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ftumftnUit «»b der Dreiverband.

Bukarest. 7. Tez. (Etr. Sin.) Nack, Bllittermeldllngen lehnte der Mirnsterpräsident Bratiauu das Ansuchen der Tripleentente ab. sich zum Angxrff auf Bulgarien zu verpflichten, falls dieses Griechenland in dem Augen­blicke bedrohen sollte, wo Griechenland Serbien militärisch Helsen würde.

Freiherr v. d, Goltz in Bukarest.

Bukarest, 8. Dez. (WTB. Zirchtamtlich.) General- fcldmarschall Frhr. v. d. Goltz ist heute hier eingetrofsen.

Konstantinvpel, 8. Dez. (Priv-Tel.) Nuri Bei, der Bruder Enver Paschas, wurde zum Adjutanten des Feld­marschalls Frhrn. v. d. Goltz Pascha ernannt.

Ko n st a » t i n o pcl, 8. Tez. sWDB. Nicküamtlich.) Zn der heute bevorstehenden Ankunft des Generalseldmarichalls von der Goltz, der von Kaiser Wilhelm dem Sultan als Geneval- adjntant beigegeben worden ist, bringen die Blätter Begrüßungs- artiket und bewnen, daß Freiherr vz d. Goltz, dessen Wahl eine Kundgebung der gegenseitigen freundschaftlichen Gesinnungen zwr- jchen den beiden Herrsckrern sei, mit herzlichsten Gefühlen e mpfa ngen wird, zumal er Jahre hindurch seine Kräfte dem Fortschritt und der Hebung des osmanischen Heeres gewidmet habe.

Reue Beschränkungen der Schiffahrt durch England-

London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Flotten- korrespvndent derTimes" schlecht: Die neuen Beschrän­kungen der Schiffahrt in der Nordsee und im Kanal haben ihre Ursache in der Gefahr, die durch die Tätigkeit der deutschen Minenlegerund Unterseeboote ent­standen ist. Tie Ausnahmemaßnahmen bezwecken, die Tätig­keit dieser neuen Waffe zu hindern.

In Amerika wird die englische Zensur getadelt.

London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) DieTimes" melden aus Washington: Hier wird wieder die englische Zensur getadelt. Die phantasielose Geheimtuerei der bri­tischen Behörden erregt größeres Mißtrauen zu der briti­schen Offenherzigkeit und Ehrlichkeit, als irgend eine der diplomatischen Schmierigkeiten und internationalen Ent­fremdungen der letzten Jahrhunderte zu tun vermochte, und das, obwohl die Allgemeinheit der amerikanischen öffent­lichen Meinung auf seiten Englands ist.World" veröffent­licht den Brief ihres Londoner Korrespondenten, der ein weiterer Beweis für die Schädlichkeit der Zensur sei, da er den Eindruck erwecke, daß die Ungereimtheiten des Zensors nicht nur auf einen Adangel mi Temperament, sondern auf die wirkliche Notwendigkeit, 'die Tinge zu verschleiern, Wl- rückzusiihreu seien.

Canadas Hilfe für England.

London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.)Daily Tele­graph" meldet aus Toronto: Premierminister Borden hielt eine Ansprache im Papire and Canadian Club, wobei er sagte: Ich habe am 1. August ein geheimes Telegramm an die britische Regierung gesandt, in der ich den Wunsch. Canadas aussprach, ein Expeditionskorps zu schicken, falls der Krieg ausbräche. Das Anerbieten wurde erst am 6. August angenommen. Die Rekrutierung hatte unterdessen begonnen. Binnen sechs Wochen waren 35 000 Mann zur Einschiffung bereit. Darauf wurden Vorkehrungen ge­troffen. weitere 35 000 auszuftellen, die vor kurzem aus 50000 vermehrt wurden. Sobald ein Kontingent abgeschickt Ist, wird an dessen Stelle die gleiche Zahl von Leuten ve- lrutiert. Die Press« hat die Zahl der unter den Waffen be­findlichen Canadier mit 100 000 Mann angegeben, ich ziehe es jedoch vor, keine Zahlen zu nennen. Wenn die Erhaltung des Reiches doppelt und dreimal so viel erfordert, werden sie gesunden werden. (Ob alle Canadier so denken, wie an­geblich Herr Borden, darf bezweifelt werden. Red.)

Die Unruhen in Irland.

L o n d o n, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) DieTimes" melden aus D u b l i n: Gegen die Unterdrückung der auf­rührerischen Blätter wurde eine öffentliche Protest Ver­sammlung ahgehalten. Eine Kompagnie der Bürger­armee, bestehend aus Mitgliedern der Transportarbeiter- gewerkschast, die mit Gewehren ausgerüstet waren, diente der Versammlung als Schutzwache. Muer der Redner sagte, daß die Gewehre nicht untätig geblieben wären, wenn Polizei oder Militär versucht hätten, die Versammlung zu spreugnc. Es seien Vorkehnmgen getroffen worden, uni die unterdrückten Blätter in anderer Form fortzusühren. Andere Redner sprachen gegen die Rekrutierung. Me An­wesenden wurden aufgefordert, zu geloben, daß sie nicht in die britische Armee einlreten und auch ihre Mitbürger nach Möulichkeit am Eintritt verhindern würden. Die Zei­tungenJreland" undFiennafail" haben ihr Erscheinen nngestcllt.

Die Wehrmacht der Bereinigten Staaten.

L o n d o n, 8. Dez. (WTB. Nichtamü.) Die ime§" melden aus New Jork: Die Flotten- und Armeeliga hat eine Agitation gegendieBestrebungenderFriedens- f re un de eröffnet. Die Forderung auf Untev- suchung des Standes der Landesverteidigung durch den Kongreß wird täglich stärker. Sie wird durch sensatio­nelle Enthüllungen über mangelhafte Bereitschaft der Armee und Flotte genährt. Trotzdem tut die Regierung alles, um die vorgeschlagene Untersuchung zu verhindern.

«om HilfskreuzerPrinz Eitel".

L o ndon ,8. De%. (WTB. Nichtamtlich.) Das Rercter- sche Bureau meldet aus Santiago de Chile: Die Hafenbehörden von Papudo bei Valparaiso melden, daß der HilfskreuzerPrinz Eitel" die Bemannung des englischen DampfersChartas" an Land gesetzt hat, den er auf der Höhe von Corral versenkte.

Die japanische Thronrede.

London, 8. D^. (WTB NichtamKicht) DaZ Renlev- sche Bureau meldet aus Tokio vom 7. Dezember- In der bei Eröffnung des Pari amen t s vervesenen Thron­rede heißt es:

Ich bin glücklich zu verkünden, daß die Freundschaft des Reiches nrit den Verbündeten Staaten an Herzlichkeit zu­nimmt. Das Bündnis mit Großbritannien und die Entente -mit Frankreich und Rußland werden in der gegenwärtigen kritischen Lage durch stärkere Bande der Freundschaft ftster gefügt. Der Friede wird im Orient allmählich wieder hergestellt werden. Der große Krieg ist jedoch noch nicht beendet. Ich verlasse mich auf die Loyalität und Tapferkeit meiner Untertanen und wünsche, daß das Atel möglichst schnell erreicht wird. Die Thronrede schließt mit der Aufforderung an das Parlament, einmütig bei der Dvrchfiihrung des Programms der Verwaltung znsammen- zuarbeiten.

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Sympathie-Kundgebung griechischer Univcrfitätsprofessoren.

Wien, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nachdem erst kürzlich von einer Sympathiekundgebung spani- cherGelehrter für Deutschland und Oesterreich-Ungarn berichtet worden war, ging jetzt Wiener Universitätsproscsso- ren ein Schriftstück zu, das eine gleiche Stellungnahme der Professoren der Universität Athen knndtut. Es ist eine Zuschrift, die gleichlautend von den einzelnen Professoren an ihre Kollegen in Oesterreich-Ungarn und Deutschland gerichtet ist und die gleichzeitig die Erklärung enthält, daß diese Form anstelle der Gesamtkundgebung rmr mit Rücksicht auf die Neutralität Griechenlands gewählt worden sei. Eine solche an das Mitglied der Akademie der Wissenschaften, den Wiener Universilätsprosessor Paul Kretschmer gerichtete Zuschrift trägt die Unterschrift des berühmten Athener Phi­lologen Pros. Dr. G. N. Hotzidakis, ein engerer Fach- genosse und persönlicher Freund des Prof. Kretschmer, und lautet:

In den schweren Zeiten, die gegenwärtig auf dem deutschen Volke lasten, fühle ich mich mit vielen Griechen, die während ihrer Stndienzeft deictsche Kultur und Sinnesart kennen und schätzen ge­lernt haben, in Dankbarkeit für die in Deutschland erhaltene wissen­schaftliche und allgemeine Förderung, das Bedürfnis, den Freun­den und Lehrern in Teutschland unsere warme Sympathie auszudrücken. Die einmütige und opferwillige Erhebung des deut­schen Volkes, das Zusammenhalten aller Parteien und Klassen ohne Unterschied der Stellmig und des Ranges, sein heldenmütiges Ver­hallen, sowie die an den Tag gelegte opferwillige Fürsorge für alle vom Kriege oirekt oder indirekt Betroffenen, nicht minder die gerade bei diesem Anlasse zutage getretene erstaunlichewirt- chaftliche Stärke rufen unsere volle Bewunderung hervor. Im empfinde daher umsomehr das Bedürfnis, mein tiefstes Be­dauern auszusprechen über die Berichte von Vorkonimnissen, die mit der ganzen Art des deutschen Volkes und seinem Ehrgefühl nicht im Eftiklange stehen können. Wer das Glück gehabt hat, deutsches Wesen in Wahrheit kennen zu lernen, wird niemals geneigt sein, solchem Bericht Glauben »tu schenken. In der lleberzcugnng, daß Deutschland um die Erhaltung seiner hohen Kultur käinpst, hege ich die Hofsming und spreche den Wunsch aus, das deutsche Volk und seine Kulturarbeit mögen unbeeinträchtigt aus der schweren unheilvollen Krifts hervorgehen. Daß eine große Anzahl Griechen aller Berufsarten mir gleichgesinnt ist, weiß ich sicher. Sie würden auch gerne an eine ähnliche Kundgebung ge­meinsam herantreten, wenn sie es nicht als patriotische Pflicht er­achteten, in keiner Weise Veranlassung zu geben, daß ein derartiges Vorgehen als Verletzung der von unserer Regierung offiziell er­klärten Neutralität von irgend einer Teste mißdeutet werden könnte. Umsoniehr fühlt sich jeder von uns veranlaßt, einzeln diese seine Gefühle der Bewunderung und Sympathie seinen Freunden und Lehrern auszudrücken."

Auch an Professoren der anderen deutschen Universitäten Oesterreichs gelangte diese Kundgebung, und in noch größerer Anzahl an Professoren des Deutschen Reiches. Unterzeichnet ind sie von den hervorragendsten Männern Griechenlands.

Aus dem Reiche.

Berlin, 8. Dez. (W. B. Amtlich.) Ab 15. Dezember werden die deuffchen Postscheckämte r den Ueberweisungsverkehr mit den schweizerischen Postscheckbnreaus wieder ausnehmen. Die Kontoinhaber erhalten dadurch auch ivährcnd des Krieges die Mög- lichkest, in gleicher Werse, wie es- im Verkehr mst Oesterreich- llngarn und Luxemburg der Fall ist, bargeldlose Zahlungen nach der Schweiz in Auftrag zu geben und von da zu empfangen.

Berlin, 8. Dez. (WTB. Amtlich.) Die zum Besuche kranker und verwundeter deutscher Krieger vorgesehene Fahrpreis­ermäßigung wird nunmehr auch her Reisen bis zu deutsch­österreichischen Grenzorten gewährt, wenn die zu Besuchenden in österreichischen oder ungarischen Lazaretten liegen. Ferner ist die Fahrpreisermäßigung auch auf Reisen ausgedehnt worden, die im Falle des Ablebens! kranker oder verwundeter Krieger zu ihrer Beerdigung von 'Angehörigen unternommen werden.

Heer nnd Flotte.

Berlin, 8. Dez. (WTB. Nichtamüich.) DasMilstär- wochenblatt" meldet: Erzherzog Carl Franz Joses von Oesterreich, bisher ä la suite des Zweiten westfälischen Hn- sarenregiments Nr. 11, wurde zum Chef dieses Regiments ernannt. Freiherr Conrad v. Hötzendorf, österreichisch-ungarisch Generalstabsches für die gesamte bewaffnete Macht, wurde zum Chef des Fünften Garderegiments z. F. ernannt.

Line neue Revolution in Mexiko.

London, 9. Dez. (WTA. Nichtamtlich.) Remter meldet aus El Paso: In Mexico hat eine neue Revolu­tion begonnen. Es nmrde ein Ausruf verbreitet, in dem die GenerÄe Salazar und Campa, die während der Herrschaft Huertas leitende Stellungen innehatten. Billa und Carranza an den Pranger stellen. Sie rühmen sich, überall in der Republik Anhänger Fu besitzen. Die beiden Generäle sollen an der Spitze vvn Truppen in Chihua­hua stehen.

Um» Stadt und Land.

Gießen, 9. Dezember 1914.

**Dre Liebesgaben für das 18. Armeekorps auf der Wanderung. Die fihr fcrie Angehörigen des 18. Armeekorps und des 18. Reserve-Armeekorps bestimmten Liebesgabe »pakete gingen gestern in einem Sonderzug von 36 großenGüterwagen vomSüdbcchnhof inFrankfurt aus an die verschiedenen Fämten. Tausend fleißige Hände hatten bereits fest Tagen die eingegangenen 136140000 Pakete immer und immer wieder gesichtet und geprüft, jede Un­genaue Adresse verbessert und die Pakete dann regimenter- weffe verstaut. Nach menschlichem Ermessen scheint eine Fehlleitung bei diesen Sendungen crnsgeschlossen zu sein. An dieser Riesensülle vmi «iubem hat sich der Bereich des ganzen 18. Armeekorps betestigt. Woran die liebe he ff i s ch e und nassauische Schuljugend, die durch eine Pfennigsammlurrg küssende der schönsten Wollsachen aus­brachte und diese mit Wers und Reim versehen jetzt den wackeren Soldaten znschickt. Ferner find zu nennen die 25 Kisten Lazarettliebesgaben der Girotzherzogin Vvn Hessen, die viel« hundert Pakete umfassende Spende der Post- und Telegraphenbeamtinnen des Be­zirks, 8000 Flaschen Bier des Main-Rheinischen Brauereiverbandes, die Sendung des Rhein- Mainischen Gasttvirteverbandes. Und schließlich die unübersehbare Menge von Einzelstiftungeit, vielfach von lingenannten Personen. Eine alleinstehende Dam« bedachte z. B. 40 Soldaten, die kein Hieim mein Ijaben, mit sehr wert­vollen Gaben. Und »venn dieser Zug fort ist, dann dürf­ten noch 3 4 solcher Züge zufirmmengestellt wer­den, so gewaltig ist der Zustrom der Spendm, die durch das Milttär zur lPerschickung kommen. Dazu gesellen sich die Postsendungen, in einer Menge, die jeden Begriff buch stäblich übersteigt. Die Weihnachtswochen 1914 bleiben den dravenPostern" undEffendahnern" nicht minder un­

vergeßlich usie den Spendern und den lieben Beschenkte»

dort draußen in Ost und West und an der Küstenwacht.

** Stadttheater. Ans Aboniicutenkreisen ist, wie uns das Thealerbureau schreibt, der Wunsch laut geworben, wieder einmal eines der volkstümlichen Stücke Adolf L'Arronges in den -spielvlan aufznnehmen. Es ist deshalb für die Monnements- vorstcllung am Freitag das bekannte lnstspiclartige Volksstück Hascmanns Töchter" angesetzt worden, das eine sehr gute Be­setzung mit den derzeitigen ersten Kräften ermöglicht.

** Von der Alice-Schule. Der unter dem Protektorat der Großherzogin stehende Alice-Schulverein in Gießen beginnt das Jahr 1915 ans 4. Januar mit dreimonatigen Kursen in Kleidermachen, Weißzeugnähen und Handarbeiten, Bügeln und Kunstwaschen und im Kochen. In den 36 Jahren ihres Bestehens hat die Aliceschulc in einem von der Stadt Gießen zur Ver­fügung gestellten Schulhaus, seit einigen Jahren auch in einem zweiten eigenen Haus, einer großen Zahl von jungen Mädchen den Segen eines geregelten Unterrichts gewährt: viele haben auch an den Seminaren der Schule die staatliche Prüfung als Habdarbefts- oder als Haushaltungslehrerin bestanden. Diese Seminare begin­nen ihre neuen Kurse erst am 7. Avrll. Auswärtigen ist Gelegen­heit gegeben, im Internat der Schule unter Aussicht der Lehrerin­nen zu mäßigem Preise zu wohnen. Im übrigen verweisen wir aus die Anzeige im heutigen Blatt.

** Der Heilstättenverein für das Groß- Herzogtum Hessen versendet soeben seinen Ge­schäftsbericht für das Rechnnngssahr 1913. Ans der interessanten Zusammenstellung ist zu ersehen, daß die Einnahmen 300 250, die Ausgaben 294 227 und der Kassen­bestand am 31. Dez. 1913 6 023 Mk. betrugen. Das Aktiv­vermögen bezifferte sich am gleichen Tage auf 820 421 Mk., das Reinvermögen auf 239 421 Mk. Gegen das Vorjahr hat cs sich um 4832 Mk. gehoben. Das Geschäftsjahr war be­sonders bedeutsam durch die Eröfstrung der LupusheUstätie in Gießen. Der Mitgliederbestand des Vereins betrug Ende 1913 1613 gegsn 1632 im Jahre zuvor. Auf Donnerstag, den 17. Dez. d. I. lädt der Verein nach Darmstadt in den Sitzungssaal der Landesversichernngsanstall zur ordent­lichen Mitgliederversammlung ein.

Unter den Schlesiern, die in den letzten Wochen die Gastfteundschast Gießener Bürger in Anspruch nehmen mußten, befand sich auch eine Anzahl Schüler höherer Lehranstalten, die während der Zeit ihres Hierseins hiesige Schulen besuchten. Bekanntlich ist den jungen Lands-, leuten nunmehr die Rückkehr in die Heimat ermöglicht worden. Bei ihrem Wschied aus Gießen bitten uns die er­wähnten Gymnasiasten und Oberrealschüler um Bermittlnng nachstehenden Dankes- und Abschieds grüß es:Der Stadtverwaltung von Gießen und allen, die uns so bereit­willig und liebenswürdig in ihren Familien ausgenommen haben, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Wir werden die Stadt und ihre Bürger, die bemüht waren, uns in allem die Heimat zu ersetzen, stets in dankbar« Erinnerung behalten. Mit einem herzlichen Lebewohl die oberschlesischen Gymnasiasten und Oberrealschüler." Landkreis Gießen.

^ Da u bringen, 8. Tez. Heule wurde der im Kampse gegen unsere Feinde im Westen den Heldentod inr das Vaterland gestorbene Reservist Heinrich Braun zur letzte» Ruhe gebettet. Unter den zahlreichen Trauergästen waren auch eine Anzahl Ver- wundete, die hier und in der Nachbarschaft zur Genesung weilen. Nach einer zu Herzen gehenden Trauerrede des Geistlichen legten u. a. Kriegerverein. Gesangverein, Männertnruverein und Gejellig- keitsvereinFidelio" Kränze nieder. Eine Abteilung vom Landsturm-Ersatzbataillon Gießen senerte als Abjchicdsgriiß drei Gewehrsalvcn über das Grab.

Kreis Wetzlar.

w. Wetzlar, 8. Tez. Die Wiederwahl des Apothekenbesitzers Siegmund Hiepe zum Kreisdeputierten des Kreises Wetz­lar ist aus eine weitere sechsjährige Amtszeit bestätigt worden. Hessen-Nassau.

er. Marburg, 8. Tez. Die Stadtverordnetenver­sammlung beschloß die Gnlndung einer Kriegsdarlchns- kasse mid gab deni Antrag auf Aufnahme einer Anleihe von 200 000 Mark für Einguartierungszwecke seine Zustimmung.

tz. Frankfurt a. M., 8. Dez. Unter dem Vorsitz des Steuerinspektors II s ch e r t (Diez) trat der Gesamt-Taunus- k l u b hier zu seiner diesjährigen Hauptansschntzsitzung zusammen. Vertreten waren fast alle Zweigvereine. Der Antrag des Stamm­klubs aus Bewilligung von weiteren 1080 Mark für das Fort­bestehen der Monatsbläiter des Klubs fand Annahme. Ein An­trag des Zweigvereins Höchst a. M., dar Blatt im Krieg« nicht erscheinen zu lassen, wurde abgelehnt. Der vom Kassenwart vor- gelegte Rechenschaftsbericht bot ein den Verhältnissen entsprechen­des recht günstiges Bild. Bon der seit langen Jahren üblichen Auszeichnung der sogenanntenGoldeneick steht man ab, da die vorgesehenen Wanderungen wegen des Krieges ansiallen mußten. Jedenialls wird für das KriegSjahr ein besonderes Abzeichen geschahen.

X Hanau, 7. Tez. Ueber die Pflege der Mutter­sprache in den Schulen hat die Könlgl. Regierung in Kassel, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen, einen Erlaß an die ihr unterstellten Schulen gerichtet, in dem von dem eigenen Empfinden aller Schulaufsichtsbeamten, Schulleiter und Lehrkräfte erwartet wird, daß vor allem auch im Unterricht und im gesamten Schul­leben unsere Muttersprache gründlich gepflegt und von allem entbehrlichen fremden Wesen befreit werde. Wenn auch durch in die heimische Sprache übergegangene Lehnwörter einzelne grammatische und technische Bezeichnungen unentbehrlich geworden seien, könnten doch die jungen Geschlechter an deutschen Gruß und Vermeidung sehr zahlreicher iremdländischer Bezeichnungen für die Bedürfnisse des täglichen Lebens, sür Speisen und Getränke, für körperlich« und geistige Beschäftigungen, sür Spiel« und Uebungen im täglichen Leben leicht und mit Erfolg und Recht gewö^it werden. Auch durch die Schuljugend könne die öffentliche Meinung dahin gestärkt werden, daß in GeschästSauischristen und kauf­männischen Bezeichnungen die deutsche Sprache zu ihrem vollen Rechte komme. Ter Erlaß schließt: Helsen wir unicrer Jugend, sich noch tiefer zu vertieien in den Reichtum, in die Prncht unlerer Mutteriprachc und deutschen Dolksempfiiidens, damit sie in V«ter- landsliebe und Gottesinrcht aus wahrhaft deutschem Wesen dauernd Kraft schöpf« iür die Ausgaben der Zukunft.

h. B a d H o m b ii r g v. d. H 9. Dez. Tie Stadtverord­netenversammlung beschäftigte sich gestern u. a. mit der Kartosselnot. Zur Steuerung derselben hatte die Stadt 200 Zentner sür 750 Mark angekaust. Hierzu bemerkte der Ober- bürgenneister. daß in .Homlorrg keine größeren Kartossellager mehr vorhanden seien, selbst bei den großen Landwirten der Umgegend nicht. Die Versammlung stellte dem Magistral anheim, sofort alle nur zu erlangenden Kartoffeln a u f z u k a u s e u, da man besürchten müsse, daß bis zur Beendigung der Erhebungen über die Vorräte schon alle Ware in festen Händen sich befinde. ?luch wurde fest­gestellt, daß die hiesigen Lazarette wegen Mangels an Kartoffeln bereits ihren Bedarf bei der Stadt requftieren müßten.

b Dillenburg, 8. Dez. In einem hiesigen Garten wurde die Leiche einer kleinen Kindes ansgegraben. Als Mutter wurde ein Mädchen von 25 Jahren ermittelt.

vermischte».

Eine Statue Alexanders des Großen ent­deckt. Uebcr einen wertvollen antiken Fund in ftchrene wird aus Bcngasi berrcküet: Nackchem dir Ausgrabungen in ftvrene

.zeitweilig unterbrvckwn und, bat Pros. Ghiclanzam im Arcliäo- logisck>en Museum von Bengasi eine Sichtung und Ordnung der wertvollen Ausgrabungsergebnisse vorgenvmmen. Die ^lussindung einer Brnnsstatue, des Diskuswerfers uuü der Trei Grazien ist