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Der Protest der Schwei;.

Ba s c l. 23. (WTB. N!.'. sämtlich.) Zu dem Protest der Schlveiz gegen die Verletzung der Neutralität durch die Flieger Kriegführender bemerkt dieNatio­nalzeitung": Dos schweizeri,che Volk nimmt mit Genug­tuung davon Kenntnis, mit welcher Entschlossenheit und Schnelligkeit die oberste Landesbehorde gegen die Verletzung unserer Neutralität durch Kriegführende, welcher Partei sic auch inrmer angehören mögen, Stellung nimmt und Pro­test erhebt. Man darf erwarten, daß die Regierungen, deren Armeen die Flieger angehören, nicht zögern werden, das begangene Unrecht einzugestehen und sich zu entschuldigen. Sie tverden zweifellos dem Beispiel folgen, welches die Re­gierung des Deutschen Reiches gegeben hat, als bei Lar- ginc (?) durch deutsche Geschosse Schweizer Gebiet verletzt worden war.

Einberufungen in Dänemark.

Kopenhagen, 24. Otov. (WTB. Nichtamtlich.)Ber-

lingsske Tidcnde" meldet aus Paris: Ter Kriegs- minister hat alle Jahrgänge der Reserven und Terri- torialtrnppcn von 1823 bis 1210 einberufen, die noch nickst cinberufen sind oder wieder heimgesandt worden waren.

Tie Bulgaren vor der Entscheidung.

Sofia, 24. Nov. iWTB. Nichtamtlich.) Sobranje. Der Saal und die Tribünen sind überfüllt. Der Präsident des MinisterratS, Radoslawow, erklärte in Beantwor­tung der Kritiken der Opposition, daß die Regierung der Neutralität, die sie seit Beginn der europäischen Ktstse erklärt habe, treu bleibe und dast sie diese Neutralität stets loyal ouSübe, trotz der ungerechtfertigten Vorwürfe, die ihr von der Opposition gemacht würden, die sie energisch zurückweise. Da gewisse Mächte geglaubt hätten, über diesen (Gegenstand Bemerkungen aussprechen zu müssen, gab die Regierung sogleich Erklärungen ab, die als genügend an- gesehen wurden. Gegenwärtig billigten alle Groß­mächte die Haltung Bulgariens. Dieses unter- I-altc die frcundsck>aftlichsten Beziehungen zu Rumänien, Griechenland und selbst zu dem kriegführenden Serbien. Seine Beziehungen zu der Türkei seien außerordentlich aufrichtig. Die Regierung sei glücklich, der Nation mitteilen zu können, daß sie die Integrität des Territorialbesitzes ge­sichert habe, istadoslawow fügte hinzu: Wenn die Umstände uns zwingen, in Berlyrndlungen für die Vergrößerung unseres nationalen Besitzstandes einzutreten, so werden wir es mit dem Wohlwollen des gesamten europäischen Konzerts tun, mit welchem wir die bestmöglichen Beziehungen unter­halten ivollen. Laute, anhaltende Beifallsruse folgten den Worten.

Unterrichtsminister P a s ch e w führte in Ergänzung der Erklärungen des Ministerpräsidenten Radoslawow aus, daß die Haltung der Regierung von niemandem verdächtigt wer­den könne. Die Regierung beobachte die gleiche Neutralität zwischen beiden Gruppen der Kriegführenden. Das, was sie der einen (strnppe zugcftehe, gestehe sie auch der andern zu.

K o n st a n t i n o pel, 24. Nov. (Nichtamtlich.) Terdschuman- i-Hakikat glaubt, daß sowobl die Ereignisse, wie die beiden euro­päischen Mächtegruppen Bulgarien drängen, eine cndgül- ligc Haltung cinzumhmcn. W«mn Bulgarien weiterhin zögere, werde es im Rückstände sein. Selbst wenn es späterhin eine klare Haltung cinnchmen sollte, würde diese keine Bedeutung mehr haben. Das Blatt erkennt an. daß die Politik des Kabinetts Radoslawow, das anstatt sich von jenen, die Bulgarien gegen die Türkei l>etzen wollen, sortteißen zu lassen, sein Augenmerk ausschließlich aus M a z e d o n i e n richtet, in dem die Bulgaren auf Befreiung warten. Selbst wenn Bulgarien irgend etwas mit Hilse Rußlands erlangen sollte, würde dasselbe Rußland es ihm morgen wieder i nehmen. Das Blatt ist überzeugt, daß trotz der Intrigen der .Opposition, die das Land ins Unglück stürzen wollten, die wirk­lichen bulgarischen Patrioten diese Wahrheiten erkennen und ihnen gemäß Vorgehen werden.

Ein Aufstand gegen Essad Pascha.

Durazzo, 24.Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In Tirana ist ein Aus stand gegen Essad Pascha wegen dessen scrben freundlicher Haltung ausgebrochen. Der nach Tirana entsandte Polizeichef von Durazzo verkündete dorr das Standrecht und veranlaßte die Verhaftung mehrerer Gegner Essads. Durch diese Ntaßnahmen auf das äußerste gereizt, sollen sich die Bewohner der Umgebung in größerer Anzahl bewaffnet haben und nach Tirana gezogen sein, wo sie die Stadt umginlgclt haben. Als Vor­sichtsmaßregel gegen einen Vormarsch der Aufständischen nach Durazzo ließ Essad Pascha durch ungefähr 1000 seiner Anhänger die Höhen in der Umgebung und die Hauptein­gänge von Durazzo besetzen. Der Verkehr nach Tirana ist eingestellt und die Telegraphenlcitungen durchschnitten worden.

Die Lage in Indien.

Kopenhagen, 24. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Blättermcldung aus San Francisco macht das dortige revolutionäre indische Komitee große Anstrengungen, in I ii d i e n einen Aufruhr hervorziirufm. Es verbreitet in Tausenden von Eremplaren einen Aufruf, der eine Auf- zählung der Grcueltaten enthält, die die Engländer in Indien begangen haben. Die schlechte Verwaltung Englands in Indien ziehe jäl/rlich 167 Millionen Dollar aus dem Lande. >

Aus Persien.

Budapest, 24. Nov. (WTB. Nichtamtlich.)Az Est" erhält aus K o n st a n t i n o p e l die Nachricht, daß zwischen der Pforte und dem persischen Gesandten in Konstankinopel, R r z a B e y, seit längerer Zeit Verhandlungen über ein tür­kisch-persisches Bündnis gepflogen werden. Riza Bey wurde auch von dem Sultan in Audienz empfangen Rach Aeußerungen des Gesandten wünscht Persien so länge wie möglich die Neutralität zu bewahren. Indessen ist die Aufregung im Lande sehr groß, die Regierung ist kaum imstande. dic,e zurückzudrängcn. So eroberten persische Berg- stämme die Dörfer zwischen Täbris und Dschulsa. An der Spitze der Bergstämme steht Salared Dauleh. Andere Stämme haben das Uralgcbirge besetzt und von dorr aus die russischen Grcnztruppen beunruhigt. In Buschir wurde der euglaiidfrciindliche Gouverneur entsernt und ein rcvolutio- inäres Komitee ernannt, das die Teheraner Regierung auf­forderte, entweder abzudanken oder sich dem Heiligen Kriege anzuschließen.

Infolge dieser Unruhen ist in Bender Ab bas ein

englisches Kanonenboot emgetrofsen, um die eng­lischen und französischen Staatsangehörigen zu schützen.

Die französische Not in Marokko.

Paris, 24. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der

Agence Havas. Ter Gencralresident Liautey berichtet über die Zusammenstöße in dem Gebiet von Khenifra, D<1 § b ' c .' 3 rntl 5 ofcn aut 13. November das Laaer der Zaian nahe bei uhenisra unversehens angriffen Und dem Erdboden glerchmachten. Eine von Khenifra zurückkehrende französische

Kolonne wurde von starken marokkanischen Kontingenten an­gegriffen, umzingelt und zu einem sehr hefti­gen Kampfe gezwungen. Tie in Khenifra zurückge­bliebenen Mannschaften konnten rechtzeitig helfend ern- greisen und die Kolonne befreien, die eine große An­zahl von Offizieren und etwa 100 europäische Soldaten verlor und einen Teil des Artillerie­materials zurücklassen muhte. Tie Garnison von Khenifra wies alle Angriffe üb, bis eine Hilsskolonne aus Tala eintraf, die bereits unterwegs die aiigreifeuden Ma­rokkaner zurückgeschlagen hatte. Am 19. November unter­nahmen die Fvauzosen einen allgemeinen Angriff und war­fen die Marokkaner in die Berge zurück. Die Franzosen gelangten wieder in den Besitz des zeitweise zu- rückgelassenen Kriegsmaterials und bestatteten die am 13. November Gefallenen.

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Der NeutraMtsbruch Belgiens.

Berlin, 24. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) DieNordd. Allg. Ztg." schreibt in einem längeren ArtikelDer Neutrali- tätsbruch Belgiens":

Die englische Regierung hat sich daraus beschränkt, unsere Enthüllungen aus den ..Archiven des belgischen Kriegs­ministeriums über die englisch-belgischen milsiärischen Abmachungen aus dem Jahre 1900 mit der Erklärung zu beantworten, daß der an deren Ausarbeitung beteiligte Generalmajor Grierson gestorben und Oberst Barnaröiston Chef der englischen Truppen von Kiau- tschau sei. Es sei wohl möglich, daß eine akademische Diskussion zwischen den beiden englischen Ossizieren und den belgischen mili­tärischen Stellen darüber stattgesunocn habe, welche Hilse das eng­lische Heer in der Lage sein würde, Belgien zu leisten, falls seine Neutralität von einem seiner Nachbarn verletzt werden sollle.

Die belgische Regierung hat erklärt, es sei nur natür­lich, daß der englische Militäratlachö in Brüssel währcird der Agccirassiisis den Ehes des belgischen Generalstabes nach den Maß­nahmen gesragt habe, das; die Verletzung der von England gewähr­leisteten Neutralität verhindert werden sollte. Ter Ches des Ge­neralstabes Ducarme habe geantwortet, daß Belgien außerstande sei, einen Angriff, von welcher Seite er auch komme, abzuwchrcn. Die belgische Regierung knüvit hieran die Bemerkung: Hat die Unterhaltung die Grenze überschritten und hat Oberst Bcrrnardiston den Kriegsplan dargelegt, den der britische Generalstab einzulialten wünschte für den Fall, wo diese Neutralität verletzt werden sollte? Wir bezweifeln cs. Indem sie die unverkürzte Veröffentlichung des in den belgischen Geheimakten aufgcsundcnen Materials fordert, versichert die belgische Regierung feierlich, daß sie niemals direkt oder indirekt aufgefordert worden sei, sich im Falle eines deutsch- sranzösischen Krieges der Tripelentente anzuschließen.

Wie die _ vorstehend skizzierten Erklärungen erkennen lassen, ha! die englische Regierung von vornherein darauf verzichtet, die Feststellungen der kaiserlichen Regierung zu bestreiten. Sie hat sich aus einen Versuch beschränkt, sie zu beschönigen. Sie mag sich wohl gesagt haben, daß bei der drückenden Fülle des vorhandenen Bc- weismatcrials eine Ableugnung der Tatsachen zwecklos und be­denklich sein würde. Die inzwischen erfolgte Aufdeckung eines englisch-belgischen militärischen Nachrichten­dien st e s und das Äusiindcn der von den amtlichen englischen Stellen Hergestell teu Kriegs karten von Belgien erweise» er­neut^ eine wie eingehende militärische Vorbereitung der englisch­belgische Kriegsplan gegen Deutschland erfahren hatte.

Es folgt in Faksimile der Wortlaut des im Konzept auf- gefundenen Berichtes des OKuerals Ducarme au den belgi­schen Kriegsminister vom 10. April 1906, der der belgischen Regierung schwerlich unbekannt sein kann, da der belgische Gesandte in Berlin, Greindl, in einem Bericht vom 23. De­zember 1912 auf seinen Inhalt ausdrücklich Bezug genom­men hat. Sollte der belgischen Regierung aber die Erinne­rung daran geschwunden sein, so dürfte ihr Zweifel über die ,n den Unterhaltungen des Generals Ducarme mit dem Oberstleutnant Bcrrnardiston behandelten Themata durch den Wortlaut des Berichtes behoben werden, der in einem Umschlag mit der AufschriftConveuiioirs cmglo-belges" im Kriegsministerium aufbewahrt wurde.

DieNordd. Allg. Ztg." veröffentlicht diesen Wortlaut, der höchst ausführlich ist und der belgischen Regierung keine Gründe zu weiteren Ausflüchten bieten wird. Zum Schluß stellt dieNordd. Mg. Zig." fest:

Hier ist es direkt ausgesprochen, daß die englische Regierung die Absicht hatte, im Falle eines deutsch-französischen Krieges so­fort mit ihren Truppen in Belgien cinzurückcn, also die belgische Neutralität zu verletzen und gerade das zu tun, was sie, als ihr Deutschland in berechtigter Notwehr darin zuvorkam, als Vorwand benutzt hat, Deutschland den Krieg zu erllären. Mit einem beispiellosen Znnismus hat ferner die englische Regierung! die Verletzung der belgischen Neutralität durch Deutschland dazu verwertet, um in der ganzen Welt gegen uns Stimmung zu machen und sich als dckn Protektor der kleinen irnd schwachen Äst ächte aufzuspielen. Was aber die belgische Regierung betrisst, so wäre es ihre Pflicht gewesen, mcht nur rnit der größten Entschiedenheit die englischen Insinuationen zurück­zuweisen, sondern sie mußte auch die übrigen Signatarmächte des Londoner Protokolls von 1839, insbesondere aber die deutsche Regierung, aus die wiederholten englischen Versuche Hinweisen, sie zu einer Verletzung der chr als neutraler Macht obliegenden Pflichten zu verleiten. Die belgische Regierung hat das nicht getan. Sie hat sich zwar für berechtigt und verpflichtet gehalten, gegen die ihr angeblich bekannte Absicht eines deutschen Einmar­sches in Belgien nsilitärische Abwebrmaßregcln im Einver­nehmen niit dem englischen Generalstab zu treffen: sie hat aber niemals auch nur den geringsten Versuch gemocht, im Einver­nehmen mit der deutschen Regierung oder mit den zuständigen militärischen Stellen in Deutschland Vorkehrungen auch gegen die Eventualität eines französisch-englischen Ettnnarsches in Belgien zu treffen, trotzdem sie von den in i/effer<icht be- stehcnden Absichten der Ententemächte, wie das ausgckmrdene Mate­rial beweist, genau unterrichtet war. Die belgische Regierung war somit von vornherein entschlossen, sich den Fein­den Deutschlands anzUschlicßen »nd mit ihnen ge­meinsame Sache zu machen. Da es zu dem Berleumdungssystein unserer Gegner gehört, unbequeme Tatlachen einfach abzuleug­nen, so hat die kaiserliche Regierung die vorstehend erwähnten Schriftstücke faksimiliert der Oesicntlichkrit übergeben und zur Kenntnis der Regierungen der neutralen Staaten bringen lassen.

Aus dem Reiche.

Berlin, 24. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Durch den dem Reichstag nunmehr zugegangenen Entwurf des Ge­setzes betreffend die Feststellung des zweiten Nachtra­ges zum Reichshaushaltsetat für das Rechnungs­jahr 1914 wird der Reichskanzler ermächtigt, zur Bestreitung einmaliger Ausgaben abermals eine Summe von fünf Milliarden Mark im Wege des Kredits flüssig zu machen. Ferner wird der Reichskanzler ermächtigt, zur vorüber­gehenden Verstärkung der ordentlichen Betriebsmittel der Rcichshauptkasse über den im Etatsgesctz angegebenen Be­trag hinaus nach Bedarf Schatzanweisungen bis zur Höhe von 400 Millionen Mark auszugeben. In den Erläute­rungen heißt es, daß von dem neubewilligten Kredit ein Betrag bis zu 200 Millionen Mark nach näherer Bestinü- mung des Bundesrats bereitgrstellt wird zur Gewährung von WochenbcsiHilfen während des Krieges sowie zur Unter­stützung von Gemeinden oder Gemeiiideverbänden auf dem Gebiete der jtriegswohffahrtspflege, insbesondere der Er werbsloscnfürsorgc und der die gesetzlühcn Mindestsätze über-,

steigenden Unterstützung von Familien in den Dienst ein-

getrelener Mannschaften.

Das Ersatzgeschäft im Jahre 1915. Im Ein­verständnis mit dem Reichskanzler wird, nachstehendes be­stimmt: 1. die Vorarbeiten für das Ersatzge schüft im Jahre 1915 sind unverzüglich einzuleitcn; 2. die Militäv- pslichtigen lind auszufordern, sich in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember 1914 zur Re k r u l ie r u n g S st a m m r o lle anzumeldcn; 3. von den mit der Führung der ZivilstandS- register betrauten Behörden und Personen sind die nach 8 45, 7a und b der Wchrordnuug anzufertigeuden Auszüge aus dem Geburts- oder Sterbercgister den zuständigen Stel­len zum 1. Dezember 1914 zu übersenden; 4. für den Beginn des MusterungsgeschästS ist der 2. Januar 1915 in Aussicht zu nehmen.

Aus Stadt «nd Land.

Gießen, 25. November 1914.

** Der Geburtstag des Großherzogs wird in diesem Jahre in schlichtester Art begangen. Der Landesherr selbst feiert den Dag ffimitten saurer tapferen Truppen, zu denen er am Montag wieder aus d-er Residenz! zurückgekehrt ist. Von allen prunkvollen Festlichkeiten und Veranstaltungen hat inan mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit abgesehen. In D a r m st a d t trug man der Bedeutung des Tages gestern mit einem vaterländischen Abend Rechnung, der im Festsaale der Turngemeinde stattfand, zu dem die Minister und die Generalität erschienen waren, und bei dem Ober­bürgermeister Dr. Gl ässing das Hoch auf den Laudes­herrn ausbrachte. Auszeichnungen und Orden wer­den in diesem Jahre nicht verliehen. In Gießers hatte die Aufgaben des Zapfenstreichs nnb der Pa- rade, die sonst unser jetzt im Felde stehendes tapferes Re­giment unter großer Teilnahme der Oeffentlichkeit durch­führt, in diesem Jahre die Jugendwehr übernommen, die gestern abend im Geleit einer zahlreichen Menge mit! Musik durch die Straßen zog und heute morgen in aller Frühe mit Drvmmclschlag und Pfeisenklang den Ge­burtstag des Lcmdesherrn begrüßte und später «ruf Oswalds» garten eine Parade veranstaltete. Heule abend wird das Stadttheater den Tag mit einer Fe st Vorstellung von Wallenstein würdigen, und tvenn dies mcht wäre, und ivenn nicht die öffentlichen Gebäude geflaggt hätten nnd die Straßenbahnwagen im Schmucke ihrer Fähnchen prang­ten, so ioürde der Tag heuer ohne die sonst gewohnten fest­lichen Noten verfließen. Nicht als ob aus diesen äußerlichen Gründen das Mitempfinden der Bevölkerung für den Cha­rakter des Tages weniger stark oder farbloser wäre; gerade in dem Verzicht auf alle Aeußerlichkeiten und in dem schlich­ten Ernst, der an ihre Stelle getreten ist, liegt ein Grund, warum wir auch in diesem Jahre so innigen Antell an dem Geburtstage des Landesvaters nehmen: Der Unterschied gegen die früheren Jahre wird uns um so deutlicher, und der Fürst, der seine Freuden und Leiden mit seinen Kriegern teilen will, wird dem Herzen der Daheinvgedliebeuen menslh- lich um so näher kommen.

m

Ans dem Felde der Ehre gefalle«.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Lt. d. Landw. Buchhändler Joh. Carl Guudrunt, Jnf-

Regt. 116 aus Alsseld. Gesr. d. Rch. Karl SteiUackcr, Pionier-Bat. 11 aus Alsseld. Ers.-Res. Otto RooS aus Hörbach. Landwrhrm. Aug. Strack, Jnf.-Regt. 116 aus Leisel- Hain. Bizeseldw. Gerichtsschreiber-Asp. Jak. St au der. Ins.« Regt. 118 aus Nieder-Olm. Res. August Misset, Inf.« Regt. 117 aus Mainz. San.-Unteroff. Matlh. Steibel, Landsturm-Jns.-Bat. Mainz. Kriegssreiw. Georg Hoskmann. 24. Jäger-Bat. «ms Friedberg. Obermatrose der Res. Hart­mann Krcpling aus Marbach. Landweihrm Heinr. Höhl, Jnf.-Regt. 116 aus Maar. Landwehrm. W>lh. Hosmann, Jnf.-Regt. 116 aus Mtenschsirf. Off.-Stellv. Lebrer Heinr. Ohlh, Jnf.-Regt. 116 aus LbersiBessingen, Rch Adam Korn mann, Jnf.-Regt. 116 aus Nicder-Lhmen. Einj.« Untcroff. Otto Jüling, Jnf.-Regt. 168 aus Offenbart, a. M. Einj.-Freiw. Ludwig Singer, Jnf.-Regt. 168 aus Seligen­stadt. Ers.-Res. Maximilian Will,. Karl Jakobr, Jnf.-Regt. 116 aus Offenbach a. Mt Res. Jos. Sauerdorn, Jns-Regt. 168 ans Offenbach a . M. Lt. d. R. Franz S ch a » r e r und Lt. d. R. Hans Schanrer, 2. bayr. Jäger-Bat. aus Hanau.,

Musk. Karl Werner, Jnf.-Regt. 81 ans Hamm. Musk. Heinrich Metzger, Jnf.-Regt. 88 «ms Tillentomg- Grrn. Konrad Gaul, Königin-Elisab.-Gren-Regt. 7 aus Oder-Biel.

Lt. d R. Dt. phll Ernst Knorz, Jnf.-Regt. 16 ans Wep- l«rr. Kriegssreiw. Wllh. T h e i s, «ms Wetzlar-Niedergirmes

Lehrer Wlh. K a s s i n g, Jnf.-Regt. 60 «ms Bonbaden. Kriegssreiw. Dr. Phil. Werner Hosfmann, Jnf.-Regt. 118 aus Worms. Ers.-Res. Rud. Müller, Jnf.-Regt. 115 «ms Wornrs. Vizesckdw. und Lehrer Otto Lack, Jnf.-Regt. 116 aus Dorheim. Untrroff. d R. Äldoff Nassauer. Jnf.- Regt. 81 «ms Wallau. Res. Friede. Debus, Jnf.-Regt. 136 ans Günterod. Kriegssreiw. Alfred Schmidt aus Wetzdrr-

Musk. Wikh. Röhr ich, Jnf.-Regt. 81 aus Oberkben. ^

Musk. Karl Mack, Jnf.-Regt. 81 aus Niederkleen. Res. Jak. Eich, Jrff.-Rcgt. 118 «ms Ober-Flörsheim. Landwehrur. und Briefträger Ällbert D i t t m a r, Aff Siegt. 168 aus Dkllen- burg. Lt. d. R. und Gerichtsaffeffor Hermann Hahn, Jnf.- Regt. 168 ouS Büdingen. llnteroff. Louis Kerl, Durg-Äiegt 13 aus Kölzenhain. Res. Otto Stein, Jnf.-Regt. 11b? Schotten. llnteroff. Wuh. Ullrich, Jnf.-Regt. 168 aus Rainrod. llnteroff. d. R. sind. sur. Otto Hallenslebrn, Jnf.-Regt. 99 «ms Hamm. Res. Heinr. Mohr, Jelbatt.-Regt. 25 «ms Tarmstadt. Landwehrm. Karl Scitw, Jnf.-Regt. 116 aus Büßseld. Limdwehrm, Karl Blum, Jnf.-Regt. 116 ans Alsfeld. Lanvwehrm. Gg. Ditschler, In,-Regt. 116 «ms Zell. Res. und Lehrer Karl Decher, Jnf.-Regt. 116 aus Elbenrod. Einj.-Freiw. Ludwig Singer, Jnf.-Regt. 168 aus Seligenstadt. Res. Ehr. Gaertner, 2. bahr. Jnf.-Regt, aus Ofsenbcich a. M. ^

** Handelskammerwahl. Bei der yvffrraen Wahl zur Handelskammer, die ohne jede Agitation verlies, wurden die ansscheidenden Mitglieder Geh.Kommerzieurack Heichel­heim, Fabrikant Kommerzienrat Klingspor und Dro­genhändler Ad. Noll mit 70 von 72 abgegebenen Stimmen wiederqewühlt. Für Gießen-Land wurde im Bezirk Lich das bisherige Kämmermitglied Bvauereibesitzer Jhring ein­stimmig wiedevgewählt.

P e r s o n a l n a ch r i ch t. Ter G r o h n « r z o g hat am 21. November d. Is. dem Pkariasfistenten Flitz P a b st zu Rhein- Türkbeim die evangelische Pärrstellc zu Sieleribeini übertrage».

"Ritter des Eisernen Kreuzes: Leutu. d.R. Rudolf Wittich, Trag.-Regt. 24, und Leutn. Delp «ms Darmstadt. Bizcwachtmeister Johann Kraft, Garde-<du- Corps, Muskebier Johannes WillerBtz«-useu, beideauS