Ausgabe 
18.11.1914
 
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3ami mef'bete sich sein Reinlichcke itsbediirfnis,Oh, >m?>n> ch mich kennte einmal woscksien ins Gesicht, Wir hcrbben ein Wasser von Sonnig in der Frohe!" Mit tabefcoifcm Scheitet, der noch von dem seit Torrn tag entbehrten Element ! rieste, kam er wieder und erzählte was seiner Heimat; rnrd I >abei kamen dem Meinen die Dränen, die er mannhaft her- ' interschlnckte, Bon seirien Eltern^ die an ihm die wichtigste Hilfe hatten, seinem Bruder, der bei einem Straßburger Regiment in Frankreich stehe und seit sechs Wochen nicht! nehr geschrieben habe, von seiner Schwester, die Heiratei, votlte, als der Krieg kam, und ihren Bräutigam habe hiw- : leben müssen, von der Ernte, denr Vieh und allem, ivas sein jerz bewegte, erzählte er in seinem Grenz-dialekt fließend md ohne Scheu, Ws tvir ihn trösten wollten: Gr käme ja :ald Mieder heim und sähe auch ein scksönes Stüsck Welt, oenn er so weit herum komme, wurde er ernstlich vcgc:Si, prechenHeimkoinmen", Ich glaube nichts, Errst saggen sic, vir fahren nach Beuchen, dmrn nach Äggnitz, dann naä, Jreslau, Jetzt sind wir an andere Seite von'Deutschland md wozu? Keiner weiß! Und alles wegen Russen, wegei, lerdammte! Wir woltten, -wir wären zuhause, Gewiß,' etzte er beschwichtigend hinzu,Leute hier sind serr freundl­ich, aber zuhause ist besser."

Mit dem Dunkeln wurde er immer stiller und suchte früh ein Bett auf. Mit ihm werden noch viele, viele von der ,erlassenen.Heimat geträumt haben.

Den jungen Bol-ksge»vssen, die von der rauhen Wirklich- eit so schonungslos aus dem Schoß, der Familie gerissen ourden, den Trennungsschmerz zu erleichtern und ihnen iber die unfreiwillige Trennung chavvgAuhelsen, muß uns, ,ie wir fern den gefährdeten Gaeirzmarken sind, eine liebe, elbstverständliche Aufgabe sein. Wie ivir hören, ist es nicht lusgcschlvssen, daß die Leute längere Zeit die Gastfreund- chast Hessens in Anspruch nehmen müssen. Alan spricht von 6 000, die im Großherzogtum verteilt werden sollen. In Offenbach, Därrbiirg und Darmstadt sind ebenso wie in ßießeu Scharen von ihnen untergebracht, in Gießen allein !000. Erst gestern morgen uin 8 chhr kam die Nachricht von >em bevorstehenden Besuch auf der Bürgermeisterei Mt, und nan kann sich denken, welche Arbeit in der kurzen Zeit zu bewältigen war, um die Unterbringung zu reg:in. Nament- ich die Lehrpersonen l>aben hier hilfreiche Hand geleistet, o daß in den ßtachinittagsstuniden ein jeder sein Quartier atte. Unter den Schl-esiern befinden sich junge Leute jedes Standes. Gymnasiasten, Kaufleute, Bauern, Hüttenarbeiter md Bergleute aus dem oberschlesischeii Eiseniudustriegebiet, Ule mußten sich der Reise anschließeu. In der ganzen Maß- mhme wird man nur eine notwendige Vorsichtsmaß­egel zu erblicken haben. Wie kürzlich amtlich festgestcllt cmrde, besteht für die Provinzen Posen und Schlesien keine ßriegsgesahr; aber einzelne Einbrüche des Feindes können iei der Ausdehnung der Grenze immerhin denkbar sein. In Ostpreußen haben die Russen bei ihren tviederholten Besuchen »underte junger Banner abgeschleppt und zu Gefangenen gemacht. Dem wäll inan hier einen Riegel vorschieben.

Den schlesischen Landsleuten wird die hessische Bevölke- ung ans mancherlei Zeichen konnte man dies schon sksrern erkennen nach Kräften die Heimat zu ersetzen uchen, bis ihnen die Verhältnisse die Rückkehr gestatten.'

»

' Ruf dem Felde der Ehre gefalle».

lAus Dessen und den Nachbargebielen.)

Einj.-Freiw. Fritz Herz, Jns.-Regt. 118 in Worms. Kindwehnu, Heinr. Müller II., Jns.-Regt, 118 aus Dalsheim.

Res. Jakob Köhler, Jns.-Regt. 118 aus Worms. Oberl.

>. R. und Postsekr. Rudoff Dieser in Zwingenberg. Krrcgs- reinj. Abmiriem Jos. Peters, Jns.-Regt. 80 in Wiesbaden,

- Kricgssnnw. Freiherr Carl von Gcrsdorfs, Garbe-Kür - liegt, aus Wiesbaden. Landwehrm. Ad Hermann, Ins - liegt, 80 aus Wiesbaden. Res. Hugo Wagner, Jns.-Regt. SO aus Sonnenbcrg. Landwchrm. Otto Riedel, Jns.-Regt. N aus Wiesbaden. Bizcseldw. Karl Schröder, 1b. Garbe- lies.-Jägerbat. aus Wiesbaden. Einf.-Freüo. Heinr. Kut- cher in Wiesbaden, Musikmeister Carl Engel Hardt, 0ns-Regt, 172. Uffz. Louis Keil, Jiger-Doag-Regt. 13 ms Kölzenhain. Res, Friedrich Eckhardt, Jns.-Regt, 11b ms Tauernbeim, Gcsr, d L, Wüh. Frirdr. R ü h l. Pionier- öat. 21 aus Herüorn.- Res. Heinrich Bernhardt, Jnf.- liegt. 167 aus Naunheim. Landwehrm. Walter H tnmaiin ms Waldhausen. Einj.-Freiw. Willy Knall, Res.-Jäger- 3at. 24 aus Weilburg. Res. Oswald Bender, Jns.-Regt. 116 aus Niederscheld. Lt. d. R. und wissenschaftl. Hilfslehrer im,Gymnas-ium in Lanrm Ernst Hosfmann, Jns.-Regt. 143 srühcr 116) aus Büdingen. Fahnenjunker Hans Karg, Jns- licgt. 118 aus Friedberg. Uffz. d. R. und stud. für. Fritz Stesfan, Jns.-Regt. 116 aus St. Blaisc-Poutay. Musk. Zvan Lorenz, Jns.-Regt. 42 aus Mainz. Musk. Heinr. Schnri t t, Jns.-Regt. 117 aus Zornheim. Uff». Peter Stern* >el, Jns.-Regt. 116 aus Wonsheim. Uff}. Adam Zulauf, Fns-Regt. 168 aus Gau-Odernhsim. Ufsz. d. L. Jakob Auf»

eger, Jns.-Regt. 118 aus Hamm (Rhcinh). Gesr, d. R. DiNh Schcuren, Jns.-Regt. 168 aus Offenbach a. M. Res. Heinr. Auq. Mahr, Jns.-Regt. 115 aus Dudenhofen ber Oiscnbach. Musk. Gg. Stiesel, Jns.-Regt, 116 aus Offen- rach a, M. Landwehrm, Gg, Scho n}, Ans.-Rcgt. 116 aus Steinheim. Einj.-Freiw Uff}, und Postassistenl Wilh, Groß, Ztis.-Rcgt. 115 aus Sickenhofen. Res. Heinr. Andr. Sauer, Zns.-Regt. 116 aus Griedel- Kriegsfreiw. Ernst ©rieb, Jns.-Regt. 168 aus Griedel.

** Personalnotizen. Tie Großherzogin hat dein Bürgermeister und Standesbeamten Julius Fenchel in Griedel ms Silberne Kreuz des Lerdienstordens Philipps des Großmütigen icrlichen. llebertragen wurde am 12. November d. Js. der Zchulamtsasvirantiu Johanna Fuchs aus Bingen eine Lehrerin- tclle an der Volksschule zu Ober-Mörlen, Kreis Friedbcrg.

** Der Ortsgewerbeverein hielt am Samstag ibend seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende gedachte einleitend der im Laus des Jahres ver- torbenen Mitglieder, insbesondere des Herrn Rechtsanwalt tsansmann, der in den letzten Jahren sich so überaus verdient gemacht hat um unser hessisches Handwerk. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete ein Bericht des Borsitzenden über die Tätigkeit des Gcwerbevcreins während ves Krieges. Der Verein hat bis jetzt 35 Mitglieder oder Löhne von Mitgliedern, die in den Krieg gezogen sind, mit ic einem Anteil bei der hessischen Kriegsversicherung vcr- : ch c r t. Er hat aus seinem Vermögen 5000 Mar! entnom­men und einenKriegsfonds" gebildet, aus dem in Not vefindlichen Mitgliedern kleinere Darlehen gegen geringe Verzinsung gewährt werden sollen und hat außerdem zwei Anteile für die in Aussicht genommene Kriegskreditkassc ge­zeichnet. Der Vorsitzende hat sodann noch Eingaben an die Stadtverwaltung und das Großh. Hochbauamt gemacht, Arbeiten für den Winter vorzusehen, durch die einer Arbcits losigkeit im Winter vorgebeugt werden soll. Eine gleiche Ein­gabe hat er an die Privatarchiteklcn gerichtet. Die sich ans, schließende rege Aussprache ergab allscitige Zustimmung zu den getroffenen Maßnahmen. Herrn Baurat Becker, der eingehende Aufschlüsse über die beabsichtigten staatlichen Ar­beiten gab, ivurde der Dank des Vereins für seine Täligkcit, die er gerade während der Kriegszeit im Interesse des Hand-

Werks entfaltet hat, ausgesprochen. Herr Bauunternehmer

Gg. Becker wurde in den Vorstand neugewählt.

Liebesgaben für unsere Flieger, Ter Stu­dentische Lustjlotten-Vc.ein hat i» Erkenntnis der Notwendigkeit, beim Eintritt der rauhen Jahreszeit die Flieger- und Lust'chisier- iruypen mit warmer Unterkleidung ocrioigen zu mühen, eine Sammlung von Liebesgaben, die sich über sämtliche Universi­täten und Hochschulen erstreckt, eingclcitet. Eine Zusendung von Liebesgaben für un.ere Fliegerabteilungcn und Flugzcugparks, die in großer Zahl im Felde stehen, ist bislang leider noch »ich! oder nur wenig erfolgt, weshalb Spenden dringend erwünscht sind. Tie S a m m e l st c l l e für Pakete befindet sich in München 2, Gocthcstraße 48/3 e. Geldsendungen werden aus das Postschcck- onlo 53c>7 des Studeniiichcn Luftstollen-Bercins, Ortsgruppe .-üncheu, Postscheilamt München 1, mit dem VermerkBeitrag ür Liebesgaben" erbeten.

** Weihnachtssendungen für die Trup­pen. Die E t a p p e n k o m m a n d a n t u r D a r ni st a d t macht darauf aufmerksam, daß Weihnachtssendungen ür die im Felde stehenden Truppen möglichst bald, keinesfalls aber nach den, 10. Dezember auszu- gebcn sind, da sonst keine Aussicht auf rechtzeitige Beföv- oerung vorhanden ist.

** D i e letzte Verlustliste des 3. Bataillons Inf.-Regts. 116 ist dem Ersatzbataillon aus dem Felde noch nicht z u g c g a n g c n. Den an uns hcrangetretenen Wünschen nach Bekanntgabe können wir daher einstweilen nicht entsprechen.

** Sladttheatcr. Für die Fest- und Wohltätigkciisvor- stellung am 25. d. M. ist als Elast für denWallen stein" der König!. Schauspieler Herr Oskar B o h n k e vom Hofthcaler in Kassel gewonnen worden.

** DieBürgergesellschaft" feierte in diesen Tagen in aller Stille das Fest des 50jährigen Be­ste Heus. ?Jr*. Rücksicht auf den Krieg wurde von besow- deren Festlichkeiten abgesehen, dagegen eine den jetzigen Ver­hältnissen angepaßtc kleine Feier im engsten Mitgliederkreisc im Bereinslokal Frankfurter Hof abgehalten. Bei dieser Ge­legenheit gab der derzeitige Vorsitzende, Schlossermcister Dörr, einen Rückblick über die Geschichte sowie die Tätig­keit des Vereins in den letzten 50 Jahrentz dabei besonders erwähnend, daß der Verein schon die Küiegsjahrc 1870/71 durchlebt und damals bei dem allgemeinen Rückgang des Vereinslcbens die Krisis glücklich überstanden habe, so daß er hoffe, daß der Verein auch nach diesem Knieg wieder wachse, blühe und gedeihe. Er gedachte weiter der z. Zl. im Felde stchcnden 22 , Mitglieder des Vereins, von denen eines schon den Heldentod gefunden hat. Mit besonderer Freude wurds die Mitteilung ausgenommen, daß den in Feindesland kämp­fenden Mitgliedern seitens des Vereins je eine Sendung Liebesgaben nebst Begleitschreiben zugesandt worden sei.

** Personenverkehr nach Metz. Der erweiterte Be­fehlsbereich der Festung Metz bars bis aus iveiteres nur noch von solchen Personen betreten werben, die einen Erlaubnisschein mit ber Unlerschrist des Militärpoüzcinicislers der Festung Metz, Generalleiünants von Ingersleben, besitzen. Reisende ohne solchen Erlaubnisschein werden vor Metz aus den Zügen ausgesetzt. Fahrkarten nach den Metzer Bahnhöfen und nach den am Schlüsse aufgesührten Stationen innerhatb des erweiterten Beschisbcreichs sind nur an Reisende mit solchem Erlaubnisschein abzugeben. Rei­sende, die den Festungsbereich dnrchfaliren, brauchen keinen Er­laubnisschein. Zum erweiterten BeseMb-reich brr Festung Metz ge­hören folgende Stationen: Amanweiler, Ancy (Mo>el), Ars

lMosel), Bötchen, Chätel-St. Germain, Eoin-Cuvry, Com (Seckte), Contchcn, Courcclles (Nied), Faüly, Falkenberg kLothr.), Hagen­dingen, Herlingen kLothr.), Kiirzcl, Lanbonvillers, Longeville, Waizieres, Mmweller, Marly (Lothr.y Moulins, Novöant, Nouilly, Pange, Peltre, Reinilly, Romdach, St. Oudert kLolyr.), «>anry bei Bigy, Lanry (Nied), Tctcrck>en, Vantoux-Vallisres, Vigy (Lothr.), Bolmeringen und Woippy.

*^Mehr Sorgfalt bei derVerpackung von Sen­dungen für Gefangene. Die Schweizerische Postverwaltnng, die den Postverkehr mit den deutschen jkriegsgesangenen in Frank­reich vermittelt, führt Klage darüber, daß die als Briese versandten Schächtelchen aus Karton mit Zigarren usw. für Kriegs­gefangene oft schon in der Schweiz beschädigt eintresscn. Es könne selten ein Postsack entleert werden, ohne daß dabei Trümmer von solchen Schachteln, sowie zerbrochene Zigarren und Zigaretten hcransfallen. Dir deutschen Wsendcr sollten daher auf besonders haltbare Verpackung der Liebcsgabcnbriese an Kriegsgefangene um so mehr Bedacht nehmen, als diese Sendungen durch zahlreiche Hände gehen, bis ffe zu den Kriegsgefangenen gelangen.

**AbgabevonausrangiertrnMilitärvferden. Samstag, den 21. d. M., vormütags 10 Uhr, werden in der neuen Dragonrrkaserne in Mainz etwa 1520 ausrangierte Militärpferde durch die Landwirtschastskammcr an hessische Land­wirte versteigert. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich vervilichten, die Pferde in ihrem Betriebe zu verwenden und sie während des Krieges nicht zu verkaufen. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Gleichzeitig wird daraus aufinerksam gemacht, daß das Psrrdcdepot Saargemünd Mon­tag, den 30. November, vormittags 10 Uhr, in Saargemünd eben­falls ctiva 90 ausrangierte Militärpserde versteigert. Bescheinigung wegen Zulassung zu der Versteigerung in Saargemünd erteilt die Landioirtschastskanrmer Darmskadt sür die Londnürtc des Groß­herzogtums auf Änfordern. Dir Gesuche um Erteilung dieser Be­scheinigung müssen von der Bürgermeisterei des Antragstellers dem Vermerk versehen sein, daß Geiuchftellcr Landwirt ist und die Pferde für seinm eigenen Bedarf benötigt.

Landkreis Gießen.

X Wieseck, 16. Nov. In der heutigen Gemeinderats­sitzung wurde verschiedenen eingelausenen Rechnungen durch den Geineinderat Genehmigung erteilt. Für den zum Heer ein- gezogenen Rohrnieister S ch m i d t wurde der Schlosser Adolf Weller vom Gemeiuderat als Vertreter angenommen. Die Aniräunriing von Gräben im Wcrllbimnn und im Stranck, wird genehmigt. Eine verspätet cingelanfene Rechnung sür die Ge- mcindclrankenkasse mußte, da die Kasse auigelöst ist, zurückgcwicscn werden. Zu der am 1. Dezember stattsindenden Vieh - und Getreidezählung wurden als Kommissionsmitglieder die Ge- mcindcräte D. Erb, L. Deibel, Seibert, Fr, Deibel, Wacker und Bäcker: außerdem: Hch, Ihm, H, Reidel, Hch. Weller XII, und die Flurschützen Weller und Vogel bestimmt.

O Watzenborn, 18. Nov. Am 19. November ist der Hiien>reber Johavne? B r ü ck e l XIII bei der Firma Heyli e»- siacdt ch Co A.-K. 3 5 Jabrc unnntcrbrocke» als Treber tätig.

O Leihgestern, 18. Nov. Dem Vizeseldwcbel Wilhelm Schäfer von hier, der bei der 7. Komp. Lairdw.-Jni.-Rgts. 116 im Felde steht, wurden das Eiserne Kreuz und die Hes­sische Tapferkeitsmedaille verliehen. Schäfer hot sich in den Gefechten bei Vitry iurd Cernay in hervorragender Weise ausgezeichnet und außerdem mehrfach die feindlichen Stellungen ausgekundschaftet.

Kreis Lautcrbach.

>ä Laut erb ach, 17. 9!oo. lstachdem die Unruhe des Krieges und die schlechten Bahuverbiuduuge» leüber eine Abvaliuna der P i a r r k o n s e r e » z e » unmöglich gemachl batieu, ocifauimeln sich nun die P'arrcr des Kreises am nächsten Montag liier, um nach einem Reierot des P'arrers G e r i ch von Hovtznannsseld si,ti ihre Criabrnngen über die -Jirbeit des Aiarrers in seiner Gcn>einde iväbreiid der Kriegs,» t nnsz--t nsche».

O L a u t e r b a ch , 16. Nov. Tic Schüler der hiesigen Real­schule veranstalteten am Samstag unter Leitung ihres Direktors Peoiessor F ö r m e r im Kasino einen Untcrhaltungs abend für die im hiesigen Krankenhause untergebrachtcn Verwundeten mit Musikanfführungen und patriotischen Vorträgen. Tic nicht ganz marschfähigen Verwundeten wurden mittelst Automobil nach dem Kasino bcsurdert. Die Unterhaltungsabcnde sollen in jeder

Woche cinnial wiederholt werden^ Auch in dem von Baron Albrccht

R i e d e s e l zu Eisenach in Sickendorf eingerichteten Lazarett wurde am Freitag durch hiesige Musikschüler ein Konzert sür die dortigen Verwundeten veranstaltet.

ick v a n z e u n a i », 17. v.oo Ter Krieg bat in unserer Ge­meinde bereits drei Opfer geiordert. Zwei Soldaten sind ver­mißt und vermntlfch auch qcfaUcn.

'. Frischborn, 17. Nov. Nachdem erst vor ivenigen

Tagen in der hiesig-» nollbeiei.icn Kirche eine Tranerieicr für t«» m Franlrefch gefallenen verhe>raicte» Landn'ebrmnim Karl Sturz ge. alten ivorden ivar, halte sich ge ern in dem steine» 'ilialdori B l I tz c II r o d eine trotz des sliönienden Regens zahl­reiche ilKrsnmnilnnq, an der Spi.e der Krieg rverein von Lanlcr- oach, emgeinnden, um einem jungen verheirateten Wehrmann, dem antnia-in David Böniel das letzte weleit zu gebe». B ist »> Festungstazaretl zu Koblenz einer schwere» Bcrivnndnng er­legen, die er am r8. August in Frankreich erhallen Halle. Er nand bei den IItzer».

. Herbslein, 1-.Nov. Der hiesige evanaelifche Piarrer Happel hat den geisttilien Rock mit der Uniform vertauscht und liegt an der Seile seiner Kameraden im Cchügengrahen in -rankreich.

Kreis Friedbcrg.

A Butzbach, 17. Nov. Ter heutige Katharrneu- markt war gegen früher schwach besucht. Schmibuten, Musiker, Karussells usw. ivaren nicht vorhanden und die sonst in irühercn Jakiren an diesem Tage üblichen Tanzbclustignngcn in verschie- denen Sälen fanden nicht statt. Infolgedessen verlies der Markt sehr ruhig. Der Schweinemarkt war gut beschickt und zwar _mit 598 Ferkeln, 7 Läufern und 6 Einlegern. Es wurden gez^lt: Für Ferkel bis sechs Wochen alt 67 Mk., sechs bis acht Woäicn alt 89 Mk., acht bis dreizehn Wochen alt 1012 Mk.; Läufer: 1416 Alk. und Einleger 20 bis 25 Mk. das Stück.

Etarkenburg und Nheinhessen.

O Darmstadt, 18. Nov. Gestern kamen auch hier 2300 jimger, znm großen Teil wehrpflichtiger Männer aus den schlesi­schen G r c n z b e z i r k e n an, die tefls in Privat-, teils in Massenguartiercn Unterkunst fanden. Die Behörde hat dazu mit- getcilt, daß es sich lediglich um einte Borsichtsmahregäl handle, die keinen Grund zur Beunruhigung in sich schließe.

Hessen-Nassau.

». Aus NaIIan, 17. Nov. Tie Spende der 16 landwirt» schaitlicken Bei rksoereive und des Vereins nafsauifcher Land- »nd äo'.slwirte - insgesamt l-'OOO Mk. wurde der Landwirt- ichastskammer f>ir Ostpreußen zur Linderung der Not dieier schwer heimgelnchten Provinz üverwiefcn

re Wissen, l7. Nov. Das Walz iverk ist dauernd init reichlichen Ansträgen versehen, rie hanplfächlich zu Kriegszwecken Verwendung finden. Cs sind inr das kommende Jahr E r iv e i t e< nntgen gröberen UnifanqrS geplant. Gleichzeitig sind Wohnungs- Nenbanisn in ber 3l>bciierkolonic vorgesehen.

E h r i n g s h a u j e n (Dill), 17. Nov. Lehrer A n t h o n i hierselbst ivurde zum Kreis-Jngcndpsleger ernannt.

Büchertisch.

KrieqSnummcr 15 der.JllustriertenZeitiing' kJ. I. Weber, Leipzig). istni den Heldenkampi der Besatznng von Tsingtau weiie» diesmal in besonderer Weile das packende Motiv des tlins lagcs, ein ganzseitiges Bild a»i der ernen Titelseite und ein nnsgczeichneler, tieiemp>undci>er Aussatz .Tsingtaus Helden- kamvs' aus der Feder des Konlreadmirals g. T. Schliever hin, Bicilerer Raum ist seiner dem Emgiei>e» derTnrkei in das Ringen der Völker in dem Artikel .Tie Erhebung des Islams und der Welikrieg" von Vroi. Dr. Georg Kampfimeyer eingeräumt, der durch eine gute Relieikartc des türkisch-ägyptische,, Gienzgebi-Ies und eine istnzahl Aninahmen von dein durch den lürkische» Vor­marsch aui Aegypten bedrohtc» Sncztanale illustriert wird. An sonstigen interessanten, meist reich illustrierten Äluisätzen nennen wii

a.: Fritz Aküllcr .Ter Krieg eine Rncktehr zur Natiir";

Gebeimral'Bros, Dr, Tilinanns .Die »ioderne Kriegschirnrgie"' Landgcrichtsdirektor Tr. v Cainve .Die llmweriung aller Werl« durch den Kriegs; Regierungsrat I. NenberqEtwas über Kriegs- geiangeneE, Ein doovctscitiges Bild des SonderzcichneiS W. Ganse gibt uns eine» Begriff von der Fiirchlbarkeit der Käinpie bei der Bercniiung der Festung Przeinysl durch die Russen, ivährend Aiar Barascudls einen eiiolgreiche» Angriff deiitscher >,i,d öslcrreichisckp ungarischer Kavallerie aui riisnsche anschaulich und lebendig ivieder- gibt lind Willy Stöwer die Vernichtung des enylis ben Südamerika- GelchivaderS durch das denische Kreiizergeschwadcr in gewohnter meisterlicher Weile darstellt. Außerdem enthält die hochiittercffante Nummer »och eine große Anzahl aiisgezeichneter kleinerer Streu- biider von den verschiedenste» Kriegsschauplätzen, von denen die originelleil, eiiies gesunden Humors nicht eiitbehreiiden Bteistisl- zeichnnngen des in der Front kämpfenden Mitarbeiters derIllu­strierten Zeiliing" O. I. Olbertz besondere Erwähnung verdienen.

M i i i . ,

Met eorolog is che veobachtungen der Siotlon Siebe».

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Höchste Temoeratnr am 16, bis 17. Nov. 191 l = -f- 6 2 C. Niedrigste , , 16. . 17. . 1914 = + 0,8' ,

Niederschlag: 0,0 mm.

Letzte Nachrichten.

Die Furcht vor den deutschen Unteneebooten.

Rotterdam, 18. Nov. Ans Furcht vor den dentick>en Ilnter- seebvoten werden fortan keine englischen Trnppcntransvorle mehr über den Kanal geleitet werden, Tie Truppen sollen über Irland transportiert tverden.

Verantwortlich sürFeuilleton",Gerichtssaal" u,Vermischtes": I. V,: August G o e tz.

Licht - Spiel - [Hfa&ss

Tom 18. bin inkl. 20. XoTCmber 1914:

Die berühmte heißblü ure Fi mschiinspielerin Lissi Hebaschka als Hauptdarsteller!» in dem 3-aktigco

faszinierenden kinematographischen Meistere erk

Ein Seedrama von realistischer Darstellung. Tlnrsica im Winter. Natui'bild.

Da« KompaKnlesescbüft. Urgelungene Posse, flrnvrli nn«l Hanblier. Die Abe teuer des be­kannten Wild-West-Keilers 1 uffalo Jones Jagden mit dem Lasso in Afrika. 2 Akte.

Todcsnint. Erschütternde Tragödie.

Wer z.pletzt lacbt, lacht am besten. Lustige burleske. 11568