Einzelbild herunterladen

Dffntfctf), »erat. Wehrm. Frickrich SJlicgcrt, Darmstadt, Beim

UittCToff. d, Res, Friedrich Bmidcl, Dutenhofen, 5h, Wetzlar, nenn, Gefr, Walter Krause, Leipzig, verm. Gefr, Arthur Taube, Rummelsburg, Kr, Berlin, verm, Wehrm Karl Schäfer I Niederwetz, Kr, Wetzlar, verm, Wehrm, Reinhard Luckofs, Wissenbach, Kr, Wiesbaden, verm. Res, Friedrich öteu» ding, Ballersbach, Kr, Wiesbaden, verm, Res, Will-clm Geuter Oberwetz, Kr, Wetzlar, verm, stzriegsfreiw, Ernst Grau, Gießen' verm. Kriegsjrciw, Karl Mandler, Krosdors, verm Kricqssr' Karl Seil, Gießen, verm, Kriegsfr, Karl Löwer,lLaubach, vcrni

Kriegsfr, Ernst Groh, Drauburg, Kr, Pommern, verm Kriegsfreiw. Ernst Mebesheimer, Nordheim. Kr, Benshettn verm

Kriegsfr. Ludioig Reitschmidt, Watzenborn, verm, Wehrm

Schäser verm, >

12, Kompagnie, Res, Anton Paul Materne, Eisleben, Kr, Mansfeld, tot, Tamb, kürl Herzberger. Dauernheim, jkr, Büdingen, tot. Musk, Wilhelm Pseilsticker, Mannheim, tot, Wehrm, Lous Christian Georg, Tillcnburg, Dilllreis, tot Off - Stellv, Eugen Derb, Rottweil, Kr, Württemberg, lviv, Usfz, d, R, Friedrich Conrad, Londorf, lvw, Res. Heinrich Lavv, Niederbiel, Kr. Wetzlar, lvw, Kriegsfreiw, Willi Listmann, Gießen, schvw, Kriegsfreiw, Rudolf Köhler, Gießen, schvw, Kriegsfreiw, Albert Trinthammer, Wetzlar, Kr, Wetzlar, schvw,

Musk, Jakob Johann Leonhard, Villmar, Kr, Oberlahn, lvw,

Eiuj.-Frciw, Heinrich Weller, Sprendlingen, Kr, Alzetz, - Res, Adam Fuchs, Ellershausen, Kr, Frankenberg, lvw, Wehrm, Ge fr. Hermann August Roth, Wissenbach, Kr, Tillenburg, schvw.

Wehrin. Gefr, Friedrich Straßheim, Dornholzhausen. Kr, Wetz­lar, lvw, Res, Wilhelm Schäfer, Annerod, lvw. Gefr, Gustav Püccmann, Hahnheim, Kr, Oppenheim, lvw, Musk, Karl Lantz, Hettmatt, Kr, Zabern, schvw, Musk, Heinrich Kalbfleisch Sckrecksbach, Kr. Ziegcnhain, schvw, Wehrm, Ad, Daub, Daiger, Dstlkreis, lvw, Wehrin, Heim. Rob, Paulscid, Wilhelmshöhe, lvw, Res, Karl Theodor Hohage, Altena, low, Musk, Gregor Höhn, Abenheim, Kr. Worms, schvw, Usfz, August Heusel, Aulcndiebach, Kr, Büdingen, vm, Ilssz. Johannes Knapp, Die­burg, Kr, Dieburg, vm. Gefr. d. Res. Heinrich Wagester. Ndr- möllrich, Kr, Melsungen, vm, Wehrm. Joh, Phil, Keim, Lan­gen. Kr, Tarmstadt. vm, Ers,-Res, August Kunkler, Münster, 5vr, Wiesbaden, vm. Kriegsfreiw. Alfred Herbold, Zürich, Kr. Zürich, vm. Kriegsfreiw. Wilh. Schmitt. Manderbach, Dillkreis, vm. Kriegsfreiw. Wilhelm Weller, Mainz, Kr, Mainz, vm,

Gefr, Johann Grämlich, Ronsweiher, Kr, Hevvenhcim, vm,

Musk, Johann Jung, Undcnbeim, Kr, Oppenheim, vm, Res, Ernst Zecher, Gleiberg. Kr, Wetzlar, vm, Res, Karl Edel­mann, Arborn, Dillkrcis, vm, Off,-Stellv, Otto Ackermann, Mcßcn, vm, Kriegsfreiw, Karl Link, Gießen vm, Major Karl Frbr, Schilling v. Eanstadt, Bruchsal, Baden, tot,

Maschinengewehr-Kompagnie: Vizefcldw, Wilhelm Hankcl, Großen-Lucden, Kr, Gießen, tot, Unterofs, Theodor Kraas, Schwerte, tkr, Hürde, lvw, Unterofs, Karl Nicklaus, Gießen, lvw, Unlrroff, Georg Rau, Gießen, lvw, Unterofs, Philipp Stork. Günnigfeld, Kr, Gelsenlirchcn, lvw, Unterofs, Wert Schneider, Ernstdorf, Kr, Siegen, schvw. Unterofs, d, R, Hugo Rübsam, Mainz, lvw, Vizefeldw, Herrniann Amcnd, Krofdorf, Wetzlar, lvw, Gefr, Wilhelm Schomber, Beuern, Kr, Gießen schvw, (Geft, Schomber ist wahrscheinlich tot, konnte aber bis jetzt noch nicht festgrstcllt werdend, Musk, Heinrich Koch, Oueckborn, Kr, Gießen, wt, Res, Karl Meyer, Rabertshausen, Kr, Gießen, schvw, Eins,-Ge fr, Fritz Fischer, Ossenburg, lvw,

Res, Karl Einhäuser, Alten-Buseck, Kr, Gießen, lvw, Res, Philipp Launsprach II., Rciskirchen, Kr. Gießen, lvw, Res, Paul Dietze, Nockwitz, Kr, Delitsch, lvw, Ers,-Res, Karl Regn, Füickh, Mittelfrankcn, tot, Gefr. d R Peter Hartmann, Meß- bach. Kr, Dieburg, schvw, Res, Paul Aberle, Langenöls, Kr, stim^tsch, unbekannt. Ers,-Res, Willy Ditschler, Ofsenbach a, M,, vw, Ers,-Res Fritz Grimm. Offenbach a, M,, unbekannt, dauvtm, Friedrich Poly, Lübben, Frankfurt a. O,, tot, Gefr, Lhilipv Bäumlcr, Mainz, schvw, Musk, Georg Hvllstrin, Gundcrsweiler, Kr, Rockenhauscn, unbekannt.

Arr» Stadt und La«S.

Gießen, 19. November 1914.

** Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegs Hilfe. Rach längerer Pause fand am 14, d. M, m Siyungssaale des Regierungsgebäudes eine Versamm­lung des Kreiskomitecs vom Roten Kreuz mit den Vorsitzenden der Orts« u^sschüsse statt. Nach Be­grüßung der Anwesenden, unter ihnen die Fürstin zu 3olms-Hohensolms-Lich und die Prinzessin zu Solms- Braunfels in Hungen, gedachte der Vorsitzende, Herr Ge­heimerat Dr, U s t n g e r, zunächst der vielen Verluste, die auch unsere Regimenter schon erlitten lzaben. In die Tagesordnung eintrctend wies der Vorsitzende zunächst hin ruf die vor kurzem imGießencr Anzeiger" veröffentlichte, )en Ortsausschüssen aber auch im Sonderdruck zugegangene Liste der Gaben und ihre Verwendung; durch ein Versehen bei der Zusammenstellung sei allerdings verabsäumt wor­ben, die in der Zeit vom 15,25. Oktober eingegangcnen Gaben an Geld mit aufzusühren. Die Gatzen an unseres Soldaten seien im allgemeinen auch anaekommen, aber die 'ür das Reserveregiment iricht, vermutlich wegen eines Stel­lungswechsels, doch seien auch diese nicht verloren, sondern rnderen Formationen zugute gekommen, wie Dankschreiben bewiesen. In der Diskussion konnte Herr Landgerichtsrat Wiener darauf Hinweisen, daß trotzdem das Reserve- Regiment keine Not gelitten habe. Von anderer Seite wurde gezeigt, daß die Größe der Gaben noch hülfer erscheine, wenn man die an die kleineren Lazarette, in Hungen, Lich und Großen-Buseck, sowie an die hiesigen, direkt erfolgten, uit berücksichtigen könne. Ferner lvurde gesagt, in einem Teile der Bevölkerung herrsck-e immer noch Unkenntnis dar­über, was das Rote Kreuz überhaupt zu tun habe. Ginen ge- vissen Rauin in der Besprechung nahm auch die Frage der Lebensmittel ein, sogar die Kartoffel-Lieserung wurde ge­streift, wobei aber daraus hingewicsen werden mußte, daß :s nicht nur Verwundete gibt, sondern auch Gesunde, für dir die Beschaffung von Kartoffeln leider manchmal recht schwierig sei. Zum Schlüsse rourdc dann noch eingegangen ruf die Frage der W e i h n a ch t s s e n d u n g e n für un­sere Soldaten und den dafür geplanten Eleonoren-- Weihnachtszug.

** Weihnachtspakete sür die Truppen, Die in der gestrigen Nummer desGieß, Anzeigers" zur Kenntnis gebrachte /Mitteilung der Etappenkommandantnr in Darmstadt ist nach leuerlichen Verfügungen dalnn abzuändcrn, daß Weihnachts­sendungen für die Truppen ntzr bis zum 30, d, Mts, wfzugeben sind, da sonst keine Aussicht aus rcchtzcittgc Besör- ?erung vorhanden ist. Auch muß jedem Paket eine Bcglcitadrefse beigegeben werden,

** Für bieBischweiler". Wer noch eine Gabe lür das Gießener Freiivilligenbataillondie Bischwei- l e r" spenden >vilk, der möge dem Ausruf im Anzeigenteil entsprechend sie so rasch wie möglich in der Löwenbrogerie Kilbi nger am Seltersweg abgeben, da die Wsendung schon am Montag in einent besonderem Eisenbahnwaggon erfolgen muß. Mehr als die Hälfte der Mschweiler sind Stu­denten und Einjährige, weshalb sich mich die Universität in rühriger Weise an der Smnrnlmig beteiligt. Soweit die Elaben allgemein für das gm:zc Bataillon und Regiment bestimmt sind, sollen sie in erster Linie den elternlosen und

ärmeren Freinnlligen zugute kommen, mit denen schon bis­her nach den gewordenen Mitteilungen diejenigen, bie reich­licher mit Briespaketen bedacht lourden, in kameradschaft- iicher Weise ihre Gaben geteilt haben,

'-liier Kraftwagen für den Transport der Verwundeten auf dem KriegSschauviatze sind durch Ver- mittlung der Großhcrzogin und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen dem Generalkonnuando zur Verfügung gestellt worden. Die Mittel für die Wagen wurden teils von privater Seite, teils voii der Hessischen Landes- vers ich er» ngS a ii st a! t aufgebracht. Zwei von deu Wagen und mit Tragbahren und asten sanitären Einrichtungen aS> gerüstet, die beiden anderen sind znn, Transport von lk bis 20 Leichtverwundeten eingerichtet. Tos Rote Kreuz hat de» Autos lech- vollkoannen ausgerüstete Maunschaste» beiaegcben. Die Kraftwagen sind schon an der Front eingetrofsen und haben bereits aanz vorzüaliche Dienste geleistet.

** Von den Oberschlesiern sind gestern ca, 30 ,B e r g- a r b e i t e r für oberhessische Gruben nach außerhalb abgcreist, 15 Mcygerburschcn haben die Meister unserer Flcischerinnung in Arbeit genommen. Die Lewe ttaten heute vormittag auf Os- waldsgarten wieder zusammen, wo einein Teil von ihnen weitere offene Arbeitsstellen zugewicsen werden konnten,

** Behufs Bildung der Spruchliste für die am 7, Dezenrber 1014 vormittags 9>/z Uhr beginnend« Sitz­ungsperiode des Schwurgerichts wurden nachstehende Ge­schworenen ausgelost: 1, Christian Eimer, Land­wirt i» Groß-Eichen, 2, Karl Schwan, Graveur in Gießen, 3, August H a a g, Fabribant in Schlitz, 4. Fritz Walther, Buchhalter in Gießen, 5, Heinrich N o h l, Landwirt in Echzell, 6. Heinrich Ganß II,, Bürgermeister in Crainfeld, 7. Johannes Beriett, Kaufmann in Hungen, 8, Karl Göbel, Schuhmachermeistcr in Hungen, 9, Otto Spa- m e r, Metzger in Kirtorf, 10, Georg Hchnr, Lehr, Bürger­meister in Eckartshauscn, 11, Mil, G r u n e r, Metzgcrmeister in Butzbach, 12, Wllhelm Hadermann, Kaufmann in Butzbach, 13, Peter Joseph Möbs, Fabrikant in Gießen, 14, August Henzerling, Kaufmann in Gießen, 15, Friedr, Wilh, Philipp!, Landwirt in Friedberg-Fauerbach, 16, Wilh, Horack II,, Landwirt in Reichelsheim, 17, Wil­helm Alban, Gärtner in Steinfurth, 18, Johannes R e u t - zel XII,, Landwirt in Kefenrod, 19, Konrad Müller II,, Landwirt in Gambach, 20, Karl Wilh, Alfred König, Rech­ner in Ober-Mörlen, 21, Karl Kirchner, Landwirt in Homberg, 22, Aug, Pfeil, Landwirt in Ehringshausen, 23. Louis Ko ch, Landwirt in Kohden, 24, Rud, Guter- m'uth, Kaufmann in Gr-Liuden, 25, Anton Nern VII,, Landwirt in Lang-Göns, 26. Friedr, Schön II,, Hofmaler in Büdingen,

** Stadttheatcr Aus die am kommenden Freitag statt- sindende Volksvorstcllung (Wie die Asten sungeip sei auch an dieser Stelle nochmals empfehlend hingewicsen.

" Der diesjährige Zwiebetmartl auf Oswalds­garten war nicht nennenswert beschickt. Das Zwiebel­gewächs ist Heuer überall schlecht geraten und die Ware da­her sehr hoch im Preise, so daß Angebot und Nachfrage ge­waltig gegenüber den Markten früherer Jahre, wo die Ernte besser war; zuriickvlieben. Gehandelt wurde das Pfund Zwiebelst mit 15 Pfg., bei Abnahnie von 50 Pfund wurde der Zentner mit 14 Mk. verkauft. Die Verkäuser erklärten, daß der Besuch deS Marktes bei dem geringen Vorrat, den sie hatten rmd den Spesen, die ans dem Verkauf ruhen, ein lohnende? Geschäft für sie nicht bringt.

"Dergestrige dicke Mittwoch, der seit Fahren auf Veranlassung der Marktimteresseitten mit einem Krä­mermarkt vereinigt ist, brachte im allgemeinen nicht den Verkehr in unsere Stadt, den der preußische Buß- und Bet­tag sonst hier zuwege bringt. Die Landbevölkerung, beson­ders aus dem ehemaligen hessischen Hinterland, hatte sich zwar der alten Gewohnheit treu eingefunden und war als schätzbare Kundschaft in den Laden eingckchrt, wo sie sonst ihre Einkäufe zu machen pflegt. So waren denn auch die Kaufleute, die mit der Landnindschast arbeiten, mit dem Erfolg des Tages leiolich zufrieden. Die Bevölkerung aus den preußischen Städten der Nachbarschaft hatte wohl in Anbetracht der ernsten Zetten die Reise in das nicht preu­ßische Ausland diesmal unterlassen. Auch in den Kaffee­häusern und Restaurants sowie den Straßenzügen, den diese Besucher unserer Stadt sonst bevorzugen, fand man nicht das lebhafte Bild, das der dicke Mittwoch sonst bringt,

Hessen-Nassau.

X Hanau, 13. Noo. unterm >8. September d. Js. haben die städtischen Körverichaten beschlossen, das Theater am l. Okloder ds. Js. veriuchsweise für die Dauer von 8 Woüen in Betrieb zu nehmen und iür die Zahlung der Ge!,aller an die Schauspieler, sowie die ei,webenden Unkoüen leilens der Stadt die Garantie bis zur Höbe von 3U0Ü Mk. zu übernebme», Ter Magistrat bat mmmebr beichloßen und bei den Stadtverordneten beanlraU, diese Marantienbernabme bis zu Ende Teze ' ber a. Fs. sorizuletzen Die Abrechnung iür den 'Monat Ostober hat ergeben, daß die Kriegsaagen der Schaulrnel-r und die Unkosten vollständig und auf die 'Normalaagen eine Tividende von 25 Prozent Weiler bezalill werden konnten. Es hat sich allo gezeigt, daß ein Risiko iür die St >dt Hanau nicht vorhanden ist. Tie Frage, ob der Direktor das Tbeaier wieder übernehme» soll, ist voin Magiürat verneint worden. Er kann dies nur dann tu», wenn er eine Risiko- Prämie erhält; diese aber müßie in einem Teil des Ueberschuiies besteben, de» die Sebauivieler verlieren winde». Diese flehen sich bester, wenn sie zu ihrer geringen Krteasgaae spiele», dabei aber die Aussicht baben, den Ueberlchnß über die Kriegsgaqen und die Ilnkoslen im Verhältnis ihrer Normalqage» unier sich verteilen zu können. Für die Ltadt dürste hiermit ei» Risiko nicht verknnpll lei», wes alb die Verlängerung des bisberigen ZusiandeS zunächst bis zum II. Dezember 1914 ins 'Auge ge'aßt ist. Beabsichtigt wird, die weitere Veriän ermig je aul » Wochen, allo bis znm 15 Fe­bruar >91, und dann bis znm Schluß der Spielzeit, lalis nicht der Besuch des Theaters nennenswert schlechter werden sollte, als er bisher war, in welchem Falle der Betrieb eingestellt werden müßte.

Singesanvt.

184 Briefe in 100 Tagen,

Ein fmrges Mädchen ans Höchst a, M. hat seinem im Felde stehenden Bräutigam in den ersten fünszehn Wochen des Krieges 184 Briefe geschrieben. Das macht aus den Tag:rund zwei Briefe, Und der Schatz erhielt so erzählt die Braut sreude- strahlcnd alle 184 Briese. 56 Millionen Feldpostbriefe gehen amtlichen Mitteilungen zufolge t ä g l i ch aus Deutschland an die Krieger ab. Da wundert man sich unb cha zetert alle Welt, wenn die Feldpost versagt. Diese muß versagen. Wir hatten üi diesen Tagen Gelegenheit, Einblick in etwa 10 größere und kleinere Postämter und in den Betrieb einer der bedeutendsten Etapvenkommandanturen des 18, Arnuekorps zu tun. Was hier täglich ausgeliescrt wird, übersteigt buchstäblich alle Be.rrifse. Fünf, sechs, ja zehn Sendungen an einem Tage für einen Soldaten von demselben Absender sind durchaus nicht vereinzelte Erschein,mgen. Ja und wenn die Adressen bloß richtig wären! Unter 200 Sen­dungen, die wir wahllos hcrausgrissen, waren 4 1 falsch. Wenn einer schreibt:An den Kanonier Naumann in Äockenheim, 63. Artillerie, 2. Bataillon" oder ein anderer:Muslttier

Herwig, 81, Regiment im ffelde^', mb nirgends steht der

Absender vermerkt, so begreift man es, wenn derarttge Sendungenihn" niemals erreichen. Es sei hier abn: einmal allen Ernstes ausgesprochen: Es wird zu viel ge­schickt, und zu gedankenlos. Je mehr wir uns Weih­nachten näher», um so höher steigt die Flut der Feldpostseudungen, um so schwieriger werden die Verhältnisse jür die Bcsörderung und um so geringer wird dir Aussicht für rcchtzeftige Ankunsl der Sachen, Nach Ansicht vieler in Frage kommenden Behörden kan» nur ein Mittel helfen, wenn alles richtig ankommen soll. Das ist ein etwa 8tägigcs Versandtverbot sür alle Feldpost­sendungen, In dieser Zeit kann jeder Rückstand ausgearbeitet wer­den, die Feldpost kann mal ausatmen, mib den wackeren Soldaten wird dann die Gewähr geboten, daß sic ihre Sachen richtig und pünktlich erhalten. Und allen Teilen ist geholfen.

Wctterausiichten in Heften am Freitag, de , 25 Nov. im 1 Bedeut, zeitweise Niederschläge, mild, südiveslliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Dir amttlchcn französischen Berichte.

Paris, 19, Nov, 'Der amtliche sranzösisck>e Bericht von gestern abend 11 Uly: lautet: Nach den letzten Nachrichten er­neu erte der Feind im' Osten und im Süden von A pf tu seine Angriffe, welche die^Lage nicht änderten, Ter Eindruck ist besriedigeitd. Seit zwei Tagen verzeickmcn wir mehr oder weniger bedeutende Fortschritte überall, wo die Osfen- ilve von uns ausgenommen ivurde, nämlich an der Mer zwischen Armcntisres und Arras, in der Gegend von Bailly, in den Ar- gonncn und aus den Ataashöhcn,

Ter Ber-cht von gestern nachmtttag besagt: Die Kanonade von Nieuport, vor Dttmuiden und Dvern ist mit größter Heftig­keit wieder ausgenommen worden. Die Artillerie hat die Dcut- sck»en bei dem Versuch, die Ucberschwemmnngeri aözudimmen, aus­gehalten, Die Deutschen haben einen Teil der überschwemmten Laufgräben geräumt, Zwea deutsche Jnfanterieangrifse, der ein« südlich von Bixschotc. der andere südlich von Ipern, sind miß­lungen, Zwischen Bixschote und dem Iserklanal haben wir Fort­schritte gemacht. Wir haben einige feindliche Abteilungen, die bei Battly die Aisne zu überschreiten veritichlen, zurüchgctrieben, bezw, vernichtet, Aus den Maashöhen süblich von Verdun sind wir vorgerücht, (Tie amtlichen Pariser 'Berichte erwähnen natürlich weder die deulschen Fortschritte in den Argonnen, noch die Erstürmung des Schlosses Chatillon, 'Das angebliche Bor­rücken der Franzosen bei Vecdun, ist, wie «ms dein däut>ch n Tages­bericht hervorgcht, gescheitert.)

Der Müler Pohle gestorben.

Dussel dorfi 19, Nov, Der Maler Hermann Emil Pohle wurde während einer Sitzung im Düsscldorser Malkasten von einem Schlaganfall getroffen: er war sofort wt, Pohle stand erst im 51. Lebensjahre, Seine bekanntesten Gemälde hängen im Verwaltungsgebäude des Düsseldorfer Stahlwerksverbandes. Die Münchener Kunstausstellung 1911/13 wurde von Professor Pohle geleitet.

lllllliiiiillilliiiiiillfiiiiiiy

1 ;

Die nützlichste Liebesgabe

8

t i

ist der als Kräftigungsmittel sowie zur Linderung bei Magen* und Darmcrkrankungen.insbesondere Durchfall tausendfach bewahrte ärztlich empfohlene

8

Kasseler Hafer-Kakao

H

1

(Nur echt in blauen Schachteln für 1 Mark, nie losef)

H

==jj

H

Wien, I. Juni 1814. Ich veranlaßt« die Patientin <Herz- nnd Nierenkrank^), den coffein- freien Kaffee Hag zu benutzen, womit sie sich endlich einverstanden erklärte. Bei der nächsten Ordination erzählt mir die Patientin, daß sie absolut keinen Unterschied im Gcfchinack gemerkt habe, daß sie sich feilher aber wvhlcr bcsindc. Tie Herzpalpitationcn hätten anfgehört. Tie genaue Untersuchung ergab, daß die Spannung in den Blutgefäßen sich nicht erhöht hat. Tie Puls­frequenz erfuhr keine Steigerung, was fonsl nach dem Gennß des Kaffees der Fall war.

Aus: .Aerztlicbe Eriabrnnaen mit cosseinlreiem Kaffee^ von l>r, Julius Neubauer, Arzt bes K, ». ibudolkslpitäls, Wien. Aerztliche Standeszeitung «Tie Heilkunde^, Wien. [11492ss

9

Auf Frankreichs Erde starben den Helden­tod unser verehrter Dirigent

Herr Lehrer Ohly

Offiz.-Siellvertr,, 6. Komp. Jnf.-Regk, 116 am 31. Oktober, nnd unser Sangcsbruder

Karl Seip

Wehrmann in der 5. Komp. Jnf.-Ncgts. 116 am 2 November.

Wir werden den Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

KkssnMM KinlM All-MlM!,.

Für die herzliche Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen mir aus diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank.

Dienchen Körber

U579 Körber, Bürgermeister.

i'iltcn-Biiscck, am 17 November 1914,