Ausgabe 
28.11.1914
 
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ÖBwuftö ©tfßtH.

X «*fce«-Ba|ecf, 28. Nov. Am 24. btejeS Monats Mnb in ben Räumen de« hiesigen Lazaretts die Prüiunq bceier H elserinnen statt, deren Unterricht ber leitenbe Arzt bes Lazaretts, Herr Dr. Geng naget, geleitet hatte. Am anbern Ta ge wurde anläßlich bes Geburtstages bes Groß Herzogs im Lazarett von ben Verwundeten eine kleine Feier veranstaltet.

A Beuern, 28. Nov. Den Geburtstag unseres Groß- h« rzogs leierte bie hiesige Ing enb wehr in ihrem Lokale, bwa »Holländischen Hose', in würdiger Weise. Bürgermeister W alt her, welcher den Vortrag übernommen hatte, wies in demselben aus die Bedeutung des Tages hin und ermahnte die Jugend, als bie Zukunit Deutschlands, stets treu zu unserem Jürslenhause zu stehen. Das begeistert auigenommene Hoch galt dem Geseierten des Tages.

Kreis Schotten.

4- LallVach, 27. Nov. Die opferwillige Liebestätigkeit un­serer Gemeinde hat sich auch diesmal w-ieder, da es galt, die in Kriegsdiensten cinberusenen Glieder der Gemeinde mit Liebes­gaben zu dem kommenden Weihnachtssest zu erfreuen, glänzend bewährt. Der Vorstand der hiesigen Sammclstclle von Liebes­gaben hatte hierzu eine Sammlung eingcleitet, die über 600 Mark einbrachte. Auch sreimillig« Spenden gingen zahlreich ein. Unter Leitung von Frau Oberanrtsrichter Zimmer mann ha­ben mehrere Damen die besondere Verteiluirg der Gegenstände an die einzelnen Empfänger ansgesührt und vorläufig 103 Pa­kete an die im Felde Stehenden heute abgeschickt. Weitere 165 wtiitf sollen an die, tvelche noch in Garnison liege,», Mitte De­zember abgeschickt werden. Zn den nrst Weihnachtsgeschenken Be­dachten gehören auch drei Söhne des Gräslichen Hauses, die zur­zeit im Felde stehen. Auch zwei Töchter unserer Gemeinde, von denen die eine in einem Feldlazarette in Belgien pflegt, sollen mit Liebesgaben zum Weihnachtssest erfreut werden.

0 Gedern, 26. Nob. .Sehr zahlreich sind die Opser des Krieges in unserer Gemeinde. Nicht weniger als neun von hiev ausgczogene Krieger haben aus dem Felde der Ehre den Helden­tat gesunden: von einem anderen fehlt seit längerer Zeit jeds Nachricht. Unter den Gefallenen befindet sich auch der bei jung und alt sehr beliebte und geschätzte Lehrer Wilhelm Lenz, dcit gclegenllich eines Patroulllenganges am 27. September bei Cluny seinen Tod fand.

Kreis Friedberg.

X Friedberg, 28. Nov. Ter Kommandeur des Land- sttrrmhataillons Friedberg Oberst Wer in er gibt in folgendem Schreiben neue Auszeichnungen bekannt: Den in meiner letzten Mitteilung ironthaft gemachten, mit dem Eisernen Kreuz dekorrerteu Ofiizicren, Unterofsizieven und Mannschaften des Landsturm-Jnj.- Bataillons kann ich heute folgende hinznfügen, die durch die Gnade Sr. Kgl. Hoheit unseres Großherzogs mit der Tapfer­keitsmedaille ausgezeichnet wurden: Oberst Weimer, Kommandeur des Landst.-Jns.--Bat. Friedberg ans Nidda: Haupt­mann H o s s e, Genemlstabsoffizicr beim Gouvernement Sttaß- burg, z. Zt. beim Stabe der Abteilung Ferling: Leutnant Becht, Telephon-Offizier beim Stabe der Abteilung Ferling: Leutnaitt Schütz, Kompagmeführer aus Nidda: Feldwebelleutnant

Metzger aus Friedberg: Feldwebelleutnant Naumann

aus Bleichenbach: Gefreiter Friedrich Mols aus Düdels­heim: Landsturmmanu Phil. Kappes aus Grosi-Karben: Land- slurmmann Wilhelm Koppler aus Vilbel: Landslurmmann Friedrich Höhr aus Fauerbach bei Nidda. Die 7 letztgenannten gehören sämtlich dem Landstnrni-Jns.-Bataillon Friedberg an.

Weimer, Oberst und Bataillonskommandcur.

Hessen-Nassau.

w Kirchhain, 27. Nov. Wie überall, bis in die kleinsten Dorier hinein, sich emc großartige Liebestätigkeit entfaltet, so auch in unserem Kirchsviel. Gegen 1800 Mk ssnb von, Pfarr­amt, zum Teil für das Note Kreuz, zuni Teil für Nolleibeiibe im K>r chlpiel, in viereinhalb Monaten gesammelt worben. Der Wert ber Naturaigaben übersteigt 1000 Mark. Ueber 500 Mk. sind von den Bürgermeisteräuttern für die »olleibeuben Ostvreußcn ge­sammelt worben. Eine Sammlung sür WeihuachtSqabeu an unsere Krieger im Felde ergab über 300 Mark. Eine Weihnachts-Aus­stellung der Gaben im Piarrbause lockte viele Besucher an. Fleißige Hände im Frauenoercin hatten über hundert Paar Strümpie u. a. hergestellt. Bis jetzt sind bei ber hiesigen Sparkasse für die Konten: Liebesgaben, Rotes Kreuz, Familiennnterstützung, Ost- vreußen und Elsaß-Lothringen sreiwillige Gaben in Höhe von zu­sammen 8805,30 Mk. eingezahlt worben. Ebenso sind für das Rote Kreuz bei dem Lanvralsamt hier als sreiwillige Gaben eiugegangcn von den Gemeinden Schisselbach, Svcckswinkel, Himmelsberqnd Niederwald 788,90 Mk., außerdem eine große Menge Leiiicusachcu, Hemden, Bettzeug und Wollwaren.

r. Marburg, 27. Nov. In einem Geichäst machte gestern ein langer Mann. ber sich als Sohn einer hiesigen Familie aus­gab, «ine größere Warenbestellung. Zugleich bat er, ihm 60 Alk. Silbergelb gegen Zwanzigmarkscheine zu ivechseln. Man händigte ihm das Papiergeld ein, baß er in ein Kuvert steckte. Er gab bas letztere seboch bald wieder zurück, weil er angeblich bas Hartgeld zu Hause liegen gelassen hatte und dies erst holen wollte. Als der Mann sich nicht wieder sehen ließ, nntersnchte inan bas Kuvert imb sanb darin Papierfetzen. Tie Warenbestellung stellte sich als fingiert heraus.

Kießener Strafkammer.

th. Gießen, 27. Nov.

Vergehen gegen das Gesetz über den Belage­rungszustand.

Der Landarbeiter A. M. aus Rußland hatte im Kreise Offen- bach gearbeitet und war mit Genehmigung der zuständigen Be­hörde nach dem Neuhof als Landarbeiter übergesiedelt nnd dort euch eine Zettlang in Arbett. Er wurde entlassen nnd als Arbeiter l»on dem Unternehmer der Umgehnngsbahn Klein-Liirden an- mmen unter der Bedingung, daß er seine Papiere beibringe. Mann ging nach Gießen, um die Legitimation zu holen, wurde aber wegen Bannbruchs in Haft genommen und von der Stras-

kammcr zu einer Woche Gefängnis verurteilt, dir durch die Unter­suchungshaft sür verbüßt erachtet wurde.

In nicht öffentlicher Verband ln ng wurde gegen die Arbeiterin Magnus Sch. Witwe von Grebenau wegen Kuppelei verhandelt. Nach dem öffentlich bekannt gegebenen Urteil wurde die Frau unter Zubilligung mildernder Umstände zu 10 Monaten Gefängnis verurtettl, woraus ein Monat der Unter­suchungshaft als verbüßte Strasc in Anrechnung kommt.

Ein unverbesserlicher Zechpreller ist der Taglöhner Konrad S.,. gebürtig aus Ranstadt, der eine ganze Mustcrkarte von Vorstrafen anszuweisen hat, bei denen es sich wiederholt um betrügerische Handlungen, speziell um Zech­prellerei handelt, sür die er noch vier und drei Atonale imd zwei Wochen Gefängnis zu verbüßen hat. S. war geständig, in Büches den Gastwirt M. um eine Zeche von 78 Pfennig geschädigt zu haben. Wetter aber hat et versucht, dort in der Wirtschaft aus be­trügerische Art und Wesse sich 5 Mk. zu verschaffen. Der Gerichts­hof billigte wegen des geringen Objekts, um welches sich der An­geklagte bereichert hat, demselben noch einmal mildernde Um­stände zu, war auch der Ansicht, daß es sich hier bei dem voll­endeten nnd versuchten Betrug um eine einheitliche Begangenschatt handelt, und erkannte unter Einbeziehung der noch nicht verbüßten, zuletzt erkannten Strafe auf eine Gesamtstrafe von 6 Monaten Ge­fängnis.

Berufungen gegen Urteile des Schössengerichts wegen Privatbelcidigung wurden unter dem Gesichtspunkt zurückgenommen, daß die heutige ernste Zeit nicht dazu angetan ist, ein wenn auch hartes Wort, das in der Erregung gefallen, zum Gegenstand einer Klage zu machen. Be­sonders schlug die Mahnung des Vorsitzenden, Landgerichtsdirektor Prätorius, bei den Parteien für einen Vergleich durch: Es solle in der jetzigen schweren Zeit ein jeder Deutsche ein Beispiel geben, daß er mit allen seinen Nebenmenschen in Frieden auskommen kann. i

GeriehtsfaaL.

Straßburg, 27. Nov. (Privattelegranim.) In Zabern ist, wie dieStraßburger Post" Mitteilt, die 71 Jahre alte Rentnerin Marie So y er zu drei Monaten Gefängnis, 100 Mk. Geldstrafe nnd Tragmrg der Kosten verurteilt worden. Die An- gellagte hatte am 16. August die einrückenden Franzosen mit dem RufVivcnt les srancaise" begrüßt und eine französische Fahne ausgehängt. Sie gab an, daß sie damit ihr Haus habe schützen wollen. Im übrigen habe sie mit ihrer Sympathie für Frankreich nie ein Hehl gemacht. Zndüm habe sie auch mehrere Verwandte als Lssiziere in der sranzösischen Armee.

Verrnischte».

'Vater, Sohn »nd Enkel Ritter des Eisernen Kreuzes. Ans Kassel schreibt man uns: In der hier an­sässigen Familie v. Merkatz ist bas Eiserne Kreuz in drei Gene­rationen vertreten. In den Befreiungskriegen erwarb sich der Leutnant Eduard v. Meckatz zunächst in der Schlacht hei Kulm das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Er ging bann nach Frankreich und wurde dort bei Ligny wegen hervorragender Tapferkeit mit bem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet. Sem Sohn war der im Jahre 1886 i» Kassel verstorbene Major v. Meckatz, der de» Feldzug von 1870 71 mitmachte und bei Metz das Eiserne Kreuz erhielt. Dessen Sohn wiederum, der Hanvtmaiui und Führer einer Maschmcngewehrabtcilniig, Friedrich August v. Merkatz. ist im gegetiwärligen Feldzug au! beur westliche» Kriegsschauplatz mit dem Eisernen Kreuz dekoriert worden.

Stt»ttvest,,ntsnc,chricyrcn.

Gießen.

Aiiigeböte: November 23. Friedrich Fritzges, Schneider, mit Wilhelmme Seipp, beide in Gießen. 24. Adam Heinrich Ommert, Schrcinerrneister, mit Minna Karoline Lehrmund, beide in Gießen.

Eheschließungen: November 21. Tr. Friedrich Karl Weigand, prakt. Arzt in Groß-Fclda, mit Auguste Georgine Minna Katharina Jnderthal in Gießen. 23. Heinrich Berg. Modell- schrciner, mit Margareta Katharina Kreß, beide in Gießen.

Geborene: November 14. Dem Fuhrmann Adam Beil eine Tvckiter, Anna Frieda. Dem Geschäftsreisenden Wilhelm Kunz eine Tochter, Helene. 15. Dem Kutscher Karl Philipp Müller ein Sohn, Karl. Dem Bauunternehmer Wilhelm Lin- denstrutl, eine Tochter, Margareta Johanna Elisabeth. 19. Dem Gastwirt Heinrich Neuling eine Tochter, Emmi. Dem Fuhrmann Karl Julius Lehmann eine Tochter, Anna Karoline, 25. Dem Photographen Philipp Wagner eine Tochter, Mar­garete. Dem Kaufmann Paul Friedrich August Heidlindemann ein Sohn, Paul Jakob.

Sterbefäll«: November 24. Maria Becker, geb. Hau- bach, 53 Jahre alt, Kaiser-Allee 13.

Im Felde gefallen: August 22. Willi Hansniann, Heizer, Wehrmann, 29 Jahre alt, Walltorstraße 43, bei Anloy gefallen. Theodor Heinrich Eduard Mattel, Hauvtmann, 39 Jahre alt, Wolfsttaße 20, bei Anloy gefallen. Wolfgang Alexander von Erhardt, Leutnant, 21 Jahre alt, Landgrai-Philipp- Platz 4, bei Anloy gesallen. Viktor Julius Karl Willibald von Welchen, Hauptmann, 33 Jahre alt, Walltorstraße 71, bei Anloy gesallen. Ernst Heinrich Paul Schich, Schneider, Musketier, 21 Jahre alt, Mäusburg 3, bei Anloy gesallen. Georg Johann Heinrich Flocke, Schlosser, Musketier, 21 Jahre alt, Bnddestr. 6. bei Anloy gefallen. Johannes Born, Unteroffizier, 23 Jahre alt, Kaiser-Allee 116, bei Anloy-gefallen. Adols Friedrich Her­mann Müller, Schreiner, Reservist, 24 Jahre alt, Schisfenbcrger Weg 16, bei Anloy gesallen. August 28. Johannes Reining, Postbote Gesr. d. Res., 26 Jahre alt, Wilhelmstraße 51, bei Antre- court gesallen. September 9. Karl Hahn, Bankbeamter, Unter­offizier, 24 Jahre alt, Liebigstraße 68, zu Roumont gestorben. Oktober 6. Jakob Rosenbaum, Kaufmann, Unteroffizier der Res., 28 Jahre alt, Schützenstraße 15, bei Parvillers gefallen. 31. Wilhelm August Ernst Bötticher, Student, Einsähng-Freiwilliger-

Gesreiter, 19 Jahre all, Ludwigftrahe 59, bei le Qnesnoy gesallen Johann Wilhelm Herrlein, Lehrer, Kriegsfreiwttligrr, 26 Jahre alt, Steinstraße 82, bei le Quesnov gesallen Gustav Adolf Rosar, Verwalter der Vrtcrinärklinik, Unteroffizier »er Reserve, 27 Jahre alt, Frankfurter Straße 90, bei le Qnesnoy gesallen. Ernst Adols Julius Brinkmann, Assistent der Chemie an der Landesunioersität, Kriegsfreiwilliger, 24 Jahre alt, Licbisstr. 91, bei le Qnesnoy gesallen. November 2. Valentin Joseph Wenzel, Feldwebel, 30 Jahre alt, Kaiser-Allee 116, bei le Qnesnoy gesallen.

Letzte Nachrichten.

Eine Rirsenschlacht im Westen?

Berlin, 28. stiov. Einer Koperchagener Depesche der Köln. Ztg." zufolge drahtet der Mitarbeiter derDaily Chronicle" aus Nordfrankreich, auf der Linie Npern- La Bassee entwickele sich eine Ries e n s ch l a ch t. Die deutschen Truppen seien von dem vereinigten enZlisch-frau- zösischen Heer angegriffen worden. Der Kamps dauere bereits 48 Stunden.

Berlin, 28. Nov. In Oostburg wurde gestern, wie derD. Tagesztg." aus Rotterdam berichtet wird, wieder schwerer Kanonendonner ans Südwesten gehört, wonach zu urteilen sei, daß die englische Flotte erneut an den, Kampfe teilnehmc.

Zur Lage im Osten.

i. ln , 28 . Nov. DieKöln. Ztg." meldet aus Zürich: Der militärische Sachverständige desBerner Bund" be­trachtet die militärische Gesamtlage im Osten als zurzeit noch vollkommen ungeklärt.

Der russische Einbruch in Ungarn.

i. Köln, 28. Nov. DieKöln. Ztg." meldet ans Buda­pest: Ein Berichterstatter des BlattesEst" hatte ettie Unterredung nrit einem in den Karpathen gefangenen rus­sischen Haupt mann. Derselbe erklärte dem Bericht­erstatter, die Russen hätten mit dem Einfall durch die Kar­pathen lediglich das Land beunruhigen wollen. Ein anderes Ziel hätten sic nicht verfolgt. In den Kämpfen im Unger Komitat sind die Russen überall geschla­gen worden.

v i Eine Spende der Stadt Wien für die Türken.

Wien, 27. Nov. (WTW. Nichtamtlich.) Bürgermeister Tr. Weißkirchner überreichte heute hem türkischen Botschaster Hussein Hilmi-Pascha eine Spende der Stadt Wien für den türkischen Roten Halbinond im Betrage von 2 0000 K roneii, wobei er der wärmsten Sympathie für das osmanische Rcich und der Ermattung siegreickier Känrpfe der ruhmreichen türkischen Armee Ausdttick gab. Ter Botschaster dankte tn wärm­sten Worten für die Spende, feierte die rnhinreiche österrcicliisch- ungarische Arinee, gedachte ehrsurchtsvollst des erhabenen Mon­archen und sprach die Ucberzeugung aus, die Spende werde im ganzen osmanischen Reich freudigen Widerhall finden.

Weitere russische Rüstungen.

Mailand, 27 .Nov. lWTB. Nichtamtlich.) Einer Meldung, desEorriere dclla Sera" zufolge sind in Rußland achit Klassen Landstnrnk anlgeboten worden.

Die Linderung der Not in Ostpreußen.

Berlin, 28. Nov. Ter Aufruf des Deutschen Städte­tages gemeinsam mit dcni Rcichsverbandc deutscher Städte zur Spende von Beiträgen zur Linderung der Kttegsnot in Ostpreußen hat reiche Früchte gttragen, ebenso die Sammlung für Elsaß-' Lothringen. Bis jetzt wurden insgesamt 2Vi Millionen Mark ge­zeichnet.

Notstnndsarbeilen in Breslau.

Berlin, 28. Nov^ Ein Kredit von 5 Millionen Mark

ist von der Breslauer Stadtverordnetenversammlung zur Llussüh- rung von Notstandsarbetten bewilligt worden.

Englische Flieger.

Basel, 27. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Mel­dung derBaseler Nachrichten" mis Mailand sind die eng­lischen Flieger Bobington und Sippe in Paris eingctroffen. Beide waren auch an der Fahrt nach Tüsseldors betettigt. Sie haben von der Admiralität unbeschränkte Handlungsfreiheit erhal­ten. Alle zwei gehören dem Fliegerkorps der britischen Marine an. Sie können als solche eigene Flüge unternehmen mit der ein­zigen Vervslichtung, vor der jewelligen Absalirt die Heeres- leitnng zu benachrichtigen. ^>ie wollen die schweizerische Nenlrali- lät nickt verletzt haben, erklären aber anbererseils, sie seien immer dem Lause des Rheins entlang geflogen. Sic haben 11 Bon:ben' in FrieörichShafen geworfen.

Die englische Kriegsanleihe.

i. Köln, 28. Nov. TieKöln. Ztg." meldet von der hollän­dischen Grenze: Laut einer Mitteilung des englischen Schatzkanzlers Lloyd George im Parlamente ist die englische Kriegsanleihe von 10 Milliarden Mark zioeinial gezeichnet wor­den. Danach scheint der Krieg den Engländern denn doch um ein erhebliches teurer zu kommen als uns. Tie Red. d. G. A.)

Das Engländrr-Lager in Rnhlcüen.

Berlin, 28. Nov. 200 Engländer wurden gestern nach­mittag wieder aus Berlin nach Ruhleben gebracht. Aus Groß­berlin befinden sich jetzt über 70 0 Engländer in dem Lager.

Professor vc Claparöde.

i. Köln, 28. Nov. TieKöln. Ztg." meldet aus Zürich: Ter Professor an der Züricher Universität de Claparöde, der sich wegen seines den Deutschen gerecht werdenden Verhaltens den Haß der französisch denkenden Studenten zugezogen l-atte. hat ein Urlaubsgesuch eingereich r.

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