Nr. 2Z6
Der Slehener
erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerZaiiüIienblätter;
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Erst« SlM M Jahrgang Dienstag, 21. November
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Noch keine Entscheidung in Russisch-Polen. Bulgarien am scheideweg.
Großes Hauptquartier, 23. Nov., vormittags. (Amtlich.) Die Kämpfe bei Nieuport und Ipern dauern fort. Ein kleines englisches Geschwader, das sich zweimal der Küste näherte, wurde durch unsere Artillerie vertrieben. Das Feuer der englischen Marinegeschütze blieb erfolglos.
Im Argonnenwalde gewinnen wir Schritt vor Schritt !Boden. Ein Schützengraben nach dem andern, ein Stützpunkt nach dem andern wird den Franzosen entrissen. Täglich wird eine Anzahl Gefangener gemacht.
Eine gewaltsame Erkundung gegen unsere Stellungen östlich der Mosel wurde durch unseren Gegenangriff verhindert.
In Ostpreußen ist die Lage unverändert.
In Polen schiebt das Auftreten neuer russischer Kräfte aus der Richtung Warschau die Entscheidung noch hinaus. In der Gegend östlich Tschenstochau und nordöstlich Krakau wurden die Angriffe der verbündeten Truppen fortgesetzt.
Oberste Heeresleitung.
Der Kampf gegen Rußland wird jetzt mit strammster Energie geführt, und wer iveiß, ob >vir in diesem Krieg« nicht die Ueberraschung erleben, daß die Serbenschützer 'am ehesten zum Frieden gezwungen werden. Es heißt zwar !heute in einer unbestätigten Pariser Meldung, in der französischen Hauptstadt habe auf dein Platze vor denr Finanzministerium bereits eine Kundgebung für den Frieden stattgefunden, allein wer den hervorstechenden Nationalcharalter der Franzosen kennt, wird von diesen Neuigkeiten nicht viel halten. Auch von angeblichen deutschen Friedenswünschen sind ja, wie in einer der nachstehenden Meldungen nach- gelesen werden kann, törichte Gerüchte verbreitet worden.
Rußland in höchster Not! Sowohl auf den Kriegsschauplätzen, wie auch vor den diplomatischen Entscheidungen; das ist die Kennzeichnung der heutigen Lage: Wenn Bulgarien jetzt losschlagen würde, so wäre der russische Bär in einer Klemme, aus der er sich nicht zu retten vermöchte. Die !Art der russischen Kriegsführung hat allen denen, die etwa Hoffnungen auf das Machtgebot des Zaren setzten, gründliche Enttäuschungen bereitet. ES ist daher kein Wunder, ivcnn in eifrigen Bemühungen jetzt noch einmal alles erörtert wird, ivodurch Bulgarien seine im zweiten Balkankriege erlittenen Demütigmigen wettzumachen vermöchte. Tie So- branje ist zusammengetreten, und die Opposition des Kabinetts Radoslawow hat sich, vielleicht bestochen von Rubeln und Schillingen, nochmals für eine Unterstützung Rußlands eingesetzt, Ivenn schon die Neutralität überhaupt aufgegebcn werden solle. Ein Zeichen der kritischen Zeit ist auch, daß der türkische Botschafter in Sofia zeitweilig in Konstantinopel angekommen ist, vermutlich um letzte Schwierigkeiten eines beiderseitigen Bündnisses aus denr Wege zu räumen. Die in Moskau erscheinende „Rußkija Wjcdouwsti" meldet aus Sofia, Bulgarien habe ein langfristiges Ultimatum an Serbien gerichtet, worin die Ueberlassung Bul- garisch-Mazedoniens gefordert wird. Mer diese Nachricht scheint noch verfrüht zu sein, denn türkische Blätter warnen gleichzeitig vor unbesonnener Rücksichtnahme auf die Stimmen der bulgarischen Opposition. Ob eine Meloung der Turiner „Stampa", das Losschlagcn Bulgariens im serben- seindlichcnSinue stehe unmittelbar bevor,einen realenHiuter- gruud hat, vermögen ivir zur Stunde nicht zu übersehen. Das aber wissen wir wohl, daß den verantwortlichen Persönlichkeiten in Sosia jetzt ein entschlossener Wille zu wünschen wäre. Selten war es einem Lande beschielten, vor so schwerwiegende Entscheidungen gestellt zu werden, die sich um das ganze Sein oder Nichtsein drehen; selten spielten in solchen Entscheidungskampf so gewaltige Wogen von Leidenschaften mit hinein,wie sie noch ans kaum erloschenenFunken Verletzten Kriege emporlodern. Ptüchten die Vorstellungen der amtlich beeinflußten „Kambaua" den letzten Ausschlag geben, ivonach von der Türkei nichts zu erstreben, dagegen in Mazedonien das Verlorene zurückzunehmen wäre, und wonach ein Grundpfeiler der bulgarischen Politik das gute Einvernehmen mit einem starken Rumänien und das Vertrauen auf Oesterreich wäre. Bulgarien und Rumänien, mit der Türkei im Bunde, könnten das orientalische Problem einer auf lange Zeit haltbaren Entscheidung entgegenführen. Der Gedanke ist noch neu, und der Geschichte Fluten schienen eine solche Lösung verspült zu haben. Die Rechnung muß bis ans Ende gedacht werden, und man nmß sich an den Gedanken gewöhnen, dgß eines der größten Weltprobleme gegen Englands und Rußlands Willen entschieden wird. Der Weg ist klar vorgezeichnet und führt mit Sicherheit zum Ziele — wenn die in harter Kriegszeit erzogene junge Generation Bulgariens dem lauten Gebote sicheren Instinktes und politischer Notwendigkeit gehör äst!
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Der österreichische Schlachtcnbericht.
W i e n , 23. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Amtlich wird verlaut» bart: 23. November mittags: In Russisch-Polen ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Verbündeten setzten ihre Angriffe östlich gegen Czenstochau und nordöstlich Krakau fort. Bei der Eroberung des Ortes Pili ca machten unsere Truppen gestern 2400 Gefangene. Das Feuer unserer schweren Ar-
tlllerie ist von mächtiger Wirkung. Die über den unteren Dunajec vorgegangenen russischen Kräfte konnten nicht dnrchdringen. Die Kriegslage brachte cs mit sich, daß wir einzelne Karpathenpässe dem Feinde vorübergehend überließen. Am 20. November drängte ein Ausfall ans Przemysl die Einschlie- ßungstruvpen vor der West- und Südwestfront der Festung iveit zurück. Der Gegner hält sich nunmehr außer Geschützcrtrag.
Der Stellvertreter des Chess des Generalstabes: v. H ö f e r, Generalmajor.
Kanonendonner in den Karpathen.
Berlin, 24.Nov. Der nach dem galizisch-ungarischen Kriegsschauplätze entsandte Sonderberichterstatter des „Bert. Tageblattes" berichtet aus Ungvar: Gestern nachmittag hörte man deutlich Kanonendonner von den Karpathen her. Es scheint, daß die Russen weniger die Pässe und leichtbefahrbaren Wege als die waldbewachscnen Höhenzüge benutzen, wo sie meinen, unbemerkter vorrücken zu können. Wahrscheinlich werden sie von Führern mit guten Lokalkenntnissen begleitet. Wenn sie nach Ungarn kommen sollten, müßten sie sich auf einen heißen Empfang gcfaßst machen. Alle Maßnahüien, um llmen in wirksamer Weise entgegenzutreten, sind schon in umfassender Weise getroffen worden. — Der Gesundheitszustand der österreichisch-ungarischen Truppen ist trotz des Winterwetters vorzüglich!
Bulgarien am Scheidewege.
Sofia, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In der Sitzung der So brause sprachen zunächst niehrere regierungsfreundliche Redr -i, die die Politik des Kabinetts verteidigten. Sodann sprach s ’t frühere Minister des Aeuße- ren Genadicw, der Fübck der.Stambulowisteu-Partei. Er erinnerte an das Schicksal Belgiens und Serbiens und erörterte die von den oppositionellen Parteien vorgeschlagene Methode. Die These eines neuen Balkanbundes wies er als ein unerfüllbares Ideal zurück und legte die Gefahren dar, die sich aus der Haltung der Opposition ergäben, die durch ihre an alle Nachbarstaaten gerichteten Forderungen sie alle mißvergnügt machen und vielleicht dazu bringen könnte, sich aufs neue gegen Bulgarien zu verbünden. Der Redner hob die Unzukömmlichkeiten einer Politik der Verhandlungen mit dem einen oder dem anderen Teil hervor, einer Politik, die den ersten Schritt zum Aufgeben der Neutralität bedeuten und so den Krieg Hervorrufen würde, den die ganze Nation mißbillige. Die Gefahren seien um so größer, wenn man nur mit einem der Kriegführenden verhandeln wolle. „Wir sind," sagte Gendiew, „weder russophil noch russophob, und ebenso weder austrophob noch austrophil. Wir sind einzig und allein der Ansicht, daß wir verpflichtet sind, auf die Wahrung der Lebensinteressen des Landes bedacht zu sein, die gegenwärtig vornehmlich darin bestehen, die Integrität und territoriale Unverletzlichkeit Bulgariens gegen jeden Angriff, woher er auch kommen möge, zu wahren, und darin, nach Maßgabe der Möglichkeit das gegenwärtige Gebiet Bulgariens zu vergrößern. Die Regierung hat zu Beginn des europäischen Konflikts ihre Neutralität erklärt. Diese Neutralität, die ausschließlich die bulgarischen Interessen vor Augen hat, wird loyal gchandhabt. Da die Politik von der ganzen Nation gebilligt wird, ist die Bildung eines Kabinetts der patriotischen Konzentration eine überflüssige Maßregel. Die Neutralität ist der sichere Zufluchtsort, in dem die Regierung Schutz sucht. Wir müssen darin so lange als möglich verharren."
In der Sobranse kritisierte der Vizepräsident Mom- t s ch i l o s f das Programm der Opposition und betonte, das unerschütterliche Vertrauen der Pdajorität zur Politik der Regierung. Er erllärte, die Neutralität müsse aufrecht erhalten werden; aber man müsse auch für alle Möglichkeiten gerüstet sein. Auf Antrag Momtschiloffs wurde dann die Aussprache geschlossen. Morgen wird Ministerpräsident Radoslawow eine Erklärung namens der Regierung abgeben.
Konstantinopel, 22. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Im Hinblick daraus, daß in der bulgarischen So- brause sich Stimmen für ein Zusammengehen mit der Tripel-Entente erhoben haben, tadelt die ganze türkische Presse, obgleich sie die bulgarischen Ansprückfe auf Mazedonien anerkennt, offen den von der bulgarischen Opposition zur Berwtrllichung dieser Ansprüche empfohlenen Weg. Die Blätter verweisen darauf, daß. die Tripel-Entente sich gegenwärtig in einem derartigen Zustande befinde, daß sie nicht nur Bulgarien keine Unterstützung bieten könne, sondern gar nicht einmal die Zeit hätte, wegen Mazedoniens Verhandlungen einzuleiten. Der „Jkdam" erllärt:
„Die Worte der oppositionellen Redner sind Gemenrplätz«, die schon ost jn den Blättern wiederholt worden sind und daher in Konstantinopel und Sofia wenig Eindruck machen. Die Gewässer, aus denen diese Redner trinken wollen, sind derart trübe, daß weder die Majoritätspartei noch die öffenttiche Meinung sie verdauen könnte. Bulgarien hat cs nicht nötig, sich um Verhandlungen oder Unterstützung bei der Tripel-Entente zu bemühen, um deren Zustimmung zu erlangen. Bulgarien sollte der gegenwärtigen und zukünftigen Politik Oe st erreich-Ungarns vollkommen sicher sein."
Das Blatt glaubt, daß die Majorität Bulgariens anders denke als die Opposition, die die türkische Freundschaft nicht zu würdigen scheine. — Der „D a n tu" erkennt an, daß Bul
garien Ansprüche auf Mazedonien habe, und führt aüs: „Wir haben es nicht nötig, die Entscheidungen unserer Nachbarn M beeinflussen. Wir können ihnen aber versichern, daß die Türkei auf diesem Wege ihre Freundin ist." — „Sab ah" kommt in einem längeren Artikel zu der Schlußfolgerung, daß die Ausführungen der bulgarischen Opposition nicht verfehlen konnten, hier Erstaunen hervorzurufen, und betont« Bulgarien sollte nicht durch so phantastische Erwägunge;: sich irreführen lassen.
Der türktsche Gesandte in Sofia, Fetht Bey, der hier cingetroffen ist, hat sich türkischen Journalisten gegenüber dahin geäußert, daß die Beziehungen zwischen der Türkei und Bulgarien sehr innig seien. Er wird in zwei Tagen auf seinen Posten tu Sofia zurückkehreu. Entgegen hier umlaufenden Gerüchten, die zweifellos auf die Ausführungen der oppositionellen Redner in der bulgarischen So- branje zurückzuführen sind, wird auch in offiziellen osmcmt- schen Kreisen festgestellt, daß die türkisch-bulgarischen Beziehungen außerordentlich herzlich sind. Fetht Bey habe in dieser Hinsicht zuverlässige Zusicherungen über- bracht.
K o n st a n t i n o p e l, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der türkische Gesandte in Sofia war lediglich zu einem kurzen Aufenthalt hier eingetroffen, behufs mündlicher Berichterstattung auf der Pforte. Die Gerüchte, die Reise deute auf eine Verschlechterung der türkisch-bulgarischen Beziehungen hin, sind eine böswillige Erfindung! im Gegenteil, sie wurden enger und vertrauensvoller.
Eine ausländische Erfindung.
Köln, 23.Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Köln. Ztg." meldet aus Berlin: Wie der Berichterstatter der „Daily News" in Washington telegraphiert, gingen der amerikanischen Regierung auf dem Umtvege über die Niederlande Mitteilungen zu, die in Amerika als ein ernster Friedens- antrag Deutschlands aufgesaßi wurden. Diese Mitteilungen führten zu Besprechungen im Weißen Hause zu Washington. Der Grund dafür, daß Deutschland eine solche Friedensneigung in Washington bekunden lasse, sei der Wunsch, möglichst bald die Vermittlung der Vereinigten Staaten zu erhalten, weil die Lage der deutschen Armee im Westen schwierig sei und ein Ruckzug aus, Flandern eine Panik in Deutschland Hervorrufen könnte. Hier sieht man schon, bemerkt die „Kölnische Zeitung", daß dieses ganze Gerede in den Bereich des höheren politischen Blödsinns gehört. Tie Stellung der deutsche» Heere ist weder im Westen noch im Osten kritisch. Tie militärischen Unternehmungen Deutschlands schreiten aus alten Kriegsschauplätzen vorwärts. Befriedigenderweise ist weder in der militärischen noch in der politischen Lage ein Umstand vorhanden, der Deutschland dazu veranlassen könnte, Friedenswünsche zu hegen und solche Wünsche einer neutralen Macht ausdrückeu zu lassen.
Die Schlacht bei Aper».
Berlin, 24. Nov. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Genf: Nach italienischen Meldungen soll ein Erfolg Der deutschen Armee bei Ipern b ev or st eh en.
Ein französischer Brief aus den Schützengräben.
Der „Temps" veröffenllicht, wie uns einer unserer Leser schreibt, am 17. November den Brief eines im Schützengraben liegenden französischen Soldaten. Tie llcbersctzung des Brieses lautet:
Lieber Freund, ick; schreibe Ihnen aut eine deutsche Feldpost- karte, die ich in einem Schützengraben gefunden Hube. Wahrscheinlich ist sie einem Toten abgeuammen worden, wie auch eine Mütze vdn hübschem Grau, in das unsere Feinde gekleidet sind und das sie tagsüber wenig sichtbar macht und nachts gar nicht erkennen läßt. Obwohl die Mütze von Kugeln durchlöchert ist und mit Blut befleckt, wickle ich sic dennoch nni nieine Beine, denn es ist sebr kalt. Es ist entsetzlich dies Leben in den Schützengräben, das wir seit sechs Tagen führen. Löcher in feuchter Erde, wo man ißt, schläft imd hauvtsächlich wacht, und von Ivo man vorsichtigerweise und unter keinem Vorwand herausgeht, denn die Deutschen schießen und sie sind auf 500—600 Meter vor uns entfernt. Wir kennen die Lage ihrer Schützengräben nicht, und sie auch nicht die der Unsrigcn, Gott sei Tank! Wenn wir sie gegenseitig kennen würden diese Plätze — welcher Hagel von Kugeln! — Es kommen so noch gcimg; man versteckt sich aufs beste in die Löcher, hier und da hört man einen Verwundeten, der schreit und weint. — Alle zwei, drei, manchmal auch füns oder sechs Tage wird inan abgelöst. Tas geschieht nachts, ohne das leiseste (wräusch, denn wenn „sie" irur etwas hören oder vermuten, schicken sie einen Hagel Kugeln imd eine einzige Maschine kann 600 Schüsse in der Minute abgebeu Währeiiö der Nacht versucht man Lebensmittel in die Schützengräben zu bringen; ein halber Laib Brot, ein kleines Stück gekochtes Rindfleisch für jeden Mann und Kaffee, der iratürlich kalt ankommt. Verboten ist nachts zu rauckzen. — Der Krieg ist nickt schön, der Krieg ist entsetzlich! Sogar der Mut ist nicht glänzend, denn er nt passiv. Seit dem 20., an dem ich zum ersten Mal das Feuer gesehen habe, (und loie!) habe ick die verschiedeniten Tinge erlebt' ick bin entsetzlich bombardiert worden, ich habe den Angrist. der aus ein reizendes Tori gemacht nmrde, auSgehallen, uno endlich habe ich auch feindliche Schützengräben angegnsten und mein Regiment lmt sehr große VerUistc gehabt. Dort ist der un- sickitbarc Tod: Kugeln, die einem sann ihr inörderisches Lied uin den Kopf singen. Granaten, die mit viel Lärm durch die Luft stiegen und in die Körper entsetzltck>e Löcher schlagen. Derjenige, der seinen Nerven kommandieren kann, macht eine gup


