuge gekämpft und sind dann in den Tod gegangen snr des Deutschen Reiches Ehre. Mit Seiner Kaiserlichen Majestät ivejß sich das deutsche Volk eins in dem schmerz und der Trauer um den Verlust so vieler hoffnungsreicher Aicnschenleben, aber auch in der Bewunderung und dem Stolz aui die ruhmreiche .Heldentat. Eine Natwn, die solche Helden hcrvorbringt, darf ungebeugten Mittes auch den schwersten Opfern standhast ins ?luge schauen und des Sieges gewiß sein. Im Namen des Reichstages: Kaempi, Präsident des Reichstags.
Darauf ist eine Antwort eingegangen, in der es heißt: Ich danke Ihnen herzlich für die Kundgebung. Mögen die schweren Opfer, die der uns ausgezivnngene Existenzkamvt der Gesamtheit wie jedem Einzelnen auserlegt, getragen werden von der zuversichtlichen Hoffnung, daß Gott der Herr, ans dessen gnädiger Hand mir Glück und Unglück, Freude und Schmerz in Temul empfangen, auch die schwersten Wunden m eilten Segen für Volk und Vaterland verwandeln ivird.
Willheckm I. k.
Ein russischer Heerführer erkrankt.
Basel, 14. Dez. (WTB. Nichtaintlich.) Tie „Baseler Nachrichten" melden ans italienischen Quellen, der Oberst- kommandiercndc an der Weichsclfront, General Ruskyj, fei an T y f c n t h e r i e ertrankt. El' befehligcke 5 A r - meekorps zwischen Thorn nnd Krakau.
<Ein Anschlag aus Veniselos.
Berlin, 15. Dez. Das Soiioter Blatt „Utro" meldet aus Athen: Gegen den Ministerpräsidenten VeniseloS wurde ein 'Attentat verübt. Der Ministerpräsident liatte niehrerc Mitglieder der englischen Marinekominffsion in seinem Palais empfangen, um mit ihnen eine Kvniereiiz abzuhalten. Plötzlich ertönten von der Straße her rasch nackreinander dreiRevolvcr« sch ü f f e. Tie Projektile durchschlugen die Fensterscheiben und verwundeten zwei englische Offiziere. Veniselos blieb unverletzt. Tie Attentäter find fluchtig.
Heine mittag um 3 Uhr verschied nach kurze»,, schwerem Leiden unsere guie Mutier, Grokmutter. Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Johannes Lnh Wwe.
im Aller von 71 Jahren.
Die tieslranernden Hinterbliebene».
I. d. R.i ftamilic Pb. Größer Kamille V. Euler Familie 9t. Lub Klein-Linden. Familie Tö. Lub
den 14. Dez. 1914. Jamilic L. Kraft
Familie K. Lub Familie -Hr. Lub.
Die Beerdigung findet a,n Mittwoch, den W. Dezember, mittags 1 Uhr, vom Sterbehauc-. Wcplarer Sirnßc 8. au« statt. 123."


