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Nr. 290

S'ec Siehener Anzeiger

erscheint täglich, nnßer Sonntags. - Beilagen: vierinai wöchentlich S>ieh«ner,famiUtnbiätier; zweimal wöchentl.Nreir- blatlsllrden Kreis Siehe» (Dienstag midFrcilags; zweimal inonatl Land, wirlschaslliche öeiljragcn Fernjprech - Anschlüsse: snrdieSchriltleitnngNL Verlag,GeschäitssteUebl Adresse 'ür Tralitnach- richten: Anzeiger (Sieben. Annahme von Anzeigen dir die Tagcsnmniner bis vorniitlngs !t Ul>r.

Erstes Blatt M. Jahrgang Donnerstag, 10. Dezember IW

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

RotationLSruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und 8teindruck«rei v. Lange. Schristleitung. SeschästLjtclle u. Druckerei: Zchulftr. 1.

V, Ci»qs»rcl,: inonatl. 75 Pst, viertel- Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen nionatl 05 '!!(.; durch die Post Mk.2. viertel- jährl. ausschl. Beslellq. Zeilenprei»: lokal I5Pi, ausiv. 20 Ps. Haupt- schrütleiler: Aug. Goetz. Verantwortlich für bei» polit. Teil: Aug. Goetz; sürFeuilleton",Ver­mischtes" und.Gerichts- faal": Karl Neurath; fürStadt und Land": Otto Braun; sür den Anzeigenteil: H. Beck.

Die Zortdauer der Kämpfe in Nordpolen. Generalleutnant v. Zalkenhayn Chef der Generalstabr und Uriegsminifter.

Großes H a u v k a » a r t i c r. 9. Dez., vorm. (Awtl.) I Westlich Reim s mußte P c ch e r i e - F e r m e, obgleich hier die Genfer Flagge wehte. von unseren Truppen in! Brandgcschossen werden, weil dort durch Fliegcrphoto- grappir einwandfrei fcstgeslellt war. das; sich dicht hinter der Ferme eine französische schwere Batterie verbarg.

F r a n z ö s i s ch e A n g r i s f e in der Gegend van 2 o u- ui n und gegen die Orte Barennes und Bau guois am östlichen Argonnenrande wurden unter Verluste» für den Gegner zurückgeworfen. Fm Aiganncnwalde selbst wurde an verschiedenen Stellen B o d e n g c w o n n e n; dabei machten wir eine Anzahl Gefangene.

Bei den gestern gemeldeten Kämpfen nördlich R a n r u Imttni die Franzosen starte B c r l u st c. Unsere Ver­luste sind verhältnic-niäßig gering.

Aus Ostprenßen liegen keine neueren Nachrichten

vor.

In R a r d p o l e n stehen unsere Truppen in enger Füh­lung mit den Russen, die in einer stark befestigten Stellung westlitli der M i a z g e Halt gemacht haben. Ilm Lomir z wird weiter gekämpft.

Fn Südpo len haben österreichisch-ungarische und unsere Truppen Schulter an Schulter erneut erfolg­reich angegriffen. Oberste Heeresleitung.

(WTB. Berlin. 6. Dez. (Amtlich.) General­oberst v. M o l t k e hat seine Kur in Hamburg beendet und ist hier eingctraffen. Sein Befinden hat sich glücklicherweise erheblich gebessert, ist aber doch noch immer so, datz er bis auf weiteres nicht wieder ins Feld gehen kann. Seine ander­weitige Verwendung ist in Aussicht genommen, soweit sein Gesundheitszustand es gestattet. Die Geschäfte des Chef S des Gencralst ab esdes Feldheeres sind d r in Kriegs m i n i st er. Generali e ntnant v. F a l- k c i! h a >, n . der sie seit der Erkrankung des Generalobersten u. Mvltke vertretungsweise übernahm, unter Belassung in dem Amt alS Kriegsminister endgültig übertragen worden.

Von den Tchlachlseldcrn mirb nicht viel Neues gemel­det. Die Russen haben einige Kilometer östlich von Lodz ihre Stellung befestigt, um sich den Rückzug zu erleichtern. Auch um Lowicz wird noch gekämpft. Man sieht, der Druck auf den Nordflügel der Russen wird energisch fortgesetzt, aber wir wiederholen: .Hindenburg ist ein Meister der Ueberraschung und es ist kaum anzunehmen, das; ein größerer Stillstand eintritt, wie er bei deu ganz anders gearteten Verhältnissen im Westen wohl am Platze gewesen ist. Dort hat sich, ab­gesehen von kleinere», für die Lage belanglosen Gefechten, k ' seit längerer Zeit nichts zugetragen. In dem gestrigen Bericht wird, um ausländischen Wühlereien vorzubeugcn, erwähnt, daß die Franzosen uns wieder cinnial genötigt haben, aus Däuser zu schießen, über denen die Rote-Kreuz-Flaggc wehte, indem sic nämlich hinter dieser Däusergruppe schwere Bat­terien versteckten. Fliegcrphotographien weisen dieses uuum-- stößlich nach.

Der neue Ehcf des Gcncralstabs, Generalleutnant! v. Falkenhayn, scheint über ein reiches Maß von Tatkraft . zu verfügen und Verantwortung nicht zu scheuen, denn er behält zugleich das ivichtige Amt des Kriegsministers bei. Falkcnhayn war als Kriegsministcr ganz ziveisellos Mit­berater in den entscheidenden Sitzungen beim Ausbruch des Krieges und mit Moltkes Plänen aus das Eingehendste ver­traut. Wohlüberlegte Entschlossenheit hat er schon als Kriegs- Minister gezeigt, und als Gcncralstabschcf kann er von dieser ersten soldatischen Befähigung noch einen größeren Gebrauch machen. Hoffentlich wird der Kaiser bald wieder in der Lage sein, daS Bett zu verlassen, damit das bisherige einmütige Zusammenwirken der obersten Persönlichkeiten auch für die

( Zukunft gewahrt bleibe.

Die Engländer sollen, nach einer Meldung derFranks. Ztg.", aus Aeghpten ein englisches Protektorat gemacht haben, natürlich nur ans der papiernen Landkarte. Die Welt weiß aber, daß in der Verteilung der Erde augen­blicklich nicht gut den Waffen vorgegriffen werden kann. Die Türken stehen am Suezkanal. Die neuen Protektoren des Reiches Pharaos haben aber noch eine andere Hand­lung vollzogen, die deu llmständen zweifellos besser an­gepaßt ist: sie sollen nach einer Konstantinopeler Meldung die Schätze des großen Museums in Kairo nach Malta ge­bracht haben. Vorsicht ist eben doch die Mutter der Weis­heit. Bon diesem löblichen Grundsatz läßl Albion sich auch am heimischen Herde leiten, den er, nach neuesten Londoner Berichten, mit ungeheuren Stacheldrahtguantitätcn ge­panzert hat. Und immer reicht dazu dcr^Stacheldraht noch nicht aus. London steht inr Zeichen der ^-andsäcke (ans den Dächern, als Schutz gegen die Luftschiffe!), der Verdunke­lung und des 'Stacheldrahtes! Das britische Weltreich hat sich sonderbare Vcrteidigungsmittel ausgesucht!

Der Kaiser.

<WTB.) Berlin, 9.Dez. (Amtlich.) Seine Majestät her Kaiser hatdas Bettauch heute noch nicht ver­las s e n k ö n n c n, aber den Bortrag des EhcfS des Gencral- ^abes des Feldheeres über die Kriegslage cntgcgengcnonnnen.

Ter neue Ehef des Generalstabes.

Ter neue Generalslabschef Generalleutnant v. Falkcnhayn, cnt- stannnl der Linien-Fnsanterie. Er besuchte die .Kriegsakademie und gehörte auch dem Gcncralstab an Als Komvagnicchei stand er in Thorn, als Bat.-Kommandeur in Braunschweig. Vorübergehend war er auch Militärrnstrukteur in China. Als guter Kenner der ost- asiatischen Verhältnisse nahm er im Stab des Grafen Waldersee an dem China-Feldzug teil und verblieb auch nach dem Friedens­schluß im Generalstab der Bcsatziingsbrigadc. Danach versag er die Geschäfte des Generalstabscheis beim 16 Armeekorps in Metz und seit 1912 beim 4. Armeekorps in Magdeburg, bis er im vorigen Jahr zum Kriegsminister ernannt wurde. Geboren ist er am 11. De­zember 1861 auf Burg Belchau.

Berlin, 10. Dez. Zum Wechsel in der Leitung des Generalstabs sagt der BerlinerLokalanz":

Herr von Falkenhayn war es, der dem Kaiser in diese» Tagen wiederholt Vortrag über die Kriegslage gehalten hat. Seine Ver­wendung als Generalstabschef zweier verschiedener Armeen und die Vertretung des Generalobersten von Moltkc baden ihm Gelegen­heit gegeben, feine Befähigung für das neue verantwortungsvolle Amt zu zeigen. Als zukunftsvolle Persönlichkeit ist Generalleutnant von Falkenhayn imnier angesehen worden In der Armee gilt er als hochgebildeter, äußerst befähigter Offizier von unermüdlicher Arbeitskrast, den bei festem Willen weltmännisch gewandtes Wesen auszeichnel.

ImBerliner Tageblatt»" liest man:

Herr von Falkenhayn ist demnach in dieser ernsten Zeit sowohl Leiter des Generalstabes wie auch Kriegsminister und vereinigt in seinen Händen die militärischen Aemter, die im Kriege 1870/71 zwischen Moltke und Roon verteilt waren.

DiePost" schreibt:

Die Tatsache der endgültigen Uebertragung der Geschäfte des Generalstabes an den jetzigen preußischen Kriegsminister kann nicht überraichen. Es war vielmehr vorauszusehen, daß der zeitweilige Vertreter dieses Amtes, Herr von Falkcnhayn, der Nachfolger des Generalstabscheis von Moltke toerden würde. Durch seine Tätigkeit als Kriegsministcr hat er sich berests Achtung und Aufmerksamkeit in weitesten Kreisen erzwungen. Nach allem, was man bisher dar­über gehört hat. dürste er auch seiner neuen unendlich verant­wortungsvollen Ausgabe in vollem Umfange gerecht werden. Jeden­falls wird er auch in seinem neuen Wirkungskreise seine krastvoUe Persönlichkeit auss beste und zum Heil des Vaterlandes zu cnt- salten wissen.

Gute Lage in Ostpreußen.

Berlin, 9. Dez. (Priv.-Tel.) DasBert. Tageblatt" meldet aus Königsberg i. Pr.: Ter Landeshauptmann gibt bekannt, daß die Rückkehr der oft preußischen. Flüchtlinge in die Kreise Allenstein, Osterode und Roes- sel jetzt unbedenklich ist. Nach den Orten der genannten Kreise können jetzt Freifahrtscheiue erteilt werden.

TieTimes" über die Lage der Russen.

London, 9. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) TicTimes" bespricht in einen, Leitartikel die Lage ln Polen und schreibt, man könne nicht glauben, daß die Russen tatsächlich der Ansicht seien, es sei besser, Schlachten in Russvsch-Polen zu liefern als auf deutschem Gebiet. Keine große, stolze Nation würde sich auch nur sür einen Augenblick der Invasion in eine reiche Industrie- Provinz aussehen, ivenn sie sie verhindern tönnc. Tie Russen hätten sich entschlossen, der ersten großen deutschen Invasion nach und in Zcntratpolen an der Weichsel enigcgenz»treten aus dem einfachen Grunde, weil sie die Konzentration ihrer Streitkräste nickt rechtzeitig vollenden konnten, zrm die Grenze zu schützend Es gelang, die Deutschen nach den ersten Gefechten zurückzudrängen, aber während die Russen grosse Streitkräste nach Krakau schickten, zog Hindenburg die deutschen Streitkräste aufs neue zusammen und drang von neuem gegen Warschau vor. Feder russische militärische Sachverständige gebe zu, daß dies völlig unerwartet gekommen sei, so unerwartet, daß eine beträchtliche Zeit verging, bis neuck Kolonnen, die ihm Widerstand leisten sollten, in Marsch gesetzt toer­den konnten. Wenn die Russen die Deutschen an der Wartha-Linie hätten sesthalten tvollen, hätten sie sie nicht vorher aus Russisch- Polen hinausgedrängt.

Rennenkampss Leidensgenoffen.

N e u st r c l i tz , 9. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) TieLandes- zcitung sür beide Mecklenburg" erfährt aus Kovcnhagen: Tie dor­tige Presse meldet aus Petersburg, daß außer General Rcnnenkamps noch sechs Generale der russischen W e st a r m c c der leitenden Konmiandostellen enthoben worden sind. Wie verlautet, wurden sic zur Verantwortung vor das Kriegs­ministerium beordert.

Vom Großfürsten Ritolai Rikolajcwitsch.

Berlin, 10. Dez. Zur Absetzung russischer Generale heißt cs in einer Stockholmer Meldung derVoss. Ztg": Wie der ans Rußland zurückgetehrte Professor Sjergreen imDegensnyheter" berichtet, behandelt Großfürst Nikolai Nikolajelvitsch die ihni unter st eilten Generale ans das brutalste. Nach der Schlacht bei den masurischen Seen berief er den General Safi- m o f f zu sich, riß i h ni mit eigener Hand die Ep aul e t t e n h e r u n t er nn d schlug ihn zu Boden. Dann ließ er ihn ab führen und vor ein Kriegsgericht stellen. (?)

Der österreichische Schlachtenbericht.

Wien, 9. Dez. (WTB. Mchtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9.Dez. mittags. In Westgalizien ist unser Angriff im Gange. In Polen dauert die Ruhe in dem süd­lichen Frontabschnitt an. Die unausgesetzten Angriffe des Feindes in der Gegend von Piotrkow scheitern nach wie vor an der Zähigkeit der Verbündeten. Unsere Truppen allein nahmen hier in der letzten Woche 280Ü.Russen ge­

fangen. Weiter nördlich setzen die Deutschen ihre Opera­tionen erfolgreich fort.

Ein russischer Vorstoß in Ungarn mißglückt.

Budapest, 9. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Laut Meldungen, die an hiesigen amtlichen Stellen eingelausen sind, ist der aber­malige Vorstoß der Russe» im Komitat Zemplin miß­glückt. Sic sind aus ihrem Marsche nach dem Süden von unseren Truppen ausgehalten und zurückgeworscn worden. Vcrsolgt von unseren Kräften, bewerkstelligten sie ihren Rückzug und sind bereits bis hart an die galizische Grenze zurückgedrängi. Auch im Komitat Saros ist ihrem Vordringen Einhalt getan. Am Grcnzsaum des Komitats Bereg zeigten sich gestern nnbedentende russische Kräfte, denen unsere Truppen sofort mit vollem Erfolg entgcgentratcn, so daß sie sich nach dem ersten Tressen unverzüglich über die Grenze zurückzogen. Der amtlich bereits mitgeteiltc Einbruchsversuch in das Komitat Maramaros wurde bei Toruya abgewiescu.

Der Krieg in Serbien.

Budapest, 9. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Das öfter« rcichisch-ungarische Armcekoinmando i» Serbien erließ zwei P roklamationen, nach deren erster das Waffen- tragen streng verboten ist; alle Waffen und Munition sind bei dem nächste» Militärkommando abzuliesern. Tie zweite Prokla­mation ordnet an, daß mit Rücksicht aus den Umstand, daß sich serbische Soldaten in Zivilkleidung unter die zurückkehrende Be­wohnerschaft gemischt und aus östcrre>chisck>-ungansche Soldaten geschossen haben, jeder wastensähige Serbe von 15 bis 60 Jahren verpflichtet ist, sich beim nächsten Militärkommando zu melden, widrigenfalls er mit dem Tode bestraft wird.

Waffenruhe während des Wcihnachtssestes?

R o ni , 9. Dez. (WTB. Nichtamtlich.)Giornale d'Jtalia" schreibt: Was die'amtlich nicht bestätigte Nachricht betrifft, wonach der Vatikan die iJniriatioe ergriffen habe, um die Regierungen der kriegsührenden Staaten (zur Bewilligung einer Waffenruhe währenddes Wcihnachlssestcs zu veranlassen, so hat cs den Anschein, als ob der Vatikan sich mit einem einfachen Sondieren der Meinungen begnügt habe. Andererseits steht fest, daß die russische Regierung aus eine offiziöse Ausrage hin aut Grund eines Gutachtens (des Heiligen Synod eine ablehnende Antwort erteilt hat, (

Der französische Bericht.

Paris, 8. Dez, (W, B. Nichtamtlich, ) Amtlich wird vom Nachmittag gemeldet: Der Feind zeigte gestern im Pscr - G e - b i e k und in der Umgebmig von Ipern stärkere Tätigkeit als am Tage vorher. Unsere Artillerie erwiderte erfolgreich, Im Gebiete von A r r a s machte uns ein sehr glänzender Angriff, toie bereits gemeldet, zu Herren von V c r m c l l e s und R u t o i r. Bermelles war seit zwei Monaten der Schauplatz erbitterter Känipfe. Der Feind halte (am 16, Oktober dort Fuß gefaßt, und cs gelang ihm vom 21. 'bis 25. Oktober, uns aus der Ortschast heraus- zuwersen. r-eit diesem Tage batten Spaten- und Milienoperationen uns sußweise bis zum Dorsrandc zurückgebracht. Am 1. Dezember erstürmten wir den Park des Schlosses. In dem Gebiet an der Ais ne und in Ger Champagne fanden einige Artillecie- kämpfe statt, bei denen unsere schwere Artillerie mehrere seindliche Ansammlungen auseinandcrtrieb. In 'den A r g a n n c n und im Walde von Gruric .nordwestlich P o n t - ä M ousson gewannen wir etwas an Boden. Son sthat sich nichts ereignet.

>Anmerkung des WTB.: Tic Wahrheit über Vcrinellcs ist glücklicherweise durch den Bericht des deutschen Hauptquartiers bekannt geworden. Man weiß also, daß der französische Bericht nicht nur mit maßlosen Ucbertrcibungen, sondern mit 'groben Un- tvahrbcitcn arbeitet, ein (untrügliches Zeichen der Schwäche.)

Amtlich, ll llhr abends. Ein heftiger Angriff der Deutschen gegen Saint E l o y (südlich Ipern wurde zurückgeworscn. Ter Kamps im Argonnenwalde (und westlich davon ist immer noch sehr hcstig. Sonst ist michts Besonderes zu melden.

Kein Brand in Ostende.

Berlin. 10. Dez. Zu dem Gerücht über einen Brand in Ostende wird derDossischen Zeitung" gemeldet, daß sich die Nachricht von dem Brande nicht bestätigt. Ter Zustand ist unverändert. Andere Gerüchte, wie z. B. die Annahme von Tixmuiden durch die Verbündeten, sind', ebenso unbegründet. Tas Wetter in Flandern war in der letzten Woche furchtbar. Ter Regen gestaltete, wie cs heißt, die künstliche lleberschwemmmig noch furchtbarer. Nach einer Meldung äußern sich die französischen Blätter pessi- niistisch über die Lage, wozu noch das Ausbleiben der Ja­paner komme.

Ein englisches Flugzeug hcrabgeschoffeu.

Amsterdam, 9. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Nach einer Blättcrmcldung aus London ist der Lord A n n e s l c v mit einem englischen Offizier während eines Fluges über Ostende von den Deutschen hcrabgcschossen worden.

Der Ehef des französischen Admiralstabcs.

Berlin, 9. Tcz. (Priv. Tel.) TasBert. Tage.blalk" meldet aus Köln: Zum Chef des französischen Admiral­stabs ist nach einer Meldung derKöln. Ztg." Vizeadmiral Auguste Aubcrt, der tut Januar in den Ruhestand ge­treten war, ernannt worden.

Feindliche Flieger über Freiburg.

Fr ei bürg i. Br., 9. Dez. (WM. Richtamllich.) Wie dasFreiburger Tageblatt" meldet, erschiene» über der Stadt nachmittags 3'- Uhr, aus dem Westen kommend, wieder drei feindliche Flieger und wandten sich in per Richtung gegen Zähringeii. Auf diesem Fluge empfing sic heftiges Geschütz- und Gewehrseucr, durch das sic vertrieben wurden. Die von den Fliegern abgeivvrsencu Bomben rich­teten leinen Schaden an. .