Dort wurden gestern neuerdings 10 Offiziere imi> über 3 0u Mann gefangen genommen und drei Mafchinengewchre erbeutet,
AuS Rumänien.
Bukarest, 25, Nov, (WTB, Nichtamtliche In der Hestern von der Nationalen Aktion einberufenen Ver fammlung wilrde folgendes beschlossene Tie Bürger der Hauptstadt begrüßen begeistert die Kämpfer der Tripleentente, die sich für das Recht und den Triumph des Na- lionalitätenprinzips opfern. Sie drücken ihre Beivnnderung für das tapfere serbische Volk aus, mit welchem das rumänische Volk solidarisch die Beschleunigung der Mtion zur Verwirklichung der nationalen Ideale wünsche,
Ter offiziöse ,,V i t t o r u l" schlecht zu der gestrigen Versammlung der Nationalen Aktion: Tiefes gemischte Publikum veranstaltete gcrauine Zeit in nndersvrechen- der Weise Kundgebungen, Es war peinlich, zu senen, wie die Haltung des rumänischen Startes in einer Atmosphäre des Skandals und der Bcschimpsun- g e n erörtert wurde, mit einer Nebelhaftigkeit und Leerheit, ivelche die meisterhafte Mache des Politikasters Filipescu beweisen. Seine elende politische Handlungsweise verfolgt nicht cingeslaudene Zwecke und verwandelt die grosse nationale Frage in eine Maskerade, well es zu den kleinlichen Zwecken seiner inneren Politik paßt.
Aus Persien.
Wien, 25, Nov. WTB, Nichtamtlich,) Tic „Neue Freie Presse" meldet aus Kvnstantinopel: Die Stämme der Schahsevennen babeu T ä b r i i besetzt.
Aus Italien.
Mailand, 25, Noo, WTB, Nichtamtttch Tie Blätter „Perseveranza", „Lmnbardia", „Seror" una „Sole" fordern von der italienischen Regierung energische Vorstellungen bei der englischen Regierung ivegen der ungerechtfertigten Beschlagnahme von Ku p s e r s e n d u n g c n nach Italien durch englische Kriegsschiffe. — „Lombardia" tadelt die frankophilen italienischen Blätter, welche pävttlicher als der Papst gegen den Turchfuhrvertehr mit der Schweiz eiferten, während dieser von Frankreich eifrig betrieben werde,
rüill Portugal doch sich am Krieg beteiligen? London, 25. Nov, (WTB, Amtlich.) Das Reuterfche Bureau meldet ans Lissabon vom 24, ds,: Nachdem der Ministcrpräsidrnt vor den Abgevrdnctcii und Senatoren eine Erklärung abgegeben hatte, nahm der Kongreß einstimmig eiucn Gesetzentwurf a», ditrch tvclchrn dir Regierung ermächtigt wird, auf Grund des B ü ndn isscs in i l England in dem gegenwärtigen internationalen Konflikt in einer Weise zu intervenieren, welche ihr als die geeignetste erscheint, Tie Regierung lvird ferner ermächtigt, die hierzu erforderlichen Maßregeln zu ergreifen, Nach Miltcilungen der Presse wird ein Erlaß, durch welchen eine teilweise Mobilisierung verfüg! wird, morgen oder überniorgen erscheinen. Zugleich wird der Kriegsminister einen Aufruf an das Land richten.
Humanität im Kriege.
Während der letzten Wochen sind zahlreiche Fälle bekannt geworden, in denen französische Insassen deutscher 'Kriegst azaretke mtö Konzentrationslager in Briefen nach der Heimat die gute Behandlung und Pflege rühmen, die ihnen in Teutschland zuteil wird, Neü aber und ganz besonderer Beachtung wert dürfte ein uns in photographischer Wiedergabe vorliegendes Schreiben sein, d<rS von den 178 lnit Namen und Regimentsnummer Unterzeichneten fvan- zösifchen Verwundeten das Kriegslazaretts zu Münster i. W. an den französischen Kriegsminister gerichtet worden ist. In diesem Schreiben, das wir nachstehend nncdergeben, bitten die in Münster internierten französischen Patienten den Herrn Minister im Hinblick aus die ihnen in der deutschen Gefangenschaft gewordene aufopfernde Pflege, auch in Frankreich dafüsc zu sorgen, daß die zit ihrer Kenntnis gelangten Mißhandlungen und Beschimpfungen deutscher Gefangener und Verwundeter unterbleiben. Der Brief lautet,
Münster i, W,, den 26, Oktober 1914,
An den Herrn Kriegsminister zu Paris,
Herr Minister!
Air, die Unterzeichneten, französische Verwundete und Kriegs- gesangene, die wir im Reservelazarett „Berglasernc" zu Münster in Westfalen liegen, sind sehr peinlich überrvichl durch einen von dcni Tr, Birrcnbach gezeichnete», in der deutschen Zeitung „Mün- slerischcr Anzeiger" oerüiienllichtcn Bericht, Dieser Militärarzt, der soeben nach München zurückgekehrt ist, nack>dem er in Noish lc Seo, Melun und L»ou als Kriegsgefangener zurückgeltaltcn worden tvar, erklärt, gesehen zu haben, wie die deutschen Kriegsgefangenen durch die Unseren mißhandelt wurden, und versichert glaubwürdig, daß auch er selbst in Lnon Gegcnstano der gemeinsten Schmähungen geworden ist,
Tiefe Tatsachen haben tiefe Erregung bei dem ärztlichen Personal bervorgcrusen, das mit einer Aufopferung und einem Eifer für uns sorgt, die des höchsten Lobes würdig sind. Auch die Bevölkerung bat sich bis zum gegenwärtigen Augenblick äußerst fynivalhifch uns gegenüber gezeigt.
Wir wollen hoffen, Herr Minister, daß die Vorkommnisse nur vereinzelt vorgekommcn sind, und sind überzeugt, daß Ihm» leicht fallen wird, dafür zu sorgen, daß die verwundeten und gefangenen Trutschcn mit Menschlichkeit behandelt tverdcn.
Hierzu darf auch ein Beweis initgeteilt iverden, wie es deutsche Offiziere verstehen, auch in Feindesland durch Milde und Humanität sich beliebt zu machen, wodurch das Gerede von deutschen „Barbaren" vortrefflich beleuchtet wird. Es handelt sich in diesem Falle um einen Offizier, der früher lange Zeit,rls Hairptmann in unserem Infanterie Regiment Nr, 116 (Kaiser Wilhelm) gestanden hat und durch Familienbande mit-Gießen verbunden ist, Oberleutnant Müller. Er war Kominandant des Wormser Landstnrmbataillons, das 38 Tage tu Bouillon lag Beim Scheiden des Bataillons richtete der Bürgermeister von Bouillon im Namen der Gemeinde folgendes Dankschreiben cm den Kommandanten :
An den Herrn Konnnandanten!
Bevor Sie unsere Stadt verlassen, halten die Unterzeickmeten es für ihre Psticht, Ihnen den Tank der Stadtvcrtretung und der hiesigen Bevötkerung zu übermitteln.
Besonders im Namen der Armen kommen wir. Ihnen heimlichst zu danken für alles, was Sic für dieselben getan baben, für Supve und Brot, die Sic ilmen verschafft I>abrn,
Dir i>nd glücklich, Ihneii im Namni aller Einwobner für die Schritte zu danken, die Sie unternommen hoben, „m unsere unserer Stadt Mehl ^zu verschossen
Mir bitten Sie, Herr Oberstleutnant, überzeugt zu sein, daß wir JE stets in bestem Andenken behalten werden, und den Ausdruck unserer vorzüglichen Hochachtung zu aenehinigen.
Ter Sekretär: Der Bürgermeister:
Michel, Lambert,
Paris, 24, Nov, (WTB, Nichtamtlich.) Ein Leitartikel des ..Petit Journal" fordert die französische Landbevölkerung auf, die mit der Landarbeit beschäftigten deutschen Kriegsgefangenen nicht zu belästigen und nicht zu verhöhnen, Tie Landbevölkerung solle sich sagen, daß jene zum nationalen Wohlstände beitrügen. Auch solle sie bedenken, daß nach den Urteilen von Neutralen die Behandlung der Franzosen r n Deutschland gut sei.
21u* Hessen.
2er hessische Landtagsabgeordnete, Rechtsanwalt Tr, Boxhermer von Worms, Vertreter des Wahlkreises Lamvertherm, der in den Kämpfen bei Lille schwer verwundet worden tvar, ist rin Lazarett zu Comines den Verletzungen erlegen, Dr, Boxheimer gehörte der Zentrumspartei an.
Aus dem Reiche.
Pom sächsischen Lauötrigc,
Dresden, 25, Nov, iWTB. Nichtamtlich.) Der sächsische Landtag trat heute vormittag zu einer außerordent- lichen Tagung zusammen, die durch den Vorsitzenden des Minister- rates, Kultusminister Beck, namens des Königs mit einer Rede eröffnet wurde. Der Minister führte aus, der außerordentliche Landtag trete zu eincni Zeitpunkt zusammen, wo Deutschland in ungeahnter Kraft sein scharfes Schwert zur Abwehr heimtückischer Ueberfälle einer ganzen Welt von Feinden erhob, die es auf feine Vernichtung abgeiehen. Tic fast übermenschliche Aufgabe von ebenso tiefem Ernste »nie toeltgeschichtlichcr Größe, vor die sich das Vaterland plötzlich gestellt sab, fand, Gott sei Tank, eüi großes Geschlecht, ein einiges Volk von Brüdern, bereit zu >edcm Opfer an Gut und Blut, Nicht als Ambos für andere Stationen, wie die Feinde sich dachten, sondern zu ihrem Schrecken als Hammer von kerndeutschem Stahl, von dessen wuchtigen" Schlägen bald die Tore Europas erzittert ten, nahm das Volk den Kampf entschlossen ans. Dankbar gedachte der Minister des Herrn der Heerscharen und der genialen HeerrS- leitung. Bereits ist,die stunde von unvergleichlichem Siegerr dev deutschen Truppen gekommen, in deren Reihen auch die königlichen Prinzen mit lugendlichcr Begeisterung eintraten, und Mitglieder beider Kammern sich dem Tienste des Vaterlandes widnietcn. Neben den Ruhmestaten des Heeres strahlt helleuchtend die Opferbereitschast der Bevölkerung, Er sei beauftragt, dem Lande hierfür den wärmsten königlichen Tank zu übermitteln, Ter Minister ging daim.auf die einzelnen, dem Laichtage gemachten Vorlagen ein, von denen die bedeutendste dazu bestimmt ist, für die mit dem Krieg zusammenhängenden Eriordernisse des Staatshaushaltes die ständtfchen Kreditbedürfniffc zu bewilligen, und durch welche das Finanzministerium ermächtigt werden soll, die Barbestände der Finauzhanprkasse um 200 Millionen Mark zu ver- stärken. Der Minister schloß: Tie Staatsregierung ist mit Ihnen in dem unerschütterlichen Entschlüsse eins, im Bewußtsein unserer unbeugsamen Stärke mit allen Kräften durchzuhalten, bis wir die Feinde niedergerunge n und einen, den u n - geheueren Opfern und vergossenen Träiten werten Frieden errungen haben. Stürmischer Beifall unterbrach die Rede wiederholt. Besonders bei den Schlußsätzen ivurde lauter Beifall hörbar, Ter Minister erklärte den auswrordentlicheu Landtag für eröffnet.
Beide Kammern des Landtages nahmen die Regierungsvorlagen einsttmmig ohne Aussprache an,
Berlin, 25,Nov, (WTB, Nichtamtlich.) Tas „Berl, Tage l latt" meldet aus Königsberg i. Pr,: Das Kommandanturgericht Rasten bürg verurteilte den Händler Julius Barth a»S Fütstenan ivegen K r i e g s v e r r a t S zu zehn Jahren Z » ch l- h a u s,
Berlin, 25, Nov, WTB, Nichtanttlich, Tie von den Tarlchnskassen gewährten Tarlehn haben sich von, 14. bis 'um 23 November von 754 auf 594,8 Millionen Mark, also um 159,2 Millionen vermindert, Ter Bestand der Reichsbank an Tarletzenskassenscheinen ist von 754 aus 594,8 Millionen, mithin um 159,2 Miktionen Mark zurückgegangcn, Volt diesen 159,2 Millionen sind 16,1 Millionen in Verkehr gesetzt und 142,8 Millionen an die TarlehnSkassen zurückgegeben worden, Tie Einzahlungen auf die .Kriegsanleihe bei der Reichsbank, die bis zum ll, November 3673,8 Millionen bettuge», erfuhren bis zum 23, November eine Erhöhung von 96,1 Millionen und sind damit aus 3769,9 gleich 84>5 Proz, der ganze» g^eichneten Summe gestiegen. Tiefem Zuwachs der Einzahttmgen um 96,1 Millionen steht vom 14, November bis zum 23 November ein Rückgang der von den Darlchnskasten .für Zivecke der ikricgs- arileihe hergegebenen Kredite um 99,4 Millionen gegenüber, Tic Summe der mit Helfe der Tarlchnskassen geleisteten fkriegs- anleihezahlungen lxit sich von 750,4 auf 651 Millionen verringert, d, h, es sind jetzt überhaupt mir noch 17>', Prozent Kriegsanleihezahlunqen unter in Anspruchnahme der Darlehns- kassen geleistet,
Berlin, 26, Nov, Hier fand gestern seit dem Ausbruch des Krieges die erste größere P artei ve ran stal t u u g statt, Tie Fortschrittliche Bolkspartei hatte zu einer KriegS- ver fammlung in der Neuen Philharmonie in der Köpenicker Straße einbcrufen. Lange vor der festgesetzten Zeit war der große Versammlungssaal bis auf den letzten Platz gefüllt, so daß zwei weitere Säle frei gemacht werden mußten, Professor v, Liszt ivrach über „Weltkrieg und Völkerrecht" und Landtagsabgeordneter K a ffel über „Freiheit und Vaterland". Es folgten dann noch weitere Redner, Tie Veranstaltung nahm laut „Berl, Tageblatt" einen ungestörten, würdigen Verlauf,
Aus Köln erfährt das „Berl, Tagebl,", daß die Handcl s- b a n k der Rheinproomz 4 0 Millionen Mark für KriegS- unterstützungszwecke in der Rlteinprovinz zur Verfügung gestellt hat.
Verlustliste.
Jnsanterir-Regimeiit Nr, 116, Gießen
II. und III. Bataillon,
Anloh am 22,, Ancoufourk am 22. und vorn 27, bis 29., Autrö- court am 28. 8., Alliancelles am 6. und 7., Pa ganz vom 6. bis 10., Mörlcl am 17., Reims vom! (16. bis 19. 9 , Erämery am am 25, und 27, 9, und Frönvis am b. l0l, 44
II, B a t a i l l o n.
Hffä d. Res, Adalbert Köhler v, d, 5, Komp,, verw, in sran- zösrscher Gefangenschaft Limoges,
III, Bataillon,
10, Kompagnie: Musk, Fr, Hupp, Osfstein, Worms, oerm, — Musk, Fr, Schröder, Bcnsheim, Hessen, oerm, — Musk Georg Steiner, Essenheim. Mainz, g'allen — Res, O Deibel. Wieseck, Gießen, oerm, — Gesr. Konrad Richl, BurgrGemünden, Alsfeld, vertv, — Musk, Friedrich Eick, Almekc, Altena, verw — Res, Wilhelm Kornmann, Teckenbach, Alsfeld, verw, - Res Ernst Büchner, Merkenbach, Till, oerm, — Res, Ernst Hedrich! Edingen, Wetzlar, »rat. — Res, Otto Gemmer, Schwabenrod. Alsfeld, oerm, — Gcfr, Wilhelm Goubeaud, Daubhausen, Wetzlar, verw, — Res, Ad Gräb, Pfordt, Lauterbach, oerm, — Res, Hch, Harbach I,, Gr, Buseck, Gießen, verw, — Wehrm, Jos, Rinser, Münster, Gießen, verw, — Wehrm, Jak Roth, Nieder-Ohnwn! Alsfeld, verw, — Res, Otto Schäfer III,, Ober Bessingen, Gießen, oerm, — Wehrm, Feuerback, norm. — Res, PH, Bock, Roßoorf, Darmstadt, oerm, — Welpon, Johann Schneider, Winkel, BcnS- hcim, verw,
11, Kompagnie: Uftz, Svalm, Stockkausen, Lauterbach, lveno, — Rei, Wilhelm Schmiltberger, Oberlars, Schotten, lvcrw,
— Gcfr d. Res, Richard Bück, Oberlais, Schotten, oerm — Rest Heinrich Timpe, Amenungsbern, Holzminden, lvcrw, — Res, Karl Friedrich. Stockkausen. Lanterbach, lverw, — Res, Daniel »eller, Freiensecn, Schotten, oerm, — Res, Hrch Steucrnagcl. Gr,-Eichen, Schotten, oerm, — Res. Ernst Tröller, Gr -Eichen, Schotten, gefallen Res, Gustav Fink, Leusel, Alsfeld, lverw'
— Res. Hch Rübl. EKringhausen, Alsfeld, oerm, — Res. Karl Korber, Alten-Buseck, Gießen, lverw, — Res, Karl Balzer, Dorheim, Friedbcrg, schverw. Res, Leonhard Mos, Mögelsdors, Nürnberg, oerm. Res, Albert Schnaiitz, Frohnhausen, Till! lvcrw. Res. Oskar Kreuzer, Littfeld. Siegen, gefallen — Res, Emil Hain, Frohnhausen, Dill, oerm, — Res, Jolumn Hinder- thur, Kleinenberg. Büren, oerm, — Wehrm, Balzer, oerm — Wehrm, Rink, lverw, — Wehrm, Steiirmüllcr, lverw, — Geir d. Res, BenthauS, lverw,
12, Kompagnie: Vizefeldw, Will» v, d, Becke, Tarmstadt. gefallen, — Gesr, d. Res, Karl Jöckel, Lanzenhain. Lauterbach, gefallen — Gesr d. Res, Euler, Ober-Ohmen, Alsfeld, gefallen
Iltis, d. Res, Gustav Seibert, Wiescck, Gieße», oerm, — Musk Heinrich Gebhardt, Bürstadt, Bensheim, gefallen, — Musk. Jo
hann Monn, Sossenheim, Höchst, verm, — Musk. Theodor Bild- stein, Schirrhain, .Hagenau, oerm. — Musk. Heinrich Gödel I„ Homberg, verm. — Musk. Carl Mary, Barr, Schletlstadt, lverw,
— Musk, Daniel Michlich, Dornhain. Gr, Gerau, lvcrw, — Musk, Georg Vogler, Brunath, Straßburg, verm, — Res Ernst Thönert, Ottlinghausen, Lüdenscheid, gesallen, — Res, Nikolaus Thilges, Heide, Hagen, lverw, — Res, Paul Bill, Gießen, gefallen,
— Res. Heinrich Froh, Wißmar, Wetzlar, verm, — Res. Karl Philipp, Steinbcrg, Gießen, verm, — Gesr, d. Res, Karl Bechtvld, Eichelsdors. Schotten, verm, — Gesr, d. Res, Wilhelm Mühlig, Vetzberg, Wetzlar, verni, — Res, Wilhelm Hosheinz, Manderbach, Tillkreis, gefallen, — Res, August Sänger, Hirzcichain, Tillkreis, lverw, — Res, Emil Eckhardt, Nanzenbach, Dill kreis, verni
— Rei, Georg Müller, Ilngcnrod, Alsfeld, lverw, — Res, >^chäfcr,
Nanzenbach, Tillkrcis, verm, — Wehrm. Friedrich Aßmus, Pstiilg stadt, Tarmstadt, verin, — Wehrm, Adam Hastenzahl, Pfungstadt, Darmstadt, verm, — Wehrm, Konrad Schalch, Braunsels, Wetzlar, verm, — Wehrm, Heinrich Rockel, Maar, Lauterbach, verm, — Wehrm, Karl Helder, Ohrdruf, verm, — Wehrm. Adam LeichttveiS. Pfungstadt, Tarmstadt, verm, — Res, Heinrich Häuser, Stcinberg, (öießen, lverw, — Res, Eonrad Becker, Garbenteich, verm, — Wehrm, Georg Wenner, Pfungs tadt, Darmstadt, verin, _
Aus Stadt und Land.
Gießen, 26. -November 1914,
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargcbiclen.)
Hoboist Adam Stein, Int, Regt, 168, ans Ofsciibach a, M.
— Res. SUftcb Leicht, JnsNliegt, 115, aus Ostenbach a. M. — Kriegsfreiw, sind, phil, Msred G ö tz ans Dillenbnrg. —. Gcfr, d, R. Adolz Becker, Jnf.-Regt. 116, mis Dierdorf,
** Ritter d c s Eise r n e » Kreuze s, Füsilier R i ß ans Rieder-Wöllstadt, Jnf.-Regt, 80, Kriegsfr. Wilhelm Appel ans Burkhards, Landrat Balentiner in 2ä)lüch- tern, Rittmeister d, R, im 3, Garde-lll<rnen-Regt, Kd:iegS- gerichtssekr, der 25, Ins-Tiv Hansel mann, Brzeseldw. d, R. Weidner aus Tarmstadt, Res.-Jus-Regt,99, Rc- gierungsbaumcistcr Fritz Taphvrn azis .Herbvrn, Leut», und Kompagnieches im 8, Thür, Ins -Regt, 153. Hauptniaim und Äompagnieslilrer Elassen vom Kurh, Jügerbat. 11 (1. Klasse). Ofs,-2tcllv, Karl Falck aus Marburg, Jägrr Bat, 11, Res, Anton Koch aus Prvädach, Res-Füf.-Äegt,36, Lehrer Fr, Atzbach aus Garben heim, Uffz, d, R. im Jus ,« Regt, 60. Leut,taut b. R, Walter & einem amt im Fuß- Art, Regt, 3, früher Feldart,-Regt, 25 in Mainz, Osf.-Stellv, Ernst S ch e u e r in a ii » im Train-Bat, 18 in Tarmstadt. Oberleutn, Schüz von Lmrgen, Leutn, Fuhr von Bad- Nauheim, Leutn, Weber von Konradsdorf, Leutn, S ch ü z von Nidda, Feldw, Leutn, M eh ger von Friedberg, Feldw,- Leulu, Koch von Büdingen, Feldw,-Leutn, Hinkel van Vilbel, Ofsiziersdiensttuer Gomhel von Friedberg, Viztzi- seldw Stier von Vilbel, Ufs, Ullrich von Unter Schmitten, Gesr, Lau dach von Klein-Karben, Gesr, Meub von Büdingen, sämtlich vom Landsturm-Bataillon Friedberg, Oberstabsarzt Karl Speck aus Dillenbnrg, Chefarzt des 8, Kriegslazaretts, Willh Jung aus Serk, beim Stab der 25, Feldart.-Briqade, Seminarlehrer und Stadtverordneter Leuchtgens von Friedberg, Reallehrer Schinidt von Friedberg, beide beim Landsturmbataillon Friedberg.
** K o n z e r t z r> m BestenarmerKinder. Großh, Musikdirektor Krauße will mit seinen Getreuen zwei wleitere Konzerte veranstalten, deren gesamler Reinertrag dazu verwendet tverde.i soll, um armen Kindern uttz- serer in Heer und Marine dienender Mitbürger Weih>- n a ch t s g a b e it zu beschasfcii. Der verfolgte schöne Zioeck, der manches jliiiderauge leuchten und damit manche Mnttei-» träne trockiren lassen tvird, sollte jedermann veranlassen, bic Konzerte, deren erstes kommenden Sonntag nachmitlag im Philosophenwalde ftattfinbet, zu besuchten. Das Programm ipird abernials vollkomuren neu sein, so daß bei den bewiw senermaßen hervorragenden Leistungen unserer „freiwilligen Kapelle" den Besuchern des Konzertes wiederum ein Kunst genuß bevorstehl,
** Offene H and fürs „Rote Krcn z". Man schreibt uns: „Unsere Schlesiee haben uns erzählt, daß sie mitten in der Nacht geweckt worden sino, kaum Zeit hatten, sich anzuklcidcn und dann mit der Bahn einige Tage und Nächte lang bis in unsere Gegend gebracht wurden. Warum dies alles? Tie Russen waren im Anmarsch und von ihren schändlichen Greuellaten in Ostpreußen wissen die Zeitungen stets Neues zu berichten Achnlich haben die Franzosen im Elsaß gehaust! Jetzt ist kein Feind mehr aus deutschem Boden und mir hier leben so ruhig, das; wir kaum vonr Kriege etwas spüren! Haben wir uns ganz klar gemacht, waS dies bedeutet und sind wir unseren Helden, die mit ihrem Blut imd Leben den Feiich von unscrcin Baterlandc sernhalten, genügend dankbar? Wir haben Dach und Fach, ein warmes Zimmer, Nahrung und Kleidung, ein behagliches Bett, Wir ivisien nicht, was es heißt, auf schlanimigen Wegen mit schtverem Tornister 40 Kilometer und mehr täglich marschieren zu müssen oder im Schützengraben zu liegen, von Regen und Schnee durchnäßt und gepeitscht, ohne imstande zu sein, die Kleidung zu wechseln oder sich auch nur die Hände zu waschen, Tazu das Sausen der Geschosse, die so manchen Braven niederstrecken! — Unsere Dankbarkeit können wir nur durch Liebesgaben beweisen. Es geschieht ja viel in unserer Stadt, Tausende von Frauenhänden sind tätig und liefern ihre Arbeiten dein „Roten Kreuz" und anderen Bereinerz ab, die sie an die Front schicken. Aber trotzdem gUt das Wort: „lbenug ist nicht genug", Tas „Rote Kreuz" hat einen Aufruf erlassen, namentlich bittet es um Geld für unsere Braven zum Ankauf warmer Kleidungsstücke, die der fttih eingctrctcne Winter so noltoendig mach!. Laßt uns geben mtd wieder geben, nicht nur das für LuruSausgaben bcreilliegcndc Geld, nicht nur, >vas tvir sonst zu Weihnachtsgeschenken für unsere Lieben bestimmt haben, sondern alles, waS über das Notwendigste hinaus geht. Laßt uns entbehren, damit mir teilhaben am heiligen Kriege, damit ver derbenbringcnde Krankheiten unseren Helden fern bleiben, damit das Bewußtsein unserer liebenden Fürsorge sic stärkt im schioerrsr Kamps für uns, für Herd und Heimat, für Ehre und Vaterland
** TaS Land wehr-Brigade-Ersatz-Bataillon N r, 4 2 bittet unS um Ausnahme eines WcihnachtSwun- l ch e S, Es sei zum größten Teil aus Oberhciien gebildet und stehe seit September vor dem Feinde, Nältere Angaben über seinen Standort dürfen von uns nicht gemacht werden, doch sei der Schluß des Schreibens des Bataillons, auf den es vor allem ankdmmh wiedergcgeben: „Michürger' Oefinct Eure Hände und bercitcl Euren braven Landsleuten, die fern von Weck und Kind für Euch kämpfen und die Ihr bisher vergessen habt, ein frohes Weihnacht S s e st! Sendungen von Liebesgaben können gerichtet werden an: IX, Arnice Landwebr-Ersatz-Brigadc I: Landw,-Ers - Regt, 4: Landw.-Brig, Ers, Bat, 42,"
** Tie Feldpost. Tie Oberpostdircktion in Tarinstadt bittet uns darauf hinzuiveisen, daß die Ober-Postdircktion und die Postl'ammelstelle in Franksurl (Main), aus die alle Fcldpost- lendungen zur Weileriendung ins Feld von den Postanstalten geleitet werden, geni bereit sind, aus schrisllichcn Anttag hi» die angewandte Feldadr^cssc zu prüfen, loenn nach Mit- ieilungen aus dem Felde Seudunget,, die diese Adresse getragen haben, wiederholt nickt! angekommen sind, Ta das von der Obcr- Postdirektion in Vorschlag gebrachte Verfahren sicher dazu bei tragen dürste, in vielen Fällen ausklärend zu wirken imd die bei einem Teile des Publikums leider immer noch vorhandene Mißstimmung über angebliches Vertagen der Feldpost nach und nach verschwinden zu lassen, so darf man annehm«», daß von diesem Entgegenkommen gern Gebrauch gemacht wird,
»^Stadtthcater, In der Aussübrung von Halbes Strom am morgigen Freitag sind in den Hauptrollen beschäftigt die Tam-n


