Ausgabe 
2.12.1914
 
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Kt. 285

Der «ietzen-r Hnjdger

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Erstes Blatt M. Zahrgang Mittwoch, 2. Dezemder IW

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Rolationssrutk und Verlag der Srühl'schen Univ.-Buch- und Steinöruderci B. Lange. Schristleitnng, Seschäslrstelle u. vrockerei: Schulstr. 7.

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AufllarungüberdietageimOften.Wiederum95VVGesangene!

(WTB.- 8rohes Hauptquartier. l.Dez.. vorm. (Aurllich.) Auf dem westlichen Kriegsschauplatz nichts Neues.

Auch in Ostpreußen und Südpolcn herrscht im allgc- mciurn Ruhe. In N o r d v o l e 11 , südlich der Weichsel, st c i - gertesichdir Kriegsbeute in Ausnutzung der gestern gemeldeten Erfolge. Die Zahl der Gesänge neu ver­mehrte sich um etwa 9 50 0. die der gewonnenen Ge­schütze um 18. Außerdem fielen 2 6 Maschinen­gewehre und zahlreiche Munitionswagen in unsere Stände.

Oberste Heeresleitung.

(WTB.) Großes Sauplguartier, l.Dez. (Amt­liche Antuüpfend an den russischen Gcneralstabsbcricht vom 29. Nov. wird über eine Episode aus den für die dcutsckftn Waffen so erfolgreichen Kämpfen bei Lodz sestgestellt:

Die Teile der deutschen Kräfte, welche in der Gegend östlich von Lodz gegen die rechte Flanke und den Rücken der Russen im Kampfe waren, wurden ihrerseits wieder durch starke, von Osten und Süden her vorgchende russische Kräfte im Rücken ernstlich bedroht. Die deutschen Truppen mach­ten angesichts des vor ihrer Front stehenden Feindes kehrt und schlugen sich in dreitägigen erbitterten Kämpfen durch den von den Russen bereits ge­bildeten Ring. Hierbei brachten sie noch 12 000 gefangene Russen und 25 eroberte Geschütze mit. ohne selbst auch nur ein Geschütz rinzu büßen. Auch fast alle eigenen Verwundeten wurden mit zurückgeführt. Die Verluste waren nach Lage der Sache natür­lich nicht leicht, aber durchaus keineungeheuren".

Gewiß eine der schönsten Waffentalen des Feldzuges.

Oberste Heeresleitung.

Als die oberste Heeresleitung vor einigen Tagen jenen euischeideiidcn Schlag der Truppen des Generals v. Mackerr- scn meldete, der deni russischen Nordslügcl 40000 Gefangene «bnahnl, wurde damit der Hinweis verbunden, daß eine Ent­scheidung dennoch nicht erkämpft sei, da neue russische'Kräfte aus dem Süden und Osten vorgcdrungen feien. Wir hatten angenommen, daß diese neuen russisck>en Angriffe weiter süd­lich, also gegen das deutsche Zentrum oder gar den deutschen Südslügel, erfolgt seien. Das war, wie wir heule durch die ergänzende anitliche Mitteilung höre», ein Irrtum: der rus­sische Vorstoß richtete sich gegen unseren siegreichen Nord­slüg e l, der, wie es in der vorliegenden Meldung heißt, da­durch in seinem Rücken ernstlich bedroht wurde. Russische Meldungen, die von englischen und sranzösischeu Blättern gierig ausgegrifsen und ausgebauscht wurden, stellten darauf­hin schon russ. Siege großen Umfanges fest. Das war aber, loie der russ. Generalstab selber zugebcn mußte, voreilig und unzutreffend, und in Paris zog wieder einmal die Enttäul- schung ein. Wir aber hatten nicht zu früh gejubclt und be­grüßen aufs freudigste die herrliche Wendung, die uns heute amtlich TTritflftciit imro. Aus der ernstlichen Bedrohung wurde ein Sieg. Bis gestern sind in den letzten drei Tagen wieder 14 000 Russen in deutsche Gefangenschaft geraten, und wenn dw oberste Heeresleitung heute einmal ans ihrerZurückhaltung herausgeht und den tapferen Kampf der Unseren durch den Russengürtel alseine der schönsten Wcrsfen taten des Feld- 8Ngek" bezeichnet, so dürfen wir wirklich über eine Voll­endung jenes Sieges vom 25. November frohlocken. Wenn der deutsche Nordflügel, als er sich durchschlug, noch 12000 Gefangene und 25 eroberte Geschütze mitbrachte, so beweist dies, daß der russische Einkreisungsgürtel sehr Ivenigwider- standsfesr war. Auch fast alle eignen Verwundeten ftihrten die Deutschen mit sich fort; nach dieser Feststellung wird auch der kühnste englische Lügner nicht inehr behaupten wollen, die Russen hätten sich eines Sieges zu erfreuen.

Die Lage ist jetzt in der Tat so, wie sie in unserehr Interesse sein soltte. Der russische Nordslügcl ist einge­drückt und geschwächt, südlich der Weichsel, bei Lowic, setzen die Truppen Hindcnburgs ihre Angriffe fort und die russischen Generalstabsberichte werden sehr kleinlaut. Wir dürfen der loeitercn Enttvicklung der Schlachten mit Zu­versicht entgegensetzen.

' . *

Der Kaiser in Ostpreußen.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 1.Dez. (Amt­lich,.) Seine Nkajcstät der Kaiser vcsuchtc gestern bei Gum­binnen und Darkehmen unsere Truppen in Ostpreußen und deren Stellungen. Oberste Heeresleitung.

Dis Lage in Russtsch-Polen.

Be rlin, .2.Dez. Unter der UeberschriftEine mili- tärische Leistung ersten Ranges" wird demBerl. Lokalanz." von seinem militärischen Mitarbeiter geschrieben:

Der rechte Flügel der Russen südlich der Weichsel war be­reits durch den ersten Flankenangriff der Denh'chcn bedroht. Die ihm drohende Umfassung schien durch den russischen Gegenstoß von Osten und Süden abgewendet und ins Gegenteil irmgeivendct. Jetzt ist das alte Berlstiluris soweit wieder hergestellt, daß deni russischen rechten Flügel die Möglichkeit der llmiasfuna oder wenig­stens die Abtrennung an Warschau vorbei bis nach Süden har droht, während der linke russische Flügel bei Pitica von den vereinigten Kräften der Verbündeten sestgrbüten wird, llnter diesen Umständen kann man wohl sagen, daß dieser strategische Meisterstrcich aus der mißlichsten die günstigste Lage zn machen wußte.

DieTägliche Rundschau" schreibt: llnser militärischer Mitarbeiter, Generalleutnant Litzmann, Konrmandeur der 5. Gardedivisioil. bat vom Kaiser den Orden Pour lc Merste sür die Lodz« Schlacht erhalten.

In derPos?' heißt cs:Wir erialwen ans der Mittri- lung inrjercr obersten Heeresleitung, daß Teste unserer östlichen

Streitkräste in der Tat durch starke russisch»' Kräfte, die östlich Lodz von Süden und Osten her vorgingcn, ernstlich bedroht waren. Ihre Lage wurde durch die Uebermacht des Feindes auss äußerste gcsährdet. In heldenmütiger Weise ist rs nun nnseren Truppei« gelungen, sich in dreitägigen erbittettcn Kämpfen der drohen­den Umklammerung zn entziehen, den Ring zu sprengen und dem Gegner obendrein bei diesen! todcsnmtigen Ringen estic geradezu vernichtende Niederlage zu bereiten.

Berlin, 2. Dez. Ter Genfer Berichterstatter der Deutschen Tageszeitung" meldet unter dem 1. Dezember: Als in Paris der russische Schlack, tbe rittst meldete, daß die Kämpfe bei Lowicz fortdauerteil und die Deutschen die O f s e n s i v e bei S z e rz o w jortsetzten, bemächtigte sich der Pariser tiefe Niedergeschlagenheit. DerEclair" schreibt: Paris jubelte drei Tage, als Petersburg die Vernichtung der Hindeiiburgrsche» Armee berittstete. Jetzt ist es aber grabesstill. Es ist lächerlich, wenn amtlich aus Rußland ge­meldet wurde, daß seit Mitte November 700 000 Deutsche und Oesterreicher gefangen worden seien und daß seit August die Zahl der Gefangenen 3 '/, Millionen betrage. Es sei un­begreiflich, sagt das Blatt, daß die Petersburger Zensur derartige Lügenmeldungen der russischen Blätter znläht.

Der österreichische Tagesbericht.

(WDB.) Wien, 1. Dez. (Nichtamtlich.) Amtlich wird ver­lautbart: l.Dez., mittags., An unserer Front in Westgali- Siicn und Russisch-Pölen war cs im allgemeinen auch gestern ruhiger. Vor Przemysl nmrde der Feind bei einem Versuch, sich der nördlichen Vorfeldstellungen der Festung zu nähern, durch einen Gegenangriff der ,Besatzung zurückgeschlagen., Der Kamps in den Karpathen dauert sort.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabsj v. tzöser, Gcneralmaz-or.

Die russischen Offtzicröverlnfte.

Berlin, l.Dez. (WTB. Nichtamtlich.) DieDeutsche Kriegszeitung" meldet aus Zürich: Nach amtlichen istachrich- ten des , Rufkr Invalid" betragen die r ns si schc n O fsi- ziersVerluste bis zum 20. stiovember 9702 tot,.19511 verwundete und 3679 vermißte Offiziere.

Die Siege über die Serbe«.

Wien, l.Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Dom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: l.Dez. Auf dem südlichen Kriegsschauplatz hat ein weiterer Abschnitt in den Operattonen seinen siegreichen Mschluß gesundem Die Gegner, welcher schließlich mit den gesamten Streitkräste« östlich der Kolubara und des Ljig durch mehrere Tage hartnäckrgften Widerstand leistete und wiederholt versuchte, selbst zur Offensive überzugehen, wurde auf der ganzen Linie geworfen und zum Rückzuge gezwungen. Er erlitt neuerdings empfindliche Verluste. Auf dem Ge­fechtsfelde von Konatice allein fanden unsere Truppen ca. achthundertunbeerdigteLeichen. Desgleichen be­deuten die zahlreichen Gefangenen und materiellen Verluste eine namhafte Schwächung, denn seit Beginn der letz­ten Offensive wurden über 19 000 Gefangene gemacht, 47 Maschinengewehre, 46 Geschütze und zahlreiches sonstiges Material erbeutet.

Der verwundbarste Punkt Rußlands.

Konstantinopel, 30. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Jeune Turc" legt mi der Hand von Zahlen dar, der ver­wundbarste Punkt Rußlands, gegen den Oesterreich-Ungarn, Deutschland und die Türkei operieren müßten, um Rußland zu vernichten, sei die Ukraine, deren Besetzung die Ver­pflegung der russischen Armee hemmen und den Eisenbahn­verkehr lahmlegen würde, da die russischen Eisenbahnen ihre gesamte Kohle aus der Ukraine erhielten. Der Verlust die­ser Provinz würde infolgedessen Rußland hindern, seine Rolle als Großmacht in Europa weiter zu spielen.

Tie deutsch-österreichische Waffenbrüderschaft.

Wien, 1. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) DieWiener Zei­tung" und dasReichsgesetzblatt" verlautbaren eine Ver­ordnung des Gesamtministeriums, die bestimmt, daß Mili­tärpersonen des verbündeten kriegführen­den Staates unseren Militärpersonen gleichznhcllten sind. Diese Gteichstellung gilt unter der Bedingung der Gegenseitigkeit. Die Verordnung bietet die Grundlage dafür, den Angehörigen der deutschen Wehrmacht Begün jtigu n- gen des Schutzes gegen Rechtsnachteile einzuräumen, die ihnen auf dem Gebiete des Verfahrens in bürgerlichen Rechtsaiigelegenheiten, des Verfahrens in Angelegenheiten des öffentlichen Rechtes usw. daraus erwachsen können, daß sie infolge ihrer militärischen Dienstleistung an der Wahr­nehmung ihrer Rechte gehindert werden. Unsere Militär- Personen sollen dafür durch die im Deutschen Reiche für Militarpersoneu bestebenden entsprechenden Begünstigungen gesichert werden.

Ein italienisches Zeugnis über die ungarische Armee.

Wien, 1. Dez. (WTB. Mchtamtlich.) Der Krregskorrespon- dent desCorriere d'Jtalia", Santaro, gibt in einem Schreiben an das WienerNeue Tagblatt" seine Eindrücke über die ungarische Armee wieder. Er lobt in herzlichen Worten die Hobe Befähigung des Oberkonrmandos, die Tapferkeit der Offiziere und die Bravour der Soldaten, auf deren Angriffskraft durch Bajoncttattackcn er insbesondere verweist. Lei diesen An­griffen zeigten die Soldaten einen glänzenden Ela», wofür am besten die große Zahl der Geborgene» zeugt. Santaro lobt auch die volltomlncue Organijattmr des Berprochaiftierungswescus und

des Sanitätsdienstes und drückt die Hoffnung axS, daß der Dag sehr nahe sei, Ivo die österreichisch-ungarisä»e Armer einen hohen Preis ihrer Mühen und Opfer erringen werde. Was den selbischeu Kriegsschanplatz anlange, so sei die kräftige Offensive der öster­reichisch -ungarischen Truppen um so bemerkenswerter, als dir ser­bische Taktik nichts unterlassen habe, was den Vormarsch des Gegners verhindern könnte. Santaro sicht in dem Eintritt des Winters sür die österreichisch-ungarischen Operationen gegenüber den Russe» rin günstiges Moment, weil diese angesichts der Un­möglichkeit, sich in der gefrorenen Erde einzugrabcn, gezwungen seien, eine offene Feldschlacht anzunchmen, in der die österreichisch- ungarischen Truppen ihnen bedeutend überlegen seien. Schließlich verweist Santaro auf die Tatsache, die ihn bercüs gelegentlich der Mobilisierung in Erstaunen setzte, nämlich daß an der Front sämtliche Unterschiede der Nationalität ver­schwunden seien. Namentlich der lkrieg gegen Serbien habe in der eindringlichsten Weise den durchaus einheitlichen, hingebungs­vollen und patriotischen Geist der Truppen der Monarchie offenbart. Gerade die Regimenter, die sich am meisten gegen die Serben aus­gezeichnet haben, bestanden größtenteils aus Soldaten der gleichen Nationalität wie der Feind Dies sei eine Erscheinung von be­sonderer Tragweite, die auch im Auslände einen tiefen Eindruck gemacht habe.

Spannung zwischen England «nv Holland.

Berlin, I. Dez. (Ctt. Bln.) Ueber eine ernste Spannung zwischen England nnd Holland wird derDeutschen TageSzbg^" aus Amsterdam berittstet: Der hollandseindlrche PresseseldAug nimmt an Heftigkeit mit jedem Tage »lt. Die Engländer! beschuldigen Holland, daß es die Initiative zu cukM gemeinsamen Protest der Neutralen gegen die Rordseesperre er­griffen nnd daß die mefften holländische» Zcittmscu mit ihren Sympathien ans deutscher Seite stehen^ Das letztere ist nmvahr, denn der AnlstcrdamerTelegraaf" ist ausgesprochen dentschtzewt»- lich, dasHandelsblad" und derNicnwe Rotterdamsche C«l- rant", gegen welche sich der britische Zorn hauptsächkich wendet, sind nur impartcrisch. Hier glaubt imrn, daß England nnr nach einem Borwand sucht, n« einen Streit mit Holland vom Zaune zn brechen, der ihm gestatten würde, die Schelde» mündnng bei Blissingen zu forcieren und die deutsche Besatzung in Autwerven zu bedrohen. Die holländische Regierung trifft »um­fassende militärische Maßnahmen, um die Seelande, welche die Scheldemündung umfassen, vor einem möglichen Hand st reich der Engländer zu sichern. Die Forts von Blissingen und Terneuzen werden mit den schwersten Geschützen versehen, alle seeländischen Garnisonen erheblich verstärkt. Die Blätter dürfen über die in Scrlaud getroffenen Maßregeln keine Einzelheiten berichten.

Der König von England auf dem franzöfischen Kriegsschanplatz.

(WTB.) London, 1. Dez. (Mchtamtlich!> Me amck- lich gemeldet wird, hat sich König Georg gestern abend nach Frankreich begeben, «mt das Hauptquartier des Expeditionskorps zu besuäieu.

DerBerl. Lok.-Anz." meldet aus Rotterdam:: Amt­lich wird gemeldet, daß König Georg von England gestern das englische Hauptquartier rn Nordfrank­reich besucht hat. Er mackste Sonntag nachts die Uebcr- fcchrt nach dem Kontinent.

Rener Kanonendonner in Flander».

Berlin, 1. Dez. (Privatmeldung.) DasBerliner Tageblatt" meldet aus Rotterdam: Gestern in der Dämme», rung wurde die Bevölkerung von Seeländisch-Flan« dein wieder durch starken Kcmonendouner aufgeschreckt. Man glaubt, daß Zecbrügge von neuem durch die eng­lische Flotte beschossen wird.

Frankreichs Altersklaffe von 1915.

Bordeaux, l.Dez. (WTB. Nichtamtl.) Der Krieqs- mimster gibt bekannt, daß nahezu der gesamte Bestand der Altersklasse 1915 derJnfanterieeinverleibt wird. Der Kavallerie sind einzig die Tierarzneischüler euroerlcibl worden.

England und Belgien".

Berlin. l.Dez. (WTB. Amtlich.) DieNordd. Allg. Ztg." bringt unter der UeberschriftEngland und Belgien" neue Dokumente über Englands Neutralitätsbruch. Die Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Es mehren sich die Belege dafür, daß England im Verein mit Belgien den Krieg gegen Deutschland nicht nur diplomatisch, sondern auch militärisch schon im Frieden aufs äußerste vorbereitet hat. Neuerdmqs erbeuteten unsere Triwpen geheime militärisch» Handbücher über Belgiens Wege und Flüsse, die der englische G e n e r a l st a b herausgegeben hat. DieNordd. Allg. Ztg." stellt nach ausführlicher Inhalts­angabe dieser Bücher fest:

Diese milftärqeogravhiswen Hondbiücher sind nun nicht etwa erst kurz vor öder iväbrcnd des KIrieqes herw'stellt worden. Esl wäre, von der Drncktequng abgescbrn, mich nicht möglich gewesen. Das Acaleriat danir wuroe vielmehr, wie die Beinerknngen über den einzelnen dlbschmttcn besagen, seit 19 05 durch Einzel- crkundungen gesammelt. Der erste Band tvirrdc dann 1912 gedruckt. Die Lettsädm beweffen wniit eine seit fünf Jahren betriebene eingehende Vorberciwng sür einen Feldzug im nen- tralen Belgien. Es lind nichts anderes als g Heime Dienstvor» schriftcn für ein dort kämvsendcs cnalisw. > $.w. Die englische Generalschaft bat sich Mithin schon feit geraumer Zeit aus diesen Fall sotvcit eingerichtet wtd ihn so sicher vorausgesehen, daß sie die mühselige 'Arbeit her Zusanrincnstellung dieser militän» scheu »andbückter dnrchsunrte. Ohne eine bereitnftllige und wei- -testgchcnde llulerstutzung der belgischen Regierung und Militär-»