Einzelbild herunterladen

fcr'ijJoftäTxsitffn. Stniblüttjrmmm ffml Römer aus Ziegen lioin. Stabsarzt im Landw.-Jnf.-Rgt. 87 Dr, Gust. Meyer Offenbach. Off.-Stellv. im Ins.-Regt. 168 Ludwig Köh ring, Offenbach. Pionier im 25. Pion.-Regt. Arthur Wal t h e r, Offenbach. Prinz Wilhelm zu W i e d, Major bei dem Stabe der E-ardc-Kavallerie-Division. Rittmeister Graf M c - reuberg aus Wiesbaden. Katasterkontrolleur Müller aus Wallmerod, Leutn. d. R. im Inf.-Regt. 15. Hauptmann der Artillerie Willy Marx aus Worms (1. Klasse). Mnsk Friedrich Jährling aus Worms. Oberstabsarzt Karl Speck, Chefarzt des k Kriegslazaretts. Wachtmeister Karl Hofmann von Dillenburg, 7. Drag.-Regt. Leutn. und Koinpagniesüh-rer Paul Möbus von Oberscheld. Oberlt. Rechtsanwalt Weniger von Herborn, llfsz. Weller ans Dutenhofen, 32. Ersatz-Korps der 6. Armee. Stabsarzt d. R. Dr. Wetz aus Wetzlar. Sergt. Heinrich Kalbfleisch aus Wernges, Inf.-Regt. 115. Postsekr. Schneider von Lautcr- bach, Landw.-Rcgt. 116. Gendarmerie-Wachtmeister Anton I a n s o n ans Gießen. Gendarmerie-Wachtmeister Wilhelni Scharmann aus Gießen.

** Vom Gefangenenlager. Ans dem Trieb srnd in einer 'Baracke, welche durch eine Holzwand vom übrigen Lager geschieden ist, bis gestern abend etwa 200 Frauen, mittellose Ausländer, meistens Russinnen, untergebracht worden. Ausser­dem sind rund 100 zivitgefangcne Ausländer untcrgcbracht. Ge­stern abend lief die Frist ab, bis zu welch«: Ausländer die für sie gesperrten Städte verlassen müssen. Man hat sich damit ver­traut gemacht, daß die Gesamtzahl der Ausländer im Gefangenen­lager 1500 Personen nicht übersteigen wird.

** Für die Beförderung von Weihnachtspa­keten ins Feld gelten folgende Bestimmungen, die wir der Aufnierksamkeit der Leier empfehlen:

I. Persönliche Pakete: In der Zeit vom 23. bis 30. November nmrmt die Post Pakete bis einsthlietzlich 5 Kilogramm an. Das Porto beträgt 25 Pfg. Bedingung: Leicht ver­derbliche Waren, lote Weintrauben, frisckies Fleisch usw. dürfen nicht beigepaclt werden, ebensotvenig feuergefährliche Gegenstände, tvie Streichhölzer und Feuerzeuge, die schon mit Benzin gefüllt sind. Verpackung: Die Verpackung must fest und dauer­haft sein. Pappkanon sind mit Leinwand oder mit Oelvapier zu umpacken. Adresse: Auf das Anbringen von Adressen mutz besonderes Gewicht gelegt werden. Bei Kisten ivird die Adresse am besten mit Tinte oder Farbe auf den Deckel geschrieben, bei in Leinwand genähten Paketen must dieselbe aufgenäht werden. Die Adresse must vollkommen sein und außerdem must das dazu gehörige Paketüepot beigcfügt werden. Welches Paket- devot zugehörig ist, ergibt sich ans der am Schluß beigefügten Liste. Tie Pakete sind mit Beglcitadressen abzuliefern. Aul dem Abschnitt dieser Begleitadressen dürfen keim Mitteilungen gemocht werden, da diese als Belege bei den Postanstaltcn und Paket­depots bleiben.

Beispiele für Adressen:

1. Grenadier Ernst Müller, 5. Konipagnie, Jnf.-Regt. 7, 9. Jns.-Tivision, 5. Armee-Korps, Paletdepot Glogau.

2. Reservist Franz Schniüt, 2. Kompagnie, Reserve-Jäger- Bat. 5, 5. Reserve-Division. 3. Reservckorps, Brandenburg a. H.

II. Unpersönliche Pakete: Bei den militärischen Paket- depots können auch unmittelbar vont Absender Pakete portoftei aufgegeben werden, und zwar bei dem Paketdepot Tarmstadt, Etappenkommandantur 3, Postamt II ain Bahnlwf für die h e s s i- schen Truppen. Bei beiden Beförderungsarten geben über Inhalt, Bervackung und Adressierung die Organisationen des Roten Kreuzes und die Postanstalten Auskunft. Es dürfen aber aucn diejenigen Soldaten nicht leer ausgeften, die aus irgend­welchen Gründen von Angehörigen Weihnachtsgaben nicht erhalten lönncn: ferner sollen bedacht werden: die in den Lazaretten des KriegssckMiplatzrs untcrgebrachten Verwundeten und Kranken, so­nne dos dort tätige Pflegepersonal. Für diese Alle will das Rote Kreuz sorgen. Es wird daher dringend gebeten, diesem Liebesgaben zu schenken. Zu Liebesgaben eignen sich besonders: Warmes Unterzeug, Leibbinden, Kniewärmer, Stauchen und Hand­schuhe, Ohrenklappen, Taschentücher: seiner Tabak, Pseisen, Ziga­retten, Feuerzeug (ohne Benzin), Tabaksbeutel, Taschenmesser, Schreibzeug, Papier, Bleistifte, Taschenlampen, Mundharmonikas und dicke Decken. Wecker Honigkuchen, Weihnachtskcrzen, hart geräucherte Fleischwarc, Schokolade, Kakao, Tee, Seite. Lichter usw. Nicht besördert lverden: Fett, ungeräucherte Fleischwaren und Streichhölzer, soweit sie nickil in Blechschachteln verlötet sind. Tas Rote Kreuz erbittet diese Liebesgaben entweder verpackt in Pakete ohne den Namen des Empfängers,, oder ohne Verpackung bis spätestens 2. Dezember an die Materialabteilung des Roten Kreuzes im alten Palais in Tarmstadt.

Für die einzelnen Truppenteile sind folgend« Paketdepo ts zuständig: Berlin, Gardckorps, Garde-Reservekorps; Königsberg

1. Pr., l. Armeekorps, 1. Res.-Korps; Stettin, 2. Armeekorps,

2. Res.-Korps: Brandenburg (Havel), 3. Armeekorps, 3. Res.-

Korps: Magdeburg, 4. Armeekorps, 4. Res.-Korps: Gloga»,

5. Armeekorps, 5. Res.-Korps: Breslau, 6. Armeekorps, 6. Res.- Korps: Düsseldorf. 7. Arnieekorvs, 7. Res.-Korps: Coblenz, 8. Armeekorps, 8. Res.-Korps: Hamburg, 9. Armeekorps, 9. Res.- Korps: Hannover, 10. Armeekorps, 10. Res.-Korps: Cassel, 11 Armeekorps, 11. Res.-Korps: Dresden, 12. Armeekorps, 12. Res.-Korps «Kgl. Sachs.): Stuttgart, 13. Armeekorps, 13. Ref- Korps (Kgl. Württ.); Karlsruhe, 14. Armeekorps, 14. Resi-Korps: Straßburg i. Elf., 15. Armeekorps, 15. Res.-Korps: Metz, 16. Ariw-etorps, 16. Res.-Korps: Danzig, 17. Armeekorps, 17. Res.- Korps: Frankfurt a. M. «Tarmstadt), 18. Armeekorps, 18. Res.-Korps (Nur für die Großherzoglich-Hessischen Truppen): Leipzig, 19. Armeekorps, 19. Res.-Korps (Kgl. Sächf.): Elbing,

20. Armeekorps, 20. Res.-Korps: Mannheim. 21. Armeekorps,

21. Res.-Korps: Berlin. 22. Armeekorps, 22. Res.-Korps: Stettin,

23. Armeekorps, 23. Res.-Korps: Magdeburg, 24. Armeekorvs,

24. Res.-Korps: Glogau. 25. Armeekorps, 25. Res.-Korps: Cassel, 26. Armeekorps, 26. Res.-Korps: Dresden und Stuttgart, 27. Armeekor!»;, 27, Res.-Kvrvs; Königsberg i. Pr 28. Armeekorps, 28. Res.-Korps: Brandenburg «Havel', 29. Armeekorvs, 29. Res.- Korps: Düsseldorf, 30, Arin«ed»rds, 30, Res.-Korps: Breslau, 31, Armeekorf^, 31. Res.-Korps: Coblenz, 32. Armeekorps, 32, Res.-Korps: Hannover, 33. Armeekorvs, 33. Res.-Korps: Karls­ruhe i. B., 34. Armeekorps, 34. Res.-Korps: Strastburg t. Eli., 35. Armeekorps, 35. Res.-K.: Metz, 36. Armeekorps, 36, Res.-K.: Tanzig, 37, Arineekorps, 37:. Res.-Korps: Frankfurt a, M., 38. Armeekorps, 38. Res.-Korps: Leipzig, 39, Armeekorps, 39. Res.-KorvS (Kgl. Sächi.): Elbing, 40. Armeekorps, 40, Res.-Korps: Mannhaft», 41. ArmeckorfH, 41. Res.-Korps: Gloga». 42. Armee­korps, 42. Res-Korps: Stuttgart, 43. Armeekorvs, 43. Res.-Korps lKgl. Württ.): Münch,'«», Kgl. Bahr. 1. Armeek., Kgl. Banr.

1. Res.-Korps: Würzburg, Kgl. Bayr. 2. Armeekorps,, Kgl. Bayr.

2. Res. -Korps: Nürnberg, Kgl. Banr. 3. Armeekorvs, Kgl. Banr.

3. Res. Korps: München. Kgl. Bayr. 4. Armeekorvs, Kgl. Bayr,

4. Res.-Korps: Nürnberg, Kgl. Banr. 5. Armeekorps, Kgl. Bahr.

5. Res.-Korps: Breslau. Landivelfrkvrfis: Hamburg, Marinetrup­pen in Belgien und belgische Bcsapungskruppen: Coblenz, Eisen- bahn-Formarionen und Kolonnen für den westlich)«» Kriegsschau­platz: Breslau, Eisenbahn-Formationen und Kolonnen ftir den östlichen Kriegsschauplatz.

** Petroleum not auf dem Lande. In vielen Orten der l'mgegcnd ist wie allerwärts das Petroleum so knapp, dass die Leute gezwungen sirid, ftunbemwit nach solchen Orten zu gehen, von denen sie erfahren haben, daß diese noch etwas Vorrat an Petroleum haben. Die Not wäre noch größer, wenn die Ortschaften auf dem Lande nicht mit elektrischem Licht versorgt iviirden, dessen Einrichtung man jetzt auch in den Landgemeinden mit Hochdruck betreibt.

** Verkauf ausrangicrter M i l i t ä r p s c r d c, tragender Stuten und Fohlen. Dienstag, den l. Dezember 1914, vormittags 10 11 hr, findet in Z a b e r n eine Versteigerung von Pferden des Etavpeupserdedepots daselbst an Landwirte statt. Bescheinigung wegen Zulassung

zu dieser Versteigerung erteilt die Landwirtschaftskammcr Tarm-

ftabt für die Landwirte des Grostherzoglums aus Ansordern. Tic Gesuche um Erteilung dieser Bescheinigung müssen von der Bürger­meisterei des Antragstellers mit dem Vermerk versehen sein, das. letzterer Landwirt und die Pferde für seinen eigenen Betrieb be­nötigt. Samstag, den 28. d. M., vormittags 9' st, !I h r werden auf dem Pferde mar kt in Darmstadt zirka 50 ausrangierte Pferde, darunter viele belgische Beutesohlen im Alter von 12 1 /, Jahren durch die Landwirtschastskamnicr ver­steigert, Zur Versteigerung «vcrden nur Landwirte zugelasscn, die sich verpflichten, die Pferde in ihrem Betriebe zu verwenden, und sic während der Kricgszcit nicht zu verkaufen. Die Bersteige - rung erfolgt gegen Barzahlung,

Kreis Büdingen. sA O r l e s h a u s e n bei Büdingen, 24, Nov. Gestern abend wurde der hiesige Lehrer Strack auf dem Wege von Düdelsheim Büches in der Dunkelheit von einem Radfahrer, der ohne Laterne fuhr, umgcworfen. Ohne Hilfe lag der Verletzte längere Zeit am Boden: er hatte einen Beinbruch davongetragen und mußte mit einem Fuhrwerk in seine Wohnung gebracht werden. Der alte Herr war schon ganz steif geworden und wäreJicher, wenn sein Rusen auf der um diese Zeit wenig belebten Straße nicht bald Passanten herbrigelockl hätte, in der Nacht erfroren.

Kreis Lauterbach.

st Wallenrod, 24. Nov. Bisher hat der Krieg an Opfern aus unserer Gemeinde gefordert: Emil Römer, Johan­nes Berlau, Georg Butz er, Otto H a b c r me h l^1./222; aus Reuters: Jacob Zinn, Ernst Zinn, Johannes Schön- h a l s. Vermißt werden aus Wallcnrod Reservist Karl Kern 5R 116: aus Reuters Reservist Heinrich Friedrich 4/10, Jäger-Bat., Reservist Heinrich Hedtrich 1/116, Reservist Wil­helm S e i b e r t, von ihnen ist Friedrich wahrscheinlich gefallen. Das Eiserne Kreuz erhielt H. Lippert, zurzeit verwundet in Görden bei Brandenburg a. H. aus Reuters und Musketier «Wahl 6/116 aus Wallenrod. Außerdem wurde Kaufmann Schmidt, Kompagnie-Feldwebel der 6. Komp. L. 116 mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

Kreis Schotten, b. Schotten, 24. Nov. Generalleutnant von Melior, ei» geborener Schottencr, hat wegen seiner hervorragenden Ver­dienste bei der Eroberung Antwerpens da? Eiserne Kreuz erster Klasse erhalte«!.

Starkenburg und Rheinhessen, m. Offenbach a. M., 25. Nov. Von den 4600 Schle­siern, die hier einguartierl sind, wurden gestern nachinittag wieder 2400 in ihr« Heimat besördert. Es handelt sich um junge Bergarbeiter, die in den dortigen Kohlenbergwerken benötigt werden.

Hessen-Nassau.

h Frankfurt a. M., 24. Nov. Von seiner ersten Fahrt nach demKriegsichauvIatze kehrte gestern der Frankfurter Lazarett- z u g zurück. Er führte 160 Verwundete mit sich, die er nach Gießen, Marburg und Kassel brachte.

X Hanau, 24, Nov, Nach dem in der Sitzung des Landes­ausschuftes zu Kussel vorgelegten Bericht über die Ergcbniise der Verwaltung des Bezirksverbandes für den Regie­rungsbezirk Kassel im Jahre 1913 hat sich bei den ordentlichen Einnahmen und Ausgaben des Bezirlsverbandes in Ueberschuß von 116 615,18 Mk. ergeben, welck>er dem außerordentlichen Etat zugeführt «vordeu ist. Tie Bezirkssteuer hat firf) aut '1 055 238,67 Mark beziffert gegen 1007 023,20 Mk. im Vorjahre. Ter Satz der Bezirkssteuer hat f«t dem Jahre 1910 zehn Prozent betragen. Am Schluffe des Bcrichtjahres 1913 hat das dein Bezrrksver- bande, seinen Fonds und Anstalten ergeirtümlich gehörende Ver­mögen 48 588 629,48 Mk., das Vermögen der unter der Ver­waltung des Bezirksverbandes sichenden Sozietäten 6 021012,27 Mark betragen. Nicht einbezogen in das vorstehend bewertete Vermögen sind di« Landstraßen und die zu ih«ten gehörenden so­genannten Straßenparzellen.

h. Frankfurt a. M., 24. Nov. Als neulich ein Wagen mit Feldpostsendungen verloren ging und erst nach Wochen sich wickersand, war alle Weltbaff". Wie wird sie sich jetzt erst wundern, wenn sogar neun Wagen mit Liebesgaben, die ab­handen gekommen waren, wieder da sind! Neun Wagen, die für die 21, Rescrvedivision bestimmt waren und 20 000 Feldpost- Pakete aus deni Bereich des 18, Armeekorps enthielten, wurden neulich wegen Ueberlastung eines Zuges irgendwo zurückgelassen und erst dieser Tage durch einen besonderen Kommissar wieder aufgefunden. Die vergessenen Wagen wurden nunmehr einem Sonderzng angehängt und den einzelnen Truppen zugeführt.

, . Märkte.

te. Frankfurt a. M. Sckimeinemarktberiüt vom 25. Nov, Aufgetrieben waren 1718 Schweine. Vollfleischige Schweine von 68 bis 108 ks: Lebendgewicht 5B.0058.00 Mk Schlachtgewicht 10.8073.00 Mk., vollfleischige Schweins unter 8g k£ Lebendgewicht 56.0057.00 Mk Schlachtgewicht 69.0070,00 Mk.: vollsteifchige Schweine von 100120 ko- Lebendgewicht 58.0058.00 MH, Schlachtgewicht 70.0073 Alt.: vollfleischige Schweine von 120 bis 160 kg Lebendgewicht 56.0058.00 Mk, Schlachtgewicht 7073.00 Mk. Geschäft langsam.

1c. Frankfurt a. M 25. Nov. (Oriq.-Telegr. desGieß. Anzck) Aintliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreife. Weizen lhiestger» Mk. 27.50-00 00, Kurveftischer Mt. 27.50-01.00. Wetterauer Mk. 00.00 - 00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 23.50 - 00.00. Gerste (Wetterauer) Mk. 22.00-00.00 (über 63 Kilogramm 'Mk. 24.50-25.00), Gerste, Franken, Psalzer,. Nie; Mk. 00,00 bis Mk. 00.00, Gerste iür Branzwecke Mk. 00,0000,00, Hafer Mk. 22.00-22.10, Mais Mk. 00.00- 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 00.00-00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00-00.00, Weizen- mehl III Mk. 00 00 - 00.00, Roqqenmehl 0 Mk. 00.0000.00, Roggenmehl 0/1 Mk. 80.0000.00, Roqqenmehl I Mk. 00.00-00.00, Weizenkleie Mk. 0.000.00, Weizenschalen Mk. 0.000.00, Roggen» (leie Mk. 00.00 -00.00, Malzkeime Mk. 00.0000.00, Biertreber 00.00 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 00.00. Alles per 100 kg ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 25. Nov. «Orig.-Telegr. desGießener Anzeigers".) Kartoffel markt. Man notierte: Kartoffeln

in Wag ans Mk. 7,50 - 8,00, im Kleinhandel Mk. 8,50,900 für je 100 kg.

Amtlicher Wetterbericht.

Oesfentlicher Wetterdien st, Gießen. stSetteraussichtcn in Heften am Donnerstag, den 26 Nov. 1911 : Bedeckt, zeitweise Niederschläge, etivas wärmer, südwestliche Winde.

Hetzte Nachrichten.

(WTB./Großes Hauptauartier. 25. Nov., vormittags. (Amtlich.) Die englischen Schiffe wiederholten gestern ihre Unternehmungen gegen die Küste nicht. Die Lage auf dem westlichen Kckjegsschanplatz ist unverändert. Bei Arras mach trn wir kleine Fortschritte.

In Ostpreußen wiesen unsere Truppen sämtliche russi­schen Angrisft ab. Die Gegenoffensive der Russen aus Mich tung Warschau ist in Lowicz-Strykow-Brzezin» gescheitert Auch in Gegend östlich Czenstochau brachen sämtliche russische Angriffe vor unserer Front zusammen.

Oberste Heercslritnng.

Hindrnburg an der Arbeit.

Basel, 24. Nov. (WM. Mchtamtlich.) TieB a f c (e r Nach r." bringen eine Meldung des Petersburger Korre­spondenten desCorriere della Sera", welche die Frage behandelt, was der Borstoß des deutschen Gcneralstabs südlich von Plock zu bedeuten halbe. Die Meldung schließt Die Deutschenrücken gegenwärttg noch gegen Lodz und nach Osten ans Warschau v o r. So halten HmdenburgS

Truppen zwischen der Weichsel und der Warthe elnen

Kreisbogen besetzt, welcher sich über die Linie Lodz- Skernjewitze wölbt. Aus diesen Angaben des italieni­schen Korrespondenten ergibt sich, wie dieBaseler Nachr." urteilen, daß es den Deutschen gelungen ist, einen T e i l d e r russischen Armee von Warschau und Nowogeorgiewsk zu trennen und daß Hindenburg mit dem freie» Weichsel­strom im Rücken südostwärts marschiert. Südlich von Plock bedeutet also, daß der Plan H i n d e n b u r g s in der letz­ten Phase der Ausführung begriffen ist.

Vom Grneralfcldmarschall v. d. Goltz.

(WTB.) Berlin, 24. Nov. DerBoss. Ztg." zufolge meldet der Berichterstatter desHamburger Kor re s p o n d e n t", daß der Generalgouverncur Freiherr von der Goltz, als er jüngst die Truppen im Schützengraüen aussnchtc und dabei über ein freies Feld gehen mußte, von einer feindlichen Kugel getroffen und im Gesicht ver­wundet wurde. Der Generalgouverneur ertlärte, daß die deutschen Truppen sich einfach wundervoll geschla­gen und die ungeheueren Strapazen mit Begeisterung er tragen haben. Es gehe gut vorwärts, auch an der Mer. Tic Feinde kämpfen mir dem Mute der Verzweiflung, denn sie wüßten, was davon abhänge, wenn >vir an der Küste seien. Ader wir würden cs schaffen. Zu dem Eingreifen der Türken erklärte Freiherr von der Goltz, daß wir einen fanatischen und zähen Bundesgenossen gewonnen haben. Tie Türken würden der Welt beweisen, daß der Ruhm ihrer Tapferkeit ewig bestehen bleibt.

Das Ergebnis der öftrrreichischen Kriegsanleihe.

Serajclvo, 24. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Zeich innigen aus die Kriegsanleihe zcüigtcn in Bosnien und der .h e r z c g o >v i n a ein überraschend günstiges Ergebnis. Durch die Zeichnung des für die hiesigen Verhältnisse sehr namhaften Betrages von etlva 25 Millionen drückte die hiesige Bevölkerung in unver­kennbarer Weise und ohne Unterschied ihren Patriotismus aus und bewies neuerdings, ivie sie sich mit den übrigen Tellen der Mo­narchie eins fühle. Der Erfolg der Zeichnungen muß um so höher eiugcschätzt werden, als die Bosnier ebenso ivie die Bewohner der Herzegowina bekanntlich alles Bargeld gleich in Immobilien sest- zulegcn pflegten und im Ankauf von Wertvapieren unerfahren sind, und eine erforderliche Belehrung und Aufflärung in der kurzen Zeit und den nameMlich an der Grenze sehr schwierigen Verkchrs- verhällnisien nicht möglich «var. Die kierländiichcn Gemeinden zeichneten 1H» Millionen, die Beamtenschaft etwa l Million Mack

Italien und die Schiffahrt im Snrzkanal.

R»IN, 24. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Die oSinanischc Regierung hat sosort bei Beginn ihrer Teilnahme an dem Kriege der italienischen Reche-- rung die Erilärung abgegeben, sie verpflichte sich, die freie Schiff-- fahrt im Suezkanal nicht zu verletzen.

Der französische Tagesbericht.

i. Köln, 25. Nov. DieKöln. Ztg." meldet aus Kopen» Hagen: Der letzte amtliche französische Bericht spricht von einer hestigcn Kanonade bei Reims und Soissons. In den Argonncn sollen die Deutschen heftige Angriffe machen-

Das Werben des Dreiverbands um Italien.

i. ST öl n, 25. Nov. DieKöln. Ztg." meldet aus Kopen­hagen : Der italienische Gesandte in Frankreich T i t t o n i ist nach einer Unterredung mit dem Könige und einer langen Besprechung, die er in Rom mit dem Minister des Auswärtigen hatte, nach Bordeaux zu r ü ck g c k e h r t. Der englische Botschafter weilte gestern aus der Durch­reise nach Rom in Paris.

Englische und französische Schiffe in den türkischen Gewässern.

i. Köln, 25. Nov. TieKöln. Ztg." meldet aus Kopen­hagen:Politiken" bringt eine Pariser Meldung aus Athen, wonach französische und englische Schiffe vorden Darda­nellen erschienen sind und türkische Torpedoboote be­schossen haben. Ein englisches Geschioaber soll an der tlein- asiatischen Küste kreuzen.

Rußland friert ein.

i. Köln, 25. Nov. DieKöln. Ztg." meldet aus Kiel: I« diesen Tagen dürste Rußland von der übrigen Welt abgeschnitten werden. In Archangelsk, dem einzigen Hafen für den Verkehr mit Europa, der Rußland seit der Beherr­schung der Ostsee durch die Deutschen und der Sperrung der Darda­nellen durch die Türken noch zur Verfügung steht, herrscht heilige Kälte, und das Thermometer ist schon aus 10 Grao unter Null gesunken. Der Frost hält an. Alle Bemühungen Englands, Rußland gegen die Naturgeioalteii zu helfen, sind erfolglos geblieben. Das Weiße Meer ivird auch der stärksten Eis­brecher spotten. Viele Dampfer dürften bei dem starkeil Verkehr in Arckiangesk eingcscklossen lverden. England bezog über Archangelsk namentlich Holz, Getreide und Eier, aller. Gegenstände, die es zur Ernährung seines 44 Millionenvolkes nir' t entbehr m kann. Für Rußland bildet dieser starke Erport eine Lebens­frage. Wladiwostok und K j a ch t a kommen für den Ver­kehr mit Europa nicht in Betracht, ganz abgesel>en davon, daß der erster« Hasen bald ebenfalls von« Eise gesperrt werdet wird. Libau ist von den Deutschen vor einigen Tagen so gründ­lich gesperrt worden, daß kein Sck>isf selbst bei Nacht und Nebel den Hasen verlassen könnte. Aus dem Auslande kommt also kein Geld mehr nach Rußland.

Das Eiserne Kreuz für Erzherzog Karl Franz Josef.

(WTB.) Wien, 24. Nov. «Nichtaintlich.) Aus deoi Kriegs- presseauattier wird gemeldet: E r z h c r z o g K a r l F r a n z I o s e f hat heute folgendes Tclegranim des Deutschen Kaisers er­halten: Großes .Hauptauartier, 24. Nov. Ew. Kaiserlichen und Königlichen Hobest bewährre Teilnahine an den Operationen der Verbündeten Armeen gibt mir zu dein Wunsche Veranlassung, Ew. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit als Zeichen Meiner hohen Wertschätzung die Zweite und Erste Klasse des von Mir iür Mein Heer erneut gestifteten Eisernen Kreuzes zu verleihen, deren Insignien Ich Ew. Kaiser!, und König!. Hoheit zugeden lasse. Wilhelm. Ter Erzherzog hat von der Auszeichnung Käfter Franz Joses telegraphisch Meldung erstattet und folgendes D a n k t c l e - gramm an Seine Majestät den Deutschen Kaiser gerichtet: Ich bitte Ew. Majestät für die allerguädigste Auezeickmnn-i des Ei-' r neu Kreuzes zweiter und erster Klasse Meinen ergebensten Tank enkgegennehmcn zu «vollen. Ich werde dieses Ehrenzeichen der- von Mr viel beivunderten Deutschen 'Armee in stetein Eledenteir der treuen Waftcnbrüderschaft mit besonderem Stotze fragen und bin dessen gewiß, daß es den in seltener Eintracht Schulter an Schulter käinpfenüen Arm«» 'gelingen ivird, den mäintigen Feind niederzuringen. Erzherzog Karl.