Ausgabe 
30.11.1914
 
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[frm. Äics Vte^AerseWunA klein«r BeklktLuirM- und Äe- jrrmrchSMflenstände braucht sich der Päckchenverkehr nicht zu iideschrawken. Es sind auch Lebens-undGenußmittel «utässitz, aber nnr sowöi«. als sie sich zur Beförderung mit der Fekdiprqt eignen. Ausgeschlossen sind lei ch t v er- ider bis «He Waren, wie frisches Obst, Butter, Fett, frische Wurst; ferner feuergefährliche Gegenstände, wie Patronen, Streichhölzer und Taschcnfeuerzeuge mit Benzinfüllung. Päckchen mit Flüssigkeit sind nur zugelaffen, wenn die Flüssigkeit in einem starken, sicher ver­schlossenen Behälter enthalten und dieser in einen durchloch­ten Holzblock oder in eine Hülle aus starker Pappe fest ver­packt ist, sowie sämtliche Zwischenräume mit Baumwolle, Sägespänen oder einem schwammigen Stoffe so ungefüllt sind, daß beim Schadhaftwerden des Behälters die Flüssig­keit aufgesaugt wird. Sendungen, die den vorstehenden Be­dingungen nicht entsprechen, werden von den Postanstalten unweigerlich zurück ge wiesen.

** ^Jm Weihen Röhl." Im Stadttheater erfreute gestern nachmittag der Lustsvielsirma Blumenthal und Kadelburg weihes Röhl init seinen lustigen Sprüngen ein überaus beifalls- srcudiges und lachlustiges Publikum. Je schwanker der Schwank, umso systematischer sollte eigentlich die Kritik sein. Aber schon

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an der Inhaltsangabe scheitert ein jedes System: Es bedürfte gründlicher Ueberlegung, großer Geduld und reichlicher Zeit, um einigermaßen die verzwickte Kette von Kreuz- und Qner- rerlvbungen auseinanderzuklauben, die im Zeichen desWeißen, Rößls" vor sich gehen, und zudem wäre auch dann noch der Gr- iolg zweiielhast. So sei, zumal der Schwank hierorts nicht fremd ist, nnr noch einmal sestgestellt, daß Blumenlhal und Kadelburg ihre Komödien nicht aus Leit- und Lehrsätzen entwickeln, sondern! dem Prinzip huldigen, daß Humor besser als Logik ist, und der Eudessekt gibt ihnen allemal recht. Das Publikum lacht und applau­diert und Herz, was willst du noch: Mehtz? Man hatte eft gestern in erster Linie daraus abgesehen, unseren Feldgrauen, die Heuer Mm treuen Stammpublikum! gehören, eine erfrischende, lustige Abwechslung zu bieten. Das ist vollauf gelungen, und deshalb: keine Feindichast nicht, wenn es dem einen oder andern gar zu heiter und senianzipiert vom Geist der Zeit oben auf der Bühne herging. Denn sheirniWeihen Rößl" die zahl­reichen Paare die noch zahlreicheren Klippen von den unterschied­lichen Ehehäsen überwuirden haben, und sich kriegen, vergeht eine geraume Zeit, und wenn man diese Zeit mit Einfällen ausfüllt, wie es die Autoren und gestern in konsequenter Regie Rudolf Galt getan haben, müssen Tränen gelacht werden. Rudolf G o l l schoß auch, abgesehen von seiner flotten Spielleitung, den Vogel ab als rirkomischer Glühstrumpsfabrikant Giesccke aus Berlin, der sein Töchtrrlein mit der Konkurrenz verheiraten will, um Frieden zu bekommen, unglücklicherweise aber den Rechtsanwalt der Gegen­partei WM Schwiegersohn bekommt. Den verliebten Ganymed Leo­pold, der sah mit Tanzmeisterschwung undBüldung", nebenbei aber auch mit seinem goldenen Herzen die Rößlwirtin erobert, gab Lud­wig Grosser sich selbst und den Zuhörern zu Dank. Er hatte in Äse Jüngling eine Partnerin, die mit ihrem Temperament und sogar mit frisch gesungenen Schnadahüpfln alles in Ent­zücken versetzte, und die beiden konnten denn anch manchen Haiterkeitscrsolg aus ihr Konto bringen. El. von Roggen­hausen als schwerenöternder Rechtsanwalt, Franz Bochum als Privatgelehrter Heinzelmann, Phcline W e n g e r d t als seine lisvcklnde Tochter Clärchen und Fero. S l e , n h o s e r als deren s^ichterner !Bräutsgcrm Sülzheimer, sowie Hans Grosser- Braun als Bettler fügten sich denr Bilde bestens ein und hatten ihren redlichen Teil an der Freude im Zuschouerraum, der nian sogar die Konzession machte, daß sich im ersten Akt Fabrikant Gresecke mit Familie in einer Art naß regnen ließ, die aus eine Bosheit des über ihnen Mit der Gießkanne hantierenden guten Geistes schließen ließ. Wenn Man übrigens das Damvfscknss, das demRößl" die Gäste bringt, mtA Erledigung seiner Ausgabe sich rückwärts konzentrieren ließe, sähe man znm Besten der Illusion nicht das Riesenende, das von ihm nicht da ist. Sonst war, um Mt Gieseckr zu reden,det Jäschäst richtig", indein das Haus von einem Beifall dröhnte, wie er in dieser Saison noch nicht erlebt wurde. -a-

" In der Atic «schule in der Steinstraße wurde am letzten Montagabend ein Fortbild »ngskursus im Kochen kür ans der Volksschule entlaffene Mädchen mit einer Ansprache des Schulvorsitzenden Geheimrat Fromme eröffnet. Da sich »nerwartet viele Teilnehmerinnen (26) aus Gießen und Nachbar- dörsern eingesunden hatten, die Schulküche des Alice-Vereins aber nur iür 18 Schülerinnen Raum hat, so inußie der Kursus ge teilt und neben dem Montag auch der Donnerstagabend znm Unterricht benutzt werden. Hierdurch ist noch iür 10 weitere Schülerinnen Raum geschaffen. Anmeldungen iür diesen unent- aeltlichen Unterricht werden in der lausenden Woche noch täglich Steinstraße 10 entgegengenommen.

** Die Fortbildungsschule wird in diesem Winterhalbjahr von 376 Zöglingen gegen 410 im Vorjahr besucht, die in--^ünf Gruppen von je drei Klassen von 18 Lehrkräften Unterricht erhalten. Der Besuch der Fortbildungsschule von je 4 Stunden in der Woche für jeden Schüler ist auf einen Nachmittag verlegt, so dah die Lehr­herren die übrige Zßit in der Wachse über die jungen Leute verfügen können.

**DerWochenmarkt am Samstag zeigte einen so starken Vorrat von Geflügel, wie man ihn selten bei unfern Märkten beobachtet. Besonders war die Zufuhr von Gänsen sehr groß» die je nach der Schwere der Tiere mit 6570 Pf. pro Pfund verkauft wurden. Auch die

Zufahrt von Kar t olse tn machte sich, so daß darin ein recht flotter Ums erzielt wurde. Tie Verkäufer, welche

die Ware zum Kleinverkauf pro Pfund mit 4 Pf. an den Markt gebracht halten, waren aus Langgöns und aus Holz­heim gekommen und nahmen Bestellungen für maltcrweise Lieferung zu 7 Mk. gern entgegen, die sie versprachen, im Laufe der Woche anzufahreu.

** Sie österreichischen Landsturmpflichtigen. Die im Bezirke des K. u. Kt General-Konsulates Frankfurt a. M. (Provinz Hessen-Nassau und Großherzogtum Hessen) wohnhasten österreichischen und ungarischen Staatsangehörigen, welche in den Jahren 18901878 geboren sind und bei der Stellung als wafsen- unsähig befunden oder während ihres niililärischen Dienstverhält­nisses im Suverarbitrierungswege als wasscnunsähig entlassen wor­den sind, werden sich im Lause des Monats Dezember 1914 bei dem K. u. K. General-Konsulate einer Musterung zu unterziehen haben, bei welcher ihre Eignung znm Landsturmdienstc mit der Waste sestgestellt werden wird. Ausgenommen sind jene, ivelche schon während des Lanüsturmdienstes als wassenunsähig entlassen wurden, die Milikärgagisten des Ruhestandes und des Verhältnisses außer Dienst. Die vorgenannten Landilurmpslichtigen ha­ben, insoferne dies noch nicht geschehen ist, ihre Adresse unter Angabe des Geburtsjahres, des Geburtsortes und der Heimats­gemeinde unverzüglich dem K. u. K. General-Konsulare schrist- lich zu melden. Jene Landsturmpflichtigen, die ihre Adresse bereits gemeldet haben, haben nur für den Fall, als sic dieselbe in der Zwischenzeit geändert baden sollten, eine diesbezügliche Meldung zu erstatten. Die Vorladung zur Musterung wird ,edem gemeldeten Landsturmvslichtigen sodann rechtzeitig zugehen. Der Zeitpunkt der Einrückung zur Dienstleistung wird erst später b e st i m m t werden. Danach haben daraus bezügliche Anträgen zu unterbleiben. Lalwkreis Gießen, kl. Lollar, 29. Rav. Letz!« Woche wurde von dem hiesigen Ortsausschuß lür KrieaSsiirsorge eine Haussammlung von Liebesgaben lürWeihnachtsgeschenke iür das Jusanterce-Regi- ment .Kader Wilhelm" Nr. IIS veranstaltek. Ter Erlös wurde an das Rote Kreuz in Gießen abgeliesert. Der Eisenbahn- verein Lollar und Umgegend beschloß in einer am lebten Sonntag hier abaehaltenen Beriainmlung, 50 Ml. von dem Ver- einskaffenbcstand für das Rote Kreuz z» sliiten. Von den 50 hier einquartierten S cd l e s i e r n haben 40 unseren Ort wieder verlaffen und sind in ihre Heimat zurückgckehrt.

Kreis Alsfeld.

h. Alsfeld, 29. Nov. Eines der schönsten kirchlichen Bau­werke des Hessenland, s, die Walpurgiskircke, wurde heute nach mühsamem Umbau durch Geh. Oberkonsistorralrat L). Peter- se n (Gicßenl wieder dem kirchlichen Gebrauch geweiht. Tie Fest­feier vollzog sich in den schlichtesten Formen und sah von >edem äußeren Gepränge ab. Durch die mit bedeutenden Kosten er­folgte Wiederherstellung der Walpnrgiskirche ist einer der älte­sten Sakralbauten wieder für Menschenaller der Erhaltung ge­sichert. Ter älteste Teil der ursprünglich basilikalcn Anlage, das Lanabaus, stammt aus den Jahren 124045. Der hohe Chor wurde 1393 gebaut. Im folgenden Jahre stürzte der Turm ein. 1472 fand ein sehr unglücklicher Umbau statt. Ter Turm erhielt scine jetzige Gestalt iin Jahre 1836. Tie im Innern verwahrloste Kirche wurde endlich einer grütchlichen Erneuerung uwerzogen und findet jetzt nach Vollendung mit ihren reicheu Schätzen, den kostbaren Epitaphien, den nnedercrufgesimdenen Fresken, der schö­nen Orgel und der herrlichen Remrissancekcrnzel ein ireffliches 'Bild neuzeitlicher Kirchenbaukunst.

Kreis Friedberg.

Butzbach, 29. Nov. Tie Rechnung des Städtischen Elek­trizitätswerkes von 1913 wurde in der letzten Gemeinde­ratssitzung durch den Stadtrechner verlesen. Sie schließt mit einer Einnahme von 97 860,53 Mk. und einer Ausgabe von 91 475,97 Mk. ob, so daß ein Kassevvrrat von 6384,56 Mk. vor­handen ist. Die Schuldei, betrugen Ende des Rechnungsjahres 1912 noch 132 058,63 Mk. Hieraus wurden 1913 zurückgezahlt 35 526,55 Mark: mithin betrugen die Kapitalschulden Ende März 1914 noch 96 532,08 Mk. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vor­anschlag des Elektrizitätswerks für 1915 schließt mit einer Ein­nahme und Ausgabe im Betrage von 74 000 Mk. ab. Der Strom­preis für Licht beträgt 40 Psg. für die K.W.St., soweit nicht durch Verträge niedriger« Preise festgelegt sind. Für die Abgabe von elektrischrm Strom für Krastzwecke ist eine Staffelung fest­gesetzt, wenn zwischen dem Werk und dem Konsumenten ein Vertrag abgeschlossen wird. Die Z ä h l e r m i e t e, die früher monatlich 60 Psg. betrug, wurde aus 40 Psg. festgesetzt. Im Jahre 1913 wurden an Konsumenten in der Stadl einschließlich der Großh. Zellcnstrasanstalt 270 897,9 K.W.St. nutzbar abgegeben. Das Werk besteht seit 1898, und es betragen die Gesamtausgaben bis Ende März 1914 435 176,37 Mk. Der Voranschlag wurde für richtig befunden und genehmigt. Da die Turnhalle als Lazarett benutzt wird, so soll der Saal des Taunushotels als T u r n - lokal und S i n g s a a l von der Stadt für die Real- und Volks­schule, den Turnverein und die Gesangvereine gemietet werden.

r. R ei ch e l s h e i in (Wetterau), 29. Nov. Aus unserer Ge­meinde wurden 84 Mann zur Fahne «inberusen. Hiervon sind be­reits klini gefallen und zwar Forstaffeffor Do gt, Rckerendar Herm. Schäfer, Wagnermeister Wilh. M ü h l i g, Landwirt Alb. Ullrich und Weibbinder Otto G r ä i. Donnerstag, den 26. Nov., abends 8 Uhr, hielten Oberlehrer Dreher von Friedberg, Leut­nant Q u a d e und Regieruugsaffeffor Walther im Saale des Gasthoses »zur Post' Vorträge über den Krieg 1914. Den Vor trägen ging eine Besichtigung der hiesigen Jugcndwehr voraus. Starkenburg und Rhcinhessen.

b. D a r m st a d t, 29. Nov. Am Karlshos wurde der Arbeiter Jakob Hof mann aus Griesheim von einem Kraftwagen über' fahren und getötet.

ökfftti-Aästrm.

DUlenburg, 29. Nov. Die Stadtverordnete»

genehmigten den Bau einer zweiten Baracke aus städlifchem <6e-

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lande oberhalb des Krankenhauses zur Erweiterung des Reseroe- lazarcttes. Das hier eingerichtete Militärlaz

lujunuEs, Ji,Bö hier eingerichtete Militärlazarett unter der Verwaltung des Oberinspektors Göitzer (Wiesbaden) bietet alsdann in den Räuinen von Krankenhaus, Kurhaus und ver­schiedenen Schulräumen eine Aufnahmemöglichkeit für 590 Mann

vermisste».

* DieBerbündetenmodc". Die Entente cordiale feiert in London wahre Orgien, und Französelei macht sich in Englands Hauptstadt auf allen Gebieten bemerkbar, wo cs nui möglich ist. Am ärgsten scheint es nach einem Berichte desGior- nale d'Jtalia" in denNachtllubs" zu sein, in denen am spätesten Abend noch ein reges Leben herrscht. Tie vornehme Halbwelt und die Well des Monlmartrc ebenfalls sind von Paris nach, London übergesieöelt, und so hört ncan allenthalben Französisch sprechen: französischeChanleusen", die in Frankreich brotlos geworden sind, suchen in London Verdienst, und sic haben eine besondere Vcrbündetenmode, dieMode des alkiss" ecnzuführen gesucht. Mit Erfolg: die Gefcllschastskleider der Damen zeigen jetzt die Farben Brau-Weiß-Rot; Belgien ist an der Verbündctenmodc be­teiligt, denn man hat die Kopfbedeckung der belgischen Garde civiaue, einen Zweispitz, in weitem Maße angenommen. Groß­britannien selbst liesert, wie sich von selbst versteht, cbensalls seinen Beitrag zu dieser Verbündctenmodc, nämlich die Kopsbedeckung der schottischen Soldaten (Scotch Euch, eine Art schwarzen Samt- baretts, von dem zwei schwarze Bänder auf die Schultern herab - flattern. Auch dieses Ungetüm von Kopfbedeckung, das aussieht, wie eine riesenhafte Bananenschale, ist jetzt Modetracht geworden. Schottland hat noch mehr liefern können: das bcrühmlc, sckwttisch karierte Farbmuster, von blau und rot findet sich überall in. dcr Mode der Verbündeten, an Krawatten, an Strümpfen und selbst au, weiße» Tamenhandschnhen! Eins nur vermißt man in dem Be­richte des Italieners: von einer Russennwdc in London ist nicht die Rede!

Letzte Nachrichten.

510« Rnssen gefangen! 18 Geschütze erbeutet!

(WTB.) Großes tz a u p t g u a r t i e r. 30. Nov. vor­mittags. (Amtlich.) Von Ser Westfront ist nichts zu melden.

An ostpreußischrr Grenze mißglücklc ein Nebkrsallc-ver- such stärkerer russischer Kräfte aus deutsche Befestigungen öst­lich Darkrhmen rmter schweren Verlusten. Ter Rest dcr An­greifer. einige Offiziere und (»00 Mann, wurde von uns ge­fangen genommen.

Südlich der Weichsel führten die gestern mitgeteilten Ge­genangriffe zu nennenswerten Erfolgen. 18 Geschütze und mehr als 4500 Gefangene wurden unsere Beute.

In Südpolr» ist nichts besonderes vorgcfallcn.

Oberste Heeresleitung.

Der Kaiser aus dem Kriegsschauplatz im Osten.

Berten, 30. Nov. Zn der Meldung, des Wolsjschen Telegraphenbureaus aus dem Großen Hauptquartier, daß der Kaiser sich jetzt aus dem östlichen Kriegsschau­platz befinde, sagt derBerliner Lokalanz.":

Wenn dcr Kaiser sich jetzt vom Westen nach dem Osten begeben hat, so mag dafür mehr als ein Grund Vorgelegen haben. Zweifel­los ist das, was unser Heer im Osten geleistet hat, nicht minder bedeutend, als das, was im Westen erreicht wurde. Da konnte der Kaiser wohl den Wunsch baden, auch einmal den tapferen Hütern der Ostmark nnd ihren ruhmreichen Führern von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und ihnen den Tank iür ihre Großtateul auch persönlich auszusprechen. Wenn der Kaiser aber den Ennchlc-ß gerade in diesen Tagen gefaßt hat, so geht man »ieUmcht in der Annahme nicht fehl, daß gegenwärtig die militärischen Operationen im Osten als die wichtigeren betrachtet werden.

Auch diePost" hebt hervor, daß die Tatsache, daß sich der Kaiser vom ivestlicheu nach dem östlichen Kriegsschau­platz begeben hat, offensichtlich zeige, welch entscheidende Be­deutung unsere Heeresleitung dem gewaltigen Ringen bei­messe, ßas gegenwärtig in Russisch-Polen iin Gange sei.

Panik in Paris und Nordsrnnkreich.

Berlin, 30. Nov. In Paris werden durch Maneran- schiag verschärfte Maßregeln gegen Panikmacher bekannt ge­geben. In den letzten Tagen wid«rhallte Paris von Gerüchten: über ein angebliches Weikervordringen dcr Deutschen. U. a. imirdc erzählt, die Zivilbevölkerung müsse Eompiegne, Bethune, Haze- bronck und Bonlogne räumen. Tie Nachricht ist zwar übertrieben, doch verläßt die ängstlich gemachte Bevölkerung scharenweise du nordwestlichen Departemenls.

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