Ausgabe 
30.11.1914
 
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Nr. 281

Stiles Blatt

Der Slehener Anzeiger

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m. Jahrgang

Hiontag, ZV. November IM

Siehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhessen

Lin Telegrammwechsel zwischen Kaffer und Reichskanzler. Der Kaffer besucht den Kriegsschauplatz im Osten.

(WTB.) Großes Hauvtguartier, 28. Nov., vorm. Aus dem westlichen Kriegsschauplatz ist die Lage nicht perändert. Französische Vorstöße im Argonnerwalde wur­den abgewiesen. Jur Walde nordwestlich A p r e m o n t und in den Vogesen wurden den Franzosen trotz heiliger Gegenwehr einige Schützengräben entrissen.

In Ostpreußen sanden nur unbedeutende Kämpse statt.

Be i Lowiez griffen unsere Truppen erneut tan. Der Kampf ist noch im Gauge. Starke Angriffe der Russen in Gegend westlich Noworadomsk wurden abge­schlagen.

In Südpolen ist im übrigen alles unberändert.

Oberste Heeresleitung.

(WTB. i Großes Hauptquartier, 29. Novemt»., vorm. (Amtlich.) Vom W e st h e e r ist über den gestrigen Tag nur zu melden, daß Angriffsversu ch e des Gegners in der Gegend südöstlich A p t r n und westlich Lens scheiterten.

Im Osten ist die Lage rechts der W e i ch s e l » n o e r - Ändert. Vorstöße der Russen in der Gegend von Lodz wurden abgewiesen. Daraus eingeleitete Gegenangriffe waren erfolgreich. Aus Lüdpo len ist nichts Wesent­liches zu erwähnen. Oberste Heeresleitung.

(WTB. Amtlich.) Großes Hauptgnarrtier, 29.Rov. Seine Majestät der Kaiser befindet sich jetzt auf dem östlichen Kriegsschauplatz. Oberste Heeresleitung.

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Herr v. Bethmann Hollweg hat am gestrigen Sonntag das 58. Lebensjahr vollendet, und dieser Tag hat eine kleine di'nndgebung erzeugt, auf die das deutsche Volk mit Freude Want. Der Kaiser hat seinem ersten Ratgeber ein herzliches Telegramm gesandt, aus dem trotz seiner Kürze Bedenlungs- polles heroorgeht: herzliche Einmütigkeit zwischen Kaiser und Kanzler in den Zielen dieses Krieges und volle Zuversicht auf den endgültigen Sieg! Aus vollem Herzen werden alle Volks­schichten den Worten des Kaisers sich anschließen. Des Glückes Schiss ist zur Gewinnung der großen Erfolge so- nwbl der Waffen wie auch der diplomatischen Anstrengungen ein unentbehrliches Fahrzeug: Glückwünsche ganz besonderer Art sind es in der Tat, die wir heute hoffenden HcqzenE dem Reichskanzler entgegentragen. Sind doch die folgen­schweren diplomatischen Entscheidungen, die demnächst in den . Ländern eintreten können, die heute noch Zuschauer bei dem großen Völkerringen sind, in höherem Maße auch an das K Glück der Waffen gebunden; was der deutschen Staats­männer Kunst vermocht hat, war in der Hauptsache mit dem Tage des Kriegsausbruches zu einem vorläufigen Abschluß . gekommen. Doch wir wünschen dem obersten Beamten des Reiches nicht nur Glück, sondern auch die Erleuchtung und Weisheit, nach der Waffen Taten das Wie und Wohin eines dauernden Friedens mitzubestininrcn. Ob übers Jahr,

! wenn der 29. November sich wiederum naht, der Reichskanzler » diese seine verantwortungsvollste und schwerste Leistung schon hinter sich haben wird, steht heute dahin. Seine hossnungs- ^freudige Festigkeit, die in den letzten Tagen schon einmal da­durch zum Ausdruck gekommen ist, daß er dem Hamburger Senat zum Plan eines Denkmals für den Bürgermeister Dr. Burehardt herzliche Worte gesandt und darin dem Be­dauern Ausdruck verliehen hat, daß der Verewigte diegroße ? Zeit", in die irns Gottes Fügung geführt habe, nicht mehr erleben durfte berechtigt uns zrr der Annahme, daß Herrir v. Bethmann wohlerwogene Ueberzeugnngen vorschweben, wie die Dinge für das Reich künftig sich gestalten müssen. Nichts widerlegt das törichte Gerede von Deutschlands angeblichen - dringlichen Friedenswünschen besser u. nachhaltiger, als diese einfachen, aber kraftvollen und selbstbewußten Worte, die die höchstgestellten Männer unseres Reiches miteinander ge- . wechselt haben!

Der Kaiser geht nunmehr, wie das Wolfs-Bureau iamtlich nritteitt, vom Westen zum Osten über, ccm Dem deutschen Sieger, den er znm Generalseldmarschall befördert hat, auch persönlich ins Auge zu sehen. Mancherlei Aus- £ Regungen können diesen Schritt des Kaisers begleiten, sicher­lich aber keine solche, die nachteilig ans die Schlachten Vor­gänge hindeutete. Wir dürfen aber aufs diene wohl er­kennen, daß jetzt an der Ostgrenze entscheidende Schläge herangereist sind. Daß der oberste Kriegsherr dem tapfe- l ;tcu Heere Hindenburgs vor den neuen Ereignissen persön­

lich sein Jnterkjje zeigen und damit die Wichtigteit und Bedeutung der Schlachten in Russisch-Polen unterstreichen will, ist ohne werteres einleuchtend und darrkbar zn be­grüßen Der anfängliche schützer der Grenzen ist zu einem gebietenden Meister der gesamten Kriegslage geworden, 'unb kaum je war eine Beförderung zum General-Feldnmr- fchall so verdient und zeitgemäß wie diejenige Hindenburgs. Der kraftvolle Wille und das stolze Ueberlegenheitsgesühl dieses Mannes haben in seinem letzten Armeebefehl einen 'wundervollen und erhebenden Ausdruck erhalten:bis der 'letzte Russe besiegt am Boden liegt", soll ausgehalten wer­den' Man sehe an der neuesten amtlichen 'Meldung der Russen, wie sie sich drehen und winden, um die vollä Wahr­heit nicht einzugestehen!

Mer soll nun der jeden im Westen nicht mit voller Kraft geführt werden? Sicherlich denkt daran keine der maß

gebenden Persönlichkeiten. Ans der Abreise des Kaisers dürfen wir vielleicht die Annahme adleiten, daß im Westen in den nächsten Tagen keine entscheidenden Schläge fallen werden, daß jedoch dort kein Umschwung zu unserin Ungunstest zu erwarten steht Im englischen Unterhaus hat lchrd Kitchener mit deni kräftigen Widerstand der Engländer sich gebrüstet und u. a. gesagt, die Engländer hätten einmal elf Armeekorps gegenübergestanden und die Laufgräben vier­zehn Tage lang nicht verlassen, bis sie dann von den Franl- zosen abgelöst worden seien. Wieviel Laufgräben von den deutschen Angreifernabgelöst" worden sind, verschweigt der edle Lord. Wenn die Zeit erfüllt ist, wird auch den Engländern die Stunde schlagen. Vielleicht sind nur noch nicht genug Unterseeboote und Luftschiffe zum Angriff gegen sie in Bereitschaft. Es ist durchaus möglich, daß die eintretende Verzögerung der Ereignisse in Flandern den besten Ueberlegnngen der deuffchen Strategen entspricht. Mit Kaiser, Reichskanzler uird dem neuesten Feldmarschall schaut das deutsche Volk zuversichtlich in die Zukunft!

Kaiser und Reichskanzler.

Berlin, 29. Nov. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser und König hat an den Reichskanzler zu dessen heutigem Geburtstag folgendes Telegramm gerichtet:

Ich komme an der Spitze des Deutschen Reiches heute zu Ew. Exzellenz mit Glückwünschen besonderer Art! Um das Staatsschiff durch die Stürme der Welt glücklich in den Kampf zu steuern, dazu gehört Glück, und dazu bedient sich die Vorsehung der Männer, welche f e st u n d u n e r s ch ü t t e r l i ch das Wohl des Vaterlandes vor Augen, zu kämpfen wissen, bis das große Ziel erreicht ist. Unter diesen nehmen Ew. Exzellenz den ersten Platz ein. Das weiß das deutsche Volk, das weiß Ich. Gott segne Ihre Arbeü. Wilheim l. R.

Der Reichst o it z ve : hat mit nachstehendem Tele- grarnm geantwortet:

Ew. Majestät bitte ich, für die gvoße Gäbiurtstagsfreude, die nur durch Ew. Majestät huldvolles Telegramm bereitet wurden ans stesslem Herzen ehrsnrchtsvoll Dank sagen zu dürfen. Meine Eindrücke in Berlin zeigen mir aufs neue, daß das deutsche Volk sich mit seinem Kaiser eins weiß im Vertrauen auf unsere Kraft, in der Zuversicht auf den endlichen Sieg unserer gerechten Sache und in dem f esten Entsch lu ß dnr ch- z u h a l t e n , bis dieser Sieg erkämpft ist. Gott wolle meine Bitte erhören, daß ich meinem Kaiserlichen Herrn und meiner Nation zu diesem Siege an meinem Teil kräftig mithelfen darf. Ew. Majestät treu gehorsamer v. Bethmann-Hollweg.

Hindenburg znm Generalfeldmarschall befördert.

(WTB.) Thorn, 28. Nov. (Nichtamtlich.) Nach der Presse ist in Thorn folgender Armeebefehl bekanntgegeben worden:

In tagelangen, schweren Kämpfen haben die mir unterstellter! Armeen dre Offensive des an Zahl überlegenen Gegners zum Stehen gebracht. S. M. der Kaiser und König, unser Allergnädigst« Kriegsherr, hat diesen von mir gemeldeten Erfolg durch nach­stehendes Telegramm zu beantworten geruht.

^ An den Generaloberst v. Hindenburg.

Ihrer energievollen, umsichtigen Führung und der un­erschütterlichen, beharrlichen Tapferkeit Ihrer Truppen ist wie­derum ein schöner Erfolg beschieden gewesen. In langem, aber von Mut und treuer Pflichterfüllung vorwärtsgetragenen Ringen haben Ihre Armeen die Pläne des an Zahl überlegenen Gegners znm Scheitern gebracht. Für Viesen Schutz der Ostgrenze des Reiches gebührt Ihnen der volle Dank des Vaterlandes. Meiner höchsten Anerkennung und meinem kaiserlichen Dank, die Sie ernem mit meinen Grüßen Ihren Truppen aussprechen wollen, will ich dadurch Ausdruck geben, daß ich Sie zum General- scldmarschall befördere, Gott schenke Ihnen und Ihren sieggewohnten Truppen weitere Erfolge! gez. Wilhelm 1.8.

Ich bin stolz darauf, diesen höchsten militärischen Dienstgrad an der Spitze solcher Truppen erreicht zu haben Ihre Kampfes- freudigkeit und Ausdauer haben in bewunderungswürdig« Weis« dem Gegner große Verluste beigebracht, lieber GO OOO Gefangene. 150 Geschütze imö gegen 200 Maschinengewehre sind wiederuml in unsere Hände gefallen, aber vernichtet ist der Feind noch nicht. Darum loeiter vorwärts! Mit Gott stir König und Vater­land, bis der letzte Rirsse besiegt am Böden liegt! Hurra!

Hauptquartier-Ost, 27. November 1914.

Der Oberbefehlshaber: gez.: v. Hindenburg, Generalfedmarschall.

Hannover, 29, Rov. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Anlaß der Ernennung v. Hindenburgs zum Generalfeldmarschall wurde hier aut Anregung des Turnklubs ein HnldiguugSzug veranstaltet, au welchem viele taulend Personen teflnahmen. Ter Zug bewegte sich mit Musik und Gesang nach der Villa v .Hindenburgs, wo Ehef- redakteur Hugo der Gemahlin des Generalfeldmarschalls die herz­lichsten Glückwünsche aussprach. Die begeistert aufgeitommene M-- sprache schloß mit einem Hoch auf den Generalfeldmarschall und dessen Gemahlin, die in kurzen, herzlichen Worten dankte. Mst dem GesangDeutschland, Deutschland über alles" schloß dann die imovsante Kundgebung, An ttzenerolseldmarschall v. Hrnden- burg ist folgendes Telegramm gesanbt^worden: Hannovers dank­bare Bevölkerung brachte in endlosen Scharen jubelnd Ihrer hoch­verehrten Gemahlin die herzlichsten Glückwünsche und die liebe­vollste Verehrung zum Ausdruck. Mit unerschütterlichem Vertrauen aus Ew. Exzellenz ,vettere glänzende Führung der tapferen Ost­armee sprechen die hannoverschen Mitbürger ttnd Mitbürgerinnen ihre herzlichsten Glückwünsche zum Generalfeldmarschall aus.

Breslau, 29, Nov. tWTB. Nichtamtlich.) Die rechts- und staatswissem'chastliche Fakultät der Universität Breslau hatte bisher noch keinen Doktor der Staakswffsenschaften ernannt. Jetzt hot sie den Generalfeldmarschall v, Hindenburg an die Spitze ihrer Dostoren gestellt. Gleichzeitig hat sie denr Chef des Generalstabs des Hauptquartiers im Osten, dem Generalleutnant v. L u de n -

dorfs, unb dem Chef des preußischen Eisenbahmoesens, Minister v, Breitenbach, die Würde eines Tvstor rerum volitiearum honoris causa verliehen. Außerdem hat sie den schwedischen For-

schungsreisenden Sven H e b i n zum Doktor honoris causa er­nannt.

W i c n , 29. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter be­grüßen die Ernennung Hindenburgs zum Generalfeldmcrr- schall mit Freuden. Sb sagt dasNeue Wiener Tage­blatt":

Wie einst Namen wie Moltke uird Bismarck loie der Ton klirrenden Erzes durch die Welt gingen, so klingt baue der Name Hindenburgs mit jttbelndem Widerhall in tausend rmd abertausend deutschen Herzen wider und ist für immer der öleschichte, der.Helden­sage überliefert. In die Ehrungen, die Hindenburg «rviesen wur­den, mischt sich der echte Jubel des ganzen mächtigen deutschen Volkes und seines österreichisch-ungarischen Verbündeten.

DieNeue Freie Presse" zitiert das Tichterwort Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige" und sagt: Der bisherige Generaloberst v, Hindenburg ist eine der volkstüm- lichsten Gestalten unter den deuffchen Heerführern geworden. Das Blatt würdigt sodann die bisherigen Erfolge Hinden--' burgs.

Russische Verdrehungen.

Petersburg, 29, Nov, (WTB, Nichtamtlich.) Mel­dung der Petersburger Telegraphen-Agentur: Die ver­schiedenen Gerüchte, die über den Umfang des russischen Sieges zwischen Weichsel und Warthe umlan- fen, erklärt der russische Generalstab damit, dcrßi diese Gerüchte zum Teil von Privatkorrespondenzen genährt sind, die einige Zeitungen von dem Kriegsschauplatz zv- gingcn. Der Große Generalstab warnt vor den Gerüchte», die durch die Tatsachen nicht begründet sind und mit Vor­behalt ausgenommen werden müssen. Wie zu Anfang des Krieges weist der Generalstab mis die Notwendigkeit hin, alle Nachriclsten, die nicht aus anrtlichcr Quelle stammen, mit Vorbehalt crnfznnehmen. Zweifellos ist der deutsche Plan, die russische Front auf dem linken Weichsekußer zu. irmspanneu und einen Test der russischen Armee einM.tr ei­sen, vollständig gescheitert. Es geht ans den Mit­teilungen des Genercllstabs und des Generalissimus hervor, daß die Deuffchen gezwungen sind, sich von und Tns-

zin über Brzezrny auf S t r h k o w unter für sie äußerst un­günstigen Bedingungen zurückzu ziehen. Bei dem Rück­züge erlitten die Deutschen ungeheure Verluste, indessen sind die Kämpfe noch nicht vollendet. Die Schlacht ent­wickelt sich cm der ganzen Front sehr günstig für uns, aber der Feind setzt hartnäckig seinen Widerstand fort. Es ist unmöglich, den Kampf als beendet zu betrachten. W fft nötig, das endgültige Ergebnis abMwarten, mit der festen Zuversicht, daß die russischen Truppen von dem Be­wußtsein der Notwendigkeit durchdrungen sind, ihre helden­haften Anstrengungen zu Ende zu. führen, um den Wider­stand des Feindes endgültig M brechen.

(Anmerkung des Wolfffchen Telegraphen-BureaaS: Der löbliche Versuch des russischen Generalstabs, die Wahr­heit zu sagen, hält, wie der zweite Teil der amtlichen Aus­lassung beweist, nicht eben lange vor. Aber es ist immer­hin bezeichnend, daß man es sogar in Rußland für nob- wendiq hält, von der englischen Lügenderichterstattung abzurücken und die unausbleibliche Enttäuschung nicht allzu' groß werden zu lassen.)

Die Cholera unter den russischen Truppe«.

(WTB.) Berlin, 27. Nvv. Wie die Kriegszeitung des Lok.-Anz." meldet, teilte der Minister des Innern in einem Erlaß den Behörden mit, daß unter den russischen Truppen die Cholera herrsche, urÄ daß infolgedessen eine Absonde­rung aller russischen Kriegsgefangenen vorMuehmen ist. Jede Erkrankung nnd jeder Todesfall Mi Cholera asiatica, ferner der den Verdacht dieser Krankheit erweckt, ist sofort der Ortsbehörde zu melden.

Der österreichische Schlachtcnbericht.

Wien, 29 Nov. lWDB Nichtamlllch.) Amtlich wird vcr- lantbart: 29. November, mittags: Der gestrige Tag verlief an unserer ganzen Front in Russisch-Polen und Westgalizien sehr ruhig. In den Karpathen wurden die auf Homvnna vorge­drungenen Kräfte geschlagen und zurückgedrängt. Unsere Darp- pen machten 1500 Gefangene,

Der Stellvertreter des Chiefs des GenrraiAcM: v. Höstr, Generalmajor.

Di« Siege über die Serben.

(WTB.) Wien, 29. Nov. (Nichtamtsich.) Bom süd­lichen Kriegsschauplätze wird amtlich gemeldet: 29. November. Der Gegner leistet in der sttzigen lNefechts frvut verzweifelten Widerstand und versucht, durch hefsigc Gegenangrifse, die bis zu Bajonettkämpsen gedeihen, unsere Vorrückung auszuhallen. Die am östlichen Kolubara-User stehenden eigenen Truppen haben stellenweise wieder Raunr gewonnen. Die über Valjewo und südlich vorgerückten Ko können haben im allgemeinen die Höhe des Lüg Flusses nnd die Linie Suvobor, sowie das Straßendreirck östlich llziel er­reicht. Gestern wurden insgesamt zwei Regi- mcntskommandantcn, l 9 Ossizicrc und 1 2 4L» Manngefangcn genommen.