Marsch«« schWert her Stephen G ra va m
m der j£5me3". ES ist ein leuchtend klarer warmer Herbsttag, und di« Menge drängt sich ansgeregt in Warschaus Straßen. Die Nachrichten, daß die Deutschen nahe sind, schwirren umher, und viele möchten fliehen. Aber dazu ist eine bcsow- dere Erlaubnis nötig, die man nur durch große Geldauswew- dungen erlangen kann, und außerdem sind die abgehenden ^jüge alle überfüllt. Die meisten müssen also noch chartert, Und sie tun es, zitternd vor Angst und nervös. Jeden Augen-- blick werden Spione sestgcnommen, und es geht kein Tag vorüber, ohne daß ein paar erhängt oder erschossen werden.
„lim 3 Uhr nachmittag dränge ich mich mit den andern durch die Hauptstraße, und plötzlich kommt in den Bienenschwarm eine wüde Erregung. Die Leute beschatten die Augen mit den Händen ,mb gucken in den sonnigen Himmel, und ich gucke mir ihnen. Ein großer Vogel eilt vorwärts über die Stadt: er sieht aus wie ein deutscher 'Adler, der sich brüstet in dem Sonncngold, Mit rasender Schnelligkeit nähert er sich, und nun ist er über unser» Köpfen. DaS Volk versucht zu fliehen, jetzt nach dieser Seite des Weges und dann nach der andern. Man stößt sich und drängt sich hin und her. Schreie lösen sich aus dem Menschenknäuel, und man wird fast erdrückt. Zwei Augenblicke,später znckt ein Blitz aus rauchigem Feuer, und ein dunrpfer Aufschlag erfolgt. Stücke eines Daches fliegen auf die Straße, drei Häuser entfernt von dem Ort, wo ich stehe: eine Bombe ist auf die Spitze meines Lieblings-Casss gefallen und hat den Platz verwüstet, an dem ich zehn Tage meinen Kaffee schlürfte und nreine Artikel schrieb. Nachdem es die Bombe abgeworfen, schießt das rastlose Flugzeug direkt empor in den Himmel und verschwindet. Eine ungeheure Menge hat sich um das Eafö versammelt und schreit und spricht in dumpfem Schrecken. Aber sogleich kommt der preußische Adler von dem Horizont her, in dein er vcrschwuichen war, wieder zurück und nähert sich mit atemraubendcr Schnelligkeit. Eine große Panik entsteht nun in den Straßen, ein Augenblick des höchsten Schreckens, in dem jedem das Herz still zu stehen scheint. Mles flüchtet. Selbst die Soldaten stürzen fort, inn irgendwelche eingebildeten Schutzwinkcl aufzusuchen. Di« Straßenbahnwagen stehen wie versteinert vor Grauen still, di« Droschken fahren nicht mehr weiter, und die Kutscher springen von ihren Sitzen. Jeder hat das Gefühl, als wenn er im nächsten Augenblick in kleine Stücke zerschmettert werden sollte. Tic Verwirrung ist unbeschreiblich. Keiner ist sicher, denn die Bomben fallen aus Gerechte und Ungerechte mit großer Unparteilichkeit. Die, vor der wir un6 fürchteten, fiel zwei Straßen von uns entfernt herunter und tötete sechs Menschen, die nicht cinnial ahnten, daß ein Feind über ihren Häuptern schwebte. So lauert ,dic Gefahr beständig in den Lüften über Warschau. Die einen sehen sic, die andern roissen nichts von ihr. Die russischen Behörden aber lmbeu einen schweren Stand, die nervöse Bevölkerung in diesen Tagen der höchsten Aufregung zu beaufsichtigen, und wenn die Deutschen in die Stadt kämen, ließen sich die gefährlichen Elemente in diesem innerlich zerwühlten Warschau wohl kaum zurück-
Heer und Flotte.
— Von der japanische nF lotte. Die drei javanischen Linienschiffe, die letzte Woche vom Stapel gelaufen sind, stellen die drei größten Kriegsschiffe der Welt dar. Nach Weyers Taschenbuch der Kriegsflotten, das auch schon über diese Schisse die genauen .Angaben enthält, besitzen sie eine Wasserverdrängung von 31100 Tonnen. Sie sind also größer wie die größten englischen Linien- schifie, deren stärkste im Bau befindlichen Vertreter nur 29 000 Tonnen Wasserverdrängung haben, und lind stärker wie die iin Bau begriffenen italienischen Schiffe, die 31 000 Tonnen besitzen. Die 'Artillerie ist gleichfalls eine ganz gewaltige. Die Schiffe erhalten 12 35,6-Zenfimeter-Geschütze, IG 15-Zenfimetcr-Geschütze und 12 j 12-Zcntimctrr-Geschüyr. Durch diese Schisse, die allerdings erst vom Stapel gelaufen sind und erst im Laufe des nächsten Jahres iin die japanische Flott- eingcreiht werden können, erhöht sich ihr «Kampfwert wieder um ein ganz beträchtliches Stück Nur in Amerika find zurzeit einige noch größere Schiffe, die nicht weniger als 39 000 Tonnen. Wasserverdrängung besitzen sollen, geplant, i Diese find allerdings erst bewilligt und liegen zum großen Schmerz der Amerikaner, die sie im Kriegs gegen Japan vorzüglich ver- > wenden könnten, noch nicht auf Stapel. Die neu» japanischen '©djiffc haben eine Besatzung von etwa 1000 2K<unt; ihre Schnelligkeit beträgt 23 Seemeilen.
vermischte».
* tatütata“— in Brüssel. HünMelhochjauchtzend, zu Tode betrübt — so wochseln die Stimmungen der Brüfieler ab: Heute erwarten sie, daß di« Deutschen Brüssel räumen und morgen verwerfen sie diesen Gedanken wieder als widersinnig. Das äußert sich Mick» in einer merkwürdigen Einzelheit, aus die ein hollän- >disck»er Berickstichlattcr in einein Brilsseler Briese aufmerksam macht. ^Bekanntlich lassen di« dcutsck-en Automobile seit dem Kriegsausbrüche Signale ertönen, die früher verpönt waren, und so schallt in den Straßen von Brüssel alle Augenblicke auch das viertönige lTatütata der deutschen Kncgsautomobile, das dcnr Hupensignal 'be; kaiserlichen Automobils sehr ähnlich ist, in die Oboen der Brüsseler. Je nack» augenblicklicher Stirmirung logen di« Brüsseler diesen vier Tönen mi» allerlei Texte unter. Tatütata lehrt bald «ine traurige Weisl»eit: »aus sommcs soutus (wir find futsch), bald enveckl es schmerzliä>e Erinnerungen an die Kriegskontri-
Kränzen des Dankes legt das Vaterland di« Kränze sronnnen Gelübdes auf die Heldengräber nieder:
„Deutsche Helden, fromm und bieder,
Die ihr zogt von Weib und Kind llnd sie nimmer schauet wieder.
Wenn die schön're Zeit beginnt:
Deutschland wird die Opfer ehren.
Trocknen der Verlassenen Zähren,
Und zun, lichten Sternenchor Steigen Preis und Dank empor."
Das ist's, was den heiligen Schlachtentod weiht für alle Zeiten. And was hie Tränen milder fließen, die Wunden, die der Tod den Herzen der Hinterbliebenen geschlagen hat, leichter vernarben läßt. Und sind uns auch die Stätten, wo die toten Helden zum ewigen Schlumnirr gebettet werden, zum größten Teile nicht erreichbar, in unserem Herzen sind sie wohlgrborgen, und Gott« 'schall'S „Requiem" für dir Gefallenen findet noch heute lmiten j Widerhall:
„Rührt die Trommeln ernst und dumpf,
Senkt die Fahnen feierlich!
Jedem Heil, der im Triumph Für das Vaterland verblich !
In der fiemden Erde Schoß Ruht er nimmer heimatlos.
Der die Heimat unvergessen Sich in unfern Herzen schuf!
Eine Träne den Zypressen,
Dock» den Lorbeern Jichelruf!"
Kinder und späte Enkel noch werden das Gedächtnis der Helden ehren »nd die Stunde segnen, da aus der kostbaren Saat, die nnr unter Tränen dem Erdenschoße anvertrauten, die herrlichste Frendenernte erblühte: ein neu geeintes, im Rate der Völker »nachtvoll dastehendes Vaterland, und niemand wird dann wieder den frechen Versuch wagen, mitten jm goldenen Ffiedcnsonncn- scheine ihm mit frevler Hand die Früchte seines Fleißes zu entreißen. So wird der ernste Gedächtnistag der gefallenen Helden zu einem weihevollen Tage ewigen Dankes und heiligen Gelübdes: „2Bir legen fromm ans ihre Gruft Des Herbstes letzte Kränze nieder,
Und leise aus der Blumen Dust Erklingt es wie Johannislieder
Klagt nicht um sie! Die blutige Saat Hat hoffnungsvolles Grün getrieben,
Und golden steht der Helden Tat,
Ihr Name golden eingeschrieben!"
bnbiorr: avcr noS souS Für unser Gelb), und nur, wenn wieder
eine neue Nachricht von einer „großen Niederlage der Deutscher"
auf geheimnisvolle Weise nach Brüssel kommt, lauscht icder Brüsseler freudig dem deutsche,>. Tatütata: dann gibt es nämlich die Losung des Heeres der Franzosen, Belgier, Engländer, Durkos, Zuaven, Gurkhas, Sikhs (ufto. : Paris—Berlin! Freilich hat gerade diese letzte Deutung des Tatütata für die Brüsseler einen Uebelstand: inan kann die Worte Umtauschen und dann heißt cs d eisin: IVrlut -'I-ciy;,- __
Märkte.
FC. Wiesbaden. Blehhoi-Marktbericht vom 20. Rov. Auftrieb: Rinder lUi (Ocbien 18, Bullen 13, 5!ßf)e_ und Färsen 76»,
Kälber 146, Schaf« 77, Schweine 250.
Geschäft mittel.
C dH sit.
Vollflesscblge, miSqemästete, höchsten Schlacht- wertes im A.ter von 4—7 Jahren .... Junge, fleischige, nicht auSgemästete und aller«
ausgemästete............
Mäßig genährte junge und gut g»-
genährte älter« ...........
Buk l e it,
volMeischsq«, ausqew, höchsten Schlachtw. . . Pollfleischige, jünger«..... ....
Färsrn. Riifje.
Pollfleischsq« ousgemästete Färse» höchsten
Schlachtwertes......... .
voll fleischige ausgemästetr Kühe höchsten Echlachtwertes bis zu 7 Jahren.....
Wenig gut entwickelte Färsen.......
Aellere auSgemästete Kühe und wenig gut entwickelt« jünger- »iühe.........
Kalbe-,
Feinste Mastkälber...........
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . .
Geringer« Plast- und gute Saugkälber . . .
S ch a kr.
Weidemastschccke:
Maplämmer und Masthammel.... 40,01 Geringere Masthammel »nd Schafe . • 33'/, Schweine.
Lollfleischige Schwein« von 80—100 kg Lebendgewicht . .............
Dollfleischige Schweine unter 80 ks» Lebendgewicht Bollfleischige Schweine von 100—130 kj Lebendgewicht ..............
Jetlschweine über 150 kg Lebendgewicht . .
Preis« für 100 Md, Lebend» Schlachtgewicht
ML
52—55
ML
95-102
49—52
91—95
44—48
82-90
45—43
40—45
80—88
70—79
48-53
66—93
38—46
43—46
72-87
78—36
33-37
66—75
60—00
58—61
53—57
100—00
97-102
88-95
—41.00
—00,00
84-68
76-00
57-58
56-57
73 74 72 73
58 59 56-66V,
73-74
70-71
Ktanderaintsnachrichten.
Gießen.
Eheschließungen: November 14, Christian Kienzle, Fabrikarbeiter, Unteroffizier der Reserve in Gießen, mit Anna Maria Übrig in Hopfgarten, — August Ecdmann, Schreiner, mit Alberfine Anna Kathariire Käthe Zinn, beide in Gießen,
Geborene: November 9, Dem Bureauvvrsteher Ffiedrich Wilhelm Kirstein ein Sohn, Ernst Heinrich Otto, — Dem Postboten Albert Theiß «ine Tochter, Llnna Lluguste, — 11. Dem Großh, Amtsrichter, Amtsgerichtsrat Franz Hermann Gros ein Sohn, Franz Wilhelm, — 12. Dem Schlosser Hfinrich Simon Günther eine Tochter. Toni Frieda, — Dem Kaufmann Eduard Wilhelm Philipp Emil Hans Noll ein Sohn, Eduafi» Karl, — 14, Dem Arbeiter Albert Janik ein Sohn, Stanislaus, — 16. Dem Lokomotivheizer Tlreodor Matthias Roth ein Sohn, Theodor, — Dem Schweizer Robert Wyvych eine Tochter, Helena, — Dem Bize- feldwebrl Georg Otto Conrad ein Sohn, Erich Hans Ernst.
Sterbesälle: November 10, Friedfich Hofmann, Hilfsschaffner, 41 Jahre alt, Seltcrsweg 52. — 12. Wilhclmine Müsfing, geh, Busch. 49 Jahre alt, Schiffenbcrgrr Wog 71. — 16. Margarete Wagenbach, geh, Bolz, 64 Jahre alt, Wetzsteinstraße 38.
— Sophie Wilhelnfinr Scheel, 7 Jahre all, Strinstraße 35. >— 17. Wilhelm Reuter, Verücherungsinspektor, 49 Jahre alt, Löbcr- straße 1. — 18. Ernst Hohl, 4 Monate alt, Lonhstraße 2. > — 19. Anna Horn, 23 Jahre alt, Löwengasse 22.
I m Felde gefallen: August 22, Ott» Hermann Pretzsch, Bizefeldwebel, 30 Jahre alt. Sicher Straße 6b, bei Anloy gefallen.
— 28, Johann Kaspar Schnell, Metzger, Reservist. 38 Jahr« all, Kirchenplatz 4, bei Äeaumonl gefallen. — Sept e m ber 26, Solomon Semmy Rothenberger, Kaufmann, Gefreiter. 31 Jahre alt, Ncuenweg 22, in Sedan gestorben, — Oktober 6. Karl Johann Georg Hamcl, Schneider, Reservist, 26 Jahve all, Wetzlarer Weg 55, bei Parvillers gefallen, — Oktober 31. Heinrich Bellas, Landwirtschastslehrer, Kriegsfreiwilliger, 23 Jahre alt, Wolf straße 15, bei lc Quesnoy gefallen, — Hans Karl Spies, Uhrmacher, .Kriegsfreiwilliger, 21 Jahre alt, Ludwigstraße 27, bei le Quesnon gefallen, — Willwlm August Karl Melchior Klemmratd, Student, Kriegsfreiwilliger, 20 Jahre alt, Eichweg 2, bei le Quesnoy gefallen, — November 1. Peter Stempel, Unteroffizier, 23 Jahre alt, Sicher Straße 65, bei le Quesnoy gefallen, — November 2. Friedrich Karl Wilhelm Poly, Hauptmann, 41 Jahr- alt, Frankfurter Straße 24, bei le Quesnoy gefallen,
Fricdberg.
Geborene: Nov, 7, Dem Hllfsschaffner Andreas Georg Brückmann aus Bruchenbrücken eine Tochter, Lisa Louise Else, — 8. Dem Bezirksrichter Thaddäus Terlecka aus Skole in Ost-Galizien ein Sohn, — 11, Dem prakt. Arzt Dr, Karl Zang eine Tochter, Margaretha, — 12, Dem Großh, Bauschreiber Wilhelm Anthcs ein Sohn, Heinrich Karl, — 16, Dem Küchenchef Karl Josef Maria Caemmerer eine Tochter, Giesela Wilhelnfinr Maria.
Hungkn.
Geborene: November 7. Dem Dicntzknecht Hermann Schwarz eine Tochter, Luise.
Nidda.
Sterbesälle: November 13, Wilhelm i« Schenk, gebvrene
Schneider, 81 Jahre all,
Oppenrod.
Sterbesälle: November 12, Johannes H«s, S tr aße »-
wart, 61 Jahre all.
Airchlichc Nachrichten
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 2 2. November, 24, na<6 Xr-iwrt•(il, Totenfest.
Kollekte für die Hinterbliebene» der im Felde Gefall«»«, Sotterblenst.
3n btt Stadtkirche.
Vormittags 9V, Uhr: Piarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Pfarrer Schwabe. Abends ö Uhr: Piarrer 0. Schlosser.
Abends 8 Ul>r: Dereinigung der konfirmiert«« männlichen Jugend der Markusgemeinde (Tiezfiraße 15).
TienStag, den 24. November, nachmittags 4 Uhr, tm MatthäuS» saal: Fraucnmiistonsvcrein.
Dienstag, den 24, November, abends 8 Uhr: Vereinignng der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.
Mittwoch, den 25. November, vormittags 10 Uhr: Vereinigter Zivil- und MilitärgotteSdienst zur Feier des Geburtstages Sr. König!. Hoheit des Großberzogs, Pfarrer Schwabe
I, der Zohannerkknh«.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Ausield.
Vormittags II Uhr: Kinderktrche iür die JohanneSqemeinde.
Pfarrer A u r f c l d. Abends 5 Uhr: Pfarrer BechtolShcimer.
Abends 7'/, Uhr: Dereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der LukaSgemeinde in, Lukassaal.
Abends 8 Uhr: Dersainnckung und Bibelbespr«chung im
Johannessaal.
Mittwoch, den 2b. November, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
Pfarrer AuSield. Freitag, den 27. November, abends V,6 Uhr: Vereinigung der konfirniierten weiblichen Jugend der JohcmneSgemeind«.
In der ilapell« der ritt» Fried hott
Nachmittags 2 Uhr: Piarrer Ausield.
In der Kapelle de; neuen Friedhof;.
Nachmittags 3 Uhr: Professor 1». Schi an.
Nächslkcinitigc» Sonntag, den 29. November, als am efi^« Advent, wird in beiden Kirchen eine Kollekte für die durch tz.» Krieg Geschädigten in Ostpreußen und Elfaß-Lotbringen erhobt und in, Hauplgoitesdicnfl Beichte und heiliges Abendmahl halten werden. Anmeldungen vorher bei dem Piarrer ,eder w e . meinde erbeten.
Weitere Abendmahlsieiern werde» gehalten am 2. Advent iür die Matthäus- und LukaSgemeinde und am 3. 'Advent für die Markus- und Johannesgemeindc, ledesmal im Llbendgotlesdie»" Zu diesen Abend,»ahlsseiern ivird besonders auch die konfirmiene Jugend eingeladen.
wafidurg-verein, evangelischer Züngling;- und Männer-Verein.
Sonntag, den 22. November, abends 8 Uhr: Dortrag. Dienstag, den 24. November, abends 8'/, Uhr, Bibelstundc. Donnerstag, den 26. November, abends 8 Uhr: Leseabend, SamStaa, den 29. Nov., abends 8'/, Uhr: Sleltere Abteilung videlkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten.
Für die jüngere Abteilimg icdeu Mittwoch von 6—7 Uhr, (q, die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr in, Johannes'sagl, Mdelkränzchen für Mädchen an; der Zohannesgemeind«.
Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im Johannessaal.
Sonnlag; verein für Mädchen.
Jeden Sonntagnachmlttag von 2 Uhr ab Diezftr. 15 p, spräche, Gesang» Spiele, Bibliothek),
Evangelischer Gottesdienst.
Kirchberg: Sonntag, den 22. Viovember, vormittag« 10 Uhr,
ltzeil. Abendmahl iür Taubringen, Kollekte für arme Hinterbliebene der im Kriege Gefallenen,) Kirchberg: Mittwoch, den 25. Siovember, nachmittags 5 Uhr:
Kriegsbetstunde. Dekan Guß mann
Katholische Gemeind«.
Getterdienst.
Samstag, den 21. Novembee: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 22. Nov., 25. Sonntag nach Psingst»^ Dormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht«.
, um 7 Uhr: Die erste hl. Mefie.
. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr: Hl. Meffe mit Predigt.
Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre; daraus Andacht, Dienstag »nd Freitag abend um Vj, Uhr ist Krtegsbittaadacht
Diaspora-Gottesdienst.
In sttrüaberg um 9X Uhr.
In Hungen um 9'/, Uhr.
Verantwortlich für „Feuilleton", „Gefichtssaal" u, .^BermfichkesJ I. V.: August G o e tz.
Eine reizende Neubcit, welche die Kinder imelend Geichüd lichkcii erlangen läßt und gleichzetlig Anregung verfchafii, erhält aus Wunich jeder Leser dieser Zeilen kostenfrei von Neitle's Kindcrmehl- GeieUschnfl, Berlin IV 57. ES ist dies eine Slusichneidcvuvve mit drei verschiedenen, allerliebsten Gewändern, womit die Kinder sehr gern und lange spielen. Aus Wunsch wird auch eine Probedoie des berühmten Kindcrmehls umsonst betgesügt. U2Sl«t
Amtlicher Teil.
Bet«.': Get«>ide» v r»at s Krlrstik. .
An die Gwßh, Bürgermeistereien der Lmrdgemeiude»
des Kreises.
Ti« durch BnndesratSbeschlnß vom! 20. Mai 1914 angeard- netc Mnfinchme der Vorräte von Getreide «nd Erzengnist'e» der Getrsideurüllevei für menschliche und firrischc Ernährung stabet zuni zweitenmal am 1. Dezember 1914 statt. Sir erstreckt sich am alle landwUrtschaffiichcn imd bestimmte gewerbfiche Betriebe, Die Zählung ist insofern erwertcrt worden, aß diesmal sämtliche landtvrrtfchafklichen Betriebe, nicht bloß die über 5 Hektar große», erfaßt werden sollen,
Tie Leitung der Zählung innerhalb des GrrßherzogttrmS Hessen ist durch Verfügung Großh, Ministervmrs des Innern vom 28, Oktober ds, Js, der Großh. Zentralltrll« für die Landes- stafistik zu Tarmstadt übertragen wvrdeiu
Die Ausführung der Erhebung liegt den Gemeindebehörden ob. Eine Vergütung mm Stoatswegk» wird dafür nicht geleistet.
Die Großh, Zentralstelle für die Landesstafistik wird Ihnec die lustigen Zäylpapierc direkt zusenden, ebenso eine Anweisung, «ms der Sie ersehen, wie die Zählung im einzelnen durchsufübre» ist Damit dies richfig geschieht, wollen Sie sich mit den cinzelrui Bestimmungen genau vertraut machen und die Zähler gut bclchreu Tie ausgesüllten Zähllistrn und der Gemeindebogen sind bic zun, 8. Dezember andie Großh. Zentralstelle für die Lanües- stafistik in Darmstadt einzujendcn,
Dieienigen B ü rgerncei sierecen , dir noch nicht im Besitz der nötigen Zählpapierc sind, wollen sich sofott an die Großh, Zentrab stelle für die Landesstatrsfik wcnden.
Gießc», den 20, November 1914.
Großherzoglichcs Krfisamt Gieße».
I. V.: Hechler.
Bekanntmachung.
Nachstehend« Polizeiverordnung, die mit dem heutigen xa Krast teilt, bringen wir zur allgemeinen Kenntnis,
Gießen, den 20, November 1914,
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hemmerde,
Polizeiverordnung.
Betr,: Das Kriegsgefangenenlager in Gießen.
Auf Grund von Arfikcl 129b II Ziffer 1 der «tädtevrdnnng wird nach Anhör der Stadtverordnetenversammlung imb mit ®«' nehmtgung Großh Ministeriums des Innern vom 11 November 1914 zu Nr, M, d, I, 21115 für die Stadt Gießen das Folgende bestimmt:
8 1 .
Das Betreten des Kriegsgefangenenlagers ist llnbemgtcu boten
8 2
Zivllversonen ist es verboten, von den parallel dem Lag«
führenden öffentlichen Wegen in der Richtung nach der llmzän- imng des Lagers abzuweichen and sich dem Zaun irgendwie zu
nähern,
8 3.
Jedes Stchenbleiben am Eingang des GefangrnmckagerL «8
verboten,
§ 4.
Den Weisungen der mit dem Aaffichtsdirnst in der Umgebung
des Gefangenenlagers beauftvagteu Militärpersonen and Scimtz- leute ist unweigaclich Folge zu leisten,
§ 5. _ .
,iunn'oerhandlungen gegen diese Polizeiverordnung werden vm Geldstrasc bis zn 30 Mark, welche im Falle der llncinbriuglichna
in eine Haftstrase mngewanüefi wrrd, bestraft,
8 6 ,
Diese Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Veröffrob' ltckmng in Kvafi,
Gießen, den 19, November 1914.
Grvßherzogliches Polizeiamt Gießen.
$>em nt erbe


